Run, Fatboy, Run (478)

Nachdem ich letztes Wochenende endlich einmal wieder laufen war, habe ich es unter der Woche nicht geschafft: Eine Geburtstagsfeier, ein Abend-Event im Job usw. haben die freien Abende schnell schwinden lassen. Heute jedoch habe ich es trotz triefender Nase und triefendem Himmel einmal wieder angepackt:

Nass von allen Seiten und gemütliche 1 °C

Nass von allen Seiten und gemütliche 1 °C

Distance: 7.11 km
Duration: 00:44:22
Elevation: 57 m
Avg Pace: 6:14 min/km
Avg Speed: 9.62 km/h
Heart Rate: 174 bpm
Stride Frequency: 150 spm
Energy: 629 kcal

Ich habe gespürt, dass ich noch nicht ganz fit bin und es somit eher langsam angehen lassen. Vielleicht war es auch nicht sinnvoll am Nachmittag nach der gegrillten Schweinelende und den zwei Portionen Ofenkartoffeln laufen zu gehen. Am Mittwoch beginnt nun ja endlich(?) die Fastenzeit, was auch bedeutet, dass dies für mich das letzte Mal Fleisch (und Alkohol und Süßigkeiten) für die nächsten sechs Wochen war. Es kann also nur aufwärts gehen… 😉

Im ersten Ohr: FatBoysRun – Episode 108: Florian Neuschwander
Im zweiten Ohr: blink-182

Big – Extended Cut (1988)

Heute ist es mir wieder einmal nicht leicht gefallen, mich für einen Film zu entscheiden. Wie so oft in diesem Fall, habe ich mit „Big“ zu einem persönlichen Klassiker gegriffen, den ich damit zum ersten Mal in der erweiterten Fassung gesehen habe. Ob er heute noch genauso gut funktioniert, wie in meiner Kindheit, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung…

Big - Extended Cut (1988) | © Twentieth Century Fox

Big – Extended Cut (1988) | © Twentieth Century Fox

Eine der nostalgischsten Komödien der 80er Jahre

„Big“ gehört zu den Filmen, die mich durch meine gesamte Kindheit begleitet haben. Es gibt zwischen zehn und zwanzig Filme, die habe ich immer und immer wieder gesehen. Bei jeder TV-Ausstrahlung. Ohne Pause und Ermüdungserscheinungen. Inzwischen lag die letzte Sichtung jedoch bestimmt zwanzig Jahre zurück. Die Blu-ray stand auch schon seit Jahren im Regal und so richtig rangetraut hatte ich mich nicht. Heute jedoch war es soweit und da auch der 25 Minuten längere Extended Cut enthalten war, habe ich mich sogleich für diesen entschieden und den Film somit auch zum ersten Mal im Originalton gesehen. Was hat sich im Vergleich zu damals geändert?

Tatsächlich konnte ich mich noch an viele Szenen erinnern. Besonders die Atmosphäre war mir noch im Gedächtnis. Auch wenn ich inzwischen älter bin als Josh Baskins erwachsenes Ich, konnte ich mich weiterhin ohne Probleme mit ihm identifizieren. Zum ersten Mal ist mir jedoch aufgefallen, wie unglaublich gut Tom Hanks den 13-jährigen im Körper eines Erwachsenen spielt. Früher war es für mich ganz logisch, dass man als Kind eben so rennt, isst und spielt. Heute jedoch muss ich diese großartige schauspielerische Leistung anerkennen. Wirklich fantastisch und ein frühes Zeichen dessen, was in den nächsten Jahren noch so von Tom Hanks zu erwarten sein sollte.

Zoltar says: „Make your wish.“

Die Prämisse des Films ist wunderbar einfach und wurde in Hollywood bereits häufiger umgesetzt (siehe z.B. „30 über Nacht“). Kein Film jedoch bringt die Tragik und Komik, die hinter dem plötzlichen Erwachsenwerden steckt, so wunderbar auf den Punkt wie „Big“. Es ist ein genialer Kniff, Josh in einem Spielzeugunternehmen arbeiten zu lassen, was zu einigen großartigen Szenen führt. Weiterhin ist die Geschichte von Regisseurin Penny Marshall wunderbar unschuldig inszeniert, ohne jedoch in irgendeiner Form verklemmt zu wirken. Selbst den am schwierigsten zu transportierenden Plot Point – die Entführung als vorgeschobene Erklärung für das Verschwinden des Sohnes – kauft man dem Film an dieser Stelle einfach ab.

Noch ein paar Sätze zur erweiterten Fassung: Ich hätte nicht beschwören können, welche Szenen wirklich neu waren. Nach dem Lesen des Schnittberichts kann ich dies nun besser einordnen, jedoch hätte ich keine Sequenz missen wollen, selbst wenn der Film mit einer Laufzeit von 130 Minuten für eine Komödie nun ziemlich lang ist.

Fazit

Ich habe mich heute genauso gut unterhalten gefühlt, wie damals vor gut 25 Jahren. Der Film beschwört das Gefühl meiner eigenen Kindheit in den 80er Jahren herauf, in der ich mir auch manchmal gewünscht hatte, bereits älter zu sein. Heute jedoch kann ich Josh gut verstehen, wenn er zurück will und die Zeit des Heranwachsens nicht missen möchte. Ein wundervoller Film voller Magie und Nostalgie: 10/10 Punkte.

Prädikat: Lieblingsfilm

Mount St. Elias (2009)

Schon seit einem knappen Jahr habe ich mich nicht mehr von meinem Sofa aus auf einen schneebedeckten Gipfel begeben. Glücklicherweise hat mir Flo Lieb zu Weihnachten den Film „Mount St. Elias“ zukommen lassen, so dass einem weiteren Aufstieg nichts im Wege stand. Heute waren die Bedingungen dann auch endlich so gut, dass ich den Gipfelsturm wagen konnte…

Mount St. Elias (2009) | © STUDIOCANAL

Mount St. Elias (2009) | © STUDIOCANAL

Wenn der Aufstieg noch der einfache Teil ist

Zu Beginn hatte ich noch befürchtet, dass mich der starke Fokus auf das Skifahren abschrecken könnte. Ich hasse Skifahren, was wohl auch meinem mangelnden Talent dafür geschuldet ist. Dennoch waren es gerade diese Szenen, die mir den Schweiß auf die Stirn getrieben haben. Die Leistung von Axel Naglich und Peter Ressmann ist wirklich unfassbar. Und ein wenig verrückt. Ebenso schien mir der Film an manchen Stellen zu effekthascherisch inszeniert zu sein, was eventuell am Produktionsstudio Red Bull Media House liegt, die drei Jahre später auch den Dokumentarfilm „Jäger des Augenblicks: Ein Abenteuer am Mount Roraima“ ins Kino gebracht haben. Doch auch dieser Eindruck legte sich mit der Zeit und ich wurde von den unglaublich imposanten Naturaufnahmen in den Bann gezogen.

Wenn ihr Blogs kommentiert, zahlt sich das in mehrfacher Hinsicht aus:

Neben den imposanten sportlichen Leistungen, fand ich die Kameraarbeit höchst bemerkenswert – und zwar sowohl die kinotauglichen Panoramaaufnahmen als auch das eher intime Handkameramaterial. Man vergisst bei Dokumentationen dieser Art oft viel zu schnell, dass ja auch ein Kameramann dabei sein muss, der hier jedoch recht offen in den Film mit einbezogen wird.

Fazit

Auch wenn „Mount St. Elias“ nicht beeindruckendste Bergfilm ist, den ich bisher gesehen habe (das dürfte wohl nach wie vor „Sturz ins Leere“ sein), so hat er mich jedoch wieder stark mitgerissen. Gerade den Fokus auf das Skifahren fand ich spannend und kann den Dokumentarfilm somit nur jedem Bergfreund ans Herz legen – egal ob das Bergsteigen oder die Abfahrt das Steckenpferd ist: 8/10 Punkte.

Die 5 besten (nicht mehr lebenden) Schauspieler und Schauspielerinnen

Nach den fünf besten noch lebenden Schauspielern und Schauspielerinnen, fragt Gorana in Die 5  BESTEN am DONNERSTAG heute nach bereits verstorbenen Größen ihres Fachs. Hier ist es mir fast noch schwerer gefallen, mich auf nur fünf Nennungen zu beschränken. Deshalb habe ich im Folgenden wieder eine sehr persönliche Liste erstellt. Wer hätte eurer Meinung nach noch einen Platz darauf verdient gehabt?

Die 5  BESTEN am DONNERSTAG #81

Das Thema für Ausgabe #81 lautet:

Die 5 besten (nicht mehr lebenden) Schauspieler und Schauspielerinnen

  1. Alan Rickman – Noch vor der Recherche zu dieser Liste ist mir sofort Alan Rickman eingefallen, der nicht nur als Professor Snape in den „Harry Potter“-Filmen zu großer Bekanntheit gelangt ist, sondern auch dank seiner Rollen in „Stirb langsam“ oder dem von mir sehr geschätzten „Galaxy Quest“ definitiv eine Lücke in der Popkultur hinterlassen hat.
  2. Frank Giering – Wenn ich an verstorbene deutsche Schauspieler denke, muss ich sofort an Frank Giering und seine unfassbar eindringliche Leistung in „Absolute Giganten“ denken. Man kann hier die Traurigkeit spüren, die anscheinend in ihm steckte.
  3. Heath Ledger – Es gibt eine ganze Reihe an zu jung verstorbenen, großartigen Schauspielern. Heath Ledgers Tod nach „The Dark Knight“ habe ich jedoch immer als besonders tragisch empfunden, da er sich mit dieser Rolle komplett neu definiert hatte. Was er noch alles hätte spielen können…
  4. James Gandolfini – In TV-Serien verbringt man viel mehr Zeit mit Schauspielern und James Gandolfini ist eine echte Naturgewalt. Seine ikonische Rolle als Mafiaboss Tony Soprano wird für ewig unvergessen bleiben. Ich freue mich auch heute noch, wenn ich ihn in einem Film entdecke.
  5. Marilyn Monroe – Wie ihr seht, ist es mir viel schwerer gefallen, verstorbene Schauspielerinnen zu nennen. Jessica Tandy wäre eine Erwähnung wert gewesen, doch seit ich Marilyn Monroe in „Manche mögen’s heiß“ gesehen habe, verstehe ich den Kult, der um die Schauspielerin noch heute gemacht wird. Sie hat mit ihrer Präsenz das Kino definitiv geprägt.

Media Monday #345

Der Sonntag neigt sich dem Ende zu, Zeit also sich den Fragen des Medienjournals zu widmen. Was hat das Wochenende gebracht? Der Samstag war relativ entspannt und ereignislos. Heute jedoch haben wir einen Ausflug gemacht, waren gut zwei Stunden spazieren (siehe Foto unten) und haben ein Raumfahrt-Museum besucht. Morgen startet eine turbulente Woche, in der ich vermutlich nicht so viel zum Bloggen kommen werde, wie letzte Woche mit sieben(!) veröffentlichten Artikeln…

Media Monday #345

  1. Am Wochenende habe ich ja den inneren Schweinehund überwunden und mich nach zwei Wochen Erkältungspause zu einem 10-Kilometer-Lauf aufgerafft.
  2. „That 70s Show“ hat nach dem Weggang von Eric Forman (Topher Grace) in der siebten Staffel doch enorm an Qualität eingebüßt, schließlich war die Serie im Grunde seine Coming-of-Age-Geschichte.
  3. Von all den Serien, die in diesem Quartal starten bekomme ich recht wenig mit, dafür freue ich mich umso mehr, dass es noch mindestens zwei weitere Staffeln der großartigen Serie „Shameless“ geben wird.
  4. Ein gutes Buch zeichnet sich für mich ja dadurch aus dass es eine glaubhafte Welt aufbaut, so wie es Cixin Liu in „The Dark Forest“ gelungen ist.
  5. Der seltsame Eindruck, den „Star Wars: Die letzten Jedi“ bei mir hinterlassen hat, lässt mich ja schon extrem neugierig werden, wie sich der Film mit der Zeit in meiner Gunst entwickelt.
  6. Kaum zu glauben, aber ich habe doch tatsächlich nach über einem Jahr (mit langer Pause) die zweite Staffel von „Life in Pieces“ zu Ende geschaut.
  7. Zuletzt habe ich mir den Film „Logan: The Wolverine“ angeschaut und das war ziemlich großartige Unterhaltung, weil darin endlich die Version von Wolverine präsentiert wird, die man sich schon immer gewünscht hat.

Eine Impression unseres langen Sonntagsspaziergangs (mehr davon auf Instagram):

Run, Fatboy, Run (477)

Nach einer zweiwöchigen Erkältungspause war ich heute endlich einmal wieder laufen. Da ich die Mittagssonne verpasst hatte, habe ich mich nachmittags mitten im schönsten Schneegestöber aufgemacht. Man gönnt sich ja sonst nichts:

Juhu, laufen durch Schneegestöber!

Juhu, laufen durch Schneegestöber!

Distance: 10.34 km
Duration: 01:05:08
Elevation: 89 m
Avg Pace: 6:17 min/km
Avg Speed: 9.53 km/h
Heart Rate: 175 bpm
Stride Frequency: 150 spm
Energy: 953 kcal

Aufgrund der Pause und der immer noch nicht komplett ausgeklungenen Erkältung habe ich es langsam angehen lassen. Dennoch ist mein Puls auf dem ersten Kilometer (zumindest wenn man den Messwerten glaub) wieder beständig über 200 bpm gewesen, mit dem Spitzenwert 225 bpm – dabei fühlt es sich beim Laufen nicht so an. Danach war ich wieder irgendwo zwischen 150 und 170 bpm, was für meine Verhältnisse auch okay ist. Ich verstehe nur den starken Anstieg zu Beginn meiner Läufe nicht, den ich fast jedes Mal habe:

Jedes Mal ein Anfangspuls deutlich über 200 bpm. Warum?

Jedes Mal ein Anfangspuls deutlich über 200 bpm. Warum?

Nach dem Lauf war ich auch ziemlich K.O. Dennoch bin ich für die lange Pause recht zufrieden und hoffe nur, damit nicht gleich den Rückfall in die nächste Erkältung heraufbeschworen zu haben…

Im ersten Ohr: FatBoysRun – Episode 107: Happy New Year
Im zweiten Ohr: blink-182

Logan: The Wolverine – OT: Logan (2017)

Wieder einmal geht eine anstrengende Woche zu Ende. Dank eines Elternabends sind wir auch recht spät auf die wohl verdiente Couch gekommen, wo uns schon „Logan: The Wolverine“ auf dem Fernseher erwartete. Eigentlich war ich fast schon zu müde für einen Film, doch man will ja keinen freien Abend ungenutzt verstreichen lassen…

Logan: The Wolverine (2017) | © 20th Century Fox Home Entertainment

Logan: The Wolverine (2017) | © 20th Century Fox Home Entertainment

Der Wolverine-Film auf den alle gewartet haben

Ich bin ziemlich begeistert. „Logan“ ist tatsächlich anders als die bisherigen Filme, in denen Hugh Jackman den ikonischen Mutanten verkörpert hat. Es ist bereits sein neunter Auftritt als Wolverine und eine Rolle, die er seit 17 Jahren prägt. Eine wirklich lange Zeit, in der sich die Figur auch deutlich gewandelt hat – auch wenn die größte Charakterentwicklung tatsächlich erst in diesem finalen Film stattfinden durfte. Mir hat der erwachsenere Ansatz sehr gut gefallen. Teils wähnte ich mich auch eher in „Mad Max“ als in einem Superheldenfilm. Und dennoch wirkt wird auch der X-Men-Handlungsstrang zu einem sauberen Ende gebracht. Die Szenen zwischen Professor Xavier und Logan waren teils wirklich herzergreifend.

Trotz des beständigen Gefühls der Endgültigkeit, das dem gesamten Film innewohnt, ist er dennoch hoffnungsvoll und geizt auch nicht mit explosiver Action. Explosiv in dem Sinne, dass Logan und seine Ziehtochter Laura keine Gefangenen machen. Waren die bisherigen Filme eher zahm, so hat sich „Logan“ sein R-Rated-Label wahrlich verdient. Dabei bleibt die Gewalt dennoch comichaft und unterhaltsam. Für mich ein deutlicher Zugewinn, auch wenn ich ja bereits den Vorgänger „Wolverine: Weg des Kriegers“ für seine, zumindest im Extended Cut, härtere Gangart lobte. Innerhalb der X-Men-Reihe spielt James Mangolds Film für mich ganz oben mit – und ich müsste die Reihe wohl noch einmal komplett sehen, um mir ein fundiertes, abschließendes Urteil zu erlauben:

  1. „X-Men 2“ (2003)
  2. „Logan: The Wolverine“ (2017)
  3. „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ – Rogue Cut (2014)
  4. „X-Men“ (2000)
  5. „X-Men: Erste Entscheidung“ (2011)
  6. „Wolverine: Weg des Kriegers“ – Extended Cut (2013)
  7. „X-Men: Apocalypse“ (2016)
  8. „X-Men: Der letzte Widerstand“ (2006)
  9. „X-Men Origins: Wolverine“ (2009)

Fazit

In meinen Augen hat „Logan“ so ziemlich alles richtig gemacht: Der Film ist hart, konsequent, stilsicher inszeniert und findet einen endgültigen Abschluss. Die Geschichte besteht dafür nur aus bereits bekannten Versatzstücken, was aber kein großes Defizit ist. Da der Film ein finanzieller Erfolg war, bin ich gespannt, ob uns demnächst weitere R-Rated-Comicfilme, von „Deadpool“ einmal abgesehen, ins Haus stehen. Ich würde mich freuen: 8/10 Punkte.

Shameless (US) – Season 7

Eigentlich wollte ich mich nach dem „Penny Dreadful“-Marathon endlich der siebten Staffel von „Game of Thrones“ zuwenden, doch dann grätschte mir die nette Familie Gallagher mit „Shameless – Season 7“ dazwischen. Keine Frage also, dass ich mich zunächst mit dieser beschäftigt habe, denn was den Unterhaltungswert angeht, kann kaum eine weitere aktuell laufende Serie dieser hier das Wasser reichen…

Shameless – Season 7 | © Warner Home Video

Shameless – Season 7 | © Warner Home Video

Die Gallaghers sind zurück – und wie!

Hatte ich bei der sechsten Staffel noch das Gefühl, die Serie könnte langsam an der nötigen Bodenhaftung verlieren, so fühlte sich das siebte Jahr wieder deutlich geerdeter an. Wobei das bei den Gallaghers natürlich immer noch komplettes Chaos bedeutet. Begeistert haben mich vor allem die teils unerwarteten Wendungen bzw. Entscheidungen der uns ans Herz gewachsenen Figuren. Überraschend und doch absolut glaubwürdig – und dabei im Rahmen einer Weiterentwicklung der Charaktere sinnvoll. Vielleicht hätte sich Rian Johnson diese Serie zur Vorbereitung seiner Drehbucharbeit an „Star Wars: The Last Jedi“ einmal anschauen sollen. Selbst wenn viele bekannte Elemente aufgegriffen werden, so macht jede Figur doch eine konsequente, überraschende und dabei komplett nachvollziehbare Entwicklung durch.

Wenn ich nun meinen Lieblingshandlungsstrang nennen müsste, ich könnte mich nicht entscheiden. Alle sind auf ihre Art und Weise großartig:

  • Frank sucht sich eine Ersatzfamilie und eröffnet – natürlich völlig uneigennützig – ein Obdachlosenheim, kurz bevor ihn der größte emotionale Tiefschlag seines Lebens ereilt.
  • Fiona kapselt sich emotional ab und zieht ihr Ding durch, was konkret bedeutet: Sie wird Geschäftsfrau und kauft einen Waschsalon, dessen ursprüngliche, senile Besitzerin sie danach zusätzlich betreut.
  • Carl lässt sich für seine Freundin beschneiden, wird danach abserviert, verbündet sich mit ihrem Vater und geht letztendlich auf eine Militärschule.
  • Lip arbeitet als unbezahlter Praktikant in einem Hipster-Startup, kommt nicht vom Alkohol los und stürzt komplett ab.
  • Ian geht eine Beziehung mit einem transsexuellen Mann ein und muss sich im weiteren Verlauf zwischen seinem inzwischen geregelten Leben und dem aus dem Gefängnis ausgebrochenen Mickey Milkovich entscheiden.
  • Debbie kämpft um ihre Tochter, heiratet einen geistig und körperlich behinderten Mann und geht aus alldem erwachsener heraus als je zuvor.

…und das war nur ein kleiner Teil der famosen Geschichten, die „Shameless“ im inzwischen siebten Jahr zu erzählen weiß.

Fazit

Was waren die letzten zwölf Stunden mit den Gallaghers für ein Vergnügen. Herrlich! Ich schaue ja wirklich viele Serien, doch so durchgehend unterhaltsam ist kaum eine zweite Show. Dabei schaffen es die Autoren und Darsteller weiterhin perfekt Drama und Humor zu kombinieren, ohne ihre Charaktere der Lächerlichkeit preiszugeben. Brisante Themen werden luftig leicht inszeniert, nur um im nächsten Moment zum emotionalen Tiefschlag auszuholen. Großartig! Im siebten Jahr einer Serie solch eine Qualität abzuliefern, ist eine Kunst für sich: 9/10 (9.4) Punkte.

Die 5 besten (noch lebenden) Schauspielerinnen

Nach den fünf besten (noch lebenden) männlichen Schauspielern, möchte Gorana in der aktuellen Ausgabe von Die 5 BESTEN am DONNERSTAG natürlich die fünf besten (ebenso noch unter uns weilenden) Schauspielerinnen wissen. Wie bereits bei den Männern war es gar nicht so einfach, mich auf nur fünf zu beschränken, was ich erneut zum Anlass genommen habe, eine sehr subjektiv gefärbte Top-5-Liste zu erstellen… 🙂

Die 5  BESTEN am DONNERSTAG #80

Das Thema für Ausgabe #80 lautet:

Die 5 besten (noch lebenden) Schauspielerinnen

  1. Elisabeth Moss – Selten hat mich eine junge Schauspielerin so sehr beeindruckt, wie Elisabeth Moss. Schon als Tochter des Präsidenten in „The West Wing“ ist sie mir sehr positiv aufgefallen, doch mit ihrer ikonischen Rolle als Peggy Olson in „Mad Men“ hat sie wirklich gezeigt, wie groß ihre schauspielerische Bandbreite ist. Da wird noch einiges auf uns zukommen.
  2. Jodie Foster – Zum ersten Mal ist sie mir natürlich in „Das Schweigen der Lämmer“ aufgefallen, doch auch daneben hat sie mich speziell in „Contact“ und „Panic Room“ komplett überzeugt. Mit ihrem Auftritt in „Der Gott des Gemetzels“ hat sie zudem ihr Talent für absurden Humor unter Beweis gestellt. Definitiv eine der Großen – und das schon seit „Taxi Driver“.
  3. Julia Louis-Dreyfus – Kommen wir zur geheimen Favoritin in dieser Runde: Schon in „Seinfeld“ hat Julia Louis-Dreyfus gezeigt, dass sie es einfach drauf hat. Alleine damit hat sie sich ihren Platz in der Hall-of-Fame der Comedy-Schauspielerinnen gesichert. Spätestens mit „Veep“ jedoch konnte sie auch dramatischere Aspekte herausarbeiten, um im nächsten Moment wieder schreiend komisch zu sein. Ich liebe sie. Da ist es nur eine Randnotiz, dass sie natürlich auch eine wichtige Nebenrolle in „Schöne Bescherung“ gespielt hat.
  4. Natalie Portman – Gerade in den letzten Jahren mit „Black Swan“ und „Jackie“ wieder mehr ins Zentrum gerückt, schafft es Natalie Portman mich schon seit geraumer Zeit zu begeistern: Unvergessen bleiben ihre Rollen in „Léon: Der Profi“ und kurz darauf in „Beautiful Girls“, bevor sie mit „Mars Attacks!“ und „Star Wars: Episode I“ kurzzeitig ins Blockbuster-Kino gewechselt ist. Weiterhin hat mir ihr Darstellung in „V for Vendetta“ extrem gut gefallen und ich finde es sympathisch, dass sie sich selbst für Fantasy-Quatsch wie „Your Highness“ nicht zu schade ist. Eine tolle Schauspielerin!
  5. Sally Field – Eine Schauspielerin, die mir in meiner Filmlaufbahn immer wieder begegnet ist, mir jedoch erst mit ihrem Auftritt in der TV-Serie „Brothers & Sisters“ so richtig ans Herz wachsen konnte. Für mich ist sie auch der Grund, warum ich nun endlich einmal Steven Spielbergs „Lincoln“ sehen möchte.

The Dark Forest (Cixin Liu)

Es ist erschreckend: Nachdem ich von „The Three-Body Problem“ extrem begeistert war und ich das Buch für meine Verhältnisse recht schnell verschlungen hatte, saß ich am Nachfolger „The Dark Forest“ ungefähr ein halbes Jahr. Zwar ist auch der Umfang gewachsen, doch letztendlich bin ich einfach noch weniger zum Lesen gekommen als zu Beginn des letzten Jahres. An der Qualität der Geschichte liegt es glücklicherweise nicht und Autor Cixin Liu baut das von ihm geschaffene Universum konsequent weiter aus. Dennoch, oder gerade deshalb, beschreitet die Geschichte ganz neue Wege, was uns einen faszinierenden Einblick in die Zukunft der Menschheit werfen lässt…

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