Run, Fatboy, Run (007): Special Event

Heute gibt es etwas mehr zu berichten als sonst, denn ich war beim Nürnberger Firmenlauf dabei. Ob mein bisheriges Training etwas gebracht hat? Lässt sich schlecht sagen, denn so richtig habe ich meinen Rhythmus nicht gefunden. Kaputt war ich am Ende so oder so. Eine Erfahrung war es aber auf jeden Fall! Besonders da man sich nicht alleine gequält hat.

Meine Zeit auf der Strecke um den Dutzendteich:

Länge: 6,15
Laufzeit: 00:45:00
kCal: 590
min/km: 7:19

Etwas schade war der teils doch sehr enge Streckenverlauf – obwohl man in den Engstellen dann immer etwas pausieren konnte – und der Wettereinbruch am Ende. Die Veranstaltungen danach sind somit im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen.

Abschiedstour

Ziemlich genau ein Jahr nach meinem Junggesellenabschied sind wir gestern erneut aufgebrochen, um einem Junggesellen die letzte Ehre zu erweisen.

Ausgestattet mit diversen Utensilien haben wir gestern Nacht acht feuchtfröhliche Stunden verbracht. Besonders die Buttons waren ein voller Erfolg: Man musste teils aufpassen, dass sie einem nicht vom Körper gerissen wurden.

Als ich heute früh um halb fünf ins Bett gefallen bin war ich platt, aber zufrieden – ich hoffe dem Junggesellen ging es ebenso. Nächstes Wochenende ist es dann soweit und meine kleine Schwester wird heiraten. Bis dahin heißt es aber erst einmal Schlaf nachholen…

Felidae (1994)

Nach längerer Zeit habe ich mir gestern einmal wieder einen meiner liebsten Animationsfilme angesehen: „Felidae“ nach dem Erfolgsroman von Akif Pirinçci. Diese deutschsprachige Produktion aus dem Jahr 1994 ist in mehrerer Hinsicht bemerkenswert. Doch ich möchte nichts vorwegnehmen.

Die Geschichte um den detektivisch veranlagten Kater Francis hat mich bereits in der Buchvorlage fasziniert. Zwar bin ich kein ausgesprochener Katzenmensch, doch kann ich den samtpfotigen Vierbeinern durchaus etwas abgewinnen. Auch kann ich mich noch ganz genau an den unbeschwerten Sommer erinnern, in dem ich „Felidae“ verschlungen habe. Ein düsterer Kriminalroman aus Sicht eines Katers. Eines eingebildeten, hochnäsigen und doch smarten Katers. Ein echter Charakter. Zudem war die Handlung äußerst spannend und schien einen kompletten Mikrokosmos aufzubauen. Larger than life – und doch könnte sich die Geschichte im eigenen Hinterhof zugetragen haben. Ein wirklich starker Unterhaltungsroman.

Die Verfilmung sah ich erstmals irgendwann bei einer TV-Ausstrahlung und ich war wirklich fasziniert, wie dicht und düster die Atmosphäre der Vorlage in Bilder gebannt wurde. Als schließlich die DVD auf den Markt kam, war dies für mich eine der wichtigsten Veröffentlichungen überhaupt. In den nun folgenden Sichtungen lernte ich die grandiose Animation wirklich zu würdigen. Die Verfolgungsszenen sind wahrlich atemberaubend, doch noch überhaupt nichts gegen die Albtraumsequenzen: Der Mendel’sche Marionettenspieler jagt mir selbst heute noch eisige Schauer über den Rücken. Selten habe ich in einem Animationsfilm solch verstörende Szenen gesehen.

Neben all dem Lob darf man nicht verschweigen, dass die Geschichte im Film auf das Grundgerüst zusammengedampft wurde. In knapp 80 Minuten wird hier ein Punkt nach dem anderen abgehakt, was wirklich schade ist. Trotzdem funktioniert der Film für sich gesehen tadellos.

Animationsfreunden, die nicht nur die heile Disneywelt oder asiatische Animes lieben, sei „Felidae“ sehr ans Herz gelegt. Allerdings nur den älteren unter ihnen, denn was hier an Blut und Gedärmen gezeigt wird, ist nichts für Kinderaugen – von der düsteren Atmosphäre einmal ganz zu schweigen. „Felidae“ ist wirklich  großes Kino: 9/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (006)

Nachdem ich jetzt ja weiß, wie man es nicht macht und das Wetter zudem famos ist, bin ich gleich einmal wieder in die Sportschuhe gesprungen und habe eine kleine Runde gedreht.

Meine Zeit:

Länge: 4,36
Laufzeit: 00:32:00
kCal: 418
min/km: 7:20

Heute bin ich übrigens zum ersten Mal komplett durchgelaufen – nicht eine einzige Gehpause – zudem geht es meinem Knie einigermaßen und ich stehe nicht kurz vor dem Zusammenbrechen. Ein voller Erfolg also!

Run, Fatboy, Run

Da wir heute sowieso in der Stadt unterwegs waren, habe ich mit meinem Vorsatz gebrochen und David Schwimmers „Run, Fatboy, Run“ – meine große Inspiration – doch in der deutschen Synchronisation gesehen. Das war für mich als Pegg-Jünger zwar weniger schön, letztendlich hat es dem Filmerlebnis aber weniger geschadet, als ich befürchtet hatte.

Die Geschichte ist letztendlich nichts besonderes und ihre Versatzstücke sind aus diversen Romantic Comedies hinlänglich bekannt. Sei es der große Fehler aus der Vergangenheit, der neue Freund der Angebeteten oder der verschrobene Freundeskreis des Protagonisten. Was „Run, Fatboy, Run“ so sehenswert macht sind letztendlich die Darsteller – allen voran natürlich Simon Pegg. Seine Darstellung des geborenen Losers ist überzeugend und sympathisch. Eine Rolle wie für ihn gemacht. Doch auch Hank Azaria (u.a. bekannt aus „Friends“) weiß als schleimiger Kontrahent zu überzeugen.

Überraschungen gibt es eigentlich keine. Die Handlung verläuft ziemlich genau so, wie man sich das als Zuschauer nach Sichtung des Trailers – oder nach Lesen der Inhaltsangabe – zusammenreimen würde. Insofern typisch RomCom. David Schwimmer (Ross, „Friends“) inszenierte die Geschichte mit leichter Hand und hat die Erfahrung, die er mit der Regie diverser Sitcom-Episoden gesammelt hat, gekonnt umgesetzt.

Letztendlich ist „Run, Fatboy, Run“ auch nur eine weitere romantische Komödie. Aber eine wirklich sympathische – tolle Darsteller und eine nette Prämisse inklusive. Sehenswert: 7/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (005)

Nach einer eineinhalb wöchigen Pause – morschen Kniegelenken und nasskaltem Wetter sei Dank – habe ich mich heute einmal wieder aufgerafft. Dabei musste ich feststellen, dass Pausieren in der Anfangsphase des Trainings nicht sonderlich vorteilhaft ist.

Meine heutige Zeit:

Länge: 4,36
Laufzeit: 00:33:00
kCal: 418
min/km: 7:34

Ich hoffe, dass ich nun wieder etwas regelmäßiger laufen kann. Die nächsten Wochenenden sind schon wieder komplett dicht, aber vielleicht hat Petrus im Feierabend ja wieder einmal etwas Einsehen mit den Läufern.

30 Days of Night

Gestern Abend habe ich eine filmische Reise nach Barrow (Alaska) unternommen, wo ich einem äußerst atmosphärischen Überlebenskampf beiwohnen durfte. In David Slades Comic-Adaption „30 Days of Night“ ist der Name Programm: 30 Tage Dunkelheit. 30 Tage Terror.

Die Geschichte ist nicht sonderlich spektakulär. Eine Belagerungssituation, wie man sie bereits aus George A. Romeros „Night of the Living Dead“ kennt. Ein nächtlicher Überlebenskampf, der an John Carpenters „Assault on Precinct 13“ erinnert. Auch abgesehen von den geistigen Vorbildern ist der Aufbau des Films äußerst klassich: Lange, ruhige Einstellungen zu Beginn. Die Personen werden in aller Ausführlichkeit vorgestellt. Es wird sich Zeit genommen. Das Setting ist verdichtet und die Bedrohung bricht zunächst schleichend über Barrow herein. Die Exposition hat mir – trotz Wiedererkennungseffekt – wirklich sehr gut gefallen.

Die Atmosphäre, die in der ersten halben Stunde aufgebaut wird, trägt den Film. Man fühlt sich selbst heimisch in Barrow. Als dann die Hölle losbricht, identifiziert man sich bereits mit den Charakteren. Man leidet mit ihnen. Bis zum Ende ist mir die Reduzierung der Handlung auf den reinen Überlebenskampf auch überhaupt nicht negativ aufgefallen. Erstaunlich bei einem Film von über 100 Minuten Laufzeit. Diese Kurzweile ist der dichten Atmosphäre und den kurzen, aber knackigen Gewaltszenen zuzuschreiben. Man kann den Terror förmlich spüren. Die Vampire werden hier völlig entromantisiert. Ein erfrischender Ansatz, da sie dennoch einige Geheimnisse zu umwehen scheinen.

Inszenatorisch ist der Film wahrlich grandios. Manche Einstellungen wirken wie gemalt und man erkennt hier deutlich die Comic-Herkunft. Besonders die ruhige Kamerafahrt beim ersten Angriff über Barrow wird mir so schnell nicht aus dem Kopf gehen. Einzig einige CGI-Blutfontänen wären meiner Meinung nach nicht nötig gewesen, aber selbst diese sind nicht sonderlich störend aufgefallen.

Kritisieren muss ich leider das Ende, welches mir sowohl von der Stimmung als auch von der Logik nicht wirklich in den Film passen will. Damit meine ich nicht nur den Sonnenaufgang, sondern die gesamte Heldenaktion von Sheriff Eben Oleson (Josh Hartnett, „Lucky#Slevin“). Ich kann verstehen, dass es auf dem Papier wirklich gut geklungen hat, doch im Film mag es einfach nicht so wirklich funktionieren – und das ist im Filmgeschäft leider kein Einzelfall. Wirklich schade, denn das Ende wirft für mich ein etwas schwaches Licht auf den ansonsten wirklich starken Film.

„30 Days of Night“ ist ein atmosphärisch herausragender Film, der ein neues Licht auf den Vampirmythos wirft und durch seine kompromislose und düstere Inszenierung zu überzeugen weiß. Einzig das Ende trübt den Gesamtgenuss dann doch etwas. Dennoch absolut sehenswert: 7/10 Punkte.

Brücke nach Terabithia – OT: Bridge to Terabithia

Lange hat es gedauert, bis die Verfilmung von „Brücke nach Terabithia“ ihren Weg in meinen DVD-Player fand – dabei hätte mich der Film bereits im Kino interessiert. Doch wie es leider immer öfter der Fall ist, kam ich nicht dazu. Letztendlich bin ich jedoch ganz froh, dass ich den Film in heimischer Ruhe genießen konnte. Spoiler sind übrigens zu erwarten.

Anders als das Marketing dem potentiellen Zuschauer glauben machen wollte, handelt es sich bei „Brücke nach Terabithia“ keineswegs um einen Fantasy-Blockbuster à la „Der Herr der Ringe“ oder „Die Chroniken von Narnia“. Der Film erinnert eher an Jugendfilmklassiker, wie „Stand by Me“ – weniger in der Handlung, als in Atmosphäre und Aussage. Man merkt, dass hier mehr dahinter steckt als die reine Beschreibung einer schwierigen Kindheit.

Freundschaft. Verlust. Fantasie. Selbstfindung. Toleranz. Liebe. Geborgenheit. Familie. Dies sind nur einige der Themen, die unter der Oberfläche schlummern. Die Einbettung dieser Themen in die Geschichte ist selbstverständlich nicht frei von Klischees, doch sind diese absolut nicht störend. Man wird als Zuschauer sofort in die Geschichte hineingesogen und – wie bereits bei „Stand by Me“ – gibt es mehrere Szenen, bei denen ich an meine eigene Kindheit denken musste. Wer hat nicht im Wald Lager gebaut, mit unsichtbaren Gegner gekämpft und eigene Welten erschaffen? Von den Unwägbarkeiten der kindlichen Realität einmal ganz abgesehen.

Emotional ist der Film wirklich enorm stark. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so mit den Tränen kämpfen musste – dabei ist die Inszenierung wirklich alles andere als schnulzig oder übertrieben ergreifend. Der Verlust kommt plötzlich. Wie ein Schock. Das Unfassbare muss nicht nur von Jess erst einmal verarbeitet werden.

„Brücke nach Terabithia“ ist kein perfekter Film. So habe ich mich an den Fantasy-Sequenzen teils doch etwas gestört. Zwar waren diese nett in den Film eingebunden, doch wirkten sie dennoch stets wie Fremdkörper und ich bin mir nicht sicher, ob sie wirklich nötig waren. Auch hatte ich teils das Gefühl, die Handlung wäre etwas gehetzt. Ich denke ein paar Minuten mehr hätten dem Film nicht geschadet. Insgesamt sind das aber nur kleinere Schönheitsfehler.

Ich wurde – trotz meines Vorwissens um die grobe Handlung – wirklich überrascht. Ich hätte mir kein solch ernstes und mitreißendes Drama erwartet. Schade, dass der Film – zumindest in unseren Breiten, in denen die Vorlage kaum bekannt ist – wohl kein großes Publikum finden wird. Verdient hätte er es: 8/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (004)

Nach vier Tagen ohne Laufen, war es heute wirklich einmal wieder an der Zeit! Das Wetter war zwar immer noch nicht überragend, doch bis auf vereinzelte Tropfen blieb ich heute wenigstens einigermaßen trocken. Dafür macht mir mein rechtes Knie etwas Sorgen, welches vermutlich unter neuartigen Belastung zu Leiden hat.

Meine heutigen Ergebnisse auf der kurzen Strecke:

Länge: 4,36
Laufzeit: 00:32:00
kCal: 418
min/km: 7:20

Beinahe hätte ich es heute geschafft komplett durchzulaufen, doch im letzten Viertel musste ich mich dann doch meiner mangelnden Kondition geschlagen geben. Aber das wird auch noch angepackt!