Die 5 besten Bands & Solokünstler aller Zeiten

Nachdem ich bei der letztwöchigen Ausgabe ausgesetzt habe, bin ich diese Woche wieder mit dabei, wenn Gorana Die 5 BESTEN am DONNERSTAG abfragt. Wieder einmal steht Musik im Mittelpunkt – und es geht um ein sehr persönliches Thema: unsere Lieblingsbands und liebsten Solokünstler. Gar nicht so einfach! Ich habe einen sehr persönlichen Ansatz gewählt, sprich Bands gewählt, die mich geprägt haben und bis heute begleiten. Schaut doch einmal rein… 🙂

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #90

Das Thema für Ausgabe #90 lautet:

Die 5 besten Bands & Solokünstler aller Zeiten

  1. The Weakerthans / John K. Samson – Für immer und ewig meine Lieblingsband. Auch wenn man es beim ersten Reinhören nicht vermuten würde, so stechen gerade die wunderbaren Texte hervor. Wie z.B. in „Everything Must Go!“ oder allen anderen Songs. Für Fans kann ich das Live-Album samt Konzert-DVD „Live at the Burton Cummings Theatre“ empfehlen. Leider die einzige Möglichkeit, die Band live zu sehen, denn sie hat sich inzwischen leider aufgelöst. Sänger John K. Samson ist inzwischen Solo unterwegs.
  2. Jimmy Eat World – Direkt danach kommt Jimmy Eat World, die ich mit „Bleed American“ kennenlernte. Bis heute eines meiner Lieblingsalben (zusammen mit „Clarity“). Auch wenn mich ihre neueren Alben nicht mehr 100%ig überzeugen können, so findet jedes seinen Weg in meine Sammlung. Ganz klassisch auf CD. Meine liebste Erinnerung ist das Konzert 2008 in Nürnberg im Löwensaal zu ihrem Album „Chase This Light“ – ein magisches Erlebnis!
  3. Death Cab for Cutie – Eine der Bands mit dem größten Output, der qualitativ einfach unglaublich überzeugend ist. Angefangen beim großen Klassiker „Transatlanticism“ bis hin zu jüngeren Alben wie „Narrow Stairs“ – DCFC sind sich treu geblieben und vereinen nach wie vor Hoffnung mit Herzschmerz auf zarte bis bombastische Art und Weise und unglaublichem Niveau.
  4. Bright Eyes / Conor Oberst – Diese Stimme. Es gibt wohl kaum eine zweite Stimme, die einerseits so zerbrechlich, andererseits aber auch so rau und zerstörend sein kann, wie die von Conor Oberst. Das musikalische Wunderkind hat sich in den verschiedensten Genres probiert, von Folk bis Elektro. Nicht alles ist perfekt, doch wenn es funktioniert, dann grenzt es an Genialität, wie z.B. das Album „I’m Wide Awake, It’s Morning“.
  5. Pearl Jam / Eddie Vedder – Welche Band passt auf den undankbaren fünften Platz? Da gibt es so viele, die mich geprägt haben. Viele davon höre ich heute nicht mehr. Diese eine jedoch schon: Die Rede ist von Pearl Jam, die Band rund um Eddie Vedder, der mich auch als Solokünstler mit z.B. seinem Soundtrack zu „Into the Wild“ begeistern konnte. Doch auch die Klassiker der altehrwürdigen Grunge-Helden wissen mich immer noch zu begeistern.

Run, Fatboy, Run (493)

Eigentlich war ich heute viel, viel, viel zu müde zum Laufen. Schon heute morgen als ich aus dem Bett gestiegen bin, konnte ich kaum fassen, wie müde ich noch bin. Es gibt solche Tage. Die Arbeit hat an dem Zustand nicht wirklich etwas verbessert und als ich im Auto nach Hause saß, hätte ich schwören können, dass ich nicht laufen gehe. Dann habe ich einen Deal mit mir selbst gemacht: Ich gehe laufen, aber nur eine kurze und langsame Runde…

So kann das Wetter gerne bleiben!

So kann das Wetter gerne bleiben!

Distance: 7.43 km
Duration: 00:44:08
Elevation: 53 m
Avg Pace: 5:57 min/km
Avg Speed: 10.10 km/h
Heart Rate: 159 bpm
Stride Frequency: 151 spm
Energy: 651 kcal

So habe ich es dann auch gemacht: Die ersten 6 km immer schön um die 6:03 min/km gelaufen und nur gegen Ende angezogen, um doch noch unter 6:00 min/km zu kommen. Und das Beste daran: Mein Puls war bei alldem fast so niedrig, wie beim letzten Lauf meines großen Pulsvorbilds moep0r (nur dass der über 15 km mit einer Pace von 5:48 min/km gelaufen ist).

Im ersten Ohr:  FatBoysRun – Episode 117: Frühlingsgefühle und Frühjahrsmüdigkeit
Im zweiten Ohr: Johnossi, blink-182

Media Monday #355

Schon wieder ist das Wochenende vorbei. Wir haben es größtenteils draußen verbracht und es zeichnet sich jetzt bereits ab, dass mein Medienkonsum im Frühling und Sommer auch dieses Jahr drastisch einbrechen wird. Macht aber nichts, denn man muss die Wochenenden mit gutem Wetter schließlich entsprechend nutzen. Dennoch habe ich immerhin einen Film geschaut, von dem ich euch in meinen Antworten auf die Fragen des Medienjournals berichte…

Media Monday #355

  1. Jüngst habe ich meinen Sohnemann erneut für das Radfahren wenn der Papa läuft begeistern können und das ist stets sehr wertvolle Zeit mit dem Jüngsten.
  2. Geht es um das Thema Blogs abonnieren und lesen, kann ich euch meinen Artikel „In 5 einfachen Schritten: Blogs per RSS-Feed und Feedly folgen“ empfehlen, der auch eine Umfrage beinhaltet (über eure Teilnahme würde ich mich sehr freuen).
  3. Spiele-Verfilmungen haben durchaus Potenzial, wenn man den großen Markt für sie bedenkt. Ich warte immer noch darauf, dass sie Comic-Verfilmungen irgendwann ablösen.
  4. Den Film „Sieben Minuten nach Mitternacht“ muss man auch echt in der richtigen Stimmung „entdecken“, denn er bietet schwere Kost, die man erst einmal verdauen muss.
  5. Wenn bei mir/uns mal ein Spiel auf den Tisch/in die Konsole kommt dann sind die Kinder nicht mehr zu halten (egal ob Tisch oder Konsole).
  6. Diese ganze Euphorie bezüglich des nächsten Marvel- und des nächsten Star Wars-Films ist seit „Star Wars: Die letzten Jedi“ deutlich gedämpft.
  7. Zuletzt habe ich den Rasen gedüngt und das war bitter nötig, weil es in unserem Garten aussieht wie in der Savanne.

Run, Fatboy, Run (492)

Heute morgen bin ich mit Halsschmerzen und verstopfter Nase aufgewacht. Na toll. Nach fünf Stunden im Garten, habe ich mich zwar kaputt, aber auch ziemlich gut gefühlt. Keine Spur mehr von der drohenden Erkältung. Also habe ich am späten Nachmittag kurzerhand den Zwergofanten gepackt und mich zu einer Laufrunde aufgemacht. Diese wurde etwas länger, was uns auch eine Trinkpause bescherte:

Die Pausen sind nicht zu vernachlässigen...

Die Pausen sind nicht zu vernachlässigen…

Distance: 14.10 km
Duration: 01:28:48
Elevation: 102 m
Avg Pace: 6:01 min/km
Avg Speed: 9.98 km/h
Heart Rate: 165 bpm
Stride Frequency: 146 spm
Energy: 1219 kcal

Am Rückweg haben wir noch kurz bei den Großeltern vorbeigeschaut und auch die restliche Strecke war von vielen Unterbrechungen bestimmt: Rauf auf den Gehsteig, runter vom Gehsteig, dämlich parkende Autos, heranrauschende Traktoren, steile Steigungen usw. Da bleibt man auf Trab! Und nicht zu vergessen natürlich die Unterhaltungen, bei denen alle wichtigen Fragen des Lebens geklärt werden… 😉

Im Ohr:  „Papa, magst du Schlangen? Ich mag keine Schlangen, denn Schlagen essen Fleisch. Und Schlangen sind aus Fleisch. Dann könnten sich Schlangen ja selbst essen…“

Sieben Minuten nach Mitternacht – OT: A Monster Calls (2016)

Heute war ein wenig erfreulicher, fordernder und emotional anstrengender Tag. Typisch Freitag, der 13. könnte man meinen. Da die Stimmung ohnehin schon ziemlich im Keller war, konnte ich mich auch gleich „Sieben Minuten nach Mitternacht“ stellen, der ohnehin schon viel zu lange ungesehen im Regal stand. Meine Frau hat das Buch gelesen und ich habe schon einige positive Stimmen zu den Film gehört. Dennoch hatte ich mich aufgrund der Thematik lange nicht an die Geschichte herangewagt…

Sieben Minuten nach Mitternacht (2016) | © STUDIOCANAL

Sieben Minuten nach Mitternacht (2016) | © STUDIOCANAL

Der personifizierte Schmerz des Abschieds

In den letzten Jahren haben sich Sterbedramen als beinahe schon eigenes Genre etabliert. Oft in Kombination mit einer tragischen Liebesgeschichte, ziehen diese Filme Zuschauer in Scharen in die Kinos. Für mich unverständlich. Auch wenn ich recht nah am Wasser gebaut bin, wenn es um Filme geht, mache ich normalerweise einen großen Bogen um Geschichten dieser Art. Vielleicht weil ich selbst schon zweimal Abschied von mir nahestehenden Menschen nehmen musste. Wieso sich also Filme anschauen, die einzig und allein Krankheit, Schmerz und Tod zum Thema haben? Bei „A Monster Calls“ haben mich jedoch sowohl der Fantasy- als auch der Coming-of-Age-Aspekt gereizt. Dennoch war mir von Anfang an klar, dass es keine einfache Sichtung werden würde – und ich sollte recht behalten…

Den jungen Conor (großartig gespielt von Lewis MacDougall) dabei zu begleiten, wie er den Abschied von seiner sterbenden Mutter verarbeitet, ist mir tatsächlich nicht leicht gefallen. Zu oft musste ich daran denken, was meine Kinder in einem ähnlichen Fall durchzumachen hätten. Keine schönen Gedanken. Die Geschichte nähert sich dem Thema behutsam und das titelgebende Monster als Allegorie für Conors Schmerz ist ein wunderbarer erzählerischer Kniff. Zunächst hatte ich die Befürchtung, dass die Geschichte unter den großen Effekten leiden könnte, doch das CGI fügt sich nahtlos in die Handlung ein und lässt den Figuren genügend Luft zum Atmen. Neben Lewis MacDougal wissen Felicity Jones als sterbende Mutter und Sigourney Weaver als Großmutter des Jungen zu überzeugen.

Fazit

Regisseur Juan Antonio Bayona (u.a. „The Impossible“) setzt die ergreifende Geschichte in starken Bildern um. Selbst die eingeschobenen Märchen wissen aufgrund ihres besonderen Animationsstils zu überzeugen. Trotz der Effekte werden mir jedoch vor allem die zwischenmenschlichen Szenen in Erinnerung bleiben – und am Ende sind, wie zu erwarten, die Tränen geflossen. Ein starker und ergreifender Film, den ich allerdings so schnell nicht mehr anschauen werde – und das ist durchaus als Kompliment zu verstehen: 8/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (491)

Da sich morgen Abend die spontane Gelegenheit aufgetan hat, in den Biergarten zu gehen, habe ich meinen geplanten Lauf ebenso spontan auf heute vorverlegt. Dabei war ich eigentlich zu spät dran, da ich den Zwergofant noch vom Fußball abgeholt habe. Aber egal. Also noch raus auf die Strecke und die Sonne genossen:

Ein sonniger Lauf am Abend...

Ein sonniger Lauf am Abend…

Distance: 8.28 km
Duration: 00:46:56
Elevation: 82 m
Avg Pace: 5:40 min/km
Avg Speed: 10.59 km/h
Heart Rate: 164 bpm
Stride Frequency: 155 spm
Energy: 720 kcal

Ich wollte die Kinder noch mit ins Bett bringen, weshalb ich einen Lauf deutlich unter einer Stunde angepeilt habe. Somit habe ich mich für eine mittlere Strecke mit ordentlich Höhenmetern (zumindest gefühlt) entschieden. Gerade mal der 11. Mai und schon 40 km gelaufen. Mal sehen, ob ich es diesen Monat schaffe, die 100 km zu knacken. Der nächste Lauf ist für Freitag, den 13. geplant… 😉

Im ersten Ohr:  FatBoysRun – Episode 117: Frühlingsgefühle und Frühjahrsmüdigkeit
Im zweiten Ohr: blink-182

In 5 einfachen Schritten: Blogs per RSS-Feed und Feedly folgen

Wir leben in einer Welt, in der wir von Content überwältigt werden. Videos, Podcasts, Blogartikel. Und noch viel mehr. Wie sollen wir einen Überblick darüber behalten, was wir wirklich sehen wollen? Verlassen wir uns auf die Algorithmen von Facebook, Twitter, YouTube und anderen Kanälen, die eine eigene Agenda verfolgen und uns im Zweifel Paid-Content vor die Nase setzen?

Mit Feedly seht ihr die Inhalte, die ihr auch wirklich sehen wollt

Mit Feedly seht ihr die Inhalte, die ihr auch wirklich sehen wollt

Es gibt jedoch einen einfachen Weg, Inhalte rein chronologisch zu konsumieren. Und zwar genau die Inhalte, die wir wirklich sehen wollen. Deshalb erkläre ich euch im Folgenden, wie ihr Blogs einfach per RSS-Feed und Feedly folgen könnt:

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Run, Fatboy, Run (490)

Am Wochenende habe ich aus Gründen keinen Lauf zustande gebracht. Also stand heute einer auf dem Programm. Leider habe ich mich irgendwie alles andere als fit gefühlt, doch als ich nach Hause kam, stand der Zwergofant schon in der Tür und hat gebettelt, dass ich ihn mit zum Laufen nehme. Da kann ich doch nicht nein sagen…

Wir reiten in den Sonnenuntergang...

Wir reiten in den Sonnenuntergang…

Distance: 10.22 km
Duration: 01:00:14
Elevation: 78 m
Avg Pace: 5:53 min/km
Avg Speed: 10.18 km/h
Heart Rate: 162 bpm
Stride Frequency: 145 spm
Energy: 885 kcal

Meine Geschwindigkeit wurde somit diktiert und ich war schneller unterwegs, als ich vermutlich alleine gelaufen wäre. Dafür musste ich auch viel mehr reden, was  dem ganzen Vorhaben wohl nicht sonderlich zuträglich war. Am Ende ist eine ordentliche Zeit herausgekommen und ich habe eine ungeplante Stunde mit meinem Sohn verbracht. Geht eigentlich nicht besser.

Im Ohr: „Und Papa, der Schwarze bei Star Wars, der ist böse. Aber der Schwarze bei Batman, der ist gut. Stimmt’s? Und sind Batman und Spider-Man Freunde?“ usw.

Media Monday #354

So ein vollgestopftes Wochenende hatte ich in jüngerer Vergangenheit selten: Am Samstag war ich sechs Stunden im Garten gestanden und habe mir meine Hände wund vertikutiert (natürlich manuell), abends ging es dann auf eine Party, die sich recht feuchtfröhlich bis in den Sonntag zog. Am Sonntag waren wir morgens zum Brunchen eingeladen, nachmittags stand ein Kindergeburtstag auf dem Programm und abends waren noch zwei Stunden Entspannung im Garten drin. Fast schon Urlaubsstimmung, doch die Osterferien sind vorbei und morgen verstreut uns der Alltag wieder in alle Himmelsrichtungen. Doch davor gibt es erst noch die Fragen des Medienjournals – und damit wünsche ich euch einen guten Start in die neue Woche! 🙂

Media Monday #354

  1. Über die Analyse der Aufrufzahlen meines Blogs zu schreiben, hat mir jüngst enorme Freude bereitet, denn wie man an den Kommentaren sieht, ist das Thema auch für andere Blogger interessant.
  2. Regelmäßig am häufigsten gelesen werden bei mir auf dem Blog ja der Artikel „6 × Sex – Die erotischsten Filmszenen“ und meine Besprechung zu Jussi Adler-Olsens Roman „Verachtung“.
  3. Steven Spielbergs „Duell“ (1971) ist ein großartiges Road-Movie, denn der Film wirkt selbst 47 Jahre nach seinem Erscheinen unglaublich frisch und packend.
  4. Gelegentlich bereue ich es ja mein Hobby Video- bzw. PC-Spiele aufgegeben zu haben.
  5. Mein Leben könnte man ja beinahe als Genre für sich bezeichnen, schließlich findet sich darin alles von Comedy bis Drama wieder, es gibt gelegentliche Horror-Elemente und selbst Slapstick fehlt nicht.
  6. Bei dem Wetter könnte man ja beinahe schon wieder über Open Air-Kino nachdenken. Ich für meinen Teil setze mich lieber in den Garten und lese (siehe Foto unten).
  7. Zuletzt habe ich die dritte Staffel von „Sons of Anarchy“ gesehen und das war eine großartige Erfahrung, weil die Charaktere darin noch einmal mehr Tiefe bekommen und die Handlung extrem spannend ist.

Zwei entspannte Stunden am Sonntag (mehr davon auf meinem Instagram-Account):

Duell – OT: Duel (1971)

Ein Freund hat mir kürzlich einen Link zu einem Interview, das Edgar Wright mit Steven Spielberg über dessen Film „Duell“ geführt hat, geschickt. Das fand ich so inspirierend, dass ich mir „Duell“ baldmöglichst selbst noch einmal anschauen wollte. Heute war es dann endlich soweit…

Duell (1971) | © Universal Pictures Germany GmbH

Duell (1971) | © Universal Pictures Germany GmbH

Der erste Geniestreich von Steven Spielberg

Mit „Duell“ verbinde ich einiges. Es war der erste Film, den ich damals in der Videoschnitt-Vorlesung meines Studiums detailliert analysieren durfte. Leider befinden sich die Texte von damals auf irgendeiner gut versteckten externen Festplatte, sonst hätte ich sie wunderbar für diese Besprechung verwenden können. Macht aber nichts, denn das intensive Erlebnis wirkt auch ohne Aufzeichnungen bis heute nach. Den Film habe ich damals vor ca. 14 Jahren (OMG!) entsprechend häufig gesehen. Nun stand also erneut eine Begegnung an. Und was soll ich sagen? Ich bin immer noch erstaunt, wie unglaublich modern „Duell“ teilweise inszeniert ist. Man spürt förmlich die Energie, die der 25-jährige Steven Spielberg in den Film gesteckt hat. Und das trotz oder gerade wegen der begrenzten Mittel einer TV-Produktion. Später hat Universal das Potenzial des Films erkannt und eine um 15 Minuten erweiterte Fassung (die wir heute auch nur allzu gut kennen) ins Kino gebracht.

Warum funktioniert „Duell“ so gut? Er ist völlig schnörkellos inszeniert. Das titelgebende Duell macht die gesamte Handlung aus. Man wird mit David Mann (Dennis Weaver) in eine Situation geworfen, die einerseits unglaublich erscheint, andererseits aber auch nah an der Lebensrealität dran ist. Idioten im Straßenverkehr kennt schließlich jeder. Der besondere Kniff ist, dass der Gegner nur als monströser Truck in Erscheinung tritt. Dieser wird stets in Untersicht gezeigt, er wirkt organisch und scheint ein eigenes Leben zu besitzen. Der Fahrer tritt nie in Erscheinung, was die absolut richtige Entscheidung war. Der Wahnsinn, der David befällt, wird ebenso greifbar gemacht und man wähnt sich in so mancher Szene fast schon in einem Hitchcock-Film. Einzig das Voice-over Davids wirkt teils ein wenig befremdlich.

Fazit

Mit seinem ersten, heute noch greifbaren Film ist Steven Spielberg sogleich ein Meilenstein gelungen, ohne den es Filme wie „Breakdown“, „Jeepers Creepers“ oder „Joyride“ nicht gegeben hätte. Die dichte Atmosphäre und die auf den Punkt inszenierte Bedrohung braucht selbst 47 Jahre nach Veröffentlichung keinen Vergleich zu anderen Genre-Klassikern zu scheuen. „Der Weiße Hai“ war vier Jahre später nur der nächste, konsequente Schritt. Immer noch großartig: 9/10 Punkte.