Angels‘ Share: Ein Schluck für die Engel (2012)

Nach einem Tag im Playmobil Funpark waren wir alle ziemlich platt. Nachdem die Kids endlich im Bett waren, kamen wir spät auf die Couch und haben mit „Angels‘ Share: Ein Schluck für die Engel“ einen nicht immer leicht verdaulichen, aber doch sehr guten Film gesehen. Details lest ihr in der folgenden Besprechung…

Angels' Share: Ein Schluck für die Engel (2012) | © Prokino (Vertrieb EuroVideo Medien GmbH)

Angels‘ Share: Ein Schluck für die Engel (2012) | © Prokino (Vertrieb EuroVideo Medien GmbH)

Sozialdrama trifft auf Heist-Komödie

Ken Loach ist für bittere, oft jedoch auch hoffnungsvolle Sozialdramen bekannt. Auch „Angels‘ Share“ bildet hier keine Ausnahme. Gerade die erste halbe Stunde ist schon harter Tobak, der uns die Lebensrealität in Glasgow schonungslos vor Augen führt. Dabei bleibt es aber nicht lange, denn schon bald führt der Sozialarbeiter Harry unseren Protagonisten in die faszinierende Welt des Whiskys ein. Damit ändert sich auch der Ton des Films und das Sozialdrama verwandelt sich in einen ungewöhnlichen Heist-Movie, was auf den ersten Blick vielleicht nicht so ganz zusammenpassen mag, letztendlich aber doch erstaunlich gut funktioniert.

„Angels‘ Share“ lebt eindeutig von seinen Charakteren und der naturalistischen Inszenierung. Die Geschichte ist mitreißend und man möchte, dass sie für die Figuren einen positiven Ausgang nimmt. Was sich im weiteren Verlauf abspielt ist ziemlich konstruiert und offensichtlich geschrieben, was mich allerdings nicht sehr gestört hat. Durch das Grundthema Whisky hatte der Film bei mir zudem schon halb gewonnen.

Fazit

Wer eine angenehmen und leicht dahin plätschernde Komödie sehen möchte, der ist mit „Angels‘ Share“ nicht sonderlich gut beraten. Ken Loachs Film ist dramatischer als uns das Marketing weismachen will. Gerade dieser Aspekt hebt ihn aber auch über die typische Gute-Laune-Komödie heraus. Hat mir ziemlich gut gefallen: 7/10 Punkte.

Findet Nemo – OT: Finding Nemo (2003) (WS1)

Nach unserem Urlaub an der Nordsee sind unsere Kinder voll auf dem Meerestrip. Kein Wunder, haben sie doch das Wattenmeer erkundet und dort Krebse, Krabben und Seesterne in der Hand gehalten. Schon seit Beginn der Ferien steht der Wunsch nach einem Kinoabend auch ganz oben auf der Liste, allerdings war das Wetter immer zu gut. Nun hat es abgekühlt und somit stand der gemeinsamen Sichtung von „Findet Nemo“ nichts mehr im Wege. Natürlich stilecht in 3D, um die komplette Immersion in die bunte Unterwasserwelt zu ermöglichen…

Findet Nemo (2003) | © Walt Disney

Findet Nemo (2003) | © Walt Disney

Ein 15 Jahre altes Animationswunder

Erst bei Beginn der Sichtung wurde mir klar, dass „Findet Nemo“ inzwischen auch schon 15 Jahre auf dem Buckel hat. 15 Jahre! Kann das sein? Ich weiß noch, dass ich den Film im Kino gesehen habe, als wäre es gestern gewesen. Einfach unfassbar. Die Zeit ist nicht spurlos an mir vorübergegangen, schließlich saß ich mit zwei Kindern vor dem Fernseher, doch was ist mit dem Film? Er sieht auch heute immer noch unfassbar gut aus. Die Unterwasserwelt lebt, die Geschichte ist emotional mitreißend und die Entwicklung der Figuren glaubhaft. Nicht sonderlich komplex, aber bis ins kleinste Detail durchkomponiert und liebevollst ausgestaltet. Herrlich!

Wie ist der Film bei unseren Kindern angekommen? Das Zappelinchen war begeistert und ist komplett in das Abenteuer eingestiegen. Unser Zwergofant jedoch hatte bei den spannenderen Szenen sichtlich Angst, was das Filmerlebnis für ihn doch leider getrübt hat. Schließlich wollte er doch unbedingt mitschauen und war stets zwischen Interesse und Furcht hin und hergerissen. Sehr schade, doch einen Filmabend mit „Findet Dorie“ wird es somit erst einmal nicht geben. Ich bin wirklich gespannt, wann der Knoten bei ihm platzt. Bis es soweit ist, werden wir es ab und zu immer wieder versuchen, denn das Interesse an Filmen ist definitiv vorhanden.

Fazit

Pixars „Findet Nemo“ ist nach wie vor ein perfekter Unterhaltungsfilm, der Klein und Groß zu begeistern weiß. Sein inzwischen durchaus reifes Alter sieht man ihm in keinem Frame an und das 3D sieht so aus, als wäre der Film damals bereits dafür produziert worden. Ein echter Mehrwert. Lange Rede, kurzer Sinn: immer noch beste Unterhaltung. Ob die Fortsetzung auch etwas kann? 10/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (541)

Heute hat es sich recht spontan ergeben, dass ich noch zu einem Lauf aufgebrochen bin. Den Kids war langweilig und somit sind wir einmal wieder zur Tartanbahn gelaufen bzw. geradelt. Dort angekommen, habe ich ein paar Runden gedreht, während das Zappelinchen und der Zwergofant auf dem dortigen Spielplatz geklettert sind und mir von weit oben gut zugeredet haben…

Der erste Lauf im neuen Lebensjahr... :)

Der erste Lauf im neuen Lebensjahr… 🙂

Distance: 8.93 km
Duration: 00:49:02
Elevation: 65 m
Avg Pace: 5:28 min/km
Avg Speed: 10.93 km/h
Heart Rate: 155 bpm
Stride Frequency: 148 spm
Energy: 745 kcal

Durch den Lauf habe ich die 120 km im August geknackt. Mehr werden es auch nicht mehr werden. Damit bin ich auf jeden Fall sehr zufrieden. Zudem war es der erste Lauf im neuen Lebensjahr – es klappt also auch noch im hohen Alter… 😀

Im Ohr: „Papa, nur noch eine Runde! Du gewinnst! Schneller!“

Nur noch zwei Jahre bis zur großen Vier

Der Sommer nähert sich seinem Ende, die Tage werden wieder kürzer. So langsam klingen die Ferien aus und auch mein Sommerurlaub ist langsam aufgebraucht. Wie jedes Jahr um diese Zeit, stand auch mein Geburtstag wieder an. Aufgrund von Urlaubszeit und unglücklichen Verletzungen, war die Feier mit 14 Personen recht überschaubar. Dennoch haben wir turbulent und mehr oder minder ausgelassen bis in den späten Abend gefeiert. Auch wenn es diese Woche schon bedeutend kühler war, so sind die Temperaturen gestern (extra für mich) noch einmal auf 30 °C geklettert.

Viele tolle Geschenke... :)

Viele tolle Geschenke… 🙂

Wie ihr seht, wurde ich wieder einmal reichlich beschenkt. Das größte Geschenk habe ich mir mit der Lumix DMC-FZ1000 selbst gemacht, die im Urlaub auch schon ausgiebig zum Einsatz kam. Weiterhin durfte ich mich über Karten für ein Filmmusik-Konzert, ein famoses Buch zu „Zurück in die Zukunft“, den Soundtrack zu „Sons of Anarchy“, ein weiteres Playmobil-Ghostbusters-Set, viele Leckereien sowie Bilder und Basteleien meiner Kinder freuen. Einfach famos!

Bevor der Urlaub nächste Woche nun zu Ende geht, werde ich mich hoffentlich noch ausführlich mit den neuen Spielsachen beschäftigen. Zumindest wenn uns der Sommer nun wirklich verlässt. Ansonsten stehen noch einige Ausflüge auf dem Programm und über unseren Urlaub möchte ich ja auch noch bloggen. Immer dieser Freizeitstress! 😉

5 Filme, die meine Filmleidenschaft beeinflusst haben

Nach einer langen Sommerpause, meldet sich Gorana mit Die 5 BESTEN am DONNERSTAG zurück. Heute ist es eine sehr persönliche Ausgabe, die uns am Ende des Sommers wieder in die filmischen Welten zurückführt…

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #103

Das Thema für Ausgabe #103 lautet:

5 Filme, die meine Filmleidenschaft beeinflusst haben

  1. „Alien: Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ (1979) – Für mich der quintessenzielle Einstieg in das Horror-Genre.
  2. „Blade Runner“ (1982) – Hier habe ich gelernt, dass Film auch Arbeit sein kann und sich eine genauere Auseinandersetzung mit dem Werk lohnen kann.
  3. „Jurassic Park“ (1993)Der Blockbuster meiner Jugend.
  4. „Pulp Fiction“ (1994) – Tarantino hat mir hier das Tor zu Gangsterfilmen, Scorsese und Co. aufgestoßen, zudem war der Film Thema meiner Facharbeit im Englisch-Leistungskurs.
  5. „Zurück in die Zukunft“ (1985) – Mein erstes Mal Sci-Fi und vermutlich auch Jugendabenteuer; halte ich bis heute ganz nah am Herzen.

Run, Fatboy, Run (540)

Wir sind zurück aus dem Urlaub. Ich habe zwar noch ein paar Tage frei, doch letztendlich bedeutet das dennoch eine große Portion Alltag. Dazu gehört natürlich auch das Laufen. Jetzt wieder mit Höhenmetern und jenseits von 20 °C:

Eine dringend nötige Trinkpause...

Eine dringend nötige Trinkpause…

Distance: 10.57 km
Duration: 01:04:19
Elevation: 79 m
Avg Pace: 6:04 min/km
Avg Speed: 9.86 km/h
Heart Rate: 155 bpm
Stride Frequency: 147 spm
Energy: 903 kcal

Meine Beine waren heute irgendwie extrem schwer. Auch der Zwergofant ist auf dem Rad nicht so recht vom Fleck gekommen. Somit war ich beinahe eine Minute pro Kilometer langsamer als bei meinem letzten Lauf im hohen Norden. Dennoch war es gut, auch in der Heimat einmal wieder unterwegs gewesen zu sein. Immerhin habe ich mit dem heutigen Lauf meine Jahresdistanz 2017 geschlagen. Aktuell stehen 656 km auf der Uhr und da werden bestimmt noch ein paar dazu kommen… 🙂

Im Ohr: „Papa, ich bin so aufgeregt, weil wir erst aus dem Urlaub zurück sind!“

Media Monday #374

Nach 830 km auf deutschen Straßen, bin ich froh, wieder in der Heimat angekommen zu sein. Es ist unglaublich, wie schnell der Urlaub doch vergangen ist. Wir haben so viel erlebt, dass es eine wahre Freude ist. Jeden Tag etwas Neues. Ich kann die nächsten sechs Monate damit verbringen, nur Artikel zu unserem Nordseeurlaub zu schreiben. Wie klingt das für euch? Um nicht die letzten Leser zu vergraulen (die Aufrufzahlen sind so gering wie nie zuvor), wende ich mich jedoch zunächst den aktuellen Fragen des Medienjournals zu. Viel Spaß beim Lesen! 🙂

Media Monday #374

  1. Der Song „Don’t Stop Believin'“ von Journey ist für mich ja unweigerlich verknüpft mit dem Finale von „The Sopranos“.
  2. Stapel ungelesener Bücher (SuB), ungesehener Filme (SuF) oder einfach „Pile of Shame“ – ich persönlich komme ja bei zurzeit jeglichem Medienerzeugnis kaum hinterher, alles zu konsumieren, was ich gerne würde, denn Urlaub, Kinder, sommerliches Wetter, Sport usw. haben stets Vorrang.
  3. Der hohe Norden hat es mir durchaus angetan, jedoch war es auch schön, wieder nach Hause zu kommen.
  4. Im Moment beschäftige ich mich ja ausgiebig mit meiner neuen Kamera (Lumix DMC-FZ1000) und bin ziemlich begeistert; Bilder folgen, unten findet ihr schon einen Schnappschuss.
  5. Immer wieder interessant, dass man in Filmen quasi nie sieht, wie Protagonisten die alltäglichsten Dinge tun, doch das wäre ja auch langweilig, oder?
  6. Jeff Vandermeers „Annihilation“ oder „Auslöschung“ war ein richtig tolles Buch, denn es hat durch seine Sprache einen ganz eigenen Horror erzeugt.
  7. Zuletzt habe ich 11 Stunden im Auto verbracht und das war mit der Zeit ziemlich anstrengend, weil viel Verkehr und viele Baustellen das Vorankommen erschwert haben.

Zwei Seehunde vor Langeneß (mehr davon auf meinem Instagram-Account):

Run, Fatboy, Run (539)

Der letzte Urlaubstag war noch einmal ordentlich vollgestopft. Da das Wetter schlecht war, haben wir vormittags ein Hallenbad besucht, nachmittags waren wir noch einmal im Watt unterwegs. Eigentlich wäre ich danach auch müde gewesen. Doch dann habe ich den Eintrag von moep0r gesehen, der noch einmal ordentlich vorgelegt hat. Also Laufschuhe angezogen und kurz vor dem Abendessen (erst um 20:30 Uhr) noch einmal raus auf die flachen Strecken im hohen Norden:

Ein letzter, windiger Lauf im hohen Norden...

Ein letzter, windiger Lauf im hohen Norden…

Distance: 10.11 km
Duration: 00:51:50
Elevation: 6 m
Avg Pace: 5:07 min/km
Avg Speed: 11.70 km/h
Heart Rate: 161 bpm
Stride Frequency: 151 spm
Energy: 825 kcal

Ich habe den guten moep0r zwar nicht komplett eingeholt (aber immerhin stehen auch bei mir nun 101 km im August auf der Uhr), doch bin ich froh noch einmal draußen gewesen zu sein. Immerhin seht ihr oben meine neue Bestzeit auf 10 Kilometer. Wenn das mal nichts ist! Morgen treten wir nun die Heimreise an und wie es nächste Woche weitergeht? Ich werde es euch wissen lassen… 🙂

Im ersten Ohr: Mini Unit #29: Ant-Man And The Wasp (Ohne Spoiler)
Im zweiten Ohr: Jimmy Eat World, Third Eye Blind

Run, Fatboy, Run (538)

Warum ich heute nach einer extrem windigen 31-km-Radtour und einem dicken Burger laufen war? Das muss wohl an moep0r liegen, der nun zweimal am Tag laufen geht und mich somit bei meiner Läuferehre gepackt hat. Da Frau bullion nach der Radtour das einzig Richtige gemacht hat (hinlegen und schlafen), die Kids aber munter waren, habe ich mir eine exakt 1-km-lange Runde direkt am Ferienhaus vorbei ausgesucht, um im Abstand von ca. 5:21 Minuten jeweils einen Blick auf die Kinder werfen zu können. Wenn mir das jemand vor ein paar Jahren erzählt hätte, ich hätte sie oder ihn für verrückt erklärt… 🤪

Runde um Runde durch das stürmische Feriendorf...

Runde um Runde durch das stürmische Feriendorf…

Distance: 6.09 km
Duration: 00:32:34
Elevation: 1 m
Avg Pace: 5:21 min/km
Avg Speed: 11.22 km/h
Heart Rate: 159 bpm
Stride Frequency: 151 spm
Energy: 503 kcal

Die Runde war eher langweilig, doch die Kinder haben sich für jeden Blick durch das Fenster eine neue Albernheit überlegt. Insofern ein guter Lauf, der mir noch länger im Gedächtnis bleiben wird. Nur der Burger lag mir sehr schwer im Magen. Einfach keine gute Idee, doch was tut man nicht alles… 😉

Im ersten Ohr: Second Unit #269: THX 1138 [2004] feat. Archivtöne
Im zweiten Ohr: Third Eye Blind, blink-182

Run, Fatboy, Run (537)

Nach einem Ausflug zu den Seehundbänken im Wattenmeer, wollten die Kinder am Nachmittag noch zum Auspowern auf den Spielplatz gehen. Ich habe die Gelegenheit für einen kurzen Lauf genutzt. Zumindest sollte es ein kurzer Lauf werden. Leider habe ich mich hinter dem Deich verlaufen, so dass ich nach ca. 5 km entnervt umgekehrt bin. Hier sieht wirklich alles gleich aus. Es gibt keine Berge, Wälder oder andere Merkmale in der Landschaft. Nur Kühe, Schafe, Deich und Windräder. Hilfe!

Hilfe, hinterm Deich schaut alles gleich aus!

Hilfe, hinterm Deich schaut alles gleich aus!

Distance: 10.07 km
Duration: 00:54:31
Elevation: 7 m
Avg Pace: 5:24 min/km
Avg Speed: 11.08 km/h
Heart Rate: 158 bpm
Stride Frequency: 149 spm
Energy: 827 kcal

Mit der Zeit bin ich recht zufrieden, speziell da ich zurzeit vermutlich doch mehr esse als sonst. Und viel im Auto oder auf Schiffen sitze. Deshalb bin ich auch wirklich froh, dass ich hier die Gelegenheit zum Laufen in dieser wunderschönen, aber eben doch auch verwirrenden, Landschaft habe… 🙂

Im Ohr: Second Unit #269: THX 1138 [2004] feat. Archivtöne