Media Monday #79 – Silvester-Special

Kaum zu glauben, dass seit dem letzten Media Monday beinahe schon wieder eine Woche vergangen ist. Die Zeit rennt aber auch – ganz besonders wenn man frei hat und somit viel zum Filme- bzw. Serienschauen kommt. Doch für den Rückblick des Medienjournals auf 2012 unterbreche ich meine nächtlichen Sichtungen gerne…

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  1. Der beste Film in 2012 war für mich „Prometheus: Dunkle Zeichen“.
  2. Mein liebstes Buch in 2012 war für mich der zweite oder dritte Teil der „A Song of Ice and Fire“-Saga, da ich es nicht geschafft habe aktuellere Bücher, d.h. von 2012, zu lesen.
  3. Größte Serienneuentdeckung in 2012 war zweifelsohne „Six Feet Under“ und „Boardwalk Empire“. Von den erst 2012 angelaufenen Serien würde ich vermutlich „Go On“ mit Matthew Perry wählen – viel mehr Aktuelles schaue ich zurzeit auch gar nicht.
  4. Die größte Enttäuschung hingegen war für mich ganz klar, dass Dan Harmon als Showrunner bei „Community“ ausgestiegen ist bzw. wurde – zumindest was Enttäuschungen bei Serien angeht.
  5. Im nächsten Jahr freue ich mich ganz besonders auf „The Hobbit: An Unexpected Journey“, den ich hoffentlich nächste Woche endlich sehen kann.
  6. Spannend wird 2013 vor allem, weil ich versuchen will meinen Medienkonsum inklusive Besprechungen in diesem Blog trotz erfolgreicher Verdopplung, anspruchsvollem Job usw. aufrecht zu erhalten.
  7. Und ganz im Vertrauen, meine Vorsätze fürs kommende Jahr sind wieder mehr Sport zu treiben, die persönlichen Prioritäten zu ordnen und den daraus resultierenden Konsequenzen entsprechend Rechnung zu tragen.

Total Recall – Extended Director’s Cut (2012)

Als der Film angekündigt wurde, war die Ablehnung der meisten Filmfreunde deutlich spürbar. Schließlich sollte mit „Total Recall“ die Vorlage eines der großen Actionfilme der frühen 90er Jahre neu interpretiert werden. Um es deutlich zu sagen: ein Remake von Paul Verhoevens Kultfilm mit Arnold Schwarzenegger. Ich für meinen Teil war jedoch zurückhaltend neugierig, bietet doch Philip K. Dicks Vorlage durchaus Potential für eine gelungene Neuverfilmung – und was haben Len Wiseman und Kurt Wimmer daraus gemacht?

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Der 2012er „Total Recall“ ist ein wildes Sammelsurium von bereits existierenden Sci-Fi-Szenarien. Bis auf in die Handfläche implementierte Mobiltelefone (was für eine grandios bescheuerte Idee), bietet der Film absolut keine genuine Idee. Es gibt Roboter, welche direkt „I, Robot“ entsprungen scheinen, aus „Star Wars“ wurden die Stormtrooper entliehen, die futuristischen Städte inklusive die Mode der Bewohner enstammen 1:1 Ridely Scotts „Blade Runner“ und die restliche Welt hat man aus Versatzstücken von „Minority Report“ zusammengeschustert. Selbst das nervige Stilmittel der allgegenwärtigen Lens Flares hat Wiseman J.J. Abrams (u.a. verstärkt in „Super 8“ eingesetzt) entrissen. Und die Handlung? Achja, da gab es 1990 ja noch diesen einen Film namens „Total Recall“.

Nachdem ich meinen Frust nun niedergeschrieben habe, muss ich neidlos zugeben, dass das Sci-Fi-Flickwerk schon verdammt gut aussieht. Die Action und die Effekte besitzten schon einen gewissen Wow-Effekt. Am liebsten hätte ich den Film alle paar Sekunden angehalten, nur um mich an den Zukunftswelten zu ergötzen. Vermutlich hätte dafür aber auch ein Buch mit dem Artwork des Films gereicht. Die in dieser Welt stattfindende Action ist aber mitreißend genug, damit man als Zuschauer am Ball bleibt. Oft ist der Videospiel-Faktor zwar schon grenzwertig, doch Langeweile kam größtenteils nicht auf. Letztendlich hat man sich aber auch daran satt gesehen.

Einen Vergleich zu Verhoevens Film kann ich mir an dieser Stelle eigentlich sparen, da dieser nahezu alles besser macht. Sicher ist der Trash-Faktor höher, doch spielt er auf dem Mars, hat die bessere (und blutigere) Action und die komplexere Handlung – und das mag bei einem Schwarzenegger-Film etwas heißen. Wisemans Remake ist einfach zu belanglos und ohne Ecken und Kanten inszeniert, um irgendeine Relevanz zu besitzen. In einem Satz: Der Film besitzt keinen Charakter.

Als Sci-Fi-Freund darf man dennoch ruhigen Gewissens einen Blick riskieren, doch vermutlich hat man als solcher das alles sowieso schon ein gutes dutzend Mal gesehen. Wer für – im sogenannten Extended Director’s Cut – über 2 Stunden Sci-Fi-Porn sehen möchte, der findet mit Len Wisemans „Total Recall“ den Film der Wahl. Die Zeit vergeht wie im Flug und danach ist der Film auch schon vergessen. Alle anderen bleiben lieber bei Verhoeven: 5/10 Punkte.

Cowboys & Aliens – Extended Director’s Cut

Manche Filme können mit den an sie gerichteten Erwartungen einfach nicht mithalten. Als die ersten Informationen zu  „Cowboys & Aliens“ die filmliebende Öffentlichkeit erreichten, schien der nächste Genreklassiker vor der Tür zu stehen. Schon der Titel schrie nach Selbstironie und Genrepersiflage. Als letztendlich jedoch der große Spaß ausblieb, hagelte es Verrisse und so war ich – trotz grundlegendem Interesse – erst einmal zurückhaltend, was die Sichtung des Films betraf…

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Zunächst einmal war ich erfreut über die gelungene Westernatmosphäre. Man hat das Genre erst genommen und somit eine glaubwürdige Bühne für dieses seltsame Zusammentreffen geschaffen. Während der ersten 45 Minuten schien sich der Film genau nach meinem Geschmack zu entwickeln. Etwas ernsthafter als vermutet, doch warum nicht? Aufgesetzte Selbstironie ist ja auch nicht zwangsweise ein Qualitätsmerkmal. Dann jedoch beginnt der zweite Akt, während dessen etliche Zusammenhänge an diversen Lagerfeuern erkärt werden, ewig durch die Pampa geritten wird und teils hanebüchene charakterliche und dramaturgische Vorbereitungen für das Finale getroffen werden. Zäh wie Kaugummi.

Nach ca. einer Stunde mit viel zu viel Gerede, langweiliger Action und nur allzu vorhersehbaren Charakterentwicklungen, wurde endlich das Finale angegangen. Dies war zwar auch nicht sonderlich innovativ – weder inszenatorisch, noch inhaltlich – doch flogen hier endlich einmal die Fetzen und die titelgebenden Aliens durften unsere gesichtslosen Reiter blutig und mit Schmackes dezimieren. Wieder eine Viertelstunde, die recht unterhaltsam war.

Interessanterweise hat man für „Cowboy & Aliens“ tatsächlich einige hochklassike Darsteller gewonnen. Allen voran Daniel Craig, der den schweigsamen Fremden durchaus gekonnt verkörpert. Auch Harrison Ford kann als fieser Großgrundbesitzer überzeugen, wobei die Rolle selbst nicht sonderlich viel hergibt. Was wohl Sam Rockwell geritten hat den langweiligen Barkeeper/Arzt zu geben? Olivia Wilde wirkte auf mich übrigens nur wie eine billige Kopie von Summer Glau. Sorry, Fanboys…

Letztendlich ist die Sache mit „Cowboys & Aliens“ ein zweischneidiges Schwert. Einerseits bietet er ein gelungenes Westernsetting und nette Effekte, andererseits sind die meisten Charaktere stinklangweilig und die Handlung hätte sich wohl jeder 10-jährige aufregender beim Lego-Spielen ausdenken können. Auch wenn ich doch größtenteils recht gut unterhalten wurde, kommt der Film über Mittelmaß einfach nicht hinaus: 5/10 Punkte.

Konsumrausch 2012

Da bereitet man sich wochenlang auf diese drei Tage im Jahr vor, packt dutzende von Geschenken ein und versucht die entsprechende Stimmung zu verbreiten – und dann ist der Spuk schneller vorbei, als man das Weihnachtsessen verdaut hat. Mit diversen Familienbesuchen, Patenkindern usw. kommen mir die Feiertage nachträglich wie ein einziger Rauschzustand zwischen Plätzchen, Geschenkpapier und Windeln vor. Schön war es dennoch – und leer ausgegangen bin ich dieses Jahr natürlich auch nicht:

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Wie ihr seht – und wie ich bereits im letzten Media Monday angekündigt habe – hat meine Seriensammlung Zuwachs bekommen. Weiterhin gab es Theaterkarten und Nervennahrung in Form eines Single Malts und diverser Leckereien. Den größten Teil der Geschenke macht jedoch die Kategorie Zubehör für das Kind aus, das ich an dieser Stelle jedoch nicht ablichten konnte, da mir ganz einfach das nötige Weitwinkel-Objektiv fehlt, um tatsächlich alles aufs Bild zu bekommen… 😉

Media Monday #78 – Christmas-Special

Diese Woche hat sich Wulf vom Medienjournal etwas Besonderes einfallen lassen und somit steht auch der Media Monday ganz im Zeichen des Weihnachtsfests. Wenn meine ganz speziellen Christkinder und Weihnachtsmänner das gewusst hätten, dann hätte ich natürlich (noch) mehr Filme/Bücher/etc. unter dem Weihnachtsbaum vorgefunden…

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  1. Was lag bei dir in Richtung Film/Buch/etc. unter dem Weihnachtsbaum?
    Bei mir gab es die „That ’70s Show“- bzw. „Die wilden Siebziger!“-Komplettbox, die ersten beiden Staffeln der TV-Serie „Justified“ und die Charley Boorman-Doku „Extreme Frontiers: Racing Across Canada“.
  2. Hast du selbst auch etwas in der Richtung verschenkt und wenn ja, was?
    Im Vergleich zu anderen Jahren sah es dieses Weihnachten etwas mau aus und so gab es nur „Castle – Season 3“ für den Schwager.
  3. Gibt es etwas, dass du dir nach den Weihnachtstagen noch unbedingt wirst kaufen müssen, weil niemand es dir geschenkt hat?
    Alternativ zu meinen Geschenken hätte ich mich noch über die „The Wire“-Komplettbox, die fünfte „Mad Men“-Staffel oder den Einstieg in die TV-Serie „Sons of Anarchy“ gefreut – doch mit dem Kaufen habe ich es nicht allzu eilig, da ich nun ja mehr als genug Stoff zum Schauen habe.
  4. Laufen bei euch zu den Festtagen bestimmte Weihnachts-CDs?
    Seit letztem Jahr gehört A VERY SHE & HIM CHRISTMAS von SHE & HIM zum Pflichtprogramm, anstonsten werden hauptsächlich Weihnachtsklassiker von Bing Crosby, Frank Sinatra, Nat King Cole, Dean Martin oder Petti LaBelle gespielt.
  5. Jetzt mal ehrlich, welches Weihnachtslied hat dich in diesem Jahr am meisten genervt?
    Wie jedes Jahr natürlich LAST CHRISTMAS von WHAM! Ein schrecklicher Song.
  6. Meine liebste Version/Adaption von Charles Dickens’ “A Christmas Carol” ist natürlich „Die Muppets-Weihnachtsgeschichte“.
  7. Die freien Tage habe ich genutzt (oder werde ich noch nutzen), um mir endlich „The Hobbit: An Unexpected Journey“ anzusehen.

Frohe Weihnachten! (2012)

Eigentlich hatte ich dieses Jahr geplant, ganz gemächlich in die Weihnachtszeit zu gleiten. Vor ein paar Wochen hat es auch noch recht gut ausgesehen: Kinderlachen, Schnee und viel Freizeit in der Woche vor den Feiertagen. Wie es aber eben so ist, kam es dann doch anders und ich musste die letzten Tage projektbezogen einspringen. Doch dies liegt nun hinter mir und auch wenn der – für mich als Pendler eigentlich lästige Schnee – ausgerechnet jetzt wieder am verschwinden ist, bin ich guter Dinge, dass sich die Weihnachtsstimmung nun auch bei mir einstellt…

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Die kommenden zwei Wochen werde ich wohl hauptsächlich mit Familie, Schlemmen und Feiern verbringen. Absolut positiver weihnachtlicher Freizeitstress eben, wie es sich für diese paar besonderen Tage im Jahr gehört. Ich hoffe auch ihr – meine stets treuen Leser – werdet eure Feiertage froh und munter im Kreise eurer Lieben verbringen. Bis zum neuen Jahr schaffe ich es vielleicht sogar noch über den einen oder anderen Film zu berichten, oder man liest sich noch an anderer Stelle – und falls nicht: kommt gut rüber und habt ein wunderbaren Start ins Jahr 2013!

Euer bullion

The Grey: Unter Wölfen – OT: The Grey (2011)

Obwohl ich nach einem Tag voll intensiver Vorbereitungen auf das Weihnachtsfest doch recht müde war, wollte ich die Gelegenheit einen Film zu sehen nicht ungenutzt lassen. Um 20 Uhr haben wir also die Blu-ray von „The Grey“ eingelegt. Nun ist es 23:30 Uhr – und nein, ich habe nicht den dreieinhalb stündigen Extended Cut gesehen. Immerhin kam ich dank Staffellauf zwischen Kind und Film gar nicht auf die Idee einzuschlafen. Doch wie war eigentlich der Film?

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Joe Carnahan erzählt in „The Grey“ eine sehr einfache Geschichte: der Mensch gegen die Natur. Ein Flugzeug stürzt in Alaska ab und die Gruppe Überlebender muss sich gegen die raue Natur und ein Rudel Wölfe behaupten. Selten war ein Filmtitel so passend gewählt, denn nicht nur die Wölfe sind grau. Auch die Eislandschaft Alaskas wirkt wie eine undefinierbare graue Masse. Ohne Anfang und Ende. Nur Wildnis. Ebenso rau und unmittelbar ist der Film inszeniert. Die Kamera ist stets nah am Geschehen und wirkt dokumentarisch. Auch die Montage wirkt abrupt und beinahe schon ruppig. Nein, von „The Grey“ sollte man sich wahrlich keine Hochglanzaction oder eine Aneinanderreihung von Beauty Shots erwarten (ein paar CGI-Sequenzen sind aber leider doch recht offensichtlich).

Auch wenn die Handlung des Films recht geradlinig ist und bis zu einem gewissen Punkt durchaus auch Genrekonventionen folgt, so ist „The Grey“ weit mehr als ein reiner Tierhorrorfilm. Die Charaktere sind relativ gut ausgearbeitet und zu einem Teil von ihnen kann man durchaus so etwas wie eine Beziehung aufbauen. Auch streift der Film etliche Themen – von Religiosität und Glaube bis hin zu Selbstbestimmung und moralischen Fragen –, die jedoch eher tangentiell auf die Handlung einwirken. Ich möchte nicht soweit gehen und, wie so manch anderer Kritiker, den Film als Allegorie auf das Leben an sich o.ä. sehen. Dennoch zeigt die Behandlung dieser Themen sehr schön, wie unterschiedlich Menschen in solch einer Extremsituation reagieren können und wie weit gefächert ihre Motivationen sind.

Mir hat „The Grey“ wirklich ziemlich gut gefallen. Er ist kompromiss- und gnadenlos. So manches Ableben wirkt absurd und unfair. Die Gefahr der Natur wirkt oft ungreifbar und ist doch stets gegenwärtig. Hinzu kommen intensive Aufnahmen der unwirtlichen Wildnis und glaubwürdige Darsteller. Das Ende des Films ist zudem wirklich unerwartet und ich muss noch einmal in mich gehen, ob ich es gelungen finde. So oder so wird mir dieser Überlebenskampf noch länger im Gedächtnis bleiben: 8/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (225): Spezialausgabe

Von meinen geplanten zwei Läufen pro Woche, sind inzwischen gerade einmal zwei Läufe pro Monat geworden. Doch immerhin war ich diesen Dezember öfter laufen, als letzten – von den anderen Monaten möchte ich lieber einmal nicht reden. Der Lauf heute war recht angenehm. Es war zwar kühl und grau in grau, doch bin ich die knapp 7 km recht locker gelaufen – und das trotz der relativ großen Pause seit dem letzten Lauf.

Distance: 6.88 km
Duration: 00:43:31
Avg Speed: 9.48 km/h
Avg Pace: 6:19 min/km
Energy: 567 kcal

Seit meinem 200. Lauf Anfang Juni sind gut sechs Monate vergangen, was bedeutet, dass ich mich pro Monat immerhin knapp 4 mal aufraffen konnte. Die Bilanz zeigt, dass 2012 für mich ein recht schwaches Laufjahr war, doch immerhin weiß ich nun schon in welche Richtung meine guten Vorsätze tendieren werden:

2008 2009 2010 2011 2012
Länge 130,60 143,53 382,31 426,62 291,15
Laufzeit 15:32:00 15:37:00 38:48:45 41:55:03 28:39:25
kCal 12416 11838 32184 33147 22415
min/km 7:05 6:31 6:05 5:53 5:54
Gesamt
Länge  1374,22
Laufzeit  140:32:13
kCal  112000
min/km  6:08

Ich bin mir ziemlich sicher, dass dies der letzte Lauf in diesem Jahr war. Wann und in welcher Form ich meine Laufsaison 2013 beginne, steht noch in den Sternen. Sicher ist nur, dass ich bis dahin ein paar – den Feiertagen geschuldete – Kilo mehr auf den Rippen haben werde. Doch da ich dieses Jahr immerhin 42 Tafeln Schokolade oder 97 Flaschen Bier runtergelaufen habe, hält sich mein schlechtes Gewissen in Grenzen… 😉

Im ersten Ohr: Power Play Podcast #2
Im zweiten Ohr: Second Unit #16: Catch.44

Schöne Bescherung – OT: Christmas Vacation (WS3)

Nachdem ich vergangenes Jahr nicht dazu gekommen bin, „Schöne Bescherung“ zu sehen, war es in diesem Jahr – immerhin ist in drei Tagen schon Weihnachten – höchste Zeit sich wieder mit den Griswolds auf die Feiertage einzustimmen. Somit katapultiert sich der Film auch unangefochten auf den ersten Platz, der in diesem Blog am häufigsten besprochenen Filme. Und auch diese Sichtung war bestimmt nicht die letzte…

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Nachdem ich „Christmas Vacation“ das letzte Mal in der, was der größeren Runde an Zuschauern geschuldet war, synchronisierten Fassung gesehen habe, stand in diesem Jahr natürlich wieder die Originalfassung auf dem Programm. Wie bei jeder Sichtung hatte ich im Vorfeld wieder ein wenig Sorge, dass mich die nur allzu bekannte Geschichte ein wenig langweilen könnte, doch weit gefehlt: Der dritte Film der Griswold-Saga hat mich erneut wunderbar unterhalten. Nahezu jede seiner beinahe schon episodisch angelegten Szenen ist beste Comedy. Ob nun Slapstick oder Wortwitz, der Film treibt den vorweihnachtlichen Wahnsinn stets gekonnt auf die Spitze.

Neben seinen komischen Qualitäten, war ich auch wieder beeindruckt, wie gut es „Schöne Bescherung“ gelingt bei mir Weihnachtsgefühle aufkommen zu lassen. Dies ist bestimmt größtenteils meiner persönlichen Vergangenheit mit dem Film – immerhin begleitet er seit inzwischen schon 20 Jahren – geschuldet, doch eben auch der Tatsache, dass Clark Griswold einmal wieder nur das Beste für seine Familie will. In diesem Fall steht das perfekte Weihnachtsfest auf dem Programm.

Ich muss gar nicht mehr schreiben, da der Film seine Fans ja ohnehin schon längst gefunden hat. Wer dagegen bisher nichts mit ihm anfangen konnte, wird sich sowieso lieber an anderen Weihnachtsklassikern erfreuen. Für mich gehört „Christmas Vacation“ jedoch zur Vorweihnachtszeit, wie kein zweiter Film: 10/10 Punkte.

Prädikat: Lieblingsfilm