Mein Serienjahr 2018

Der Jahreswechsel ist auch immer die Zeit der Jahresrückblicke. Die gibt es ja für alles und jeden. Ist das wirklich nötig? Insofern bin ich mir durchaus bewusst, dass ich den Artikel über mein Serienjahr 2018 größtenteils für mich schreibe. Wenn ihr die Analyse meines Serienkonsums dennoch lest, freue ich mich natürlich sehr. Zur besseren Vergleichbarkeit, stelle ich die einzelnen Kategorien dieses Mal direkt dem Serienjahr 2017 gegenüber. Was haltet ihr davon?

War letztes Jahr bereits ein Rückgang zu spüren, habe ich dieses Jahr noch weniger Serien gesehen. Insgesamt habe ich es auf 28 Staffeln (im Vergleich zu 31 Staffeln im Jahr 2017) gebracht. Es waren insgesamt auch kürzere Staffeln mit teils nur 6 oder 8 Episoden (siehe nächster Punkt). Die für Serien investierte Zeit hat also noch einmal abgenommen.

Episoden pro Staffel

Serien mit 13 Episoden pro Staffel haben 2018 den Löwenanteil (21%) ausgemacht, darauf folgten direkt 10 und 22 Episoden (jeweils 14%) und dann schon die kürzeren Staffeln mit je 6 und 8 Episoden (jeweils 10%). Im Schnitt hat sich die Anzahl der Episoden pro Staffel nicht verändert: ∅ = 14 Episoden pro Staffel (2017: 14 Episoden pro Staffel)

Episoden pro Staffel 2018

Episoden pro Staffel 2018

Zum Vergleich: Episoden pro Staffel 2017

Zum Vergleich: Episoden pro Staffel 2017

Erstausstrahlungsjahr

Erneut überwiegen Serien aus den letzten fünf Jahren, wobei mit „Tom Clancy’s Jack Ryan“ sogar eine brandneue Staffel aus dem Jahr 2018 dabei war. Auch ansonsten überwiegen neuere Serien mit einem deutlichen Peak bei 2016 (28%). Die Doku-Serie „Everest“ kann den Titel älteste Serie verbuchen, doch auch „Sons of Anarchy“ ist bereits 2008 gestartet.

Erstausstrahlungsjahr 2018

Erstausstrahlungsjahr 2018

Zum Vergleich: Erstausstrahlungsjahr 2017

Zum Vergleich: Erstausstrahlungsjahr 2017

Erzählform

Auch 2018 hat das seriell erzählte Drama alles dominiert (53%). Direkt dahinter kann sich jedoch bereits die moderne Form der Comedy-Serie platzieren (32%). Einzig eine Dramedy habe ich dieses Jahr nicht gesehen, wobei das auch Auslegungssache ist.

Erzählform 2018

Erzählform 2018

Zum Vergleich: Erzählform 2017

Zum Vergleich: Erzählform 2017

Freigabe

Serien mit FSK 12 (38%), FSK 16 und FSK 18 (jeweils 26%) halten sich dieses Jahr ziemlich die Waage. Im Schnitt hat sich jedoch nichts verschoben: ∅ = FSK 14 (2017: FSK 14)

Freigabe 2018

Freigabe 2018

Zum Vergleich: Freigabe 2017

Zum Vergleich: Freigabe 2017

Genre

Die 2018 am häufigsten gesehenen Genres im Serienbereich waren bei mir: Drama (22%), Komödie (15%), Familie und Thriller (jeweils 12%).

Genre 2018

Genre 2018

Zum Vergleich: Genre 2017

Zum Vergleich: Genre 2017

Laufzeit einer Episode

Durch die Komplettsichtung von „Sons of Anarchy“ hat sich die durchschnittliche Laufzeit Richtung 46 bis 55 Minuten verschoben (35%). Danach folgt die typische Network-Comedy-Laufzeit mit 16 bis 25 Minuten (25%). Die Network-Drama-Laufzeit mit 36 bis 45 Minuten und die typische HBO-Laufzeit von 56 bis 65 Minuten sind mit jeweils 14% dieses Jahr ein wenig abgeschlagen. Insgesamt ist die durchschnittliche Laufzeit leicht zurückgegangen: ∅ = 40 Minuten (2017: 44 Minuten)

Laufzeit einer Episode 2018

Laufzeit einer Episode 2018

Zum Vergleich: Laufzeit einer Episode 2017

Zum Vergleich: Laufzeit einer Episode 2017

Produktionsland

Wie immer haben US-Produktionen (93%) sowie ein paar UK-Serien (7%) mein Programm bestimmt.

Produktionsland 2018

Produktionsland 2018

Zum Vergleich: Produktionsland 2017

Zum Vergleich: Produktionsland 2017

Sender

Nach zehn HBO-Staffeln im letzten Jahr, ist der Sender nahezu aus meinem Programm verschwunden (6%). Dominierend war mit „Sons of Anarchy“ eindeutig FX (24%), dicht gefolgt von Amazon (17%). Danach ist nur noch ABC (13%) erwähnenswert.

Sender 2018

Sender 2018

Zum Vergleich: Sender 2017

Zum Vergleich: Sender 2017

Staffeln

Auch 2018 haben die ersten Staffeln überwogen (35%). Danach ging es mit den zweiten Staffeln (21%) sowie dritten (14%) und interessanterweise siebten Staffeln (10%) weiter.

Staffeln 2018

Staffeln 2018

Zum Vergleich: Staffeln 2017

Zum Vergleich: Staffeln 2017

Wertung

Auch 2018 habe ich die perfekten Serien für mich gewählt: Die Hälfte aller gesehenen Staffeln konnten 9 Punkte für sich verbuchen (50%), danach folgten direkt 7 und 8 Punkte (jeweils 21%) und mit 7% gab es sogar zweimal die 10 Punkte. Die wundervolle „The Marvelous Mrs. Maisel“ konnte sogar das Prädikat Lieblingsserie einstreichen. Das Niveau vom Vorjahr hat sich somit exakt gehalten: ∅ = 8.4 Punkte (2017: 8.4 Punkte)

Wertung 2018

Wertung 2018

Zum Vergleich: Wertung 2017

Zum Vergleich: Wertung 2017

Staffeln pro Monat

Im Vergleich zu 2017 war mein Serienkonsum deutlich gleichmäßiger verteilt. Selbst in den Sommermonaten habe ich stets die eine oder andere Serie gesehen. Nicht wirklich überraschend ist die der Serienkonsum auch im Schnitt leicht zurückgegangen: ∅ = 2.3 Staffeln pro Monat (2017: 2.6 Staffeln pro Monat)

Staffeln pro Monat 2018

Staffeln pro Monat 2018

Zum Vergleich: Staffeln pro Monat 2017

Zum Vergleich: Staffeln pro Monat 2017

Wie war euer Serienjahr 2018? Wie viele Staffeln habt ihr insgesamt gesehen? Was waren eure Highlights? Was muss ich 2019 unbedingt nachholen? Für Tipps (gerne auch ältere Serien) bin ich immer dankbar! 🙂

42 Gedanken zu “Mein Serienjahr 2018

      • Das mache ich wohl tatsächlich nicht. Und die Tatsache, dass ich gerade zum ersten Mal „GTA V“ gespielt habe, wird diesen Umstand eher dramatisch verschlechtern. Andererseits ist so gar „nichts“ aber auch langweilig, oder? Zumindest ein Buch habe ich selbst in den entspanntesten Momenten zur Hand. Ist das bei dir anders?

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      • Tja, wie fühlt sich Nichtstun an? Ich glaube, dass uns heutzutage die Fähigkeit zum echten Müßiggang auch ein Stück weit verloren gegangen ist. Fast immer aktiv, online, erreichbar. Inzwischen sind wahrscheinlich alle mehr oder minder in einem Aktivmodus gefangen, wobei das ja auch nicht per se als unangenehm empfunden wird.
        Aber ich gebe dir da schon recht. Ich kann auch nicht einfach „nichts“ tun. Mindestens ein Buch, eine Zeitung/eine Zeitschrift habe ich auch immer am Wickel.
        Vielleicht haben wir ja Angst, uns zu langweilen, weil sich das dann unerträglich anfühlt.

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      • Ja, das ist wahrlich eine gute Frage. Irgendwas tut man ja doch immer. Nur dass das in der heutigen Zeit der ständigen Vernetzung eben oft fremdgesteuert ist. Für mich ist „Nichtstun“ tatsächlich synonym mit „auf dem Sofa sitzen und lesen“. Doch selbst dafür nehme ich mir kaum noch Zeit. Die Ablenkungen sind einfach zu groß. Eigentlich schade, da ich lesen nach wie vor liebe. Hmm, doch die Xbox wieder verkaufen? 😉

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  1. Mein Serienkonsum hat in diesem Jahr deutlich abgenommen. Viele Neuigkeiten reizen mich nicht mehr, der große Hype ist in meinen Augen vorbei. Trotzdem gabs einige wenige Highlights, bei den neuen Sachen Maniac, Godless, Marvellous Mrs Maisel Staffel 2 und One Punch Man. Und ich habe mit Gravity Falls meine neue Lieblingscartoonserie entdeckt

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  2. Serien schaue ich inzwischen auch weniger, dafür gibt es zu viele Neue, zu viele neue x-te Staffeln usw. Ich denke, man muss bei den Machern aufpassen, dass der Bogen nicht überspannt wir. Lieber auf Qualität nicht auf Quantität hin produzieren, wobei im Schnitt das Niveau der meisten Serie schon auch recht hoch ist.

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    • Ja, das stimmt. Mit dem Überangebot haben wir wohl alle zu kämpfen. Früher habe ich noch versucht, in jede vielversprechende Serie zumindest reinzuschauen. Heute dagegen verzichte ich auf manches ganz bewusst. So auch die Entscheidung gegen Netflix.

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  5. Ich muss auch noch meinen Serienrückblick schreiben, habe aber schon mal gerechnet und komme auf deutlich weniger Staffeln als im letzten Jahr (und auch deutlich weniger Staffel als du geschaut hast). Bisschen erschreckend, aber im neuen Jahr werde ich wieder fleißiger sein. 😀 Über „The Marvelous Mrs. Maisel“ liest man ja überall nur Gutes – das werde ich auch mal andenken für 2019.

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    • Ich habe dich bei Serien überholt? Unfassbar! 😀

      Bei mir waren dieses Jahr aber auch viele kurze Staffeln dabei, was mir in die Hände gespielt hat. Was „The Marvelous Mrs. Maisel“ angeht, würde ich inzwischen sogar soweit gehen, dass es die beste Serie ist, die ich bisher gesehen habe. Ja, das ist eine gewagte Aussage, doch die zweite Staffel ist so unfassbar gut. Lass alles liegen und stehen und schaue diese Serie! 🙂

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      • Du hast mich sogar ziemlich deutlich überholt bei der Anzahl der Serienstaffeln. Ich kann mir das tatsächlich nur so erklären, dass der Herr Koch und ich auch ein paar Filme geschaut haben 2018 (ich weiß, schockierend) und mir durch die Umzugsvorbereitungen und den Umzug selber einfach 6-8 Wochen fehlen. Aber 2019 wird es besser werden! Wir haben zwar immer noch kein Internet (frag nicht), aber hier liegen noch zwei Staffeln Homeland und die erste Staffel Veronica Mars rum. 🙂 Wo schaust du denn „The Marvelous Mrs. Maisel“? Gibt es das bei Amazon?

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      • Es ist also doch immer gut ein paar physische Medien im Regal zu haben, nicht wahr? Ja, das musste jetzt sein… 😀

        „The Marvelous Mrs. Maisel“ ist eine Amazon-Eigenproduktion und läuft demnach auf Prime Video. Und die Serie ist so toll. So unfassbar toll. Hach. Ich komme aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus. Und ich bin verliebt in Mrs. Maisel. Aber psssst… 😉

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      • Ja, die physischen Medien haben sich als sehr nützlich erwiesen in den letzten Wochen. Sind zwar nur ausgeliehen, aber so nehmen sie auch nicht so viel Platz weg. 😀

        Vielleicht nehmen wir den Probemonat bei Amazon Prime dann mal, und schauen uns die Serie an. Also falls wir irgendwann mal einen Internetanschluss kriegen. Seufz.
        Dein kleines Liebesgeheimnis ist bei mir übrigens sicher – die Serienmänner, in die ich verliebt bin… aber das ist eine andere Geschichte. 😀 Da könnte ich wohl eine Blogkategorie draus machen. 😀

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      • Ach, ihr habt gar kein Prime? Für uns ist das für Bestellungen, Musik-Streaming usw. inzwischen unabdingbar geworden. Die Serien sind da „nur“ ein netter Nebeneffekt. Bisher zumindest, doch Mrs. Maisel rückt alles in ein anderes Licht… ❤

        Lass doch mal hören, ob du meine Begeisterung nachvollziehen kannst, wenn ihr tatsächlich mal reinschauen solltet.

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      • Nein, wir haben kein Prime. Der Herr Koch und ich sind keine großen Onlineshopper und eher Spotify-Kinder. 😀 Bin auch vom Serienangebot bislang noch nicht richtig überzeugt gewesen. Kenne doch einige Leute, die enttäuscht davon sind, wie viele Serien nicht inklusive sind und dann extra bezahlt werden müssen. Als Netflixanhänger ist uns dieses Konzept ziemlich fremd. 😉 Aber irgendwann nehmen wir den Probemonat bestimmt mal – und sei es nur für Mrs. Maisel. 😀

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      • Okay, das verstehe ich natürlich. Ich kann mich nicht beschweren: Es sind immer noch mehr Filme und Serien kostenlos vorhanden, als ich jemals schauen könnte. Die neuesten HBO-Serien usw. kosten natürlich, aber die kosten auch bei jedem anderen Anbieter. Auch bei Prime hättest du z.B. „Sons of Anarchy“ kostenlos schauen können. Ich bin da sehr zufrieden, was das Preis-/Leistungsverhältnis angeht. Kostet ja auch nur ca. die Hälfte von Netflix und man hat noch alle anderen Vorteile mit drin. Soll jetzt aber kein Werbegespräch werden. Außer wegen Mrs. Maisel, denn die ist super! 🙂

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  6. Pingback: Mein Laufjahr 2018: 1.132 km in 109 Stunden und 125 Läufen | moviescape

  7. Wieder mal perfekt ausgewertet. Ich vermisse erneut etwas deutsches bei deinen Serien. „Babylon Berlin“ zum Beispiel war 2018 definitiv eine großartig inszenierte und erzählte deutsche Serie. Ab und an gibt es die tatsächlich. Die darfst du gern nachholen… 😉

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  8. Pingback: Happy Birthday Blog: 13 Jahre | moviescape.blog

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