Media Monday #452

Das Wochenende war an Turbulenz kaum zu überbieten, hatten wir doch drei junge Übernachtungsgäste, die zusammen mit unseren Kids ordentlich für Action gesorgt hatten. Um 4 Uhr morgens war die Nacht vorbei, was sich in akutem Schlafmangel niedergeschlagen hat. Als nachmittags alle wieder weg waren, haben wir uns mit letzter Kraft auf das Sofa begeben. Die Fragen des Medienjournals zu beantworten ist somit meine erste produktive Tat heute… 😴

Media Monday #452

  1. Müsste ich grob überschlagen, was mir meine medialen Hobbys monatlich so wert sind würde sich der Betrag auf gut 50 Euro belaufen, was dem Budget entspricht, das ich mir selbst gesetzt habe. Wofür ich das Geld z.B. ausgebe? Siehe Foto unten.
  2. Das Schöne – oder Schönste – am Bloggen ist für mich ja seit jeher der Austausch mit meinen Lesern (denkt dran: Kommentare sind der Applaus der Blogosphäre).
  3. Blockbuster versus Arthouse ist ja auch so ein nie enden wollender Konflikt, derweil ich persönlich gerne sowohl das eine (z.B. „Stay“) als auch das andere (wie z.B. „Tremors 5: Blutlinien“) sehe.
  4. Ich habe ja wirklich versucht, das Faszinierende an Finanzthemen zu begreifen, jedoch hat es erst die deutsche Serie „Bad Banks“ geschafft, das Thema für mich spannend aufzubereiten.
  5. „One Cut of the Dead“ ist für mich eine DER Überraschungen des noch jungen Jahres, denn der Film ist für mich sympathisch wendungsreich.
  6. Gibt es Themen, Ansätze, allgemein Dinge, die für dich in Film, Buch, Serie etc. ein absolutes No-Go darstellen?
    Unreflektierter Sexismus, Rassismus sowie zynische Gewaltdarstellung mag ich mir nicht anschauen und würden mir das jeweilige Werk verleiden.
  7. Zuletzt habe ich mich mit fünf Kindern auf unser Sofa gezwängt und „Asterix und die Wikinger“ gesehen und das war durchaus ein Vergnügen, weil der Film Spaß gemacht hat und es für 80 Minuten relativ ruhig war.

Ich habe die Reihe nun endlich komplett, wenn auch wohl nur der erste Teil wirklich sehenswert ist (mehr Einblicke dieser Art finden sich auf meinem Instagram-Account):

Asterix und die Wikinger – OT: Astérix et les Vikings (2006)

Heute ist ein aufregender Tag: Zum ersten Mal übernachten unsere Neffen und Nichte bei uns. Der Nachmittag stand also ganz im Zeichen Brett- und Videospielen. Nach dem Abendessen war der einhellige Wunsch, einen Filmabend zu veranstalten. Noch einiger waren sich die fünf Kinder bei der Wahl des Films, weshalb „Asterix und die Wikinger“ den Weg in den Player fand. Auch für mich war das die erste Sichtung.

Asterix und die Wikinger (2006) | © LEONINE

Asterix und die Wikinger (2006) | © LEONINE

Der letzte klassisch animierte Asterix-Film

Bereits der Vorgänger „Asterix in Amerika“ kam mir immer unglaublich modern vor. Dabei liegen zwischen den beiden Filmen noch einmal 12 Jahre. Unglaublich. Selbst „Asterix und die Wikinger“ hat inzwischen 14 Jahre auf dem Buckel. Doch ich muss schon sagen, dass er ziemlich gut aussieht. Animationen und Hintergründe sind deutlich sauberer gezeichnet und es macht Spaß, den beiden Galliern bei ihren Abenteuern zuzusehen. Auch inhaltlich wirkt die Geschichte moderner, was damals ein wenig forciert gewirkt haben mag, doch heute ist mir, bis auf die unpassenden Musikeinlagen, nichts wirklich negativ aufgefallen. Selbst SMSix fand ich durchaus witzig bzw. Gags dieser Art nicht halb so schlimm wie befürchtet.

Von den modernisierten Elementen einmal abgesehen, ist die Geschichte nicht sonderlich innovativ. Sie wirkt sogar recht altbacken. Eben ein typisches Asterix-und-Obelix-Abenteuer. Insgesamt muss ich jedoch sagen, dass mir dieses ein wenig besser gefallen hat, als „Asterix in Amerika“. An die großen Klassiker der Reihe, kommt jedoch auch dieser Teil bei weitem nicht heran. Nun bin ich doch gespannt, wie sich der erste 3D-animierte Teil „Asterix im Land der Götter“ gibt. Den zweiten Film „Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks“ fand ich ja recht sehenswert.

Fazit

Sowohl die eigenen Kids als auch die Gäste waren ziemlich begeistert von „Asterix und die Wikinger“. Zumindest gab es die einen oder anderen Lachanfälle. Ich selbst hatte auch meinen Spaß, doch gehört dieser Teil für mich zu den schwächeren Asterix-Filmen. Insgesamt dennoch nette Unterhaltung: 6/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (669)

Da mich immer noch eine Erkältung plagt, habe ich diese Woche einen Lauf ausgelassen. Schweren Herzens. Heute jedoch wollte ich es wieder anpacken, zumal auch das Wetter ganz famos war. Hunderprozentig fit bin ich immer noch nicht, doch schließlich renne ich auch in die Arbeit. Da sollte ein langsamer Lauf doch drin sein. Hat tatsächlich auch gut funktioniert. 💪

Ein Lauf im Sonnenschein! ☀

Ein Lauf im Sonnenschein! ☀

Distance: 10.31 km
Duration: 01:03:41
Elevation: 81 m
Avg Pace: 6:10 min/km
Avg Speed: 9.7 km/h
Heart Rate: 162 bpm
Stride Frequency: 149 spm
Energy: 871 kcal

2020: 181 km
Februar: 86 km

Eigentlich hätte ich noch bis morgen warten sollen, doch wir haben heute drei junge Übernachtungsgäste, die uns zusätzlich zu unseren eigenen Kids auf Trab halten werden. Insofern ist es gut, den Lauf schon abgehakt zu haben. Da der Montag arbeitstechnisch wieder sehr spannend wird, ist ein abschließender Lauf danach vielleicht ohnehin besser eingeplant… 🏃‍♂️

Im ersten Ohr: FatBoysRun – Episode 190: „FatBoysRun“ Das Buch
Im zweiten Ohr: blink-182, Jimmy Eat World, Alkaline Trio

Tremors 5: Blutlinien – OT: Tremors 5: Bloodlines (2015)

Faschingsferien! Also nicht für mich, aber für den Rest der Familie. Das kommende Wochenende wir turbulent, weshalb ich den heutigen Abend mit „Tremors 5: Blutlinien“ entspannt vor dem Fernseher verbracht habe. Die Entspannung war letztendlich so groß, dass ich mit dem Schlaf zu kämpfen hatte. Aber vielleicht liegt das auch am beständigen Wahnsinn, der unter der Woche so los ist… 🙄

Tremors 5: Blutlinien (2015) | © Universal Pictures Germany GmbH

Tremors 5: Blutlinien (2015) | © Universal Pictures Germany GmbH

Tremors: The Next Generation

Man merkt deutlich, dass zwischen „Tremors 4: Wie alles begann“ und „Tremors 5: Blutlinien“ über 10 Jahre liegen. Das Sequel aus dem Jahr 2015 sieht viel moderner aus und setzt auch bei den Graboiden zu großen Teilen auf CGI. Dabei geht viel Charme verloren, doch können sich die Effekte durchaus sehen lassen. Die Verlagerung des Settings nach Südafrika ist gewöhnungsbedürftig, macht aber irgendwie auch Spaß. Ansonsten gibt es neben Burt Gummer keine Figur mehr, die es in diese Fortsetzung geschafft hat. Die neue Konstellation wirkt ein wenig unbeholfen und gewollt, was den Trash-Faktor zusätzlich steigert.

Leider bietet „Tremors 5: Blutlinien“ keinerlei neue Ideen und kopiert sogar Szenen und Sprüche aus Klassikern wie „Jurassic Park“ oder „Predator“. Die Küchenszene wurde wirklich 1:1 aus Steven Spielbergs Dino-Hit übernommen, kann ihr jedoch zu keiner Sekunde das Wasser reichen. Leider wirkt das weniger wie eine Hommage, sondern eher wie, nunja, eine billige Kopie.

Fazit

Trotz meiner Kritikpunkte macht „Tremors 5: Blutlinien“ immer noch Spaß. Ich mag dieses Franchise einfach und habe mich gefreut, dass es damit weitergeht. Richtig gut ist das alles nicht mehr, aber für Freunde der Graboiden kann sich ein Reinschauen durchaus lohnen: 5/10 Punkte.

Bad Banks – Staffel 2

Nachdem ich letztes Jahr fast ungläubig über die gelungene ZDF/ARTE-Koproduktion „Bad Banks“ gestaunt hatte, waren meine Erwartungen für „Bad Banks – Staffel 2“ deutlich höher. Es ist schon eine großartige Zeit für Serienfreunde, wenn man selbst über die ZDF-App, wie im heißen US-Streaming-Portal, qualitativ hochwertigen Serien-Content abrufen kann. Schon alleine deshalb lohnt sich der Blick in die verruchte Finanzwelt… 🤑💰

Bad Banks – Staffel 2 | © ZDF und ARTE

Bad Banks – Staffel 2 | © ZDF und ARTE

Wenn Start-ups auf die Finanzwelt treffen

Nach der ersten Staffel hatte ich das Gefühl, die Serie könnte sich in eine bestimmte Richtung entwickeln. Das Trio rund um Jana Liekam war aus den Strukturen der Finanzwelt ausgebrochen und hatte einen Coup gegen das System unternommen. Ich erwartete also Anarchie und Kampf. Umso verwunderter war ich, dass der Status quo wieder hergestellt schien und das Team weiterhin im Umfeld der Deutsche Global Invest tätig war. Das fühlte sich für mich nach einem Rückschritt an, war aber vermutlich nötig, um unsere (Anti-)Helden im Start-up-Umfeld zu positionieren. Ab diesem Zeitpunkt nimmt die Serie auch wieder richtig Fahrt auf und es gibt Intrigen und Machtspiele wie zu besten „24“-Zeiten.

Teils kam mir die Staffel fast schon zu vollgestopft vor, was ein wenig auf Kosten der Charaktere ging. Das Tempo ist wirklich extrem hoch, was der Geschichte einen enormen Zug verleiht. Dennoch hätte ich mir teils mehr Gelassenheit gewünscht. Gerade gegen Ende der Staffel zaubern die Autoren noch so ein paar Wendungen aus dem Hut, die zwar dramatisch sind, aber doch ein wenig Glaubwürdigkeit vermissen lassen. In diesen Momenten wirkt „Bad Banks“ tatsächlich wie eine Möchtegern-Mafia-Serie im Banken-Milieu. Davon abgesehen macht auch das zweite Jahr enorm viel Spaß und die sechs Episoden sind wie im Fluge vergangen.

Fazit

Auch wenn die Qualität der ersten Staffel in meinen Augen nicht komplett gehalten werden konnte, so hat es auch die zweite Staffel von „Bad Banks“ geschafft, mich trotz der scheinbar trockenen Finanzthematik zu packen. Nun bin ich gespannt, wie lange sich das Konzept noch trägt, denn gerade am Ende scheinen viele Charaktere wieder dort angekommen zu sein, wo sie bereits in der ersten Staffel waren: 8/10 (8.3) Punkte.

Die 5 romantischsten Szenen aus Filmen

Nachdem es mit Serien romantisch wurde, folgen in dieser Ausgabe von Die 5 BESTEN am DONNERSTAG natürlich die fünf romantischsten Szenen aus Filmen. Hier hatte ich deutlich mehr Szenen im Kopf und musste gar nicht groß recherchieren, sondern habe mir meine Top 5 recht schnell zusammenbasteln können. Allerdings habe ich dabei darauf geachtet, ein möglichst großes Spektrum an Genres abzudecken: von RomCom über Thriller bis hin zu Fantasy. Liebe ist einfach überall… ❤

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #164

Das Thema für Ausgabe #164 lautet:

Die 5 romantischsten Szenen aus Filmen

  1. Die gemeinsame Nacht in „Before Sunrise“ (1995) – Okay, es ist nicht nur eine Szene, weil der gesamte Film die komplette Nacht einnimmt. Aber diese ist magisch und macht den ersten Teil dieser herausragenden Trilogie wohl auch zum romantischsten Film überhaupt.
  2. Das gemeinsame Musizieren in „Once“ (2006) – Auch wenn die Beziehung nie körperlich wird, so verbindet den Straßenmusiker und die Pianistin doch die Liebe zur Musik und auch zueinander. Tragisch schön.
  3. Die wachsende Beziehung zwischen Kumail und Emily (im Koma) in „The Big Sick“ (2017) – Auch wenn der Start in die aufkeimende Beziehung alles andere als einfach war, so ist Kumails Zuneigung und Loyalität zu Emily über ihre Familie doch herzzerreißend schön und ehrlich.
  4. Die vorsichtige Annäherung in „The Shape of Water“ (2017) – Ein Film der wunderbar zeigt, dass Liebe selbst unter den schwierigsten Bedingungen in komplizierten Konstellationen enstehen kann. Und dass das ganz normal ist. Liebe eben.
  5. Der Epilog von „True Romance“ (1993) „Amid the chaos of that day, when all I could hear was the thunder of gunshots, and all I could smell was the violence in the air, I look back and am amazed that my thoughts were so clear and true, that three words went through my mind endlessly, repeating themselves like a broken record: you’re so cool, you’re so cool, you’re so cool. And sometimes Clarence asks me what I would have done if he had died, if that bullet had been two inches more to the left. To this, I always smile, as if I’m not going to satisfy him with a response. But I always do. I tell him of how I would want to die, but that the anguish and the want of death would fade like the stars at dawn, and that things would be much as they are now. Perhaps. Except maybe I wouldn’t have named our son Elvis.“ (Alabamas Voice-over)

Run, Fatboy, Run (668)

Heute war erneut ein anstrengender Tag im Job. Ob sich das jemals wieder ändert? Schon alleine deshalb musste ein Lauf sein. Dabei plagt mich momentan eine (noch) leichte Erkältung, weshalb ich es mir zweimal überlegt hatte. Der Drang nach draußen zu gehen war dann aber doch stärker… 😷

Wann hören diese Nachtläufe endlich auf?

Wann hören diese Nachtläufe endlich auf?

Distance: 7.18 km
Duration: 00:44:50
Elevation: 43 m
Avg Pace: 6:14 min/km
Avg Speed: 9.6 km/h
Heart Rate: 156 bpm
Stride Frequency: 147 spm
Energy: 618 kcal

2020: 171 km
Februar: 76 km

Aufgrund der Umstände habe ich es bewusst langsam angehen lassen. Aber so richtig. Hätte meine Pulsmessung auf dem ersten Kilometer nicht wieder gesponnen (über 220 bpm), dann wäre ich konstant knapp unter 150 bpm gelaufen, was für mich schon extrem niedrig ist. Mal sehen, wie sich das alles so weiterentwickelt. Die 70 km Pflicht kann ich diesen Monat zumindest schon einmal abhaken. 👌

Im ersten Ohr: Nerdtalk Sendung 552 – Die Oscar-Gewinner 2020
Im zweiten Ohr: blink-182, Jimmy Eat World, Alkaline Trio

Media Monday #451

Schon wieder ist das Wochenende vorüber. Freitag und Samstag standen ganz im Zeichen eines großes Chorauftritts, weshalb ich nicht einmal dazu gekommen bin, einen Film zu schauen. Am Sonntag war ich laufen und habe ich den Schwiegereltern bei PC-Problemen geholfen. Nun warten nur noch die Fragen des Medienjournals darauf beantwortet zu werden und dann beginnt auch schon wieder der Trubel der neuen Arbeitswoche… 😬

Media Monday #451

  1. Zu sehen, mit wie viel Begeisterung und Hingabe das Zapplinchen am Samstag ihr erstes Solo gesungen hat, erfüllt mein Vaterherz mit Stolz und Freude.
  2. Nach all den Jahren zu erfahren, dass sich gewisse Dinge ändern bzw. anders gehandhabt werden als angenommen, ist nicht immer einfach.
  3. Bügeln (siehe Foto unten) ist nun wirklich nichts, worauf ich sehr gespannt wäre, aber mit einem Podcast im Ohr vergeht die Zeit auch wie im Fluge.
  4. Ohne ihm was zu wollen, aber Schauspielern ist nun nicht so die größte Stärke von Quentin Tarantino, denn seine Gastauftritte sind der beste Beweis dafür, dass er im Regiefach schon richtig aufgehoben ist.
  5. Bei Filmen wie „Jurassic World: Das gefallene Königreich“ oder „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ frage ich mich ja auch manches Mal, wer dafür eigentlich grünes Licht gegeben oder das für eine gute Idee gehalten hat, schließlich sind das teils miserable Drehbücher, die selbst durch viel Talent vor und hinter der Kamera nicht gerettet werden können.
  6. Ein gutes Buch lese ich am liebsten ja möglichst am Stück, was momentan leider utopisch ist.
  7. Zuletzt habe ich die dritte Staffel von „This Is Us“ gesehen und das war fantastische Unterhaltung, weil die Erzählweise über mehrere Zeitebenen einfach wunderbar emotional ist.

Samstag war Bügeltag. Immerhin hat sich in dem Wäschestapel auch mein neues „Star Wars“-Shirt befunden (mehr Einblicke dieser Art finden sich auf meinem Instagram-Account):

Run, Fatboy, Run (667)

Nachdem das Zappelinchen gestern ihren großen Auftritt hatte, habe ich noch bis in die frühen Morgenstunden Fotos und Videos bearbeitet – und mir dabei den einen oder anderen Whisky schmecken lassen. Somit war die Nacht viel zu kurz und ich auch nicht unbedingt fit. Aber der Lauf war fest eingeplant und wer feiern kann, kann auch laufen. Oder so ähnlich. 🤔

Immer noch trostlos, aber immerhin wärmer

Immer noch trostlos, aber immerhin wärmer

Distance: 11.29 km
Duration: 01:07:18
Elevation: 88 m
Avg Pace: 5:57 min/km
Avg Speed: 10.1 km/h
Heart Rate: 158 bpm
Stride Frequency: 150 spm
Energy: 957 kcal

2020: 164 km
Februar: 69 km

Mit 9 °C war es ziemlich warm, was ich angenehm fand. Eigentlich wollte ich heute nur die Standard-10-km-Runde laufen, doch da wieder Hundehalter meinten, sie müssten ihre großen Schäferhunde frei laufen lassen und nicht heranholen, wenn sich jemand nähert, bin ich quer über die Wiese auf einen anderen Weg ausgewichen, was meine Runde letztendlich um einen Kilometer verlängert hat.

Im ersten Ohr: FatBoysRun – Episode 189: Schlaf und Laufen – mit Dr. Sarah Kölling
Im zweiten Ohr: Jimmy Eat World, Alkaline Trio, blink-182

This Is Us – Season 3

Ich schaue nicht viele aktuelle Shows quasi tagesaktuell. Meist warte ich bis Serien abgeschlossen sind und hole sie dann am Stück nach. Auch wenn ich mich durchaus auf „This Is Us – Season 3“ gefreut hatte, so war es jedoch kein darauf hinfiebern. Schon nach der ersten Episode war ich aber wieder so in dieser Familie drin, dass die restliche Staffel wie in einem Rausch an mir vorbeigezogen ist… ❤

This Is Us – Season 3 | © NBC

This Is Us – Season 3 | © NBC

Die große Familiensaga unserer Zeit

Es gibt etliche Familiensagas da draußen. Auch viele herausragende, wie zum Beispiel „Six Feet Under“ oder „Parenthood“. Fantastische Serien, die zeigen wie spannend es sein kann, scheinbar kleine Geschichten innerhalb einer Familie zu verfolgen. Beide Serien waren mutig und haben Themen wie Homosexualität oder Autismus, ganz so wie es sein sollte, völlig selbstverständlich in ihre Handlung eingebunden. Im direkten Vergleich wirkt „This Is Us“ noch eine ganze Ecke progressiver, was Diversität und soziopolitische Themen angeht. Eben ganz so, wie man es von einer Familienserie im Jahr 2020 erwarten würde. Die Erzählstruktur über mehrere Zeitebenen, bis hin zu zukünftigen Ereignissen, trägt ihren Teil dazu bei, Veränderungen in der Gesellschaft sichtbar zu machen. Schon beeindruckend, dass eine klassische Network-Serie das so gut hinbekommt. Hut ab vor NBC und Showrunner Dan Fogelman.

Abgesehen von den gesellschaftlich relevanten Themen erzählt „This Is Us“ auch im dritten Jahr vor allem eine höchst emotionale Geschichte. Bei kaum einer Episode sind bei mir die Augen trocken geblieben. Vor allem immer dann, wenn es um Probleme in der Beziehung zwischen Eltern und Kindern geht. Und vor diesen strotzt die Serie geradezu. Selbst der zentrale Handlungsstrang rund um die Kriegsvergangenheit von Vater Jack und seinem Bruder hat bei mir die richtigen Knöpfe gedrückt und ich konnte wunderbar mit Kevin mitfühlen. Auch aus ganz persönlichen Gründen.

Auch im weiteren Verlauf der Staffel geht es mit der Ehekrise zwischen Randall und Beth (die mich teils an die vierte Staffel von „Black-ish“ denken ließ) ziemlich extrem emotional zu. Hinzu kommen noch eingestreute Ausblicke in die Zukunft, was ich einen extrem interessanten Kniff fand, der zudem bewusst falsche Fährten setzt. Die finale Parallelmontage zwischen Vergangenheit und Zukunft lässt zudem erahnen, dass auch die kommende Staffel in einem Tal der Tränen enden wird.

Fazit

Nachdem ich bereits von der ersten und der zweiten Staffel ziemlich begeistert war, hat es „This Is Us“ im dritten Jahr endgültig geschafft, sich einen Platz unter meinen aktuellen Lieblingsserien zu sichern. Wer gerne Familienserien schaut und offen für viel Gefühl und dramatische Entwicklungen ist, der sollte viel Spaß mit „This Is Us“ haben. Wahrlich die große Familiensaga unserer Zeit: 10/10 (9.5) Punkte.