The Deep

Es gibt einfach zu wenig gute Unterwasserfilme. Neben dem Genregiganten „The Abyss“ ist da draußen nicht mehr viel zu holen. So habe ich mich – trotz teils vernichtender Kritiken – auf die BBC-Miniserie „The Deep“ gestürzt, die jedoch außer dem Setting und dem ach so innovativem Titel leider kaum Ähnlichkeiten mit James Camerons famosem Unterwasserabenteuer aufweist. Spoiler sind zu erwarten.

Anfangs hatte ich ja durchaus noch Hoffnung. Eine relativ gemächliche und ausführliche Einführung der Charaktere, eine – im Vergleich zu US-Serien – relativ realistisch anmutende Grundstimmung und ein auf den ersten Blick nettes Ensemble. Doch spätestens mit Episode 2 fing die Serie an sich auch qualitativ in Untiefen zu begeben. Sowohl Handlung, als auch Inszenierung und Schauspiel wirken oft als hätte da jemand versucht mit seiner Laientheatergruppe einen Film bzw. eine Serie auf die Beine zu stellen.

Die Handlung hat durchaus ihre Momente und man hätte aus der Prämisse wirklich einiges rausholen können, denn schließlich besitzt die Geschichte ein riesiges, verlassenes U-Boot, mysteriöse Todesfälle und unbekannte Mikroorganismen. Man hätte die Charaktere langsam in den Wahnsinn abdriften lassen können, Realität und Wahnvorstellungen vermischen oder wenigstens die Stärken der unheimlichen Location ausspielen – aber nein! Da gibt es dann die bösen, schießwütigen Russen und eine Verschwörung, die sich um illegale Ölbohrungen dreht. Wie aufregend und innovativ!

Erschreckend fand ich, wie schlecht die Charaktere in der Serie teils gespielt waren. Selbst  bekannte Schauspieler, wie David Nesbitt oder Minnie Driver chargieren hier, als würden sie auf der Bühne eines Provinztheaters stehen. Kein Gefühl für das Gegenüber oder die Situation. Allerdings vermute ich, dass hier eher die Regie versagt hat. Ansonsten kann ich mir das Ergebnis wirklich nicht erklären.

Trotz meiner harschen Kritik hat mir der Ausflug in die Tiefen von „The Deep“ durchaus Spaß bereitet. Die erste Episode fand ich noch vielversprechend, den Mittelteil wenigstens noch leidlich spannend, doch das Finale hat dann leider jegliche Chance auf eine bessere Wertung verspielt. Fans von Unterwasserfilmen dürfen durchaus einen Blick riskieren, alle anderen sollten lieber einen weiten Bogen um die Miniserie machen: 4/10 (4.2) Punkte.

Run, Fatboy, Run (136)

Da die kommenden Tage schon wieder komplett verplant sind, habe ich meinen Wochenendlauf dieses Mal auf den Freitagabend vorverlegt. Das Wetter war einmal wieder herrlich, doch habe ich wieder nur die kurze Strecke geschafft gewählt. Irgendwie ist da zurzeit der Wurm drin.

Länge: 4,20
Laufzeit: 00:25:15
kCal: 336
min/km: 6:00

Immerhin habe ich zum ersten Mal in diesem Jahr die 10km/h geknackt. Wenigstens etwas. Im Vergleich zum letzten Jahr bin ich auch schon mit 60km im Plus. Letzten März verzeichnete mein Läuferkonto nämlich gerade einmal 8km. Mal sehen, wie sich die Gesamtbilanz noch entwickelt…

Run, Fatboy, Run (135)

Dank des herrlichen Wetters habe ich mich heute gleich einmal zum Laufen aufgemacht. Leider habe ich den strahlenden Sonnenschein überschätzt und sobald die Sonne weg war, wurde es ziemlich frisch und mir wehte ein eiskalter Wind um die Ohren – ist natürlich kein Wunder, so schnell wie ich immer unterwegs bin. Haha!

Länge: 4,20
Laufzeit: 00:25:30
kCal: 336
min/km: 6:04

Letztendlich habe ich mich noch während des Laufens für die kurze Strecke entschieden. Beim nächsten Abendlauf werde ich wohl oder übel noch einmal auf meine Mütze zurückgreifen. Trügerisch, trügerisch die liebe Sonne! Die Zeit ist ganz okay, aber ich war ja auch nicht lange unterwegs. Mal sehen, vielleicht klappt es Freitag noch einmal.

Vollmond

Aufgenommen gestern Nacht (23:15 Uhr) nach einem kulinarischen Kulturabend beim örtlichen Vietnamesen. Anscheinend hatte ich trotz des leiblichen Genusses noch ein einigermaßen ruhiges Händchen.

Nach einigen Fehlversuchen haben die folgenden Einstellungen letztendlich zum Erfolg geführt: 1/125 Sekunden, F/22, ISO 400, 135 mm

Tipps von Fotofreunden sind natürlich immer willkommen!

Run, Fatboy, Run (134)

Da habe ich schon einmal Urlaub, das Wetter ist famos und was mache ich? Natürlich nicht laufen gehen. Wäre ja auch zu einfach. Da warte ich lieber, bis ich mich nächste Woche wieder beschweren kann, dass ich zu spät aus der Arbeit komme und es schon wieder zu dunkel zum laufen ist. Doch heute habe ich mich tatsächlich noch aufgerafft.

Länge: 6,08
Laufzeit: 00:37:30
kCal: 486
min/km: 6:10

Die Zeit ist völlig okay. Trotz trügerischem Sonnenschein war es verdammt kalt und ich musste wirklich die Zähne zusammenbeißen, dass ich die mittlere Runde packe. Letztendlich bin ich nun zufrieden und kann heute Abend wohl besseren Gewissens beim leckeren Asia-Buffet zuschlagen. Mjam!

Episodes – Season 1

Eine Serie, auf die ich mich in der aktuellen TV-Saison sehr gefreut habe, ist „Episodes – Season 1“ mit Matt LeBlanc. Bereits nach der Pilotfolge hagelte es jedoch böse Kritiken, die ich bis heute nicht so recht nachvollziehen kann. Man muss die Serie eben als Satire auf das Seriengeschäft in Hollywood sehen und darf dabei kein zweites „Entourage“ erwarten. Ich hatte auf jeden Fall meinen Spaß mit dem Culture Clash in Hollywood.

Da die gesamte Staffel nur aus 7 Episoden besteht, darf man sich als Zuschauer nicht allzu viel Zeit lassen, sich auf die Serie einzulassen. Ich für meinen Teil habe mich glücklicherweise relativ schnell in dieser überzeichneten Version der Traumfabrik heimisch gefühlt. Im Gegensatz zu thematisch ähnlich gelagerten Filmen, wird hier erstmals das Seriengeschäft unter die Lupe genommen. Genauer gesagt geht es um die Adaption einer britischen Serie für das amerikanische Publikum – inklusive aller klischeehafter Konsequenzen, die sich dadurch für den Stoff ergeben.

Neben rein beruflichen Problemen, hat unser britisches Autorenduo auch mit der kalifornischen Mentalität zu kämpfen. Hier wandelt die Serie zwar auf ausgetretenen Pfaden, doch weiß sie auch in solchen Momenten stets zu unterhalten. Dies liegt nicht zuletzt an den tollen Schauspielern. Matt LeBlanc spielt sich selbst und unterscheidet sich dabei gar nicht so sehr von seiner bekanntesten Serienfigur Joey Tribbiani („Friends“ und „Joey“), was die Serie um eine interessante Metaebene erweitert. Auch die restlichen Rollen sind allesamt gut besetzt und es gelingt den Schauspielern die Waage zwischen Satire, Drama und Komödie zu halten.

Auch wenn noch nicht alle Episoden vollends zu überzeugen wussten, so hatte ich doch stets Spaß mit der Serie. Besonders die letzte Episode war wirklich grandios und ich musste mehrmals laut auflachen. Wenn sich die Show in diese Richtung weiterentwickelt, dann kann sie noch ganz groß werden – gerne auch mit ein paar mehr Episoden pro Staffel. Sollte man sich als Serienfreund so oder so ansehen: 8/10 (7.7) Punkte.

Frühlingstiere

Für den heutigen Tiergartenbesuch hatte ich einen festen Plan gefasst: Endlich ein paar schöne Tierbilder mit meiner neuen Kamera schießen. Die letzte Fototour liegt schon wieder viel zu lange zurück und dank herrlichstem Frühlingswetter standen dem Plan nicht einmal äußere Umstände im Weg.

Wie man sieht, ist die Ausbeute recht spärlich. Man könnte meinen ich hätte es nicht einmal versucht. Habe ich aber und dennoch sind 90% der Bilder nahezu unbrauchbar bzw. zumindest so unstimmig, dass ich einfach nicht zufrieden sein kann.

Trotz künstlerischer Selbstzweifel hatten wir einen wunderschönen Tag und zumindest die privaten Bilder von unserem Zappelinchen sind allesamt perfekt (kann ich ja nun leicht behaupten). Manche Dinge sollte man eben nicht forcieren und so blicke ich getrost in die Zukunft und freue mich auf die nächste Fototour. Achja, eine neue Kategorie habe ich für solche Zwecke nun auch eingerichtet…

Michael Mittermeier – Achtung Baby! (2011)

1996 konnte man auf Deutschlands Pausenhöfen kaum ein Gespräch führen, in dem nicht aus Michael Mittermeiers „Zapped!“ zitiert wurde. Die dazugehörige CD dürfte wohl auch eine der meistkopierten des Jahres gewesen sein. Als Mittermeier 2000 mit „Back to Life“ auf die Bühne zurückkehrte, war das Interesse in meinem Freundeskreis bereits wieder weitgehend abgeebbt.

10 Jahre später: Ich suche verzweifelt ein Geschenk für meine schwangere Frau und als wäre es Schicksal, fällt mir das gerade veröffentlichte Buch „Achtung Baby!“ in die Hand. Als hätte es der Mittermeier Michel nur für uns geschrieben, begleiten uns Zitate daraus durch die nächsten 9 Monate. Es war tatsächlich einer dieser seltenen Geschenke-Volltreffer.

1 Jahr später: Das Zappelinchen ist auf der Welt, vergnügt sich (hoffentlich) gerade mit den Großeltern, während Mama und Papa sich zusammen mit Michael Mittermeier in seinem Live-Programm „Achtung Baby!“ an die Schwangerschaft sowie die aufregende erste  Zeit danach erinnern.

Da ich nur vorgelesene Bruchstücke aus dem Buch mitbekommen habe, war das Programm noch relativ neu für mich. Mittermeier ist es gelungen die vielen kleinen Absonderlichkeiten, die frischgebackenen Eltern selbst gar nicht so bewusst sind, in treffende Worte zu verpacken. Meist waren seine Ausführungen ziemlich unterhaltsam, wenngleich er leider so manch satirische Einsicht für plumpe Zoten opferte. Pointen um der Pointe willen.

Besonders gelungen fand ich aktuellere Bezüge, in denen Mittermeier auch ziemlich spontan mit dem Publikum in Dialog trat. So hat nicht nur Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg sein Fett abbekommen, es wurde auch der plumpe Opportunismus unserer geliebten Kanzlerin in Bezug auf die ausgesetzte Laufzeitverlängerung angeprangert. Hier kam eine Bissigkeit auf, die ich mir durchaus noch länger angesehen hätte. Vielleicht sollte der Michel doch einmal mehr in Richtung Kabarett gehen?

Insgesamt war der dreistündige Auftritt sehr unterhaltsam. Ohne unsere persönlichen Erfahrungen des letzten Jahres hätte das Bühnenprogramm in meinen Augen allerdings ziemlich gelitten. Insofern sollte man schon zur Zielgruppe gehören, um das alles wirklich lustig zu finden. Dann aber steht einem gelungenen Abend nichts im Wege.

Avatar – Extended Collector’s Cut (2009) (WS1)

Kaum zu glauben, dass seit der Kinosichtung schon weit über ein Jahr vergangen ist. Inzwischen weiß man, welchen Stellenwert „Avatar“ in der Filmgeschichte einnehmen wird. Zeit also, sich noch einmal ausführlich mit James Camerons Sci-Fi-Epos zu beschäftigen. Gesehen habe ich dieses Mal den sogenannten Extended Collector’s Cut, welcher den Film um eine alternative Anfangsszene sowie alle Szenen der Special Edition ergänzt.

Als ich den Film damals in der ersten Aufführungswoche im Kino sah, war noch nicht abzusehen welchen durchschlagenden Erfolg James Cameron abermals an den Kinokassen dieser Welt haben würde. Ehrlich gesagt hätte ich auch nicht vermutet, dass die breite Masse so stark auf diese doch sehr sci-fi-lastige Geschichte anspringt. Für mich war jedoch bereits damals klar, dass es Cameron erneut geschafft hat unseren Wahrnehmungshorizont für visuelle Effekte zu erweitern. Hinzu kommt der erstmals vollkommen überzeugende Einsatz von 3D, welcher selbst mich als Skeptiker zu überzeugen wusste. So sehr sogar, dass ich die zusätzliche Ebene bei der gestrigen Sichtung beinahe etwas vermisst habe.

Natürlich hat der große Erfolg des Films auch unzählige Kritiker auf den Plan gerufen. Vermutlich muss man als ernstzunehmender Cineast immer etwas gegen den Strom schwimmen. Mir selbst ist auch durchaus bewusst, dass die Geschichte keinen Originalitätspreis gewinnt, doch mit wieviel Liebe zum Detail – auch inhaltlich – sie umgesetzt wurde, wird leider viel zu oft ignoriert. Die Grundthemen (Arroganz durch technischer Überlegenheit, Ignoranz gegenüber der Natur) wurden von Cameron ja bereits in den meisten seiner anderen Filme mal mehr („The Abyss“ und „Aliens“), mal weniger plakativ (u.a. „Terminator“ und „Titanic“) behandelt. Ob man den Film nun als Ethno- bzw. Ökokitsch wahrnimmt oder ihm auch eine inhaltliche Relevanz für unsere heutige Gesellschaft einräumt, hängt wohl mit dem Grad an Zynismus zusammen, mit dem man selbst seiner Umwelt begegnet.

Mir hat der Film bei der gestrigen Sichtung erneut sehr viel Freude bereitet. Die Geschichte ist mitreißend erzählt, die Figuren gut geschrieben und die audiovisuellen Aspekte über jeden Zweifel erhaben. Pandora atmet und lebt – und ich freue mich jetzt schon darauf, mich etwas mehr mit der Entstehungsgeschichte des Films zu befassen. Mal sehen, ob ich während meines Urlaubs ein paar Stündchen dafür herausschinden kann. Zum Thema Fassungen sei gesagt, dass der Extended Collector’s Cut ein paar nette, aber nicht zwingend nötige Erweiterungen enthält. Ich für meinen Teil bin auf jeden Fall gerne etwas länger auf Pandora verweilt.

Auch wenn „Avatar“ als erfolgreichster Film in die Geschichte des Kinos eingegangen ist, so sehe ich in ihm immer noch den indirekten Nachfolger von „The Abyss“ oder „Aliens“ – eben ein weiterer Film von unserem James Cameron (jetzt einmal als Genrefreund gesprochen). Auf die Fortsetzungen freue ich mich schon sehr, zumal ich bei Cameron alles erwarte, nur keinen Stillstand. Zu meinen Lieblingsfilmen möchte ich „Avatar“ zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht zählen, doch viel fehlt nicht mehr: 10/10 Punkte.

Independence Day (1996)

Gestern Abend habe ich wieder einmal einen Film gesehen, bei dessen Sichtung ich feststellen musste, wie alt ich inzwischen bin. Kaum zu glauben, dass seit dem wunderbaren Kinoerlebnis „Independence Day“ bereits 15 Jahre vergangen sind. Mein halbes Leben. Gefühlt habe ich Roland Emmerichs Zerstörungsorgie allerdings erst vor ein paar Wochen gesehen, was auch daran liegen mag, dass dies einer der wenigen Filme ist, die ich damals als VHS-Kassette besaß.

Tatsächlich liegt meine letzte Sichtung von „Independence Day“ inzwischen bestimmt schon 10 Jahre zurück. Die meisten Szenen waren mir allerdings auch gestern noch lebhaft in Erinnerung. Insgesamt muss ich sagen, dass der Film erstaunlich gut gealtert ist. Sicher sind die Effekte nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit und wohl kein heutiger Erstzuschauer wird mit der gleichen Faszination vor dem Bildschirm sitzen, mit der wir damals aus dem Kino kamen. Doch den meisten dürften die ikonografischen Bilder ohnehin bekannt sein, die nicht ohne Grund ihren Weg in die Popkultur gefunden haben.

Lässt man die auch heute noch beeindruckenden Effekte außer acht, so bleibt nur ein laues Lüftchen von einer Geschichte übrig, die mit eindimensionalen Charakteren bevölkert ist. Früher hat mich das nicht sonderlich gestört und ich fand sowohl Will Smiths Captain Steven Hiller, als auch Bill Pullmans President Whitmore ziemlich lässig. Heute allerdings besitzt einzig Jeff Goldblums Figur noch ein wenig Unterhaltungswert. Leider typisch für Roland Emmerichs Filme, doch im Gegensatz zu „The Day After Tomorrow“ und „2012“ bietet „Independence Day“ wenigstens ein brauchbares Sci-Fi-Setting.

Wie bei anderen Filmen aus meiner Jugend hat natürlich auch „Independence Day“ bei mir einen gewissen Nostalgie-Bonus. Dennoch sind die Schwächen in der Handlung und Charakterzeichnung einfach nicht zu ignorieren. Auch wenn ich den Film heute wohl nicht mehr so häufig sehen würde, so hat er mich bei der gestrigen Sichtung jedoch ziemlich gut unterhalten. Wahrlich kein Genre-Klassiker, doch für mich ein prägender Film aus einer Zeit, in der man noch leichter zu begeistern war: 7/10 Punkte.