Damages – Season 3

Gestern hat sich mit dem Finale von „Damages – Season 3“ wieder einmal eine Serie von meinem persönlichen Programmplan verabschiedet – zumindest vorerst. Die beiden letzten Staffeln werden nachgeholt, sobald sie auf DVD erhältlich sind. Über die erzwungene Pause bin ich im Moment allerdings gar nicht so traurig. Warum das so ist, könnt ihr in der folgenden Besprechung lesen…

Wie bereits die vorhergehende Staffel startet auch das dritte Jahr mit einem neuen Fall für Patty Hewes. Erneut geht es um Finanzbetrug der Sorte, wie man ihn in den letzten Jahren auch immer wieder in den Nachrichten verfolgen konnte. Aktualität und Brisanz sind somit auf jeden Fall gegeben. Da Ellen inzwischen einen neuen Job hat, bekommt die Dynamik zwischen ihr und Patty anfangs einen anderen Drall. Über den Verlauf der Staffel verfallen beide Charaktere jedoch wieder in alte Verhaltensmuster, was wieder für die unterhaltsamsten Szenen der Staffel sorgt. Herrlich fies und berechnend gespielt von Glenn Close und Rose Byrne.

Meine größten Probleme hatte ich in dieser Staffel wohl mit dem Antagonisten bzw. der gesamten Familie des Finanzbetrügers. Besonders in der ersten Staffelhälfte bleiben die neuen Figuren unglaublich blass und wirken dadurch einfach zu uninteressant. Hinzu kommt ein Handlungsstrang rund um Ellens Schwester, der absolut unnötig ist und den Fokus von den eigentlich spannenden Elementen der Serie nimmt. Glücklicherweise wird gegen Ende wieder Fahrt aufgenommen und man darf Patty beim Schmieden perfider Pläne zusehen. Auch Arthur Frobisher bekommt einen amüsanten, kleinen Handlungsbogen, wodurch seine Geschichte nun auch vermutlich zu Ende erzählt ist.

Ingesamt hat mir auch diese Staffel wirklich viel Spaß gemacht, jedoch treten gewisse Abnutzungserscheinungen inzwischen immer mehr in den Vordergrund: der formelhafte Aufbau mit seinen Flashforwards, die ewigen Intrigen, die Beziehung zwischen Ellen und Patty usw. Im letzten Drittel haben diese Elemente zwar wieder recht gut funktioniert, doch gab es davor zu viel Lehrlauf. Ich werde mich nun zwar erst einmal wieder anderen Serien zuwenden, doch irgendwann bestimmt mit viel Freude wieder in die Welt von „Damages“ zurückkehren: 8/10 (7.8) Punkte.

Media Monday #70

Nachdem nach einer weiteren durchwachten Nacht so langsam Zweifel aufkommen, ob das mit dem zweiten Kind – das wohlgemerkt noch nicht da ist – tatsächlich so eine gute Idee war, versuche ich mich nun mit den aktuellen Fragen des Medienjournals wachzuhalten.

  1. Brad Pitt gefiel mir am besten in „Fight Club“ und natürlich „Burn After Reading“ als Fitness-Freak, wobei er auch in „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ sehr gut gespielt hat – ein Film, den leider niemand zu mögen scheint.
  2. Alfred Hitchcock hat mit „Cocktail für eine Leiche“ seine beste Regiearbeit abgelegt, weil der Film nicht nur ein technisches Meisterstück ist, sondern auch inhaltlich viel für den Zuschauer bereithält.
  3. Kate Beckinsale gefiel mir am besten in „Underworld“, wobei sie in „Motel“ vermutlich besser war.
  4. Es gibt ja an allerlei Orten zu allerlei Zeiten immer mal wieder Zombie-Walks, die sich auch großer Beliebtheit erfreuen. Aber warum eigentlich immer nur Zombies? Welche Themen-Walks würdet ihr euch mal wünschen?
    Zombie-Walk? Bei mir bleiben Zombies und Co. schön auf dem Bildschirm. Vermutlich bin ich auch einfach zu alt für den Scheiß…
  5. Welches Buch hat euch am meisten enttäuscht, nachdem ihr es auf Empfehlung gelesen habt?
    Da muss ich nicht lange überlegen: „Schattenmond“ von George Lucas und Chris Claremont. Das Buch sollte der Nachfolger zu „Willow“ – einem meiner Lieblingsfantasyfilme – sein, doch war es letztendlich eine einzige Katastrophe. Die Empfehlungen kamen allerdings auch aus dem Netz…
  6. Ausprägungen der Science-Fiction gibt es viele, aber welche Zukunftsvisionen sind euch die Liebsten? Hochtechnisiert oder doch lieber rückständig und dreckig, mit Aliens oder lieber ohne, Endzeitstimmung oder epische Utopien/Dystopien?
    Da kann und möchte ich mich nicht festlegen. Wichtig ist für mich nur, dass die Zukunftsvision durchdacht und in sich stimmig ist. Nur schöne Bilder reichen da nicht aus, auch kleinste Details müssen uns Zuschauern das Leben in dieser Zukunftswelt nahebringen. Wenn man die Regeln nicht hinterfragen muss, hat das Setting schon halb gewonnen.
  7. Mein zuletzt gesehener Film ist „The Ides of March: Tage des Verrats“ und der war teils ganz schön bitter, weil George Clooney uns nach dem idealistischen Start an den harten Spielregeln des US-Wahlkampfs teilhaben lässt.

The Ides of March: Tage des Verrats

Passend zur amerikanischen Präsidentschaftswahl am 6. November habe ich mir heute George Clooneys „The Ides of March: Tage des Verrats“ angesehen. Spätestens seit Aaron Sorkins „The West Wing“ habe ich ohnehin ein Faible für den US-amerikanischen Wahlzirkus, doch bereits während meines Englisch LKs (vor inzwischen 14 Jahren; damals war gerade die Lewinsky-Affäre aktuell) war ich von der pompös inszenierten US-Politik fasziniert. Kann George Clooney dem Thema neue Facetten abgewinnen?

Zu Beginn des Films wähnt man sich noch in ähnlichen Gefilden, wie bei Aaron Sorkins leider nur fiktiver Bartlet-Administration. Alle Figuren scheinen von idealistische Ansichten und einer hohen Motivation getrieben. Der aufstrebende Kandidat Mike Morris (gespielt von George Clooney selbst) scheint alles zu haben, was man sich von einem Politiker wünscht: eine Vision, Integrität und das gewisse Etwas. Folglich kann man sich anfangs gut mit Wahlkampfmanager Stephen Meyers (Ryan Gosling) identifizieren, der voller Überzeugung zu sein scheint. Doch schon bald wird die angeblich so perfekte Welt rund um Morris und sein Wahlkampfteam Risse bekommen, die nicht wieder zu kitten sind.

Ich war erstaunt, wie drastisch der Ton des Films wechselt. Anfangs noch idealistisch und patriotisch (auch wenn nie Sorkin-Ausmaße erreicht werden), dann plötzlich düster und zynisch. Darauf war ich nicht vorbereitet und fühlte mich teils etwas vom Film überrumpelt. Doch gerade das macht ihn aus. „The Ides of March“ zeichnet ein wahrscheinlich viel realistischeres Bild vom Weg zur Macht, als vergleichbare Filme oder auch Sorkins Serie. Opportunismus ist an der Tagesordnung und letztendlich geht es nur darum vorwärts zu kommen. Ideale werden über den Haufen geworfen und kein einzelner Charakter bleibt seiner Linie treu. Was ist verantwortbar um ein übergeordnetes Ziel zu erreichen?

„The Ides of March“ ist ein Schauspielerfilm. Neben Gosling und Clooney beeindrucken vor allem Philip Seymour Hoffman und Paul Giamatti, die auch die beeindruckendsten Szenen des Films prägen. Ansonsten merkt man dem Film an, dass er auf einem Theaterstück basiert. Er wirkt teils etwas statisch und zu formelhaft, doch gerade die unaufgeregte Art die Geschichte zu erzählen sehe ich durchaus als Pluspunkt. George Clooneys Film ist teils unerwartet bitteres Politkino, das man durchaus gesehen haben sollte: 8/10 Punkte.

Trick or Treat: Das Halloween Nasch-Stöckchen

Auch wenn Halloween dieses Jahr bei mir wohl nicht entsprechend zelebriert wird, werde ich das mir zugeworfene Nasch-Stöckchen des Intergalactic Ape-Man natürlich hingebungsvoll beantworten. Die Antworten des Initiators sind übrigens auch einen Blick wert…

  1. Trick or Treat?
    Da Halloween immer öfter von randalierenden Halbstarken missbraucht wird, oder Arschlochkinder ohne Kostüm versuchen Süßigkeiten abzugreifen, bleibt die voraussichtlich Tür zu.
  2. Popcorn: Salzig oder süß?
    Wenn schon Popcorn, dann süß. Bin aber kein großer Fan.
  3. Nachos oder Popcorn?
    Ganz klar Nachos. Aber nicht im Kino, denn da finde ich schon den Geruch meist penetrant und eklig.
  4. Chips oder Schokolade?
    Natürlich beides in Kombination. Ein wenig salzig, dann wieder süß, dann wieder salzig, dann wieder…
  5. Marke oder Discounter?
    Eine gesunde Mischung aus beidem. Viele Discounter-Leckereien sind wirklich schmackhaft, andere Sachen (insbesondere Chips) eher grenzwertig.
  6. Spontan oder Vorrat?
    Eher Vorrat, der dank wöchentlichem Familieneinkauf auch immer wieder recht zügig aufgefüllt wird. Mjam!
  7. Tanke oder Supermarkt?
    Nur Supermarkt. An der Tanke lasse ich schließlich schon genug Geld für teuren Sprit.
  8. Taschengeld oder Dispo?
    Süßigkeiten auf Dispo kaufen? So groß ist der Verbrauch dann auch wieder nicht.
  9. Light oder normal?
    Kommt darauf an. Zwar sind ein paar fettreduzierte Chipssorten ganz schmackhaft, aber so generell machen Light-Produkte bei Leckereien ja irgendwie nicht viel Sinn, oder?
  10. Schüssel oder Tüte?
    Ganz eindeutig Schüssel. Da ich zu 99% während des Konsums von Filmen oder Serien knabbere, würde mich das Geraschel der Tüten nur nerven.
  11. Ritual oder rein damit?
    Bei so manchen Naschereien gibt es durchaus ein gewisses Ritual, wobei der Begriff Ritual wahrscheinlich zu hoch gegriffen ist. So befreie ich nussige M&Ms schon ganz gerne vom Schokomantel, bevor ich die Nuss knacke usw.
  12. Zu welcher Gelegenheit naschst und knabberst du?
    Meistens zu Hause und noch häufiger vor dem Fernseher. Ganz das Klischee eben, wobei ich meist nur am Wochenende schwach werde. Ansonsten bei Feierlichkeiten jeglicher Art. Unter der Woche kann ich größtenteils ganz gut darauf verzichten.
  13. Dein ganz persönlicher Favorit?
    Generell muss es Schokolade sein. Mit Fruchtgummis o.ä. kann ich nicht wirklich viel anfangen. Schokolade auch gerne in Kombination mit Nuss und/oder Nougat (beides auch gerne alleine für sich). Marzipan mag ich besonders im Winterhalbjahr auch sehr gerne. Bei Chips brauche ich dagegen Abwechslung: mal klassisch salzig, dann wieder Sweet Chili, Nachos o.ä.

Wer will darf sich das Stöckchen gerne nehmen. Noch ist ja etwas Zeit bis Halloween… 🙂

Media Monday #69

Nachdem das Wochenende entgegen diverser Wettervorhersagen doch nicht spätsommerlich warm und sonnig war, geht es am heutigen Montag nass, neblig und kalt weiter. Glücklichwerweise kann man sich wenigstens auf die wöchentlichen Fragen des Medienjournals verlassen…

  1. Heinz Erhardt gefiel mir am besten in „Drei Mann in einem Boot“ – allerdings ist die Nennung des Titels eher exemplarisch, da es wohl der Film mit Heinz Erhardt ist, an den ich mich noch am besten erinnern kann.
  2. Terry Gilliam hat mit „Brazil“ seine beste Regiearbeit abgelegt, weil der Film es scheinbar mühelos schafft gleichzeitig eine urkomische Satire, ein beängstigendes Horrorszenario und ein imposanter Sci-Fi-Film zu sein.
  3. Kate Winslet gefiel mir am besten in „Titanic“ – ja, wirklich!
  4. Spaghetti Western mit Terence Hill und Bud Spencer unterhalten mich immer noch am besten.
  5. Welche Dekade oder welches Jahrzehnt filmischen Schaffens hat euch am meisten beeinflusst/geprägt?
    Wohl eindeutig die 1980er und 1990er Jahre. Die Jahrzehnte eben, deren Werke ihren Weg über unzählige TV-Ausstrahlungen (Jugendklassiker wie „The Goonies“) und später Videotheken („The Terminator“ und andere Actionklassiker) in mein filmisches Bewusstsein gefunden haben.
  6. Film und Theater sind sich in vielen Punkten ähnlich und doch grundverschieden. Wo liegen für euch die Vorzüge des einen wie des anderen Mediums?
    Theater ist mir leider oft zu statisch und gewollt anspruchsvoll. Dennoch habe ich auch schon ein paar famose Aufführungen (z.B. „Arsen und Spitzenhäubchen“ oder „Die 12 Geschworenen“) gesehen, die wiederum auch sehr gut als Film funktionieren. Eine gelungene Theateraufführung ist aufgrund der Live-Atmosphäre auf jeden Fall immer etwas Besonderes.
  7. Mein zuletzt gesehener Film ist „Hell“ und der war mitreißend, unterhaltsam und insgesamt eine positive Überraschung, weil er bewiesen hat, dass deutsche Genre-Filme durchaus funktionieren können.

Hell (2011)

Deutsche Genrefilme lassen sich – zumindest außerhalb des Amateurbereichs – an einer Hand abzählen. Sicher gibt es auch mal Thriller oder Gangsterfilme, doch tiefer wagt man sich selten in die unbekannten Gebiete abseits von Beziehungskomödie oder existenziellem Drama. Schon alleine deshalb sollte man sich Tim Fehlbaums „Hell“ anschauen. Postapokalyptische Horrorfilme aus Deutschland sieht man schließlich nicht alle Tage…

Der Film beginnt wie unzählige US-Filme dieser Art: Eine kleine Gruppe von Menschen schlägt sich nach einer mehr oder weniger definierten Katastrophe (hier eben verstärkte Sonneneinstrahlung) durch verlassene Gegenden und kämpft mit anderen Überlebenden um die knappen Ressourcen. Wer hier an „The Book of Eli“ oder den ungleich beeindruckenderen „The Road“ denken muss, liegt vollkommen richtig. Tim Fehlbaum setzt die postapokalyptische Ödnis visuell beeindruckend um. Oft ist man selbst als Zuschauer geblendet und kann sich somit gut in die Charaktere hineinversetzen. Ein toller Kniff, der auch intelligent genutzt wird.

Inhaltlich schlägt der Film leider keine neuen Wege ein. Die erste Stunde lebt vom alltäglichen Überlebenskampf, Misstrauen und einem spannungsgeladenen Angriff auf unsere kleine Gemeinschaft (u.a. Hannah Herzsprung und Stipe Erceg). Stark inszeniert, gut gespielt und teils äußerst spannend. Danach schlägt der Ton des Films um und wir befinden uns in einer Art Survival-Horror, der an „Texas Chainsaw Massacre“ oder „The Hills Have Eyes“ erinnert. Hier folgt der Film leider zu sehr den Genrekonventionen (inklusive typischer Schlachthausszene) ohne jedoch die Intensität seiner Vorbilder zu erreichen. Die letzte halbe Stunde birgt somit keinerlei Überraschungen, kann jedoch erneut mit ein paar imposanten Bildern aufwarten.

Ich war erstaunt, wie sehr „Hell“ nach Kino aussieht. Obwohl das Budget gering war, wirkt Fehlbaums Film wertiger, als die meisten anderen deutschen Kinofilme, die oft zu sehr nach Fernsehproduktion aussehen. Man merkt es an allen Ecken, dass Fehlbaum seine Hausaufgaben gemacht hat: Licht, Kamera, Schnitt und Farbkorrektur lassen schnell vergessen, dass man hier nur einen kleinen deutschen Film vor sich hat. Wirklich beeindruckend. Einen Kritikpunkt habe ich übrigens noch: Die Hinterwäldler hätten wenigstens einen leicht bayerischen Dialekt sprechen können. Die Rednecks in den US-Filmen nuscheln schließlich auch immer in tiefstem Südstaaten-Slang.

Auch wenn „Hell“ nicht perfekt ist, so hat er mich doch über knapp 90 Minuten wirklich gut unterhalten. Er schlägt meiner Meinung nach selbst große Genrekollegen, wie „The Book of Eli“, da er sich auf das Wesentliche konzentriert und auf pseudo-episches Brimborium verzichtet. Nicht der ganz große Wurf, aber eine große Hoffnung für das deutsche Kino. Ich freue mich bereits auf Tim Fehlbaums nächsten Film: 7/10 Punkte.

Bones – Season 5

Da ich zurzeit abends regelmäßig am Sofa wegnicke hat sich „Bones – Season 5“ als Backup-Serie bewährt, sprich man kann gut und gerne ein paar Minuten verpassen und findet dennoch wieder schnell in die Handlung zurück. Auch mehrere Sichtungsanläufe schaden den einzelnen Episoden aufgrund des strikten Fall-der-Woche-Prinzips kaum, was bei Serien mit fortlaufender Handlung wieder ganz anders aussehen würde…

Trotz des der Serie nicht gerade schmeichelnden Intros, habe ich auch die fünfte Staffel der erfolgreichen Krimiserie nicht nur als Lückenfüller wahrgenommen. Glücklicherweise haben die Autoren das aufgesetzt wirkende dramatische Ereignis zum Ende der vierten Staffel wieder recht schnell fallen gelassen und exakt dort weitergemacht, wo man die Serie zuvor verlassen hatte. Überhaupt wirkt diese gesamte Staffel so, als wäre sie nur eine Erweiterung der vorangegangenen: So gibt es z.B. keine personellen Veränderungen und auch auf der Beziehungsebene gibt es (zumindest zu Beginn) kaum Neuigkeiten. Ein wenig Gplänkel hier, ein wenig Geplänkel da und natürlich der stets präsente Fall-der-Woche.

Die einzelnen Fälle sind allesamt gewohnt unterhaltsam, doch es gibt auch ein paar Highlights. So mochte ich erneut die Stephen Fry-Episode recht gerne sowie die Auftritte von Booths Großvater und Bones Schwester, die – wie könnte es auch anders sein? – von Zooey Deschanel (u.a. „New Girl“) gespielt wird. Ansonsten fand ich noch die Episode „The Death of the Queen Bee“ äußerst unterhaltsam, in der quasi ein Slasher-Film nachgestellt wird. Inklusive High School-Setting und Robert Englund (Freddy Krueger, „A Nightmare on Elm Street“) als kauzigen und natürlich verdächtigen Hausmeister. Die Rückblende zum ersten gemeinsamen Fall von Bones und Booth war dagegen eher langweilig und ein wenig ärgerlich, da man hier nur wieder tief in die Klischeekiste gegriffen hat.

Insgesamt fand ich die Staffel (auch aufgrund des gelungeneren, wenn auch nicht wirklich guten Finales) etwas stärker als die vorangegangene. Weiterhin wirklich nette Krimiunterhaltung für den stets viel zu kurzen Feierabend. Ich bin mir sicher, dass die Serie bei mir auch weiterhin im – nicht zu unterschätzenden – Nebenprogramm überleben wird: 7/10 (7.1) Punkte.

Media Monday #68

Nach dem viel zu kurzen Wochenende, warten auch schon wieder die aktuellen Fragen des Medienjournals auf ihre Beantwortung. Dieses Mal setzt Wulf wieder verstärkt auf unseren Einsatz und wir wollen ihn einmal nicht enttäuschen…

  1. Bei der Schauspieler-Frage hat mir bis dato Nathan Fillion gefehlt, weil er nicht nur einer der sympathischsten, sondern auch einer der bedeutendsten (you heard me!) Schauspieler seiner Generation ist sein sollte.
  2. Bei der RegisseurInnen-Frage hat mir bis dato Joss Whedon gefehlt, weil er nicht nur Nathan Fillion groß rausgebracht hat, sondern weil er auch der größte Geschichtenerzähler unter den Nerds ist.
  3. Bei der Schauspielerinnen-Frage hat mir bis dato Keri Russell gefehlt, weil ich sie bereits seit „Felicity“ sehr gerne sehe und sie in „Waitress“ (übrigens auch mit Nathan Fillion) gezeigt hat, dass sie auch wirklich spielen kann.
  4. Es gibt ja zahllose Film-Communities und Foren. Nutzt ihr diese und wenn ja, welche und warum?
    Meine bevorzugte Film-Community sind wohl die Blogs in meiner Blogroll. Ansonsten nutze ich das Forum von Cinefacts.de – und das schon seit immerhin 10 Jahren, als die Seite noch unter DVD-Inside bekannt war.
  5. Mein nächster Kinobesuch steht definitiv an für „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“.
  6. Wenn du jemandem, den du nicht kennst (und somit auch nicht seinen Geschmack), drei Filme empfehlen sollst, für welche würdest du dich entscheiden?
    Ich würde vermutlich erst einmal gar keine Filme empfehlen, sondern direkt nachfragen, was sie oder er denn gerne für Filme sieht. Auf dieser Grundlage lassen sich dann vermutlich ein paar sinnvolle Empfehlungen abseits der sowieso bereits bekannten Werke aussprechen.
  7. Mein zuletzt gesehener Film ist „The Avengers“ und der war allerbestes Popcornkino, weil Joss Whedon die bekannten Charaktere mit der nötigen Gruppendynamik versehen hat und er inszenatorisch auf den Putz hauen durfte.

The Avengers (2012)

Eigentlich hatte ich geplant Joss Whedons „The Avengers“ direkt nach meiner Sichtung der Prequel-Filme im Juni diesen Jahres zu sehen, doch habe ich es – wie so oft – nicht ins Kino geschafft, weshalb ich auf die Heimkinoauswertung warten musste. Heute jedoch war es endlich soweit und ich habe mir das nicht nur lang erwartete, sondern auch noch ungemein erfolgreiche Treffen der Marvel-Superhelden angesehen. Ob es – speziell für mich als Joss Whedon-Anhänger – den hohen Erwartungen gerecht werden konnte?

Ohne langes Herumreden bzw. -schreiben: Der Film macht viel Spaß, Joss Whedon hat alles richtig gemacht und doch ist „The Avengers“ in meinen Augen nicht der Überflieger, als der er gerne gesehen wird. Eben eine kunterbunte Comic-Verfilmung, die sich – Whedon sei Dank – weder ernst nimmt, noch ihre Wurzeln verleugnet oder versucht mehr zu sein als sie ist. Die große Stärke des Films ist wohl vor allem, wie ausgewogen die einzelnen Charaktere präsentiert werden. Man merkt, dass Whedon bisher stets mit Ensembles gearbeitet hat. Ob „Buffy: The Vampire Slayer“, „Angel“ oder „Firefly“ bzw. „Serenity“ – bei all seinen bisherigen Werken stand stets das Team im Vordergrund und diese Erfahrung zahlte sich bei seinem großen Durchbruch in Hollywood aus. Es wurde aber auch Zeit!

Inszenatorisch leistet sich Whedon keine Schwächen und zeigt uns Action, wie man sie gerne sieht: laut, bunt und bombastich, doch stets übersichtlich für den Zuschauer gefilmt. Zudem wird sie häufig von kleinen Charaktermomenten unterbrochen und ist mit Humor durchsetzt. In den ruhigeren Szenen wird die Geschichte vorangetrieben, die weder sonderlich innovativ ist, noch mit Überraschungen aufwartet. Superheldengedöns eben, das von seinen Charakteren und deren Dialogen lebt. In diesen findet man auch Whedons Vorliebe für popkulturelle Anspielungen und schnellen Wortwitz wieder.

Nachdem die erste Phase des Marvel Cinematic Universe nun abgeschlossen ist, ziehe ich ein kurzes Resümee der bisherigen Filme. Tatsächlich ist der erste Ensemble-Film in meinen Augen der gelungenste. Man merkt allerdings in nahezu jeder Einstellung, dass er stilistisch auf die Prequels aufbaut, was aber nicht schlecht ist, da sich so ein rundes Gesamtbild ergibt. Hier nun meine vorläufige Rangliste der Filme der ersten Phase:

1. „The Avengers“
2. „Iron Man“
3. „Thor“
4. „Captain America: The First Avenger“
5. „Iron Man 2“
6. „Der unglaubliche Hulk“

Als langjähriger Fan Joss Whedons freut es mich besonders, dass ihm endlich der große Durchbruch gelungen ist. Zwar merkt man „The Avengers“ an, dass der Film in einem bereits sehr vorgegebenen Rahmen entstanden ist, doch konnte Whedon ihm auf jeden Fall seinen Stempfel aufdrücken – inklusive des bei ihm üblichen Dahinscheidens eines nicht unwichtigen Charakters. Für mich ist der Film keine Offenbarung, doch hat er mir enorm viel Spaß gemacht. Zudem frage ich mich seit der Sichtung die ganze Zeit: Wie würde wohl ein „Serenity“-Sequel mit diesem Budget aussehen? Ich hoffe nur Whedon hat in Zukunft auch wieder Zeit und die nötigen Mittel eigene Stoffe zu entwickeln. Bis dahin freue ich mich jedoch auf „The Avengers 2“ und die „S.H.I.E.L.D“-TV-Serie: 8/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (222)

Nach einer langwierigen Erkältung habe ich mich heute nach zweieinhalb Wochen Pause trotz leichtem Schnupfen endlich wieder zu einem Lauf aufraffen können. Es wurde auch höchste Zeite, denn lange Arbeitstage und wenig Bewegung zollen so langsam ihren Tribut. Außerdem wollen die letzten sonnigen Tage ja schließlich genutzt werden!

Distance: 6.85 km
Duration: 00:43:23
Avg Speed: 9.48 km/h
Avg Pace: 6:19 min/km
Energy: 565 kcal

Ich habe es heute bewusst langsam angehen lassen und bin ohne Druck gelaufen, da ich noch nicht wieder vollständig hergestellt bin. Die Zeit ist demnach okay, mehr aber auch nicht. Ein wenig kaputt fühle ich mich nun trotzdem, doch ich denke das ist noch völlig im grünen Bereich. Mal sehen, ob ich es nächste Woche einmal wieder nach der Arbeit raus auf die Strecke schaffe…

Im Ohr: Der Game One-Plauschangriff: Remedy Entertainment