Gesucht: Gutes Navigationssystem

Da sich mein Orientierungssinn bei Autofahrten durch unbekanntes (und manchmal auch bekanntes) Terrain oft nicht wirklich zielführend verhält, möchte ich mir dieses Jahr zu Weihnachten ein Navigationssystem schenken lassen.

Nach einigen Stunden der Recherche habe ich mich auch schon auf vier Systeme eingeschossen, doch leider bin ich nun in einer Sackgasse angekommen und hoffe deshalb auf euch: Kennt ihr vielleicht eines der Systeme und könnte mir Tipps bezüglich meiner Wahl geben? Vielleicht wisst ihr auch ein ganz anderes System?

Hier meine aktuellen Favoriten:

Die Preispanne sollte so ca. zwischen 150 bis maximal 250 € liegen. Multimediafunktionen benötige ich nicht. TCM und Fahrspurassistent sollte das Gerät besitzen und Reality View wäre eine nette Zugabe. Ansonsten sollten Karten für Europa vorhanden sein und ein 4,3 Zoll Bildschirm wäre besser als einer mit 3,5 Zoll. Ich bin für jeden Hinweis dankbar!

Edit: Auch wenn dieser Beitrag auf weniger aktives Feedback gestoßen ist als ich gehofft hatte, konnte ich mich dennoch für ein System entscheiden: Es ist das Becker Traffic Assist Z201 geworden – vielleicht interessiert es ja irgendjemanden… 😉

True Blood – Season 1

Einer der wohl aufregendsten Serienstarts des aktuellen Jahres war ohne Zweifel Alan Balls „True Blood – Season 1“ nach den „The Southern Vampire Mysteries“-Romanen von Charlaine Harris. Auch ich wurde schon nach wenigen Folgen von der spannenden Geschichte rund um die telepathisch veranglagte Kellnerin Sookie Stackhouse mitgerissen.

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In der Serie ist „True Blood“ der Name eines Getränks. Künstlich hergestelltes Blut. Vampire. Schon allein diese Prämisse hat mich zum Reinschauen verlockt. Vampire sind schließlich stets gerne gesehene Gäste auf meinem Bildschirm. Hinzu kommt das mehr als außergewöhnliche Setting der sonnendurchfluteten Südstaaten. Nicht wirklich der Ort, an dem man mit den lichtscheuen Blutsaugern rechnen würde. Doch gerade das macht die Serie so ungewöhnlich.

Man könnte sagen „True Blood“ wählt einen realistischeren Ansatz mit dem Thema Vampirismus umzugehen, als z.B. „Buffy: The Vampire Slayer“ – doch wenn es hart auf hart kommt, dann scheinen auch die Südstaatenvampire einem Comic entsprungen zu sein. Wie man es von HBO gewohnt ist, geht die Serie mit ihren Figuren auch nicht zimperlich in Bezug Sex und/oder Gewalt um. Blut fließt hier oft literweise und Sex ist sowieso stets das Thema Nummer 1.

In Bezug auf die episodenübergreifende Handlung ist die erste Staffel einigermaßen abgeschlossen. Ein Killer wird gefasst und dutzende einige neue Handlungsfetzen werden dem Zuschauer vor die Füße geworfen. Am Ende noch ein mehr oder weniger spannender Cliffhanger und die Vorfreude auf Season 2 ist entfacht. Glücklicherweise lebt die Serie weniger von den Handlungselementen, als von den Figuren und ihren Beziehungen zueinander. Beides zusammen funktioniert tadellos und weckt positive Erinnerungen an andere charakterlastige Serien.

Mir hat die erste Staffel von „True Blood“ unglaublich viel Spaß bereitet. Zwar gibt es durchaus noch Verbesserungspotential (besonders in Bezug auf eine mitreißendere Rahmenhandlung), doch steht Alan Balls jüngster Streich für mich jetzt schon als bester Serienstart der aktuellen TV-Season fest: 9/10 Punkte.

Sam Merlotte: ‚You know what I wish would come to town? Buffy or Blade or one of those badass vampire killers to come get Bill Compton.‘

The Good German

Bei manchen Filmen weiß man nicht so genau, was man erwarten kann. So hätte Steven Soderberghs „The Good German“ ein voller Erfolg oder ein kompletter Reinfall werden können – die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen.

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Zunächst einmal muss man natürlich auf den audiovisuellen Stil eingehen, prägt dieser den Film doch maßgeblich. Soderbergh hat es geschafft einen Film zu drehen, der aussieht als würde er direkt aus den 1940er Jahren stammen. Würden nicht aktuelle Schauspieler – wie George Clooney oder Cate Blanchett – die Straßen des zerstörten Berlin durchstreifen, könnte man tatsächlich meinen einen Film aus längst vergangenen Tagen zu sehen. Inklusive unruhigem Bildstand und herrlich altmodischem Score.

So beeindruckend und atmosphärisch die audiovisuelle Komponente auch ist, so enttäuschend ist leider die Handlung. Zu undramatisch um als Drama durchzugehen, zu wenig Spannung um als Thriller zu funktionieren. Weder Fisch noch Fleisch. Über weite Strecken plätschert die Geschichte vor sich hin, ohne auch nur annähernd mitzureißen. Ansätze sind zwar durchaus vorhanden, doch letztendlich versagt das Drehbuch über weite Strecken. Wirklich schade.

Vielleicht hätte Soderbergh versuchen sollen eine originellere Geschichte zu erzählen. Die Inszenierung geht für mich völlig in Ordnung, doch inhaltlich hätte es einfach mehr benötigt als die Vorbilder zu kopieren – besonders wenn so penetrant „Casablanca“ gerufen wird, wie in den letzten Szenen. Letztendlich bleibt ein formal gelungener Film mit einem fantastischen Score und einer leider ziemlich langweiligen Geschichte: 6/10 Punkte.

Das Ding aus einer anderen Welt – OT: The Thing (1982)

Welchen Film schaut man sich am besten an einem eingeschneiten Sonntagnachmittag an? Da gibt es zwar einige Alternativen, doch John Carpenters „Das Ding aus einer anderen Welt“ sollte ganz oben auf der Liste stehen. Die winterliche Umgebung kann somit die dichte Atmosphäre des Films noch zusätzlich unterstreichen.

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Für mich war die heutige Sichtung eine Premiere. Endlich konnte ich wieder einmal eine filmische Bildungslücke schließen, wofür ich weder Kosten noch Mühen gescheut habe. Leider wird einem der Zugang zu Carpenters Remake des 50er Jahre Klassikers durch die wunderbaren Jugenschutzmaßnahmen des Deutschen Staates seit jeher erschwert. Doch das ist ein anderes Thema. Zum Glück wirkt der Film auch heute – nach immerhin 26 Jahren – noch ziemlich frisch.

Die Geschichte ist mir nicht ganz unbekannt, bin ich doch bestens vertraut mit einem weiteren Remake des Stoffes: Der „Akte X“-Episode „Eis“, welche die nahezu identische Prämisse aufgreift und in die Serienhandlung einfügt. In Bezug auf die Atmosphäre des Films hatte ich somit ein kleines Déjà-vu, was durchaus als Kompliment (für beide Interpretationen) zu verstehen ist. Carpenters „The Thing“ lebt von dieser Atmosphäre. Würde sich die Geschichte nicht an diesem verlassenen Außenposten im ewigen Eis zutragen, würde der Film nicht funktionieren. Selten konnte sich der Handlungsort so sehr in den Vordergrund spielen, wie in diesem Film.

Neben der Umgebung kann vor allem die paranoiagetränkte Atmosphäre überzeugen. Diese Handlungselemente wurden formidabel in die Geschichte eigebettet und ich hätte mir fast noch einen stärkeren Fokus auf sie gewünscht. Nicht dass ich keinen Gefallen an den wunderbar altmodischen (im absolut positiven Sinne) Effekten gefunden hätte, doch glaube ich dass eine ausgewogenere Gewichtung dem Film zugute gekommen wäre. Besonders das Finale wirkte wie der typische Endkampf mit einem – wie sollte es anders sein – Riesenmonster.

Nach der heutigen Sichtung bin ich wahrlich beeindruckt von der dichten Atmosphäre des Films, welche zu großen Teilen wohl auch Ennio Morricones wunderbarem Score zu verdanken ist. Dennoch schafft es „Das Ding aus einer anderen Welt“ nicht meinen Lieblingsgenrefilmen (z.B. „ALIEN“) das Wasser zu reichen. Vermutlich hätte ich dazu bereits mit dem Film aufwachsen müssen. Alles in allem ein wirklich gelungener Sci-Fi-Schocker, der zurecht zum Pflichprogramm für Genrefans gezählt wird: 8/10 Punkte.

Cypher

Gestern Abend habe ich nach langem Überlegen einmal wieder einen Film aus der Anfangszeit meiner DVD-Sammlung angesehen. Vincenzo Natalis „Cypher“ ist ein eher unbekannter Sci-Fi-Thriller, der Vergleiche zu Genrehits wie „Equilibrium“ jedoch nicht zu scheuen braucht.

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Beeindruckend ist vor allem die erste Stunde des Films. Eine sehr ruhige, ausdrucksstarke Inszenierung wird mit einer Handlung gepaart, die Philip K. Dicks Kurzgeschichten entsprungen scheint. Düster und faszinierend. Die dabei vorherrschende Kälte und Distanz findet ihren Ausdruck in faszinierenden Bildern. Bis hier wirklich großes Kino.

In der letzten halben Stunde kippt der Film leider etwas und Actionsequenzen halten Einzug in die zuvor so faszinierende Zukunftswelt. Plötzlich verliert die Inszenierung an Ausdruckskraft und obwohl die finale Wendung wirklich zu überraschen vermag – selbst bei der zweiten Sichtung – kann sie emotional nicht überzeugen. Die letzten Minuten wirken dann nur noch aufgesetzt und beinahe schon lächerlich. Schade.

Über weite Strecken ist „Cypher“ ein wahres Genrejuwel, welches ein größeres Publikum verdient gehabt hätte. Die gegen Ende zu konstruiert wirkende Geschichte und mangelndes Feingefühl bei der Inszenierung hinterlassen beim Film des „Cube“-Regisseurs leider einen schalen Beigeschmack. Dennoch wirklich sehenswert: 7/10 Punkte. Kennt jemand eigentlich Natalis „Nothing“ und kann eine kurze Einschätzung abgeben?

Burn After Reading (2008)

Gestern relativ spontan im Fremdsprachenkino gewesen und „Burn After Reading“ gesehen. Schlappgelacht. Zuvor wusste ich von dem Film nur, dass es das jüngste Werk der Coens ist und dass es sich wohl um eine schwarze Komödie handelt. Man muss eben doch nicht immer perfekt informiert sein, um großartig unterhalten zu werden.

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Die Geschichte um einen gefeuerten CIA-Agenten (John Malkovich), dessen Memoiren Washington, D.C. auf den Kopf stellen, ist zu komplex, um sie hier auch nur annähernd wiederzugeben. Möchte ich auch gar nicht, denn wie hier unterschiedliche Handlungsfäden zusammenlaufen und wie sich die Geschichte entwickelt macht einen großen Teil des Unterhaltsungswertes des Films aus. Vom Aufbau her erinnert die Geschichte etwas an die früheren Coen-Werke, wie „Fargo“ oder „The Big Lebowsky“ – was als absolutes Kompliment zu verstehen ist.

Besonders großartig ist die Besetzung gelungen. Ob Brad Pitt als Fitnessjunkie, ein sexsüchtiger George Clooney, ein manischer John Malkovich oder Francis McDormand, die sich nach der großen Liebe (und unzähligen Schönheitsoperationen) sehnt – das zündet! Da sitzt jede Dialogzeile, das Timing ist perfekt und die 90 Minuten vergehen wahrlich wie im Flug. Der Humor ist dabei oft wirklich tiefschwarz, aber nur selten subtil – und spätestens wenn George Clooneys Charakter sein Heimwerkerprojekt enthüllt, bleibt wirklich kein Auge trocken.

Mit „Burn After Reading“ ist den Coens eine fabelhafte Komödie gelungen, die mich wohl öfter laut lachen ließ, als die letzten alle anderen Komödien des letzten Jahres zusammen. Ein kleiner, feiner Film. Absolut stimmig und mit prefektem comic timing inszeniert: 9/10 Punkte. In diesem Sinne: What a clusterfuck!

Doomsday (2008)

Bereits bei der Kinoauswertung hatte ich mich für Neil Marshalls Endzeitschocker „Doomsday“ interessiert, doch da die deutsche Kinofassung – wie so oft in letzter Zeit – geschnitten war wollte ich auf die DVD warten. Da diese nun auch nur verstümmelt auf den Markt geschmissen wurde, bin ich letztendlich auf die australische Fassung ausgewichen.

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Neben der Tatsache, dass „Doomsday“ der neue Film von Neil Marshall – Regisseur des äußerst gelungenen „The Descent“ – ist, hat mich besonders die Endzeitatmosphäre gereizt. Bereits beim Trailer wurden äußerst angenehme Erinnerungen an „Mad Max“ und „Escape from New York“ wach. Umso gespannter war ich, womit Marshall nun den bunten Mix noch aufgepeppt hat.

Der Einstieg ist sehr stimmungsvoll inszeniert und erinnert an aktuelle Kracher wie „28 Days Later“ – selbst Versatzstücke von „ALIENS“ ließen sich finden. Versatzstück beschreibt den Film sowieso ganz gut. Nach der atmosphärisch dichten Einführung von Ausgangssituation und Charakteren wird in ein „Mad Max“ ähnliches Szenario gewechselt, das lauter und bunter kaum sein könnte. Danach geht es sofort weiter in eine Mittelalterwelt, nur um am Ende „Mad Max 2: The Road Warrior“ zu huldigen. Dazwischen gibt es einige Abstecher in eine Verschwörungsgeschichte, die nicht unbedingt nötig gewesen wäre.

Betrachtet man den Film als Hommage an das 70er/80er Jahre Actionkino, wird man seine Freude haben. Es gibt viel Gewalt, viel Action und nur wenig Handlung. Die Atmosphäre ist meist äußerst gelungen und ab und zu schleicht sich sogar ein selbstironischer Witz in die Dialogzeilen. Alles in allem war es das auch. Eine nette Hommage, die sich jedoch nie zur Eigenständigkeit aufschwingen kann.

Ob ich nun enttäuscht bin? Vielleicht etwas. Nach „The Descent“ hätte ich wohl mehr von Neil Marshall erwartet. Doch Spaß macht auch „Doomsday“ auf jeden Fall, man wird in einigen Jahren jedoch kaum mehr von dem Film sprechen – denn wer braucht schon eine Ansammlung von Versatzstücken, wenn die Originale nicht weniger bieten? Für Fans des Genres aber durchaus sehenswert: 7/10 Punkte.

Die Legende von Beowulf – Director’s Cut

Als ich von Robert Zemeckis Verfilmung von „Die Legende von Beowulf“ hörte, war ich einerseits angetan und andererseits abgeschreckt. Nach „Der Polarexpress“ also erneut ein Film, der komplett auf die Performance-Capture-Technik setzt. Dennoch hatte ich mir vorgenommen den Film im Kino (IMAX 3D) zu sehen, was mir leider durch akuten Zeitmangel jedoch nicht gelang.

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Nun habe ich nach langem Zögern doch noch zur DVD gegriffen, die – nach dem Wegfallen des 3D-Erlebnisses – wenigstens den Director’s Cut enthält. Von der Handlung her hatte mich der Film noch nie so richtig interessiert und nach dem eher flachen „Der Polarexpress“ hatte ich in dieser Hinsicht auch nicht sonderlich viel erwartet. Umso überraschter war ich folglich, dass es neben den auf 3D getrimmten Actionsequenzen auch einige ruhige Szenen gab und der Geschichte doch eine tragische Düsternis innewohnte. Insofern konnte mich der Film inhaltlich schon einmal überzeugen.

Die technische Seite ist natürlich wieder ein ganz anderes Kapitel. Seit der 2004er Weihnachtsgeschichte hat sich die Technik noch einmal extrem weiterentwickelt. In manchen Szenen kann man wirklich nicht mehr sagen, ob man eine Animation oder reale Aufnahmen vor sich hat. Unglaublich beeindruckend. Dennoch ist die Gradwanderung zwischen Realismus und Animation immer noch nicht wirklich so perfekt, als dass man von ihr nicht abgelenkt würde. Besonders Handbewegungen und die Ganzkörperanimation in den Totalen wecken Erinnerungen an die Cartooncharaktere aus „Shrek“ und nehmen demnach einen großen Teil der wirklich gelungenen Atmosphäre.

Doch trotz technischer Mängel ist der Film weit mehr als eine beeindruckende Technikdemo: Die Figuren besitzen wirklich Leben und besonders die Actionszenen sind unglaublich beeindruckend! Der erste Angriff von Grendel muss in der IMAX 3D-Version wirklich atemberaubend gewesen sein. Man sieht hier auf jeden Fall gut, in welche Richtung sich das digitale Kino mit großen Schritten bewegt. Faszinierend und erschreckend zugleich.

Ich kann den Film jedem Technikfreak, der etwas für blutrünstiges Fantasykino übrig hat nur empfehlen. Man darf kein Meisterwerk erwarten, doch der Film ist weit besser als sein Ruf: 7/10 Punkte.

Angel – Season 1

Nach dem Staffelfinale von „Buffy: The Vampire Slayer“ war die Sichtung des Spin-offs „Angel – Season 1“ nur die logische Konsequenz. Im Nachhinein würde ich mir zwar wünschen bereits parallel zur Handlung der Urpsrungsserie in das Spin-off eingestiegen zu sein, doch auch die retrospektive Betrachtung der Zeitachse birgt so manche Überraschung.

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In den ersten Folgen hatte ich wirklich zu kämpfen. Man spürt zwar, dass man sich im Buffyverse befindet – doch alles ist anders. Von den emotionalen und und äußerst spritzigen Szenen, denen man noch in Sunnydale beiwohnen durfte ist erst einmal nichts zu spüren. Angel ist wie immer eher verschlossen und auch Cordelia scheint nur noch ein Schatten ihrer selbst zu sein. Neuzugang Doyle bleibt vorerst auch etwas unnahbar und ich hatte das Gefühl eine schwache Kreuzung aus Xander und Spike vor mir zu haben. Hinzu kommt die streng episodenhaft gegliederte Handlung und Szenenübergänge, die mich eher an „CSI“ und Konsorten denken lassen, als an eine im Buffyverse verankerte Serie.

Doch schon bald gewinnen die Dialoge an Witz und die Geschichten werden interessanter. Wolfram & Heart kritsallisieren sich als mächtiger Gegenspieler heraus und sorgen sowohl für Spannung als auch absurde Komik. Doyle ist mir auch wirklich ans Herz gewachsen und gerade in dem Moment, als der Charakter ausreichend eingeführt war passiert das, mit dem man in einer Joss Whedon-Serie natürlich rechnen muss. Ich fand den gewaltsamen Ausstieg sehr schade, doch das Auftauchen von Wesley hat die Trauer (wohl auch bei den Charakteren) schnell verfliegen lassen. Ein echter Zugewinn für die Serie!

Insgesamt finde ich „Angel“ immer noch etwas holprig. Highlights waren natürlich die Crossover-Episoden mit „Buffy: The Vampire Slayer“ – überhaupt ist der Zusammenhang beider Serien sehr stark, was mir wirklich gut gefällt. Neben typische Monster-of-the-Week-Folgen ist ein episodenübergreifender Handlungsbogen noch nicht wirklich auszumachen. Da ist auf jeden Fall Entwicklungspotential vorhanden. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Allen Freunden von „Buffy: The Vampire Slayer“ kann ich einen Blick auf „Angel“ auch nur ans Herz legen. Inzwischen sind mir die Figuren (wieder) richtig ans Herz gewachsen und mit etwas mehr Feinschliff kann da noch richtig etwas draus werden: 7/10 Punkte.

Buffy: The Vampire Slayer – Season 8: The Long Way Home

buffy_tlwhNach dem Serienfinale von „Buffy: The Vampire Slayer“ habe ich mich sehr auf die offizielle Fortführung der Geschichte in Comicform gefreut. Mit „Buffy: The Vampire Slayer – Season 8: The Long Way Home“ habe ich nun den ersten Sammelband gelesen und ich bin begeistert. Im Gegensatz zur inoffiziellen serienbegleitenden Omnibus-Reihe ist sowohl in der Handlung, als auch in den Zeichnungen ein deutlicher Qualitätsschub zu verzeichnen. Joss Whedons direktem Mitwirken sei Dank!

Zunächst scheint es ungewohnt Buffy und Co. außerhalb von Sunnydale zu erleben – doch wie sollte es auch anders sein? Schon bald hatte ich mich an die neue Situation gewöhnt und bin erneut in das Buffyverse eingetaucht. Die Geschichte is spannend, voll Witz und Action sowie etlichen Cliffhangern. Das Medium Comic wird wirklich exzellent genutzt. Ich kann kaum noch erwarten, wie sich die Geschichte nun weiterentwickelt. Wie bereits in der Serie gab es einige Andeutungen und Vermutungen wurden in den Raum geworfen. Doch wenn es dann soweit ist, wird mich der Einfallsreichtum Joss Whedons garantiert aufs Neue überraschen.

Der erste Sammelband zur 8. Staffel enthält neben der viergeteilten Hauptgeschichte „The Long Way Home“ eine Einzelepisode mit dem Titel „The Chain“, die das Leben einer Buffy-Doppelgängerin beleuchtet. Sehr interessant und man bekommt einen guten Einblick in die neue Weltordnung nach den Ereignissen aus Season 7.

Ich kann jedem Freund des Buffyverse nur dringend einen Blick in die Fortsetzung ans Herz legen. Wer hätte gedacht, dass neben DVDs nun auch Comics zu einer Geldvernichtungsmaschine werden? Highly recommended: 9/10 Punkte.