Big – Extended Cut (1988)

Heute ist es mir wieder einmal nicht leicht gefallen, mich für einen Film zu entscheiden. Wie so oft in diesem Fall, habe ich mit „Big“ zu einem persönlichen Klassiker gegriffen, den ich damit zum ersten Mal in der erweiterten Fassung gesehen habe. Ob er heute noch genauso gut funktioniert, wie in meiner Kindheit, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung…

Big - Extended Cut (1988) | © Twentieth Century Fox

Big – Extended Cut (1988) | © Twentieth Century Fox

Eine der nostalgischsten Komödien der 80er Jahre

„Big“ gehört zu den Filmen, die mich durch meine gesamte Kindheit begleitet haben. Es gibt zwischen zehn und zwanzig Filme, die habe ich immer und immer wieder gesehen. Bei jeder TV-Ausstrahlung. Ohne Pause und Ermüdungserscheinungen. Inzwischen lag die letzte Sichtung jedoch bestimmt zwanzig Jahre zurück. Die Blu-ray stand auch schon seit Jahren im Regal und so richtig rangetraut hatte ich mich nicht. Heute jedoch war es soweit und da auch der 25 Minuten längere Extended Cut enthalten war, habe ich mich sogleich für diesen entschieden und den Film somit auch zum ersten Mal im Originalton gesehen. Was hat sich im Vergleich zu damals geändert?

Tatsächlich konnte ich mich noch an viele Szenen erinnern. Besonders die Atmosphäre war mir noch im Gedächtnis. Auch wenn ich inzwischen älter bin als Josh Baskins erwachsenes Ich, konnte ich mich weiterhin ohne Probleme mit ihm identifizieren. Zum ersten Mal ist mir jedoch aufgefallen, wie unglaublich gut Tom Hanks den 13-jährigen im Körper eines Erwachsenen spielt. Früher war es für mich ganz logisch, dass man als Kind eben so rennt, isst und spielt. Heute jedoch muss ich diese großartige schauspielerische Leistung anerkennen. Wirklich fantastisch und ein frühes Zeichen dessen, was in den nächsten Jahren noch so von Tom Hanks zu erwarten sein sollte.

Zoltar says: „Make your wish.“

Die Prämisse des Films ist wunderbar einfach und wurde in Hollywood bereits häufiger umgesetzt (siehe z.B. „30 über Nacht“). Kein Film jedoch bringt die Tragik und Komik, die hinter dem plötzlichen Erwachsenwerden steckt, so wunderbar auf den Punkt wie „Big“. Es ist ein genialer Kniff, Josh in einem Spielzeugunternehmen arbeiten zu lassen, was zu einigen großartigen Szenen führt. Weiterhin ist die Geschichte von Regisseurin Penny Marshall wunderbar unschuldig inszeniert, ohne jedoch in irgendeiner Form verklemmt zu wirken. Selbst den am schwierigsten zu transportierenden Plot Point – die Entführung als vorgeschobene Erklärung für das Verschwinden des Sohnes – kauft man dem Film an dieser Stelle einfach ab.

Noch ein paar Sätze zur erweiterten Fassung: Ich hätte nicht beschwören können, welche Szenen wirklich neu waren. Nach dem Lesen des Schnittberichts kann ich dies nun besser einordnen, jedoch hätte ich keine Sequenz missen wollen, selbst wenn der Film mit einer Laufzeit von 130 Minuten für eine Komödie nun ziemlich lang ist.

Fazit

Ich habe mich heute genauso gut unterhalten gefühlt, wie damals vor gut 25 Jahren. Der Film beschwört das Gefühl meiner eigenen Kindheit in den 80er Jahren herauf, in der ich mir auch manchmal gewünscht hatte, bereits älter zu sein. Heute jedoch kann ich Josh gut verstehen, wenn er zurück will und die Zeit des Heranwachsens nicht missen möchte. Ein wundervoller Film voller Magie und Nostalgie: 10/10 Punkte.

Prädikat: Lieblingsfilm

17 Gedanken zu “Big – Extended Cut (1988)

    • Die neuen Szenen ergänzen den Film wunderbar organisch. Sicher nicht zwingend notwendig, doch geben sie den Charakteren noch zusätzlich Tiefe und ein paar tolle Momente. Kann ich Fans des Films nur empfehlen.

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  1. Habe den Film auch ewig nicht gesehen, und habe noch nicht mal die DVD oder BD. Schande über mich >.<
    Aber klingt gut, dass er bei dir auch nach 20 Jahren nichts verloren hat.
    Dann bin ich auch mal gespannt auf die erweiterte Fassung.

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    • Ich versuche ja tatsächlich meine persönlichen Filmklassiker nach und nach in die Sammlung zu integrieren, selbst wenn ich die Filme nicht sofort schaue. Bin selbst immer wieder überrascht, wie gut sich die Klassiker halten. Kann dir also nur empfehlen, bald selbst einmal reinzuschauen… 🙂

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      • Ich stelle eben erstaunt fest: die DVD von Big steht in meinem Regal mit den ungesehenen DVDs.. 😂
        Hab ich, glaube ich, im Herbst auf nem Flohmarkt gekauft… 😀
        Aber jetzt, da ich weiß, dass es auch nen Extended Cut gibt, weiß ich nicht, ob es sich überhaupt noch lohnt, die DVD anzuschauen. :/

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      • Ich würde sagen es kommt darauf an, welchen Stellenwert der Film für dich hat: Ist es ein persönlicher Klassiker, mit dem du unglaublich viel verbindest? Oder hast du ihn früher ein-, zweimal gesehen und fändest eine weitere Sichtung ganz nett? Ist Letzteres der Fall, reicht bestimmt auch die DVD mit dem Kinocut. Ansonsten: ja, Blu-ray! 😀

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  2. Pingback: Media Monday #346 | moviescape.blog

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