Sons of Anarchy – Season 6

Langsam aber sicher nähert sich mein Besuch in Charming seinem Ende. In den letzten Tagen bin ich leider kaum zu Schauen gekommen, denn aufgrund des unrühmlich in die Annalen unserer Familiengeschichte eingegangenen Magen-Darm-Desasters hatte ich aufgrund von hämmernden Kopfschmerzen und akuter Müdigkeit abends nicht einmal die Energie für eine Episode von „Sons of Anarchy – Season 6“. Soweit ist es also schon gekommen. Inzwischen konnte ich jedoch auch noch die letzten Episoden abschließen und mich sogar zu einer Besprechung hinreißen lassen. Es geht also aufwärts…

Sons of Anarchy – Season 6 | © Twentieth Century Fox

Sons of Anarchy – Season 6 | © Twentieth Century Fox

This life, it ain’t romantic or free.

Auch wenn man es kaum für möglich gehalten hätte, so begibt sich das Autorenteam rund um Kurt Sutter noch weiter in die Dunkelheit. Sprich für die Charaktere rund um Jax Teller geht die Reise in die Finsternis weiter. Dabei fällt es – noch mehr als in der fünften Staffel – auf, dass sich die ursprünglich durchaus guten Absichten ins Gegenteil verkehren. Gerade Jax und Tara ist jedes Mittel recht, um ihr Ziel zu erreichen. Dieses Ziel, so zeigt sich recht bald, ist kein gemeinsames mehr, auch wenn es ursprünglich einmal so gewesen sein mag. Beide gehen über Leichen und selbst ehemalige Allianzen sind nichts mehr wert. Trotz der härteren Gangart, was die Sympathie für die Hauptfiguren angeht, schaffen es die Autoren, dass ihre Handlungen nachvollziehbar bleiben. Mit einem schlampigeren Drehbuch hätte das leicht ins Auge gehen können.

Dennoch fand ich die Handlung in der sechsten Staffel ein wenig schwächer als die des Vorjahres. Die Geschichte hat auf mich zerfaserter gewirkt und es gab etliche Parallelhandlungen, die vom eigentlichen Kern abgelenkt bzw. zu konstruiert auf diesen eingezahlt haben. Immer noch sehr gut, doch die erzählerische Dichte des Vorjahres wird nicht mehr komplett erreicht. Dennoch gelingt es den Autoren gerade am Ende des Staffel wieder für so manchen Schockmoment zu sorgen. Zudem meine ich langsam erahnen zu können, wie die Serie eventuell ausgeht. Doch mehr dazu in der Besprechung der finalen Staffel.

And we both know it’s only going to get worse.

Nachdem man in „Sons of Anarchy“ inzwischen schon etliche Schauspieler aus „The Shield“ wieder getroffen hat, begegnen wir im sechsten Jahr CCH Pounder, deren Charakter Tyne Patterson mich tatsächlich sehr an Claudette Wyms aus der Cop-Serie erinnert hat. Überhaupt ist es erneut eine Freude, die verschiedenen Schauspieler beim Ausfüllen ihrer Rollen zu sehen. Auch wenn es für manche der letzte Auftritt sein sollte. Gerade das Finale hat mich in dieser Hinsicht mehrfach schlucken lassen. Harter Tobak – und ich kann nur erahnen, wie sich die daraus resultierenden Konsequenzen in der kommenden Staffel auflösen werden. Es bleibt spannend!

Fazit

Auch wenn ich die Serie in ihrem sechsten Jahr nicht ganz so perfekt fand, wie in den zwei Staffeln davor, so konnte mich Kurt Sutters Epos dennoch weiterhin begeistern. Man merkt auch an der Laufzeit der einzelnen Episoden (meist über eine Stunde), dass es noch viel zu erzählen gibt. Vor dem großen Abschluss graut es mir schon in vielerlei Hinsicht. Nicht nur muss ich eine lieb gewonnene Serie hinter mir lassen, ich bin auch sicher, dass es alles andere als ein Happy End geben wird: 9/10 (8.6) Punkte.

Die 5 besten Filme aus den Jahren 1995-1999

Die Hälfte meines aufgrund von Krankheit spontan verkürzten Urlaubs ist auch schon wieder vorbei. Ich bin viel im Freibad oder im Garten und schaffe es kaum, mich um mein Blog zu kümmern. Den aktuellen Countdown von Goranas Die 5 BESTEN am DONNERSTAG möchte ich aber auf jeden Fall mitnehmen, denn auch die zweite Hälfte der 90er Jahre hielt so manche filmische Perle für uns bereit:

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #96

Das Thema für Ausgabe #96 lautet:

Die 5 besten Filme aus den Jahren 1995-1999

  1. „Toy Story“ (1995) – Auch wenn „Toy Story“ sicherlich nicht der ausgefeilteste Pixar-Film ist, so ist er doch einer der wichtigsten. Mit ihm wurde eine neue Ära eingeläutet. Er ist einer der Gründe, warum ich 3D-Grafik und Animation studiert habe. Ein unglaublich unterhaltsamer Meilenstein mit viel Herz und Verstand: 10/10 Punkte. (Zuletzt gesehen im April 2017)
  2. „Braveheart“ (1995) – „Braveheart“ ist nach wie vor einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Ein famoses Filmerlebnis, dem hoffentlich noch viele weitere Sichtungen folgen werden. Inzwischen begleitet mich der Film schon über 20 Jahre. Einer meiner persönlichen Filmklassiker: 10/10 Punkte. (Zuletzt gesehen im Dezember 2009)
  3. „Before Sunrise“ (1995) – „Before Sunrise“ ist ein unglaublich schöner Film. Es steckt sehr viel in diesen anscheinend so spontanen Dialogen. Zudem ist die Atmosphäre des nächtlichen Wiens wahrlich bezaubernd. Eine Sichtung im englischen Original wird übrigens dringend empfohlen! Einer der schönsten und interessantesten Liebesfilme: 10/10 Punkte.(Zuletzt gesehen im Januar 2008)
  4. „Contact“ (1997) – „Contact“ ist für mich einer dieser Filme, die ich mir immer wieder anschauen kann. Großartige Unterhaltung, die immer wieder zum Nachdenken anregt und dabei jedoch nicht übermäßig verkopft wirkt. Hinzu kommt eine perfekte Inszenierung, fantastische Schauspieler und ein wunderschöner Score. Meine unbedingte und zwingende Sehempfehlung: 10/10 Punkte. (Zuletzt gesehen im Juni 2011)
  5. „Absolute Giganten“ (1999) – Für mich ist „Absolute Giganten“ ein ganz besonderer Film. Nur wenige Filme schaffen es, etwas so tief in einem drin zu berühren. Obwohl ich ihn bestimmt schon ein halbes Dutzend mal gesehen habe, hat er keine Unze seiner Wirkung verloren. Allen da draußen, die nun skeptisch sind, weil es sich um einen deutschen Film handelt, sei gesagt: Geht und schaut euch diesen Film an! Ihr werdet es nicht bereuen: 10/10 Punkte.(Zuletzt gesehen im Mai 2010)

Run, Fatboy, Run (500): Spezialausgabe

Eigentlich hätte ich mir für den 500. Eintrag in dieser Reihe etwas Besonderes überlegen müssen. 500 Läufe seit diesem ersten Lauf im April 2008. 10 Jahre laufen. Jedes Jahr im Schnitt 50 Läufe. In den letzten Jahren eher mehr. Wenn mir das am Anfang meiner Bemühungen jemand erzählt hätte, dann hätte ich sie oder ihn für verrückt erklärt. Ich und laufen. Ja klar! Dennoch habe ich es durchgezogen und bin immer noch dabei. Nicht sonderlich erfolgreich und mit mehr Unterbrechungen als mir lieb ist, doch es geht weiter. So auch heute: Ich habe mir das Zappelinchen geschnappt und wir sind eine kurze Runde durch den Wald gelaufen bzw. gefahren. Die Strecke hat viele Höhenmeter und es war unfassbar schwül:

Auch der Wald hat kaum Abkühlung gebracht...

Auch der Wald hat kaum Abkühlung gebracht…

Distance: 8.19 km
Duration: 00:50:52
Elevation: 107 m
Avg Pace: 6:13 min/km
Avg Speed: 9.66 km/h
Heart Rate: 165 bpm
Stride Frequency: 149 spm
Energy: 692 kcal

Seit ich die letzten 25 Läufe vollgemacht habe, sind vier Monate vergangen. Eine viel zu lange Zeit. Dennoch habe ich jede Gelegenheit genutzt und versucht nach all den unschönen Krankheiten schnell wieder auf die Strecke zu kommen:

2008 2009 2010 2011 2012
Länge 130,60 143,53 382,31 426,62 291,15
Laufzeit 15:32:00 15:37:00 38:48:45 41:55:03 28:39:25
kCal 12.416 11.838 32.184 33.147 22.415
min/km 7:05 6:31 6:05 5:53 5:54
2013 2014 2015 2016 2017
Länge 388,03 319,01 243,70 670,52 649,79
Laufzeit 39:02:57 31:23:04 24:24:25 63:12:58 64:56:12
kCal 29.878 24.563 18.930 54.316 53.696
min/km 6:02 5:54 06:00 05:39 5:59
2018  Gesamt
Länge 284,70 3.929,96
Laufzeit 29:25:44 392:57:33
kCal 25.300  318.683
min/km 6:10 6:07

Wie üblich an dieser Stelle die Verbildlichung, was ich mir 2018 bisher an Kalorien heruntertrainiert habe: 48 Tafeln Schokolade bzw. 108 Flaschen Bier. Da die Abende zurzeit recht lauschig sind und die Terrasse samt Bier, Chips und Co. lockt, ist das Training auch in dieser Hinsicht bitter nötig… 😉

Im Ohr: „Oh Papa, können wir nicht lieber ins Schwimmbad fahren?“

Run, Fatboy, Run (499)

Erneut musste ich in diesem Jahr eine Krankheitspause einlegen. So gehäuft ist das in den letzten Jahren nicht aufgetreten. Auch wenn ich die letzten zwei Tage schon wieder normal gegessen habe, so hat der Magen-Darm-Virus bestimmt noch seine Spuren hinterlassen. Hinzu kamen die 24 °C schon früh morgens um 9 Uhr. Nicht die idealen Bedingungen, um wieder durchzustarten:

Wenn man sich schon morgens um 9 Uhr wie in der Wüste fühlt...

Wenn man sich schon morgens um 9 Uhr wie in der Wüste fühlt…

Distance: 10.10 km
Duration: 01:03:23
Elevation: 78 m
Avg Pace: 6:15 min/km
Avg Speed: 9.56 km/h
Heart Rate: 170 bpm
Stride Frequency: 151 spm
Energy: 880 kcal

Nach dem Lauf war ich auch komplett geschafft. Aber so richtig. Vermutlich war es zuviel oder zu plötzlich. Oder einfach auch nur zu heiß. Wie auch immer. Ein Anfang ist gemacht und ich hoffe nur, dass ich bis zum Halbmarathon in einem guten Monat mit dem Training dranbleiben kann. Um ihn überhaupt zu schaffen, nicht weil ich mir noch irgendeine Chance ausmalen würde, mich im Vergleich zum Vorjahr zu steigern…

Im Ohr:  FatBoysRun – Episode 121: Höhenmeter in Holland

Media Monday #361

Nachdem ich letzte Woche um diese Zeit bereits geahnt hatte, dass unser Urlaub aufgrund des Magen-Darm-Desasters ziemlich auf der Kippe steht, so wollte ich die Hoffnung dennoch nicht aufgeben. Tatsächlich hat es aber auch das Zappelinchen und mich noch zerlegt, so dass wir unseren Urlaub kurzfristig stornieren mussten. Sehr ärgerlich. Die restliche Woche hingen wir alle auch ziemlich in den Seilen und erst am Samstag waren wir aus dem Gröbsten raus. Heute sind wir dann mit einem tollen Ausflug (siehe Frage 3) in die zweite Urlaubswoche gestartet. Die Tradition, die neusten Fragen des Medienjournals zu beantworten, lasse ich mir jedoch auch an diesem Urlaubssonntag nicht nehmen… 🙂

Media Monday #361

  1. „The Big Sick“ hat mich schon ziemlich begeistert, schließlich ist es eine wirklich sehenswerte romantische Komödie.
  2. Im Moment sehe ich gefühlt am laufenden Band Filme/Serien mit Charlie Hunnam, was wohl daran liegt, dass ich mit „Sons of Anarchy“ immer noch nicht durch bin (glücklicherweise).
  3. Der Sommer naht und mit ihm auch das Sommerloch. Dennoch freue ich mich in den nächsten Monaten auf viele schöne Ausflüge, wie unsere Kanutour durch das Altmühltal (siehe Foto unten).
  4. Wer von mir mal eine Empfehlung für richtig tolle Urlaubslektüre haben möchte, dem kann ich „Death’s End“ von Cixin Liu empfehlen: mit das Beste an Sci-Fi, was mir jemals untergekommen ist.
  5. Nachdem das Theater um die DSGVO nun langsam abebbt und der „Stichtag“ erreicht worden ist haben etliche kleine Blogger das Handtuch geworfen, während die Großen weiterhin eifrig Daten sammeln. Ziel erreicht. Nicht.
  6. Für die kommende Woche würde ich mir ja wünschen, dass das Wetter ein wenig hält, damit wir noch viel Zeit draußen verbringen können – schließlich haben wir die erste Urlaubswoche wettzumachen.
  7. Zuletzt habe ich zum zweiten Mal Christopher Nolans „Interstellar“ gesehen und das war ein tolles Erlebnis, weil mich der Film noch stärker als bei der Erstsichtung mitreißen konnte.

Kanuwandern auf der Altmühl (mehr davon auf meinem Instagram-Account):

Interstellar (2014) (WS1)

Ich mag es nicht verschreien, doch heute war nach dem Magen-Darm-Desaster, das uns die erste Urlaubswoche verhagelt hatte, der erste Tag, an dem es wieder aufwärts ging. Halleluja! Zur Feier des Tages haben wir sogleich einen Film geschaut – und da ich mich immer noch nicht ganz von Cixin Lius „Death’s End“ lösen kann, haben wir uns mit Christopher Nolans „Interstellar“ auch filmisch dem Thema interstellare Raumfahrt zugewandt. Für mich war es schon die zweite Sichtung und ich ich war sehr gespannt, wie der Film im Vergleich zur Sichtung damals im Kino abschneidet…

Interstellar (2014) | © Warner Home Video

Interstellar (2014) | © Warner Home Video

Bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter!

Zunächst einmal muss ich kurz auf die formalen Aspekte eingehen, die mir im Heimkino beinahe noch positiver aufgefallen sind, als damals im richtigen Kino. Speziell die auf der Blu-ray eingebundenen IMAX-Sequenzen im 16:9-Vollbild sind extrem beeindruckend und geben einen echten Mehrwert. Ich konnte keine genaue Angabe finden, doch gefühlt bestand der Film zu über 50% aus IMAX-Szenen. Hinzu kommt, dass der Kontrast aus stilisiert wirkenden Weltraumszenen und den dreckig anmutenden Szenen auf der Erde einfach großartig wirkt. Ebenso konnte mich dieses Mal Hans Zimmers Score deutlich mehr begeistern, als noch bei der Erstsichtung. Ein wirklich rundes Paket, das zumindest audiovisuell zu überzeugen weiß. Und wie sieht es auf der inhaltlichen Ebene aus?

Wie schon angedeutet, habe ich mich in letzter Zeit ziemlich intensiv mit dem Thema Raumfahrt in Lichtgeschwindigkeit und darunter auseinandergesetzt. Speziell die Wirkung relativer Zeit ist eines der Hauptthemen in Cixin Lius Roman „Death’s End“. Ich habe mich deshalb sogleich heimisch gefühlt. In „Interstellar“ werden die angewandten Modelle jedoch auf die Basis heruntergebrochen und auch ziemlich plakativ erläutert. Das funktioniert im Film wunderbar, ich hätte mir jedoch mehr Tiefe gewünscht. Auch fand ich die Handlung auf Manns Planet bei der heutigen Sichtung ein wenig langgezogen. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass Matt Damon in Nolans Film nur eine Art Negativ-Version seines „Der Marsianer“ spielt. Ansonsten hatte ich nichts auszusetzen: Emotional konnte mich die Geschichte beinahe noch mehr packen, als beim ersten Mal. Auch das Finale hat für mich mehr Sinn ergeben. Hier kam dem Film zugute, dass ich bereits wusste, worauf alles hinausläuft. Ein tolles Erlebnis, das die knapp drei Stunden wie im Flug vergehen lässt.

Fazit

Manchmal funktionieren Filme bei der Zweitsichtung einfach besser. Zumindest hat mir „Interstellar“ heute deutlich besser gefallen, als nach der Erstsichtung. Kennt ihr eigentlich weitere Sci-Fi-Filme, die eher weniger actionlastig sind und sich mit dem Thema interstellare Raumfahrt befassen? Denn bis zur Verfilmung der „The Three-Body Problem“-Trilogie wird es, so befürchte ich, noch dauern (ich persönlich halte gerade die letzten beiden Bände ohnehin für unverfilmbar). Bis dahin ist „Interstellar“ auf jeden Fall ein guter Ersatz, der auch für ein größeres Publikum perfekt funktioniert – und das muss ja nichts Schlechtes sein: 9/10 Punkte.

Death’s End (Cixin Liu)

Death's End (Cixin Liu)Zumindest etwas Gutes hat der Magen-Darm-Virus ja, der uns ausgerechnet im Urlaub befallen hat… nein, das stimmt nicht. Er ist absolut nichts Gutes daran. Wirklich nicht. Dennoch habe ich es nach den ersten zweit Tagen, an denen ich mich zu absolut nichts aufraffen konnte, geschafft endlich Cixin Lius „Death’s End“ fertig zu lesen. Der Abschluss der „Remembrance of Earth’s Past“-Trilogie und damit der direkte Nachfolger von „The Dark Forest“ hatte mich trotz seiner Komplexität (oder gerade deshalb) wirklich in seinen Bann gezogen. Noch stärker als bereits in „The Three-Body Problem“ oder dem direkten Vorgänger, schafft es Cixin Liu eine unglaubliche Fülle an an wissenschaftlichen Ideen zu präsentieren und dabei dennoch einen fast romantischen Erzählton beizubehalten…

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Die 5 besten Filme aus den Jahren 1990-1994

Auch diese Woche geht es mit Goranas Die 5 BESTEN am DONNERSTAG auf eine Reise in die Vergangenheit. Nach den 80ern stehen mit den frühen 90ern weitere für mich prägende Filmjahre an. Es war nicht einfach, eine Auswahl zu treffen. Ich habe es dennoch versucht. Was sind eure Lieblinge aus den frühen 90ern?

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #95

Das Thema für Ausgabe #95 lautet:

Die 5 besten Filme aus den Jahren 1990-1994

  1. „GoodFellas: Drei Jahrzehnte in der Mafia“ (1990) – Für Freunde des modernen Gangsterfilms gehört „GoodFellas“ ganz klar zum Pflichtprogramm. Doch auch abseits der Genre-Grenzen ist Martin Scorsese ein beeindruckendes Kunstwerk gelungen, das jeder Filmfreund gesehen haben sollte. Ganz großes Kino: 10/10 Punkte. (Zuletzt gesehen im Januar 2010)
  2. „Der mit dem Wolf tanzt“ (1990) – „Der mit dem Wolf tanzt“ ist ein überwältigendes Filmerlebnis, das emotional zu berühren weiß. Durch die lange Laufzeit erinnert man sich noch während der Film läuft an gewisse vergangene Szenen zurück, was einen noch enger mit den Filmfiguren zusammenschweißt. Ein wahres Epos und einer meiner persönlichen Lieblinge: 10/10 Punkte. (Zuletzt gesehen im November 2009)
  3. „Jurassic Park“ (1993) – „Jurassic Park“ ist für mich der perfekte Unterhaltungsfilm. Steven Spielbergs Meisterstück. Für mich stimmt hier einfach alles. Sicherlich kann ich den Film nicht objektiv betrachten, aber das will ich auch gar nicht. Er ist – und das mag sich nun komisch anhören – wie ein guter, alter Freund, zu dem man jederzeit zurückkehren kann: 10/10 Punkte. (Zuletzt gesehen im Juli 2007)
  4. „Pulp Fiction“ (1994) – Ein Film, der mich wohl mit am stärksten geprägt hat. Ich habe mich damals sehr intensiv mit ihm beschäftigt, da ich im Leistungskurs Englisch meine Facharbeit darüber geschrieben habe. Eigentlich ein Unding, dass es bisher noch keine Besprechung dazu auf meinem Blog gibt: 10/10 Punkte. (Zuletzt gesehen Anfang der 2000er Jahre)
  5. „Nobody’s Fool: Auf Dauer unwiderstehlich“ (1994) – Für mich gehört „Nobody’s Fool“ zu jenen kleinen Filmen, die in Wirklichkeit größer sind als die meisten Blockbuster zusammen. Ein Schauspielerfilm, ein Charakterstück, eine zauberhafte Geschichte. Kino, wie es sein sollte: 10/10 Punkte. (Zuletzt gesehen im Dezember 2010)

The Big Sick (2017)

Als ich dem kranken Zappelinchen heute Nachmittag „Das geheimnisvolle Kochbuch“ einschaltete, sah ich, dass „The Big Sick“ inzwischen schon auf dem Streaming-Portal von Amazon verfügbar ist. Somit habe ich zum ersten Mal seit acht Monaten (damals war es der großartige „Paterson“) einmal wieder einen Film via Stream gesehen. Technisch war das nur bedingt ein tolles Erlebnis (es gab etliche Aussetzer), doch inhaltlich konnte mich Michael Showalter Film voll und ganz überzeugen…

The Big Sick (2017) | © Weltkino Filmverleih GmbH (Vertrieb Universum Film)

The Big Sick (2017) | © Weltkino Filmverleih GmbH (Vertrieb Universum Film)

Die sympathischste RomCom aller Zeiten?

Okay, das ist vermutlich etwas hoch gegriffen. Doch zumindest ist es die frischeste und sympathischste romantische Komödie, die ich in den letzten Jahren gesehen habe. Die lose auf den auto-biografischen Erlebnissen von Kumail Nanjiani (u.a. bekannt aus der TV-Serie „Silicon Valley“) basierende Geschichte ist so erfrischend und authentisch erzählt, dass es eine wahre Freude ist. Die Liebesgeschichte zwischen Kumail, der sich selbst spielt, und Emily, gespielt von der bezaubernden Zoe Kazan (u.a. bekannt aus „Ruby Sparks: Meine fabelhafte Freundin“), ist nur der Aufhänger für verschiedenste Themen. Am prominentesten wird der Konflikt zwischen Kumail und seiner pakistanischen Familie beleuchtet, die eine arrangierte Ehe für ihn vorgesehen hat. Weiterhin steht sein Karriere als Stand-Up-Comedian sowie die titelgebende Erkrankung Emilys im Zentrum der Geschichte.

All die angesprochenen Themen werden mit viel Humor und Herz verarbeitet. Die Dialoge sind authentisch und wirklich witzig geschrieben. Die Schauspieler (u.a. Holly Hunter und Ray Romano als Emilys Eltern) treffen den Ton genau und wissen Drama und Comedy perfekt zu vereinen. Der Film hätte aufgrund seiner Themenvielfalt leicht zu zerfasert, zu dramatisch oder auch zu lächerlich wirken können. Er nimmt jedoch alle Positionen ernst und erschafft dadurch ein herzliches und absolut unterhaltsames Gesamtbild. Einzig die Struktur der Geschichte orientiert sich doch recht stark an klassischen RomComs, was ich dem Film aber nur bedingt vorwerfen möchte.

Fazit

Für mich war „The Big Sick“ ein wirklich positives Erlebnis. Auch wenn es ein paar tolle Filme in dem Genre gibt, mache ich um klassische RomComs eher einen Bogen. Diese hier fällt jedoch aus dem Raster und weiß durch tolle Charaktere und viel Wortwitz zu überzeugen. Ich kann euch den Film nur ans Herz legen: 9/10 Punkte.

Media Monday #360

„Endlich Urlaub!“ würde ich am liebsten laut rufen, doch in den letzten Tagen hält ein fieser Magen-Darm-Virus meine Familie im Griff. Noch steht es in den Sternen, ob wir unseren Urlaub antreten können. Das, worauf wir uns fünf Monate gefreut haben. Im Moment könnte ich ein wenig verzweifeln. Aber es hilft ja nichts und ganz aktuell sieht es noch so aus, als könnten wir die Kurve irgendwie kriegen. Doch nun beantworte ich erst einmal die Fragen des Medienjournals und dann schauen wir weiter…

Media Monday #360

  1. Wenn am Donnerstag der neue Star Wars-Film anläuft wird es viele neue Besprechungen geben. Ich für meinen Teil werde den Film erst im Heimkino nachholen.
  2. Die Pfingst-Feiertage habe ich größtenteils damit verbracht zu hoffen, dass sich der aktuelle Magen-Darm-Virus nicht noch weiter in unserer Familie verbreitet.
  3. Mich sieht man leider kaum noch in etwas anderem als in sorgenvollem Gesicht, denn wenn ich daran denke, dass unser Urlaub ins Wasser fallen könnte, wird mir ganz anders.
  4. Ich hätte ja mal richtig Bock, nicht drölftausend Sachen im Kopf zu haben, egal ob im Job oder privat. Einfach mal abschalten. Unmöglich.
  5. „Boston“ bzw. „Patriots Day“ ist schon ein ziemlich heftiger Film, denn man durchlebt das Attentat vom Boston-Marathon noch einmal hautnah mit.
  6. Wenn ich nur daran denke, wie schön unsere Vatertagswanderung rund um Streitberg und die Binghöhle war, dann wird mir ganz warm ums Herz.
  7. Zuletzt habe ich mit meinen Kindern „Ich: Einfach unverbesserlich“ gesehen und das war köstliche Unterhaltung, weil der Film auf vielen unterschiedlichen Ebenen funktioniert.

Leichtsinnigerweise gab es noch Pizza (mehr davon auf meinem Instagram-Account):