Run, Fatboy, Run (468)

Eigentlich wollte ich vorgestern auch noch einen kurzen Lauf einschieben, doch haben mich Halsschmerzen davon abgehalten. Da ich gestern Abend auf einem Geburtstag war, hatte ich heute jedoch keine Ausrede mehr: Wer feiert, kann auch laufen. Wirklich Hoffnung, dass ich etwas reißen kann, hatte ich jedoch nicht. Von gestern auf heute haben die Temperaturen einen Sprung um 12 °C nach oben gemacht, so dass sich der ganze, schöne Schnee in eine einzige, große Pfütze verwandelt hat:

Gestern noch alles voller Schnee, heute nur noch nass

Gestern noch alles voller Schnee, heute nur noch nass

Distance: 6.36 km
Duration: 00:41:19
Elevation: 39 m
Avg Pace: 6:29 min/km
Avg Speed: 9.24 km/h
Heart Rate: 170 bpm
Stride Frequency: 153 spm
Energy: 593 kcal

Von wirklicher Laufform bin ich noch weit entfernt, doch immerhin wage ich mich wieder nach draußen. Im Vergleich zu letztem Jahr, hat sich nicht viel geändert. Leider habe ich es nicht geschafft, die Laufdistanz zu knacken, selbst wenn ich ein ganzes Mal mehr unterwegs war:

2016 2017
Aktivitäten 61 62
Dauer 63:09:44 64:51:27
Distanz 670,5 km 649,8 km
Tempo 5:39 min/km  5:59 min/km
Puls 170 bpm  167 bpm
Kalorien 56.800 kCal  57.000 kCal

Ziele für 2018? Regelmäßig laufen, wieder schneller werden und die 700 km knacken.

Im Ohr: FatBoysRun – Episode 100: Jubiläum mit großem Gewinnspiel

Mein Filmjahr 2017

Nachdem ich dieses Jahr meinen Serienrückblick bereits frühzeitig veröffentlicht habe, steht nun nur noch der Rückblick auf mein Filmjahr 2017 aus. Und was für ein Filmjahr das war! Ich konnte meine Sichtungen auf 75 Filme steigern (2016 waren es nur 63) und bin damit sehr zufrieden – auch wenn andere Filmblogger darüber nur müde lächeln können. Wie bereits in den Vorjahren entspringen die Daten für meine Auswertung der „Finde (d)einen Film“-Seite, deren Besuch sich auch unter dem Jahr lohnt, wenn ihr eine bestimmte Besprechung sucht. Doch nun zum Filmjahr 2017…

Freigabe

Wie auch schon im Vorjahr, haben 2017 Filme mit den Freigaben FSK 12 (41%) und FSK 16 (27%) überwogen. Die kinderfreundlichen FSK 0 und FSK 6 (je 13%) halten sich die Waage und FSK 18 (4%) ist ziemlich abgeschlagen. Der Schnitt ist dieses Jahr leicht gesunken: ∅ = exakt FSK 11 (2016: FSK 11 und 4 Monate)

Mein Filmjahr 2017: Freigabe

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A World Beyond – OT: Tomorrowland (2015)

Mit diesem Artikel lest ihr meine letzte Filmbesprechung in diesem Jahr. Seid ihr ein wenig traurig? Keine Sorge, auch für 2018 habe ich mir fest vorgenommen, jeden gesehenen Film mit einer Rezension zu würdigen. Warum ist die Wahl für das filmische Finale ausgerechnet auf den Disney-Flop „A World Beyond“ gefallen? Weil ich große Hoffnungen hegte, dass mir der Film gefallen wird und er uns einen Blick in die Zukunft werfen lässt. War das die richtige Wahl?

A World Beyond (2015) | © Walt Disney

A World Beyond (2015) | © Walt Disney

Utopie oder Dystopie? Unsere Entscheidung.

Außer dem Trailer habe ich im Vorfeld nicht viel über „Tomorrowland“ in Erfahrung gebracht. Die Beteiligung von Brad Bird (u.a. „Der Gigant aus dem All“ und „Mission: Impossible – Phantom Protokoll“) und George Clooney hat mir definitiv Lust gemacht und wenn wir ehrlich sind, hat auch die letzte Verfilmung eines Disney-Themenparks – ich spreche natürlich von „Fluch der Karibik“ – ausgezeichnet funktioniert. Und ja, auch „A World Beyond“ bietet wunderbares Unterhaltungskino, das mich in vielen Szenen sogar an die Disney-Realfilme der 50er bis 80er Jahre erinnert hat, die man bei uns in den frühen 90ern im Disney Club zu sehen bekam. Gerade die Road-Movie-Segmente haben mir unglaublich viel Spaß gemacht und dieses nostalgische Gefühl heraufbeschworen. Herrlich!

Warum war „Tomorrowland“ ein solcher Flop?

Wenn man sich den Trailer anschaut, könnte man davon ausgehen, dass die meisten Szenen in der Zukunft bzw. Parallelwelt spielen. Dabei bekommen wir nur einen kurzen Blick in diese Utopie. Für mich war das auch der deutlich geschicktere Ansatz, hat man dadurch Caseys Geschichte erzählen können, was ein großartiges Abenteuer ist. Casey muss kämpfen, innovative Lösungen finden und sich in einer feindseligen Welt behaupten – und darf bei all dem die Hoffnung nicht verlieren. Unterstützt wird sie dabei durch einen kauzigen George Clooney und einem Roboter (großartig gespielt von Raffey Cassidy). Die Jagd durch unsere Welt ist dabei so rasant und ideenreich inszeniert, dass es eine wahre Freude ist. Allerdings muss man als Zuschauer auch Spaß an diversen Sprüngen in der Handlung haben, die uns gegen Ende zusätzlich mit dem eigenen Gewissen konfrontiert: Sind wir es nicht selbst, die nur schlechte Nachrichten teilen? Horrormeldungen über den katastrophalen Zustand der Welt?

Für ein kunterbuntes Sci-Fi-Abenteuer ist „Tomorrowland“ teils zu düster und zu wirr in seiner Erzählung. Für anspruchsvolle Science-Fiction bietet der Film zu viel Jugendabenteuer. Das alles sind Anhaltspunkte, aber keinesfalls eine Erklärung, warum dieser tolle Film mit einer originellen Geschichte und starken Helden so unglaublich gefloppt ist. Wahrlich keine Glanzleistung des gemeinen Kinopublikums (und vermutlich auch der Marketing-Abteilung Disneys).

Fazit

Mir hat „A World Beyond“ extrem viel Spaß gemacht. Ich mochte das ungleiche Heldentrio Casey, Athena und Frank unglaublich gerne und hätte sie gerne bei weiteren Abenteuern begleitet. Die Welt von „Tomorrowland“ hätte Platz und Ideen für ein großes Franchise geboten, wozu es jedoch leider nicht kommen wird. Wenn ihr diesen Film (aus welchen Gründen auch immer) bisher gemieden habt, kann ich euch nur sagen: Schaut rein, denn es lohnt sich. Auf in die Zukunft: 8/10 Punkte.

Mein Serienjahr 2017

Das Jahr neigt sich nun endgültig dem Ende zu. Überall werden Jahresrückblicke veröffentlicht und auch ich möchte mich meinem Serienjahr 2017 widmen. Habe ich 2016 noch 37 Serienstaffeln gesehen, waren es 2017 nur noch 31 Staffeln. Woran dieser Rückgang liegt? Vielleicht weil ich mehr Filme gesehen habe oder weil ich während der Sommermonate generell weniger Zeit vor dem Fernseher verbracht habe? Im folgenden Rückblick werde ich analysieren, was sich im Vergleich zu meinem Serienjahr 2016 sonst noch alles geändert hat…

Episoden pro Staffel

Erneut überwiegen Staffeln mit 10 Episoden (19%), darauf folgen direkt Staffeln mit 12 Episoden (16%) und 8 Episoden (13%) – und interessanterweise 24 Episoden (13%). Alles andere liegt irgendwo dazwischen, bis zu den Extremen 2 Episoden (die vierte Staffel von „Luther“) und 27 Episoden pro Staffel (die erste Staffel von „The O.C.“). Insgesamt lässt sich festhalten, dass kürzere Staffeln nach wie vor überwiegen: ∅ = 14 Episoden pro Staffel (2016: 13 Episoden pro Staffel)

Serienjahr 2017: Episoden pro Staffel

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Drachenzähmen leicht gemacht 2 – OT: How to Train Your Dragon 2 (2014)

Den heutigen Tag haben wir genutzt, um mit den Kids in einen Indoor-Spielplatz zu gehen. Entsprechend platt waren wir (ja genau, hauptsächlich wir Eltern) am Ende des Tages. Das hat uns jedoch nicht davon abgehalten, „Drachenzähmen leicht gemacht 2“ in den Player zu schieben. Seit der gestrigen Sichtung des ersten Teils war ich richtig heiß darauf, nach Berk zurückzukehren…

Drachenzähmen leicht gemacht 2 (2014) | © Twentieth Century Fox

Drachenzähmen leicht gemacht 2 (2014) | © Twentieth Century Fox

Größer, weiter, schneller und düsterer

Ja, „How to Train Your Dragon 2“ ist eine typische Fortsetzung. Auch merkt man, dass durch die TV-Serie die Zeit zwischen den beiden Filmen überbrückt wurde. Es gibt einige neue Elemente und die Charaktere haben einen sichtlichen Sprung gemacht. Das fand ich spannend, ist dies in Animationsfilmen nicht häufig der Fall. Doch auch Zuschauer, die, wie ich, direkt zur Fortsetzung gesprungen sind, können der Handlung problemlos folgen. Hicks sieht sich der Herausforderung gegenüber, die Nachfolge der Stammesführung antreten zu müssen. Bei seiner Flucht vor der Verantwortung stolpert er in ein Abenteuer, das ihn zum natürlichen Anführer macht, was sich auch erneut in Ohnezahns Charakter spiegelt. Erneut nicht sonderlich komplex, doch mit vielen schönen Szenen und famos inszenierten Flugszenen angereichert. Coming-of-Age mit Drachen, wenn man so will.

Ich mochte die Dynamik zwischen den Figuren wieder sehr. Auch der Sprung ins Teenager-Alter hat perfekt funktioniert. Die Einführung von Hicks‘ Mutter dagegen wirkte auf mich zu Beginn wie ein Deus-Ex-Machina-Moment, hat dann aber schnell an nötiger Tiefe gewonnen. Leider hat man daraus zu wenig gemacht und ich hätte gerne ein paar mehr Charakterszenen gesehen. Regisseur Dean DeBlois hat jedoch den bombastisch inszenierten Kampfszenen den Vorrang gegeben. Letztendlich funktioniert die Mischung doch wirklich gut, der Film hätte meiner Meinung nach aber noch stärker sein können. Insgesamt eine wirklich gelungene Fortsetzung.

Fazit

Mit „Drachenzähmen leicht gemacht 2“ habe ich so ziemlich den Film bekommen, den ich nach dem tollen ersten Teil erwartet hatte. Ob der Kinofilm noch einmal besonders auf die Tube drückt, um sich von der TV-Serie abzuheben? Das kann ich (noch) nicht beurteilen. Allerdings mag ich die aufgebaute Welt und ihre Charaktere so sehr, dass ich gerade den ersten Roman der Vorlage bestellt habe. Aber auch auf den Abschluss der filmischen Trilogie bin ich schon richtig heiß: 8/10 Punkte.

Die 5 besten Filme, die ich 2017 gesehen habe

Schon wieder Mittwoch, die Feiertage liegen hinter uns. Wir sind in dieser seltsamen Zeit zwischen den Jahren angekommen. Passend also, mit Goranas Die 5 BESTEN am DONNERSTAG auf das vergangene Filmjahr zurückzublicken. Wie bereits bei der Ausgabe im vergangenen Jahr, habe ich mich auf Filme konzentriert, die ich nicht sowieso jedes Jahr sehe, sondern fünf Neu- und Wiederentdeckungen gewählt. Viel Spaß dabei! Was waren eure besten Filme, die ihr 2017 gesehen habt?

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #75

Das Thema für Ausgabe #75 lautet:

Die 5 besten Filme, die ich 2017 gesehen habe

  1. „Arrival“ (2016) – Wie ihr vermutlich mitbekommen habt, bin ich mehr als begeistert: „Arrival“ konnte meine Erwartungen voll und ganz erfüllen. Ich war noch lange danach ganz benommen vom emotionalen Eindruck, den die Geschichte bei mir hinterlassen hat. Auch auf die Zweitsichtung freue ich mich schon jetzt, da sie neue Aspekte aufzeigen dürfte. Was für ein Film. Ich bin hin und weg: 10/10 Punkte. (Gesehen im August 2017)
  2. „Paterson“ (2016) – Jim Jarmuschs „Paterson“ ist einer dieser wunderbaren Filme, die ohne spektakuläre Handlung oder Inszenierung auskommen. Hier wird die Beschreibung des Alltäglichen auf die Spitze getrieben: Zufriedenheit, Achtsamkeit, Selbstverwirklichung, Offenheit und Zuneigung. Große Themen, die uns alle bewegen, und hier so wunderbar unaufdringlich und tatsächlich unterhaltsam verarbeitet werden. Perfekt geeignet, um Vorsätze für das neue Jahr zu treffen: 9/10 Punkte. (Gesehen im September 2017)
  3. „Blade Runner 2049“ (2017) – Wie ich gehofft habe, hat „Blade Runner 2049“ meine Erwartungen voll und ganz erfüllt. Ist er so gut wie das Original? Das muss die Zeit zeigen. Aktuell begeistert mich „Blade Runner“ noch mehr und ist insgesamt stimmiger. Für die Fortsetzung hätte es jedoch keinen besseren Regisseur geben können und auch kein besseres Ergebnis: 9/10 Punkte. (Gesehen im Oktober 2017)
  4. „Raum“ (2015) – Auch wenn der Film gerade in seiner ersten Hälfte oft nur schwer zu ertragen war, so überwiegt auch in dieser die Hoffnung, die Ma für Jack aufbaut. Getragen wird „Raum“ komplett durch seine famosen Schauspieler und das stimmige Drehbuch. Wer sich darauf einlassen kann, wird belohnt werden. Ein unfassbar packender Film: 9/10 Punkte. (Gesehen im Oktober 2017)
  5. „Beautiful Girls“ (1996) – Den Film habe ich erst vor ein paar Tagen (wieder) gesehen, wodurch sich bestätigt hat, dass ich „Beautiful Girls“ zu meinen Lieblingsfilmen zählen kann. Packt warme Klamotten ein und macht euch auf den Weg nach Knights Ridge. Es lohnt sich! Selbst wenn es nur eine Coming-of-Age-Geschichte mit hängengebliebenen Jungs in den späten Zwanzigern ist: 10/10 Punkte. (Gesehen im Dezember 2017)

Drachenzähmen leicht gemacht – OT: How to Train Your Dragon (2010) (WS1)

Nach einem recht entspannten und doch irgendwie anstrengenden Tag, folgte am Abend mit „Drachenzähmen leicht gemacht“ die Sichtung eines Films, den ich bereits vor sieben Jahren gesehen und besprochen habe. Ganz konkret wurde mein erneutes Interesse an dem Franchise durch den Zwergofanten geweckt, der seit seinem fünften Geburtstag großer Fan der Drachen ist, ohne je auch nur einen Schnipsel davon gesehen zu haben. Ob mich der Film auch beim zweiten Mal packen konnte?

Drachenzähmen leicht gemacht (2010) | © Twentieth Century Fox

Drachenzähmen leicht gemacht (2010) | © Twentieth Century Fox

Komm Ohnezahn, wir fliegen!

Was hatte ich Spaß mit dem Film! Doch fangen wir von vorne an: Die Geschichte ist zweckmäßig simpel und besticht durch ein unverbrauchtes Setting. Im Zentrum steht eindeutig die Beziehung zwischen Hicks und seinem Drachen Ohnezahn – und diese Szenen funktionieren sowohl auf der emotionalen als auch auf der inszenatorischen Ebene perfekt. Es macht so viel Spaß, mit Ohnezahn durch die Lüfte zu fliegen. Und ja, dieses Mal habe ich den Film in 3D gesehen und ja, es ist ein Zugewinn. Herrlich!

Die langsam entstehende Bindung zwischen dem Wikingerjungen und seinem Drachen hat mich heute auch stark an „Mein Freund, der Delfin“ erinnert: In beiden Fällen setzt sich ein Junge dafür ein, dass ein verletztes Tier durch eine Prothese wieder seine natürliche Bewegungsfähigkeit erlangt. Auch in diesem Film funktioniert dieses Handlungselement perfekt und die Spiegelung am Ende lässt erahnen, dass Ohnezahn und Hicks in Zukunft noch viel enger zusammenwachsen. Überhaupt fand ich es für einen Animationsfilm sehr beeindruckend, den finalem Kampf nicht ohne Konsequenz für die Hauptfigur enden zu lassen.

Fazit

Wie gerne hätte ich „How to Train Your Dragon“ mit dem Zwergofanten angeschaut, doch leider weiß ich, dass er sich viel zu sehr gefürchtet hätte. Wenn er nun Fragen zu den Drachen und ihren Reitern hat, kann ich diese jetzt aber endlich fundiert beantworten. Und wenn er dann soweit ist, freue ich mich schon sehr auf eine Rückkehr nach Berk (bis dahin besuchen wir bestimmt noch öfter die Playmobil-Version, die bei uns Einzug gefunden hat): 8/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (467)

Die Feiertage sind vorbei, die Bäuche noch ein wenig dicker. Meine Motivation heute früh laufen zu gehen hat sich in Grenzen gehalten, doch nicht zu laufen war auch keine Option. Somit habe ich mich erneut zu einer kurzen 5-km-Runde aufgemacht. Gerne wäre ich länger gelaufen, doch da schon wieder eine Erkältung im Anflug ist, wollte ich es bei den eisigen Temperaturen nicht übertreiben:

Immer noch trostlos, immer noch langsam

Immer noch trostlos, immer noch langsam

Distance: 5.19 km
Duration: 00:33:44
Elevation: 28 m
Avg Pace: 6:29 min/km
Avg Speed: 9.23 km/h
Heart Rate: 172 bpm
Stride Frequency: 149 spm
Energy: 484 kcal

Die Zeit ist vergleichbar mit dem letzten Lauf und somit nicht der Rede wert. Mir ging es heute auch wirklich darum, mein Vorhaben nicht sofort wieder einschlafen zu lassen. Wenn die Erkältung nicht schlimmer wird, werde ich es diese Woche noch einmal anpacken. Dann vielleicht auch die 7 km. Mal sehen. Meine Laufkilometer vom letzten Jahr werde ich aber leider so oder so nicht mehr einholen.

Im Ohr: FatBoysRun – Episode 100: Jubiläum mit großem Gewinnspiel

Konsumrausch 2017

Habe ich nicht erst vor ein paar Minuten den das Fest einleitenden Artikel mit meinen Weihnachtswünschen geschrieben? Die letzten drei Tage sind unfassbar schnell vergangen und ich kann mich nur noch an einen Rausch aus Essen, Trinken und Geschenkpapier erinnern. Heiligabend haben wir, in Gegensatz zu letztem Jahr, mit den Schwiegereltern bei uns gefeiert, am ersten Weihnachtsfeiertag waren wir auswärts essen und die zweite Bescherung gab es bei meinem Bruder. Am heutigen zweiten Feiertag waren wir zum Brunchen bei meiner Schwägerin eingeladen, wo man schon deutlich gemerkt hat, dass die Kids (unsere beiden und ihre Cousins und Cousinen) so langsam aber sicher wieder ein wenig Normalität brauchen können. Auch ich muss wieder sehr brav gewesen sein und wurde reichlich beschenkt:

So viele tolle Geschenke!

So viele tolle Geschenke!

Neben der bereits erwähnten Blu-ray von „Mount St. Elias“, die mir Flo Lieb hatte zukommen lassen, bekam ich eine edle Ledertasche für die Arbeit und sechs schöne Weizenbiergläser. Auch für mein leibliches Wohl wurde gesorgt und ich durfte einen Scotch und etliche Leckereien (ein halbes Kilo Marzipan!) auspacken. Das Highlight war jedoch der Ecto-1 der Ghostbusters von Playmobil. Damit hätte ich wirklich nie und nimmer gerechnet, auch wenn ich schon immer versucht habe, den Zwergofanten dafür zu begeistern. Er hält sich jedoch lieber an die Drachenreiter. Mal sehen, ob mein Spielzeug das nun ändert… 😉

Wie habt ihr die Feiertage verbracht? Habt ihr auch so viel gegessen wie ich ( das ist fast nicht möglich)? Was lag bei euch unter dem Baum? Und habt ihr noch frei oder müsst ihr morgen schon wieder ran?

Beautiful Girls (1996)

Der erste Weihnachtsfeiertag ist vorbei. Eigentlich hatte ich schon letzte Woche geplant, ganz furchtbar viele Filme zu schauen, doch in den Vorbereitungen ist das irgendwie untergegangen. Heute jedoch war es soweit und da es hier an Schnee mangelt, habe ich mich für „Beautiful Girls“ entschieden, in dem das verschneite Setting eine nicht unbedeutende Rolle spielt. Warum ich den Film damals bei den fünf besten Schneefilmen nur vergessen habe?

Beautiful Girls (1996) | © STUDIOCANAL

Beautiful Girls (1996) | © STUDIOCANAL

Coming-of-Age: The Next Generation

Ich habe „Beautiful Girls“ in einer Phase meines Lebens entdeckt, in der ich mich selbst noch nicht gefunden hatte. Während meines Zivildienstes habe ich oft bis 22 Uhr gearbeitet und bin danach meist noch auf das eine oder andere Bier versackt. Meist war ich gegen Mitternacht zu Hause und habe mir noch einen Film angeschaut, da meine nächste Schicht oft erst um 13:30 Uhr begann. In eben dieser Zeit ist mir unter anderem Ted Demmes Film begegnet – und er hat einen Nerv getroffen. Damals war ich noch bedeutend jünger als die Protagonisten. Heute bin ich gut acht Jahre älter. Das ist ein interessanter Wechsel der Perspektive. Funktioniert der Film auch heute noch für mich?

Oh ja, „Beautiful Girls“ ist das perfekte Beispiel dafür, warum man Filme öfter schauen sollte. Gerade durch die veränderte Perspektive konnte ich heute ganz andere Dinge aus der Geschichte ziehen, die auf den ersten Blick ziemlich unspektakulär wirkt. Heute weiß ich, wo ich in meinem Leben stehe – damals hatte sich die Ungewissheit der Charaktere noch eins zu eins auf mich übertragen. Gleich geblieben ist die Atmosphäre, die vom verschneiten Massachusetts ausgeht. Hier erinnert mich Ted Demmes Tragikomödie stark an „Nobody’s Fool: Auf Dauer unwiderstehlich“, der ein ganz ähnliches Setting besitzt. Auch mag ich die Musik, die Charaktere und die Schauspieler. Timothy Hutton und Natalie Portman schaffen es, zum Beispiel, eine auf den ersten Blick seltsam wirkende Beziehung (heute übrigens mehr als damals) so zu spielen, dass sie echt und nicht anzüglich wirkt. Selbst Matt Dillon und Michael Rapaport spielen ihre klischeehaften Figuren wunderbar natürlich und sympathisch. Eine wirklich runde Sache.

Fazit

Auch wenn ich es insgeheim schon wusste, so hat sich mit der heutigen Sichtung bestätigt, dass ich „Beautiful Girls“ zu meinen Lieblingsfilmen zählen kann. Dennoch hat es viele Jahre gedauert, bis ich nach Knights Ridge zurückgekehrt bin. Ihr seid noch nie dort gewesen? Dann kann ich euch nur empfehlen: Packt warme Klamotten ein und macht euch auf den Weg. Es lohnt sich! Selbst wenn es nur eine Coming-of-Age-Geschichte mit hängengebliebenen Jungs in den späten Zwanzigern ist: 10/10 Punkte.

Prädikat: Lieblingsfilm