Run, Fatboy, Run (023)

Auch wenn ich es besser hätte wissen müssen, bin ich gerade eine Runde gelaufen. Bei gefühlten 50 °C – mindestens. Auch die Tatsache, dass ich den gestrigen Abend nahezu ohne Unterbrechung tanzend – Standardtanz, nicht Discogehüpfe – verbracht habe, war meiner Kondition nicht gerade zuträglich.

Länge: 5,34
Laufzeit: 00:36:00
kCal: 512
min/km: 6:45

Wenn man bedenkt, dass ich heute drei hitzebedingte Gehpausen eingelegt habe, kann ich mit der Zeit eigentlich ganz zufrieden sein. Ich hoffe, dass ich bis zum EM-Finale heute Abend aufgehört habe zu schwitzen…

Fido – Gute Tote sind schwer zu finden

Da sich bei mir die ungesehenen DVDs nur so stapeln, habe ich mir gestern noch einen zweiten Film gegönnt: „Fido – Gute Tote sind schwer zu finden“ von Andrew Currie. Ein Film, den ich mir letztes Jahr gerne schon auf dem Fantasy Film Fest angesehen hätte.

Die Grundidee ist wirklich wunderbar: Nachdem radioaktive Strahlung aus dem All die Toten auf der Erde zu Zombies werden lässt, kommt es zum berüchtigten Zombiekrieg. Während diesem entwickelt ein Unternehmen mit den klangvollen Namen ZomCon ein Halsband, welches blutrünstige Zombies zu zahmen Bediensteten macht. Soweit zumindest die Theorie.

Diese famose Prämisse wird eingebettet in die heile Welt der 50er Jahre, wie man sie z.B. aus Gary Ross‘ wunderbarem „Pleasentville“ kennt. Insofern überwiegen knallige Farben, ein 50er Jahre Soundtrack und konservative Ansichten. All dies wird verdichtet und in Bezug auf die Zombies ins Maßlose übersteigert. „Fido“ ist demzufolge keine leise und zurückhaltende Satire. „Fido“ ist bunt, übersteigert und oftmals grotesk.

So wunderbar die Idee samt Inszenierung auch ist, so hatte ich teils Probleme mich für die Figuren zu interessieren. Selbst der junge Timmy Robinson war mir nicht sympathisch genug dargestellt. Bei den Figuren hat es mir doch etwas an Feinschliff gemangelt. Ebenso dümpelt die Handlung über weite Strecken vor sich hin, ohne wirklich mitzureißen.

„Fido“ ist ein außergewöhnliches Filmprojekt, welches hauptsächlich durch seine Prämisse und seinen absurden Humor zu überzeugen weiß. Leider wurde nicht das gesamte Potential genutzt. Für alle Zombiefreunde ist die Sichtung dennoch Pflicht: 7/10 Punkte.

Twin Peaks: Fire Walk With Me

Seitdem ich vor genau zwei Wochen meine Sichtung von „Twin Peaks – Season 1 & 2“ beendet habe, brennt in mir die Neugier auf das Prequel „Twin Peaks: Fire Walk With Me“ – gestern bin ich nun endlich wieder in das kleine Städtchen mit den unzähligen Mysterien zurückgekehrt.

In der ersten halben Stunde begegnen wir außer Gordon Cole keiner uns aus dem Serienuniversum bekannten Figur. Dennoch befinden wir uns unweigerlich in dieser Welt. Sowohl Inszenierung, als auch Charaktere lassen daran nicht den Hauch eines Zweifels aufkommen. Die Verbindung zu Laura Palmer wird schließlich durch den Mord an Teresa Banks hergestellt. Dann betritt Special Agent Dale Cooper die Bühne – wenn auch nur für einige Minuten, die verwirrender kaum sein könnten. Die Exposition ist damit abgeschlossen.

Wir befinden uns nun in Twin Peaks. Bekannte Klänge, bekannte Örtlichkeiten, bekannte Figuren. Man fühlt sich sofort zu Hause. Doch Laura Palmer lebt. Man sieht die letzten Tage ihres Lebens. Hat Anteil an ihren Seelenqualen. Man sieht die Bilder, die einem während der Serie vor dem geistigen Auge standen. Es ist klar: Die Geschichte wird kein gutes Ende nehmen. Selten habe ich bei einer Sichtung so eine Unausweichlichkeit gespürt. Eine Endgültigkeit. Dies ist die Geschichte von Laura Palmers Ermordung.

Da sich der Film beinahe komplett auf die letzten Tage Laura Palmers konzentriert, werden die anderen Figuren konsequenterweise vernachlässigt. Einige liebgewonnene Charaktere bekommen sekundenlange Gastauftritte, andere sieht man überhaupt nicht. Das ist einerseits schade, andererseits bekommt der Film dadurch ausreichend Zeit für den Haupthandlungsstrang. Einzig die Exposition hätte meiner Meinung nach kürzer ausfallen dürfen. Da wollte Lynch wohl Chris Isaak (Special Agent Chester Desmond), Kiefer Southerland (Sam Stanley) und David Bowie (Phillip Jeffries) unterbringen – auf Kosten anderer Figuren.

Das Prequel beantwortet kaum Fragen, stellt einige neue und weiß dennoch auf beinahe ganzer Linie zu überzeugen. Besonders die Szene mit Annie (Heather Graham) zeigt auf, dass es für Special Agent Dale Cooper ein glückliches Ende geben kann. Ganz unaufdringlich, absurd und beinahe schon am Rande erzählt. Man muss als Zuschauer die Geschichte zu Ende denken. Das ist Lynch, wie ich ihn liebe.

„Twin Peaks: Fire Walk With Me“ ist für alle Freunde der Serie eine wertvolle Erweiterung des Universums. Zwar wird der Mord an Laura Palmer etwas entmystifiziert, doch das glücklicherweise nicht auf plumpe Art und Weise. Ich hoffe, dass irgendwann einmal eine würdige DVD-Edition erscheint, bei der ausführliche geschnittene Szenen (angeblich ca. 3 Stunden) mit an Bord sind. Der Film hätte es mehr als verdient: 9/10 Punkte.

Samantha Who? – Season 1

Die kleine, aber äußerst feine Comedy „Samantha Who? – Season 1“ wäre beinahe an mir vorbeigezogen. Doch glücklicherweise habe ich – trotz gewissen Vorbehalten – einen Blick riskiert.

Eine neue Comedy-Serie mit Christina Applegate. Nun gut. „Eine schrecklich nette Familie“ fand ich stets schrecklich und nicht annähernd nett. „Jesse“ wenigstens nett, aber völlig belanglos. Einzig mit ihren Gastauftritten bei „Friends“ konnte mich Frau Applegate überzeugen. Hinzu kommt eine Prämisse, die für mich sehr forciert klang und ich mir eher in einem abgeschlossenen Spielfilm vorstellen konnte.

Wie sehen meine Vorstellungen nun in der Realität aus? Christina Applegate spielt herrlich. Sympathisch und durchgeknallt. Einfach wunderbar! Und die Rahmenhandlung um Samanthas Amnesie? Toll gelöst und kein bißchen aufdringlich. Zudem kann die Serie mit Nebendarstellern auftrumpfen, die immer gerne gesehen sind: Jennifer Esposito (Stacey Paterno aus „Chaos City“), Melissa McCarthy (Sookie St. James aus „Gilmore Girls“), Jean Smart (Martha Logan aus „24 – Season 5“) usw. bringen die nötige Abwechslung in die Show.

„Samantha Who?“ wirkt wie eine äußerst untehaltsame romantische Komödie in Serienform. Mit tollen Darstellern, gelungenen Gags und einer durchdachten Geschichte. Sicherlich seicht, aber es bereitet großes Vergnügen Sam und Co. bei ihren Abenteuern zu begleiten: 8/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (022)

Neue Runde, neues Glück – dieses Mal bei 27 °C und angenehm kühlendem Wind. Ich fand den heutigen Lauf dementsprechend weniger anstrengend und habe dennoch meinen persönlichen Rekord halten können. So kann es weitergehen!

Länge: 5,34
Laufzeit: 00:35:00
kCal: 512
min/km: 6:33

Achja, Fliegen waren auch keine in der Luft. Dafür habe ich wieder einmal mit meinem MP3-Player gekämpft. Es ist doch immer wieder ein Abenteuer… 😉

Run, Fatboy, Run (021)

Trotz mörderischen 30 °C war es einmal wieder Zeit für eine Runde Laufen – und es war wirklich möderisch. Die erste Hälfte war ich – trotz extrem schnellem Start – noch recht guter Dinge, doch dann habe ich  gemerkt, dass ich am liebsten auf der Stelle umfallen würde. Ich bin nicht umgefallen. Dank Zähne zusammen beißen habe ich bis zum Schluss durchgehalten und wurde mit einer neuen Bestzeit belohnt. Endlich!

Länge: 5,34
Laufzeit: 00:35:00
kCal: 512
min/km: 6:33

Unglaublich nervend waren heute übrigens die winzigen Fliegen in der Luft. Ich hatte teils das Gefühl, ich würde durch ein Miniasteroidenfeld laufen. Das nächste Mal sollte ich eine Brille zum Joggen anziehen. Ich möchte nicht wissen, wie viele von diesen Mistviechern sich noch irgendwo in an meinem Körper befinden…

Achja, ich habe die 100 km geknackt! 🙂

flimmercasten.de – da flimmert was!

Bei Filmtrip.de bin ich auf ein interessantes, neues Projekt zum Thema Film 2.0 aufmerksam geworden: flimmercasten.de – eine Seite von jungen Filmschaffenden für junge Filmschaffende.

Ab dem 24. Juni – sprich ab heute – werden auf flimmercasten.de in wöchentlichen Video-Podcasts Projekte junger Filmemacher von der Vorproduktion bis zur Premiere begleitet.

Die erste Staffel dreht sich um das Kurzfilmprojekt „Im Himmel“ und bietet Einblicke in dessen Planung, das Locationscouting sowie Darstellercasting und liefert beeindruckende Bilder vom Filmset.

Für alle Filmschaffende – und besonders solche, die es werden wollen – ein interessanter Blick hinter die Kulissen: Reinschauen lohnt sich!

Skate, Fatboy, Skate (008)

Zum Ausklang des Wochenendes haben wir uns einmal wieder auf die Rollen gewagt – und beinahe wäre es auch gut gegangen, doch kurz vor der Hälfte hat Frau bullion die Bekanntschaft mit einer Hecke gemacht.

Länge: 6,99
Laufzeit: 00:30:00
min/km: 4:17

Glücklicherweise laufen wir eine immer Acht, bei der Start und Ziel genau im Schnittpunkt liegen. Somit konnten wir die Runde elegant abkürzen und die Wunden zeitnah verpflegen. Außer einem Schreck in der Abendstunde und der Gewissheit, dass Knieschoner nicht die dümmste Idee sind, gibt es keine bleibenden Schäden – Hecke sei dank.

Southland Tales (2006)

Nach den ersten drei Kapiteln in Form von „Southland Tales: The Prequel Saga“, habe ich mir heute Abend den Abschluss von Richard Kellys Sci-Fi-Musical-Comedy-Thriller in seiner filmischen Form angesehen: „Southland Tales“ – der Fiebertraum eines politisch kritischen Popkulturjunkies.

Was für ein Film. Hat mich das Prequel bereits auf die letzten drei Kapitel der Saga vorbereitet, so war ich dennoch überwältigt von der audiovisuellen Kraft der Inszenierung. Die langen, mit wunderbarer Musik unterlegten Montagen erinnern an Kellys Überraschungshit „Donnie Darko“ – Gänsehaut inklusive. In solch emotionalen Momenten – und ohne die Handlung hinterfragen zu müssen – überzeugt der Film auf ganzer Linie. Ganz groß.

Doch was ist mit der Geschichte? Ehrlich gesagt: Ich hatte sie mir komplizierter vorgestellt. Doch bin ich mir durchaus bewusst, dass ich diese Aussage mit Kenntnis des Prequels mache. Ohne die Vorgeschichte wäre ich wohl ziemlich aufgeschmissen gewesen. Besonders schön ist, dass auch viele Storylines des Comics nun mehr Sinn machen. Einzig das Ende hätte ich mir etwas dramatischer erwartet. Emotionaler. Mehr wie bei „Donnie Darko“ – aber an diesen (auch thematisch verwandten Vorgänger) kommt „Southland Tales“ ohnehin nicht ran.

Was gibt es zu kritisieren? So einiges. Kelly verliert sich häufig in seinem Wust an Charakteren. Vieles wird nur angeschnitten und wichtige Personen bekommen zu wenig Aufmerksamkeit. Einige Dialoge wirken platt – andere dagegen sind Zeilen für die Ewigkeit. Ebenso sitzen die meisten satirischen Spitzen – egal ob gegen ultrakonservative oder neoliberale Bewegungen – zielsicher und regen zum nachdenken an. Andere wirken zu aufgesetzt und vermengen sich mit Sci-Fi-Fantasy-Elementen zu undefinierbaren Aussagen. Am Drehbuch wäre wirklich noch Feinschliff nötig gewesen – aber dann wäre das bunte Sammelsurium an Ideen vielleicht etwas auf der Strecke geblieben.

Insgesamt gesehen ist „Southland Tales“ ein wunderbarer Film, den man einfach wirken lassen muss – am besten mit Kenntnis der Vorgeschichte. Er ist kein neuer „Donnie Darko“ und auch kein ernsthaftes Sci-Fi-Epos. Er ist einzigartig. Ein wilder, bunter Albtraum aus einer erschreckend nahen Parallelwelt: 8/10 Punkte.

Southland Tales: The Prequel Saga (Richard Kelly)

Das war also Richard Kellys „Southland Tales: The Prequel Saga“ – und eigentlich müsste ich die ca. 300 Seiten noch einmal lesen. Vielleicht würde ich dann mehr verstehen. Vielleicht geht es auch gar nicht um Verständnis. Vermutlich nicht. Das Comic-Prequel zum Kinofilm „Southland Tales“ strotzt nur so vor Ideen. Vor verrückten Ideen – und wenn ich verrückt schreibe, dann meine ich das auch so. Man wird beim Lesen förmlich von Kellys Ideenreichtum überrollt. Unglaublich.

Wenn ich davon ausgehe, dass ich auch nur die Hälfte des Inhalts richtig interpretiert habe – dann ist das ein guter Schnitt. Wenn ich mir dann vorstelle, dass diese Informationen für den Film auch nur ansatzweise wichtig sind, dann kann ich verstehen, warum der Film in Cannes beim Publikum durchgefallen ist. Auf Basis meiner bisherigen Kenntnisse kann ich sagen, dass „Donnie Darko“ im Vergleich zu „Southland Tales“ wie simples Popcornkino erscheint. Ein endgültiges Urteil kann und will ich mir allerdings erst nach Sichtung des Films erlauben.

Worum geht es also? Einen Filmstar mit Gedächtnisverlust. Eine telepathisch begabte Pornoqueen. Eine mysteriöse Energiequelle mit der wohlklingenden Bezeichnung Fluid Karma. Den verrückten Baron Von Westphalen. Einen furzenden Messias. Ein mysteriöses Drehbuch namens „The Power“. Die Serpentine Dream Theory. Achja, und den Weltuntergang nicht zu vergessen.

Für jeden, der sich mit Richard Kellys jüngstem Werk beschäftigt, ist „Southland Tales: The Prequel Saga“ Pflichtlektüre. Für alle anderen macht das abgedrehte Comic wohl nicht viel Sinn. Eines ist sicher: Es ist verdammt unterhaltsam und kratzt ein paar interessante Themen an. Im Zusammenspiel mit „Southland Tales“ kann daraus eine wirklich große Saga werden: 8/10 Punkte.