Die letzte Filmbesprechung auf diesem Blog liegt bereits einen Monat zurück, kaum zu glauben. Momentan ist aber auch irre viel los und das Wetter war stets zu gut, um sich nach drinnen vor den Fernseher zurückzuziehen. Heute jedoch ist das Wetter umgeschlagen und es hat gestürmt und geregnet. Die perfekte Gelegenheit also, um endlich „Twisters“ nachzuholen. Heute quasi mit doppeltem Surround-Sound. 🌪️

Twisters (2024) | © Warner Bros (Universal Pictures)
Leider mehr Remake als Legacy Sequel
Zunächst einmal muss ich „Twisters“ attestieren, dass es die Stimmung des Originals aus dem Jahr 1996 schon recht gut einfängt. Gerade in der ersten Hälfte hat mir das wirklich gut gefallen. Auch mochte ich, dass sich nicht zu plump auf „Twister“ bezogen wird. Ein paar konkretere Anhaltspunkte wären jedoch nett gewesen und sei es nur die Erwähnung von Dr. Thornton-Harding als ehemalige Professorin o.ä. So wirkt alles nur seltsam vertraut und die Geschichte erzählt die Story-Beats des Originals einfach nur nahezu identisch nach. Als die Mutter unserer Hauptfigur Kate enthüllt wird, tritt diese dramatisch aus dem Schatten, doch auch hier keine Helen Hunt, sondern Maura Tierney. Das war eine seltsame Szene. Ob Hunt die Rolle abgelehnt hatte?
In der zweiten Hälfte verzettelt sich der Film dann auch in zu großer CGI-Action. Ja, der Subwoofer scheppert ganz schön, doch sah vieles für mich künstlicher aus als im 1996er Original. In diesem hatte der Sturm mehr Charakter und wurde fast wie ein übernatürlicher Bösewicht inszeniert. Hier jedoch nur eine weitere Katastrophe. Dafür mochte ich die Schauspieler:innen gerne: Daisy Edgar-Jones und Glen Powell harmonieren gut zusammen. Der restliche Cast bleibt leider etwas blass. Insgesamt kann man das leider über den gesamten Film sagen: Er ist etwas blass und wird im Gegensatz zu „Twister“ wohl nicht im Gedächtnis bleiben.
Fazit
Mir hat „Twisters“ für 120 Minuten durchaus Spaß gemacht. Im Zweifel würde ich aber wieder zum Original greifen. Dem Zappelinchen hat die Modernisierung dagegen doch deutlich besser gefallen. Etwas mehr Feinschliff am Drehbuch und weniger Bombast hätte dem Film gut getan. Nicht wirklich ärgerlich, aber er hätte doch deutlich besser werden können. Ein eher laues Lüftchen: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)