Run, Fatboy, Run (2411)

Auch heute war das Wetter wieder durchwachsen. Also hatten wir am Vormittag einen ausführlichen Strandspaziergang geplant. Bei diesem ist eine Wespe in meine Shorts geflogen und hat mich 5(!) mal in den Oberschenkel gestochen, bevor sie aus der Hose gefallen ist. Ich hatte das gar nicht so richtig mitbekommen, nur plötzlich ein unfassbares Brennen gespürt. Aber was will man machen? Ich bin weiterspaziert und habe die Stiche im Ferienhaus mit diversen Salben versorgt. Unser Strandspaziergang endete ziemlich nass (leider von oben). Dennoch sind wir auf gut 8 km gekommen. Nach einem wärmenden Kaffee habe ich mich noch zu einem Testlauf aufgemacht. Ob mein Oberschenkel gehalten hat? 🐝

Testlauf mit 5(!) Wespenstichen im Oberschenkel

Testlauf mit 5(!) Wespenstichen im Oberschenkel

Distanz: 8.78 km
Zeit: 00:50:11
Anstieg: 40 m
Ø Pace: 5:43 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.5 km/h
Ø Herzfrequenz: 147 bpm
Ø Schrittfrequenz: 151 spm
Temperatur: 21.1 °C
Kalorien: 696 kcal

Training: Basis
Ausführungswert: 89%

2026: 1824 km
August: 164 km
KW 34: 43 km

Tatsächlich hat das Laufen ganz gut funktioniert. Das Bein brennt zwar ziemlich und ist leicht geschwollen, aber nicht dramatisch. Das Wetter ist inzwischen auch viel besser. Es ist sonnig und nur in der Ferne hat ein Gewitter gegrollt. Wären wir mal nachmittags zum Strand gegangen. Doch ich bin zufrieden. Nun heißt es die letzten Urlaubstage genießen und dem durchwachsenen Wetter ein Schnippchen zu schlagen. 🏃

Im ersten Ohr: Sneakpod 934 – Is This Thing On?
Im zweiten Ohr: Skye Wallace

Top 5 Filme mit exotischen Schauplätzen

Nach den besten klassischen Horrorfilmen wird es heute bei Die 5 BESTEN am DONNERSTAG exotisch, denn es werden Filme mit exakt solchen Schauplätzen gesucht. Da ist die Auswahl natürlich groß und ich hätte mir auch exotische Planeten aussuchen können, bin letztendlich aber auf der Erde geblieben. Vielleicht war es der Wunsch nach Urlaub, der mich dazu bewegt hat? 🏝️

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG 476 | © Passion of Arts, Gorona Guiboud, Bizkette1 (Freepik.com)

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG 476 | © Passion of Arts, Gorona Guiboud, Bizkette1 (Freepik.com)

Das Thema für Ausgabe 476 lautet:

Top 5 Filme mit exotischen Schauplätzen

  1. „Cast Away: Verschollen“ (2000) – Tom Hanks, der sich auf einer einsamen Insel selbst den schmerzenden Zahn ausschlägt. Ein Volleyball namens Wilson als einziger Bezugspunkt. All das klingt nicht nach unserer Vorstellung von Exotik und doch ist die Insel ein exotischer Schauplatz, der wie ein weiterer Darsteller in diesem packenden Überlebensdrama wirkt.
  2. „Fluch der Karibik“ (2003) – Eigentlich hätte ich hier alle Filme der Reihe nennen können. Selbst die schwächeren haben wunderbar exotische Schauplätze zu bieten. Ich liebe einfach die Karibik-Atmosphäre. Jeder Teil fühlt sich ein wenig nach Urlaub machen an. Vielleicht auch, weil zusätzlich eine Freizeitpark-Stimmung mitschwingt?
  3. „Jurassic Park“ (1993) – Eine einsame Insel vor Costa Rica? Natürlich liebe ich diesen Schauplatz! Auch die Nachfolger haben tolle Schauplätze zu bieten. Selbst der schwächere „Jurassic World: Die Wiedergeburt“ trumpft mit einer imposanten Kulisse auf. Doch gerade der erste Teil fühlt sich so haptisch und echt an, dass ich immer wieder gerne diese Reise antrete.
  4. „The Beach“ (2000) – Danny Boyles inszeniert das Paradies als Horrorfilm. Ich habe den Film damals recht häufig gesehen und mir ist der exotische Schauplatz noch wunderbar im Gedächtnis. Müsste ich wirklich einmal wieder schauen. Warum gibt es davon eigentlich keine Blu-ray?
  5. „Vaiana: Das Paradies hat einen Haken“ (2016) – Können auch animierte Filme exotische Schauplätze bieten? Oh ja! Das animierte Polynesien sieht so wunderbar einladend aus, dass es eine wahre Freude ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie dies im Realfilm bzw. vor Greenscreen besser hinbekommen haben (und so wirklich interessiert es mich auch nicht).

Anmerkung: Die Liste ist rein alphabetisch, nicht nach Wertung, sortiert und die Besprechungen der Filme, Serien und/oder Bücher sind jeweils über den Titel verlinkt.

Run, Fatboy, Run (2410)

Da das Wetter hier inzwischen wirklich bescheiden ist, haben wir heute das Meer links liegen lassen und uns nach Brügge aufgemacht. Auch dort hat es durchgeregnet, aber wir haben die Stadt dennoch bestmöglich besichtigt. Unser letzter Ausflug nach Brügge war wettertechnisch jedoch angenehmer. Danach habe ich mich noch in meine Laufklamotten gestürzt und bin noch einmal im Regen zum Meer gelaufen. 🌧️

Noch ein 10er im Regen nach einem Tag in Brügge

Noch ein 10er im Regen nach einem Tag in Brügge

Distanz: 10.45 km
Zeit: 00:59:00
Anstieg: 53 m
Ø Pace: 5:39 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.6 km/h
Ø Herzfrequenz: 147 bpm
Ø Schrittfrequenz: 151 spm
Temperatur: 17.8 °C
Kalorien: 818 kcal

Training: Basis
Ausführungswert: 88%

2026: 1816 km
August: 155 km
KW 34: 35 km

Für den Lauf war der Regen eigentlich perfekt, denn es war nicht zu heiß und auch nicht zu viel los. Ich war recht flott unterwegs und habe auch wieder die 10 km vollgemacht. Damit bin ich wirklich sehr zufrieden. Auch wenn ich jetzt merke, dass ich heute schon viel auf den Beinen war. 🏃

Im ersten Ohr: Sneakpod 934 – Is This Thing On?
Im zweiten Ohr: Frank Turner

Run, Fatboy, Run (2409)

Nun ist der Wetterumschwung tatsächlich da. Es hat die ganze Nacht geregnet und deutlich abgekühlt. Da der Schwiegervater zudem etwas kränkelt, haben wir mögliche Pläne verschoben und ich habe mich zu einem langen Lauf aufgemacht. Dieses Mal in die andere Richtung als gestern. Es war ganz schön anstrengend, gegen die starken Windböen anzulaufen. 🌬️

Heute gegen starke Windböen angelaufen

Heute gegen starke Windböen angelaufen

Distanz: 13.05 km
Zeit: 01:17:09
Anstieg: 63 m
Ø Pace: 5:55 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.2 km/h
Ø Herzfrequenz: 149 bpm
Ø Schrittfrequenz: 149 spm
Temperatur: 20.6 °C
Kalorien: 1048 kcal

Training: Basis
Ausführungswert: 82%

2026: 1805 km
August: 145 km
KW 34: 24 km

Mittendrin habe ich meinen Rücken gespürt und überhaupt war ich nicht 100% fit. Dennoch habe ich eine Pace von unter 6 min/km geschafft, was bei dem Wind gar nicht so einfach war. Mal sehen, was nun der restliche Tag für uns bereithält. 🏃

Im ersten Ohr: Sneakpod 934 – Is This Thing On?
Im zweiten Ohr: Glowlag

Projekt 52 – 2026 #33: Upcycling

Projekt 52 LogoDas heutige Thema des Projekt 52 ist mir nicht leicht gefallen. Upcycling betreiben wir nicht wirklich. Es gibt bestimmt ein paar Beispiele, die mir demnächst über den Weg laufen, doch wir reparieren eher oder schmeißen im Gegenzug weg. Doch dann habe ich diese zwei Whisky-Flaschen gesehen, die ich zu Lampen upgecycelt habe. Es gab Jahre, da standen unzählige leere Whisky-Flaschen im Keller, die darauf warteten in Lampen verwandelt zu werden. Inzwischen habe ich schon seit einem halben Jahr keinen Whisky mehr getrunken. Schon seltsam, wie so manche Entscheidung das Leben verändert. Auf jeden Fall mag ich die beiden Lampen sehr, auch wenn sie meist nur dekorativ herumstehen:

Zwei Whisky-Flaschen, die ich zu Lampen upgecycelt habe

Zwei Whisky-Flaschen, die ich zu Lampen upgecycelt habe

Motiv: Zwei Whisky-Flaschen, die ich zu Lampen upgecycelt habe
Kamera: Honor Magic 5 Pro
Bildbearbeitung: Adobe Lightroom 3.6, Adobe Photoshop CS2

Relevante Links von Initiatorin Sari auf Heldenhaushalt:

Ihr wollt mehr?
Meine bisherigen Beiträge zu Projekt 52…

Run, Fatboy, Run (2408)

Letzte Nacht hat es ziemlich viel geregnet. Zudem haben mich zwei Arbeitsträume geplagt. Das hatte ich während meines gesamten Urlaubs noch nicht. Nachdem ich eine Stunde wachgelegen bin, habe ich dann doch noch einmal Schlaf gefunden. Als ich gegen 8 Uhr aufgestanden bin, war draußen blauer Himmel und Sonnenschein. Wer hätte es gedacht? ☀️

Dünenlauf am späten Morgen

Dünenlauf am späten Morgen

Distanz: 11.70 km
Zeit: 01:05:55
Anstieg: 65 m
Ø Pace: 5:38 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.6 km/h
Ø Herzfrequenz: 146 bpm
Ø Schrittfrequenz: 151 spm
Temperatur: 20.0 °C
Kalorien: 892 kcal

2026: 1792 km
August: 132 km
KW 34: 11 km

Da heute die Schwiegereltern anreisen, hatten wir keinen größeren Ausflug oder Strandtag geplant. Also habe ich mich nach dem Frühstück zu einer Laufrunde aufgemacht. Ich bin dortin gelaufen, wo wir erstmals 2022 Urlaub gemacht hatten. Wenn ihr aufmerksam seid, findet ihr sogar ein nahezu identisches Foto, wie oben. Auch bei unserem ersten Aufenthalt in Cadzand-Bad 2023 haben wir diese Stelle noch einmal besucht. Es war also quasi wie nach Hause kommen. Auch davon abgesehen war der Lauf sehr angenehm. Es war deutlich wärmer als gedacht. Wenn es die nächsten Tage auch nur nachts regnet, bin ich zufrieden. 🏃

Im ersten Ohr: Sneakpod 933 – Glennkill
Im zweiten Ohr: Skye Wallace

Media Monday #790 – Nordseeliebe, Sonnenfinsternis und Wetterumschwung

Ihr habt es vielleicht schon mitbekommen: Ich bin im Urlaub! Genauer gesagt in Zeeland an der Nordsee. Während der letzten Woche war uns das Wetter sehr gewogen, sprich es war wunderbar sonnig und warm. Wir waren jeden Tag am Strand und haben es genossen, einfach mal nichts zu tun. Sprich lange Strandspaziergänge, Action in den Wellen und viele Seiten lesen (siehe Frage 2). Ansonsten war ich auch ein paar Mal laufen und habe während eines Laufs die Sonnenfinsternis miterlebt (siehe Foto unten). Heute stoßen noch die Schwiegereltern zu uns und das Wetter wird leider schlechter. Aber es gibt hier auch noch einiges zu besichtigen, so dass uns auch abseits der Strände nicht langweilig werden wird. Das wissen wir schließlich schon von unserem letzten Urlaub in dieser Region vor drei Jahren. Mehr zu unseren Erlebnissen wird es in den kommenden Wochen bestimmt hier auf dem Blog zu lesen geben. Nun aber erst einmal zu den Fragen des Medienjournals und euch eine schöne Woche! ☀️

Media Monday #790

  1. Es wäre erfreulich wenn die Klimakrise endlich als Problem für die Menschheit ernst genommen würde.
  2. Die Kurzgeschichtensammlung „Memory’s Legion“ aus dem „The Expanse“-Universum hat nun wirklich den perfekten Abschluss für die grandiose Romanreihe dargestellt.
  3. Ich glaube ja nicht an Wunder und dennoch hoffe ich in Zukunft auf weniger schwarz-blau-braunen Einfluss in der Politik.
  4. Laufen im Urlaub ist charmant, aber man muss sich die Zeit schon gut einteilen. Letzte Woche habe ich es auf fünf Läufe (meist durch die Dünen) gebracht und bin damit sehr zufrieden.
  5. Es hätte nicht viel gefehlt und die besten klassischen Horrorfilme hätten ohne mich stattfinden müssen, denn vor den 1960er Jahren habe ich noch viele filmische Lücken.
  6. Urlaub am Meer sollte wirklich einmal im Jahr sein.
  7. Zuletzt habe ich mit meiner Mama telefoniert und das war schön und nötig, weil es leider wieder nicht so erbauliche Entwicklungen gibt.

Mehr oder weniger professionell, sprich aus der Hüfte, die Sonnenfinsternis abgebildet (mehr Einblicke dieser Art findet ihr auf meinem Instagram-Account):

The Expanse: Memory’s Legion (James S. A. Corey)

The Expanse: Memory's Legion (James S. A. Corey)Mit dieser Kurzgeschichtensammlung verabschiede ich mich nun endgültig aus dem Universum von „The Expanse“. Seit dem großen Finale „Leviathan Falls“ sind nur exakt zwei Monate vergangen, sprich ich bin für meine Verhältnisse sehr schnell durch „Memory’s Legion“ gekommen. Viel zu schnell. Dabei hatte ich davor gar keine so große Lust auf die acht Kurzgeschichten und hätte lieber mehr Zeit mit der Crew der Rocinante verbracht. Aber mich haben die Erweiterungen dieser Welt so sehr begeistert, wie die besten Bücher der Hauptreihe. Teils begegnen wir bekannten Figuren wieder und teils lernen wir ganz neue Perspektiven kennen. All das trägt zum ohnehin schon großartigen World Building bei. Weiterhin wird jede Kurzgeschichte um Notizen des Autorenduos ergänzt, welche einen Blick hinter die Kulissen werfen. Ein fantastisches Gesamtpaket also für alle Fans von „The Expanse“. 🚀

Story 1: Drive

Die Geschichte von „Drive“ wird auch im Rahmen der Serie gezeigt: Dort sieht man, wie Solomon Epstein zum ersten Mal seinen gleichnamigen Antrieb testet. Dabei kommt er tragischerweise ums Leben, da die G-Kräfte durch die Beschleunigung zu hoch sind. In der Kurzgeschichte erleben wir zudem noch eine Liebesgeschichte und die politischen Entwicklungen zwischen Mars und Erde. Das alles ist wunderbar kunstvoll miteinander verwoben und man bekommt ein wirklich gutes Gefühl für die Figuren und was Entfernungen vor Erfindung des Epstein-Drive bedeutet haben. Eine wundervolle Kurzgeschichte, die ein halbes Leben in nur knapp 25 Seiten erzählt: 10/10 Punkte.

Story 2: The Butcher of Anderson Station

Fred Johnsons Geschichte bekommt man sowohl in der Serie als auch in den Büchern durchaus schon mit. In „The Butcher of Anderson Station“ wird sein Wechsel zur zuvor feindlichen OPA jedoch ganz konkret gezeigt. Auch hier setzen die Autoren wieder auf verschiedene Zeitebenen, die miteinander verwoben werden. Auch die Unterdrückung der Belter wird schmerzhaft greifbar. Es ist eben überall so, dass die Reichen und Mächtigen die Ärmsten ausbeuten. Hier geht es neben Hunger und Durst als Grundbedürfnis auch noch um das Atmen. Wenn bei uns auf der Erde Atemluft auch noch verkauft und verknappt werden könnte, es würde geschehen. Daran habe ich inzwischen keinen Zweifel mehr. Wir bekommen auch Anderson Dawes noch einmal zu lesen, was perfekt in den Kontext der Geschichte gepasst hat. Auch hier wieder großes Kino auf nur 29 Seiten: 9/10 Punkte.

Story 3: Gods of Risk

Mit „Gods of Risk“ folgt die erste längere Novelle von „Memory’s Legion“. Im Mittelpunkt steht David, der Neffe von Bobbie Draper. Er ist ein Vorzeigestudent und ist nebenbei jedoch in kriminelle Machenschaften verwickelt. Ich mochte diese kleine Geschichte aus dem „The Expanse“-Universum wirklich sehr, da sie den Alltag auf dem Mars zeigt und mit Bobbie eine meiner liebsten Figuren zurückbringt. Man kann sich sehr gut in den jungen David einfühlen und ich war froh, dass seine Geschichte am Ende glücklich, wenn auch bittersüß ausgeht. Hier werden keine weltverändernden Ereignisse erzählt, doch das war eine nette Abwechslung im Gegensatz zu den beiden vorhergehenden Geschichten. Beste Unterhaltung auf 61 Seiten: 9/10 Punkte.

Story 4: The Churn

„The Churn“ ist die wohl ungewöhnlichste Geschichte aus dem „The Expanse“-Universum. Nicht unbedingt inhaltlich, aber wie sie geschrieben ist: In allen Büchern und bisherigen Geschichte nutzen James S. A. Corey eine personale Erzählperspektive, sprich wir erleben die Welt durch die Augen jeweils einer Figur. Hier jedoch wird ein allwissender Erzähler eingesetzt, was ich zu Beginn extrem irritierend fand. In den Anmerkungen der Autoren zur Geschichte wird dies damit erklärt, dass sie die Leser:innen im Unklaren lassen wollten, wer denn Timmy ist. Für mich jedoch war es von der ersten Zeile klar, dass wir es hier mit Amos Burton zu tun haben. Vermutlich auch, weil er bereits in „Tiamat’s Wrath“ als Timmy auftritt. Inhaltlich bekommen wir es mit einer Kriminalgeschichte zu tun, welche die Welt rund um Amos erweitert. Es geht nach Baltimore, wohin er auch in „Nemesis Games“ zurückgekehrt ist. Ich mochte die Geschichte über ihre 59 Seiten, fand sie jedoch nicht so elegant erzählt, wie die bisherigen: 8/10 Punkte.

Story 5: The Vital Abyss

Auch mit „The Vital Abyss“ ändert das Autorenduo die Erzählperspektive: Erstmals in „The Expanse“ bekommen wir es mit einem Ich-Erzähler zu tun und dieser ist Dr. Paolo Cortázar, die Person hinter den menschenverachtenden Experimenten rund um das Protomolekül. In der Hauptserie haben wir Cortázar eher am Rande mitbekommen, doch hier wird der Fokus komplett auf ihn gesetzt: Wie er sich um seine kranke Mutter kümmert, dann immer ehrgeiziger wird, seine Empathie mit Drogen und Eingriffen abstellt und letztendlich von Protogen angeheuert wird. All das ist in eine Rahmenhandlung eingebettet, die ihn und seine Kolleg:innen als Gefangene der Belter zeigt, kurz bevor er von Winston Duarte nach Laconia geholt wird. Ich hätte nicht gedacht, dass ich diese Geschichte brauche, doch ist sie so packend erzählt, und Cortázar eine wirklich spannende Figur, dass ich extrem viel Spaß mit dieser Kurzgeschichte hatte. Erneut bekommen wir hier auf 63 Seiten ein nahezu komplettes Leben erzählt bzw. die Lücken ergänzt, welche die Hauptsaga gelassen hat. Wirklich gelungen: 9/10 Punkte.

Story 6: Strange Dogs

Die Geschichte von „Strange Dogs“ erleben wir schon in der finalen Staffel der Serienfassung von „The Expanse“. Sie bildet die Brücke zur Laconia-Trilogie und deshalb ist es umso tragischer, dass wir diese nicht mehr als Adaption bekommen haben. Ich wusste schon worum es geht und doch hat mich die Geschichte von Cara und Xan sehr getroffen. Sie ist düster und mysteriös und erzählt dabei doch einen sehr nachvollziehbaren Plot, der aus Caras Perspektive geschildert wird. Sehr klassisch für die bisher experimentelleren Blickwinkel von „Memory’s Legion“. Ich habe wirklich mit Cara gelitten, da ihr Handeln für sie völlig logisch ist. Auch mochte ich, dass wir Laconia hier näher kennenlernen und einen genaueren Blick auf die Repair Drones bekommen. Die letzten Sätze haben bei mir einen Kloß im Hals zurückgelassen, weil das Schicksal von Cara ja bekannt ist. Emotional hat „Strange Dogs“ komplett bei mir eingeschlagen und die 58 Seiten der Geschichte waren für mich ein Highlight unter den ohnehin schon famosen Kurzgeschichten: 10/10 Punkte.

Story 7: Auberon

Mit 64 Seiten ist „Auberon“ die längste der acht Kurzgeschichten. Wir lernen einen neuen Planeten mit neuen Regeln kennen. Auch neue Figuren, welche in der Eroberungsphase Laconias agieren. „Auberon“ ist zugleich Gangstergeschichte und Liebesdrama. Zunächst wirkt es so, als würde die Handlung komplett abseits der bekannten Wege spielen, doch dann kommt es zu einer Enthüllung, die ich so nicht habe kommen sehen: Es gibt ein Wiedersehen mit Erich, dem wir zuletzt in „The Churn“ begegnet sind. „Auberon“ wird aus zwei Perspektiven erzählt und ich fand es wunderbar, dass der Konflikt fast schon positiv aufgelöst wird. Oder zumindest so, dass es für eine der Figuren eine Weiterentwicklung gibt und sie der Disziplin Laconias entsagt. Nicht freiwillig, aber doch nicht alternativlos. Das hat mir wirklich gut gefallen und ich wäre gerne noch länger in dieser Welt geblieben. „The Expanse“ besitzt einfach ein so reiches World Building, dass es eine Freude ist: 10/10 Punkte.

Story 8: The Sins of Our Fathers

Dies ist die letzte Geschichte aus dem „The Expanse“-Universum, die jemals geschrieben wurde. Alleine das hat sie zu etwas Besonderem für mich gemacht. In ihr begegnen wir Filip Nagata wieder, was einen der losen Fäden aus der Free-Navy-Trilogie auffängt. Erneut befinden wir uns auf einem fremden Planeten. Dieses Mal jedoch spielt die Geschichte nach dem Finale der Hauptreihe, sprich das Ring-Netzwerk ist bereits zerstört. Dieser Fakt hat eine große Bedeutung für die 400-köpfige Siedlung, die im Zentrum der Geschichte steht. Filip sollte dort eigentlich nur ein kurzes Gastspiel haben, doch er wird von der Vergangenheit eingeholt und muss sich ihr stellen. All das wird mit einer Monstergeschichte angereichert, doch wie so oft sind es die menschlichen Dämonen, die es zu bekämpfen gilt. All das ist wieder so gekonnt erzählt, dass ich mir fast ein ganzes Buch in diesem Setting hätte vorstellen können. James S. A. Corey hören aber auf, wenn es am besten ist. Somit begleiten wir Filip nur auf 58 Seiten und nehmen danach wieder Abschied. Es hätte kein gelungenerer sein können: 10/10 Punkte.

Fazit

Ich habe ausnahmslos jede Kurzgeschichte von „Memory’s Legion“ genossen. Gäbe es einen zweiten Band, ich würde ohne nachzudenken zugreifen. James S. A. Corey haben mit „The Expanse“ eine der besten Buchreihen geschaffen, die ich je gelesen habe. Diese acht Kurzgeschichten sind ein weiterer Beweis für ihr durchdachtes World Building und ihr Talent, spannende Figuren zu zeichnen. Eine große Empfehlung für alle Fans der Sci-Fi-Reihe: 9/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (2407)

Heute wollen wir abends zum Strand, um zumindest einmal den Sonnenuntergang über dem Meer zu sehen. Nächste Woche soll das Wetter nämlich eher schlecht werden. Also ist der Rest der Familie heute noch einmal einkaufen gefahren, während ich mich in der späten Vormittagshitze zu einem Lauf durch die Pampa aufgemacht habe. Es war richtig, richtig heiß. ☀️

Heute mal Morgenlauf und damit die Laufwoche mit 40 km abgeschlossen(?)

Heute mal Morgenlauf und damit die Laufwoche mit 40 km abgeschlossen(?)

Distanz: 8.65 km
Zeit: 00:50:44
Anstieg: 23 m
Ø Pace: 5:52 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.2 km/h
Ø Herzfrequenz: 151 bpm
Ø Schrittfrequenz: 149 spm
Temperatur: 22.8 °C
Kalorien: 706 kcal

2026: 1780 km
August: 120 km
KW 33: 40 km

Eigentlich wollte ich 10 km laufen, doch es war zu anstrengend. Vielleicht steckte mir auch der gestrige Lauf noch in den Knochen? Auf jeden Fall habe ich geschwitzt wie schon lange nicht mehr. Und ich vermisse das Meer. Wird Zeit, dass wir unseren täglichen Meeresspaziergang noch nachholen. Morgen dann vermutlich tatsächlich mal Pause. Mit 40 km in einer Urlaubswoche bin ich durchaus zufrieden. 🏃

Im ersten Ohr: Sneakpod 933 – Glennkill
Im zweiten Ohr: Glowlag

Run, Fatboy, Run (2406)

Nach dem heutigen Strandtag, haben sich erstmals der Zwergofant und ich gemeinsam auf den Weg gemacht. Allerdings wollten wir keine allzu lange Runde laufen, denn der Tag war lang und die Familie hatte Hunger. Doch auch die anvisierten 6 km waren fordernd genug. ☀️

Erster Dünenlauf in bester Begleitung

Erster Dünenlauf in bester Begleitung

Distanz: 6.08 km
Zeit: 00:35:31
Anstieg: 49 m
Ø Pace: 5:51 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.3 km/h
Ø Herzfrequenz: 144 bpm
Ø Schrittfrequenz: 149 spm
Temperatur: 24.4 °C
Kalorien: 483 kcal

2026: 1772 km
August: 111 km
KW 33: 31 km

Wir sind einen neuen Abschnitt, den ich noch nicht kannte, gelaufen und dann hoch zum Meer. Auf dem letzten Kilometer musste mich der Zwergofant ganz schön ziehen, denn ich hatte keine Energie mehr. Nach dem Lauf haben wir uns gut gefühlt und planen, das in den nächsten Tagen noch einmal zu wiederholen. 🏃

Im Ohr: Gespräche über das Laufen am Meer.