The LEGO Ninjago Movie (2017)

Nachdem Frau bullion und das Zappelinchen heute Abend strawanzen sind und sich ein Konzert anschauen, hatten der Zwergofant und ich einen Männerabend. Wie so etwas aussieht? Zuerst haben wir uns mit „The LEGO Ninjago Movie“ einen lang ersehnten Film angeschaut und uns dann zusammen ins Bett gekuschelt, um noch ein wenig einem Ninjago-Hörspiel zu lauschen. Männerabend eben. Inzwischen hört der Zwergofant das Hörspiel alleine zu Ende (wenn er nicht dabei einschläft) und ich berichte euch, wie uns der Film gefallen hat… 🥋🔥💧🥶🥬

The LEGO Ninjago Movie (2017) | © Warner Home Video

The LEGO Ninjago Movie (2017) | © Warner Home Video

Ein Franchise für die Kids von heute

Nicht erst seit unserem Besuch im Legoland liebe ich die beiden „The LEGO Movie“-Filme. Mit Ninjago hatte ich selbst noch nicht allzu viele Berührungspunkte, doch der Zwergofant ist großer Fan. Er besitzt etliche Spielsachen, ein paar Hörspiele und schaut mit Vorliebe die Serie. Mich erinnert das bunte Ninja-Treiben immer ein wenig an die „Teenage Mutant Ninja Turtles“ meiner Kindheit, weshalb ich durchaus eine Verbindung zum LEGO-Franchise herstellen kann. Bereits im Vorfeld hat mir der Zwergofant genauestens erklärt, was er von der Geschichte weiß und wer die Figuren sind. Somit habe ich mich einigermaßen in der Welt zurechtgefunden, zumal der Film ohnehin kein Vorwissen voraussetzt. Allerdings kann es auch nicht schaden, denn die Hintergründe und Figuren bleiben doch ziemlich flach.

Der Stil des Films steht den anderen beiden LEGO-Movies in nichts nach. Auch die Verknüpfung mit Realszenen (u.a. mit Jackie Chan) ist wieder sehr gelungen. Somit war der Einsatz der ultimativen Waffe samt auftauchendem Monster auch mein Highlight des Films. Davon abgesehen sind die Gags sehr nett, die Geschichte bietet einige imposante Kampfszenen (war mir schon fast zu viel) und einen amüsanten Vater-Sohn-Konflikt. An die Innovationskraft, die vor allem der erste „The LEGO Movie“ ausstrahlt, kommt „The LEGO Ninjago Movie“ jedoch nicht ran. Dennoch mochte ich den Film schon alleine weil der Zwergofant am Ende des Abends verlauten ließ:

„Papa, diesen Abend werde ich nie vergessen!“

Wie soll man da noch objektiv über einen Film urteilen?

Fazit

Auch wenn sich die LEGO-Formel inzwischen ein wenig abnutzt und die Ninjago-Welt deutlich beschränkter ist, als das komplett freie Universum der bisherigen Filme, so hatte ich doch viel Spaß mit „The LEGO Ninjago Movie“. Am meisten freut es mich jedoch, die Begeisterung meines Sohns mitzuerleben und daran teilhaben zu können: 7/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (655)

Nachdem es fast die komplette letzte Woche für den Januar viel zu warm war, hatte ich mich heute auf einen kuscheligen Lauf im Sonnenschein gefreut. War aber nicht mehr drin. Bei knapp 5 °C war es eher nasskalt und die Sonne hat sich auch nur sehr sporadisch blicken lassen. Sehr enttäuschend. Da der Boden ziemlich nass war, habe ich auch meine geplante Strecke querfeldein über den Haufen geworfen und habe mich auf befestigte Wege konzentriert. Bin ja flexibel… 🤷‍♂️

Das Laufwetter war leider eher durchwachsen

Das Laufwetter war leider eher durchwachsen

Distance: 11.31 km
Duration: 01:05:50
Elevation: 100 m
Avg Pace: 5:49 min/km
Avg Speed: 10.3 km/h
Heart Rate: 169 bpm
Stride Frequency: 151 spm
Energy: 960 kcal

2020: 55 km
Januar: 55 km

Auch wenn ich mitten drin mal einen Durchhänger hatte, so war ich gegen Ende doch voller Energie und habe sogar noch eine extra Runde gedreht, um auf über 11 km zu kommen. Das hatte ich schon länger nicht mehr. Doch, ich bin zufrieden. 🙂

Im ersten Ohr: FatBoysRun – Episode 185: Krämpfe
Im zweiten Ohr: The Weakerthans

Rocketman (2019)

Der Januar ist erst gut zwei Wochen alt und schon befinden wir uns wieder im alten Trott. Aber vielleicht spreche ich auch nur für mich. Höchste Zeit also, mit einem Film aus diesem auszubrechen. Nachdem letzte Woche mit „Bohemian Rhapsody“ Queen auf dem Programm stand, gab es heute den „Rocketman“ Elton John. Welche Musiker-Biografie letztendlich besser abschneidet? 🎹🎶

Rocketman (2019) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Rocketman (2019) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Elton Johns Leben als buntes Rock-Musical

Auch wenn man „Bohemian Rhapsody“ und „Rocketman“ nicht unbedingt vergleichen sollte, so bietet es sich aus mehreren Gründen doch an: Beides sind aktuelle Musiker-Biografien und beide wurden größtenteils von Dexter Fletcher inszeniert. Es ist schon fast verwunderlich, dass dabei solch unterschiedliche Filme herausgekommen sind: Während „Bohemian Rhapsody“ ziemlich nach Schema F erzählt wird, ist „Rocketman“ ein ziemlicher Trip und zudem ein waschechtes Musical. Beide Filme sind wahrlich herausragend besetzt und sowohl Rami Malek als auch Taron Egerton nehmen sich nichts in ihrer Darstellung der beiden Musiker-Legenden. Der größte Unterschied dürfte wohl sein, dass Freddie Mercury bereits verstorben ist und die Macher bei der Umsetzung seines Lebens penibel darauf geachtet haben, ihn in einem guten Licht zu zeigen, während Elton John augenscheinlich härter mit sich ins Gericht gegangen ist.

Durch den unterschiedlichen Stil beider Filme, wirken sie auch komplett anders: „Rocketman“ traut sich deutlich mehr, ist smarter erzählt und fantasievoller inszeniert. Rein objektiv betrachtet wohl der bessere Film, doch „Bohemian Rhapsody“ wirkt insgesamt epischer und bedeutsamer. Natürlich hängt dies auch mit einer gewissen Legendenbildung zusammen. Zudem unterscheidet sich die Musik und deren Einsatz extrem: In „Rocketman“ werden die meisten Stücke in stark veränderten Varianten gespielt und von Taron Egerton selbst gesungen, während in „Bohemian Rhapsody“ Freddie Mercury höchstpersönlich aus den Lautsprechern schallt. Was nun letztendlich gelungener ist, muss wohl jeder Zuschauer für sich entscheiden.

Fazit

Während mich „Bohemian Rhapsody“ mit Bombast und der Musik für sich eingenommen hat, konnte „Rocketman“ durch Elton Johns persönlichen Weg überzeugen. Die Musical-Szenen haben mir zudem extrem gut gefallen. Auch wenn ich die beiden Filme nun doch stark miteinander verglichen habe, möchte ich letztendlich keinen von ihnen hervorheben. Ich mag beide aufgrund ihrer unterschiedlichen Ansätze sehr und finde es stark, dass diese jeweils gewählt wurden: 8/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (654)

Es ist zum Mäusemelken! Heute hat schon wieder den ganzen Tag die Sonne bei absurden 12 °C geschienen. Aber gibt ja keinen Klimawandel. 🙄 Sorry, ich drifte ab. Aufgrund eines straffen Meeting-Marathons habe ich es nicht einmal in der 10-minütigen „Mittagspause“ kurz raus geschafft. Somit war der Lauf am Abend umso nötiger, auch wenn sich meine Motivation, wieder im Dunklen zu laufen, wirklich in Grenzen gehalten hat.

Lauf durchs Rotlichtviertel?

Lauf durchs Rotlichtviertel?

Distance: 7.04 km
Duration: 00:41:23
Elevation: 44 m
Avg Pace: 5:58 min/km
Avg Speed: 10.21 km/h
Heart Rate: 165 bpm
Stride Frequency: 150 spm
Energy: 583 kcal

2020: 44 km
Januar: 44 km

Ich fand das Laufen heute auch anstrengend. So richtig anstrengend. Schwere Beine und schwerer Atem. Kein Wunder nach diesem Tag. Aber ich bin dennoch froh, draußen gewesen zu sein. Zumindest einmal am Tag ein wenig Bewegung kann nicht schaden, oder? 🏃‍♂️

Im Ohr: Radio Nukular – Episode 114: Star Wars Games!

Meine 5 heiß erwarteten Serien 2020

Nachdem letzte Woche meine fünf heiß erwarteten Filme im Fokus standen, dreht sich heute bei Die 5 BESTEN am DONNERSTAG alles um die entsprechenden Serien. Dabei habe ich, wie bereits bei den Filmen, auf eine realistische Sichtungswahrscheinlichkeit (ja, das ist ein Wort! ☝) geachtet. Sogar die Reihenfolge habe ich entsprechend gewählt. Auf welche Serien seid ihr heiß? Welche stehen bei euch als nächstes an?

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #159

Das Thema für Ausgabe #159 lautet:

Meine 5 heiß erwarteten Serien 2020

  1. „Narcos“ (2015 bis 2017) – Die erste Staffel dieser Netflix-Produktion habe ich bereits gesehen und nun bin ich extrem heiß auf die beiden folgenden Staffeln.
  2. „This Is Us – Season 3“ (2018) – Nachdem ich bereits die erste und die zweite Staffel großartig fand, wächst die Vorfreude auf das dritte Jahr. Da die Staffel ab Ende Januar bei Prime Video läuft, wird das auch direkt meine nächste Serie sein, sobald ich mit „Narcos“ durch bin.
  3. „Downton Abbey“ (2010 bis 2015) – Mit sechs Staffeln definitiv mein nächstes Serien-Großprojekt. Ich habe schon so viel Gutes darüber gehört, dass ich sehr gespannt bin.
  4. „Justified“ (2010 bis 2015) – Wenn mir nicht der Sommer dazwischenfunkt, in dem ich keinen Serien-Marathon starten würde, steht mit „Justified“ ein weiteres Großprojekt auf der Liste, auf das ich mich sehr freue.
  5. „The Marvelous Mrs. Maisel – Season 4“ (2020) – Die einzige wirklich brandneue Serie auf dieser Liste und vermutlich auch die beste. Nachdem ich erst letzten Monat die dritte Staffel gesehen habe, kann ich die Fortsetzung kaum erwarten! ❤

Run, Fatboy, Run (653)

Es ist ein Trauerspiel: Den ganzen Tag scheint die Sonne und dann, wenn man endlich raus und zum Laufen kommt, ist es zappenduster. Oh, du schönes Winterhalbjahr. Aber hilft ja nix, denn ich habe mir für dieses Jahr laufmäßig wieder einiges vorgenommen, weshalb ich mich natürlich trotz Dunkelheit auf den Weg gemacht habe… 🌃

Nachts sind alle Straßen dunkel...

Nachts sind alle Straßen dunkel…

Distance: 10.11 km
Duration: 01:00:28
Elevation: 65 m
Avg Pace: 5:58 min/km
Avg Speed: 10.0 km/h
Heart Rate: 162 bpm
Stride Frequency: 151 spm
Energy: 859 kcal

2020: 37 km
Januar: 37 km

Neben der Dunkelheit hat mich der Muskelkater vom Krafttraining gestern geplagt. Dieser war nach den ersten paar hundert Metern jedoch auch vergessen. Somit habe ich in der ersten Hälfte des Monats gut 35 km erlaufen, was ziemlich genau meinem Plan entspricht. Läuft also.

Im Ohr: Fortsetzung folgt – Weihnachten 2019

Media Monday #446

Das Wochenende ist vorbei. Es war ziemlich ruhig und durchaus angenehm. Die nächste Woche droht jetzt schon mit einem viel zu vollen Terminkalender und alleine Morgen werde ich von 7 bis 19 Uhr aus dem Haus sein. Gut also, dass ich die Fragen des Medienjournals ganz entspannt bereits Sonntagabend beantworten kann. In diesem Sinne: Viel Spaß mit meinen Antworten! 🙂

Media Monday #446

  1. Fernab der einschlägigen Streaming-Dienste schaue ich natürlich auch 2020 alles, was meine Sammlung an DVDs und Blu-rays hergibt.
  2. Erstaunlich, wie schnell das Wochenende vergangen ist. Das muss ein Fehler in der Matrix sein.
  3. Diskussionen im Internet können auch recht angenehm verlaufen, so wie z.B. immer wieder mit Mr. Filmschrott auf meinem oder seinem Blog.
  4. Denke ich nur daran, wie reduziert mein Filmkonsum dieses Jahr im Vergleich zum Januar 2019 ist, habe ich schon Zweifel, dass ich dieses Jahr die 79 Filme aus dem Jahr 2019 knacken kann.
  5. Kurzfilme produzieren hätte ja durchaus das Zeug dazu, für mich neue/s Hobby/Leidenschaft zu werden, denn ich habe den Zwergofanten ein wenig in die Welt des Filmschnitts und der Spezialeffekte eingeführt – und diese Bemühungen könnten in einem Kurzfilm gipfeln.
  6. Wozu man ja auch viel zu selten wirklich Zeit und Gelegenheit findet, ist in komplett neue Filmwelten abzutauchen. Bei vielen steht der Januar ganz im Zeichen des #Japanuary und selbst ich habe mit „One Cut of the Dead“ einen großartigen japanischen Film gesehen.
  7. Zuletzt habe ich das Queen-Biopic „Bohemian Rhapsody“ gesehen und das war ziemlich formelhaft und hat dennoch gut funktioniert, weil die Schauspieler und die Musik einfach großartig sind.

„Rocketman“ ist der erste Neuzugang in meine Sammlung 2020 (mehr Einblicke dieser Art finden sich auf meinem Instagram-Account):

Bohemian Rhapsody (2018)

Nach einem recht entspannten Samstag mit ein wenig Möbel aufbauen und einem netten Lauf, habe ich mich abends auf einen Film gefreut. Mit „Bohemian Rhapsody“ ist ein Werk im Blu-ray-Player gelandet, auf das ich mich zwar einerseits gefreut habe, andererseits hatte ich aber auch keine großen Erwartungen. Letztendlich ordnet das den Film auch ziemlich gut ein… 🎸🎹🎶

Bohemian Rhapsody (2018) | © Twentieth Century Fox Home Entertainment

Bohemian Rhapsody (2018) | © Twentieth Century Fox Home Entertainment

Eine Rock’n’Roll-Oper für die ganze Familie

Ich kenne mich mit Queen nicht besonders gut aus. Neben Freddie Mercury war mir bisher nur Brian May ein Begriff. Natürlich kenne ich alle populäre Songs und neben „Bohemian Rhapsody“ ist ausgerechnet der eher unbekannte „Breakthru“ mein Lieblingssong der Band. Auch mag ich Rockmusik in Filmen. Nichts kommt an „Almost Famous“ heran. Wenn ich an Musikerbiografien, dann fällt mir als erstes Oliver Stones „The Doors“ ein, der so ziemlich das Gegenteil von „Bohemian Rhapsody“ ist. Auch die leider nur kurzlebige HBO-Serie „Vinyl“ hat den Rock’n’Roll-Lifestyle zelebriert. In diesem Film wird er höchstens gestreift. „Bohemian Rhapsody“ ist übertrieben familienfreundlich erzählt und inszeniert, was einer der großen Schwachpunkte ist. Eben ein FSK-6-Biopic für die ganze Familie.

Wenn wir schon bei Schwächen sind, dann muss ich noch kurz auf die Struktur des Films eingehen: Die Dramaturgie ist so vorhersehbar, dass sie schon an Malen nach Zahlen erinnert. Angefangen vom Vater, der nicht an Freddie glauben mag, bis zur letztendlichen Anerkennung (natürlich!) kurz vor dem großen Live-Aid-Auftritt. Da ist es nur symptomatisch, dass auch Freddie Mercurys Kenntnis seiner AIDS-Erkrankung chronologisch für die perfekt durchkomponierte Dramaturgie vorgezogen wurde. In Kombination ergibt sich daraus ein Film, der extrem auf Nummer sicher spielt, was letztendlich viel Potenzial verschenkt.

Trotz Schwächen aufregend und mitreißend

Auch wenn ich bisher nur Kritik geäußert habe, so wurde ich doch blendend unterhalten, was vor allem den tollen schauspielerischen Leistungen zuzuschreiben ist. Rami Malek (bekannt aus der TV-Serie „Mr. Robot“) ist großartig als Freddie Mercury. Doch auch die anderen Bandmitglieder sind hervorragend besetzt. Den größten Schmunzler hatte für mich Mike Myers mit seiner Anspielung auf „Wayne’s World“, was vielleicht zu meta war, mich aber dennoch zu amüsieren wusste. Davon abgesehen ist natürlich die Musik einfach bombastisch. Es wurde mir noch einmal so richtig bewusst, was für eine einflussreiche Band Queen war. Speziell der finale Live-Aid-Auftritt, der beinahe komplett ausgespielt wird, ist großes Kino.

Fazit

Auch wenn „Bohemian Rhapsody“ viel Potenzial liegen lässt, und zu sehr nach dem Biopic-Baukasten erzählt wird, mochte ich den Film mehr als ich sollte. Er ist nicht überragend gut und es lassen sich, rein objektiv betrachtet, viele Fehler finden. Die rein emotionale Wirkung stimmt aber und für mich sind die 135 Minuten wie im Flug vergangen. Bestimmt ein bis zwei Punkte zu viel, aber dennoch: 8/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (652)

Nachdem es sich mich letztes Wochenende so richtig zerlegt hatte, inklusive komplett zusammengebrochenem Kreislauf, war ich (vernünftig wie immer) ab Dienstag wieder arbeiten. Gut gefühlt habe ich mich die gesamte Woche jedoch nicht. Nachdem ich heute ein paar Möbel aufgebaut hatte, war ich zum ersten Mal wieder voller Energie und habe einen langsamen Lauf gewagt… 🐌

Neue Wege durch das Städtchen...

Neue Wege durch das Städtchen…

Distance: 10.11 km
Duration: 01:03:25
Elevation: 64 m
Avg Pace: 6:15 min/km
Avg Speed: 9.6 km/h
Heart Rate: 163 bpm
Stride Frequency: 149 spm
Energy: 850 kcal

2020: 27 km
Januar: 27 km

Nach dem ersten Kilometer habe ich mich wieder so richtig wohl gefühlt. Wohler als vor dem Lauf und wohler als jetzt danach. Schon seltsam. Aber die Bewegung hat mir etwas gegeben. Somit bin ich langsam mäandernd durch unser Städtchen gelaufen und habe es am Ende sogar auf 10 km gebracht. Ob das nun, rein körperlich gesehen, so schlau war, wird der morgige Tag zeigen. Meinem Geist hat es auf jeden Fall gut getan.

Im Ohr: FatBoysRun – Episode 184: 2020 ändert sich der Spieß!

One Cut of the Dead – OT: Kamera wo tomeruna! (2017)

Noch vor ein paar Tagen habe ich eine Liste mit meinen heiß erwarteten Filmen 2020 veröffentlicht. Unter diesen befand sich sich auch „One Cut of the Dead“. Dass es mit der Sichtung letztendlich so schnell ging, hätte ich nicht gedacht. Ob der Film meine hohen Erwartungen erfüllen konnte, lest ihr in der folgenden Besprechung. Spoiler sind zu erwarten. Wirklich. Schaut zuerst den Film!

One Cut of the Dead (2017) | © Koch Media GmbH

One Cut of the Dead (2017) | © Koch Media GmbH

Selten hat sich Durchhaltevermögen so ausgezahlt

Auf dem Cover wird die japanische Zombie-Komödie doch tatsächlich mit „Shaun of the Dead“ vergleichen. Damit wird sogleich nach den Sternen gegriffen. Umso enttäuschender wirken die ersten 35 Minuten des Films, in denen wir einen One-Take zu sehen bekommen. Eben wie „Victoria“ nur in der trashigen Zombie-Variante. Trashig ist hier auch das Stichwort, denn etliche Szenen wirken seltsam daneben. Ich wurde davon ganz gut unterhalten, aber war doch recht enttäuscht. Allerdings hatte ich davor schon gelesen, dass der Film nach seinem ersten Drittel einen ganz anderen Weg einschlagen sollte. Das hat mich einerseits darin bestärkt dranzubleiben, andererseits wäre die Überraschung ohne dieses Wissen vermutlich noch größer gewesen.

Das zweite Drittel zeigt, wie es zu dem One-Take kam und damit quasi den ein Making-of der Vorproduktion. Hier musste ich an Filme wie „Living in Oblivion“ denken, denn es gibt unzählige schräge Charaktere und wir lernen auch die filmverrückte Familie des Regisseurs kennen. So richtig dreht „One Cut of the Dead“ allerdings im letzten Drittel auf, in der wir dem Dreh des One-Takes aus anderer Perspektive beiwohnen. Was hier abgefeuert wird, ist so herrlich absurd und kunstvoll, dass es eine wahre Freude ist. Zudem endet der Film auf einer so positiven und sympathischen Note, dass ich fast Lust bekommen habe, mich selbst einmal wieder mit dem Filmen zu beschäftigen.

Fazit

„One Cut of the Dead“ ist eine extrem sympathische und gut gemachte Komödie über das Filmemachen. Am besten ihr wisst davor noch gar nichts über die Handlung (jetzt ist es zu spät, sorry). Mit Kenntnis des gesamten Films gibt es vermutlich sogar im ersten Drittel viel Lustiges zu entdecken. Vielleicht also am besten gleich noch einmal schauen? Wenn das mal kein Lob ist: 8/10 Punkte.