Das Reich der Sonne – OT: Empire of the Sun

Steven Spielberg gehört für mich zu den größten Regisseuren aller Zeiten. Kaum ein anderer versteht es die verschiedensten Zuschauertypen – vom Cineasten bis zum Gelegenheitskinogänger – gleichermaßen in seinen Bann zu ziehen. Zudem mag ich die – oft kritisierte –  Bedeutung der Familie und die damit verbundene Hoffnung, die sich wie ein roter Faden durch all seine Filme zieht. Umso gespannter war ich deshalb auf „Das Reich der Sonne“ – einen der letzten mir unbekannten Filme des Regisseurs. Ich sollte nicht enttäuscht werden.

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In „Das Reich der Sonne“ erleben wir die Wirren des Krieges aus den Augen eines 11jährigen Jungen. Welche Perspektive könnte besser sein um das Unbegreifliche begreifbar zu machen? Der Film hebt sich dadurch auch von allen anderen Antikriegsfilmen ab. Ihn als solchen zu bezeichnen wäre sowieso falsch. Spielberg zeigt eine Reise. Eine Reise von der Kindheit zum Erwachsenwerden. Eine Reise, die Jamie Graham – aufgrund der äußeren Umstände – viel zu schnell durchleben muss.

Der Junge wird nicht von irgendeinem (heute unbekannten) Schauspieler gespielt: Er wird vom – damals gerade einmal – 13jährigen Christian Bale („Batman Begins“) verkörpert. Dieser liefert eine unglaubliche Leistung. Fantastisch. Eindringlich. Großartig. Ich bin schwer begeistert. Der von mir stets gern gesehene John Malkovich spielt Basie, einen Glücksritter, der sich dem Jungen – zumindest zeitweise – annimmt. Ansonsten ist mir besonders Ben Stiller in einer kleinen Nebenrolle aufgefallen. Man merkt an den Schauspielern, dass der Film doch schon 19 Jahre auf dem Buckel hat. Ansonsten weist er glücklicherweise noch keine Alterungserscheinungen auf – so wie eigentlich alle Filme Spielbergs.

Neben der toll erzählten Geschichte, den beeindruckenden Bildern und den grandiosen Schauspielern sticht besonders der wunderschöne Score von John Williams hervor. Das Gesamtbild, das sich durch all diese Faktoren ergibt, ist rund und macht „Das Reich der Sonne“ zu einem äußerst sehenswerten – wenngleich auch nicht allzu bekannten – Film für alle Freunde Spielbergs.

Ich bin schwer begeistert und hoch erfreut spät – aber dennoch – auf diese Perle gestoßen zu sein. Das schöne 2-DVD-Set gibt es zur Zeit übrigens für knappe 5 Euro. Wer da nicht zuschlägt, ist selbst schuld. Dies war garantiert nicht meine letzte Sichtung: 9/10 Punkte.

Batman Begins

Gestern Abend bin ich endlich dazu gekommen, mir Christopher Nolans „Batman Begins“ anzuschauen. Die klassischen Tim Burton-Filme um den schwarzen Ritter haben mir recht gut gefallen, wenngleich die letzte Sichtung auch schon ewig zurückliegt und ich damals mit der düsteren Welt noch nicht so viel anfangen konnte, wie es heute wohl der Fall wäre. Joel Schumachers Versuche habe ich irgendwann einmal im TV verfolgt und glücklicherweise bereits wieder vergessen. Umso höher waren nun die Erwartungen für die aktuelle Adaption, zumal Christopher Nolan mit „Memento“ einen der interessantesten Filme der jüngeren Filmgeschichte abgeliefert hat. Von den überschwänglichen Kritiken einmal ganz zu schweigen.

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„Batman Begins“ setzt da an, wo der Titel vermuten lässt: Am Anfang. Man ist als Zuschauer live dabei, wenn Bruce Wayne zum mystisch angehauchten Superhelden aufsteigt. Wenn er sein Fledermaus-Trauma durchlebt. Wenn seine Eltern umgebracht werden. Nolan erzählt diese Gestaltwerdung in größtenteils ruhigen, doch eindringlichen Bildern. Im Mittelpunkt steht klar Bruce Wayne und seine innere Zerrissenheit. Es vergeht beinahe eine Stunde bis der Held das erste Mal sein Kostüm überstreift und das ist auch gut so. Bis zu diesem Zeitpunkt ist der Film neu, spannend, großartig.

Ab der Verwandlung begibt sich Nolan wieder auf ausgetretenere Pfade: Batman kicks ass! Und das macht er besser denn je. Ich hatte das Gefühl das alles schon einmal in abgewandelter Form gesehen zu haben. Das Besondere des ersten Teils hat irgendwie gefehlt. Dennoch ist auch die weitere Geschichte spannend und äußerst unterhaltsam. Nur mit der Verfolgungsjagd im Batmobil wurde es meiner Meinung nach etwas übertrieben. Das Ende des Films ist dann mehr als befriedigend und breitet bereits die Geschichte des zweiten Teils vor den Füßen der Zuschauer aus: The Joker is back!

Erstaunt hat mich die Vielzahl an Stars, die in dem Film mitwirken. Christian Bale liefert einen grandiosen Bruce Wayne/Batman. Sein Spiel ist nuanciert und bringt eine enorme Tiefe in die bekannte Figur. Michael Caine gibt als Albert eine tolle Vaterfigur ab und ist mehr als reine Staffage. Ebenso Katie Holmes, bei der ich allerdings immer das Problem haben werde, sie als kleine Joey Potter aus „Dawson’s Creek“ zu sehen. Überraschend waren für mich die Auftritte von Morgan Freeman, Gary Oldman und besonders Rutger Hauer. Liam Neeson darf auch nicht vergessen werden, der am Ende gegen seinen bekannten Rollentypus anspielt. Eine wahrlich runde Sache.

Mir hat „Batman Begins“ gestern wirklich viel Spaß bereitet, wenngleich ich mich auch nicht so stark mit der Figur identifizieren kann, wie z.B. mit „Spider-Man“. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr auf die Fortsetzung, bei der wir anscheinend einen herrlich fiesen Joker erleben dürfen. Hierfür gibt es erst einmal 8/10 Punkte.

Die Anstalt (John Katzenbach)

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Nach über vier Monaten habe ich nun endlich meinen aktuellen Lesestoff – John Katzenbachs „Die Anstalt“ – beendet. Ich glaube damit habe ich einen neuen Nekativrekord erreicht. Aber was soll man auch machen, wenn man nur abends zum Lesen kommt und das Spannendste am Buch das Cover ist?

Die Geschichte um den Geisteskranken Francis „C-Bird“ Petrel, der in einen Mordfall verstrickt wird, ist interessant und stimmig erzählt. Leider verliert sich der Autor in unzähligen Einzelheiten und Beschreibungen, die die Geschichte um keinen Deut voranbringen. Somit wird die Handlung auf 750 Seiten gestreckt, was sich oftmals leider in ziemlicher Langeweile äußert. Auf 400 Seiten – und das ist für die Geschichte noch hoch gegriffen – komprimiert, wäre bestimmt eine spannende Sache daraus geworden. So habe ich mich leider über viele Seiten weiterquälen müssen.

Hervorheben muss man klar den Schreibstil. Dieser ist ungewöhnlich gut. Die Sätze ziehen sich teils über eine halbe Seite und entsprechen irgendwie dem verworrenen Klinikleben, das die Hauptfiguren durchleben müssen. Auch die Struktur des Romans (Francis erzählt die Geschichte und wird in der Gegenwart von den Geistern seiner Vergangenheit gequält) kann man durchaus als gelungen bezeichnen.

Gegen Ende habe ich einen großen Knall erwartet. Es wird soviel mit Geisteskrankheit und Wahrnehmung gespielt, zudem heißt das erste Kapitel „Der unzuverlässige Erzähler“ – ich hätte schwören können, dass letztendlich die Hauptperson selbst – oder zumindest ein Teil seiner schizophrenen Persönlichkeit – der Killer ist. Die eigentliche Auflösung ist dagegen unendlich schwach und langweilig. Schade, denn hier wurde wirklich Potential verschenkt.

Insgesamt ist „Die Anstalt“ ein gut geschriebener Roman, dessen Inhalt es leider nicht mit der Form aufnehmen kann. Mit viel gutem Willen vergebe ich 6/10 Punkte. Ob ich noch einmal etwas von John Katzenbach lesen werde: Ich wage es zu bezweifeln.

Mission: Impossible 3 (2006)

Nachdem ich vom direkten Vorgänger unendlich enttäuscht war, habe ich mich heute dennoch an J.J. Abrams „Mission: Impossible 3“ gewagt, den – zumindest bisher – finalen Teil der Filmreihe um Agent Ethan Hunt. Bereits nach den ersten Minuten war Aufatmen angesagt: Zwar ist auch der Abschluss der Trilogie ganz anders ausgefallen, als Brian De Palmas Erstling, doch darf man das – im Gegensatz zu Teil 2 – durchaus positiv werten.

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Ich weiß nicht, ob ich mir das nur eingebildet habe, oder ob ich aufgrund meiner Serien-Sichtungen vorbelastet bin, doch hatte ich teils wirklich das Gefühl einen „ALIAS“-Kinofilm vor mir zu haben. Schon allein die Geschichte – inklusive Handlungsklammer und Twist – scheint der Serie um Sydney Bristow entsprungen zu sein. Das IMF-Hauptquartier ähnelt vom Look zudem deutlich den Geheimdienstzentralen der Show. Die Einbindung von Ethan Hunts Privatleben – inklusive dem Aufrechterhalten seiner Geheimidentität – habe ich auch schon einmal gesehen und Simon Peggs Charakter entspricht 1:1 dem Computergenie Marshall. Zufall? Ich glaube nicht. Ebensowenig wie die Gastauftritte einiger „ALIAS“-Darsteller (inklusive Greg Grunberg).

J.J. Abrams hat das getan, was er am besten kann: Eine stimmige Geschichte packend inszenieren, sowie Handlung und Charaktere stets interessant gestalten. Also all das, was John Woo im zweiten Teil vergeigt hat. Zwar gewinnt auch hier der Plot um die Hasenpfote – dieses Mal übrigens ein echter MacGuffin – keinen Innovationspreis, doch bleiben die Aktionen des IMF-Teams stets interessant genug, um den Zuschauer bei der Stange zu halten. Überhaupt liegt der Schwerpunkt wieder mehr auf Teamarbeit, obwohl Tom Cruise natürlich immer noch im Vordergrund steht.

Im Gegensatz zum zweiten Teil gibt es unter J.J. Abrams Regie gute bis sehr gute Leistungen der Schauspieler zu beobachten. Philip Seymour Hoffman spielt ohne Zweifel alle an die Wand, doch auch Tom Cruise darf wieder mehr zeigen, als sein breites Grinsen. Dies kommt klar auch dem emotionalen Grundgerüst der Geschichte zugute und man ist als Zuschauer wieder wirklich an den Figuren und ihrem Schicksal interessiert.

J.J. Abrams hat mit „Mission: Impossible 3“ einen spannenden und äußerst unterhaltsamen Beitrag zur Agententrilogie geschaffen – wenn nicht sogar den unterhaltsamsten. Bei der nächsten Sichtung werde ich mich wohl auf die ungeraden Teile beschränken: 8/10 Punkte.

2001 Maniacs

Es ist angerichtet! Wieder einmal hat es mich zu einem Genrefilm hingezogen, dessen mangelnde Qualität mir schon bereits vor der Sichtung klar war: „2001 Maniacs“ – Tim Sullivans Remake des Hershell Gordon Lewis-Klassikers „Two Thousand Maniacs!“. Was reizt mich nur immer wieder an solchen Filmen?

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Die Handlung ist völlig nichtig und dient nur als Aufhänger möglichst viele pubertäre Fantasien à la „American Pie“ und teils deftige Goreszenen unter einen Hut zu bringen. Spaßig ist das ganze trotzdem. Die Atmosphäre in der Kleinstadt stimmt und mit Robert Englund („A Nightmare on Elmstreet“) wurde die perfekte Besetzung für den Bürgermeister gefunden. Diverse Spitzen gegen sowohl Süd- als auch Nordstaaten würzen die bunte Schlachtplatte zudem mit – flachen, aber dennoch – satirischen Spitzen.

An Schauspielern gibt es zudem noch Lin Shayne („Dead End“), Giuseppe Andrews (Germ aus „Two Guys and a Girl“), sowie Peter Stormare („Fargo“, „Prison Break“) zu entdecken. Überhaupt ist der Supportcast recht gut gewählt. Auf jeden Fall besser als die 08/15-Darsteller der Hauptfiguren. Aber das war hier auch nicht anders zu erwarten. Freunden des Genres dürfte zudem Eli Roths Auftritt als Justin gefallen. Eine Rolle, die er bereits in seinem – eher schwachen – Kinodebut „Cabin Fever“ gespielt hat.

Ansonsten gibt es nicht mehr viel zu sagen. Das Ende ist ganz nett, die Effekte auch. Insgesamt war mir der Film aber zu sehr auf Teenies ausgelegt. Schade. Dennoch hatte ich meinen Spaß. Der Film kommt sympathisch rüber und man merkt – wie auch bei den Werken von Eli Roth – dass die Macher mit Spaß und Liebe für das Genre bei der Sache waren. Kein wirklich guter Film, aber durchaus unterhaltsam: 5/10 Punkte.

Children of Men (2006)

Gestern Abend habe ich mir endlich Alfonso Cuaróns „Children of Men“ angesehen. Wieder ein Film, bei dem ich mich ärgere, ihn nicht auf der großen Leinwand gesehen zu haben. Doch hätte auch dieses Erlebnis kaum die Intensität der gestrigen Sichtung übertreffen können.

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Alfonso Cuarón hat mit „Children of Men“ eine düstere Zukunftsvision erschaffen. Eine Art von Film, wie sie seit den 70ern nicht mehr gemacht werden. Die Adaption von P.D. James‘ Roman erinnernt am ehesten an verstörende Utopien, wie „Soylent Green“ oder „Fahrenheit 451“. Der Film ist dreckig, es liegt eine beständige Hoffnungslosigkeit in der Luft und es gibt keine Helden. Damit erhebt sich „Children of Men“ über den Status eines reinen Unterhaltungsfilms. Er hat eine Aussage. Mag man ihn nun als Kommentar zur Globalisierung, als Warnung vor dem Klimawandel oder als Analogie zu heutigen Krisengebieten sehen. Der Film funktioniert. Er funktioniert auf all diesen Leveln.

Die Geschichte an sich ist eher einfach. Eine Rettungsmission. Von A nach B. Doch den Film darauf zu reduzieren wäre nicht nur oberflächlich, es wäre schlicht falsch. Man sieht die Welt durch die Augen von Theo Faron. Einem Mann ohne Zukunft. Ohne Hoffnung. Auf seiner Reise erhascht man unzählige Eindrücke einer kranken Welt. Einer Welt, die aus den Fugen geraten ist. Die im Jahre 2027 – in dem der Film angesiedelt ist – bereits seit langer Zeit aus den Fugen geraten ist. Durch das Aufkeimen von Hoffnung wird Theo wieder ein Sinn in seinem Leben gegeben. Er wandelt nicht mehr wie tot durch diese kranke Welt. Er hat ein Ziel und muss sich deshalb mit dieser Welt auseinander setzen.

Was mich bei „Children of Men“ wirklich umgehauen hat, ist die Inszenierung. Alfonso Cuarón erschafft eine Welt, wie sie glaubhafter und beängstigender nicht sein könnte. Man fühlt sich nicht wie 20 Jahre in der Zukunft. Das ist jetzt. Heute. Der Zuschauer ist live dabei. Wenn Bomben explodieren, wenn Immigranten über den Haufen geschossen werden, wenn es keine Hoffnung mehr gibt. Unglaublich. Unglaublich intensiv. Ich war selten so beeindruckt von der Art der Inszenierung. Ganz groß. Ich möchte nicht wissen, wie der Kameramann bei der finalen Häuserschlacht geschwitzt hat, die – mindestens 5 Minuten lang – ohne einen einzigen Schnitt auskommt. Ich kann es nur noch einmal sagen: Unglaublich!

Trotz seiner grandiosen Wirkung ist der Film nicht fehlerfrei. The Human Project als MacGuffin erschien mir etwas plump. Ebenso die Ehrfurcht der militärischen Einheit vor dem Baby. Auch das Ende hat mich letztendlich nicht 100%ig überzeugt. Doch das sind alles nur Nebensächlichkeiten in einem wirklich herausragenden Film.

Bei den Schauspielern überzeugt allen voran einmal wieder Clive Owen, dem man den gebrochenen Helden voll und ganz abnimmt. Auch Michael Caine als Althippie hat seine Momente und auch der Rest des Casts fügt sich grandios in diese düstere Zukunft ein. Erwähnen muss ich auch noch die grandiosen VFX. So ist z.B. in der Geburtsszene das Baby vollständig computeranimiert. Wirklich grandios gemacht und nicht – zumindest auf den ersten Blick – zu erkennen.

„Children of Men“ sollte man wirklich gesehen haben. Hinter der oberflächlichen Haupthandlung steckt so viel mehr. Alfonso Cuarón hat sich meiner Meinung nach selbst übertroffen. Ich hoffe der Film wirkt bei der nächsten Sichtung noch genauso intensiv: 9/10 Punkte.

The Soundtrack of My Life

Gefunden und geklaut bei konna. Davor bei Leonope und – in abgewandelter Form – bei Paul gesehen. Ich habe das Stöckchen aufgesammelt, da ich viel weniger über Musik schreibe, als diese eigentlich eine Rolle in meinem Leben spielt – und weil ich anscheinend zuviel Zeit habe. Sollte ich nicht arbeiten? Wie auch immer: Verlinkungen führen zu YouTube. Allerdings gibt es dort nicht alle Songs und diese teils auch nur in seltsamen Versionen. Also nicht zu sehr wundern! 😉

Gesucht ist ein Song …

 

… der dich traurig macht:

Jimmy Eat World – Hear You Me
Der Song packt mich jedes Mal aufs Neue. So schön kann Abschied sein. Hoffnungsvoll und doch traurig. Würde ich mir ein Lied für meine eigene Trauerfeier wünschen, dann dieses.

… bei dem Du weinen musst:

Pearl Jam – Man of the Hour
Was musste ich mit den Tränen kämpfen, als ich den Song das erste Mal gehört habe. Nicht ganz unschuldig daran war Tim Burtons „Big Fish“. Doch auch für sich genommen ein wunderbar trauriger Song.

… der Dich glücklich macht:

The Weakerthans – Aside
Soviel Power, so melodiös und so poetisch. Ich liebe diesen Song und ja, er macht mich glücklich.

… bei dem Du sofort gute Laune kriegst:

Johnossi – Man Must Dance
Schwer zu beschreiben. Einmal auf einem Konzert gehört und sofort liebgewonnen. Perfekt!

… bei dem Du nicht still sitzen kannst:

Feeder – Just a Day
So mitreißend, dass man einfach nicht anders kann, als gut gelaunt durchs Zimmer zu hüpfen. Es geht schon wieder los…

… der Deiner Meinung nach zu kurz ist:

Cat Stevens – Tea for the Tillerman
Vielleicht aber auch so gelungen, weil der Song so kurz ist.

… der Dir etwas bedeutet:

Sportfreunde Stiller – Wunderbaren Jahren
Hier könnte ich unzählige Songs nennen. Wohl auch die meisten der anderen Kategorien. Doch dieser fasst das alles recht schön zusammen – auch inhaltlich.

… den Du ununterbrochen hören kannst:

Mando Diao – If I Leave You
Ich glaube diesen Song habe ich noch nie weggedrückt. Überhaupt kann man MANDO DIAO fast immer hören.

… den Du liebst:

The Postal Service – Such Great Heights
Einfach anders, einfach schön. Fast hypnotisch. Das muss Liebe sein.

… den Du besitzt, aber nicht magst:

Bloodhound Gang – Kiss Me Where It Smells Funny
Klarer Fall von jugendlicher Geschmacksverirrung.

… dessen Text auf Dich zutrifft:

Jimmy Eat World – A Praise Chorus
Früher umso mehr, doch auch heute noch fühle ich eine besondere Beziehung zu dem Song. Einfach geschubst werden, etwas wagen, nicht nur dastehen und zusehen. Egal in welcher Beziehung.

… von einem Soundtrack:

Imogen Heap – Hide and Seek
Seltsam. Anders. Emotional. Spannend.

… den du schon live gehört hast:

Die Ärzte – Hurra
Wieder einer aus vielen. Doch DIE ÄRZTE habe ich einfach schon öfter besucht, als andere Bands… 😉

… der nicht auf deutsch/englisch ist:

Persiana Jones – Tremarella
Fröhlicher Ska/Pop/Punk aus Italien.

… der von einer Frau gesungen wird:

Belle & Sebastian – Family Tree
Ein sehr zurückhaltender, ruhiger Song mit tollem Text und einer sympathischen Stimme.

… eines Solokünstlers:

Aimee Mann – Momentum
Damit die Frauenquote hier doch etwas gewahrt wird. Klasse Song von einer klasse Songwriterin.

… Deiner Lieblingsband:

Jimmy Eat World – Lucky Denver Mint
Ich könnte hier wohl jedes Lied von JIMMY EAT WORLD nennen. Sie machen einfach fantastische Musik.

… aus Deiner frühesten Kindheit:

Andrew Lloyd Webber – Starlight Express
Ich musste durfte den Song im Musikunterricht spielen, habe vor dem Musicalbesuch die MCs rauf und runter gehört und schließlich die Show gesehen. Höre ich demnach auch heute noch recht gerne.

… mit dem Du Dich identifizierst:

Millencolin – Bullion
Zwar fast schon verjährt, aber dennoch…

… den Du Deinem Schwarm vorsingen würdest:

John Denver – Leaving on a Jet Plane
Würde? Habe! Einer der wenigen Songs, die ich je auf der Gitarre zusammenbekommen habe. Dabei ist gar niemand weggeflogen…

… zum Küssen:

Violent Femmes – Good Feeling
Wunderschöner Song der FEMMES. Zudem das Lieblingslied von Lilly und Marshall.

… zum Kuscheln:

Badly Drawn Boy – The Shining
Der Song lullt einen beim Hören richtig schön ein. Allein das Gefühl kommt dem des Kuschelns schon recht nahe.

… der Dich an Deinen letzten Liebeskummer erinnert:

Blink 182 – Untitled
Der Text sagt alles, was einem bei Liebeskummer so durch den Kopf gehen könnte. Auch schon verjährt.

… der von Sex handelt:

Add N to (X) –  Plug me in
Der Titel sagt alles. Das unzensierte Video auch, das ich leider nicht aufgetrieben habe.

… der Dich an einen Urlaub erinnert:

Red Hot Chili Peppers – Especially In Michigan
Abschlussfahrt letzten Sommer. Den Song habe ich rauf und runter gehört.

… der Dir peinlich ist, dass Du ihn gut findest:

Elton John – Can You Feel the Love Tonight
Eigentlich ist mir kein Song peinlich den ich gut finde, aber sowas habt ihr euch doch vorgestellt, oder? 😉

… den Du gerne beim Aufstehen hörst:

Faith No More – Easy
Welcher Song wäre passender?

… zum Einschlafen:

Howard Shore – The Breaking of the Fellowship
Dabei kann ich supergut einschlafen. Meist höre ich dann allerdings doch bis zum bitteren Ende.

… den Du gerne beim Autofahren hörst:

Jane’s Addiction – Superhero
Dabei fühle ich mich dann immer wie in Hollywood.

… der Dir schon mal in einer Situation geholfen hat:

Foo Fighters – Monkey Wrench
Dieser Song hat mir in einer Situation geholfen, die ausschlaggebend für die Entwicklung meines Musikgeschmacks sein sollte. Danke FOO FIGHTERS!

… dessen Video Du als letztes im Fernsehen gesehen und sehr gut gefunden hast:

Death Cab for Cutie – I Will Follow You into the Dark
Zwar nicht im TV gesehen, aber sofort ins Herz geschlossen. So schön, so traurig, so packend.

… den Du immer wieder hören musst (kannst):

The Shins – Phantom Limb
Unaufdringlich, ruhig, mitreißend. Das sind THE SHINS. PHANTOM LIMB ist zudem mein Liebling der neuen Platte. Kann man immer wieder hören.

… der Dich nervt:

Texas Lightning – No No Never
Glücklicherweise höre ich kaum Radio.

… der dich rasend macht:

Ronan Keating – Iris
Warum das schöne GOO GOO DOLLS-Original so verschlimmbessern ohne etwas wirklich neues beizutragen?

… den Du von einer/m Freund/in lieben gelernt hast:

Franz Ferdinand – Jacqueline
Super Band, super Song. Nun will ich die Jungs endlich einmal live sehen.

… den du magst, aber die Band nicht:

Creed – My Sacrifice
Der Song gefällt mir. Warum auch immer.

… den du gerade hörst:

Weezer – The World Has Turned and Left Me Here
Jetzt konnte ich WEEZER doch noch unterbringen. Wunderbar.

… einer Band, die es (so) nicht mehr gibt:

…But Alive – Beste Waffe
Intelligenter deutscher Punk Pop, den es so leider nicht mehr gibt. Schade.

Was für ein Mammut-Stöckchen. Das war ja schon ein richtiger Baumstamm. Damit will ich natürlich niemanden erschlagen, wenngleich es natürlich genügend geeignete Kandidaten gäbe. Wer will, kann sich auch einen Teil des Baumstamms zu einem Stöckchen zurecht sägen. 😉

The King of Queens

Zurzeit kommt es förmlich zu einer Schwemme von finalen Serienepisoden. Nun hat es auch den lustigen Dicken erwischt. Das Ende war in diesem Fall allerdings schon länger bekannt, was das Finale von „The King of Queens“ erträglicher macht, als so manch andere spontane Entscheidung. Für mich geht nun nach neun Jahren eine große Serienliebe zu Ende, die sich leider immer mehr – analog zur Serienhandlung – zu einer Hassliebe entwickelt hat.

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Das erste Mal habe ich die Heffernans bei einer der ersten Ausstrahlungen auf RTLII wahrgenommen. Zu diesem Zeitpunkt war „The King of Queens“ hierzulande so unbekannt, wie es heute immer noch Larry David ist. Durch die interessante Ausstrahlungstaktik von RTLII, habe ich die ersten vier Staffeln des Kings bestimmt beinahe ein dutzend Mal gesehen – so oft, wie noch keine andere Serie zuvor. Zu dieser Zeit – zwischen Zivildienst und Studium – bin ich einer anspruchsvollen Tätigkeit in einer Kartonfabrik nachgegangen und habe die am Tag zuvor gesehenen Folgen teils im Geiste wieder 1:1 abrufen können. 10 Stunden können unglaublich lang sein. Die ersten vier bis fünf Staffeln von „The King of Queens“ werden bei mir immer einen ganz besonderen Stellenwert haben und ich sehe mir die Folgen auch heute noch sehr gerne an.

Ab der sechsten Staffel hat die Qualität – meiner Meinung nach – rapide abgebaut. Die Serie wurde unrealistischer und das gesunde Gleichgewicht aus abgedrehter Story und einer gewissen Nachvollziehbarkeit der Handlungen der Charaktere ist ins Wanken geraten. Doug und Carry haben sich plötzlich nur noch gestritten und das teils auf so bösartige Weise, dass ein weiteres Zusammenleben teils unglaubwürdig wurde. Die Serie war zwar immer noch unterhaltsam – besonders durch das verstärkte Auftreten von Nebenfiguren, wie z.B. Spence Olchin – doch hat das besondere Etwas gefehlt, das die ersten Staffeln so nachvollziehbar und liebenswert gemacht hat.

Gegen Ende wurde die Serie nun leider immer schlechter und ich denke, es war die richtige Entscheidung hier einen Schlussstrich zu ziehen. Im Gegensatz zu Serien wie „Friends“ gab es bei den Heffernans leider so gut wie keine Charakterentwicklung. Zudem haben die Geschichten angefangen sich zu wiederholen (z.B. Doug und Carrie suchen neue Freunde, Arthur wird abgeschoben). Man hat sich einfach zu sehr auf eingefahrenen Bahnen bewegt und den Zuschauern kein Interesse an einer sich weiterentwickelnden Geschichte zugetraut. Auf Nummer sicher gehen zahlt sich – zumindest qualitativ – nicht immer aus.

„The King of Queens“ ist eine grundsympathische Sitcom mit tollen Figuren und grandiosen Schauspielern (allen voran  Jerry Stiller und Kevin James). Leider wurde viel inhaltliches Potential verschenkt. Unterhaltsam ist die Serie aber zu jedem Zeitpunkt. Die ersten vier Staffeln würden ganz klar die Höchtwertung erhalten. Aufgrund der teils schwachen und uninspirierten nachfolgenden Episoden (inklusive dem durchwachsenen Serienfinale) springen am Ende leider nur 8/10 Punkte heraus. Mal sehen ob eine eventuelle Wiederholungssichtung der späteren Staffeln da noch mehr herausholen kann.

Essen am laufenden Band

Nach einer krankheitsbedingten Verschiebung haben wir gestern endlich den Running Sushi-Abend nachgeholt. Ein – besonders für mich als Sushi-Jungfrau – interessantes Erlebnis. Sushi schmeckt doch um einiges angenehmer, als ich mir das jemals vorgestellt hätte. Zudem gab es gebratene Nudeln, Frühlingsrollen, Salate, Nachspeisen und vieles, vieles mehr. Zu viert haben wir gestern bestimmt 40 Teller(chen) vertilgt. Danach konnte ich mich zwar kaum mehr bewegen, aber man gönnt sich ja sonst nichts – hatte ich erwähnt, dass der nächste gastronomische Ausflug bereits für heute Abend anberaumt ist? 😉

Running Sushi ist auf jeden Fall eine lustige Angelegenheit. Man isst ja auch nicht nur, sondern kommt mehr ins Gespräch und nimmt sich einfach mehr Zeit für alles. Ein Event-Essen. Schöne Sache das! Wird definitiv wiederholt.