L.I.S.A. – Der helle Wahnsinn – OT: Weird Science (1985)

Nach einem unsteten Samstag, der von etlichen Aktivitäten der Kids geprägt war, habe ich den Abend genutzt, um mit „L.I.S.A. – Der helle Wahnsinn“ eine weitere filmische Lücke zu schließen. Nachdem ich vor ein paar Monaten bereits „Ein Ticket für Zwei“ nachgeholt hatte, stand damit ein weiterer Film von John Hughes auf dem Programm.

L.I.S.A. - Der helle Wahnsinn (1985) | © Universal Pictures Germany GmbH

L.I.S.A. – Der helle Wahnsinn (1985) | © Universal Pictures Germany GmbH

Be careful what you wish for…

„L.I.S.A. – Der helle Wahnsinn“ ist mir in meiner eigenen Teenager-Zeit häufig in der Fernsehzeitschrift über den Weg gelaufen. Schon damals wollte ich ihn unbedingt sehen, denn mir erschien – ganz der Teenager – die Prämisse äußerst reizvoll. Zu einer Sichtung gekommen ist es nie. Aus heutiger Sicht ist die Geschichte völlig absurd: Zwei Teenager bauen sich ihre Traumfrau. Geht es sexistischer? Ich mag mir auch gar nicht ausmalen, wie diese Idee noch Anfang der 2000er Jahre als Film ausgesehen hätte. John Hughes‘ Teenie-Version von „Frankensteins Braut“ atmet den Geist der naiven 1980er Jahre und, noch viel mehr, den seines eigenen Coming-of-Age-Kinos.

Auch wenn L.I.S.A. nur als Katalysator für die persönliche Entwicklung von Wyatt und Gary dient, und sie nicht als feuchter Traum der beiden 15-jährigen agiert, so bleibt ob so mancher Szene doch ein seltsamer Nachgeschmack zurück. „Weird Science“ wird eindeutig aus der Perspektive von zwei männlichen Teenagern erzählt und John Hughes gelingt das Kunststück, die völlig irre Handlung mit einer tatsächlichen Entwicklung und viel Menschlichkeit zu verbinden. Das funktioniert auch heute noch ziemlich gut, selbst wenn man sich der zeitgeschichtlichen Einordnung stets bewusst sein sollte und, durch die Inszenierung, auch in jeder Sekunde ist. Neben dem John-Hughes-Standardschauspieler Anthony Michael Hall gibt es zudem die blutjungen Robert Downey Jr. und Bill Paxton zu sehen.

Fazit

Ja, „Weird Science“ ist deutlich in die Jahre gekommen und würde, durchaus zurecht, heute so nicht mehr gedreht werden. Der völlige Irrsinn des Films verlangt mir aber auch 2019 noch Respekt ab, denn wenn die Rockerbande aus „The Road Warrior“ in eine Teenie-Party einfällt und Bill Paxton in einen schleimigen Riesenfrosch verwandelt wird, dann kann solch ein Film nur in den 1980er Jahren entstanden sein. Wenn ihr bereit dafür seid, dann könnt ihr viel Spaß mit L.I.S.A. haben: 7/10 Punkte.

Jurassic World: Das gefallene Königreich – OT: Jurassic World: Fallen Kingdom (2018)

Heute habe ich endlich „Jurassic World: Das gefallene Königreich“ nachgeholt. Kaum zu glauben, dass inzwischen selbst die Fortsetzungen meiner liebsten Filmreihen lange ungesehen im Regal stehen. Ob das der momentan überwältigenden Konkurrenz, der knappen Zeit oder der abnehmenden Qualität geschuldet ist, lest ihr in der folgenden Besprechung…

Jurassic World: Das gefallene Königreich (2018) | Universal Pictures Germany GmbH

Jurassic World: Das gefallene Königreich (2018) | © Universal Pictures Germany GmbH

B-Movie-Drehbuch mit Big-Budget-Umsetzung

Auf „Jurassic World“ war ich damals so heiß, dass ich ihn sogar im Kino gesehen habe. Zwar wurde ich gut unterhalten, doch so ganz wollte der Funke nicht überspringen. Bei der Wiederholungssichtung im Heimkino war ich dagegen recht angetan. Nun also die erste Fortsetzung des soften Reboots. Der Trailer hat mich damals ziemlich enttäuscht, doch auf Regisseur J.A. Bayona halte ich nach „Das Waisenhaus“, „The Impossible“ und „Sieben Minuten nach Mitternacht“ ziemlich große Stücke. Vielleicht kann aus „Jurassic World: Fallen Kingdom“ doch mehr werden als die zu erahnende Handlung vermuten lässt?

Leider kann auch die stimmungsvolle Inszenierung J.A. Bayonas den Film nicht vor seinem hanebüchenen Drehbuch retten. Vor 20 Jahren wäre so etwas mit Gummipuppen und Udo Kier als Bösewicht im Direct-to-Video-Regal verramscht worden. Wirklich unfassbar, wie wenig Mühe in die Geschichte und die Charaktere geflossen ist. Dabei hat der Film durchaus ein paar tolle Ansätze, doch gehen diese im viel zu vollgestopften und unausgegorenen Skript völlig unter. Puh. Das hat kaum noch etwas mit dem Original-Franchise zu tun und selbst der strukturelle Aufbau, der sich natürlich an „The Lost World: Jurassic Park“ orientiert, wirkt in seiner repetitiven und zwanghaft modernisierten Art und Weise selbst wie ein missglückter Klon der Vorlage.

Dino-Grusel trifft auf das Ende der Welt

Speziell die erste Stunde hat mich mit ihrer Formelhaftigkeit, die sich oftmals an die bestehenden Filme anbiedert, gelangweilt. Danach wird es interessanter, doch mag die zwanghaft neuartige Inszenierung als Gruselfilm nicht wirklich zum Franchise passen. Der Ausblick auf Endzeit mit Dinos weckt dagegen die Lust auf einen weiteren Teil. Dann aber bitte mit einem besseren Drehbuch. Ohne noch mehr Gen-Monster oder Gen-Töchter. Dafür mit mehr Charakteren und einem Gefühl für die Stimmung der bisherigen Filmreihe, denn diese wird hier leider so gut wie nie getroffen.

Fazit

Leider hat mich „Jurassic World: Fallen Kingdom“ doch ziemlich enttäuscht. Er hatte ein paar unterhaltsame Actionszenen und Ideen, aber oftmals wirkte die Geschichte einfach daneben. Letztendlich bleibt ein absolut durchschnittlicher Monsterfilm übrig, was für einen Film dieses Kalibers leider nicht als Lob zu verstehen ist: 5/10 Punkte.

Westworld – Season 2

Nachdem ich mir mit der Sichtung der ersten Staffel viel Zeit gelassen hatte, habe ich „Westworld – Season 2“ doch verhältnismäßig schnell nachgeholt. Die Kritiken waren, im Vergleich zum ersten Jahr, eher verhalten, doch war ich sehr gespannt, wie die Autoren den komplexen Stoff weiterführen. Ob die Kritiken berechtigt waren, lest ihr in meiner Besprechung…

Westworld – Season 2 | © Warner Home Video

Westworld – Season 2 | © Warner Home Video

Eine konsequente Fortführung der Geschichte

Wenig überraschend setzt das zweite Jahr von „Westworld“ genau dort an, wo wir die Charaktere in der ersten Staffel verlassen haben: Im Park ist das Chaos ausgebrochen. Zusammen mit Bernard versuchen wir herauszufinden, was genau passiert ist. Wie man es als Zuschauer der Serie bereits gewohnt ist, geschieht das auf verschiedenen Zeitebenen. Dabei nehmen wir als Zuschauer stark Bernards Perspektive bzw. Wahrnehmung ein und entsprechend unzuverlässig ist die präsentierte Narrative. Ich fand diesen Aspekt sehr spannend, denn waren die unterschiedlichen Zeitebenen in der ersten Staffel noch sehr auf einen, für mich doch recht offensichtlichen, Twist hin ausgerichtet, dienen sie hier mehr der Gesamtgeschichte und ihren Charakteren.

Das große Geheimnis, was Delos mit dem Park eigentlich bezwecken will, wird immer weiter und immer konsequenter gelüftet. Das Highlight war für mich hier die Episode „The Riddle of the Sphinx“, welche auch wunderbar für sich alleine stehen kann. Wie die Handlung letztendlich mit der restlichen Staffel verknüpft wurde, hat mich an die Hochzeiten von „Lost“ erinnert. Ob man dies nun eher negativ oder positiv einschätzt, liegt wohl ganz im Auge des Betrachters. Die schwächste Episode war für mich „Kiksuya“, die ebenfalls gut für sich alleine betrachtet werden kann. Sie bietet eine wunderbar persönliche Geschichte und tolle Bilder, wirkt aber am Ende der Staffel jedoch wie eine Füllepisode. Zweifellos sehenswert, aber ich hätte zu diesem Zeitpunkt lieber erfahren, wie es mit den anderen Charakteren weitergeht.

Inhaltliche und formale Aspekte

Die zweite Staffel von „Westworld“ musste viel Kritik einstecken: Die Handlung sei zu unfokussiert, die Gewalt zu stark im Vordergrund und generell nehme die Action zu viel Platz ein. Ich kann das nachvollziehen. In ihrem zweiten Jahr fordert die Serie noch mehr Aufmerksamkeit vom Zuschauer. Es gibt unzählige neue Ebenen und manche Erzählstränge hätten genug Stoff für eine extra Staffel gehabt, während gewisse Nebenschauplätze auf komplette Episoden gestreckt werden. Es gibt Episoden, deren Dialoge nahezu komplett auf japanisch oder Lakota erzählt werden. Wir Zuschauer müssen somit Untertitel lesen. Für viele anscheinend immer noch schwierig. In Teilen der Handlung springt das Bildformat zudem auf Cinemascope, was ich wunderbar fand, kommt der Western-Look dadurch doch noch besser zur Geltung. Erklärt wird dieses Stilmittel jedoch erst gegen Ende der Staffel. Der Eindruck einer gebrochenen Narrative wird dadurch noch weiter verstärkt. Ich mochte das sehr, verstehe aber auch, warum „Westworld“ inzwischen nicht mehr als das neue „Game of Thrones“ gehandelt wird. Dafür ist die Serie einfach zu Hardcore-Sci-Fi.

Fazit

Durch die noch fragmentarischere Erzählweise, ist die zweite Staffel von „Westworld“ keine einfache Seherfahrung. Dennoch ist sie keinesfalls schlechter, als der leichter zugängliche erste Besuch des Parks. Mir wird das Finale noch länger nachhängen und ich freue mich schon sehr auf das dritte Jahr, welches das Potenzial hat, die gesamte Geschichte einmal mehr auf den Kopf zu stellen: 9/10 (8.8) Punkte.

Die 5 besten Making-Ofs

Diese Woche präsentiert uns Gina ein Thema mit größerem Filmbezug, was mir sehr gelegen kommt: Die 5 BESTEN am DONNERSTAG dreht sich um eine im Streaming-Zeitalter fast schon verlorene Kunstform, das Making-of. Ich liebe es nach wie vor, ausführlich in die Entstehungsgeschichte von Filmen einzutauchen. Gerade Klassiker sind hierfür prädestiniert und es gibt hier eine Reihe an Making-ofs, die beinahe schon Doku-Qualitäten aufweisen. Schade, dass größtenteils nur noch Promo-Material für crossmedialen Einsatz produziert wird. Umso mehr liebe die unten genannten Making-ofs und bin schon sehr gespannt auf eure Tipps! ❤

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #119

Das Thema für Ausgabe #119 lautet:

Die 5 besten Making-Ofs

  1. Die Anhänge der Special Extended Editions von „Der Herr der Ringe“ & „Der Hobbit“ (Peter Jackson) – Für mich haben diese Making-ofs Maßstäbe gesetzt. Stundenlang wird die Entstehungsgeschichte der Filme im Detail gezeigt: von der Vorproduktion bis zur letzten Note des Scores. Genauso umfassend, wie unterhaltsam. Übrigens ist die Entstehungsgeschichte der neuen Mittelerde-Filme genauso faszinierend und man ist beim schwierigen Produktionsprozess live dabei. Großartig!
  2. Das Making-of und die Restauration von „Der Pate“ (Francis Ford Coppola) – Hier wird einem ein wunderbarer Einblick in die Filmgeschichte gegeben. Am besten in Kombination mit dem Making-of von „THX 1138“ sowie dem Dokumentarfilm „Easy Riders, Raging Bulls“ zusammen sehen. Auch die Geschichte der Restauration der Filmreihe ist großes Kino.
  3. Das Making-of von „Der weiße Hai“ (Steven Spielberg) – Ebenso in die spannende Zeit des New Hollywood fällt die Entstehungsgeschichte von „Der weiße Hai“. Auch hier kann man einiges über das Filmemachen lernen und bekommt zudem ein Stück Zeitgeschichte präsentiert.
  4. Die Doku „Empire of Dreams“ zu „Star Wars“ (George Lucas) – Die einzig wahre Doku zur originalen „Star Wars“-Trilogie. Leider lag sie nur einer speziellen DVD-Auflage bei und ist auf der Blu-ray-Edition nicht mehr zu finden. In Spielfilmlänge wird hier detailliert auf die Entstehungsgeschichte eingegangen sowie eine zeitliche Verortung (erneut Stichwort New Hollywood) vorgenommen. Wer die Doku noch in seiner Sammlung weiß: Bitte seid nicht so dumm wie ich und verkauft diese Edition.
  5. Das Making-of zu „Alien 3“ (David Fincher) – Eigentlich sind alle Making-ofs der vier originalen „Alien“-Filme sehenswert, doch gerade das des dritten Teils sticht durch die schwierige Produktionsgeschichte hervor. Für Fans des Franchises ist es wahnsinnig interessant zu sehen, wie der Film auch hätte aussehen können.

Außer konkurrenz: Der Dokumentarfilm „Lost in La Mancha“ zu „The Man Who Killed Don Quixote“ (Terry Gilliam) – Das Making-of zum Film, der (in dieser Form) nie gedreht wurde. Extrem spannend, unterhaltsam und lehrreich. Was schiefgehen kann, geht hier auch schief. Den 2018 tatsächlich fertiggestellten Film habe ich dagegen noch nicht gesehen. Lohnt er sich?

Media Monday #395

Im Moment fühlt sich alles ziemlich anstrengend an. Das neue Jahr ist ohne Anlaufphase durchgestartet und mein Körper scheint so langsam zu streiken. Dabei wird erst die kommende Woche so richtig stressig. Am Wochenende haben wir mit einem ruhigen Samstag und Schlittschuhlaufen am Sonntag (siehe Foto unten) noch einmal Energie getankt. Nun stehen noch die Fragen des Medienjournals auf dem Programm, bevor wir (hoffentlich) voller Energie in die neue Woche starten… 💪

Media Monday #395

  1. Prokrastination kann ich ja besonders gut mit Filmen, Serien und Büchern – zumindest war das der Fall, bevor die Kinder da waren… 👨‍👩‍👧‍👦
  2. Wenn es draußen nicht so erbärmlich kalt wäre hätte ich keinen Lauf durch die wundervolle Winterlandschaft machen können. 🏃
  3. Beste Film- und Serien-Snacks sind für mich Chips, Nüsse und Schokolade – und am besten alles zusammen. 🥜🍫
  4. Wohingegen zu einem guten Buch für mich ja immer Ruhe gehört, denn wenn die Kids lautstark toben, ist es schwierig, sich in eine Geschichte fallen zu lassen. 📚
  5. Ich glaube, ich sollte mal wieder öfter einfach nichts tun. 🛀
  6. Ein Filmabend mit der ganzen Familie, so wie letzten Samstag mit „Das Sams“, ist eigentlich ideal, um abends einen langen Tag ausklingen zu lassen, schließlich ist das sehr gemütlich und alle haben etwas davon. 🍿
  7. Zuletzt habe ich mit „Avengers: Infinity War“ das erste große Finale innerhalb des MCU gesehen und das war gute Unterhaltung, weil (fast) alle Helden sinnvoll zusammengeführt werden und Thanos ein toller Bösewicht ist. 🎬

Unser Schlittschuh-Profi ⛸️ (mehr davon auf meinem Instagram-Account):

Das Sams (2001)

Wir sind treue Besucher der städtischen Bücherei. Dort leihen wir nicht nur viele Bücher, sondern auch CDs. Aktuell hört der Zwergofant liebend gerne „Eine Woche voller Samstage“ nach dem Kinderbuchklassiker von Paul Maar. Also habe ich mich auf die Suche nach einer Verfilmung gemacht und wurde mit „Das Sams“ aus dem Jahr 2001 auch bei Prime Video fündig. Der heutige Filmabend war also gesichert…

Das Sams (2001) | © Kinowelt Home Entertainment

Das Sams (2001) | © Kinowelt Home Entertainment

Eine altmodische Kinderbuchverfilmung

Ich weiß noch, dass ich damals, als ich noch öfter im Kino war, häufiger den Trailer zu „Das Sams“ gesehen habe. Dadurch kam es mir so vor, als wäre die Verfilmung noch recht aktuell. Allerdings hat Ben Verbongs Film inzwischen auch schon 18 Jahre auf dem Buckel. Kaum zu glauben! Entsprechend altmodisch wirkt die Adaption aus heutiger Sicht – und das meine ich durchaus positiv. Zwar gibt es etliche Effektszenen, doch im Vordergrund stehen eindeutig die Charaktere. Die Handlung ist dabei nicht sonderlich aufregend oder innovativ, aber stets unterhaltsam und lustig. Ich mag, wie selbstverständlich das Sams in die Welt des Herrn Taschenbier eingeführt wird. Dabei sind fast Erinnerungen an „Paddington“ wach geworden.

Neben der wunderbar amüsanten Geschichte, sticht für mich noch der Umstand heraus, dass der Film in Bamberg und damit in meiner fränkischen Heimat gedreht wurde. „Das Sams“ unterscheidet sich daher im Look von anderen typisch deutschen Produktionen, selbst wenn landesweite Stars, wie Ulrich Noethen, der übrigens auch das Hörbuch liest, oder Eva Mattes oder Armin Rohde, darin auftreten.

Fazit

Da der Zwergofant die Geschichte schon kannte, hat er „Das Sams“ tatsächlich komplett und (weitestgehend) ohne Angst gesehen. Er und seine Schwester hatten viel Freude daran und auch uns Eltern hat der Film gefallen. Vielleicht nicht der große Kinderfilmklassiker, aber doch sympathisch und unterhaltsam. Die Fortsetzungen werden bestimmt bald noch folgen: 7/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (603)

Eigentlich wollte ich meinem Fuß noch einen Tag Pause gönnen und erst morgen früh laufen gehen. Allerdings würde dies mit der Planung des restlichen Wochenendes kollidieren. Also habe ich mich gleich heute nach dem großen Frühstück (auch ein super Timing) aufgemacht, um das herrliche Winterwetter zu nutzen.

Herrliches Laufwetter bei um die 0° C

Herrliches Laufwetter bei um die 0° C

Distance: 12.10 km
Duration: 01:10:58
Elevation: 137 m
Avg Pace: 5:52 min/km
Avg Speed: 10.23 km/h
Heart Rate: 165 bpm
Stride Frequency: 152 spm
Energy: 1063 kcal

2019: 92 km
Januar: 92 km

Ich bilde mir ein, die Bandage hat für etwas mehr Stabilität und weniger Schmerz während des Laufens gesorgt. Die lange Distanz von 12 km war aber wohl nicht die beste Idee, spüre ich den Fuß jetzt nach dem Lauf doch wieder sehr. Die nächsten drei oder sogar vier Tage werde ich ganz bewusst pausieren. Auch wenn es mir nicht leicht fallen wird, da ich gerade so gut dabei bin. Hilft aber nichts.

Im ersten Ohr: Fortsetzung folgt S09E05 – Vogelfrei
Im zweiten Ohr: Jimmy Eat World, blink-182

Avengers: Infinity War (2018)

Ich habe es endlich getan. Nachdem die Filmwelt bereits vor einem Jahr über Marvels „Avengers: Infinity War“ ausgeflippt ist, habe ich das große Finale (oder zumindest den ersten Teil davon) auch endlich gesehen. Ob der Film wirklich so diskussionswürdig ist, wie es teils den Anschein hatte, lest ihr in der folgenden Besprechung…

Avengers: Infinity War (2018) | © Walt Disney

Avengers: Infinity War (2018) | © Walt Disney

Marvel dreht den Bombast einfach mal auf 11

Wow, es ist wirklich beeindruckend, was die Russo-Brüder (zuletzt verantwortlich für „Captain America: Civil War“) hier auf die Beine gestellt haben. Dabei meine ich weder die bombastische Action, noch das ach so schockierende Finale. Nein, ich spreche davon, dass wirklich alle bisherigen Charaktere des Marvel Cinematic Universe (MCU) ihren großen Auftritt haben und keiner wirklich zu kurz zu kommen scheint. Natürlich werden Schwerpunkte gesetzt, doch insgesamt empfand ich diesen Aspekt als sehr ausgewogen. Ebenso gut hat mir Thanos als Bösewicht gefallen. Nach den Trailern hatte ich eher vermutet, dass er ein wenig lächerlich wirkt, doch er war für mich bisher mit der stärkste Bösewicht des MCU.

Am besten hat mir die erste Hälfte des Films gefallen, da hier das Abenteuer im Vordergrund stand, wohingegen „Avengers: Infinity War“ in seiner zweiten Hälfte – welch eine Überraschung! – eher zum reinen Spektakel verkommt. All das ist zwar wunderbar unterhaltsam inszeniert, wirkt in seiner Geballtheit aber fast ein wenig ermüdend. Außerdem: Hatten wir nicht erst einen Kampf vor den Toren Wakandas?

Das schockierende Finale… (Spoiler)

…ist überhaupt nicht schockierend. Schließlich befinden wir uns in einer Comic-Welt, in der andauernd Helden sterben und zurückkehren. Das Auflösen in CGI-Partikel hat auf mich zudem weit weniger emotional gewirkt, als wenn ganz einfach ein echter Körper zurückgeblieben wäre. Da hatte ich mir tatsächlich mehr Dramatik erwartet. So wirkt alles doch sehr nach: „Wir drehen im nächsten Film noch einmal an der Zeitschraube und alles ist wieder wie davor. Zauberei!“ Ich finde das nicht weiter schlimm (wie gesagt befinden wir uns in einer Comic-Welt), aber entsprach das tatsächliche Finale für mich nicht der überzogenen Fan-Reaktion. Vermutlich hätte ich es besser wissen müssen. Perfektes Marvel-Marketing eben.

Fazit

Ja, „Avengers: Infinity War“ ist tatsächlich ein bombastisches Filmvergnügen und ein beeindruckender Blockbuster. Er zählt für mich auch zu den gelungensten Filmen des Franchises, doch einen wirklich besonderen Stellenwert besitzt er für mich nicht. Extrem unterhaltsam (unfassbar, wie schnell die zweieinhalb Stunden vergangen sind), aber letztendlich doch nur ein weiteres, typisches Marvel-Vehikel: 8/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (602)

Zurzeit muss ich mich wirklich aufraffen: Das nasskalte Wetter, die Dunkelheit und die Zipperleinchen im Fuß. All das trägt nicht gerade zur Motivation bei. Aber was muss, das muss. Also nach Hause, in die Laufklamotten gesprungen und los.

Ein Lauf durch die hippe Neon-Stadt. Naja, fast...

Ein Lauf durch die hippe Neon-Stadt. Naja, fast…

Distance: 8.03 km
Duration: 00:46:18
Elevation: 60 m
Avg Pace: 5:46 min/km
Avg Speed: 10.41 km/h
Heart Rate: 159 bpm
Stride Frequency: 152 spm
Energy: 706 kcal

2019: 79 km
Januar: 79 km

Obwohl ich heute eine Variation meiner Standardstrecke gelaufen bin, kam ich auf exakt die gleiche Distanz wie beim letzten Lauf. Sehr witzig. Insgesamt war ich ein wenig schneller unterwegs. Den Fuß spüre ich immer noch. Nicht schön. Nächste Woche sind aufgrund von Abendterminen auf jeden Fall ein paar lauffreie Tage dabei. Vielleicht ist das gar nicht schlecht…

Im ersten Ohr: FatBoysRun – Episode 146: Triumpf Iso und eure Fragen
Im zweiten Ohr: Jimmy Eat World, blink-182, The Killers

Die 5 besten Kunstwerke

Auch diese Woche beglückt uns Gina mit einer neuen Ausgabe von Die 5 BESTEN am DONNERSTAG. Sie macht damit das ganz große Fass auf und möchte von uns die fünf besten Kunstwerke wissen. Puh! Ich bin da ganz ehrlich und verschreibe mich eher der popkulturellen und narrativen Kunst, weshalb ihr hier bestimmt ein paar alte Bekannte entdecken werdet… 🎨🎥📺📚🎶

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #118

Das Thema für Ausgabe #118 lautet:

Die 5 besten Kunstwerke

  1. Unser Familienportrait (Künstlerin: Zappelinchen) 🎨 – So gut hat uns bisher nicht einmal ein Fotograf getroffen. Die Essenz unserer Familie in einem Bild. Ganz famos! ❤
  2. „Chihiros Reise ins Zauberland“ (Künstler: Hayao Miyazaki) 🎥 – Ein unfassbar fantasievoller, liebevoller und großartig gestalteter Film, der seinen Status als Ausnahmewerk zurecht trägt. Eben ein Kunstwerk.
  3. „The Wire“ (Künstler: David Simon) 📺 – Die Serie ist ein Gesamtkunstwerk, welches ein unfassbar dichtes Portrait der untrennbar mit der Gesellschaft verstrickten Unterwelt Baltimores bietet.
  4. Die „Remembrance of Earth’s Past“-Trilogie (Künstler: Cixin Liu) 📚 – Die wohl epischste und philosophischste Buchreihe, die ich je gelesen habe. So viele Ideen und Gedanken. Ein literarisches Kunstwerk!
  5. Die Songtexte von The Weakerthans (Künstler: John K. Samson) 🎶 – Ich höre gerne Musik, bei der auch die Texte eine Bedeutung haben. Neben Death Cab for Cutie oder Conor Oberst stechen für mich speziell The Weakerthans hervor, deren Texte wirklich unfassbar gut sind – und das vom ersten Album „Fallow“ bis zum leider letzten „Reunion Tour“. Einfach gesungene Kunstwerke.