Abwesenheitsnotiz

Zum ersten – und wohl auch einzigen – Mal in diesem Jahr geht es in den wohlverdienten Urlaub. Es wird auch allerhöchste Zeit, denn ich spüre meine Energie von  Tag zu Tag schwinden. Doch nun ist Auftanken angesagt! Yeah!

Bald werde ich mich mit sonnendurchfluteten Bildern und Berichten aus dem schönen Griechenland zurückmelden.

Bis dahin: Bleibt tapfer!

Legend of the Seeker – Season 1

Eine der Serien, auf die ich mich im vergangenen Jahr wohl am meisten gefreut hatte, war „Legend of the Seeker – Season 1“ nach den Fantasyromanen von Terry Goodkind. Auch wenn mir die Unwahrscheinlichkeit dessen durchaus bewusst war, hatte ich insgeheim wohl einen Fantasykracher vom Kaliber eines „Der Herr der Ringe“ erwartet. Doch was hat die Serie tatsächlich zu bieten?

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Die ersten Episoden der Sam Raimi-Produktion („Tanz der Teufel“, „Spider-Man“) sind auf den ersten Blick ernüchternd und schmälern die Vorfreude auf epische Fantasygeschichten deutlich. Die Handlung ist wirr, die Schauspieler mäßig und die Effekte wirken billig. Man merkt das begrenzte TV-Budget nahezu in jeder einzelnen Einstellung. Ein Dorf sieht aus wie das andere und die wirklich wunderschönen Flüge über die neuseeländische Landschaft lassen sich an einer Hand abzählen. Im ersten Drittel der Staffel war ich – auch aufgrund der repetitiven Handlung – mehr als nur einmal versucht aufzugeben.

Doch irgendwann hat es Klick! gemacht. Die Charaktere sind mir ans Herz gewachsen und die formalen Mängel verbreiteten mit der Zeit erstaunlich viel Charme. Hinzu kamen wirklich nette Geschichten, die mit teils viel Humor besonders die Beziehungen der Figuren untereinander auf die Probe stellten. Vermutlich darf man die Serie einfach nicht zu ernst nehmen und muss in realistischen TV-Dimensionen denken. Dann kann man viel Spaß mit Richard, Kahlen und Zedd – wunderbar gespielt von Bruce Spence („The Road Warrior“) – haben.

Für jeden, der dem Fantasygenre angetan ist, bietet „Legend of the Seeker“ kurzweilige Unterhaltung. Zwar kann die Produktion ihre Wurzeln – „Hercules“ und „Xena“ entsprangen dem gleichen Studio – manchmal nicht verbergen, doch insgesamt ist es wirklich erfrischend solch einen klassischen Fantasystoff in Serienform zu erleben. Endlich kein weiterer „CSI“-Ableger, sondern etwas für die Träumer da draußen. Gefällt mir trotz der offensichtlichen Mängel ziemlich gut: 7/10 Punkte.

Party Down – Season 1

Mit „Party Down – Season 1“ habe ich mir einen der beiden diesjährigen Serienstarts von „Veronica Mars“-Schöpfer Rob Thomas vorgenommen. Die günstig produzierte Comedy punktet mit bösem Humor und bekannten Darstellern. Frischer Wind im Serieneinerlei.

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Die Prämisse ist simpel: Gescheiterte Hollywoodsternchen arbeiten beim Partyservice „Party Down“. Jede Episode entspricht einer auszurichtenden Feier. Sei es eine Privatparty neureicher Spießer, eine Geburtstagsfeier für die 16-jährige Tochter eines Filmproduzenten, die Verleihung eines Porno-Awards oder ein ausgelassenes Fest der Russenmafia. Es ist stets zu erwarten, dass die Charaktere von einem Fettnäpchen ins nächste treten.

Das Fremdschämpotential der Serie ist wirklich riesig. Durch die relativ billig wirkende HDV-Optik fühlt man sich als Zuschauer auch eher so, als würde man ein privates Homevideo betrachten, als eine geskriptete Serie zu verfolgen. Hier wird die dunkle Seite Hollywoods gezeigt. Kein Glamour wie in „Entourage“, sondern gescheiterte Träume. Die Charaktere werden teils noch für Jahre zurückliegende Rollen erkannt, was sie nur umso bemitleidenswerter macht. Drama und Komik liegen hier oft sehr nahe beieinander.

Die Serie ist mit hochkarätigen Schauspielern besetzt. Besonders „Veronica Mars“-Fans dürften auf ihre Kosten kommen, gibt es doch viele bekannte Gesichter (u.a. auch Kristen Bell) zu sehen. Aufgrund der relativ geringen Zahl von gerade einmal zehn Episoden kann man noch nicht sagen, ob die Serie auf Dauer zu überzeugen weiß. Doch da eine zweite Staffel bereits bestellt ist, kann man sich auch nächste Saison wieder auf diese erfrischende Serieneuheit freuen: 8/10 Punkte.

Superbad

Gestern habe ich mit Greg Motollas „Superbad“ einmal wieder einen Film gesehen, der schon seit der Kinoauswertung auf meiner Liste steht. Die Erwartungen waren – auch dank diverser euphorischer Kritiken – entsprechend hoch und ich hoffte tatsächlich auf eine Ausnahmekomödie. Doch wir wissen ja alle, wie das so ist mit der Erwartungshaltung…

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Bei den Opening Titles war ich noch fest davon überzeugt etwas Großes zu sehen. Wirklich schön gemacht mit einer tollen Musikauswahl, was man so für den gesamten Film stehen lassen kann. Doch schon bald wurde der Audiokanal völlig von pubertären Ergüssen (mit exakt dieser Art von Wortspielen) beherrscht. Sicher ist „Superbad“ eine Teeniekomödie und vielleicht bin ich auch einfach schon zu alt für den Scheiß, doch man kann es auch übertreiben. Nach ca. einer halben Stunde nimmt die Handlung dann endlich Fahrt auf und es kommt tatsächlich zu ersten Schmunzlern. Die erhofften großen Lacher ließen sich aber noch lange nicht blicken.

Was nun folgt ist eine Reise durch die Nacht. Unzählige Male erzählt. Immer wieder sehenswert. Der auslösende Alkoholkauf sprengt das Heldentrio, was anfangs für Unterhaltung sorgt, letztendlich jedoch eher einen zerfahrenen Eindruck hinterlässt. Dem Film mangelt es hier deutlich an gezielt gesetzten Höhepunkten, was der Dramaturgie schadet. So bleibt letztendlich eine Aneinanderreihung an gleich gewichteten Gags, von denen gerade einmal die Hälfte zündet. In meinen Augen zu wenig, um zu überzeugen.

Im letzten Drittel nimmt der Film dann noch einmal Fahrt auf, was auch den Charakteren zugute kommt. Der bis hier durchgeschleppte Konflikt bricht endlich auf und sorgt für das nötige Quentchen Drama, um die damit verbundene Komik endlich komisch werden zu lassen. Warum man nicht schon im Vorfeld mehr Zeit in die – an sich wirklich gelungene – Charakterisierung der Beziehungsebene der Figuren untereinander gesteckt hat, ist mir wirklich ein Rätsel. Vielleicht liegt das auch daran, dass der erste Drehbuchentwurf tatsächlich von Seth Rogen und Evan Goldberg im Teenageralter verfasst wurde.

Neben der wirklich gelungenen letzten halben Stunde und der schönen Inszenierung, überzeugen vor allem die Darsteller. Besonders Michael Cera („Arrested Development“) ist bei mir immer wieder gerne gesehen. Vielleicht auch weil er die Figur mit dem deutlich größten Identifikationspotential spielt. Doch auch Jonah Hill und Christopher Mintz-Plasse beweisen komödiantisches Talent, wobei man meiner Meinung nach deutlich mehr aus ihren Figuren hätte machen können.

Letztendlich ist „Superbad“ kein schlechter Film, doch eben auch kein wirklich guter. Vielleicht ist das eine Altersfrage. Inzwischen sind selbst seit „American Pie“ schon 10 Jahre ins Land gezogen und da sollte man doch eine gewisse Entwicklung erwarten, die sich bei Motollas Film jedoch erst in den letzten Minuten vollzieht. Ein weitaus gelungenerer Film mit ähnlicher Thematik ist Richard Linklaters „Dazed and Confused“, das nur als Tipp für all diejenigen, die „Superbad“ für die Offenbarung des Teenagerfilms halten. Leider viel zu viel verschenktes Potential: 6/10 Punkte.

Fringe – Season 1

Ein weiteres Serienhighlight der Saison 08/09 findet mit dem Staffelfinale von „Fringe – Season 1“ ihr vorläufiges Ende. Allein der Name J. J. Abrams sorgte bei mir für Herzklopfen, war dieser doch federführend an drei meiner Lieblingsserien („Felicity“, „ALIAS“ und „Lost“) beteiligt.

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Die Handlung der Serie erinnert – oberflächlich betrachtet – an die meiner Einstiegsdroge in die Welt der TV-Serien, den 90er Jahre Hit „Akte X“. Auch in „Fringe“ spielen übernatürliche Phänomene eine große Rolle, wenngleich hier auf Aliens oder andere natürliche Abnormitäten verzichtet wird. Es steht stets die Wissenschaft und die von ihr ausgehende Gefahr im Vordergrund. Nicht umsonst lässt sich der Titel mit Grenzwissenschaften übersetzen.

Die Serie läuft dabei relativ geradlinig ab. Das Konzept ist weit weniger anspruchsvoll, als z.B. das von J. J. Abrams letztem Werk. Man kann beinahe von einem übernatürlich angehauchten Crime Procedural sprechen. Die ersten Episoden überzeugen auch noch nicht wirklich. Besonders aufgrund der enormen Erwartungshaltung war ich anfangs beinahe etwas enttäuscht. Doch schon bald werden erste Elemente einer episenübergreifenden Handlung sichtbar, welche dann besonders im Staffelfinale zur Höchstform aufläuft.

Neben den durchaus interessanten pseudowissenschaftlichen Fällen, kann die Serie vor allem mit ihren Figuren Punkte sammeln. Von diesen sticht besonders Dr. Walter Bishop hervor. Ein verschrobener Wissenschaftler, der herausragend von John Noble (Denethor, „Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs“) dargestellt wird. Walters Sohn Peter bildet den Gegenpol und ich habe mich besonders gefreut, Joshua Jackson (Pacey, „Dawson’s Creek“) einmal wieder in einer größeren Serienrolle zu sehen. Die eigentliche Hauptfigur ist jedoch FBI-Agentin Olivia Dunham, die – anfangs gewöhnungsbedürftig – von Anna Torv verkörpert wird. Ein schlagkräftiges Ensemble, welches in humorvollen Situationen ebenso gut funktioniert, wie in actionreichen oder dramatischen Szenen.

„Fringe“ bietet für Freunde der phantastischen Unterhaltung hohe Schauwerte, interessante Fälle und tolle Figuren. Auch wenn noch viel Potential ungenutzt bleibt, hat sich die Serie ihren festen Platz in meinem Programm sichern können: 8/10 Punkte.

Vatertag 2009

Die alljährliche Vatersagswanderung stand dieses Jahr unter keinem besonders guten Stern. Selbst das Wetter machte uns – trotz der ursprünglich versprochenen hochsommerlichen Temperaturen – einen Strich durch die Rechnung. Letztendlich hielt sich der Regen jedoch in Grenzen und gegen Ende unserer Tour ließ sich sogar die Sonne blicken.

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Dieses Jahr haben wir uns übrigens so oft verlaufen, wie noch nie zuvor. Und nein, die Ursache dafür lässt sich nicht in übermäßigem Bierkonsum finden. Das geht nämlich durchaus auch ohne. Ich möchte nicht wissen, um wie viele  Kilometer wir unsere Runde ungewollt erweitert haben…

Mad Max (1979)

Heute habe ich einmal wieder einen der Filme meiner Jugend gesehen. George Millers „Mad Max“ hatte mich oft durch das Nachtprogramm begleitet. Meist nachdem ich von abendlichen Unternehmungen heimkam und noch etwas abschalten wollte. Dies erklärt vermutlich auch meine trügerischen Erinnerungen an den Film.

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„Mad Max“ ist weniger überdrehte Endzeitaction, als ein recht schnörkelloses Actiondrama. Hier steht der erste Teil der Trilogie wohl stets etwas im Schatten seines krachigen Nachfolgers „The Road Warrior“. Besonders der ruhige Aufbau hatte mich bei der heutigen Sichtung überrascht. Aus meiner Erinnerung hätte ich den Film vollkommen anders rekonstruiert und Max‘ Rachefeldzug – toll gespielt von einem blutjungen Mel Gibson – mindestens eine gute halbe Stunde mehr Laufzeit gegönnt. So kann man sich täuschen. Die Überraschung war jedoch absolut positiver Natur und ich wusste die bedächtig aufgebaute emotionale Bindung im Finale wirklich zu schätzen.

Was heute mehr als nur lächerlich erscheint, ist die Indizierung dieses B-Movie-Klassikers. Selbstjustiz ist stets ein schwieriges Thema, jedoch wird diese heute in jeder zweitklassigen Krimiserie stärker zelebriert, als in diesem Film. Die Thematik wird zudem auch mit den für niedrigere Freigaben erforderlichen Kürzungen nicht entschärft, was das ganze System ad absurdum führt. „Mad Max“ ist Teil der Filmgeschichte und sollte auch als solcher behandelt werden. Seinen Abkömmlingen – wie z.B. Neil Marshalls „Doomsday“ – geht es selbst heute übrigens nicht anders. Traurig, aber wahr.

Nach diesem ungewollten Abschweifen bleibt mit eigentlich nur noch zu sagen: „Mad Max“ ist Kult. Zwar etwas angestaubt und ganz sicher nicht perfekt, doch gerade deshalb immer noch eine wilde und mitreißende Fahrt. Sollte man gesehen haben: 8/10 Punkte.

My Name is Earl

Seitdem ich exzessiv dem Genuss englischsprachiger TV-Serien fröhne, gehört „My Name is Earl“ zu meinem Standardprogramm. Mit der Absetzung der Show verlässt mich nun einer meiner ersten langjährigen Serienbegleiter, dem ich bis zum bitteren Ende treu geblieben bin.

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Die Serie um den geläuterten Kleinkriminellen Earl Hickey war für mich damals wirklich etwas Besonderes. Die Prämisse war simpel und doch unterhaltsam. Die Geschichten waren oft mit bösem Humor gespickt und doch siegte stets das Gute im Menschen. White Trash wurde fast schon symapthisch und das nicht ohne Selbstironie und Seitenhiebe auf jede nur erdenkliche Randgruppe. Durch Earls Wiedergutmachung der Woche gab es zudem stets neue und interessante Figuren zu bestaunen.

Irgendwann gegen Ende der zweiten Staffel hatte sich das Konzept in meinen Augen etwas festgefahren. Insofern war ich ganz froh, als Anfang der dritten Staffel ein Wechsel vom doch recht formelhaften Ablauf vorgenommen wurde. Leider jedoch wurde die neue Storyline (Earl im Gefängnis) auch relativ schnell langweilig und die viel zu langwierige Auflösung (Koma samt Fantasiewelt) hätte mich beinahe Goodbye, Earl! sagen lassen. Doch glücklicherweise bin ich dran geblieben, denn die finale Staffel war wieder richtig gut, wenngleich auch die Klasse der ersten beiden Jahre nicht wieder erreicht wurde.

Wie jede andere Comedy-Serie lebt „My Name is Earl“ vor allem von seinen Darstellern. Jason Lee ist Earl. Earl ist Jason Lee. Fantastisch. Ein Schauspieler. Ein Charakter. Eine Serie. Immer wieder schön anzusehen. Auch Ethan Suplee in der Rolle von Earls Bruder Randy ist eine kleine Offenbarung. Ebenso wie Jaime Presslys Darstellung von Earls Ex-Frau Joy. Große Klasse! Nein, Ausfälle gibt es hier wahrlich nicht und ich könnte noch Seiten – wahrscheinlich schon alleine mit sehenswerten Gaststars – füllen.

Alles in allem ist „My Name is Earl“ eine wirklich gelungene Comedy, welche mir vier äußerst unterhaltsame Jahre beschehrt hat. Danke dafür. Nicht ohne Schwächen, aber insgesamt doch qualitativ stets hochwertig und somit immer wieder gerne gesehen. Sollte sich ein anderes Network doch noch für eine Verlängerung entscheiden, ich wäre auf jeden Fall wieder mit von der Partie: 8/10 Punkte.

Auf die immer wieder erwähnte Verbindung der Serienschaffenden zu Scientology werde ich übrigens nicht weiter eingehen, sondern verweise auf folgenden Artikel: ‚My name is L Ron Hubbard‘ (James Donaghy, guardian.co.uk, 2007).

Bones – Season 2

Dank eines erneut äußerst verlockenden Angebots, bin ich nun doch schneller in den Genuss von „Bones – Season 2“ gekommen, als zunächst erwartet. Qualitativ und inhaltlich gibt es nahezu keinen Unterschied bzw. Fortschritt zur vorangehenden Staffel, weshalb dieser Eintrag auch nicht allzu ausführlich ausfallen wird.

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Ich muss gestehen, dass mir auch in dieser Staffel die alleinstehenden Fälle deutlich besser gefallen haben, als die Episoden mit übergreifender Rahmenhandlung. Eine wirklich ungewöhnliche Seltenheit in meiner bisherigen Serienlaufbahn. Dies mag daran liegen, dass die episodenübergreifende Geschichte rund um Dr. Brennans Eltern eher etwas – wie soll ich sagen? – dilettantisch wirkt. Hier stimmt im meinen Augen weder die Charakterentwicklung, noch die langsam fortschreitende Auflösung des Erzählstrangs. Einfach zu gezwungen.

Glücklicherweise nimmt die episodenübergreifende Handlung nur wenig Zeit in Anspruch. Von den Einzelfällen fand ich erneut diejenigen am spannendsten, welche die Jagd nach einem Serienkiller thematisierten. Teils höchst spannend und stets mit persönlichem Einsatz der Charaktere gewürzt. Sehr gelungen. Daneben gab es noch einige mittelmäßige Fälle zu lösen, welche jedoch dank der stets unterhaltsamen Wortgefechte zwischen Dr. Brennan und Booth auch nie langweilig wurden. Letzterer besucht neuerdings übrigens einen Psychologen (Stephen Fry), was den Humoranteil der Serie zusätzlich erhöht.

Auch die zweite Staffel von „Bones“ lässt sich gut wegschauen und bietet zwar relativ anspruchslose, aber dafür wirklich äußerst unterhaltsame Serienkost. Meine bisher liebste Krimiserie: 8/10 Punkte.

The Office (US) – Season 5

Wieder einmal geht ein Jahr im turbulenten Papiergeschäft zu Ende. Nachdem die vierte Staffel aufgrund des Autorenstreiks nur verkürzt lief, konnte „The Office (US) – Season 5“ wieder über die geplante Länge unterhalten.

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Es ist wirklich erstaunlich, wie lange die amerikanische Version von „The Office“ nun schon ihre Qualität hält. Selbst schwierige Storylines, wie die Beziehung zwischen Jim und Pam, werden aufrecht erhalten. Ohne künstliches Drama. Ohne unglaubwürdig zu werden. Ohne den Humor zu verlieren. Wirklich grandios. Des Weiteren wird die Beziehung zwischen Michael und Holly nahezu schon im Keim erstickt, was Potential bietet Scrantons besten Chef noch mehr leiden zu sehen. Natürlich auf ganz spezielle Art und Weise.

Ihren Höhepunkt findet die Staffel für mich in der Kündigung Michaels und der darauffolgenden Schaffung der Michael Scott Paper Company. Hier jagt wirklich ein komödiantischer Höhepunkt den nächsten. Auch die äußerst gelungene Charakterentwicklung kommt hier wieder einmal voll zum Tragen, wenn sich Michael – trotz einer gewissen Inkompetenz – als besserer Chef erweist, als der strukturierte Charles Minor.

Trotz aller humoristischen Gemeinheiten lieben die Autoren ihre Figuren und das merkt man. Besonders im Staffelfinale gab es einige wirkliche schöne Szenen und ich bin nun gespannt, wie sich die große Überraschung auf das Leben von Jim und Pam und Dunder Mifflin Scranton in seiner Gesamtheit auswirkt. Wieder einmal sehr gelungen: 9/10 Punkte.