Run, Fatboy, Run (088)

Unser Zwerg hat sich immer noch nicht gezeigt. Insofern habe ich mich erneut aufgemacht, um meine altbekannte Laufstrecke zu bezwingen. Etwas tun. Wenigstens irgendetwas. Die Sonne schien mir heute noch viel aggressiver als beim gestrigen Lauf und so habe ich mich durch gut 30° C heiße Luft gequält. Dennoch lief es verhältnismäßig gut.

Länge: 6,08
Laufzeit: 00:37:00
kCal: 516
min/km: 6:05

Die Zeit ist minimal schlechter als gestern, doch hatte ich heute auch wieder mit längeren Wartezeiten aufgrund von stärkerem Verkehrsaufkommen zu kämpfen. Insofern mag ich mich nicht beschweren. Dennoch fühle ich mich heute so kaputt wie schon lange nicht mehr. Die Situation zehrt an den Nerven. Dabei kann ich mich wenigstens noch relativ gut ablenken…

Run, Fatboy, Run (087)

Nein, das Kind ist noch nicht da. Insofern habe ich mich noch einmal zu einem gemütlichen Abendlauf aufgemacht. Trotz brennender Sonne kam ich heute recht flott voran. Nach einem weiteren Tag im düsteren Büro sollte man aber auch wirklich jede Gelegenheit nutzen etwas rauszukommen. Leider bin ich in dieser Hinsicht sowieso zu nachlässig.

Länge: 6,08
Laufzeit: 00:36:00
kCal: 516
min/km: 5:55

Mit der Zeit bin ich heute voll und ganz zufrieden. Trotz ziemlicher Hitze gibt es absolut keinen Grund mich zu beklagen. Ansonsten war der Lauf recht unspektakulär. Ein netter Podcast, kaum Begegnungen und nur wenig Verkehr auf den Straßen. Mal sehen, ob dies nun erst einmal der letzte Lauf war…

Sonnwendfeuer

Wie im letzten Jahr und den Jahren davor habe ich gestern wieder einmal die Flammen tanzen sehen. Schon wieder Sonnwende, obwohl man die sommerlichen Tage bisher an einer Hand abzählen kann. Ich mag noch gar nicht daran denken, dass es in absehbarer Zeit wieder merklich früher dunkel werden wird. Eine schreckliche Vorstellung.

Der gestrige Abend war irgendwie anders, als die Jahre zuvor. Es mag sicherlich auch daran liegen, dass kein Bier geflossen ist, doch hat sich auch meine gesamte Wahrnehmung verändert. Herumtollende Kinder. Eltern mit Babys auf dem Arm. Weinende und lachende Gesichter. Nächstes Jahr werden wir mit unserem Zappelinchen dabei stehen und alles mit ganz anderen Augen sehen. Ein seltsames und doch unglaublich gutes Gefühl.

Mad Men – Season 1

Die Suche nach neuen, sehenswerten TV-Serien ist oft ein Glücksspiel. Selbst wenn man sich vorab informiert, so sind die ganz großen Highlight doch eher selten. Vielleicht habe ich auch schon alle grandiosen Serien gesehen? Vielleicht kommt da nichts mehr nach? Doch dann stolpert man über eine Serie, wie „Mad Men – Season 1“ und darf endlich wieder an die großen Momente der TV-Geschichte glauben. Fantastisch!

Man sieht der Serie auf den ersten Blick an, dass Showrunner Matthew Weiner stark bei „The Sopranos“ involviert war. Diese langen Einstellungen, die ruhigen Bilder. Der beinahe schon zähe Erzählfluss. All diese Merkmale lassen sich auch in „Mad Men“ wiederfinden. Natürlich gibt es weniger Sex und Gewalt, denn schließlich befinden wir uns in den frühen 1960er Jahren (und darüber hinaus auch nicht mehr auf HBO). Auch wenn sich die Inhalte beider Serien stark voneinander unterscheiden, so vermute ich jedoch stark, dass beide Serien ein ähnliches Publikum anziehen – und sei es alleine aufgrund der formalen Aspekte.

Doch auch inhaltlich gibt es durchaus Parallelen: Sowohl Tony Soprano, als auch Don Draper sind zerissene Figuren, die an der Kluft zwischen ihrem übermächtigem Job und ihrem Familienleben scheitern. Beide Charaktere sind egomanisch veranlagt und besitzen in den seltsamsten Situationen dennoch ein irgendwie eine gute Seite. Letztendlich führen beide Wege in die Finsternis, nur „Mad Men“ versucht dem Zuschauer das viel besser zu verkaufen. Die magische Welt der Werbung, anstelle der dreckigen Straßen New Jerseys.

Was mich neben der wunderbar detaillierten Figurenzeichnung, der einfach nur klassisch schönen Inszenierung und den packenden Geschichten am meisten begeistert, ist eindeutig der genaue Blick auf die vergangene Wunderwelt der Werbung. Als jemand aus der Branche kann ich nur staunen, wie damals mit Budgets um sich geworfen wurde, wie die Agenturen gegenüber Kunden auftraten und welchen Stellenwert Werbeschaffende hatte. Wirklich faszinierend. So glamourös dieser Job auch dargestellt wird, so klar wird auch gezeigt, dass dies nur in der portraitierten Zeit funktionieren konnte. Die Dekadenz der Mad Men hat ihre eigene Branche zerstört. Heute ist Werbung profan. Der Zauber ist weitgehend verflogen.

„Mad Men“ ist ein grandioses, oft sperriges und doch stets sehenswertes Drama. Man sollte als Zuschauer Geduld mitbringen und sich im Idealfall für die zeitliche Periode sowie die portraitierte Werbewelt interessieren. Doch auch der Rest der Zuschauer kann sich an der perfekten Inszenierung, dem grandiosen Szenenbild und dem wunderbaren Schauspiel ergötzen. Für mich die beste Serie seit meinem „The Sopranos“-Marathon. Interessierte Leser sollten sich übrigens unbedingt die fantastische Blu-ray zulegen. Diese wird der Serie in absolut jeder Hinsicht gerecht: 10/10 Punkte.

Prädikat: Lieblingsserie

Run, Fatboy, Run (086)

Nachdem ich gestern dank lautstark feiernder Nachbarn zu spät ins Bett gekommen bin und heute morgen durch anderweitige Geräusche viel zu früh geweckt wurde, dachte ich mir, dass ein morgendlicher Lauf durchaus angebracht wäre. So war ich zwar nicht sonderlich fit, doch immerhin motiviert. Und wie wir alle wissen, ist das bereits die halbe Miete.

Länge: 6,08
Laufzeit: 00:37:00
kCal: 516
min/km: 6:05

Die Laufzeit ist dieses Mal wieder ganz brauchbar. Es war noch nicht allzu heiß und die Sonne stand noch flach genug, dass große Teile meiner Strecke im Halbschatten lagen. Nun fühle ich mich gut und für die anfallenden Tätigkeiten des Tages gerüstet, dennoch ist es ärgerlich selbst wenn man einmal auschlafen könnte nur knapp sechs Stunden Schlaf abzubekommen. Aber vielleicht sollte ich das einfach als Vorbereitung auf die Dinge, die da kommen werden sehen… 😉

Run, Fatboy, Run (085)

Kaum ist die Sonne wieder da, geht aus auch schon wieder abwärts mit der Laufleistung. Heute ging es aber auch so gar nicht vorwärts. Zwar bin ich durchgelaufen, doch habe ich mich stets etwas schlapp gefühlt. Mag es da einen Zusammenhang geben, dass ich heute morgen kaum aus dem Bett gekommen bin und mich schon den ganzen Tag über extrem müde fühle? Dabei ist das Baby ja noch nicht einmal da!

Länge: 6,08
Laufzeit: 00:39:00
kCal: 516
min/km: 6:25

Über die Zeit möchte ich eigentlich keine großen Worte verlieren. Vermutlich hätte ich einfach lieber in den Biergarten gehen sollen. Obwohl ich mich zurzeit ja nicht einmal dem Alkohol hingeben kann. So langsam wird es wirklich Zeit, dass sich der kleine Wurm blicken lässt. Und da heißt es die letzten Schwangerschaftstage seien nur für die Frauen nervenaufreibend…

Run, Fatboy, Run (084)

Nachdem mir gestern das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, musste ich den schon lange nötigen Lauf auf heute verschieben. Eigentlich war ich gestern auch ganz froh um den Regen, denn so richtig fit fühle ich mich zurzeit nicht. Ob es am wechselhaften Wetter ist? An einer schleichenden Erkältung? Oder doch etwa an der Aufregung Vorfreude?

Länge: 6,08
Laufzeit: 00:36:00
kCal: 516
min/km: 5:55

Vermutlich das Letztere, doch trotz all dem war ich heute wieder einmal recht gut unterwegs. Das Laufen hat mich nicht zu sehr angestrengt, meine Gedanken sind wild durch alle möglichen Universen geschossen und ehe ich mich versah, war ich auch schon wieder zurück. Ganz angenehm eigentlich, doch irgendwie auch seltsam. Wie vermutlich alles im Moment.

Legend of the Seeker – Season 2

Mit dem Staffelfinale von „Legend of the Seeker – Season 2“ geht wieder einmal eine von mir geschätzte Serie zu Ende. Im Gegensatz zum letzten Jahr wusste ich dieses Mal, was ich zu erwarten hatte und bekam genau das – und noch viel mehr – zu sehen. Nun ist es leider vorbei und wieder einmal klafft eine Genreloch im TV-Einerlei.

Während der Sichtung der ersten Staffel war ich öfter einmal enttäuscht von der Handlung und Inszenierung dieses Fantasyepos. Dennoch konnte mich die Serie – schon alleine aufgrund ihres Genres – bei der Stange halten. Auf die zweite Staffel hatte ich mich demnach zwar gefreut, hielt meine Erwartungen aber bewusst niedriger – und was soll ich sagen? Mir ist die Serie in ihrem zweiten (und leider letztem) Jahr ziemlich ans Herz gewachsen, was vor allem an ihrem ungestümen Charme liegt.

Die Geschichte um Richard Cypher, der mit seiner magischen Entourage gegen den Herren der Unterwelt kämpft, ist altbekannt aber durchaus mitreißend erzählt. Dies liegt vor allem am Einfallsreichtum der Autoren, die das relativ geradlinige Abenteuer unserer Helden mit stets neuen Absurditäten torpedieren. In ihren besten Momenten erinnert mich die Serie hier sogar an Joss Whedons Werke (insbesondere „Buffy: The Vampire Slayer“), in denen die bekannte Situation auch öfter einmal durch Kniffe, wie alternative Realitäten, Körpertausch oder Doppelgänger, auf den Kopf gestellt wurde.

Wenn man sich erst einmal an den leicht trashigen Charme der Serie gewöhnt hat, dann macht sie unglaublich viel Spaß. Umso enttäuschter bin ich nun auch darüber, dass man das Projekt schon wieder eingestampft hat. Mystery und Comedy sind ja schön und gut, doch wo bleibt die nächste Fantasyserie? Ich hoffe sehr, dass die HBO-Verfilmung von „A Song of Ice and Fire“ da einiges wett machen kann und eventuell sogar den Boden für weiter Projekte dieser Art ebnet.

Zu behaupten, dass „Legend of the Seeker“ für Genrefreunde nur aufgrund mangelnder Alternativen zum Pflichtprogramm gehören sollte, würde der Serie jedoch nicht gerecht werden. Selten hat mich eine Geschichte mit teils recht holpriger Handlung und oft trashiger Inszenierung so für sich eingenommen. Das nennt man dann wohl Charme und davon besitzt dieses ungeschliffene Fantasyjuwel eine ganze Menge: 8/10 Punkte.

District 9 (2009)

Vor ein paar Jahren bin ich über einen Kurzfilm namens „Alive in Joburg“ gestolpert, der mich tief beeindruckt hat. Eine unglaubliche Atmosphäre und teils wirklich verstörend anzusehen. Als ich mitbekam, dass Regisseur Neill Blomkamp mit „District 9“ eine Spielfilmversion seines Kurzfilms plant, kannte meine Begeisterung keine Grenzen. Wie es leider jedoch immer öfter der Fall ist, habe ich den Film im Kino verpasst und musste nun auf die Blu-ray zurückgreifen.

Wow. Was für ein beeindruckender Film. Schon lange habe ich nichts mehr so Außergewöhnliches gesehen. Einen Film, der sich in keine Schublade stecken lässt. Unterschiedlichste Genres und Inszenierungsstile werden hier zusammengewürfelt, nur um am Ende ein absolut beeindruckendes Gesamtbild zu schaffen. Schon alleine dafür muss man „District 9“ eigentlich lieben. Neill Blomkamp hat die Prämisse seines Kurzfilms einerseits erweitert, andererseits aber auch auf gewisse Elemente fokussiert, was der Kinoversion einen etwas anderen Drall gibt.

„District 9“ setzt sich in meinen Augen aus drei Segmenten zusammen. Das erste Drittel des Films ist ziemlich nahe am Kurzfilm und zeigt uns eine bitterböse Satire auf die Apartheid, welche teils urkomisch, oft aber einfach nur erschreckend nahe an der Realität ist. Im zweiten Drittel schwenkt die Handlung auf ein zutiefst menschliches Drama à la „Die Fliege“ (1986) um und lässt den Jäger zum Gejagten werden. Dieses Mittelstück hatte für mich ein paar Längen und Logikfehler, wenngleich es sich in seiner Gesamtheit wunderbar in den Film einfügt. Das letzte Drittel zeigt uns schließlich eine actionhaltiges Buddymovie im Sci-Fi-Setting, welches ziemlich zur Sache geht und wirklich fantastisch aussieht.

Neill Blokamps Film ist nicht immer leichte Unterhaltung. Teils ist es fast schon anstrengend dem Springen zwischen den Genres zu folgen und einen Überblick über den Wechsel zwischen Mockumentary und klassischen Spielfilmszenen zu behalten. Lässt man sich aber auf dieses ungewöhnliche Erlebnis ein, dann wird man mit einem der intensivsten und spannendsten Filme der letzten Jahre belohnt. Nicht perfekt, nicht immer rund, aber stets mitreißend. Ein Film, der mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Das sollte es definitiv öfter geben und somit kann ich nur eine zwingende Empfehlung für alle Filmfreunde aussprechen: 9/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (083)

Nach einem übervollen Arbeitstag habe ich mich wider Willen in die Laufschuhe geschwungen. Das Wetter war ganz okay. Ausreichend warm, bewölkt und nur mit sporadischem Nieselregen durchsetzt. Eigentlich die perfekten Bedingungen für einen erfolgreichen Lauf. Doch irgendwie war der Wurm drin und ich kam nicht so recht vom Fleck.

Länge: 6,08
Laufzeit: 00:37:00
kCal: 516
min/km: 6:05

Nachdem ich mir schon die schlimmste Zeit ausgemalt hatte, war ich vom endgültigen Ergebnis dann doch recht positiv überrascht. Das hätte ich so nicht erwartet. Zu Hause erwarteten mich dann spontan ein paar Freunde, die wirklich Glück hatten, dass ich aufgrund der Wetterverhältnisse nur halb so stark geschwitzt habe, wie bei so manch anderem Lauf… 😉