Lucy (2014)

Nach einem vollen Samstag, den ich komplett draußen (erst ein langer Lauf, dann Rasenmähen und schließlich auf der Terrasse lesen) verbracht habe, sind wir abends erst spät auf das Sofa gekommen. Da wir auch schon recht müde waren, haben wir die Sichtung des „Downton Abbey“-Kinofilms verschoben und spontan „Lucy“ auf Prime Video eingeschaltet. Der Film hat mich schon immer gereizt, aber nie so sehr, als dass ich ihn mir hätte kaufen wollen… 🙅‍♀️🤷‍♀️🤦‍♀️

Lucy (2014) | © Universal Pictures Germany GmbH

Lucy (2014) | © Universal Pictures Germany GmbH

Kurzweiliger Action-Unfug von Luc Besson

Ich mag es sehr, wie schnell der Film zum Punkt kommt. Luc Besson hält sich nicht groß mit der Exposition auf, sondern schmeißt uns zusammen mit Hauptfigur Lucy direkt ins Geschehen. Der Film besitzt eine solch kinetische Energie, dass es eine wahre Freude ist. Dabei ist diese Art der Inszenierung nicht neu und ich musste an andere Produktionen des Regisseurs, wie z.B. „Taxi“ oder „Unleashed“, denken. Hier hat er jedoch einmal wieder selbst Regie geführt und das hat er wahrlich nicht verlernt. Die Action knallt und ist ziemlich direkt. Wie dieser recht gewalttätige Film zu einer FSK-12-Freigabe gekommen ist? Mal wieder eine äußerst fragwürdige Entscheidung.

Doch was hat der Film inhaltlich zu bieten? Die Prämisse rund um eine neue Droge, welche es ermöglicht, ungenutzte Areale des Gehirns zu nutzen, ist durchaus interessant und hat mich ein wenig an „Ohne Limit“ mit Bradley Cooper erinnert. Nur eben nicht als Thriller, sondern als völlig übertriebenen Action-Trip umgesetzt. Gerade im letzten Drittel dreht Luc Bessons Geschichte völlig ab, was durchaus unterhaltsam ist, aber dem Film das letzte Quäntchen Erdung nimmt. Glücklicherweise war mit Scarlett Johansson eine mehr als talentierte Schauspielerin am Steuer, wodurch der B-Movie-Plot nicht völlig ins Lächerliche abdriftet.

Fazit

Ich hatte viel Spaß während der ersten Stunde von „Lucy“. Danach dreht die Geschichte ein wenig zu sehr auf, was es für meinen Geschmack gar nicht gebraucht hätte. Kann man sich als Freund des französischen Action-Regisseurs aber dennoch gut anschauen: 6/10 Punkte.

Arlo & Spot – OT: The Good Dinosaur (2015)

Home-Office-Woche #6 geht zu Ende. Wirklich erst die sechste Woche? Oder schon? Auf jeden Fall war sie höllisch anstrengend. Auch für die Kinder. Ein Filmabend war somit mehr als angesagt. Heute habe ich wieder einmal den Kids die Wahl überlassen und da sie sich nicht entscheiden konnten, haben wir letztendlich zwischen den beiden Favoriten gelost. Mit dem Gewinner „Arlo & Spot“ (und dem zugehörigen Kurzfilm „Sanjay’s Super Team“) waren dann glücklicherweise auch alle zufrieden… 🦕🦖

Arlo & Spot (2015) | © Walt Disney

Arlo & Spot (2015) | © Walt Disney

Ein höchst emotionales Pixar-Abenteuer

Leider ist „Arlo & Spot“ ziemlich untergegangen. Auch die Kritiken sind, für Pixar-Verhältnisse, recht durchwachsen. Selbst die Produktionsgeschichte des Films ist ziemlich holprig. Und das Ergebnis? Ich kann für meine ganze Familie sprechen, wenn ich sage, dass wir mehrfach gestaunt, gelacht und vor allem geweint haben. Also zumindest der Zwergofant und ich. „Arlo & Spot“ erzählt eine ziemlich geradlinige und scheinbar nur wenig innovative Geschichte. Dabei sieht der Film atemberaubend gut aus, die Charaktere sind wunderbar animiert und die emotionale Wirkung ist einfach auf den Punkt. Subjektiv betrachtet konnte mich der Film voll und ganz packen und ich war in jedem Moment mittendrin.

Wenn ich objektiv auf „Arlo & Spot“ blicke, dann kommen mir etliche Szenen aus anderen Filmen bekannt vor. Typische Motive sind eindeutig Filmen wie „Der König der Löwen“ oder „In einem Land vor unserer Zeit“ entliehen und selbst die famose Inszenierung erinnert an ihre Vorbilder. Dafür gelingt es dem Film an anderen Stellen zu überraschen, wie wenn sich Arlo, zum Beispiel, mit einer Tyrannosaurus-Familie anfreundet. Und habe ich schon erwähnt wie unfassbar gut „Arlo & Spot“ aussieht? Einfach traumhaft schön. Bilder zum darin Versinken, gerade in 3D.

„Papa, das ist der traurigste Film, den ich je gesehen habe.“
– Der Zwergofant

Fazit

Nach all den durchwachsenen Kritiken war ich von „Arlo & Spot“ doch äußerst positiv überrascht. Er bietet nicht nur viel Spaß und ist ein großes Abenteuer, nein, er weiß auch emotional mitzureißen. Ein wahrlich gelungener Filmabend für die gesamte Familie: 8/10 Punkte.

Playmobil: Der Film – OT: Playmobil: The Movie (2019)

Endlich Wochenende nach der fünften Home-Office-Woche. Ist es die fünfte? Irgendwie verschwimmt alles. Außer Frage war nur, dass auch heute wieder ein Filmabend auf dem Programm stehen muss. Da wir vor ein paar Tagen entdeckt haben, dass „Playmobil: Der Film“ bei Prime Video angelaufen ist, stand die Wahl auch schnell fest. Der Zwergofant war heiß darauf und ich zumindest neugierig, da der Firmensitz von Playmobil samt zugehörigem Funpark quasi bei uns ums Eck ist… ☠⚔

Playmobil: Der Film (2019) | © Concorde Video

Playmobil: Der Film (2019) | © Concorde Video

Leider kein Vergleich zur dänischen Konkurrenz

Ja, ich habe zuvor schon ein paar Kritiken überflogen und ja, ich wollte es nicht wahrhaben, dass „Playmobil: Der Film“ eine ziemlich uninspirierte Angelegenheit ist. Die Prämisse, dass zwei Geschwister in der Playmobil-Welt landen und sich in dieser wiederfinden müssen, fand ich noch recht nett. Zwar nicht so innovativ wie die doppelte Ebene von „The LEGO Movie“, aber immerhin nett. Schon die erste Musical-Nummer hat mich aber aus dem Film geworfen. Dabei mag ich Musicals. Wo es denn passt. Dann sterben gleich im Anschluss daran die Eltern der Geschwister. Was für ein Bruch. Man würde nun einen erwachseneren Film erwarten, doch die restliche Handlung ist eher auf Kleinkindniveau. Samt Gags, Figuren und Action.

Immerhin sieht der Film recht gut aus. Die Figuren haben einen wunderbaren Plastik-Look und die Welt ist kunterbunt. Leider wirken viele Gegenstände und Gebäude nicht wie Playmobil, was viel von der Illusion nimmt. Auch hier war die dänische Konkurrenz viel durchdachter und das sowohl in den beiden Hauptfilmen als auch den Spin-offs „The LEGO Batman Movie“ und „The LEGO Ninjago Movie“. Sehr, sehr schade.

Sympathisch fand ich dagegen, dass sich Playmobil auf die klassischen Spielewelten konzentriert und keine bekannten Franchises einbindet. So habe ich einige Figuren aus der eigenen Sammlung, wie z.B. Robotitron, wiedererkannt. Man war sichtlich bemüht keine Kopie der erfolgreichen LEGO-Filme zu kreieren, ist dabei aber leider den bequemsten Weg gegangen und erzählt einfach die naheliegendsten Geschichten. Und diese sind leider nicht sonderlich spannend. Habe ich schon erwähnt, dass mich die Songs extrem genervt haben? Ach, es ist einfach jammerschade. Mit einem besseren Drehbuch hätte man durchaus einen brauchbaren Film aus der Idee machen können.

Fazit

Ich hätte es der Marke Playmobil wirklich gewünscht, einen guten Film abzuliefern. Auch wenn LEGO einfach größer und populärer ist, so hege ich für Plastikfiguren aus der Nachbarschaft doch immer noch große Sympathien. Leider jedoch ist die filmische Adaption dieser Welt einfach nicht sonderlich gelungen. Schade drum: 4/10 Punkte.

Die kleine Hexe (2018)

Nach einen wirklich schönen und harmonischen Tag, an dem ich eine lange Runde laufen war und sonst nur gefaulenzt habe, stand abends abermals ein Filmabend auf dem Programm. Die Verfilmung von „Die kleine Hexe“ wollten wir schon lange sehen und heute schien uns dafür ein guter Zeitpunkt zu sein… 🧙‍♀️🧹

Die kleine Hexe (2018) | © STUDIOCANAL

Die kleine Hexe (2018) | © STUDIOCANAL

Was ist nur aus der Wetterhexe geworden?

An Otfried Preußlers Buch kann ich mich noch sehr gut erinnern: Als Kind wurde es mir mehrfach vorgelesen, einmal habe ich es mindestens selbst gelesen und vor ein paar Jahren haben wir mit unseren Kindern „Die kleine Hexe“ besucht. Nachdem ich die ersten Bilder der Verfilmung gesehen hatte, war ich skeptisch, denn so farbenfroh habe ich mir die Welt der kleinen Hexe nicht vorgestellt. Doch schließlich konnte ich selbst der anderen großen Preußler-Verfilmung „Krabat“ aus dem Jahr 2008 etwas abgewinnen. Also mal sehen, was die Filmemacher hier so gezaubert haben.

Mit Karoline Herfurth ist die kleine Hexe ungewöhnlich und doch irgendwie passend besetzt. Zumindest nach einer gewissen Eingeöhnungszeit. Auch die kunterbunte Welt mit vielen beinahe schon übersättigten Naturbildern hat mir gut gefallen, selbst wenn sie überhaupt nicht meinen Vorstellungen der Vorlage entsprach. Die bösen Hexen dagegen kamen mir viel zu klischeehaft und dumpf vor. Zwar war die Hexe Rumpumpel durchaus gut besetzt, doch warum war sie keine Wetterhexe mehr? Ich habe den ganzen Film darauf gewartet, dass man nur eine dunkle Wolke sieht, in der man einen Hexenbesen hätte erahnen können… doch nichts! Für mich war das die einprägsamste Szene des gesamten Buches und hier taucht Rumpumpel einfach stets platt in Person auf. Wirklich sehr, sehr schade.

Der restliche Film hatte ein paar nette Szenen, doch war er mir teils zu weit vom Buch entfernt. Und damit meine ich nicht, dass die Handlung hätte 1:1 wiedergegeben werden sollen, sondern die Atmosphäre der Vorlage. So nett die Geschichte hier war, so wenig hatte ich doch das Gefühl, eine Verfilmung von Preußlers Buch zu sehen. Meine Kinder waren dagegen ziemlich begeistert und das ist wohl die Hauptsache.

Fazit

„Die kleine Hexe“ ist ein schöner Kinderfilm, der Spaß macht und stets unterhaltsam ist. Ich hätte ihn mir ein wenig düsterer und werkstreuer gewünscht. Einen Punkt muss ich glatt für die fehlende Rumpumpel-Wolke abziehen. Hier überwiegt einfach die Enttäuschung, auch wenn der restliche Film durchaus sehenswert ist: 6/10 Punkte.

Paprika – OT: Papurika (2006)

Ich habe heute beinahe den gesamten Tag an der frischen Luft verbracht. Das war toll! Erst ein wenig auf der Terrasse lesen, draußen das Mittag- und Abendessen genießen und dazwischen ein 9-km-Spaziergang durch die Wälder. So kann man es aushalten. Um nicht zu sagen traumhaft. Und so sollte es mit „Paprika“ auch weitergehen… 🎎

Paprika (2006) | © Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

Paprika (2006) | © Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

Ein wahrlich traumhafter Animationsfilm

Ich habe vielerorts gelesen, dass „Paprika“ die intelligentere Version von „Inception“ sei. Ja, man kann diese Parallele ziehen, doch warum nicht auch noch „The Cell“ ins Rennen schicken, denn auch darin geht es um die Manipulation von Träumen. Die Grundidee ist somit ähnlich, doch davon abgesehen haben die Filme nicht viel gemein. Mich hat Satoshi Kons Anime eher an „The Congress“ erinnert. Speziell was die komplett überbordende Visualität angeht. Auch „Paprika“ wirkt oft wie ein Rausch, welcher jedoch inhaltlich in der Traumwelt verankert deutlich mehr Sinn macht als in Ari Folmans Sammelsurium wildester Ideen.

Audiovisuell ist „Paprika“ eine Wucht. Gerade die Übergänge in den Traumszenen sind beeindruckend. Es gibt so viel zu sehen und zu entdecken. Einfach nur bombastisch. Inhaltlich kann der Film leider nicht komplett mithalten, bekommt man letztendlich nur einen Thiller mit 08/15-Bösewicht zu sehen. Die formalen Aspekte sind jedoch so beeindruckend, dass diese den Animationsfilm auf ein deutlich besseres Niveau heben. Zudem mochte ich die Figuren, die allesamt ziemlich charismatisch sind.

Fazit

„Paprika“ ist ein recht ungewöhnlicher Animationsfilm, den man in erster Linie einfach nur genießen sollte. Die Geschichte wirkt anfangs noch komplex, entpuppt sich letztendlich aber als recht banaler Sci-Fi-Thriller. Das macht aber nichts, denn die traumhafte Atmosphäre ist wahrlich kongenial eingefangen: 8/10 Punkte.

Der Große mit seinem außerirdischen Kleinen – OT: Uno sceriffo extraterrestre… poco extra e molto terrestre (1979)

Wo sind die letzten vier Wochen nur hin? Eigentlich hätte ich heute „Und täglich grüßt das Murmeltier“ schauen müssen, so sehr fließen die Tage ineinander. Aber es war ein Filmabend angesagt und die Kinder haben sich einen Spencer/Hill-Film gewünscht. Da die gemeinsamen Filme des Prügelduos so langsam knapp werden, habe ich „Der Große mit seinem außerirdischen Kleinen“ vorgeschlagen. Auf die Sichtung war ich selbst sehr gespannt, da ich den Film als Kind geliebt habe… 👽🧔

Der Große mit seinem außerirdischen Kleinen (1979) | © 3L Vertriebs GmbH & Co. KG

Der Große mit seinem außerirdischen Kleinen (1979) | © 3L Vertriebs GmbH & Co. KG

„Mein Name ist H7-25.“

Für mich dürfte „Der Große mit seinem außerirdischen Kleinen“ damals wohl die erste Begegnung mit Science-Fiction und konkret mit dem Konzept von Außerirdischen gewesen sein. Ich weiß noch ganz genau wie fasziniert ich von der Photonenkanone war, mit der H7-25 seine Umgebung zu manipulieren wusste. Heute gäbe es eine solche bestimmt als Merchandise zum Film zu kaufen, doch ich habe mir damals eine Skizze gezeichnet und mir mit Hilfe einer Laubsäge ein eigenes Modell, das ich dann schwarz angemalt habe, zusammengebastelt. Ja, der Film hat mich definitiv beschäftigt. Für mich war er mehr als nur das übliche Gekloppe und gerade die emotionale Bindung zwischen H7-25 und dem Sheriff ist mir nahe gegangen. Außerdem war da die Photonenkanone. Muss ich mehr sagen?

Auch meine Kinder waren recht begeistert von dem Film. Das Zappelinchen hat sich mehr über die Prügeleien amüsiert, die aufgrund der Photonenkanone noch abgedrehter waren als ohnehin in Spencer/Hill-Filmen, wohingegen sich der Zwergofant mehr für die Geschichte und die Technik interessiert hat. Ich bin einmal gespannt, was aus den beiden in den nächsten Tagen zu dem Film noch heraussprudelt.

Fazit

Auch wenn „Der Große mit seinem außerirdischen Kleinen“ heute ein wenig kindisch und vielleicht auch lächerlich erscheinen mag, so konnte er mich immer noch packen. Die Fortsetzung „Buddy haut den Lukas“ ist definitiv schon vorgemerkt: 8/10 Punkte.

Tremors 6: Ein kalter Tag in der Hölle – OT: Tremors: A Cold Day in Hell (2018)

Ein wunderschöner Frühlingssamstag geht zu Ende. Eigentlich könnte alles wunderbar sein. Doch der Schein trügt. Trotz des famosen Wetters haben wir den Garten nicht verlassen und die Stimmung ist bedrückter als sie sein sollte. Wie so oft zurzeit. Da Frau bullion ein wenig angeschlagen und sogleich ins Traumland verschwunden ist, habe ich „Tremors 6: Ein kalter Tag in der Hölle“ in den Blu-ray-Player gepackt. Somit findet auch diese Filmreihe für mich ihren vorübergehenden Abschluss…

Tremors 6: Ein kalter Tag in der Hölle (2018) | © Universal Pictures Germany GmbH

Tremors 6: Ein kalter Tag in der Hölle (2018) | © Universal Pictures Germany GmbH

Überdrehter Tremors-Schwachsinn

Man merkt deutlich, dass das Team des Vorgängers sich auch für „Tremors 6: Ein kalter Tag in der Hölle“ verantwortlich zeichnet. Erneut haben wir es mit plattem Humor, CGI-Raketenwürmern und einem deutlich in die Jahre gekommenen Heldenduo zu tun. Mit einem kurzen Abstecher nach Perfection und einem größeren Auftritt der Tochter von Val und Rhonda sind die Bezüge zum Original dieses Mal größer, wenngleich das nur wenig zur Stimmung des Films beiträgt. Das Setting in der Kälte (wohlgemerkt in Südafrika gedreht) bleibt austauschbar und die Handlung besteht aus der typischen Monsterhatz. Auch wenn das alles nicht sonderlich berauschend klingt, so hatte ich doch meinen Spaß damit.

Insgesamt würde ich sogar sagen, dass sich „Tremors 6: Ein kalter Tag in der Hölle“ knapp vor seinem Vorgänger einreiht und damit dennoch einen der hintersten Plätze in diesem Franchise besetzt:

  1. „Tremors: Im Land der Raketenwürmer“ (1990) | 10/10 Punkte
  2. „Tremors 2: Die Rückkehr der Raketenwürmer“ (1996) | 7/10 Punkte
  3. „Tremors 3: Die neue Brut“ (2001) | 7/10 Punkte
  4. „Tremors 4: Wie alles begann“ (2004) | 6/10 Punkte
  5. „Tremors 6: Ein kalter Tag in der Hölle“ (2018) | 5/10 Punkte
  6. „Tremors 5: Blutlinien“ (2015) | 5/10 Punkte

Fazit

Ja, auch „Tremors 6: Ein kalter Tag in der Hölle“ ist kein besonders guter Film. Aber ich mag das Franchise nach wie vor und würde mir auch einen siebten Teil anschauen. Kein wirklicher Tipp, doch Graboiden-Freunde können einen Blick riskieren: 5/10 Punkte.

Asterix im Land der Götter – OT: Astérix: Le Domaine des dieux (2014)

Hurra, endlich sind Ferien! Ja, auch in Zeiten der Corona-Krise ist das wichtig. Sehr sogar. Nicht nur die Kinder freuen sich auf die Pause vom Homeschooling, auch wir Eltern (besonders Frau bullion) sind froh, dass dieser Stressfaktor zumindest pausiert. A propos Stressfaktor: Auch ich bin mehr als Reif für das Wochenende und somit war die Vorfreude auf den gemeinsamen Filmabend groß. Leider jedoch gab es davor Zoff und letztendlich durfte nur der Zwergofant mitschauen. Die Wahl fiel deshalb auf „Asterix im Land der Götter“, den er schon seit langer Zeit sehen wollte…

Asterix im Land der Götter (2014) | © LEONINE

Asterix im Land der Götter (2014) | © LEONINE

Asterix und Obelix in der dritten Dimension

„Asterix im Land der Götter“ war der erste CGI-Film der Reihe. Aber nicht für uns, denn wir haben ziemlich genau vor einem Jahr bereits „Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks“ im Kino gesehen. Somit war ich schon vorbereitet auf den Look, der mich auch hier wieder vollends zu überzeugen wusste. So und nicht anders muss eine zeitgemäße Modernisierung aussehen. Toll! Im Gegensatz zum direkten Nachfolger, hat „Asterix im Land der Götter“ jedoch eine Comic-Vorlage und zwar den Klassiker „Die Trabantenstadt“. Dies merkt man dem Film auch an, da er inhaltlich tiefer und irgendwie klassischer wirkt als sein Sequel. Vielleicht bilde ich das aber auch nur ein, da ich den Comic noch von früher kenne.

Mit „Asterix im Land der Götter“ habe ich nun tatsächlich jeden animierten Asterix-Film (erneut) gesehen und in diesem Blog besprochen. Nachdem Lufio erst vor ein paar Tagen sein großes Asterix-Ranking veröffentlicht hat, will ich es ihm gleich tun:

  1. „Asterix erobert Rom“ (1976) | 9/10 Punkte
  2. „Asterix bei den Briten“ (1986) | 8/10 Punkte
  3. „Asterix und Kleopatra“ (1968) | 8/10 Punkte
  4. „Asterix: Sieg über Cäsar“ (1985) | 8/10 Punkte
  5. „Asterix im Land der Götter“ (2014) | 8/10 Punkte
  6. „Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks“ (2018) | 8/10 Punkte
  7. „Asterix: Operation Hinkelstein“ (1989) | 7/10 Punkte
  8. „Asterix der Gallier“ (1967) | 7/10 Punkte
  9. „Asterix und die Wikinger“ (2006) | 6/10 Punkte
  10. „Asterix in Amerika“ (1994) | 6/10 Punkte

Fazit

Ich muss sagen, dass so ein Familienfilmabend zu zweit nicht halb so schön ist wie zu viert. Aber manchmal muss man eben konsequent sein. Dennoch hatten der Zwergofant und ich viel Spaß. Das 3D war wieder einmal sehenswert und hat den Szenen eine angenehme Tiefe gegeben. Inhaltlich konnte mich „Asterix im Land der Götter“ wirklich überzeugen, weshalb er klar zu den gelungensten Asterix-Filmen zählt. Da freue ich mich doch direkt auf einen weiteren Teil: 8/10 Punkte.

The Nice Guys (2016)

Nach einem frühlingshaften Tag, den ich nahezu komplett draußen verbracht habe, stand mir der Sinn nach leichter Unterhaltung. Meine Wahl ist vor allem deshalb auf „The Nice Guys“ gefallen, da ich im Sneakpod schon mindestens drei Besprechungen des Films gehört habe. Somit ging es zurück ins Los Angeles der 70er Jahre… 🧔

The Nice Guys (2016) | © Concorde Video DVD

The Nice Guys (2016) | © Concorde Video DVD

Der schlechteste Detektiv der Welt

„The Nice Guys“ ist der letzte Film von Shane Black, bevor er sich seinen guten Ruf mit „Predator: Upgrade“ kaputt gemacht hat (ich mochte den Film ja ganz gerne). Hier besinnt er sich noch einmal auf alte Stärken und kehrt zu dem Genre zurück, das er geprägt hat, wie kein zweiter. Somit ist „The Nice Guys“ eine Buddy-Komödie, die von einem ungleichen Paar profitiert, gespielt von Russell Crowe und Ryan Gosling. Mindestens ebenso wichtig, wie das titelgebende Duo, ist das Setting: Shane Black fängt das Los Angeles der Siebziger Jahre wahrlich gekonnt ein und der Film bekommt dadurch eine ganz eigene Atmosphäre. Hat mir wirklich sehr gut gefallen.

Inhaltlich verfolgen wir eine typische Kriminalgeschichte, die dadurch gewinnt, dass unsere ungleichen Helden von einer absurden Situation in die nächste stolpern. Unterstützt werden sie dabei von Holland Marchs (Ryan Gosling) Tochter, was ich zu Beginn für einen ungewöhnlichen Einfall hielt, letztendlich aber doch sehr gut funktioniert. Die Geschichte ist recht atemlos erzählt, hält sich bis zum großen Finale aber angenehm zurück, was große Action angeht. Und selbst diese ist dann wunderbar handgemacht. Wirklich modern wirkt in „The Nice Guys“ nur das Thema Abgasskandal und CO2-Ausstoß. Das fand ich einen interessanten Aspekt an diesem sonst so aus der Zeit gefallen wirkenden Film.

Fazit

Nein, wirklich neu ist an „The Nice Guys“ nichts. Wer sich aber gerne einmal wieder eine altmodische Buddy-Komödie anschauen möchte, der kann fast keinen besseren Film erwischen. Ich wurde für knapp zwei Stunden wahrlich bestens unterhalten und das ist genau das, was ich momentan brauchen kann: 8/10 Punkte.

Paddington 2 (2017)

Gestern erst habe ich darüber geschrieben, dass Eskapismus in Zeiten der Corona-Krise extrem wichtig ist. Somit war heute natürlich ein Filmabend angesagt und die Wahl der Kinder ist auf „Paddington 2“ gefallen. Nachdem der Zwergofant bei der Sichtung des ersten Teils noch ziemlich viel Angst hatte, verblieb die Fortsetzung sehr lange ungesehen im Regal. Im letzten Jahr ist der Zwergofant jedoch viel mutiger geworden. Somit stand einem bärigen Filmabend nichts im Wege… 🐻

Paddington 2 (2017) | © STUDIOCANAL

Paddington 2 (2017) | © STUDIOCANAL

„Paddington 2“ ist der perfekte Kinderfilm

Schon nach nur wenigen Minuten waren wir wieder komplett drin in der bunten Welt von Paddington. Paul King hat den Film so wundervoll verspielt, voll kindlicher Freude und Naivität inszeniert, dass es ein großes Vergnügen ist. Dabei ist die Geschichte nie lächerlich oder der Humor zotig, nein, „Paddington 2“ nimmt sich und seine Figuren im besten Sinne ernst und bleibt dabei doch herrlich augenzwinkernd. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich zuletzt so herzhaft gelacht habe, wie bei den Slapstick-Einlagen als Paddington Fenster putzt oder sich als Friseur versucht. Daneben stehen Augenblicke, die zutiefst emotional sind und wirklich ans Herz gehen. Getragen wird der Film zudem von famosen Schauspielern wie Sally Hawkins („The Shape of Water“)  oder Hugh Bonneville, den ich gerade in „Downton Abbey“ sehe. Die Show stielt hier jedoch eindeutig Hugh Grant als herrlich überzogener Bösewicht.

All das würde den Film schon sehr gut machen. Was „Paddington 2“ jedoch zu einem herausragenden Film macht, ist seine makellose Struktur. Es werden etliche Szenen eingestreut, die man zunächst als nette Anekdote (z.B. wie sich die Eltern kennenlernen) wahrnimmt, am Ende sind diese jedoch stets handlungsrelevant und werden mit einem Payoff aufgelöst. Das gibt es mehrfach im Film. Kein noch so kleines Detail ist unbedeutend und wird doch so locker-leicht eingestreut, als wäre es reiner Zufall. Davon können sich die meisten anderen Filme eine Scheibe abschneiden. Und damit meine ich nicht nur andere Kinderfilme.

Fazit

Mit „Paddington 2“ konnte sich die Geschichte um den sympathischen Bären noch einmal steigern. Für die ganze Familie war es ein famoses Filmerlebnis und ich hoffe sehr, dass wir dieses magische London noch für ein drittes Mal besuchen dürfen. Eine dicke Empfehlung für alle Kinder, Eltern und den ganzen Rest: 9/10 Punkte.