Predator: Upgrade – OT: The Predator (2018)

Die Besprechung zu diesem Film startet, wie immer, mit dem Tagebuchteil. Da müsst ihr durch, liebe Leser: Heute war noch einmal ein richtig schöner Spätsommertag, den wir am inklusivem Kinderfest und dem Tag der offen Tür der Freiwilligen Feuerwehr verbracht haben. Nachdem mich der Zwergofant heute beim Laufen begleitet hatte, habe ich abends noch ein paar Brettspiele mit ihm gespielt. Danach ging es ab aufs Sofa (ohne Kinder natürlich) und mit „Predator: Upgrade“ stand ein Film auf dem Programm, auf den ich schon lange neugierig war…

Predator: Upgrade (2018) | © 20th Century Fox Home Entertainment

Predator: Upgrade (2018) | © 20th Century Fox Home Entertainment

Wer hätte es gedacht? Eine würdige Fortsetzung

Als damals angekündigt wurde, dass Shane Black den neuen Predator-Film inszenieren würde, war ich extrem positiv gestimmt. Warum auch nicht? Shane Black ist nicht nur ein erfahrener Drehbuchautor (z.B. „Lethal Weapon“), er hat auch schon große und sehenswerte Filme (z.B. „Iron Man 3“) umgesetzt und war 1987 beim ersten „Predator“ als Schauspieler Teil des Ensembles rund um Arnold Schwarzenegger. Dann jedoch kamen die ersten Besprechungen und sie alle waren ziemlich vernichtend. Gerade einmal 5,4 Punkte bei der IMDb sind auch keine Empfehlung, weshalb ich mir mit der Sichtung dann doch Zeit gelassen hatte. Nun war es aber endlich soweit – und was soll ich sagen? Ich wurde blendend unterhalten!

Auch wenn die Technik viel moderner (und deshalb nicht immer passend) ist, fühlt sich „Predator: Upgrade“ wie ein Film aus den späten 1980er Jahren an. Viel Testosteron, machohafte Sprüche, blutige Action und ein angenehm klassischer Score. Zudem hatte ich bei der Action stets das Gefühl, einen genauen Überblick über das Geschehen zu haben. Das ist inzwischen leider viel zu selten der Fall. Ansonsten ist die Geschichte angenehm cheesy (ohne jedoch trashig zu sein), die Militärs sind nicht die strahlenden Helden, sondern ein Haufen kaputter Typen. Hinzu kommen etliche großartige SchauspielerInnen, die man bisher vor allem aus Serien kennt, z.B. Olivia Munn („The Newsroom“), Yvonne Strahovski („Chuck“), Sterling K. Brown („This Is Us“) bis hin zum famosen Kinderschauspieler Jacob Tremblay aus „Raum“. Selbst die Klimakrise wird mehr oder minder sinnvoll thematisiert und all das mündet in einem sehr unterhaltsamen Mix, den man allerdings nicht zu ernst nehmen sollte.

Für mich ist „The Predator“ eine sehr gelungene Fortsetzung, da er die Geschichte des Originals nicht einfach noch einmal 1:1 in der heutigen Zeit nacherzählt, sonder sein eigenes Ding daraus macht. Das kann man mögen oder nicht, aber es ist mutiger als viele anderen späten Sequels. Für mich kaum schwächer als die anderen beiden Fortsetzungen:

  1. „Predator“ (1987) | 9/10 Punkte
  2. „Predator 2“ (1990) | 7/10 Punkte
  3. „Predators“ (2010) | 7/10 Punkte
  4. „Predator: Upgrade“ (2018) | 7/10 Punkte

Fazit

Mich hat Shane Blacks späte Fortsetzung positiv überrascht und ich hatte viel Spaß damit. Sicher kein neuer Klassiker oder ein in irgendeiner Art und Weise relevanter Film, doch um noch einmal dem ikonischen Monster gegenüber zu stehen, gibt  es wahrlich schlechter Filme (hust, „Aliens vs. Predator 2“, hust): 7/10 Punkte.

9 Gedanken zu “Predator: Upgrade – OT: The Predator (2018)

    • Nochmal anschauen? Hast du ihn denn schon einmal gesehen? Aber ja, den Vergleich zum Original sollte man gar nicht groß ziehen. Ist ein ganz anderer Film und funktioniert dennoch oder auch gerade deshalb sehr gut.

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      • Ja, stimmt, die hat nicht so ganz gepasst. Im Grunde war der Film dann aber auch nicht so albern, wie er gerne hingestellt wird. Wie gesagt mochte ich dennoch, wie Shane Black mit dem Franchise umgegangen ist.

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  1. Ich finde die Söldner-Truppe sehr anstrengend, von Keegan-Michael Key hin zu Thomas Jane und dem wenig lustigen Tourette-Running Gag. Der Hauptdarsteller ist auch ein Charisma-Staubsauger. Angesichts dessen dass es ein Shane Black Film ist, doch sehr enttäuschend. Wenn man das ausblendet, ist es sicher noch akzeptabel.

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    • Ach, ich fand die Loonies als Truppe schon ganz brauchbar. Sicher waren die mit weniger Screentime ziemlich blass und austauschbar, aber hat für mich dennoch funktioniert. Ist vielleicht auch mit den Erwartungen verbunden, da ich ein viel größeres Desaster befürchtet hatte.

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  2. Pingback: Media Monday #430 | moviescape.blog

  3. Ich konnte mit dem Film leider gar nichts anfangen. Ich fand die Truppe eher langweilig und den Humor eher lahm.

    Aber es ist schon interessant, wie sehr sich bei diesem Film die Geister scheiden. 😅

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    • So geht es ja den meisten. Meine Erwartungen waren schon ziemlich im Keller und ich habe mich gefreut so viele tolle Schauspieler in einem zumindest recht unterhaltsamen Film zu sehen. Doch, mochte ich.

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