Paprika – OT: Papurika (2006)

Ich habe heute beinahe den gesamten Tag an der frischen Luft verbracht. Das war toll! Erst ein wenig auf der Terrasse lesen, draußen das Mittag- und Abendessen genießen und dazwischen ein 9-km-Spaziergang durch die Wälder. So kann man es aushalten. Um nicht zu sagen traumhaft. Und so sollte es mit „Paprika“ auch weitergehen… 🎎

Paprika (2006) | © Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

Paprika (2006) | © Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

Ein wahrlich traumhafter Animationsfilm

Ich habe vielerorts gelesen, dass „Paprika“ die intelligentere Version von „Inception“ sei. Ja, man kann diese Parallele ziehen, doch warum nicht auch noch „The Cell“ ins Rennen schicken, denn auch darin geht es um die Manipulation von Träumen. Die Grundidee ist somit ähnlich, doch davon abgesehen haben die Filme nicht viel gemein. Mich hat Satoshi Kons Anime eher an „The Congress“ erinnert. Speziell was die komplett überbordende Visualität angeht. Auch „Paprika“ wirkt oft wie ein Rausch, welcher jedoch inhaltlich in der Traumwelt verankert deutlich mehr Sinn macht als in Ari Folmans Sammelsurium wildester Ideen.

Audiovisuell ist „Paprika“ eine Wucht. Gerade die Übergänge in den Traumszenen sind beeindruckend. Es gibt so viel zu sehen und zu entdecken. Einfach nur bombastisch. Inhaltlich kann der Film leider nicht komplett mithalten, bekommt man letztendlich nur einen Thiller mit 08/15-Bösewicht zu sehen. Die formalen Aspekte sind jedoch so beeindruckend, dass diese den Animationsfilm auf ein deutlich besseres Niveau heben. Zudem mochte ich die Figuren, die allesamt ziemlich charismatisch sind.

Fazit

„Paprika“ ist ein recht ungewöhnlicher Animationsfilm, den man in erster Linie einfach nur genießen sollte. Die Geschichte wirkt anfangs noch komplex, entpuppt sich letztendlich aber als recht banaler Sci-Fi-Thriller. Das macht aber nichts, denn die traumhafte Atmosphäre ist wahrlich kongenial eingefangen: 8/10 Punkte.

10 Gedanken zu “Paprika – OT: Papurika (2006)

  1. Für mich hat Inception schon relativ wenig mit Träumen zu tun, zumindest ich träume nie wie Träume in Inception dargestellt werden. Das ist ja alles nur schlecht durchdachter Vorwand bei Nolan um einen 0815-Actionfilm dran aufzuhängen. So eine kreative Brillanz wie sie Kon hier zur Schau stellt (oder Tarsem in The Fall) wird jemand wie Nolan nie erreichen.

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    • Ja, die realistischen Träume in „Inception“ empfand ich auch als ungenutztes Potenzial. Letztendlich wurde aber auch das gut erklärt und hat im Kontext des Films für mich Sinn gemacht. Aber ich bin Nolan ja generell zugeneigt… 🙂

      Die visuelle Pracht und kreative Innovation ist hier und in „The Fall“ (und tatsächlich auch in „The Cell“) aber deutlich höher, keine Frage.

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    • Naja, was heißt schon banal? Dass am Ende doch der Vorsitzende der Strippenzieher war, was nach Whodunit-Manier aufgelöst wurde, erschien mir einfacher, als ich es zu Beginn vermutet hätte. Aber bestimmt steckt da in den kleinen Momenten noch einiges drin, was ich bei der ersten Sichtung verpasst habe.

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