Paddington (2014)

Nachdem ich heute morgen recht lange Schnee geschaufelt habe, hatte ich mich am Nachmittag auf das erste Schlittenfahren des Jahres gefreut. Leider hat es dann jedoch geregnet und der Plan ist – im wahrsten Sinne des Wortes – ins Wasser gefallen. Also habe ich die Kids gepackt und wir haben den Nachmittag zu dritt im Hallenbad verbracht. Als wäre das noch nicht genug gewesen, wurde der Wunsch nach einem Filmabend laut. Trotz Forderung der Fortsetzung unserer „Asterix“-Reihe, haben wir uns letztendlich auf „Paddington“ geeinigt. Ob das eine gute Wahl wahr, lest ihr in der folgenden Besprechung…

Paddington (2014) | © STUDIOCANAL

Paddington (2014) | © STUDIOCANAL

Ist „Paddington“ der perfekte Kinderfilm?

Ich muss zugeben, dass ich – von ein paar typischen Illustrationen einmal abgesehen – bisher noch keinen Berührungspunkt mit „Paddington“ hatte. Da ich aber so viel Gutes über den Film gehört hatte, wollte ich ihn unbedingt sehen. Am besten natürlich mit der ganzen Familie. Der Zwergofant war leider nur am Anfang dabei. Das Erdbeben samt Tod des Onkels war zuviel für ihn. Er ist bei so etwas immer noch unglaublich sensibel und hat den restlichen Film lieber aus sicherer Distanz („Papa, was ist jetzt passiert?“) verfolgt. Das Zappelinchen dagegen war voll dabei und hat den Bären samt Ersatzfamilie sofort ins Herz geschlossen. Genauso ging es auch meiner Frau und mir. Gerade Paddingtons herrlich mutige, naive und tollpatschige Natur ist wahrlich großartig getroffen.

Neben Paddington selbst, weiß vor allem Familie Brown zu überzeugen. Die Mutter wird von Sally Hawkins gespielt und nach „The Shape of Water“ ist sie mir bereits zum zweiten Mal in kürzester Zeit sehr positiv aufgefallen. Übrigens gibt es in beiden Filmen ein irrwitzig überschwemmtes Badezimmer. Das jedoch nur am Rande. Ein weiterer Star ist die detailreiche und liebevolle Ausstattung des Films. Es wurden bereits Vergleiche zu Wes Anderson gezogen, was ich durchaus nachvollziehen kann. „Paddington“ hat aber mehr Herz und wirkt weit weniger artifiziell. Dennoch hat Paul King sein Werk wunderbar kunstvoll inszeniert, wodurch er sich zweifellos von anderen Kinderfilmen abhebt.

Fazit

„Paddington“ ist wahrlich ein wundervolles Filmerlebnis für die (fast) komplette Familie. Einzig Nicole Kidmans Bösewichtin empfand ich als etwas zu klischeehaft. Das hat dem Unterhaltungswert aber keinen Abbruch getan und ich freue mich nun schon extrem auf „Paddington 2“ – zumindest wenn wir den Zwergofant dazu überreden können: 8/10 Punkte.

12 Gedanken zu “Paddington (2014)

  1. Habe von Paddington auch vorher kaum was gesehen außer ein paar Szenen aus der britischen Serie mit dem ekelig zerknautschten Teddybären. Teil 1 ist schon goldig, Teil 2 meiner Meinung sogar noch ein bisschen goldiger. Klare Empfehlung von mir, der just heute „The Rescuers“ gesehen hat und deshalb gestählt für solche Filme ist (deutschen Titel schreibe ich jetzt nicht hin, weil sonst mein Ruf als harter Hund endgültig vor dieselbigen geht).

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  2. Ich mochte den auch sehr. Und stimmt, der Wes Anderson Vergleich drängte sich spätestens bei der Puppenhaus Montage auf. Ich würde auch zustimmen, dass er „weniger artifiziell“ als viele Anderson Streifen wirkt, was lustig ist, wenn man bedenkt, dass der „Hauptdarsteller“ aus dem Computer stammt. Ich mochte Kidman eigentlich sehr gern hier, insbesondere ihre Szenen mit dem Nachbarn.

    Und der Tod von Paddingtons Onkel ist mir auch nahegegangen… 😉

    Ein Film nicht nur für Kinder, auch Leute mit kindlichem Gemüt. Ähem.

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    • Ich mochte die Kidman übrigens auch, allerdings ist ihre Figur wohl das, was am klischeehaftesten nach Kinderfilm bzw. Kinderfilmbösewicht riecht. Macht aber nichts, denn auch ihre Rolle ist mit viel Humor angelegt.

      Ja, der Film funktioniert für Kinder und Erwachsene gleichermaßen – und das ohne dass es aufgesetzt wirkt. Mochte ich sehr! ❤

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  3. Pingback: Media Monday #394 | moviescape.blog

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