Die 5 besten Filmzitate

Gorana trägt sich ernsthaft mit dem Gedanken Die 5 BESTEN am DONNERSTAG aufgrund von Zeitmangel aufzugeben. Das können wir nicht zulassen, also macht eifrig mit und denkt an tolle Zitate! Tatsächlich bin ich heute aber auch zeitlich eingespannt und müsste bereits seit 15 Minuten unterwegs sein. Deshalb bin ich ganz froh auf meinen Fundus der „Top 10 Filmzitate“ zurückgreifen zu können, denn an meinen Top 5 hat sich tatsächlich nichts geändert…

Das Thema für Ausgabe #43 lautet:

Die 5 besten Filmzitate

  1.  „Blade Runner“ (1982) – Wenn ich an diesen improvisierten Dialog denke, bekomme ich heute noch Gänsehaut. Für mich der perfekte Moment in einem perfekten Film. Besser geht es nicht:

    ‘I’ve seen things you people wouldn’t believe. Attack ships on fire off the shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhauser gate. All those moments will be lost in time, like tears in rain.’ (Roy Batty)

  2.  „Absolute Giganten“ (1999) – Das stärkste Zitat dieses Meisterwerks ist wohl das hier genannte. Am besten funktioniert es wohl im Film, da Sebastian Schipper exakt das von Floyd beschriebene Phänomen audiovisuell umsetzt:

    ‚Weißt du was ich manchmal denke? Es müsste immer Musik da sein. Bei allem was du machst. Und wenns so richtig scheiße ist, dann ist wenigstens noch die Musik da. Und an der Stelle wo, wo es am allerschönsten ist, da müsste die Platte springen und du hörst immer nur diesen einen Moment.‘ (Floyd)

  3. „True Romance“ (1993) – Alabamas Schlussmonolog zusammen mit Hans Zimmers fantastischem Score funktioniert für mich einfach immer. So cool:

    ‘Amid the chaos of that day, when all I could hear was the thunder of gunshots, and all I could smell was the violence in the air, I look back and am amazed that my thoughts were so clear and true, that three words went through my mind endlessly, repeating themselves like a broken record: you’re so cool, you’re so cool, you’re so cool.’ (Alabama)

  4.  „Der Herr der Ringe: Die zwei Türme“ (2002) – Dieses Zitat aus Peter Jacksons epischer Fantasy-Trilogie fasst für mich perfekt zusammen, was ich an der Reihe so liebe:

    ‘Those were the stories that stayed with you. That meant something, even if you were too small to understand why. But I think, Mr. Frodo, I do understand. I know now. Folk in those stories had lots of chances of turning back, only they didn’t. They kept going. Because they were holding on to something.’ (Sam)

  5. „Stand by Me: Das Geheimnis eines Sommers“ (1986) – Es ist einfach die Wahrheit. Nostalgie perfekt auf den Punkt gebracht:

    ‚I never had any friends later on like the ones I had when I was twelve. Jesus, does anyone?‘ (The Writer)

Letztendlich sind wir dem Universum egal (David Levithan)

Schon seit mir „Letztendlich sind wir dem Universum egal“ bei einer Besprechung der Ergothek aufgefallen ist, wollte ich das Buch unbedingt lesen. Kurz darauf hatte es meine Frau zufällig gekauft, woraufhin es direkt auf meine Liste der fünf Bücher, die ich 2017 lesen möchte gewandert ist. Nun bin ich damit durch und lasse die Geschichte Revue passieren. Eine ungewöhnliche Geschichte, eine Geschichte mit Konzept. Doch was hat David Levithans Roman tatsächlich über seine außergewöhnliche Prämisse hinaus zu bieten?

Jeden Tag ein anderes Leben

Normalerweise spare ich mir ja die Zusammenfassung des Inhalts und beschränke mich auf den Eindruck, den das Buch bei mir hinterlassen hat. Hier jedoch möchte ich aber wenigstens kurz auf die Geschichte von A eingehen, der jeden Tag in einem anderen Körper aufwacht und somit jeden Tag ein anderes Leben lebt. Da der Protagonist selbst Jugendlicher ist, sind auch die Personen, in die er Tag für Tag schlüpft, in diesem spannenden Lebensabschnitt verortet. Auch wenn sich die unterschiedlichen Leben in manchen Aspekten durchaus ähneln, so gibt es teils doch eklatante Unterschiede. Interessant wird die Geschichte als sich A verliebt und Rhiannon von seinem unglaublichen Leben erzählt. Der Versuch eine Beziehung aufzubauen, die länger als nur einen Tag andauert, ist der Kern des Romans. Darüber hinaus schneidet David Levithan noch viele andere Themen an, was „Letztendlich sind wir dem Universum egal“ zu einem wirklich famosen Jugendbuch macht.

Wer bin ich und wenn ja, wie viele?

Durch die Vielzahl an unterschiedlichen Leben driftet A einerseits ohne Anker durch die Welt, andererseits hat er auch eine wunderbar freie Perspektive auf Sexualität und Geschlechterrollen. A ist weder weiblich noch männlich und fühlt sich in beiden Geschlechtern zu Hause. Ein in dieser Hinsicht wirklich erfrischend unkomplizierter Held, gerade in einem Jugendbuch. Den unzähligen Körpern, die unsere Hauptfigur durchwandert, und von denen jeder einzelne eine ganz eigene Geschichte besitzt, steht der behutsame Aufbau der Beziehung zu Rhiannon gegenüber. Auch hier ist es sehr erfrischend wie anders und gleichzeitig doch bekannt die Liebesgeschichte wirkt. A und Rhiannon haben einerseits mit ganz anderen Problemen zu kämpfen, als der Standard-Teenager, die emotionale Basis bleibt jedoch stets nachvollziehbar und kann leicht auf die eigenen Erfahrungen transferiert werden.

Fazit

Ich habe „Letztendlich sind wir dem Universum egal“ wirklich sehr gerne gelesen und A unglaublich gerne bei seinen unsteten Abenteuern begleitet. Am Ende gibt es keine Erklärungen, nur einen vorsichtigen Blick auf eine mögliche größere Geschichte. A bleibt seinen (oder ihren) Prinzipien jedoch treu und handelt entgegen aller erwartbaren Klischees, was mir – trotz des scheinbar unbefriedigenden Ausgangs – ziemlich imponiert hat. Ein tolles Buch: 9/10 Punkte.

Hast du den Nachfolgeroman „Letztendlich geht es nur um dich“ gelesen? Dann freue ich mich ganz besonders über einen Kommentar samt persönlicher Einschätzung… 🙂

Run, Fatboy, Run (431)

Nachdem das Zappelinchen immer noch Fieber und einen üblen Husten hat, werden wir auch den heutigen Feiertag größtenteils drinnen verbringen. Deshalb habe ich gleich morgens die Gelegenheit ergriffen und mich mit dem Zwergofanten zu einem Lauf aufgemacht. Meine Beine waren eigentlich noch vom Samstag schwer, doch der junge Herr hatte Lust, was auch mich wiederum motiviert hat:

Wie beim letzten Lauf mit dem Zappelinchen haben wir einen kurzen Abstecher zur Tartanbahn gemacht, wo ich eine Runde mit dem Zergofanten gelaufen bin. Es ist so toll, mit welch kleinen Dingen sich Kinder begeistern lassen. Ich liebe das. Danach ging es natürlich wieder per Fahrrad weiter:

Distance: 11.18 km
Duration: 01:09:34
Elevation: 83 m
Avg Pace: 6:13 min/km
Avg Speed: 9.64 km/h
Heart Rate: 153 bpm
Stride Frequency: 146 spm
Energy: 974 kcal

Ich wollte es bewusst langsam eingehen lassen und habe den Zwergofanten auch beständig eingebremst. Am Anfang an den Steigungen hat das noch ganz gut funktioniert, doch die zweite Hälfte der Strecke geht beinahe komplett bergab. Somit lief ich dann doch wieder schneller als geplant. Letztendlich war es für meine Verhältnisse aber ein entspannter Lauf bei relativ niedrigem Puls. An das Laufen mit meinen Kids könnte ich mich echt gewöhnen. Quality time, wie man so schön sagt… 🙂

Im Ohr: „Papa komm jetzt, lauf schneller!“

Media Monday #305

Nach einem wettertechnisch durchwachsenen Tag, an dem wir dennoch zum ersten Mal in diesem Jahr gegrillt haben, standen noch ein paar spontane Arbeiten im Haus an. Glücklicherweise nur im Keller, weshalb ich den Schlagbohrer auch am Sonntag auspacken konnte. Ansonsten ist die Bilanz des langen Wochenendes bisher eher mager und ich kann nur einen Film („Mystic River“), fast vier Stunden bügeln und die Pflege des kranken Zappelinchens verbuchen, was gleichzeitig für kurze Nächte sorgt. Im Moment ist irgendwie der Wurm drin. Somit warten wir weiter, bis wir endlich ein paar sommerlich anmutende Ausflüge unternehmen können. Doch nun erst einmal zu den aktuellen Fragen des Medienjournals für den morgigen ersten Mai…

  1. Den zusätzlichen freien Tag heute werde ich nutzen, um eine weitere Runde laufen zu gehen und hoffentlich ein wenig zu entspannen.
  2. Eine ganze Zeit lang habe ich das Brettspiel „Carcassonne“ samt etlicher Erweiterungen extrem gerne/häufig gespielt, denn es hatte sich damals im Freundeskreis so etabliert.
  3. Den Job von irgendeinem Charakter aus einer Sitcom wie „Friends“, „How I Met Your Mother“ oder „The Big Bang Theory“ hätte ich ja auch gerne mal, schließlich scheinen sie nur zwei Stunde pro Tag zu arbeiten und den Rest der Zeit in Cafés, Bars oder Comic-Läden zu sitzen.
  4. Ich würde mir ja oft wünschen, mehr Zeit zu finden, um entspannt (d.h. nicht erst ab 22 Uhr abends) meinen Hobbies nachzugehen.
  5. „Kein Weg zurück: Leben und Sterben am K2“ war eine eindrückliche Lektüre, immerhin werden darin die teils tödlichen Schicksale von mehreren Bergsteigern geschildert.
  6. Jetzt, da das Wetter (hoffentlich) langsam etwas besser wird stehen hoffentlich bald wieder ein paar Wanderungen an.
  7. Zuletzt habe ich die TV-Serie „11.22.63 – Der Anschlag“ gesehen und das war wunderbar intensive Unterhaltung, weil Stephen Kings Romanvorlage darin in eine achtteilige Serie verdichtet wurde.

11.22.63 – Der Anschlag (2016)

Normalerweise bevorzuge ich Serien, mit denen ich mich länger beschäftigen kann. Dies liegt vor allem daran, dass ich ungern Unterbrechungen bis zur Fortführung der Geschichte habe und somit selten (Ausnahmen bestätigen die Regel) nur einzelne Staffeln anschaue. Mit der Mini-Serie „11.22.63 – Der Anschlag“ liegt der Fall allerdings ein wenig anders, stand hier doch bereits schon von Anfang an fest, dass es nur diese eine Staffel geben wird. Mich hat speziell die Art der Adaption gereizt, bietet dieses Format doch weit mehr Raum für den Inhalt einer Vorlage als nur ein Film…

Vom Roman zur Serie

Ich kenne Stephen Kings Roman bisher noch nicht, hatte ihn aber im Zuge des Serien-Kaufs meiner Frau ans Herz gelegt, die sogleich das Hörbuch verschlungen hat und davon äußerst begeistert war. Dieser unterschiedliche Wissensstand war spannend und hat während der Sichtung für so manche angeregte Diskussion gesorgt, denn anscheinend weicht die Serie in einigen relevanten Details von der Vorlage ab. Dies hat dafür gesorgt, dass ich nun auch am liebsten das Buch lesen würde, schon alleine um entsprechend fundiert mitreden zu können. Doch auch die Serie an sich fühlt sich sehr wie ein Buch an und ich habe es sehr genossen, diese packende Geschichte über knapp acht Stunden erleben zu können. Ich frage mich was daraus geworden wäre, hätte man sich für einen abendfüllenden Spielfilm als Format entschieden. Vermutlich einfach ein ganz anderes Erlebnis.

Zeitreise-Drama oder Historien-Thriller?

Wenn man „11.22.63 – Der Anschlag“ in eine Genre packen sollte, dann ist das gar nicht so einfach. Von der Prämisse her gesehen, würde man wohl zuerst an Sci-Fi denken. Diese Genre-Elemente sind allerdings so gut wie überhaupt nicht vorhanden, dafür hat das historische Setting starken Einfluss auf die Geschichte. Man wähnt sich somit eher in einem Historien-Thriller mit übernatürlichen Elementen als in einem Sci-Fi-Drama. Wie man es von Stephen King erwarten würde, macht die Serie auch vor Horror-Elementen nicht halt. Diese waren mir teils zu dominant, wurden von den acht Episoden schon ganze zwei auf eher horrorlastige Subplots verwendet, von denen zumindest einer die Handlung nicht wirklich nach vorne gebracht hat. Ich hätte mir dafür tatsächlich mehr Einblick in die Ermittlungen gewünscht.

Die Serie ist sehr hochwertig produziert und nach „The Path“ nun bereits die zweite Hulu-Eigenproduktion, die es in mein Programm geschafft hat. Wie bereits „House of Cards“ setzt auch „11.22.63“ das seltene Bildformat 2,00:1 ein, was für ein kinohaftes Erlebnis sorgt. James Franco („127 Hours“) trägt die Geschichte mit jungenhaftem Charme, kann jedoch auch in dramatischen Situationen überzeugen. Auch der Support-Cast bietet mit u.a. Chris Cooper („American Beauty“) bekannte Gesichter. Formal ein wirklich äußerst gelungenes Erlebnis.

Fazit

Auch wenn die Serie nicht bis ins letzte Detail perfekt ist und teils die falschen Schwerpunkte gesetzt werden, so hat sie mich über ihre acht Episoden doch wunderbar unterhalten. Wenn ich Zeit für Binge-Watching hätte, dann wäre „11.22.63“ wohl der perfekte Kandidat gewesen, um die komplette Serie an einem Wochenende durchzuschauen. Doch auch in Häppchen serviert hat mich die Geschichte für sich eingenommen und speziell die letzte Episode zu Tränen gerührt. Da greift dann auch wieder der Zeitreise-Aspekt, den ich zuvor ein wenig vermisst hatte. Auch meine Frau war trotz der Änderungen zur Vorlage sehr angetan, weshalb ich die Serie nun sowohl Kennern des Romans als auch Neulingen empfehlen kann: 9/10 (8.6) Punkte.

Run, Fatboy, Run (430)

Da das Zappelinchen leider immer noch leicht fiebrig ist, habe ich mich heute mit dem Zwergofanten zu einem Lauf aufgemacht. Er ist vier Jahre alt und fährt das kleinste Puky-Rad mit 12 Zoll und ohne Gangschaltung. Ich war also darauf eingestellt, dass es eine eher gemütliche und kleine Runde wird. Das passte mir gut, denn einen schnellen Lauf hatte ich diese Woche ja schon. Doch weit gefehlt:

Distance: 14.09 km
Duration: 01:21:49
Elevation: 108 m
Avg Pace: 5:48 min/km
Avg Speed: 10.33 km/h
Heart Rate: 163 bpm
Stride Frequency: 147 spm
Energy: 1201 kcal

Der Zwergofant hat ordentlich Gas gegeben und letztendlich ist es die 14-km-Runde geworden, die ich letzte Woche auch mit dem Zappelinchen gelaufen bin. Allerdings war der Zwergofant deutlich schneller unterwegs und ich musste aufpassen, dass ich hinterherkam. Mit 4 Jahren. Auf dem Mini-Rad. Unfassbar. Wir hatten eine längere Pause, bei der wir etwas getrunken haben und einen Unfall, bei dem er besonders auf die Tube gedrückt hat und dann volle Kanne in einen Zaun gebrettert ist. Die Kurve kam einfach zu überraschend. Es ist aber nichts passiert und ging auch ohne Drama vonstatten. Insgesamt also für uns beide ein tolles Erlebnis. Nur eines habe ich nicht bedacht: In Zukunft wollen wohl beide mit, wenn der Papa laufen geht… 😉

Im Ohr: Beständiges Geplapper des Zwergofanten

Mystic River (2003)

Nach einer langen Arbeitswoche wartet ein langes Wochenende auf uns. Wenn das einmal kein Deal ist. Zum Einstieg habe ich mir heute Abend „Mystic River“ angesehen, der schon viel zu lange auf meiner Liste stand. Erwartet hatte ich keinen leichten Film und auch zu sehen bekam ich keinen. Was Clint Eastwoods Drama rund um Schuld, Sühne und Rache tatsächlich kann, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung…

Trostlos in Boston

„Mystic River“ hat mich sofort an einen anderen Film erinnert, der ein Verbrechen in Bosten in den Mittelpunkt der Handlung stellt: „Gone Baby Gone“ von Ben Affleck. Das ist auch kein Wunder, handelt es sich bei beiden Filmen doch um Adaptionen von Romanen, deren Autor Dennis Lehane eine Vorliebe für dieses Setting besitzt. Auch inhaltlich ähneln sich beide Filme und lassen uns Zuschauer in den düsteren Strudel des Mystic Rivers hinabgleiten. Der Ton des Films ist von Anfang an bewusst trostlos. Weder für die Charaktere noch uns Zuschauer gibt es einen Hoffnungsschimmer. Der Film beginnt mit Kindesmissbrauch und endet mit dem Mord an einem alten Freund. Harter Tobak, den Clint Eastwood kompromisslos inszeniert.

Ein düsteres Schauspielfest

Besonders begeistert haben mich die Schauspieler, allen voran Sean Penn, der dem Schmerz seiner Figur, speziell zu Beginn des Films, beeindruckend viel Ausdruck verleiht. Zu ihm gesellen sich Kevin Bacon, Tim Robbins und Laurence Fishburne, die allesamt eine beeindruckend dichte Leistung abliefern. Auch auf weiblicher Seite gibt es mit Laura Linney, Marcia Gay Harden und Emily Rossum (Fiona, „Shameless“) viel Qualität vor der Kamera, doch leider bleiben die Figuren ziemlich blass. Dies ist ein deutlicher Schwachpunkt des Films, denn er lässt seine Frauen links liegen, nur um sie in den falschen Momenten zu Verrätern oder Kriegstreibern zu machen.

Auch inhaltlich hat mich „Mystic River“ stets am Ball gehalten, wenngleich die Auflösung der Geschichte gegen Ende doch einfacher und plakativer ist, als ich es vermutet hätte. Vielleicht liegt darin aber auch der Reiz. In manchen Szenen ist Eastwoods Inszenierung ein wenig offensichtlich geraten und ich hätte mir teils einen subtileren Ansatz gewünscht, z.B. was Tim Robbins Charakter und seine Erklärungen angeht. Hier wurde viel gesagt, doch nur wenig gezeigt.

Fazit

Nach der grandiosen ersten Hälfte, während der ich noch mit einem neuen Highlight gerechnet hatte, fällt der zweite Teil des Films für mich ein wenig ab. Nicht dramatisch, doch es gab ein paar Entwicklungen, die an der Geschichte gekratzt haben. Insgesamt bietet „Mystic River“ ein Krimi-Drama vom Feinsten, das mit hochkarätigen Darstellern und einer packenden Geschichte aufwarten kann. Wer den Film noch nicht kennt, der sollte auf jeden Fall einmal reinschauen: 8/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (429)

Nachdem ich die letzten drei Tage aufgrund der Kombination aus Urlaubsrückkehr und Workshop erst weit nach dem Abendessen zu Hause war, fehlte mir heute (ich bin tatsächlich pünktlich gegangen) komplett die Motivation zu laufen. Allerdings habe ich mich gestern erst für den Halbmarathon angemeldet, weshalb ich zugleich nicht auf einen Lauf verzichten wollte. Somit habe ich mich, nach zwei langsamen Läufen in Begleitung des Zappelinchens, für eine kurze, aber schnelle Runde entschieden:

Distance: 5.33 km
Duration: 00:27:27
Elevation: 29 m
Avg Pace: 5:09 min/km
Avg Speed: 11.65 km/h
Heart Rate: 164 bpm
Stride Frequency: 157 spm
Energy: 450 kcal

Tatsächlich hat mir die TomTom-App verraten, dass es mein bisher drittschnellster kurzer Lauf war. Ein Hoch auf die Technik! Ich habe auch ordentlich Gas gegeben und war danach auch gut ausgepowert. Dabei habe ich versucht immer mal wieder ein Fahrtspiel einzubauen, was auch gleich für Abwechslung sorgte. Wie ihr auf dem Bild sehen könnt, war das nasskalte Wetter mit knapp 6 °C ziemlich bescheiden. Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich mich auf richtiges Frühlingswetter freue. Vielleicht dann beim langsamen, langen Lauf am Wochenende. Leider wieder ohne Zappelinchen, denn das liegt aktuell flach…

Im ersten Ohr: FatBoysRun – Episode 82: Christoph Adamski aka Knut Knieping
Im zweiten Ohr: The Weakerthans, Mando Diao

5 Filmszenen, die ich nie wieder vergessen werde

Gorana hat meinen Wunsch erhört und wendet sich in der aktuellen Ausgabe von Die 5 BESTEN am DONNERSTAG wieder komplett dem Medium Film zu. Einfacher wird es allerdings nicht, möchte sie doch die fünf Filmszenen von uns wissen, die uns nicht nur schwer beeindruckt haben, sondern die wir auch nie wieder vergessen werden. Wenn das keine Ansage ist, deshalb heute auch mit Video-Unterstützung…

Das Thema für Ausgabe #42 lautet:

5 Filmszenen, die mich schwer beeindruckt haben, und die ich nie wieder vergessen werde

1. „Absolute Giganten“ (1999) – Es müsste immer Musik da sein
In diesem fantastischen Film von Sebastian Schipper („Victoria“) gibt es eigentlich nur beeindruckende Szenen, doch diese sticht für mich in Kombination mit dem Finale, in dem der beschriebene Sprung in der Platte tatsächlich passiert, deutlich hervor. Wem da nicht die Tränen kommen:

1. „Blade Runner“ (1982) – Tears in the Rain
Diese prägnante Szene ist mir als erstes eingefallen, hat sie mich doch nachhaltig beeindruckt. Ich bekomme jetzt noch Gänsehaut, wenn ich an Rutger Hauers teils improvisierten Monolog denke, der zusammen mit dem Regen und Vangelis‘ hypnotischem Score einfach unglaublich packend ist. Die Szene funktioniert natürlich am besten im Kontext des Films, aber wenn ihr dennoch reinschauen wollt:

3. „Fight Club“ (1999) –  You Met Me at a Very Strange Time in My Life
Solltet ihr den Film noch nicht kennen, dann schaut ihn euch bitte erst einmal an. Ich weiß noch, wie ich damals im Kino saß und mich diese letzte Einstellung emotional völlig umgehauen hat. Die Geschehnisse davor waren noch nicht verarbeitet und dann setzen plötzlich The Pixies mit „Where Is My Mind“ ein. Unfassbar:

4. „Jurassic Park“ (1993) – Welcome to Jurassic Park
Als ich mit zwölf Jahren in Steven Spielbergs Film im Kino saß, war das wohl mein prägendstes Kinoerlebnis überhaupt. Speziell diese Szene hat mich, ebenso wie die anwesenden Charaktere, zum Staunen gebracht, wie keine zweite mehr danach. Mein Erweckungsmoment, nach dem ich mich unsterblich in das Kino verliebt hatte:

5. „TRON“ (1982) – Light Cycle Battle
Ich habe mit meinem Vater nie viele Filme geschaut, doch erinnere ich mich gut an einen Nachmittag, an dem er in seinem Arbeitszimmer saß und nebenbei „TRON“ im Fernsehen lief. Er erzählte mir kurz von der Computertechnik und ich war sofort fasziniert. Es hat danach noch Jahre gedauert, bis ich den gesamten Film sehen sollte. Das beeindruckende Gefühl während dieser einen Szene, auf dem kleinen Fernseher im Arbeitszimmer meines Vaters, werde ich jedoch nie vergessen:

Media Monday #304

Der letzte Urlaubstag stimmt mich immer ein bisschen wehmütig. Morgen verstreuen wir uns wieder in alle Himmelsrichtungen (Kindergarten, Schule und Arbeit) und gehen dem Alltag nach. Leider war die letzte Woche sehr durch schlechtes Wetter (bis hin zu Schnee) geprägt, so dass wir nahezu all unsere geplanten Vorhaben auf Eis legen mussten. Dennoch haben wir die Zeit so gut es ging genutzt, waren im Schwimmbad, ich war zweimal mit dem Zappelinchen laufen und die Abende haben wir uns mit Filmen und Serien vertrieben. Den Abschluss des Urlaubs bilden nun, wie so oft, die aktuellen Fragen des Medienjournals, bei denen sich heute alles um Bücher dreht…

  1. Der Welttag des Buches ist für mich ein Tag wie jeder andere.
  2. Bücher zu verschenken macht mir viel Freude, da man den Beschenkten dafür gut kennen und sich Gedanken um das passende Buch machen muss.
  3. Lesen ist für mich wie atmen – ich kann nicht nicht lesen.
  4. Am liebsten lese ich Science-Fiction (z.B. „Ready Player One“) oder Fantasy (z.B. „Der Hobbit“), wenngleich in letzter Zeit auch immer öfter Sachbücher (z.B. „Kein Weg zurück: Leben und Sterben am K2“) auf meinem Nachttisch liegen.
  5. Das Buch „Cabinet of Curiosities: My Notebooks, Collections, and Other Obsessions“ hat mich ganz besonders begeistert, weil man darin einen detaillierten Einblick in die Gedankenwelt Guillermo del Toros bekommt und das Buch zudem ganz famos aufgemacht ist.
  6. Und weil ja auch Welttag des Bieres heute ist: Bier trinke ich sehr gerne, allerdings weniger zum Lesen.
  7. Zuletzt habe ich „Alien the Archive: The Ultimate Guide to the Classic Movies“ gelesen und das war für mich als Fan der Filme ein fantastisches Erlebnis, weil viele spannende Fakten zur Entstehungsgeschichte der Filme mit tollen Fotos und Grafiken präsentiert werden.