Dinosaurier – OT: Dinosaur (2000)

Nach eine vollgestopften ersten Urlaubswochenende hat es zum Abschluss geregnet, so dass wir uns nach drinnen verzogen haben. Natürlich wurde sofort der Wunsch nach einem Filmabend laut. Kein Wunder, liegt der letzte mit „Die Unglaublichen 2“ doch bereits zwei Wochen zurück. Da es in der vorhergehenden Nacht sehr spät wurde, habe ich mich für einen kurzen Film entschieden und somit wanderte Disneys „Dinosaurier“ in den Player… 🦕🦖

Dinosaurier (2000) | © Walt Disney

Dinosaurier (2000) | © Walt Disney

Ein Experimentalfilm aus dem Hause Disney?

„Dinosaurier“ gehört zu den Disney-Filmen, über die heute kaum noch gesprochen wird. Kein Klassiker, sondern ein Exot. Auch ich hätte vermutlich keine große Erinnerungen an ihn, wäre er nicht einer der wenigen Filme gewesen, die ich damals als Video-CD besessen und somit alleine aufgrund des Mediums immer wieder gesehen habe. Inzwischen steht „Dinosaurier“ natürlich als Blu-ray im Regal und es war an der Zeit, dem Film einmal wieder einen Besuch abzustatten. Von damals war mir vor allem noch die unglaubliche Technik und der Fotorealismus im Kopf. Aus heutiger Sicht mag das lächerlich wirken, doch es war schon beeindruckend, was die Disney-Expert*innen aus der Kombination von Realfilmhintergründen mit CGI-Dinos gezaubert haben. Inzwischen wirkt die Technik in vielen Einstellungen recht angestaubt und das gesamte Bild seltsam weichgezeichnet. Für technisch Interessierte aber immer noch ein imposantes Erlebnis und eine Reise zurück zur Umbruchzeit durch CGI.

Inhaltlich ist „Dinosaurier“ weit weniger innovativ und man bekommt quasi eine Mischung aus „The Jungle Book“ und „In einem Land vor unserer Zeit“ präsentiert. Ich mag die Geschichte dennoch und es ist für mich nach wie vor eine Freude, die unzähligen Dinosaurier im Bild zu sehen. Gerade auch in den Szenen, die tatsächlich einen dokumentarischen Touch besitzen und die Dialoge in den Hintergrund treten. Letztendlich bestimmt nicht die durchdachteste Disney-Geschichte, aber teils überraschend hart und blutig sowie mitreißend und emotional erzählt.

Fazit

Mir hat dieser Sonderling unter den Disney-Filmen wieder viel Spaß gemacht. Die Kinder waren weniger begeistert, aber zumindest sehr involviert, da so manche Szene doch stark an der Spannungsschraube dreht. Reinschauen lohnt sich schon alleine für Filminteressierte: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 6/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Jungle Cruise (2021)

Gestern war es soweit und nach fast eineinhalb Jahren ging es für Frau bullion und mich zum ersten Mal wieder ins Kino. „Dune“ lief leider noch nicht und meine persönliche Wahl wäre auf „The Suicide Squad“ gefallen, doch letztendlich haben wir uns auf „Jungle Cruise“ geeinigt, der zumindest gute Popcorn-Unterhaltung zu versprechen schien… 🛶

Jungle Cruise (2021) | © Walt Disney

Jungle Cruise (2021) | © Walt Disney

Malen nach Zahlen auf dem Amazonas

Zunächst ein paar Worte zum Kinoerlebnis selbst: Wie ihr im letzten Jahr vielleicht rausgelesen habt, gehöre ich eher zur vorsichtigen Fraktion, was Corona angeht. Sprich noch keine Reisen oder größere Menschenansammlungen. Essen gehen und danach ins Kino war schon ein großer Schritt, obwohl wir beide bereits kompletten Impfschutz haben. Das Kino selbst war, bis auf die Abstandsplätze, ziemlich voll und niemand hat Maske getragen. Bis auf uns beide. So richtig entspannt hat sich das alles nicht angefühlt und wenn wir im Vorfeld geahnt hätte, was mit „Jungle Cruise“ auf uns zukommt, wären wir lieber noch etwas trinken gegangen. So leer war das Kino bei Filmstart leider nicht:

Zunächst einmal zu den positiven Eigenschaften des Films: Emily Blunt (u.a. „A Quiet Place“) und Dwayne Johnson (u.a. „Jumanji: Willkommen im Dschungel“) harmonieren wirklich gut zusammen. Ein sympathisches Duo, das in den besten Momenten eine schöne Screwball-Dynamik entwickelt. Auch mochte ich teils die Atmosphäre im Dschungel und auf dem Fluss. Zumindest wenn nicht alles komplett CGI war. „Jungle Cruise“ hat mich leider komplett verloren als die Konquistadoren als CGI-Monster aufgetaucht sind, die frappierend an die Geisterpiraten aus der „Pirates of the Caribbean“-Reihe erinnern. Nur ohne jeglichen Charakter zu besitzen. Auch waren viele Actionszenen viel zu dunkel und hektisch geschnitten. Warum nicht im lichtdurchfluteten Dschungel? Die Geschichte passt zudem auf ein halbes Blatt Papier, was nicht weiter schlimm wäre, könnten die Schauplätze und Actionszenen überzeugen. Aber das hat man alles schon so viel besser gesehen. Als hätte man eine künstliche Intelligenz einen Film auf Basis der Vergnügungsparkattraktion schreiben lassen. Es wäre genau dieser Film dabei herausgekommen. Ganz unterhaltsam, glatt gebügelt und ohne irgendein Alleinstellungsmerkmal.

Fazit

Auch wenn ich voller Vorfreude war, einmal wieder ins Kino zu gehen, so war das Erlebnis am Ende doch eher unbefriedigend. Und leider liegt das größtenteils am Film selbst. „Jungle Cruise“ ist 08/15-Disney-Unterhaltung, für die man wahrlich nicht ins Kino gemusst hätte. Schade drum: 5/10 Punkte.

Die Unglaublichen 2 – OT: Incredibles 2 (2018)

Nach einem verregneten Sonntagvormittag, an dem ich nur kurz laufen war, habe ich spontan einen Filmnachmittag einberufen. Die Kinder waren natürlich begeistert und speziell der Zwergofant konnte es kaum erwarten, endlich „Die Unglaublichen 2“  zu sehen. Also haben wir nach dem schönen Kurzfilm „Bao“ zum zweiten Mal die Familie Parr bzw. Incredible besucht…  🦸‍♀️🦸‍♂️

Die Unglaublichen 2 (2018) | © Walt Disney

Die Unglaublichen 2 (2018) | © Walt Disney

Ein sehr modernes Superheldenabenteuer

Vom ersten „Die Unglaublichen“ war ich nun schon zweimal ziemlich begeistert. Als ich von der späten Fortsetzung hörte, war ich erfreut aber auch ein wenig skeptisch. War ein Sequel wirklich nötig? Kritiken oder Besprechungen habe ich bisher kaum gelesen, nur vereinzelte Stimmen mitbekommen, die sich mal mehr, mal weniger enthusiastisch äußerten. Gut so, denn somit konnte ich unbefangen an „Die Unglaublichen 2“ herangehen. Der Film eröffnet mit einer Actionsequenz, welche direkt an den ersten Teil anschließt. Hier wird noch einmal auf das Verbot der Superheld*innen eingegangen und ein bombastischer Grund dafür inszeniert. Recht geschickt und in der Umsetzung enorm unterhaltsam. Danach wird es erst einmal ruhiger und die Figuren platzieren sich auf dem Spielfeld für die nächsten zwei Stunden.

Familie Parr wir geteilt, sprich Elastigirl rückt in den Fokus und wird zum Postergirl der (noch illegalen) Superheldenbewegung. Mr. Incredible kümmert sich solange um die Familie, was so seine ganz eigenen Herausforderungen mit sich bringt. Diese Aufteilung wird nun anscheinend von ein paar Kritikern Internet-Boys als feministische Kampfansage gesehen, was einfach nur lachhaft ist. Tatsächlich funktioniert jeder Aspekt der Geschichte wunderbar und spielt vor allem mit den anderen Bestandteilen gekonnt zusammen. Ja, das ist ein wenig vorhersehbar, doch bekommt jede Figur etwas zu tun und bis zum großen Finale gibt es viele wunderbar witzige Momente. Nicht nur inhaltlich wirkt „Die Unglaublichen 2“ modernisiert, sondern auch technisch. Der 60er-Jahre-Stil wurde beibehalten, doch hat sich in der Qualität des Renderings einfach unglaublich viel getan in den letzten 14 Jahren. Ein Augenschmaus in jeder Hinsicht.

Fazit

Auch wenn ich es nicht erwartet hätte, so hat mir „Die Unglaublichen 2“ doch ebenso gut gefallen, wie der Vorgänger. Den Kids ging es übrigens ebenso. Für mich neben „Toy Story 3“ die wohl bisher beste Fortsetzung aus dem Hause Pixar: 9/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer (2018)

Nachdem der gestrige Filmabend aufgrund eine Spieleabends auf der Terrasse ausgefallen ist, war es natürlich heute soweit. Entgegen des Wunsches des Zwergofanten, haben wir allerdings nicht die Fortsetzung von „Die Unglaublichen“ geschaut, sondern „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“. Diesen Film wollte ich eh schon lange schauen und da wir ihn spontan ausleihen konnten, war es heute endlich soweit… 🚂

Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer (2018) | © Warner Bros (Universal Pictures)

Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer (2018) | © Warner Bros (Universal Pictures)

Ein toller Abenteuerfilm für die ganze Familie

Michael Endes Vorlage habe ich, so meine ich mich zumindest zu erinnern, nie gelesen. Vielleicht liegt diese Einschätzung auch nur daran, dass sich die Adaption der Augsburger Puppenkiste zu sehr in meinem Kopf eingebrannt hat, wie auch „Urmel aus dem Eis“ oder „Schlupp vom grünen Stern“. Dazu zählt natürlich auch der Titelsong „Eine Insel mit zwei Bergen“ und das Wasser aus Zellophanfolie. Ziemlich viel Nostalgie also. Die moderne Adaption von „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ hatte es bei mir dennoch nicht schwer, was natürlich an Michael Endes starker Geschichte und den liebevoll geschriebenen Charakteren liegt.

Die 2018er Produktion ist in erster Linie ein Abenteuerfilm, dem man sein großes Budget von ca. 25 Millionen Euro auch ansieht. Die Reise von Jim Knopf, Lukas und Lokomotive Emma ist wahrlich beeindruckend umgesetzt und es macht viel Spaß, die wunderbar harmonierenden Figuren bei ihren Abenteuern zu begleiten. Auch wenn einige Stationen recht schnell abgehandelt werden, so nimmt sich der Film doch immer wieder Zeit für Gespräche und Charakterszenen. Und natürlich die eine oder andere Albernheit, was für einen Kinderfilm aber auch nicht ungewöhnlich ist. Bonuspunkte gibt es von mir zudem für die bewusst an Bud-Spencer-Filme angelehnte Kampfchoreographie. Inklusive Doppelbackpfeife und Dampfhammer. Herrlich!

Fazit

Mir hat „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ wirklich viel Freude bereitet. Auch wenn viele Effekte zum Einsatz kommen, so spürt man das Herz, mit dem das Buch adaptiert wurde. Ich freue mich nun schon sehr auf den zweiten Teil: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Die Unglaublichen – OT: The Incredibles (2004)

Eigentlich war die Aussicht auf einen Filmabend heute eher schlecht, da es die Kids heute morgen schon vor der Schule übertreiben mussten. Im Laufe des Tages hat sich die Stimmung aber gebessert, so dass sich der Zwergofant abends „Die Unglaublichen“ aussuchen durfte. Bisher hatte er nur durch das Xbox-Spiel „Rush: A Disney-Pixar Adventure“ dazu Kontakt. Umso gespannter war er auf den Film… 🦸‍♂️🦸‍♀️

Die Unglaublichen (2004) | © Walt Disney

Die Unglaublichen (2004) | © Walt Disney

Ein erstaunlich erwachsener Superheldenfilm

Ich habe „Die Unglaublichen“ damals tatsächlich im Kino gesehen. Vor 17 Jahren. Das ist doch unglaublich! Tatsächlich merkt man dem Film zu Beginn sein Alter auch an, doch bereits nach ein paar Minuten hatte ich mich an den Look gewöhnt und durch die dynamische Inszenierung macht Brad Bird einiges wett. Am meisten beeindruckt hat mich jedoch wieder der konsequent durchgezogene Stil, der an die „James Bond“-Filme der späten 1960er Jahre erinnert. Schon alleine deshalb wirkt „Die Unglaublichen“ nicht so sehr auf Kinder zugeschnitten, wie andere Animationsfilme. Doch auch inhaltlich ist die Gangart deutlich härter: Suizid, tödliche Waffen oder überspitzte Gewalt. Der Film macht wahrlich keine Gefangenen.

Die Handlung selbst ist nicht sonderlich originell, sondern lebt von der Dynamik innerhalb der Familie sowie den unglaublich dynamischen Actionszenen. Insgesamt ergibt sich im Pixar-Kanon ein besonderer Stellenwert für „Die Unglaublichen“, denn der Film wirkt anders und erwachsener als die anderen Werke des Animationsstudios. Den zweiten Teil habe ich bisher noch nicht gesehen, doch bin ich mir sicher, dass sich dies in den nächsten Wochen ändern wird.

Fazit

„Die Unglaublichen“ wird oft übersehen, wenn man von den besten Pixar-Filmen liest. Auch für mich spielt er nicht ganz vorne mit, doch nimmt er auf jeden Fall einen besonderen Platz in meinem Herzen ein. Durch die Superheldenthematik wirkt er gerade heute sehr relevant, aufgrund seines Stils bleibt er jedoch zeitlos. Definitiv empfehlenswert: 9/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 10/10 Punkte.)

Sonic the Hedgehog (2020)

Ein voller und anstrengender Tag liegt hinter uns. Zuerst bin ich einen Halbmarathon gelaufen, dann war ich mit den Kindern schwimmen. Da wir gestern bis nachts auf der Terrasse saßen, hat sich der Filmabend auf heute verschoben und der Zwergofant konnte endlich seinen Wunschfilm „Sonic the Hedgehog“ einlösen… 🦔

Sonic the Hedgehog (2020) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Sonic the Hedgehog (2020) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Deutlich besser als zu Beginn erwartet

Zuerst hatte ich von „Sonic the Hedgehog“ gehört als das erste Trailer mit dem ursprünglichen Design aufgetaucht ist und das Internet quasi implodierte. Das Kreativteam hat sich die Kritik zu Herzen (oder zum Geldbeutel) genommen und das Design des blauen Igels noch einmal überarbeitet. Auch ich fand den ursprünglichen Look befremdlich, war aber überrascht wie laut die Stimmen diesbezüglich waren. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich seit jeher ein Nintendo-Kind war und damals auch nie eine Sega-Konsole in der Hand hatte. Sonic kannte ich höchstens von Spielstationen im Kaufhaus und mir war das Gameplay stets zu hektisch. Dennoch bin ich mir der popkulturellen Bedeutung der Figur durchaus bewusst, auch wenn ich vermutet hätte, dass diese inzwischen bereits abgeflacht sei.

Nun aber zum Film: Zunächst einmal erinnert er mit seinem Mix aus Realfilm und animierten Charakteren ein wenig an „Die Schlümpfe“ oder auch „Hop: Osterhase oder Superstar?“, in dem James Marsden ebenfalls unfreiwillig einen animierten Partner an die Seite gestellt bekommt. Nicht sonderlich innovativ und eher auf die 08/15-Kinderfilmformel setzend, als eine wirkliche Adaption des Spiels zu sein. Ich muss aber zugeben, dass eine solche auch nicht umzusetzen gewesen wäre. Mit Dr. Robotnik (fantastisch gespielt von Jim Carrey) und den Ringen werden Kernelemente aber übernommen und geschickt mit unserer Welt kombiniert. Das Drehbuch ist zudem sympathisch und die Gags selbst in der Synchro gelungen.

Fazit

„Sonic the Hedgehog“ ist eine extrem unterhaltsame Actionkomödie, die mir erstaunlich viel Spaß gemacht hat. Die Kinder waren beide begeistert und ich freue mich jetzt schon auf den kommenden zweiten Teil. Das war doch wirklich einmal eine positive Überraschung: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte;  Zwergofant:  10/10 Punkte.)

Lippels Traum (2009)

Die letzte Nacht hatte ich unglaublich schlecht geschlafen. Ich war viel wachgelegen und habe zu viel nachgedacht. Und das im Urlaub. Jedenfalls sind nicht mehr als vier Stunden Schlaf zusammengekommen. Da der heutige Tag mit Tiergartenbesuch und kurzem Lauf doch eher anstrengend war, war ich schon vor dem Filmabend hundemüde. Aber die Kids haben ihn sich so sehr gewünscht, weshalb „Lippels Traum“ (dank DVD aus der Bücherei) seinen Weg in den Player gefunden hat… 🐫🐕

Lippels Traum (2009) | © LEONINE

Lippels Traum (2009) | © LEONINE

Eine gelungene Kinderbuchverfilmung

Paul Maars Kinderbuch „Lippels Traum“ gehört zu meinen absoluten Lieblingen, an die ich mich noch aus meiner eigenen Kindheit erinnern kann. Eigentlich war ich damals schon etwas zu alt für das allabendliche Vorlesen, doch habe ich natürlich auch gelauscht als meine Schwester in den Genuss der Geschichte kam. Und an „Lippels Traum“ kann ich mich noch besonders gut erinnern. Vermutlich aufgrund der Erzählstruktur mit dem Wechsel zwischen Realität und Traumwelt samt Kapiteln, die sich nach den Wochentagen richten. Somit ist das Buch auch in meine eigene Realität mit eingeflossen. Vor inzwischen schon ein paar Monaten, habe ich Paul Maars Buch auch noch einmal für unsere Kids angeschafft. Allerdings kommen wir nicht mehr so oft zum Vorlesen, weshalb wir noch nicht ganz damit durch sind. Allerdings befinden wir uns schon im letzten Traum und wurden nun durch den Film überholt.

Die Verfilmung macht ihre Sache tatsächlich ziemlich gut. Zwar entfernt sie sich an manschen Stellen von der Vorlage, doch den Kern fängt sie gekonnt ein. Vielleicht auch, weil Paul Maar am Drehbuch mitgeschrieben hat. Durch die Verfilmungen seiner „Das Sams“-Reihe war er ja auch schon geübt, was das Kinogeschäft angeht. Mit Moritz Bleibtreu, Anke Engelke und Christiane Paul (zuletzt haben wir sie in „Die Vampirschwestern“ gesehen) ist „Lippels Traum“ wirklich gut besetzt. Die Inszenierung samt Score von Konstantin Wecker können zudem überzeugen. Einzig, dass sich größtenteils auf die großen Actionszenen konzentriert wird, und die kleinen Details (z.B. die Essenseinladung bei den neuen türkischen Freunden) wegfallen, mag ich dem Film ankreiden.

Fazit

Auch wenn ich teils mit dem Schlaf zu kämpfen hatte (wie passend für diesen Film), so bin ich doch wach geblieben und habe „Lippels Traum“ wirklich genossen. Keineswegs so besonders wie das Buch, doch eine absolut gelungene Adaption, mit der man nichts falsch macht: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte;  Zwergofant:  8/10 Punkte.)

DuckTales: Jäger der verlorenen Lampe – OT: DuckTales: Treasure of the Lost Lamp (1990) (WS1)

Nach einer anstrengenden Woche gab es heute Abend einen Film, auf den sich der Zwergofant schon seit Woche gefreut hat und zwar „DuckTales: Jäger der verlorenen Lampe“. Der Grund dafür ist einfach: Er liebt Disney-Comics und liest bereits seit Jahren immer wieder in den über 200 Lustigen Taschenbücher, die noch aus meiner eigenen Kindheit stammen. Oder „Onkel Dagobert: Sein Leben, seine Milliarden“, welches sein liebstes Comic ist. Wie er nun den Film fand? 🪔

DuckTales: Jäger der verlorenen Lampe (1990) | © Walt Disney

DuckTales: Jäger der verlorenen Lampe (1990) | © Walt Disney

Ein nostalgischer Trip in die eigene Kindheit

Wie bereits in meiner letzten Besprechung von vor 12 Jahren geschrieben, war „DuckTales: Jäger der verlorenen Lampe“ einer der wenigen Filme, die ich damals auf VHS-Kassette besessen habe. Entsprechend häufig habe ich den Film gesehen. Meist Sonntagnachmittag, weshalb ich mit ihm auch immer eine etwas wehmütige Morgen-ist-wieder-Schule-Stimmung verbinde. Auch bei der heutigen Sichtung ist dieses Gefühl wieder latent aufgekommen. Schon seltsam, wie das so ist mit Erinnerungen an die Erlebnisse der Kindheit. Insofern war auch die heutige Sichtung für mich ein zutiefst nostalgisches Erlebnis.

Die Geschichte rund um die Zauberlampe und den Dschinn ist auch heute immer noch nett und bietet kinderfreundliche Abenteuerunterhaltung. Dem Zwergofanten ist es heute übrigens genauso gegangen, wie mir damals bei meinen ersten Ausflügen ins animierte Entenhausen: Ihn hat die Diskrepanz zu den Comics gestört und er hat Donald vermisst. Es ist eben „DuckTales“ und nicht die klassischen Abenteuer, wie man sie aus den Comics kennt. Dennoch hatte er auch viel Spaß damit.

Fazit

Ich habe mich gefreut, einmal wieder nach Entenhausen zurückzukehren. Ich hätte fast jede Dialogzeile noch mitsprechen können und fand es spannend, wie viel von damals hängengeblieben ist. Gerade auf der Gefühlsebene. Der Zwergofant war zwar nicht begeistert, aber doch bestens unterhalten. Das Zappelinchen dagegen war von der Filmwahl von Anfang an nicht angetan. Insgesamt dennoch ein gelungener Filmabend: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 5/10 Punkte;  Zwergofant:  8/10 Punkte.)

Die Schlümpfe: Das verlorene Dorf – OT: Smurfs: The Lost Village (2017)

Das Wetter wird besser und die Stimmung steigt. Zumindest ein wenig. Vermutlich liegt das auch am Wochenende, welches wir bitter nötig haben. Wie jeden Freitag, seit Corona unser Leben bestimmt, gab es auch heute einen Filmabend. Auf dem Programm stand „Die Schlümpfe: Das verlorene Dorf“, auch wenn ich nicht schon wieder zu den Schlümpfen hätte zurückkehren müssen. Der Wunsch war bei den Kids jedoch groß und somit haben wir uns nach Schlumpfhausen aufgemacht… 🍄🌺🌼

Die Schlümpfe: Das verlorene Dorf (2017) | © Sony Pictures Home Entertainment GmbH

Die Schlümpfe: Das verlorene Dorf (2017) | © Sony Pictures Home Entertainment GmbH

Ein gelungener, animierter Reboot der Filmreihe

Waren „Die Schlümpfe“ und „Die Schlümpfe 2“ eher generische Realfilme, welche die Schlümpfe in unsere Welt versetzt hatten, besinnt sich „Die Schlümpfe: Das verlorene Dorf“ auf die Wurzeln von Peyos Comicfiguren. Der Film ist komplett animiert und ich fand den Look der Schlümpfe, von Gargamel und Azrael wirklich gelungen. Auch die Schauplätze waren toll anzuschauen. Wirklich rundum gelungen. Besonders der verbotene Wald hinter der Mauer konnte mit so einigen visuellen Leckereien auftrumpfen. Speziell die Actionszene auf dem fliegenden Fluss ist mir positiv in Erinnerung geblieben.

Inhaltlich wird eine nette Geschichte erzählt, welche wie ein typisches Abenteuer in der Welt der Schlümpfe wirkt. Ich mochte es, dass Schlumpfine im Zentrum steht und die Welt der kleinen, blauen Kreaturen sinnvoll erweitert wird. Davon abgesehen gab es für meinen Geschmack viel zu viele mit Popsongs unterlegte Montagen. Auch der völlig überzogene Wahnsinn eines Hank Azaria als Gargamel aus den Realfilmen hat mir gefehlt. Dennoch insgesamt eine nette Geschichte, die offensichtlich mit viel Liebe für die Vorlage entstanden ist.

Fazit

„Die Schlümpfe: Das verlorene Dorf“ ist zweifellos der gelungenste der drei Verfilmungen. Dennoch haben mir die beiden Realfilme, auf ihre spezielle Art und Weise, mindestens genauso viel Spaß gemacht. Auf jeden Fall wurde ich auch heute gut unterhalten und die Kids waren extrem begeistert. Nun bin ich aber auch nicht traurig, wenn unser Filmabend vorerst ohne Schlümpfe auskommt: 6/10 Punkte.  (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 10/10 Punkte.)

Love and Monsters (2020)

Der Film für den heutigen Filmabend (ohne Kids) war schon länger beschlossene Sache. Mitte der Woche wurde „Love and Monsters“ auf Netflix veröffentlicht, da es für einen Kino-Release leider auch 2021 schlecht aussieht. Ob der Film nun mehr Liebe oder mehr Monster zu bieten hatte, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung… ❤🐸

Love and Monsters (2020) | © Netflix

Love and Monsters (2020) | © Netflix

Eine humorvolle Apokalypse à la „Zombieland“

„Love and Monsters“ beginnt in einem beengten Bunker und wir erfahren, dass die Erde, ausgelöst durch die Menschen, von riesigen, mutierten Tieren (eben Monstern) bevölkert wird. 95% der Menschheit wurden getötet und der Rest lebt in Bunkern unter der Erde. Soweit das Setting. Unser Held Joel (gespielt von Dylan O’Brien, bekannt aus der „The Maze Runner“-Trilogie) lebt 85 Meilen von seiner ehemaligen Freundin entfernt und beschließt nach sieben Jahren, diese aufzusuchen. Eine große, romantische Geste. Der Liebesaspekt des Films. Dabei ist eindeutig der Weg das Ziel und Joel erlebt auf seiner Reise so einige Abenteuer.

Unterwegs trifft Joel auf einen Hund namens Boy, der ihn von nun an begleitet. Weiterhin begegnet er zwei weiteren Überlebenden. Der Ältere wird von Michael Rooker (bekannt aus u.a. „Slither“ oder „Guardians of the Galaxy Vol. 2“) gespielt und spätestens ab hier hat mich der Film sehr an „Zombieland“ erinnert. Wie in dieser Zombie-Komödie gibt es auch in „Love and Monsters“ bestimmte Regeln, die Joel nun beigebracht werden. Der Humor ist zudem ähnlich und die Dynamik der Figuren ebenso. Ansonsten mochte ich den Soundtrack (u.a. mit „Keep the Car Running“ von Arcade Fire) sehr gerne und natürlich die titelgebenden Monster. Ein sehr unterhaltsamer Trip, der am Ende aber nicht viel Tiefgang zu bieten hat. Einen Punkt Abzug gibt es fast schon dafür, dass ein Schauspieler wie Bruce Spence (u.a. bekannt aus „Mad Max 2: Der Vollstrecker“ oder „Legend of the Seeker“) nur zweimal im Hintergrund durch das Bild läuft. Sehr schade.

Fazit

Insgesamt hat mir „Love and Monsters“ wirklich gut gefallen. Ich mochte die humorvolle Umsetzung, die toll gestaltete Welt samt Monster und die Figuren, welche ein wenig mehr Tiefe hätten vertragen können. Wer Lust auf einen kurzweiligen Abenteuerfilm mit Monsteraction hat, der bzw. die ist hier richtig: 7/10 Punkte.