Knives Out: Mord ist Familiensache (2019)

Nachdem es diese Woche auf meinem Blog recht ruhig war, gibt es heute eine neue Besprechung – und das sogar zu einem Film, der aktuell noch im Kino läuft. Für meine Frau und mich hatte sich spontan ein kinderfreier Abend ergeben, woraufhin wir auf der Suche nach einem passenden Kinofilm waren. Leider liefen die Favoriten (z.B. „Jojo Rabbit“) nirgends zu einer passenden Zeit, weshalb unsere Wahl auf „Knives Out: Mord ist Familiensache“ gefallen ist. Ob das eine gute Entscheidung war, lest ihr in der folgenden Besprechung…

Knives Out: Mord ist Familiensache (2019) | © Universum Film

Knives Out: Mord ist Familiensache (2019) | © Universum Film

Ein formidabel gefilmtes Krimi-Vergnügen 🕵️‍♂️🔍

Ich möchte an dieser Stelle gar nicht groß auf Rian Johnson eingehen. Seine Filme „Brick“ und „Looper“ fand ich ziemlich großartig, seinen „Star Wars: The Last Jedi“ schwierig, aber im Vergleich zu J. J. Abrams Nachfolger immerhin recht spannend. Nun gibt es mit „Knives Out“ also den ersten Film nach seinem mehr als nur kontrovers aufgenommenen Franchise-Mittelteil. Ich war sehr überrascht, als das Genre bekannt wurde: Ein klassischer, Agatha-Christie-esquer Whodunit mit einem unfassbaren Star-Aufgebot. Der Trailer sah witzig aus, doch wie nichts was ich unbedingt sehen müsste. Da ich in jüngerer Vergangenheit doch ein paar positive Stimmen zum Film vernommen hatte, war ich letztendlich durchaus voller Vorfreude.

Eines muss man dem Regisseur auf jeden Fall lassen: „Knives Out“ sieht unfassbar gut aus. Er wirkt nicht nur inhaltlich wie aus der Zeit gefallen, sondern auch was Ausstattung und Kostüme angeht. Dabei wirkt er allerdings nicht angestaubt, sondern sehr modern und frisch inszeniert. Audiovisuell ein wahres Vergnügen. Auch inhaltlich ist es spannend, und vor allem unterhaltsam, dem bunten Treiben zu folgen. Insgesamt war ich aber ein wenig enttäuscht, wie oberflächlich die einzelnen Charaktere doch gezeichnet sind. Letztendlich geht es wirklich nur um die Auflösung. Nachdem ich diese nun kenne, habe ich kein Bedürfnis, den Film irgendwann noch einmal zu sehen. Sicher, das ist vermutlich auch dem Genre an sich geschuldet, doch hätte ich mir hier einfach mehr erwartet.

So spielfreudig alle Schauspieler auch sind, so wenig ist der Humor auch bei mir angekommen, was ich zu großen Teilen der deutschen Synchronisation zuschreibe. Diese wirkt, wie so oft, extrem steril und ich hätte mir so sehr gewünscht, den Film im Original sehen zu können. Leider ist das Angebot hier bei uns in der Region immer noch ziemlich beschränkt. Sehr, sehr schade.

Fazit

Insgesamt hatte ich viel Spaß mit Rian Johnsons „Knives Out“ (im Gegensatz zu meiner Frau, die ein paar Mal fast eingeschlafen ist). Leider werde auch ich den Film wohl schnell wieder vergessen haben. Wer jedoch auf der Suche nach einem netten Kinoabend ist (und im Idealfall eine Originalversion erwischt), der kann sich dieses moderne Murdery-Mystery durchaus mit Gewinn anschauen: 7/10 Punkte.

12 Gedanken zu “Knives Out: Mord ist Familiensache (2019)

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