The Marvelous Mrs. Maisel – Season 4

Nach einer etwas schwächeren Serie habe ich mich einem Highlight in meinem Programm gewidmet, der vermutlich besten aktuell laufende Serie: „The Marvelous Mrs. Maisel – Season 4“. Seit der famosen dritten Staffel sind pandemiebedingt über zwei Jahre ins Land gezogen. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen. Ob diese erfüllt werden konnten, lest ihr in der folgenden Besprechung… 🎙👗

The Marvelous Mrs. Maisel – Season 4 | © Amazon Prime Video

The Marvelous Mrs. Maisel – Season 4 | © Amazon Prime Video

Der langsame Aufstieg nach dem Fall

Da wartet man über zwei Jahre auf die neue Staffel und dann sind die acht Episoden in knapp zwei Wochen durchgeschaut. Ich prangere das an! Natürlich hätte ich mir mehr Zeit lassen können, doch wie realistisch ist das schon? Das spricht für die hohe Qualität der vierten Staffel von „The Marvelous Mrs. Maisel“, auch wenn die Serie rein handlungstechnisch ein wenig auf der Stelle tritt. Zumindest für Midge, denn die meisten anderen Figuren erfahren spannende, urkomische und herausfordernde Entwicklungen. Im Vergleich zur zweiten Staffel, die größtenteils in den Catskills spielt, und der dritten Staffel, in der es mit Shy Baldwin auf Tour geht, befinden wir uns im vierten Jahr ganz schnöde in New York City. Back to the roots sozusagen. Auch im übertragenen Sinne, denn wie bereits in der ersten Staffel muss sich Midge wieder nach oben kämpfen. Allerdings bringt sie inzwischen viel mehr Erfahrung mit, was der Staffel eine neue, selbstbewusste Dynamik gibt.

Noch spannender fand ich jedoch beinahe die Geschichten der anderen Figuren: Gerade Susies hart erkämpfter Einstieg in die Geschäftswelt hat mir ausgezeichnet gefallen. Da liebe ich wirklich alles dran. Auch die Erzählstränge rund um Abe und Rose mochte ich wieder sehr gerne. Unvergessen bleibt Roses Auftritt unter Hypnose. Das war pures Comedy-Gold. Dann natürlich Joel, der aufgrund vieler Änderungen in seinem Leben unter Strom steht, der sich als Figur jedoch positiv weiterentwickelt. Selbst Midge, die ein wenig auf der Stelle zu treten scheint, hat so viele famose Szenen. Schon alleine, wie sie den Stripclub umkrempelt und sich dort neu positioniert. Großartig! Am Ende der Staffel trifft sie erneut auf Lenny Bruce, was für sie sowohl persönlich als auch beruflich eine einschneidende Begegnung ist. Das Finale der Staffel ist damit wunderbar emotional, auch wenn es den Knalleffekt des Vorjahres vermissen lässt. Dieser Abschluss passt allerdings perfekt zu dieser kleiner wirkenden Staffel. Die abschließende fünfte Staffel darf gerne ein paar Episoden länger laufen. Seufz.

Fazit

Auch wenn die vierte Staffel von „The Marvelous Mrs. Maisel“ keine großen, inhaltlichen Sprünge macht, so war ich doch wieder komplett begeistert. Ich mag einfach nicht glauben, dass die Staffel schon wieder vorbei ist und dass die fünfte die letzte sein soll. Das wird ein schwerer Abschied. Für mich nach wie vor die beste Serie, die man sich momentan anschauen kann: 10/10 (9.5) Punkte.

Prädikat: Lieblingsserie

Sicario 2 – OT: Sicario: Day of the Soldado (2018)

Nach meinem Lauf durch den Schnee war ich heute Abend beinahe etwas platt. Zudem hat die Wahl des Films wieder viel zu lange gedauert. Ich habe einfach viel zu viele Alternativen. Letztendlich habe ich mich mit „Sicario 2“ für eine Fortsetzung entschieden, die ich schon länger sehen wollte. Am liebsten hätte ich davor den ersten Teil noch einmal eingelegt, doch hatte ich ihn noch ungefähr im Kopf und wusste, dass die Fortsetzung nicht darauf aufbaut. Funktioniert der Film auch ohne Villeneuve? 🚁

Sicario 2 (2018) | © Studiocanal

Sicario 2 (2018) | © Studiocanal

Eine durchaus kompetente Fortsetzung

Ich möchte direkt versuchen, die oben gestellte Frage zu beantworten: Ja, „Sicario 2“ funktioniert. Aber man merkt, dass er eben nur auf dem aufbaut, was Denis Villeneuve im Vorgänger angelegt hat und dies auch nicht wirklich erreicht. Am Wichtigsten für mich war jedoch, dass die Atmosphäre des Films wirkt und dies möchte ich zum größten Teil Hildur Guðnadóttirs Score zuschreiben, der die Themen des leider viel zu früh verstorbenen Komponisten Jóhann Jóhannsson aufgreift. Der Score ist der Herzschlag des Films und, selbst wenn die darauf montierten Szenen nicht so kunstfertig sind, wie bei Villeneuve, treibt die Handlung beständig voran.

A propos Handlung: Emily Blunt als Identifikationsfigur geht „Sicario 2“ ziemlich ab. Wir habe nur noch die harten Männer in Form von Josh Brolin und Benicio Del Toro. Letzterer bzw. seine Figur Alejandro darf auch ein wenig Herz zeigen und Vatergefühle andeuten, doch wirkt das alles schon sehr stereotyp und der psychologische Unterbau des Vorgängers fehlt. Die erzählte Geschichte ist dennoch mitreißend und funktioniert auch als Standalone-Thriller ziemlich gut. Außer den Figuren und der Inszenierung gibt es kaum inhaltliche Zusammenhänge. Das hätte auch eine Doppelfolge einer „Narcos: Mexico“-Fortsetzung sein können. Und das ist ja schließlich nicht das Schlechteste.

Fazit

Auch wenn „Sicario 2“ nicht an seinen Vorgänger heranreicht, so hat er mich dennoch sehr gut unterhalten. Regisseur Stefano Sollima lässt die Kunstfertigkeit eines Denis Villeneuve vermissen, doch habe ich schon weit schlechtere Fortsetzungen gesehen. Der Film profitiert davon, eine komplett abgekapselte Geschichte zu erzählen und ich würde mir durchaus eine weitere aus diesem Universum anschauen: 7/10 Punkte.

WALL·E (WALL-E) (2008) (WS1)

Eine ziemlich auslaugende Woche ist zu Ende. Gar nicht mal so sehr aufgrund der äußeren Umstände, als im ganz Kleinen. Zudem schlägt mir das regnerisch kalte Wetter aufs Gemüt. Zeit also für den wöchentlichen Filmabend. Dieses Mal stand „WALL·E“ auf dem Programm, den sich der Zwergofant schon länger gewünscht hatte. Wie das Pixar-Werk ankam, lest ihr in der folgenden Besprechung… 🌍🚀

WALL·E (2008) | © Walt Disney

WALL·E (2008) | © Walt Disney

Eher ein Film für das erwachsene Publikum?

Meine letzte Sichtung von „WALL·E“ liegt bereits 14 Jahre zurück. Sprich der Film hat schon 14 Jahre auf dem Buckel. Das ist für mich gerade ein wenig unfassbar, gehört „WALL·E“ in meinem Kopf doch immer noch zu den jüngeren Filmen von Pixar. Davon abgesehen, dass ich mich gerade unglaublich alt fühle, funktioniert diese Romanze zwischen zwei Robotern immer noch unglaublich gut. Auch audiovisuell merkt man dem Film sein Alter kaum an. Gerade die Szenen auf der zerstörten Erde sehen immer noch überragend gut aus. Auch die mechanischen Protagonist*innen sind großartig in Szene gesetzt. Einzig bei der Darstellung der Menschen merkt man, dass die Technik in den letzten 14 Jahren doch einige Fortschritte gemacht hat. Aber vielleicht liegt das auch am Look an sich, denn ich fand die comichafte Anmutung im Kontrast zu den Realaufnahmen bereits bei der ersten Sichtung befremdlich.

Auch ansonsten hat sich meine Einschätzung des Films kaum geändert: Die erste Hälfte auf der Erde, WALL·Es Umherstreifen und nostalgisches Erkunden, das Kennenlernen zwischen ihm und EVE, das ist wirklich alles großartig. Hier ist „WALL·E“ einfach Film pur. Der Geschichte wird hier viel Zeit eingeräumt und alles geschieht ohne Worte und nur durch Handlung. Auf dem Raumschiff wird das Tempo deutlich erhöht und der Film handlungsgetriebener. Auch das funktioniert wunderbar, ist unterhaltsam und mitreißend. Allerdings nicht mehr ganz so gelungen, wie noch der erste Teil. Die Botschaft des Films ist heute noch relevanter als damals, was sie vielleicht ein wenig zu forciert wirken lässt. Aber das sind nur kleine Aspekte, die der Qualität des Films nicht abträglich sind.

Fazit

Auch bei meiner zweiten Sichtung konnte mich „WALL·E“ begeistern. Den Kindern hat er nicht so gut gefallen. Der Zwergofant hatte sich etwas anderes darunter vorgestellt (was genau muss ich morgen noch herausfinden) und das Zappelinchen saß eher unbeteiligt auf dem Sofa. Vielleicht spricht der Film thematisch und inszenatorisch einfach ein eher erwachsenes Publikum an? 9/10 Punkte. (Zappelinchen: 6/10 Punkte;  Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Das Buch von Boba Fett – OT: The Book of Boba Fett – Staffel 1

Nachdem ich spät auf den „The Mandalorian“-Zug aufgesprungen bin, war ich davon letztendlich doch recht begeistert. „The Book of Boba Fett“ hätte ich dagegen nicht unbedingt sehen müssen, fand ich die Figur doch schon in „The Mandalorian“ nicht sonderlich spannend. Aber inhaltlich sollte die Serie wohl sehr mit der Mutterserie verknüpft ein. Und genau so war es letztendlich auch… 🏜

The Book of Boba Fett | © Walt Disney

The Book of Boba Fett | © Walt Disney

All Filler, Almost No Killer oder Mando 2.5

In vielerlei Hinsicht wirkt „The Book of Boba Fett“ auf mich so, als wäre die Entscheidung, diese Serie zu produzieren, recht spontan getroffen worden. Das Writing schwankt oft zwischen platt und befremdlich. Als hätte man ein Kind beim Spielen mit seinen Kenner-Figuren beobachtet. Gerade während der ersten vier Episoden wirkt die Struktur der Serie auch so, als würde man versuchen zwanghaft bekannte Schauplätze/Ereignisse aus „Star Wars“ zu integrieren. Aber das liegt wohl auch in der Natur der Figur Boba Fett. Auch die Erzählung in zwei Zeitebenen wirkt strukturell unbeholfen und forciert. Als hätte man ein paar lose Ideen gehabt und diese zusammengeworfen. All das ist durchaus unterhaltsam und ich hatte meinen Spaß damit, aber so richtig rund wirkt es nicht. Und was sollte das mit dem Spice auf Tatooine? Sollte das ein Crossover mit „DUNE“ werden? (Ja, ich weiß, das wurde schon früher in „Star Wars“ erwähnt, doch so wie es hier dargestellt wird, wirkt es einfach befremdlich.)

Die besten Episoden sind zweifellos die rund um den Mandalorianer. Hier wird deutlich, dass die Serie eigentlich nur ein Vehikel ist, um die Zeit bis zur dritten Staffel  von „The Mandalorian“ zu überbrücken. Gerade die fünfte und sechste Episode fand ich rundum gelungen. Natürlich viel Fanservice, aber schöne emotionale Momente und technisch wirklich beeindruckend. Boba Fett spielt in diesen Episoden nahezu keine Rolle und ich habe ihn und seinen Konflikt auch nicht wirklich vermisst. Im äußerst actionreichen Finale kommen dann beide Erzählstränge zusammen. Mir war es fast schon zu viel Action und auch hier haben mich eher die Szenen um den Mandalorianer gefesselt. Auch handlungstechnisch passiert einiges, das eigentlich Voraussetzung für die Fortführung der Hauptserie ist. Gesehen haben sollte man die Serie als Fan des Franchises also durchaus. Schon allein, um auf dem Laufenden zu sein.

Fazit

Es ist schwierig mit „The Book of Boba Fett“ und mir. Aber ich bin ja nicht der einzige, dem es so geht. Die ersten vier Episoden fühlen sind nicht rund und wie Flickwerk an, danach macht die Serie einen qualitativen Sprung, was vermutlich auch daran liegt, dass hier eher die dritte Staffel von „The Mandalorian“ vorbereitet wird. Vermutlich wäre es sinnvoller gewesen, diese zwei bis drei Episoden direkt vor die dritte Staffel der Hauptserie zu stellen: 7/10 (6.9) Punkte.

Das schönste Mädchen der Welt (2018)

Der Zwergofant weilt bereits seit heute Mittag auf einem Kindergeburtstag. Somit war der perfekte Zeitpunkt für das Zappelinchen, sich mit „Das schönste Mädchen der Welt“ endlich den Film anschauen, von dem sie schon ewig träumt und für den ihr Bruder noch zu jung ist. Als guter Vater habe ich mich natürlich mit ihr vor dem Fernseher eingefunden… 🎤❤

Das schönste Mädchen der Welt (2018) | © Tobis (Vertrieb LEONINE)

Das schönste Mädchen der Welt (2018) | © Tobis (Vertrieb LEONINE)

Eine schöne Teenie-Romanze aus Deutschland

Bisher haben wir mit den Kindern an Filmabenden eher Kinderfilme angeschaut. Irgendwie logisch. Mit dem Sprung in der Altersfreigabe ging es auch ab in die Teenie-Welt mit zotigen Sprüchen, Sex und Liebe. Auch das war zu erwarten. Ich habe mich dabei fast etwas alt gefühlt und mir vorgestellt, wie es gewesen wäre, hätten unsere Eltern damals „American Pie“ und Co. mit uns zusammen gesehen. Doch der Vergleich hinkt, denn „Das schönste Mädchen der Welt“ ist weit nicht so auf Sex und Fäkalhumor fokussiert, wie der US-Teenie-Klamauk, und ich hatte meine Teenager-Jahre damals schon so gut wie hinter mir. Außerdem hätten meine Eltern auch keine solchen Filme mit mir angeschaut. Auf jeden Fall habe ich mich sehr bewusst in der Rolle des Vaters gefühlt und eine beobachtende Perspektive im Hinblick auf das, was für das Zappelinchen noch ansteht, eingenommen.

Hinter all dem übertrieben coolen Jugendgehabe versteckt sich eine wirklich sehenswerte, moderne Cyrano-de-Bergerac-Adaption mit viel Musik, Humor und Herzschmerz. Die Schauspieler*innen, allen voran Luna Wedler als Roxy und Aaron Hilmer (u.a. „Sløborn“) als Cyril, harmonieren wunderbar miteinander und bringen eine enorme Energie mit. Natürlich ist die Handlung alles andere als überraschend und der Film endet so, wie eben jede andere Cyrano-de-Bergerac-Variante. Macht aber nichts, denn „Das schönste Mädchen der Welt“ hat das Herz am rechten Fleck.

Fazit

Mir hat „Das schönste Mädchen der Welt“ tatsächlich ziemlich gut gefallen. Ohne die (jetzt klinge ich wie der größte Boomer) übertrieben vulgäre Sprache vermutlich noch besser. Das Zappelinchen war auch begeistert, wobei man ihr schon angemerkt hat, dass dies (glücklicherweise!) auch noch nicht so richtig ihre Welt ist. Da stehen uns noch ein paar interessante Jahre bevor. Den Film an sich kann ich durchaus empfehlen: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte;  Zwergofant: auf einem Kindergeburtstag)

Die Besprechung ist Teil des CMARCH, der Blogaktion für Kinderfilme des Sneakfilm-Blogs.

Shameless (US) – Season 11

Es ist das Ende einer Ära. Eine der am längsten laufenden Drama-Serien, welche ich komplett verfolgt habe, geht mit „Shameless – Season 11“ zu Ende. Es war definitiv eine Serie, die mich sehr positiv überrascht hat und die mich stets zu unterhalten wusste. Neben „The Office“ somit die zweite US-Adaption einer UK-Serie, welche mir außerordentlich gut gefallen hat. Aber ich greife voraus. Prost, Frank! 🍺🥃

Shameless – Season 11 | © Warner Home Video

Shameless – Season 11 | © Warner Home Video

Ein erstaunlich (un)sentimentaler Abschied

Hat mich in der vorangegangen Staffel Fionas Abschied noch ziemlich gestört, war das im elften Jahr kaum noch der Fall. Nicht weil die Figur nicht fehlen würde, sondern weil ich mich bereits daran gewöhnt hatte. Irgendwie doch schade. Alle anderen Gallaghers bekommen jedoch genug zu tun und somit ist man als Zuschauer*in wieder mittendrin im chaotischen Geschehen. Die Zeichen stehen dabei klar auf Abschied bzw. Veränderung: Lip möchte das Gallagher-Haus verkaufen, Debbie stellt sich quer und Liam hat Angst, alleine auf der Straße wohnen zu müssen. Ian und Mickey wollen gemeinsam in ihre Zukunft starten und suchen sich eine neue Bleibe. Auch für Veronica und Kevin stehen die Zeichen auf Umbruch, selbst wenn dieser eher ungeplant kommt. Carl ist Rookie bei der Polizei und muss mit dieser Situation klarkommen, was für allerlei Trubel sorgt. Und Frank? Frank leidet an alkoholbedingter Demenz, worunter auch seine Familie zu leiden hat. Viele Handlungsstränge also einmal wieder, wobei es noch unzählige kleinere Geschichten gibt.

Das Finale selbst kam für mich nicht überraschend und ist nur konsequent. Allein wie es erzählt wird, mag im Kontext der Serie seltsam erscheinen. Doch für mich hat es funktioniert. Gerade auch weil sich für viele Figuren zwar etwas ändert, aber es kein plötzliches Happy End aus heiterem Himmel gibt (z.B. Hausverkauf). Nein, die Serie bleibt sich und ihren Figuren treu. Auch dass Fiona nicht noch einmal aufgetaucht ist, war nur schlüssig, auch wenn ich es schade fand. Dafür kehrt Frank gedanklich in die Vergangenheit zurück und das war schön inszeniert. Weit nicht perfekt, doch so ist eben „Shameless“. Insgesamt hat mir die finale Staffel überraschend gut gefallen. In die Gesamtbewertung ordnet sie sich folgendermaßen ein:

  1. „Shameless – Season 4“ (9.7 Punkte)
  2. „Shameless – Season 7“ (9.4 Punkte)
  3. „Shameless – Season 8“ (9.4 Punkte)
  4. „Shameless – Season 3“ (9.3 Punkte)
  5. „Shameless – Season 2“ (9.0 Punkte)
  6. „Shameless – Season 5“ (9.0 Punkte)
  7. „Shameless – Season 1“ (8.8 Punkte)
  8. „Shameless – Season 6“ (8.8 Punkte)
  9. „Shameless – Season 9“ (8.5 Punkte)
  10. „Shameless – Season 11“ (8.2 Punkte)
  11. „Shameless – Season 10“ (8.0 Punkte)

Fazit

Ich werde die Gallaghers in den kommenden Jahren vermissen. Diese eine Staffel „Shameless“ war bisher eine feste Konstante in meinem Serienjahr. Aber es ist auch gut, dass es vorbei ist. Was hätte es noch zu erzählen gegeben? Insgesamt eine erstaunlich gut geschriebene Serie mit einem fantastischen William H. Macy, den ich  wohl nie mehr nicht als Frank Gallagher wahrnehmen werde. Wenn die Show bisher an euch vorbeigegangen ist, dann schaut unbedingt einmal rein. Für das Finale gibt es: 8/10 (8.2) Punkte.

Rot – OT: Turning Red (2022)

Schon wieder geht eine Woche zu Ende. Rasend schnell. In vielerlei Hinsicht war sie sehr anstrengend, was größtenteils am weltpolitischen Geschehen liegt. Hinzu kommt die beständige Unsicherheit aufgrund von Corona, was sich durch die Klassen pflügt. Aber Hauptsache Freedom-Day-Bullshit. Genügend Gründe, um mit dem brandneuen Pixar-Film „Rot“ dem Alltag zu entfliehen. Startdatum auf Disney+ war heute. 🐼🏮

Rot (2022) | © Walt Disney

Rot (2022) | © Walt Disney

„Rot“ funktioniert wunderbar auf allen Ebenen

Es ist schon wirklich erstaunlich, wie es Pixar ein aufs andere Mal gelingt, Geschichten zu erzählen, die man so noch in keinem anderen Mainstream-Animationsfilm gesehen hat. „Rot“ ist ein astreiner Coming-of-Age-Film, der sich zu 100% auf den Beginn der Pubertät aus weiblicher Perspektive fokussiert. Auch das Zielpublikum hat sich gewandelt. Bisher haben die meisten Pixar-Filme jüngere Kinder und Erwachsene gleichermaßen angesprochen. Klar, auch „Rot“ funktioniert für alle Altersstufen. Und doch setzt er den Fokus erstmals auf Teenager*innen. Sowohl in der flippigen, teils an Animes erinnernden Inszenierung, als auch inhaltlich. Das dürfte nicht allen Erwachsenen gefallen, welche sich bei „Soul“ oder „Luca“ noch heimisch gefühlt haben.

Der rote Panda, in den sich unsere Protagonistin Mei bei Gefühlsregungen jeglicher Art verwandelt, ist eine wenig subtile Metapher auf die Pubertät. Regisseurin Domee Shi hat „Rot“ jedoch so unterhaltsam inszeniert, dass dies zu keinem Zeitpunkt plump oder forciert wirkt. Die fantastischen Elemente fügen sich erstaunlich gut in die doch eher realistische Welt ein, was wirklich bewundernswert ist. Selten habe ich Teenage Angst so intensiv, emotional und nachvollziehbar umgesetzt gesehen. Ich habe in vielen Szenen wirklich mit Mei mitgelitten. Auch als Elternteil habe ich mich erkannt, denn hier liegt der Schmerz auf der anderen Seite. Und es wird unausweichlich zu Auseinandersetzungen kommen bzw. kommt es ja jetzt schon, denn der Wandel ist unaufhaltsam und wir werden uns auseinanderleben. Aber nicht verlieren. Diese Botschaft ist wahrhaftig und hat mich wirklich berührt.

Fazit

„Rot“ ist anders, als die meisten anderen Animationsfilme des Studios. Der Film hat mich berührt und auch zum Nachdenken gebracht. Wenn in den nächsten Tagen der rote Panda einmal wieder aus dem Zappelinchen herausbricht, dann werde ich vielleicht nachsichtiger sein. Auch bei den Kindern kam der Film gut an, wenn auch wohl, zumindest für den Zwergofanten, auf einer anderen Ebene. Auf jeden Fall eine dicke Empfehlung: 9/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte;  Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Die Besprechung ist Teil des CMARCH, der Blogaktion für Kinderfilme des Sneakfilm-Blogs.

This Is Us – Season 5

Nach dem tiefen Eintauchen in „The Expanse“ stehen ein paar Serien auf dem Programm, die ich jährlich verfolge. Das kommt nicht mehr häufig vor, doch sind es Shows, die mir inzwischen wirklich viel bedeuten. Den Anfang macht „This Is Us – Season 5“ und das bedeutet, dass seit Sichtung der vierten Staffel nur fünf Monate vergangen sind. Dies hat den Wiedereinstieg deutlich vereinfacht… 🥰

This Is Us – Season 5 | © NBC

This Is Us – Season 5 | © NBC

Corona ist in der Serienwelt angekommen

Die fünfte Staffel von „This Is Us“ ist die erste Serie, welche die Corona-Pandemie in ihre Serienwelt einbaut. Zumindest die erste, die ich gesehen habe. Das wirkt zugleich höchst aktuell, befremdlich normal und doch seltsam, denn bisher boten Geschichten in Film- und Serienform stets die altbekannte Nähe. Nun ist die Pandemie also auch im fiktiven Erzählen angekommen. Dieses Element wird nicht aufdringlich, aber doch stets präsent in die Handlung eingewoben. Das hat mir gut gefallen. Auch davon abgesehen präsentiert sich „This Is Us“ sehr aktuell und nah dran am soziopolitischen Geschehen und thematisiert unter anderem den Mord an George Floyd. Keines dieser Themen drängt jedoch die Handlung rund um die Großfamilie Pearson in den Hintergrund. Somit stehen weiterhin die persönlichen Geschichten und Konflikte im Familienkreis im  Fokus. Insgesamt ist den Autor*innen damit eine gute Mischung gelungen, welche die Serie über andere Werke dieses Genres hinaushebt.

Inhaltlich bewegt sich „This Is Us“ auch im fünften Jahr auf bekannten Pfaden und entwickelt sich dennoch kontinuierlich weiter. Nur bei Randalls Handlungsstrang rund um seine Geburtsmutter hatte ich den Eindruck der Redundanz. Das Thema wäre für mich eigentlich durch gewesen. Dennoch funktioniert auch dieser Erzählbogen und war am Ende schön emotional inszeniert. Seine Konfrontation bzw. Diskussion mit Kevin fand ich dagegen inhaltlich spannender, weil dieser Aspekt in der Vergangenheit noch nicht so prominent in den Fokus gestellt wurde. Die Hochzeitsfeier am Ende samt erzählerischem Kniff hat mich dann doch wieder überrascht. Ich kann noch nicht genau sagen, wie ich diese Entwicklung finden soll, freue mich aber nun umso mehr auf die Auflösung in der finalen sechsten Staffel.

Fazit

Auch wenn ich die fünfte Staffel von „This Is Us“ nicht ganz so herausragend fand, wie noch das vierte Jahr,  so habe ich die 16 Episoden doch sehr genossen. Die Serie tut mir in vielerlei Hinsicht einfach gut, selbst wenn das gehäufte Drama teils ein wenig übertrieben scheint. Wie es die Autor*innen letztendlich umsetzen, funktioniert für mich nach wie vor großartig: 9/10 (9.3) Punkte.

Die Schule der magischen Tiere (2021)

Das Zappelinchen braucht ein neues Jugendzimmer, also sind wir heute durch diverse Möbelhäuser getingelt. Da sich mein letzter Kinobesuch gut angefühlt hat, habe ich vorgeschlagen, ob wir nach der Möbeltour nicht noch in „Die Schule der magischen Tiere“ gehen sollten. Immerhin waren wir ja eh schon in der Stadt. Somit war ich diese Woche zweimal im Kino. Verrückt. 🐢🦊

Die Schule der magischen Tiere (2021) | © LEONINE

Die Schule der magischen Tiere (2021) | © LEONINE

Kunterbuntes Kinoabenteuer mit Tier und Gesang

„Die Schule der magischen Tiere“ ist eine extrem populäre Buchreihe von Margit Auer und ich muss gestehen, dass ich die Vorlage nur am Rande kenne. Früher den Kids ein paar Kapitel vorgelesen und teils den Hörbüchern gelauscht. Aber nie richtig am Stück. Meine Kinder lieben die Bücher jedoch und somit waren sie heiß auf den Film, seit sie wussten, dass er ins Kino kommt. Inzwischen sind die Vorstellungen selten geworden, doch heute hat es einfach gepasst. Die Vorfreude war groß und ich habe mich mit den Kids gefreut. Schließlich waren wir schon ewig nicht mehr zusammen im Kino.

Der Film sieht aus wie ein typischer deutscher Kinderfilm: Eine idyllische Kleinstadt, die Farbsättigung schön nach oben gedreht, eine Schule in einem alten Schloss und eine Clique von Kids, die sich zusammenraufen muss. Nur eben statt Krimielementen, wie z.B. bei „Die drei !!!“, gibt es nun eben magische Tiere. Und diese sind wirklich toll animiert. Die Geschichte und Figuren funktionieren auch, selbst wenn es keinerlei Überraschungen gibt. Einzig befremdlich fand ich die Gesangnummern, die wie in einem Musical in den Film integriert waren. Das hätte es nicht gebraucht.

Fazit

Unser Kinobesuch von „Die Schule der magischen Tiere“ war toll, keine Frage. Das war überfällig nach zwei Jahren Pandemie. Der Film selbst ist auch nett, gerade für Kinder, welche die Vorlage kennen. Ich hatte auch meinen Spaß damit, selbst wenn weit nicht alles perfekt war: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte;  Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Die Besprechung ist Teil des CMARCH, der Blogaktion für Kinderfilme des Sneakfilm-Blogs.

Shrek 2 (2004) (WS1)

Eine anstrengende Woche geht zu Ende. Mental Overload, wenn man so will. Eigentlich hatte ich heute einen Spieleabend im Kopf, doch dem Rest der Familie war eher nach einem Filmabend. Nach kurzer Diskussion ist die Wahl letztendlich auf „Shrek 2“ gefallen, womit ich auch recht zufrieden war. 🐱

Shrek 2 (2004) | © Universal Pictures Germany GmbH

Shrek 2 (2004) | © Universal Pictures Germany GmbH

Fantastische Zeitreise in die frühen 2000er

Meine letzte Sichtung von „Shrek 2“ liegt bereits unfassbare 15 Jahre zurück. Auch seit unserer jüngsten Sichtung des ersten Teils der „Shrek“-Reihe sind beinahe zwei Jahre vergangen. Die Zeit rennt, es ist unglaublich. Wie bereits seinem Vorgänger, merkt man auch „Shrek 2“ die starke Verwurzelung in den frühen 2000er Jahren an: Sei es die bereits ein wenig angestaubt wirkende 3D-Grafik, die popkulturellen Referenzen oder die bekannten Rock- und Pop-Songs der Jahrtausendwende. All das lässt den Film ein wenig altbacken wirken. Zumindest am Anfang, denn sobald die Geschichte ins Rollen kommt, ist die Technik doch besser als gedacht und die Handlung besitzt viel Herz, Humor und Tempo.

Die Welt von Shrek wird mit neuen Figuren, wie dem gestiefelten Kater oder der guten Fee, angereichert und gewinnt dadurch nochmals. Auch das Königreich Weit Weit Weg ist wunderbar gestaltet und überhaupt mochte ich die völlig überdrehte Fantasy-Atmosphäre erneut sehr gerne. Da macht es auch gar nichts, dass die Geschichte ziemlich geradlinig abläuft und das Happy End recht erwartbar um die Ecke kommt. Der Weg ist das Ziel und dieser ist gespickt mit tollen Gags, wahrhaftigen Momenten und einfach nur viel guter Laune.

Fazit

Tatsächlich hat mir „Shrek 2“ heute ebenso gut gefallen, wie sein Vorgänger. Auch die Kinder waren begeistert. Die verbleibenden Fortsetzungen fallen, so zumindest meine Erinnerung, ziemlich ab. Vermutlich werde ich mich bald davon überzeugen können, ob ich das richtig im Kopf habe. Hierfür gibt es verdiente 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte;  Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Die Besprechung ist Teil des CMARCH, der Blogaktion für Kinderfilme des Sneakfilm-Blogs.