The Mandalorian – Staffel 1 & 2

Da ich momentan Disney+ teste, stehen neben unzähligen Kinderfilmen, ob Klassiker aus meiner Kindheit oder aktuelle Filme, natürlich auch exklusive Produktionen auf dem Programm: Auf die Serie „The Mandalorian“ hatte ich mich schon sehr gefreut, da die Kritiken alle sehr positiv waren und ich nach „Star Wars: The Rise of Skywalker“ einmal wieder ein gelungenes „Star Wars“-Erlebnis gebrauchen konnte… 👨‍🚀

The Mandalorian | © Walt Disney

The Mandalorian | © Walt Disney

Um zu Beginn kurz auf meine persönliche „Star Wars“-Geschichte einzugehen: Ich liebe die alte Trilogie. Natürlich auch, weil ich mit ihr aufgewachsen bin. Die Prequel-Saga habe ich schon ewig nicht mehr gesehen, empfinde für sie aber keinen Hass, wie leider viele der alten Fans. Von der Disney-Ära gefällt mir „Rogue One: A Star Wars Story“ am besten und „The Mandalorian“ erinnert mich in vielen Elementen an diesen Film, auch was die Verknüpfungspunkte zur Originaltrilogie angeht:

Staffel 1: Ein seltsames Paar

Für mich schwankt „The Mandalorian“ stets zwischen einem Gefühl von ‚Wow, da gehen sie aber einen ungewöhnlichen Ansatz!‘ und ‚Och nee, das ist jetzt ja Fanservice pur!‘ Wobei der eingeschlagene Weg im Großen und Ganzen schon anders ist, als man von einer typischen „Star Wars“-Serie erwarten würde. Schon alleine, dass die Hauptfigur über die komplette Zeit eine Maske trägt und auch eher wortkarg ist, wirkt ungewöhnlich. Die Beziehung zu dem Kind ist dann auch wieder so eine Sache: einerseits voll das Niedlichkeitsklischee, andererseits aber auch sehr überraschend ausgespielt. Die Geschichte tritt oft auf der Stelle und wirkt teils eher wie eine Planet-der-Woche-Serie aus den 1990er Jahren, nur um im nächsten Moment wieder mit den Erwartungen zu brechen. Insgesamt ist „The Mandalorian“ im ersten Jahr vermutlich nicht die „Star Wars“-Serie, die wir erwartet haben, aber vermutlich die „Star Wars“-Serie, die nötig war, um dem Franchise einen neuen Impuls fernab von Skywalker und Co. zu geben. Für mich noch nicht die Offenbarung, aber zweifellos sehr spannend: 8/10 (7.8) Punkte.

Staffel 2: Mehr Abenteuer, Action und Grogu

Die zweite Staffel dreht noch einmal ordentlich auf, was Action angeht. Gerade im Staffel-Opener wird das ersichtlich, wenn auch das Bildformat von 2,40:1 auf 16:9-Vollbild geöffnet wird. Gigantisch! Da wurden direkt Erinnerungen an „DUNE“ wach. Doch auch abseits der Action hat mir die zweite Staffel noch einmal deutlich besser gefallen: Das Zusammenspiel zwischen dem Mandalorianer und Grogu funktioniert perfekt, wir lernen neue, spannende Figuren kennen und es gibt stärkere Bezüge zum großen „Star Wars“-Universum, ohne jedoch wie ein weiterer Teil der Skywalker-Saga zu wirken. Dabei sind die Geschichten immer noch eher simpel und viele Episoden können fast schon als abgeschlossene Abenteuer betrachtet werden. Gegen Ende nimmt die Handlung dann noch einmal ordentlich Fahrt auf und sowohl Action als auch Gastauftritte stehen den Kinofilmen in nichts nach. Für mich das Beste, seit Disney das Ruder bei „Star Wars“ übernommen hat: 9/10 (8.9) Punkte.

Fazit

Für mich konnte sich „The Mandalorian“ über seine Laufzeit enorm steigern. Gerade das Finale der zweiten Staffel fand ich perfekt und halte es für einen runden Abschluss der Serie. Aber es wird wohl weitergehen. Darüber freue ich mich, zumal ich die Crew um Jon Favreau perfekt dafür geeignet halte, das Universum weiter auszubauen. An dieser Stelle kann ich auch nur die sehenswerte Making-of-Dokumentation empfehlen. Ein echter Zugewinn für das Franchise: 8/10 (8.4) Punkte.

15 Gedanken zu “The Mandalorian – Staffel 1 & 2

  1. Ja, sehe ich ähnlich. Und ja, es wird enorm weitergehen. Dieses Jahr kommt noch die Book of Boba Fett Serie. Nächstes Jahr dann Mando Staffel 3. Ahsoka bekommt auch noch eine eigene Serie und die Rangers sollten eigentlich auch eine kriegen. Wie das nach dem Rausschmiss von Gina Carano jetzt aber aussieht, weiß ich gar nicht so genau

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  2. Die Show hat für mich einige Wunden geheilt, die die letzten Star Wars-Produktionen aufgerissen haben. Es steckt einfach ungeheuer viel Liebe drin und wenn du dir die Begleitdokus zu den beiden Staffeln ansiehst – hach, da merkt man, dass hier Leute daran arbeiten, die selbst die allergrößten Fans sind.

    Dabei wird nun wirklich nicht das Rad neu erfunden, vielmehr setzt man für jede Folge die bekannten Bausteine zusammen aus Baby Yoda-Niedlichkeit, Monster and Planet of the Week, bisschen Action (wobei ich beim Flammenwerfer-Move des Mandalorian gerne mal aufstöhnte), Figuren, die in den alten Filmen nur kurz durchs Bild huschten und eben massig good old Star Wars-Vibes. Die Krönung dann natürlich mit dem Finale der zweiten Staffel, höher kann man eigentlich nicht mehr zielen und treffen.

    Ich habe Bill Burr sehr gerne gesehen, den finde ich als Comedian schon großartig. Giancarlo Esposito war ein bisserl verschenkt und die Szene am Ende der ersten Staffel, wo der Roboter sich opferte, kam mir etwas seltsam vor – waren da wirklich soooo viele Stormtrooper, dass er die nicht einfach wegballern hätte können wie zuvor in der Stadt, ich meine, die standen da doch schön am Ausgang und warteten? Naja. Für mich bleibt die Frage, was die Macher sich für die dritte Staffel einfallen lassen, das Kind werden sie ja nicht mehr reinbringen können, denke ich mal. Und ich befürchte, dass es mit den weiteren Produktionen einfach zuviel des Sternenkriegs wird – „The Mandalorian“ war da genau die richtige Portion an Nostalgie.

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    • Das beschreibst du sehr gut. Die zwei Staffeln haben sich wirklich sehr „heilend“ angefühlt. Das mochte ich sehr gerne.

      Das Finale der zweiten Staffel, welches auch ein perfektes Serienfinale gewesen wäre, war großartig. Auch dass hier zum ersten Mal der bekannte Score erklang, der hochemotionale Moment zwischen Mando und Grogu. Hach, da hat alles gestimmt. Kann mir auch nicht vorstellen, wie sie das noch einmal toppen wollen.

      Bill Burr mochte ich auch sehr, gerade in der zweiten Staffel. Die Dynamik zwischen seiner Figur und Mando hat wunderbar funktioniert. Was nun noch kommt in der dritten Staffel? Ich kann mir schon vorstellen, dass die das Kind irgendwie wieder mit einbauen. Und dass die Gen-Klon-Geschichte noch einmal aufgegriffen wird. Ich hatte dabei immer so das ungute Gefühl als wollen sie damit versuchen, die Brücke zu „The Rise of Skywalker“ und den Imperator-Klonen schließen. Mal sehen. Solange Favreau und Co. alle dabei sind, kann ich mir gut vorstellen, dass sie uns auch hier positiv überraschen.

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  3. Ah interessant. Disney + würde ich ja eigentlich fast nur wegen dieser Serie antesten. Und wenn man den Quervergleich mit den aktuellen Star Trek Serien ziehen möchte, schneidet Mandalorian ja eigentlich immer besser ab. Aber andererseits gibt es natürlich auch so schon immer genug zu sehen.

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    • Würde schon sagen, dass sich dafür das Antesten von Disney+ lohnt. Ist auch schön kompakt mit 2x 8 Episoden. Hab eh drei Testmonate, so das ich da recht entspannt bin. Ich mag den Service und das Angebot. Auch dass es Bonusmaterial dazu gibt. Weiß aber noch nicht, ob ich wirklich dabei bleibe.

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