Tatsächlich… Liebe – OT: Love Actually (2003)

Nur noch eine Woche bis Weihnachten. Unglaublich. Höchste Zeit also, langsam aber sicher in Weihnachtsstimmung zu kommen. Den Baum haben wir heute schon gekauft und das Zappelinchen hatte seinen ersten Auftritt mit dem Kinderchor. Dennoch ist mein Kopf noch viel zu voll mit anderen Dingen, um im Weihnachtsmodus zu sein. Vielleicht hilft ein Film? Da „Schöne Bescherung“ fest für Ende der Woche eingeplant ist, habe ich mein Glück mit „Tatsächlich… Liebe“ versucht, den ich bisher erst einmal vor vielen, vielen Jahren gesehen hatte…

Tatsächlich… Liebe (2003) | © Universal Pictures Germany GmbH

Tatsächlich… Liebe (2003) | © Universal Pictures Germany GmbH

Weihnachtskitsch der bekömmlichen Sorte

An meine letzte Sichtung konnte ich mich nicht mehr wirklich gut erinnern. Ein paar Einzelszenen waren mir noch im Kopf, doch sonderlich beeindruckt hatte mich der Film anscheinend nicht. Heute sieht das anders aus: Auch wenn Richard Curtis in „Love Actually“ sich erneut als Meister des Knöpfedrückens beweist, so bietet der Film auch extrem viel Spaß, unerwartete Szenen und Selbstbewusstsein auf der Metaebene. Besonders imposant fand ich allerdings, dass die unzähligen Handlungsstränge tatsächlich gleichwertig erzählt werden. Da bleibt nichts offen und keine Figur fällt hinten runter. Neben all den oberflächlich wirkenden Romanzen ist das eine starke Leistung. Überhaupt paart Curtis (bekannt für „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ und „Alles eine Frage der Zeit“) gekonnt wirklich übertrieben kitschige Szenen mit nachdenklich stimmenden Momenten und beinahe schon kindisch explizitem Humor. Und was soll ich sagen? Die Mischung geht auf.

Auch das Weihnachtssetting mit all den unsäglichen Popsongs fügt sich in diese große, bunte Erzählung ein, die in einem natürlich ebenso übertrieben bombastischem Finale mündet. Jedoch sind es eher die kleinen Momente, die wirklich in Erinnerung bleiben: Karens (Emma Thompson) herzergreifende Erkenntnis, dass ihr Mann (Alan Rickman) eine andere Frau beschenkt hat. Oder Marks (Andrew Lincoln, „The Walking Dead“) Liebesgeständnis an die Frau (Keira Knightley) seines besten Freundes. Auch wenn die meisten Kritiker das damals anders gesehen haben, hat sich „Tatsächlich… Liebe“ zurecht in das popkulturelle Herz der vorweihnachtlichen Kinozuschauer gespielt.

Fazit

Mir hat „Love Actually“ bei der heutigen Sichtung wirklich ausgezeichnet gefallen. Jeder einzelne Handlungsstrang hat mir auf seine Art und Weise viel Freude bereitet und ich mochte sowohl den Kitsch als auch den Humor. Nicht in jeder Geschichte gibt es ein Happy End, doch auch das ist eben tatsächlich… Liebe: 8/10 Punkte.

Die 5 besten Geschenke die ich je bekommen habe

Es wird weihnachtlich und kommerziell, denn Gorana möchte in der aktuellen Ausgabe von Die 5 BESTEN am DONNERSTAG wissen, was die besten Geschenke waren, die wir je bekommen bzw. verschenkt haben. Da ich ersteres jedes Jahr hier auf dem Blog dokumentiere, habe ich mich für diese Variante entschieden. Und ja, dieses Mal geht es, im Gegensatz zu letzter Woche, tatsächlich um rein materielle Dinge… 😉

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #73

Das Thema für Ausgabe #73 lautet:

Die 5 besten Geschenke die ich je bekommen habe

  1. Nintendo Game Boy (Weihnachten 1990) – Eigentlich hätte ich hier auch Weihnachten 1992 nennen können, zu dem ich den SNES bekam. Allerdings ist mir das Weihnachtsfest 1990 noch besser in Erinnerung. Ich war völlig hin und weg und habe gleich am Weihnachtsabend unbedingt noch meinen besten Freund anrufen müssen (war sonst ein Unding an Heiligabend zu telefonieren). Der völlige Overkill. Unfassbar.
  2. Laufklamotten für den Winter (Weihnachten 2009) – Wir machen einen Zeitsprung ins Jahr 2009: Ich laufe seit ca. einem Jahr mehr schlecht als recht und diese Thermojacke, die ich heute noch trage, hat mich dazu motiviert auch bei kälteren Temperaturen die Laufschuhe zu schnüren. Bis heute bin ich dafür dankbar.
  3. Canon EOS 550D (Weihnachten 2010) – Ein Teilgeschenk, das ich mir kurz nach der Geburt unseres Zappelinchens endlich gegönnt habe: eine DSLR. Seitdem habe ich unzählige Fotos damit gemacht (teils auch hier auf dem Blog veröffentlicht) und bin nach wie vor durchaus glücklich damit, wenngleich ich heute für Schnappschüsse auch immer öfter das Smartphone aus der Tasche ziehe.
  4. Gitarre (Weihnachten 2014) – Ja, diese billige Gitarre von Aldi ist tatsächlich eines meiner bisher besten Geschenke. Schon ein paar Jahre zuvor hatte ich eine billige Gitarre ähnlicher Qualität, die jedoch kaputt gegangen ist. Mit dieser hier klampfe ich mich immer wieder durch meine musikalische Geschichte: von blink-182 über Bright Eyes bis hin zu The Weakerthans. Einfach nur für mich und für den Spaß. Toll!
  5. Diverse Whiskys (exemplarisch Weihnachten 2016– Seit ich mir kurz vor Weihnachten 2012 meinen ersten Whisky (ja, ich bin ein Spätzünder) gekauft habe und davon begeistert war, bekomme ich regelmäßig außergewöhnliche Whiskys geschenkt, die ich mir nie selbst kaufen würde. Und ich freue mich tatsächlich sehr darüber, mir gerade in der Weihnachtszeit das eine oder andere exquisite Glas zu gönnen.

Media Monday #337

Das Wochenende ist wieder einmal viel zu schnell vergangen: Am Samstag haben wir die letzten Plätzchen gebacken und am heutigen Sonntag den Nürnberger Christkindlesmarkt (siehe Foto unten) mit anschließender Zaubershow besucht. Hinzu kommen Unmengen an Schnee, was speziell die Kinder begeistert hat. Morgen startet dann eine übervolle vorletzte Arbeitswoche, aus der man locker zwei machen könnte. Privat stehen Chorproben, Weihnachtsfeiern usw. auf dem Programm, so dass ich mich lieber schnell den Fragen des Medienjournals zuwende, bevor meine Zeit anderweitig verplant wird… 😉

Media Monday #337

  1. Die Figur des Al Capone wird für mich immer unweigerlich verbunden sein mit der TV-Serie „Boardwalk Empire“, in der Stephen Graham wahrlich eine denkwürdige Performance abliefert.
  2. Mein persönlicher (medialer) Weihnachtswunschzettel beinhaltet dieses Jahr nur Zeit, um all die über das Jahr angesammelten Filme und Serien schauen zu können.
  3. „Kevin: Allein zu Haus“ ist auch einer dieser Weihnachtsfilme, die ich mir dieses Jahr – neben dem obligatorischen „Schöne Bescherung“ – gerne einmal wieder ansehen würde.
  4. Im Vorfeld als Miniserie angelegte Produktionen, die dann des Erfolges wegen verlängert werden wird es wohl immer wieder geben, da mit Serien einfach sehr viel Geld gemacht wird.
  5. Das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig gefiel mir ja als Ausflugsziel deutlich besser als ich es im Vorfeld für möglich gehalten hätte.
  6. Einmal möchte ich erleben, dass die Vorweihnachtszeit nicht von Stress geprägt ist.
  7. Zuletzt habe ich die beiden MCU-Filme „The First Avenger: Civil War“ und „Doctor Strange“ gesehen und das war beides auf seine Art und Weise tolle Unterhaltung, weil der erste ein starker Ensemble-Film war und der zweite eine interessante Origin-Geschichte erzählt.

Eine Impression vom Nürnberger Christkindlesmarkt (mehr davon auf Instagram):

Doctor Strange (2016)

Aktualisierung: Ich habe „Doctor Strange“ am 15. Juni 2024 zum ersten Mal mit den Kindern gesehen und eine aktualisierte Besprechung veröffentlicht.

Es geht Schlag auf Schlag weiter mit meinem aktuellen Besuch im Marvel Cinematic Universe (MCU): Nachdem ich erst gestern „The First Avenger: Civil War“ gesehen habe, stand heute mit „Doctor Strange“ eine weitere Origin-Geschichte auf dem Programm. Wie sich Benedict Cumberbatch als unfreiwilliger Weltenretter so schlägt, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung…

Doctor Strange (2016) | © Walt Disney

Doctor Strange (2016) | © Walt Disney

Irgendwo zwischen „Inception“ und „Harry Potter“

Nachdem sich die Filme der großen Helden inzwischen fast ein wenig generisch anfühlen, so können Randfiguren wie „Ant-Man“ oder eben auch „Doctor Strange“ neues Terrain betreten. Tatsächlich fühlt sich diese Origin-Geschichte auch anders an, als die bekannten MCU-Filme: viel mehr Mystik und Fantasy. Die Effekte erinnern zudem sehr an Christopher Nolans „Inception“ und wissen gerade in 3D wirklich zu beeindrucken. Hier lohnt sich die zusätzliche Ebene und ich bin froh, diese Version des Films gesehen zu haben. In etlichen Szenen dieser Fassung wird das Cinemascope-Bild zudem auf IMAX geöffnet, was direkt noch einmal intensiver wirkt. Audiovisuell ist „Doctor Strange“ wahrlich ein Hochgenuss.

Wie lässt sich die mystische Handlung im MCU verorten? Ich hatte über weite Strecken tatsächlich nicht das Gefühl, einen Film des Marvel-Franchise zu sehen. Die Berührungspunkte sind (noch) sehr gering, auch wenn die Mid-Credit-Szene Lust auf eine Annäherung macht. Mit schwächeren Schauspielern hätte die ganze Geschichte auch leicht ein wenig überzogen wirken können, doch Benedict Cumberbatch und Tilda Swinton verleihen ihren Charakteren die nötige Ernsthaftigkeit.

Fazit

Ich mag Origin-Geschichten und „Doctor Strange“ ist mit Sicherheit eine der beeindruckendsten. Die Handlung ist nicht sonderlich komplex, wird aber mitreißend und einfallsreich erzählt. Benedict Cumberbatch ist ein wahrer Gewinn für das MCU, was die Messlatte für ein zukünftiges Zusammentreffen mit den Avengers höher legt. Selbst wenn man sonst nicht viel mit Marvel und Superhelden anfangen kann, kann man hier durchaus einmal reinschauen: 8/10 Punkte.

The First Avenger: Civil War – OT: Captain America: Civil War (2016)

Aktualisierung: Ich habe „The First Avenger: Civil War“ am 31. Mai 2024 zum ersten Mal mit den Kindern gesehen und eine aktualisierte Besprechung veröffentlicht.

Endlich Wochenende. Noch zwei Wochen bis Weihnachten. Bis dahin gibt es noch viel zu tun. Selten habe ich mich so ausgepowert gefühlt, wie zurzeit. Meine Erkältung geht in die fünfte Woche und es ist kein Ende in Sicht. Als Ablenkung von all den unschönen Dingen des Alltags blieb ich mit „The First Avenger: Civil War“ dem Marvel Cinematic Universe (MCU) treu. Ob der Film mir die nötige Portion Eskapismus bieten konnte?

The First Avenger: Civil War (2016) | © Walt Disney

The First Avenger: Civil War (2016) | © Walt Disney

Team Iron Man oder Team Captain America?

War der letztwöchige „Ant-Man“ eher ein kleiner Film für das MCU, schicken sich die Russo-Brüder an, mit „Captain America: Civil War“ einen bombastischen Actionfilm à la „The Avengers“ zu inszenieren. Dabei ist gerade die Mischung spannend: Einerseits erinnert der Film stilistisch stark an den direkten Vorgänger „Captain America: The Winter Soldier“, bezieht sich inhaltlich aber stark auf „Avengers: Age of Ultron“ und lässt auch beinahe alle großen Superhelden auftreten. Diese Mischung fand ich sehr reizvoll. Ebenso gelungen fand ich die Prämisse, dass endlich einmal die durch die Avengers ausgelöste Zerstörung im Mittelpunkt stand. Dieser zentrale Konflikt sorgt letztendlich auch für die Auseinandersetzung zwischen Captain America und Iron Man, was in einem gigantischen Kampf zwischen den zwei Fraktionen kulminiert.

Mit Black Panther und Spider-Man werden zudem zwei neue Helden eingeführt, was ich durchaus erfrischend fand. Tatsächlich hat mir Tom Holland als Peter Parker recht gut gefallen, wenngleich es mir auch schwer fällt, nach Andrew Garfield wieder eine neue freundliche Spinne aus der Nachbarschaft zu akzeptieren. Überrascht war ich tatsächlich, Daniel Brühl als Antagonisten zu sehen, der seine Sache zwar gut macht, dessen Figur letztendlich aber doch eher blass bleibt. Interessanter ist da schon der Konflikt zwischen unseren Helden, wenngleich man hier auch kein großes Drama à la Shakespeare erwarten sollte.

Fazit

Für mich vereint „The First Avenger: Civil War“ das Beste aus seinen beiden direkten Vorgängern und hat es somit geschafft, mich ausgezeichnet zu unterhalten. Vielleicht bin ich der Marvel-Formel inzwischen auch schon zu sehr verfallen oder habe aufgrund des angespannten Alltags die leichte Unterhaltung bereitwillig hingenommen. So oder so macht der erste Film der dritten Phase des MCU einfach Spaß: 8/10 Punkte.

Die 5 besten Dinge an Weihnachten

Es wird weihnachtlich: Gorana möchte in der aktuellen Ausgabe von Die 5 BESTEN am DONNERSTAG wissen, was uns an Weihnachten denn am besten gefällt. Da rennt sie bei mir natürlich offene Türen ein! Noch bin ich allerdings nicht im Weihnachtsmodus, da es noch viel zu viel zu tun gibt und mein Kopf voll mit Arbeitsthemen ist. In zwei Wochen sieht es aber hoffentlich anders aus…

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #72

Das Thema für Ausgabe #72 lautet:

Die 5 besten Dinge an Weihnachten

  1. Zwei Wochen Urlaub – In meinem ersten Job hatte die komplette Firma zwei Wochen über Weihnachten geschlossen. Zwangsurlaub sozusagen. Das habe ich mir angewöhnt: Heute nehme ich ganz bewusst Urlaub und genieße diese ruhigen Tage mit der Familie, was mich auch zum nächsten Punkt bringt…
  2. Gemütliches Beisammensein mit der Familie – An Weihnachten kommen alle zusammen. Es fängt im kleinen Kreis an: Endlich ist Zeit, Lego zu bauen, Spiele zu spielen oder einfach nur zusammenzusitzen – und das ohne den Zeitdruck im Nacken. Dann gibt es noch die Feiertage selbst, an denen man mit der erweiterten Familie zusammen ist. Das ist nicht immer erholsam, doch meist wirklich schön. Zusätzlich stehen zwischen den Jahren auch noch zwei Geburtstage an, und nicht nur an diesen gibt es natürlich…
  3. Essen und Trinken in Hülle und Fülle – Oh ja! Ich liebe das Schlemmen in der Weihnachtszeit: Leckere Plätzchen, Lebkuchen und Stollen. Und das alles ohne schlechtes Gewissen. Ist ja eine besondere Zeit. Da in den letzten Jahren auch stets der eine oder andere leckere Whisky unter der dem Baum lag, habe ich mich auch daran erfreut. Meist zu einem Film oder einer Serie…
  4. Zeit für Hobbies (Filme, Serien, Bloggen) – Wann hat man einmal so richtig Zeit für seine Hobbies? Richtig, zwischen den Jahren. Wenn die Kids dann im Bett liegen und von ihren Geschenken träumen. Dann ist die Zeit für Filme und Serien gekommen, denn anders als im Sommerurlaub verbringt man die Abende ja auch schön eingemummelt auf dem Sofa. Viel Medienkonsum bedeutet natürlich auch viel Bloggen. Und starten werde ich natürlich mit…
  5. „Schöne Bescherung“ schauen und besprechen – Gar keine Frage, die Weihnachtszeit beginnt für mich erst, wenn ich „Schöne Bescherung“ gesehen habe. Ihr glaubt mir nicht? Dann lest doch die acht(!) Besprechungen des Films, die ich bisher auf meinem Blog veröffentlicht habe. Alle Jahre wieder. Eben wie Weihnachten.

Media Monday #336

Der erste Advent ist da! Nur noch drei Wochen bis Weihnachten. Panik? Ein wenig schon, denn es gibt dieses Jahr noch so viel zu tun, sowohl beruflich als auch privat. Zudem stehen unzählige Weihnachtsfeiern und sonstige, mehr oder weniger festliche, Termine auf dem Programm. Am Samstag waren wir zum ersten Mal auf dem Weihnachtsmarkt (siehe unten) und die Plätzchensaison haben wir auch eröffnet. Es wird wirklich Zeit, dass meine Erkältung sich endlich verabschiedet, denn ohne Sport werde ich bis Januar bestimmt 10 Kilo zunehmen. Doch wenden wir uns erst einmal den aktuellen Fragen des Medienjournals zu…

Media Monday #336

  1. Alle Jahre wieder freue ich mich in der Vorweihnachtszeit auf die Sichtung von „Schöne Bescherung“, inzwischen im Kreis der Familie.
  2. Mein zahlenmäßiges Blog-Ergebnis 2017 (Aufrufe, Besucher usw.) wird wahrscheinlich auch nicht mehr besser werden, schließlich war der Einbruch in den letzten Monaten so groß, dass ich selbst die angepeilten 40.000 Aufrufe in Gefahr sehe.
  3. Die Synchronstimme von April O’Neil im 2007er Animationsfilm „TMNT: Teenage Mutant Ninja Turtles“ hatte ich gar nicht erkannt, dabei war es Sarah Michelle Gellar, die ich lange als „Buffy: The Vampire Slayer“ begleitet habe.
  4. Wenn ich einer Sache überdrüssig bin, dann ist es der (künstliche) Stress in der Vorweihnachtszeit.
  5. Die Serie „Boardwalk Empire“ hat mich ja regelrecht süchtig gemacht, denn sie schaut sich wie ein großes Gangster-Epos von Martin Scorsese oder Brian De Palma.
  6. Die Serie „Sons of Anarchy“ steht ja auch schon seit ewigen Zeiten auf meiner persönlichen Watchlist, und es wird Maren von neuesvomschreibtisch bestimmt freuen, wenn ich 2018 endlich damit starte.
  7. Zuletzt habe ich mit „Ant-Man“ einen weiteren Film aus dem Marvel Cinematic Universe gesehen und das war herrliche Unterhaltung, weil der Film auf Humor und eine menschlichere Geschichte setzt.

Eine Impression vom Weihnachtsmarkt (mehr davon auf Instagram):

Ant-Man (2015)

Aktualisierung: Ich habe „Ant-Man“ am 29. Mai 2024 zum ersten Mal mit den Kindern gesehen und eine aktualisierte Besprechung veröffentlicht.

Das erste Adventswochenende ist in vollem Gange. Somit stand heute auch der erste Besuch auf einem Weihnachtsmarkt auf dem Programm. Danach waren wir ziemlich durchgefroren und haben uns – sobald die Kinder im Bett waren – auf das Sofa zurückgezogen. Von dort aus begleiteten wir „Ant-Man“ bei seinem ersten Abenteuer und sind somit erneut in das Marvel Cinematic Universe (MCU) zurückgekehrt…

Ant-Man (2015) | © Walt Disney

Ant-Man (2015) | © Walt Disney

Und es kommt doch auf die Größe an…

Eigentlich hatte ich den Film schon abgeschrieben gehabt: Nachdem Edgar Wright (u.a. „Shaun of the Dead“) bei „Ant-Man“ ausgestiegen war, nahm auch mein Interesse daran rapide ab. Wie es aber so ist mit den Marvel-Filmen, führt über kurz oder lang doch kein Weg daran vorbei. Aufgrund etlicher positiver Kritiken, war ich letztendlich auch positiver gestimmt, was auch an der ungewöhnlichen Fähigkeit dieses Superhelden liegt. Ja, ich gehöre noch zu der Generation, die mit „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“ aufgewachsen ist! Außerdem sehe ich Paul Rudd („Immer Ärger mit 40“) sehr gerne. Was also hat der große Film mit dem kleinen Helden letztendlich zu bieten?

Tatsächlich eine ganze Menge! Nach den großen MCU-Filmen der letzten Woche („The Return of the First Avenger“ und „Avengers: Age of Ultron“) fühlte sich „Ant-Man“ wunderbar eigenständig an und selbst bei den Verknüpfungen zum Franchise behielt die Figur ihre Außenseiterrolle bei. Am besten hat mir wohl der finale Endkampf gefallen, bei dem – im Gegensatz zu den oben genannten Filmen – keine Städte in Schutt und Asche gelegt werden, sondern der ganz simpel in einem Kinderzimmer stattfindet. Einfach herrlich! Ansonsten muss ich noch die überzeugenden Schrumpf-Effekte sowie die Schauspieler hervorheben. Speziell Michael Douglas („Wall Street“) hat mir neben Paul Rudd sehr gut gefallen. Auch habe ich mich gefreut Evangeline Lilly („Lost“) und Bobby Cannavale (unfassbar beeindruckend in der dritten Staffel von „Boardwalk Empire“) zu sehen.

Marvel Cinematic Universe: Phase 2

Mit „Ant-Man“ ist die zweite Phase des MCU nun auch abgeschlossen und ich möchte, wie bereits nach der ersten Phase, ein Ranking der Filme aufstellen:

  1. „Guardians of the Galaxy“ (8/10 Punkte)
  2. „Ant-Man“ (8/10 Punkte)
  3. „The Return of the First Avenger“ (7/10 Punkte)
  4. „Avengers: Age of Ultron“ (7/10 Punkte)
  5. „Thor: The Dark Kingdom“ (7/10 Punkte)
  6. „Iron Man 3“ (7/10 Punkte)

Fazit

Mir hat „Ant-Man“ wirklich viel Freude bereitet. Gerade weil man es im Prinzip mit einem Heist-Movie zu tun bekommt, der nur eben in das MCU verlegt wurde. Auch mag ich die Figur des unfreiwilligen Helden sehr gerne, was zusätzlich durch die tollen Schauspieler und die wunderbare Miniatur-Action unterstützt wird. Für mich einer der bisher stärksten Marvel-Filme: 8/10 Punkte.

TMNT: Teenage Mutant Ninja Turtles (2007)

Aktualisierung: Ich habe „TMNT: Teenage Mutant Ninja Turtles“ am 26. Februar 2021 zum zweiten Mal gesehen und eine Besprechung der Wiederholungssichtung veröffentlicht.

Es ist Dezember, die Vorweihnachtszeit hat begonnen. Das Jahr setzt zum Endspurt an, sowohl beruflich als auch privat. Aufgrund der ersten Weihnachtsfeier war ich heute Abend Strohwitwer und habe mir mit „TMNT: Teenage Mutant Ninja Turtles“ einen Film ausgesucht, der wohlige Erinnerungen an einfachere Zeiten ausgelöst hat. Damals vor knapp 30 Jahren…

TMNT (2007) | © Universum Film GmbH

TMNT (2007) | © Universum Film GmbH

Cowabunga! The Turtles Are Back!

Ja, da sind sie wieder: Leonardo, Rafael, Donatello und Michelangelo. Als wären sie nie weggewesen. Der 2007er Film setzt dabei an die Realverfilmungen der 90er an und beschreitet damit einen ähnliche Weg wie Bryan Singers „Superman Returns“, sprich er möchte sowohl Fortsetzung als auch Reboot sein. Für mich hat das erstaunlich gut funktioniert, das große Publikum dagegen fand der Film leider nie. Dabei atmet er so viel mehr den Geist der Turtles als die Michael-Bay-Produktion aus dem Jahr 2014. Wirklich schade. Selbst wenn der Animationsstil zu Beginn ungewohnt wirkt (gerade was die menschlichen Charaktere angeht), so ist speziell New York City wunderbar dargestellt und bildet damit den perfekten Schauplatz für die Turtles-Action.

So überzeugend die Interaktion der vier Brüder gelungen ist, so schwach gestaltet sich leider die Handlung. Anstatt gegen Shredder und Co. zu kämpfen, treten die mutierten Schildkröten gegen einen unsterblichen Krieger an, der eine ganz eigene Agenda verfolgt. Leider wirkt das unglaublich generisch und lässt mich als ehemaligen Fan die bekannten Gegner vermissen. Unterhaltsam ist das alles dennoch anzuschauen.

Fazit

Wer nach all den Jahren einmal wieder Lust auf die Turtles hat, der kann sich „TMNT“ guten Gewissens anschauen. Der Film ist im Vergleich zu den neuen Realverfilmungen auf jeden Fall die bessere Wahl. Ich habe nun Lust auf die 90er-Jahre-Filme bekommen und muss mich wohl langsam einmal nach den Blu-rays umsehen. Nostalgie ist doch etwas Schönes: 7/10 Punkte.