Avengers: Age of Ultron (2015)

Erst gestern bin ich mit „Captain America: The Winter Soldier“ ins Marvel Cinematic Universe (MCU) zurückgekehrt. Heute folgte mit „Avengers: Age of Ultron“ bereits der nächste Teil der unglaublich erfolgreichen Filmreihe. Was der zweite Teil der großen Superhelden-Zusammenkunft zu bieten hat, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung…

Avengers: Age of Ultron (2015) | © Walt Disney

Avengers: Age of Ultron (2015) | © Walt Disney

Oh, hallo Künstliche Intelligenz!

Joss Whedon wirft uns in der ersten Szene sogleich in eine bombastische Action-Sequenz. Das macht Spaß, das ist toll anzusehen und mit flotten Sprüchen angereichert. Whedon eben. Überhaupt funktioniert „Avengers: Age of Ultron“ am besten, wenn sich unsere Helden unterhalten. Da muss es außenrum auch gar nicht an jeder Ecke krachen, nein, da reicht auch ein entspanntes Zusammensitzen und Sprüche klopfen. Doch leider müssen MCU-Filme ja nach einer bestimmten Formel ablaufen und diese greift natürlich auch hier wieder, nur dass die Bedrohung dieses Mal von einer KI ausgeht. An sich auch ein spannender Gedanke, doch anstatt Ultron tatsächlich durch das Netz omnipräsent zu machen, braucht er natürlich einen Körper. Einen Roboter-Körper natürlich. Und da hätten wir sie dann wieder, die niemals enden wollenden Kampfszenen, in denen Iron Man und Co. gegen unzählige gesichtslose CGI-Gegner kämpfen dürfen.

Der Bombast sieht fraglos gut aus, doch es sind eben gerade die ruhigeren Szenen, in denen der Film zu glänzen weiß. Ich hatte das Gefühl, diese Balance war im ersten Teil „The Avengers“ noch besser und ich hoffe sehr, dass sich Whedon und Marvel für das nächste Superhelden-Klassentreffen ein wenig mehr trauen bzw. eben tatsächlich weniger. Denn es muss nicht immer eine Stadt in Schutt und Asche gelegt werden und es gibt auch andere Gegnertypen als Roboter oder Iron-Man-Anzüge. Toll fand ich es dagegen, dass Hawkeye und auch Black Widow ein wenig mehr Screentime und Hintergrund gegönnt werden. Da ist Potenzial vorhanden.

Fazit

Auch „Avengers: Age of Ultron“ reiht sich perfekt in das MCU ein: ein langer, unterhaltsamer Action-Kracher ohne Ecken und Kanten. Ich mochte erneut die Gruppendynamik sehr gerne. So etwas kann Whedon einfach schreiben. Nur warum man die interessante Prämisse wieder in generische Action verwandeln musste, das verstehe ich nicht so ganz. Dennoch ein gelungener Film für einen unterhaltsamen Abend: 7/10 Punkte.

32 Gedanken zu “Avengers: Age of Ultron (2015)

  1. Okay, beim Winter Soldier habe ich mich noch zurückgehalten, aber dass du Ultron auf dieselbe Stufe stellst, kann ich leider nicht durchgehen lassen. ;P

    „The Return of the First Avenger“ ist dank der spannenden, relativ geerdeten Geschichte (ich liebe einfach solche Verschwörungen) noch immer mein Lieblingsfilm des MCU. „Age of Ultron“ hingegen war damals im Kino für mich die erste große Enttäuschung des MCU. Ja, die Dialoge bzw. generell die ruhigen Szenen sind toll, aber die Action ist stellenweise einfach nur eine Kopie des ersten Avengers-Films, insgesamt viel zu ausufernd und dadurch, insbesondere im Finale, irgendwann einfach nur noch ermüdend. Hinzu kommt, dass ich die ganze Geschichte irgendwie eher uninteressant und sehr beliebig fand. Und noch immer nicht verstehen kann, wieso Stark und Banner aus den Fehlern der Vergangenheit (lass mal etwas Gefährliches entwickeln und es vor den anderen verheimlichen – das hat schon immer gut funktioniert) offensichtlich nichts gelernt haben.

    Also sehe ich da nur zwei Möglichkeiten: Entweder wertest du den Winter Soldier auf oder Ultron ab – oder noch besser: beides. Du entscheidest. Und falls du nichts davon tust: Einen Versuch war es wert. 😉

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    • Welch flammende Rede! 😀

      Insgesamt würde ich „The Return of the First Avenger“ wohl auch einen Tick über „Avengers: Age of Ultron“ sehen, allerdings nicht so weit, dass es eine Auf- bzw. Abwertung rechtfertigen würde. So sonderlich spannend oder überraschend fand ich die Story bei „Captain America: Winter Soldier“ nämlich nicht. Und der Winter Soldier selbst war ein echt langweiliger Gegner. Da hat mir der zweite Avengers-Auftritt genauso viel Spaß gemacht, weil in so manchen Szenen (Party oder bei Hawkeye zu Hause) die Gruppendynamik doch einiges rausgerissen hat. Was die ermüdende Action angeht, sind wir uns allerdings einig.

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      • Ja, wenn ich will, dann kann ich. 😉

        Vielleicht bin ich zu naiv, aber die Geschichte rund um S.H.I.E.L.D. und Hydra habe ich so nicht kommen sehen. Ich kenne allerdings die Comics auch nicht und stehe dementsprechend stets recht unbedarft davor.

        So oder so habe ich jetzt Lust bekommen, den Film mal wieder zu schauen. Ach, am besten gleich alle drei Cap-Filme hintereinander. 🙂

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      • Mir war Robert Redfords Figur schon in den ersten Szenen suspekt, deshalb hatte ich schon etwas in der Art vermutet. Und dass es eine Verschwörung innerhalb von S.H.I.E.L.D. gibt war für mich selbst als Nicht-Comic-Leser überhaupt nicht überraschend (hat ja Sam Jackson auch schon mehr als offensichtlich angedeutet). Dennoch eine nette Geschichte, keine Frage.

        Ich bin nun schon gespannt auf den dritten Cap-Film. Mal sehen, ob mir der dann noch mehr zusagt… 😉

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      • Mmmhh..die Hydra-Geschichte ist nun wirklich keine Überraschung gewesen. Habt Ihr denn Agents of S.H.I.E.L.D. geschaut? Da wird das ja quasi thematisiert und die Sokovia Accords nach Age of Ultron auch aufgegriffen.

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      • Ist halt tatsächlich mehr Agenten, als Superhelden-Serie. Vor allem Agent Coulson wieder zu sehen macht Spaß und eine lose Fäden werden auch zusammengeführt. Kann man also durchaus schauen.

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    • Meinst du „The First Avenger“? 😉
      Den fand ich tatsächlich auch ziemlich gelungen. Aber auch wenn es nicht meine Lieblingsart von Film ist, so stehe ich dem ganzen Action-Superhelden-Gedöns insgesamt doch weit positiver gegenüber als du.

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      • „The Last Avengers“ weil Cap über weite Strecken der langweiligste unter ihnen ist. Sein erster Solofilm war auch nur eine Alibi-Veranstaltung. Statt sich wirklich mit der Figur und ihrer Herkunft bzw. den Zeiten des 2. Wk auseinanderzusetzen gab’s nur halbgare Science-Fiction ohne Reibungsfläche.

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      • Ich mag Caps ersten Auftritt auch sehr gerne – obwohl der Film recht simpel gestrickt ist. Dennoch finde ich die Figur einfach sympathisch. Und mit Blick auf die spätere Entwicklung ist Cap nun wirklich vieles, aber nicht langweilig.

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  2. Pingback: Media Monday #335 | moviescape.blog

  3. Wir beide sind ja sehr oft einer Meinung, und auch andere Kommentare stimmen dir oft zu bei den beschriebenen Filmen / Serien, aber dieses Mal bist du mit deiner Meinung glaube ich allein auf weiter Flur 😉
    Wäre ich eloquenter, hätte Svens Kommentar auch 1:1 von mir sein können 😀

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  4. Pingback: Ant-Man (2015) | moviescape.blog

  5. Jaaa das trifft es gut und ich habe den Film genauso empfunden. Der wiederholte von dir angesprochene gesichtslose CGI-Bombast war für mich die Abkehr vom MCU. Origin Stories die von Doctor Strange schaue ich weiter gerne, aber inzwischen ziehen mich die Filme auch nicht mehr ins Kino. Irgendwie auch etwas schade …

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    • Ich mag diese überbordende CGI-Action auch nicht, allerdings sind die Filme (Charaktere, Dialoge, sonstige Effekte) dann doch immer so unterhaltsam, dass ich immer wieder zurückkehre. Selbst wenn es mit 7 Punkten im Schnitt weit nicht meine liebste Filmreihe ist.

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