Run, Fatboy, Run (651)

So langsam nähert sich der Weihnachtsurlaub dem Ende. Schade. Sehr schade sogar. Obwohl ich schon wieder ein leichtes Kratzen im Hals spüre, habe ich mich heute zu einem weiteren Lauf aufgemacht, denn ich befürchte nächste Woche diese Regelmäßigkeit (jeden zweiten Tag laufen) nicht beibehalten zu können.

Wieder nur eine kurze Stadtrunde

Wieder nur eine kurze Stadtrunde

Distance: 7.07 km
Duration: 00:40:46
Elevation: 46 m
Avg Pace: 5:46 min/km
Avg Speed: 10.4 km/h
Heart Rate: 172 bpm
Stride Frequency: 153 spm
Energy: 601 kcal

2020: 17 km
Januar: 17 km

Am heutigen 4. Januar stehen also schon 17 km auf der Uhr. Nicht die schlechtesten Voraussetzungen, wenn ich mir meine Jahresziele für 2020 so anschaue. Aber natürlich heißt das noch nichts, denn auch letztes Jahr war ich im Januar noch guter Dinge. Wie seid ihr so in euer sportliches Jahr gestartet?

Im Ohr: Sneakpod #610 – Weihnachten zu Hause

Game of Thrones – Season 8

Zurzeit habe ich einen Lauf: Erst sehe ich nach acht Monaten endlich „Avengers: Endgame“ ohne davor einen Spoiler gelesen zu haben, dann schaffe ich es tatsächlich zu „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ ins Kino und nun habe ich auch noch „Game of Thrones – Season 8“ abgeschlossen. Ebenfalls ohne Spoiler. Es ist unfassbar. Drei popkulturelle Großereignisse, die mehr oder weniger befriedigend zu Ende gegangen sind. Gerade die achte Staffel von „Game of Thrones“ hat viel Schelte abbekommen. Umso mehr freue ich mich, dass ich das Finale durchaus mochte… ⚔🐉🔥 Spoiler sind zu erwarten.

Game of Thrones – Season 8 | © Warner Home Video

Game of Thrones – Season 8 | © Warner Home Video

Eine Staffel mit beeindruckenden Höhepunkten

Was war das für ein Hype! Selbst bei mir auf der Arbeit gab es ein Tippspiel mit der Frage, wer denn am Ende auf dem Iron Throne sitzen würde. Als ich 2011 mit der ersten Staffel Westeros bereiste, war die Serie außerhalb von Fantasy- und Buch-Fans noch kein sonderlich großes Ding. Ende 2011 hatte ich dann auch George R. R. Martins Vorlage gelesen und der Veröffentlichung von „A Dance of Dragons“ entgegen gefiebert. In der Zwischenzeit ist die HBO-Serie durch die Decke gegangen und hat sogar ihre literarische Vorlage überholt. Ein wahres Phänomen, das inzwischen ein extrem breites Publikum erreicht hat. Für mich hat die Serie ihre Qualität bisher halten können. Umso erstaunter war ich, dass über das Finale kaum ein gutes Wort zu lesen war. Wobei ich auch zugeben muss, mich dem Thema, aufgrund der Angst vor Spoilern, bisher nur sehr vorsichtig genähert zu haben.

Vor dem Start der letzten Staffel, hatte ich mir noch einmal das Finale der siebten Staffel angesehen, um besser in die Geschichte reinzukommen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war ich richtig heiß darauf, nach Westeros zurückzukehren. Und ja, die Begeisterung sollte anhalten: Die ersten beiden Episoden, noch in Standardlänge, haben wunderbar ruhig und mit vielen Charaktermomenten auf die große Schlacht hingeführt. Speziell die Atmosphäre direkt vor dem Kampf in „A Knight of the Seven Kingdoms“ mochte ich sehr. Dann bricht „The Long Night“ mit einer extremen Wucht auf uns Zuschauer und die Charaktere herein. Selten habe ich eine ausgewälzte Schlacht so gut inszeniert gesehen, ohne dass es langweilig wird. Auch das Ende fand ich befriedigend, denn schließlich wurde schon seit acht Staffeln darauf hingearbeitet. Das Gefühl der Bedrohung und Ausweglosigkeit war stets zu spüren. Zudem gibt es großartig gefilmte Drachenkämpfe. Fantasy-Herz, was willst du mehr? „The Last of the Starks“ stellt schließlich die Schachfiguren für das große Finale auf…

Ein konsequentes und interessantes Finale

Bevor es jedoch soweit ist, gibt es mit „The Bells“ wohl eine der anstrengendsten Episoden der ganzen Serie zu sehen. Alles fällt auseinander. Alle Hoffnungen und Pläne. Gespiegelt wird diese Erkenntnis, gerade bei Tyrion und Jon Snow, durch die tatsächliche Zerstörung, mit der Daenerys mit Drogon King’s Landing in Schutt und Asche legt. Das ist ziemlich bitter und geschieht vielleicht schneller als gedacht, doch wurde dieser Ausbruch an Gewalt bereits über die gesamte Staffel angekündigt. In „The Iron Throne“ liegt dann auch alles in Scherben: Nicht nur King’s Landing, sondern auch die Beziehungen der Charaktere untereinander.

Der Tod von Daenerys‘ kam für mich tatsächlich überraschend und ich hätte mir ein anderes Ende erwartet. Gewünscht sowieso, aber schließlich ist das „Game of Thrones“, so dass ein klassisches Happy End ohnehin undenkbar schien. Ich hätte erwartet, dass Daenerys am Ende tatsächlich auf dem Iron Throne sitzt und das Spiel um eben diesen einfach in die nächste Runde geht. Ein sehr offenes Ende also. Mit Bran the Broken als König von Westeros wirkt das Finale abgeschlossener und ein wenig positiver. Dennoch sitzt Jon Snow nicht als strahlender Held auf dem Thron und wirklich ein Erfolg ist der Tod von Daenerys auch nicht. Am Ende sehen wir die vier verbleibenden Starks in ihren neuen Rollen. Wer hätte das noch vor ein paar Staffeln gedacht? Kein perfektes Finale, doch irgendwie auch konsequent und interessant. Bestimmt hätte man sich mit so mancher Entwicklung mehr Zeit lassen können, doch mochte ich auch die Unausweichlichkeit, mit der die Geschichte in dieser Staffel vorangeschritten ist. Am Ende hat der zögerliche und harmoniebedürftige Jon Snow tatsächlich gehandelt.

Auch wenn ich das Gesehene noch ein wenig verarbeiten muss, so weiß ich jedoch bereits, dass ich auch die finale Staffel von „Game of Thrones“ sehr mochte. Ja, selbst das endgültige Finale:

  1. „Game of Thrones – Season 5“ (9.7 Punkte)
  2. „Game of Thrones – Season 6“ (9.7 Punkte)
  3. „Game of Thrones – Season 2“ (9.6 Punkte)
  4. „Game of Thrones – Season 7“ (9.6 Punkte)
  5. „Game of Thrones – Season 3“ (9.5 Punkte)
  6. „Game of Thrones – Season 4“ (9.5 Punkte)
  7. „Game of Thrones – Season 1“ (9.5 Punkte)
  8. „Game of Thrones – Season 8“ (9.2 Punkte)

Mein Fazit zu 8. Staffel von „Game of Thrones“

Für mich geht mit dieser finalen Staffel von „Game of Thrones“ eine zehnjährige Reise zu Ende. Zumindest so lange, bis George R. R. Martin endlich „The Winds of Winter“ fertig geschrieben hat. Acht Staffeln und fünf Bücher. Das ist eine lange Zeit, um in eine Welt einzutauchen. Auch wenn es nicht perfekt war und meinen Erwartungen im Detail entsprochen hat, so mochte ich das teils epische, teils ruhige Finale doch sehr. Für mich ein äußerst gelungener Abschluss dieser langen Reise: 9/10 (9.2) Punkte.

Prädikat: Lieblingsserie

Analyse und Interpretation meiner Blog-Statistik 2019

Auch wenn 2019 kein so einscheidendes Jahr für mein Blog war wie 2018, so möchte ich die Gelegenheit des Jahreswechsels nicht ungenutzt verstreichen lassen und auf die Blog-Statistik der letzten 12 Monate zurückblicken:

Entwicklung der Aufrufzahlen 2019

Nachdem es 2018 noch einen größeren Einbruch der Aufrufzahlen gab, blieben diese 2019 relativ stabil und bewegten sich stets im Bereich zwischen 1.900 und 2.300 Aufrufen pro Monat. Nur der Dezember war mit knapp 3.000 Aufrufen ein positiver Ausreißer. Insgesamt gab es ein paar Monate, die waren deutlich stärker als die des Vorjahres (z.B. August), aber auch ein paar, die schlechter abgeschnitten haben (z.B. Januar bis März, die 2018 noch richtig stark waren):

Entwicklung der Aufrufe und Besucher 2019 (monatlich)

Entwicklung der Aufrufe und Besucher 2019 (monatlich)

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Mein Sportjahr 2019: 2.044 km, 208 Einheiten und 181 Stunden

Der diesjährige Rückblick auf mein Sportjahr 2019 wird etwas anders aussehen als der Rückblick auf mein Laufjahr 2018. Schon alleine, weil ich viel mehr unterschiedliche Sportarten gemacht habe. Warum? Ich konnte fünf Monate lang nicht laufen.

Meine aktive Zeit im Ausdauersport (es fehlen noch ca. 61 Stunden Kraftsport)

Meine aktive Zeit im Ausdauersport (es fehlen noch ca. 61 Stunden Kraftsport)

5 Monate Verletzungspause

Regelmäßige Leser meines Blogs wissen, dass ich dieses Jahr mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte. Konkret hatte bzw. habe ich Probleme mit dem linken Sprunggelenk, was Spätfolgen eines Bänderrisses von vor über 15 Jahren sind. Nach einer Ärzte-Rallye lautete die Diagnose: Arthrose und kaputte Bänder. Nur eine OP könne hier helfen. Ganz wichtig. Aber garantieren, dass es danach wirklich besser sei, könne man auch nicht. Tja. Somit habe ich gut 5 Monate mit dem Laufen ausgesetzt und mir viele Gedanken gemacht. Ich hatte Physiotherapie, was mir und meinem Fuß gut getan hat, und letztendlich habe ich mich gegen die OP entschieden. 🦶

Inzwischen habe ich auch wieder mit dem Laufen angefangen. Der Schmerz ist zwar ein ständiger Begleiter, doch ich kann gut damit umgesehen, sprich ich habe den Umfang und die Frequenz reduziert und parallel damit begonnen, Krafttraining zu betreiben. Zudem habe ich das Radfahren für mich entdeckt und öfter Mal mal das Auto stehen lassen, wenn ich mich auf die knapp 60 km #AbenteuerArbeitsweg begeben habe. Eine tolle, neue Erfahrung! 🚴‍♀️

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Run, Fatboy, Run (650): Spezialausgabe

Noch bevor ich den sportlichen Jahresrückblick 2019 veröffentlicht habe, war ich schon wieder laufen. Der erste Lauf im neuen Jahr, obwohl ich gestern zumindest schon 7 km spazieren war. Im Sonnenschein. Heute dagegen war es frostig kalt und neblig. Teils habe ich nur 100 Meter weit sehen können. 🥶

Frostiger Nebel bei -3 °C

Frostiger Nebel bei -3 °C

Distance: 10.13 km
Duration: 00:59:41
Elevation: 76 m
Avg Pace: 5:53 min/km
Avg Speed: 10.2 km/h
Heart Rate: 163 bpm
Stride Frequency: 153 spm
Energy: 863 kcal

2020: 10 km
Januar: 10 km

Mit dem heutigen Tag habe ich wieder 25 Läufe vollgemacht. Seit dem 625. Lauf sind dieses Mal nur drei Monate vergangen, womit ich unter Anbetracht der Umstände wirklich zufrieden bin. Die komplette Statistik aller bisherigen Laufjahre seit 2008 findet ihr hier:

2008 2009 2010 2011 2012
Länge 130,60 143,53 382,31 426,62 291,15
Laufzeit 15:32:00 15:37:00 38:48:45 41:55:03 28:39:25
kCal 12.416 11.838 32.184 33.147 22.415
min/km 7:05 6:31 6:05 5:53 5:54
2013 2014 2015 2016 2017
Länge 388,03 319,01 243,70 670,52 649,79
Laufzeit 39:02:57 31:23:04 24:24:25 63:12:58 64:56:12
kCal 29.878 24.563 18.930 54.316 53.696
min/km 6:02 5:54 06:00 05:39 5:59
2018 2019 2020 Gesamt
Länge 1.132,30 451,9 10,13 5.239,59
Laufzeit 109:40:38 44:12:04 00:59:41 518:24:12
kCal 95.800 39.100 863 429.146
min/km 5:48 5:52 5:53 6:03

Ich werde nun gar nicht weiter auf mein Laufjahr 2019 eingehen, da ich dazu noch einen umfangreichen Artikel veröffentlichen werde. Vielleicht schon heute. Die Kalorienbilanz für 2020 sieht noch recht nüchtern aus: Gerade einmal eineinhalb Tafeln Schokolade bzw. dreieinhalb Bier habe ich bisher runtergelaufen. 🍫🍺

Im Ohr: FatBoysRun – Episode 183: Die letzte 2019

In einem Land vor unserer Zeit – OT: The Land Before Time (1988) (WS1)

Ich wünsche euch ein gesundes neues Jahr! Wie es sich für einen 1. Januar gehört, haben wir lange geschlafen und einen ausführlichen Neujahrspaziergang (über 7 km!) gemacht. Da die Geduld der Kinder dadurch ziemlich strapaziert wurde, haben wir ihnen einen Filmabend versprochen. Um „In einem Land vor unserer Zeit“ sind wir schon lange herumgeschlichen und haben irgendwann sogar schon einmal das Buch dazu vorgelesen. Heute haben sich alle Mitschauer getraut, sich dem Scharfzahn gegenüberzustellen… 🦖🦕

In einem Land vor unserer Zeit (1988) | © Universal Pictures Germany GmbH

In einem Land vor unserer Zeit (1988) | © Universal Pictures Germany GmbH

Ein nostalgisches Meisterwerk von Don Bluth

Wie bereits in meiner ersten Besprechung vor 11 Jahren(!) geschrieben (damals war ich noch nicht einmal Vater), verbinde ich mit „In einem Land vor unserer Zeit“ viele nostalgische Gefühle. Gar nicht so sehr, weil ich den Film als Kind so oft gesehen hätte, sondern weil ich die Hörspielkassette, welche die Tonspur des Films verwendet, unzählige Male gehört habe. Somit sind mir die Erzählstimme, die Musik sowie die Dialoge zwischen Littlefoot, Cera, Ducky, Petrie (und Spike) bestens vertraut. Speziell die emotionalen Szenen rund um den Tod der Mutter sind mir im Gedächtnis geblieben und diese waren es auch, die meine Kinder am meisten bewegt haben. Don Bluths Animationsfilm ist hier wirklich sehr emotional und teils auch ziemlich düster erzählt. Auch die Konfrontation mit Scharfzahn ist nicht ohne, jedoch ist selbst der Zwergofant inzwischen so abgehärtet, dass er diesen Szenen mit zumindest einem halb geöffnetem Auge folgen konnte.

Hatte ich mich damals beschwert, dass die Qualität der DVD mangelhaft sei, so bin ich mit der Blu-ray durchaus zufrieden. „In einem Land vor unserer Zeit“ wurde zwar nicht perfekt restauriert, und man kann die analoge Herkunft des Films spüren, was jedoch auch den Charme der Produktion ausmacht. Die Animationen sind extrem hochwertig und Don Bluth ist das Kunststück gelungen, die Geschichte auf 68 Minuten so zu verdichten, dass nur noch ihre Essenz übrig bleibt. Gerade in der heutigen Zeit, in der Filme unter 120 Minuten Laufzeit die Ausnahme sind, ist das sehr beeindruckend. Überhaupt ist die Geschichte von Don Bluth und seinem Animationsstudio sehr spannend. Wenn ihr euch näher dafür interessiert, schaut doch zum Beispiel einmal hier rein (nicht vom Click-Bait-Titel abschrecken lassen):

Mein Fazit zu „In einem Land vor unserer Zeit“

Nicht nur für den trägen 1. Januar war „In einem Land vor unserer Zeit“ die perfekte Wahl. Die Kinder konnten sich so richtig in die Geschichte fallen lassen und wir haben selbst den atmosphärischen Abspann bis zum Schluss durchlaufen lassen. Für mich einer der ganz großen Animationsfilme: 9/10 Punkte.

Mein Filmjahr 2019

Nach meinem Serienjahr, geht nun auch mein Filmjahr 2019 zu Ende. Der letzte Film, den ich gesehen habe, war übrigens „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ und damit einer der seltenen Kinobesuche. Insgesamt habe ich 79 Filme gesehen und damit einen ganzen Film mehr als im Vorjahr. Zwischen 60 und 80 Filme scheint tatsächlich das realistische Spektrum zu sein, wenn ich so auf die letzten Jahre zurückblicke. Nun aber viel Spaß mit meinem Jahresrückblick auf die bewegten Bilder… 🎬

Freigabe

Man merkt, dass ich 2019 mehr Filme mit den Kindern zusammen gesehen habe, denn neben FSK 12 (39%) haben FSK 0 (23%) und FSK 6 (21%) noch vor FSK 16 (15%) deutlich überwogen. Härtere Filme habe ich so gut wie überhaupt nicht gesehen (1%). Der Schnitt sinkt somit auf: ∅ = FSK 8 und 8 Monate (2018: 10 und 10 Monate)

Freigabe 2019

Freigabe 2019

Zum Vergleich: Freigabe 2018

Zum Vergleich: Freigabe 2018

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Run, Fatboy, Run (649)

Der letzte Lauf des Jahres stand unter keinem guten Stern. Frau bullion liegt leider flach, weshalb wir unsere kinderfreien Tage nicht so wirklich nutzen können. Es ist schon immer perfektes Timing. Auch mein Magen fühlt sich ein wenig seltsam an, doch nichts, was man nicht durch einen Lauf beheben könnte… 😬

Es war mit -4 °C wieder ordentlich frisch

Es war mit -4 °C wieder ordentlich frisch

Distance: 7.01 km
Duration: 00:40:21
Elevation: 43 m
Avg Pace: 5:44 min/km
Avg Speed: 10.4 km/h
Heart Rate: 165 bpm
Stride Frequency: 152 spm
Energy: 585 kcal

2019: 451 km
Dezember: 77 km

Nach dem ersten Kilometer habe ich mit Entsetzen festgestellt, dass ich meine Handschuhe vergessen hatte. Bei -4 °C nicht wirklich optimal. Dennoch habe ich es durchgezogen und somit die 450-km-Grenze überschritten. Das freut mich tatsächlich, da es vor ein paar Wochen noch nicht danach ausgesehen hat. Einen ausführlichen Rückblick auf mein Sportjahr 2019 kommt noch, in dem ich auch ein wenig mehr in die Details abtauchen werde. Ich habe ja jetzt Zeit… 🙄

Im Ohr: FatBoysRun – Episode 182: Preview auf die neuen Saucony Modelle

Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers – OT: Star Wars: The Rise of Skywalker (2019)

Aktualisierung: Ich habe „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ am 22. Oktober 2022 erneut gesehen und eine Besprechung der Wiederholungssichtung veröffentlicht.

Vermutlich war es schon kein gutes Zeichen, dass ich in Vorbereitung auf die gestrige Sichtung von „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ keinerlei Lust verspürt hatte, die beiden Vorgänger noch einmal zu sehen. Vor dem Kinobesuch waren wir noch essen und vielleicht war es auch ein schlechtes Zeichen, dass wir über eine Stunde auf unsere Pizza warten mussten. Als wir dann im dunklen Kinosaal saßen, war ich dennoch voller Vorfreude. Immerhin ist es „Star Wars“ im Kino. Allerdings dürfte das für mich wohl auch das letzte Mal (zumindest mit Vorfreude) gewesen sein…

Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers (2019) | © Walt Disney

Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers (2019) | © Walt Disney

Disney fehlt die Vision für „Star Wars“

Um zu verstehen, warum „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ eine ziemliche Enttäuschung war, müssen wir ein paar Filme zurückgehen: J. J. Abrams hat mit „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ einen soften Reboot gestartet, der von Nostalgie durchtränkt war und im Prinzip die Handlung von „Star Wars: Eine neue Hoffnung“ nacherzählt. Das war zwar nicht sonderlich innovativ, aber schien mir wie eine durchdachte Rückkehr zum Franchise, das seit jeher mit großen Erwartungen verknüpft ist. Mit „Star Wars: Die letzten Jedi“ hat Rian Johnson alles umgekrempelt, was Abrams zuvor aufgebaut hatte. Das mag innovativer wirken, zeugt letztendlich aber nur von fehlender Vision seitens Disney. Somit möchte ich keinem der beiden Regisseure die Schuld in die Schuhe schieben, denn jeder hat wohl sein „Star Wars“ umgesetzt. Nun also der dritte Teil, in dem J. J. Abrams versucht zu retten, was zu retten ist. Er rudert teils zurück, greift dennoch Elemente des Vorgängers auf und geht am Ende ganz auf Nummer sicher, in dem er ein Quasi-Remake von „Star Wars: Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ inszeniert. In Kombination wirkt das alles so konfus und harmlos, dass es einfach nur noch traurig ist.

In den letzten Tagen habe ich im Zuge meiner Sichtungen von „Avengers: Infinity War“ und „Avengers: Endgame“ viel über Disney diskutiert. Man kann über die Flut von Superheldenfilmen denken, was man will, jedoch ist unbestreitbar, wie erfolgreich und konsistent Disney und Marvel dieses Franchise in den letzten 10 Jahren aufgebaut haben. Mit Kevin Feige ist hier jemand im Hintergrund, der die Fäden in der Hand hält und der eine Vision hat. Bei „Star Wars“ scheint Disney bzw. Kathleen Kennedy die nötige Vision zu fehlen. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass solch eine völlig inkonsistent erzählte Trilogie wie diese hier dabei herauskommt. Dabei ist weder Abrams‘ noch Johnsons Ansatz richtig oder falsch, nur in Kombination mag der Spagat einfach nicht zünden. Die erste halbe Stunde von „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ ist eine einzige Hatz von Ort zu Ort, in der Abrams versucht Elemente des Vorgängers umzuinterpretieren. Das Pacing ist schrecklich und selbst als es danach ruhiger wird, wissen nur einzelne Versatzstücke zu überzeugen.

Eine harmlose Enttäuschung auf ganzer Linie

Dabei hat „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ durchaus einiges auf der Habenseite: Die Figuren sind endlich wieder zusammen unterwegs und interagieren miteinander. Die Schauwerte sind bombastisch und die Schauplätze spannend. Auch wenn die Ruine des Todessterns wieder pure Nostalgie ist, so bietet sie doch ein gelungenes Setting. Warum dennoch kein „Star Wars“-Gefühl bei mir aufkam? Vielleicht weil gerade im letzten Drittel alles so vorhersehbar war. Da ist wieder der Imperator, da gibt es wieder eine sich im Aufbau befindliche Bedrohung, die in der Lage ist Planeten zu zerstören, da werden wieder Lichtblitze geschossen. Puh. Im Grunde kombiniert „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ all die negativen Aspekte seiner beiden Vorgänger und versucht einen Film daraus zu machen, der bei allen ankommt. Das ist durchaus unterhaltsam und nett anzusehen, aber eben auch komplett uninteressant und harmlos. Damit ist „Star Wars“ endgültig in der Mittelmäßigkeit angekommen.

Fazit

Das war es nun also, das große Finale der Skywalker-Saga. Ziemlich enttäuschend, oder? Wie oben beschrieben zeigt sich in den drei Filmen die fehlende Vision Disneys für dieses mächtige Franchise. Da wird zu viel gewollt und zu wenig erreicht. Ich wurde größtenteils unterhalten, aber von der Magie, die „Star Wars“ früher ausgemacht hat, ist nichts mehr zu spüren. Schade drum: 5/10 Punkte.

Media Monday #444

Ist es nicht verrückt, wie schnell die Weihnachtswoche immer wieder vergeht? Gerade noch Weihnachten gefeiert, ein paar Filme gesehen (mein Tipp: „October Sky“) und schon steht Silvester vor der Tür. Glücklicherweise habe ich noch eine Woche Urlaub, was auch dringend nötig ist. Nicht nur ist sie extrem vollgestopft, auch Erholung ist weiterhin bitter nötig. Doch nun erst einmal zu den Fragen des Medienjournals. In diesem Sinne wünsche ich euch schon einmal einen guten Start ins Jahr 2020! 🎆

Media Monday #444

  1. Nun, da wieder ein Jahr zu Ende geht, werde ich wieder einige Jahresrückblicke schreiben. Der Rückblick auf mein Serienjahr 2019 ist schon veröffentlicht.
  2. Besonders gern werde ich dabei zurückblicken auf meinen Sommerurlaub in den Niederlanden.
  3. Und wenn ich allein nur an mein persönliches Highlight aus 2019 denke dann gehört „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ ganz bestimmt nicht dazu.
  4. Für das kommende Jahr(zehnt) würde ich mir derweil wünschen, dass die Menschen (ich inklusive) zufriedener, entspannter und nachhaltiger mit sich, ihren Mitmenschen und unserem Planeten umgehen.
  5. Und wie cool wäre es bitte, wenn 2020 ein für alle Menschen besseres Jahr wäre als 2019?
  6. Aber ganz unabhängig von alldem nehme ich mir mal vor mein Gitarrenspiel (jetzt auch dank neuer Gitarre) soweit zu verbessern, dass ich mich traue, einmal etwas davon zum Besten zu geben.
  7. Zuletzt habe ich mit „Ant-Man and the Wasp“, „Captain Marvel“ und „Avengers: Endgame“ drei MCU-Filme nachgeholt und das war gute bis fantastische Unterhaltung, weil Disney die Formel inzwischen perfektioniert hat (was ihnen mit „Star Wars“ leider nicht gelungen ist).

Passend zu meiner Sichtung der 8. Staffel lasse ich mir den zugehörigen Whisky schmecken (mehr Einblicke dieser Art finden sich auf meinem Instagram-Account):