Avengers: Infinity War (2018) (WS1)

Was für ein Tag! So langsam bin ich komplett im Urlaubsmodus angekommen. Ich habe beinahe den ganzen Tag auf meiner neuen Gitarre gespielt, dazwischen viel zu viel gegessen und ein wenig Sport getrieben. Bevor es nun auf das große Finale zugeht, habe ich abends noch einmal „Avengers: Infinity War“ in den Player geschoben, was eine gute Auffrischung der Ereignisse war. Nun freue ich mich schon sehr auf die Auflösung der Geschichte…

Avengers: Infinity War (2018) | © Walt Disney

Avengers: Infinity War (2018) | © Walt Disney

Erneut ein bombastisches Vergnügen! 🦸‍♂️🦸‍♀️

Auch wenn meine erste Sichtung von „Avengers: Infinity War“ erst knapp ein Jahr zurückliegt, so hatte ich doch einiges schon wieder vergessen. Das mag einerseits an dem Overkill an Marvel-Filmen liegen, andererseits ist dieser erste Teil des großen Finales aber auch unfassbar vollgepackt mit Schauplätzen, Figuren und Action-Szenen. Daneben vollbringen die Russo-Brüder das Kunststück, dass kein Charakter zu kurz kommt und Thanos als Bösewicht wirklich zu glänzen weiß. Die zweieinhalb Stunden vergehen wie im Flug und ich habe mich an den bombastischen Bildern kaum satt sehen können. Für mich definitiv einer der stärksten Beiträge im Marvel Cinematic Universe (MCU).

Über meine letzten drei Sichtungen von MCU-Filmen, nämlich „Ant-Man and the Wasp“, „Captain Marvel“ und diesen hier, habe ich mir noch einmal Gedanken darüber gemacht, warum gerade dieses Franchise so gut funktioniert. Speziell wenn man sich die schwierige Geschichte der Superheldenfilme anschaut (hier übrigens mit der „Superhero Unit“ ein Podcast-Tipp). Es war eine langsame Entwicklung, die sich nicht von heute auf morgen ausgezahlt hat. Disney hat mit Kevin Feige vermutlich einfach den richtigen Mann am Start, der hier die Fäden in der Hand hält. Davon abgesehen sind die Filme extrem gut umgesetzt, auch wenn die Handlung mit den Schauwerten meist nicht mithalten kann. Ich möchte an dieser Stelle auch gar keine große Diskussion aufmachen, doch bin ich für mich zu dem Schluss gekommen, dass das MCU in vielerlei Hinsicht wirklich bedeutsam für unsere heutige Filmlandschaft ist – und zwar sowohl was negative als auch was positive Aspekte angeht.

Fazit

„Avengers: Infinity War“ ist ein Monster von einem Film, der in seinen besten Momenten leichtfüßig und doch extrem dramatisch wirkt. Dieses Mal hat mich auch das Ende mehr mitgenommen und ich bin emotional voll dabei, wenn es endlich ins große Endgame geht. Dazu hoffentlich schon morgen mehr: 8/10 Punkte.

17 Gedanken zu “Avengers: Infinity War (2018) (WS1)

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  2. Ja, das Superheldenkino ist bedeutsam für die aktuelle Zeit. Leider überwiegen für mich die negativen Aspekte. Alles muss zum Franchise werden, emotionale Szenen werden mittlerweile auch abseits des MCU mit Humor durchtränkt und jegliche Innovation und auch der Wille dazu geht flöten, wenn die immer gleiche Formel Milliarden Dollar Umsätze macht. Natürlich ist es beeindruckend ein Universum und eine Geschichte über 23 Filme aufzubauen. Der Preis ist aber mMn nach zu hoch
    Außerdem gehört Marvel zu Disney und diesem Konzert mit seinen Machtansprüchen und der Misachtung der Film- und Kinokultur wünsche ich möglichst viel Pest an den Hals.
    Diese Aspekte kann ich einfach nicht beim gucken vergessen und mich einfach unterhalten lassen. Aber dazu hab ich auch mittlerweile genug geschrieben und Artikel verfasst 😀

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    • Ich verstehe die von dir genannten Aspekte durchaus und sehe vieles davon auch kritisch. Doch wie solch ein ehemaliges Nischenthema in den Mainstream gewuchtet wurde, ist einfach beeindruckend. Von den technischen Innovationen (CGI-Verjüngung usw.) einmal ganz abgesehen. Was zurzeit bei „Star Wars“ nicht so recht funktionieren mag, hat Disney mit dem MCU perfektioniert. Film war schon immer Geschäft (mal abgesehen vom Arthouse-Kino) und auch aus dieser Perspektive ist die Entwicklung natürlich spannend.

      Auch andere Studios haben ja versucht Filmuniversen aufzubauen und sind dabei eher gescheitert. Insofern bin ich mir sicher, dass die Vision und Person dahinter eine wichtige Rolle spielt. Wie man es auch dreht und wendet: Wenn wir in 30 Jahren auf die 2010er Kinojahre zurückblicken, wird das MCU immer noch ein Begriff sein. Was sich letztendlich daraus ergeben wird? Das bleibt spannend!

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      • Na hoffentlich ergibt sich daraus irgendwann die Privatinsolvenz der Disney-Erben 😀 😀
        Natürlich sind auch andere Studios auf Geld aus, aber weil es bei denen nicht so richtig gut läuft, müssen sie in Innovation investieren. Auf der Technik Seite ist z.B. die Verjüngerung der Schauspieler bei „The Irishman“ (Netflix) deutlich beeindruckender oder das CGI bei „Blade Runner 2049“ (Warner) oder die Action bei „Dunkirk“ (auch Warner).
        Es gab mal in Hollywood die Regal „One Film for them, one film for me“. Also einen Film für die Kasse und einen Film für die Kunst. Disney geht es rein nur noch ums Geld. Sie setzten Kinos unter massiven Druck und kaufen den Markt auf. Andere Firmen sind vielleicht keine Engel, aber immernoch besser (vielleicht auch weil ihnen keine Wahl bleibt)
        Außerdem halte ich es mit Stanley Kubrick: „Wenn du nicht in deinen Stoff verliebt bist, lass es – mittelmäßige Filme gibt es ohnehin genug“ Ich persönlich habe keine Lust auf 23 gleiche, mittelmäßge Filme ohne jeden Anspruch. Da liegt soviel Potenzial rum und es wird nicht genutzt.

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      • Ich mag diesen Disney-Hass nicht so ganz verstehen. Bei den Studios steht immer Geld im Mittelpunkt. Denkst du, das ist bei Netflix anders, nur weil sie einen Film wie „The Irishman“ ins Programm nehmen? Die kaufen einfach alles auf, was nicht niet- und nagelfest ist und packen alles exklusiv in ihre Plattform. Dadurch ist automatisch mehr Diversität in ihrer Filmauswahl, aber eben auch mehr Schrott. Das wird nicht besser werden, wenn Disney+ nun komplett durchstartet. Das Geschäft wird sich weiter verändern und mehr Monopole bilden, was auch ich sehr kritisch sehe.

        Auch Disney wird weiterhin kleine Filme erlauben, die dann eben für die Festivals sind und nun unter dem Fox Spotlight o.ä. Sub-Labels laufen. Aber wie bedeutsam werden diese letztendlich noch sein?

        Da ist der Franchise-Aufbau um „Jurassic World“ usw. nicht weniger verwerflich, nur dass eben alle anderen Studios die Formel nicht so gut hinbekommen.

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      • Naja, nur weil die Firma „Coca Cola“ Dreck am stecken hat, kauf ich nicht gleich was von Nestle. Es gibt Konzerne die Scheiße bauen und Konzerne die es halt mehr als übertreiben. Disney ist so einer.
        „The Irishman“ wollte Paramount nicht weiter finanzieren, da ist Netflix eingesprungen und hat nochmal 150 Mil dazu gegeben. Meinst du die machen das wegen den paar Cineasten die sich jetzte einen Account gemacht haben? Es gibt um Prestige, Anerkennung und Image. Darüber kommt dann das Geld wieder rein. Diese Firmen investieren wenigstens in mehr als nur Franchise und Gelddruckmaschinen.
        „Dadurch ist automatisch mehr Diversität in ihrer Filmauswahl, aber eben auch mehr Schrott“ – Lieber 10 schrott Filme die Geld machen und dafür ein Meisterwerk produzieren, als immer wieder nur Mittelmaß und das Gleiche serviert zu bekommen.

        Mal gucken was Disney mit Fox macht. Ihre erste Amtshandlung war Leute zu entlassen und unrentable Projekte zu stoppen. Und natürlich können auch kleinere oder künstlerische Filme so bedeutend wie das MCU sein. Man misst Erfolg ja nicht nur am Geld.

        Da geb ich dir Recht. Ein Franchise-Aufbau hat noch nie jemand so gut hinbekommen wie Disney und Marvel. Die Auswirkungen sind aber mMn nach eher negativ. So haben bekommen wir immer mehr Fortsetzungen, Remakes, Reboots und Co. Immer weniger originelles Material mit Mut und Kreativität.

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      • Naja, wenn man den Vergleich mit Coca Cola und Nestle weiter treibt, dann sind die kleinen Lebensmittelhersteller, bei denen man guten Gewissens kaufen darf, einzig und alleine die Indie-Labels. Das hält man als Konsument nur schwer durch – sei es nun bei Lebensmitteln oder bei Filmen… 😉

        Wenn ich an mutige Filme denke, die sowohl Arthouse als auch Masse bedienen, dann fällt natürlich Miramax und The Weinstein Company ein. Ob das dann bessere Geschäftspraktiken waren als Disney an den Tag legt? Kann man bestimmt auch drüber streiten. Ich sage nicht, dass alles, was Disney macht, richtig ist. Aber ich finde dieses Bashing in nur eine Richtung auch falsch, zumal auch im MCU ein paar richtig großartige Filme entstanden sind.

        Für mehr Kreativität und Mut bin ich auch. Und ja, das werden wir bei Disney/Marvel nicht finden. Kann man ihnen aber auch nicht vorwerfen, wenn wenn man solch ein Geschäftsmodell aufgebaut hat, dann wäre es auch töricht es aufzugeben. Das bedeutet natürlich nicht, dass sie an anderer nicht auch in kleinere Produktionen investieren können.

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      • Ne, mein Beispiel war schon richtig 😀 Ich guck ja auch Disney Filme und ich hab bestimmt auch schonmal was von Nestle gekauft. Trotzdem versuche ich aktiv darauf zu verzichten etwas von einer Firma konsumieren, die es einfach übertreibt. Heißt natürlich nicht, dass man nur noch Indie gucken muss. Aber vielleicht mehr und Disney bei jeder Gelegenheit kritisieren und vielleicht mal aktiv zu verzichten.

        Deine genannten Firmen hatten einen Idioten als Chef, aber ja, sie haben deutlich bessere Geschäftspraktiken geführt. Sie haben Indepentfilme z.B. von Tarantino extrem gefördert und kleinere Filme für die Oscars gepuscht. Sie haben auch nicht (genauso wie Warner, Paramount und Co.) die Zahlungen und Bedinungen ihrer Filme bei den Kinos drastisch erhöht. Diese Geschäftspraktiken würde ich schon fast Erpressung nennen. Sowas macht nur Disney weil sie die Macht haben. Da kann man schonmal bashen, wenn es einfach zu viel wird.

        Natürlich kann man der Firma mit dem meisten Geld so etwas vorwerfen. Sie hätten genug Ressourcen um ihr MCU weiter fortzuführen und gleichzeitig den Arthousemarkt ordentlich zu stärken. Sie investieren extrem weniger in kleinere Produktion als zu früheren Zeiten. Da gibt es überhaupt kein Risiko mal 10 Mil in einen kleinen Film von talentieren Leuten zu stecken. Aber sie wollen einfach nicht. Der größte Filmkonzert kämpft aktiv gegen die Diversität und gegen die Kunst. Damit sind sie ziemlich alleine und leider sehr erfolgreich. Daher kommt das Disney-Bashing und es ist mehr als berechtigt

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      • Ich bin ganz bei dir, sich für das einzusetzen, was einem wichtig ist. Der eine verzichtet auf Disney-Filme, der nächste bestellt nicht mehr bei Amazon, andere wiederum lassen ihr Auto stehen und radeln 30 km in die Arbeit oder fangen an sich vegetarisch zu ernähren. Das sind alles lohnenswerte Kämpfe, solange man dabei nicht völlig unreflektiert herangeht. 👍🙂

        Macht korrumpiert doch irgendwie immer: Sei es nun im „Kleinen“ wie bei Harvey Weinstein oder im Großen, aber in der Geschäftswelt irgendwie akzeptieren Stil, wie bei Disney. Das ist alles nicht gut oder akzeptabel.

        Aber auch hier wieder: Ich mag dieses reine Schwarz-Weiß-Denken nicht. Nehmen wir mal nur Taika Waititi. Er war mit „Thor: Ragnarok“ super erfolgreich im MCU und macht nebenbei dennoch großartige Filme, wie „Hunt for the Wilderpeople“ oder ganz frisch „Jojo Rabbit“. Der finanzielle Erfolg macht es ihm bestimmt leichter. Völlig egal, ob Disney das nun direkt fördert oder nicht. Auch mag ich es mir noch nicht anmaßen vorherzusehen, wie Disney mit Fox und Fox Searchlight umgehen wird, wenn sich der Staub erst einmal gelegt hat. Spätestens wenn „Avatar 2“ (und 3 und 4) floppt, wird hier vielleicht auch ein Umdenken stattfinden (müssen).

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      • An für sich sind unsere Meinungen ja nicht weit auseinander 🙂
        Trotzdem bleib ich dabei: Auf nur eine Seite drauf zu hauen ist oftmals falsch, hier aber durch die Praktiken von Disney gerechtfertigt, weil sie die einzigen im großen Filmbereich sind, die so handeln. Sie sind die Oberschurken unter den Kleinkriminellen 😀
        Avatar wird nicht floppen, da bin ich mir relativ sicher.

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      • Was „Avatar“ angeht, so bin ich mir nicht sicher. Es ist sehr viel, meiner Meinung nach zu viel, Zeit seit dem Film vergangen. Kann mir vorstellen, dass das Interesse generell abgenommen hat. Aber ich traue Cameron zu, dass er wieder innovativ war (zumindest was die Technik angeht). Insofern lasse ich mich gerne überraschen. Und Disney hat ja genug Marketing-Dollars, die sie dagegenwerfen können… 😉

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