Fünf Freunde 4 (2015)

Wir befinden uns mitten im langen Wochenende. Da das Wetter ziemlich famos war, hat sich dieses nicht auf meinen Filmkonsum ausgewirkt, sprich ich habe die letzten Abende auf der Terrasse verbracht. Heute wurde es jedoch merklich kühler, weshalb die Kinder einen Filmabend und damit „Fünf Freunde 4“ eingefordert hatten. Wie uns der letzte Teil mit der ursprünglichen Besetzung gefallen hat, lest ihr hier… 🐫

Fünf Freunde 4 (2015) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Fünf Freunde 4 (2015) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Beinahe schon „Indiana Jones“ für Kinder

Hat bereits „Fünf Freunde 3“ mit einem exotischen Schauplatz und mehr Dramatik aufgetrumpft, wirkt der vierte Teil der Reihe noch einmal deutlich erwachsener. Es gibt kein dusseliges Gangster-Pärchen mehr als Gegenspieler, sondern knallhart agierende Bösewichte. Das Leben der Kinder steht mehr als nur einmal auf dem Spiel, was in wirklich dramatischen Szenen gipfelt. Der Zwergofant war sichtlich mitgenommen. Nein, mit den beschaulichen Abenteuern von „Fünf Freunde“ oder „Fünf Freunde 2“ hat dieser Teil nur noch wenig gemeinsam.

Diese Änderung mag zunächst ein wenig befremdlich wirken, aber es ist irgendwie auch ein logischer Schritt. Die Kinder sind inzwischen Teenager und ein weiteres, etwas naives Abenteuer hätte vermutlich nicht mehr gepasst. Mit Verfolgungsjagden über Dächer und dramatischer Grabräuberei sowie tödlichen Fallen erinnert „Fünf Freunde 4“ oft eher an „Indiana Jones“ als an einen Fall einer Kinderkrimi-Reihe.

Fazit

Auch wenn ich die ersten drei Teile wohl etwas lieber mochte, so hat mir der fulminante Abschluss der Reihe doch gut gefallen. Den Kindern ging es ähnlich und ich bin jetzt schon gespannt, ob wir uns mit den neuen Schauspielern des fünften Teils anfreunden können werden: 7/10 Punkte.

Fünf Freunde 3 (2014)

Schon die ganze Woche freuen sich unsere Kinder auf den wöchentlichen Filmabend. Natürlich haben wir ihnen ihren Wunsch erfüllt und „Fünf Freunde 3“ eingeschaltet. Der Abenteuerfilm wurde sehnlichst erwartet und auch mir stand nach einer anstrengenden Woche der Sinn nach eskapistischer Unterhaltung. Mit seinem Urlaubssetting war der Film dafür auch bestens geeignet… 🌊🌴

Fünf Freunde 3 (2014) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Fünf Freunde 3 (2014) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Das Abenteuer wird noch abenteuerlicher

Hat bereits „Fünf Freunde 2“ die Schauplätze im Vergleich zum ersten Teil deutlich erweitert, geht es im dritten Abenteuer nach Thailand auf eine exotische Insel. Inklusive Sandstrand, einem Schiffswrack im türkisblauen Meer und einer mysteriösen Höhle. Mit dem etwas betulichen Abenteuer an der Nordsee hat der jüngste Fall der Fünf Freunde nicht mehr viel gemein. Zwar ist die Kulisse wirklich sehenswert, doch wäre meiner Meinung nach gar nicht so viel Exotik nötig gewesen. Dennoch hatte auch ich wieder viel Spaß mit dem Film. Für den Zwergofant war der Tauchgang ins Wrack samt Hai-Angriff dann doch etwas zu spannend:

„Ich bin nicht so der Wrack-Mensch.“
– Der Zwergofant

Insgesamt bietet auch „Fünf Freunde 3“ eine nette Geschichte mit einem etwas doofen Verbrecherduo, einer neu gewonnenen Freundin und wahrlich abenteuerlichen Schauplätzen. Die Kids hatten sehr viel Spaß mit dem Film (trotz Wrack).

Fazit

Auch der dritte Teil der Reihe bietet die bereits bekannte Kinderunterhaltung, die in diesem Fall noch größer und exotischer erzählt wird als bisher. Das lässt ein wenig Charme vermissen, ist aber für das jüngere (und auch das ältere) Publikum dennoch einen Blick wert: 7/10 Punkte.

Fünf Freunde 2 (2013)

Nachdem wir den Freitagabend mit Kartenspiel und gemütlichem Tischfeuer auf der Terrasse verbracht hatten, ist der wöchentliche Filmabend ausgefallen. Ausgefallen? Nein, nur verschoben. Auch wenn wir heute sehr  spät auf das Sofa gekommen sind, so hatten wir den Kindern doch die Sichtung von „Fünf Freunde 2“ versprochen. Das Abenteuer hat bis weit nach 22 Uhr gedauert, doch von Müdigkeit war (zumindest während des Films) nichts zu spüren… 🏰🐶

Fünf Freunde 2 (2013) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Fünf Freunde 2 (2013) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Eine wirklich gelungene Fortsetzung

Über „Fünf Freunde 2“ kann ich eigentlich genau das gleiche sagen, wie über den ersten Teil der Reihe: Der Film bietet ein wunderbar kindgerechtes Abenteuer, das mit viel Humor und spannenden Schauplätzen aufgewertet wird. Die Dynamik zwischen den jungen Schauspielern ist zudem wirklich gelungen, so dass der Spaß selbst bei uns erwachsenen Zuschauern nicht zu kurz kam. Mit Oliver Korittke und Peter Lohmeyer dürfen auch wieder zwei bekannte deutsche Darsteller die Bösewichte mimen. Für alle Beteiligten offensichtlich ein großes Vergnügen.

Ich persönlich fand das Setting auf der Burg sowie das an „Indiana Jones“ erinnernde Finale samt entsprechenden Fallen sehr gelungen. Ansonsten wirkt alles noch einmal größer und schneller als noch im eher betulichen ersten Teil. Das macht aber auch nichts, denn somit liefert „Fünf Freunde 2“ so ziemlich genau das, was man von einer Fortsetzung erwarten würde.

Fazit

Die Kinder waren begeistert und auch ich hatte sehr viel Spaß mit „Fünf Freunde 2“. Eine absolut gelungene Filmreihe, die Kinder wunderbar an das Abenteuer- und Krimi-Genre heranführt. Der dritte Teil wird bei unseren Filmabenden nicht lange auf sich warten lassen: 7/10 Punkte.

Fünf Freunde (2012)

Hatte diese Arbeitswoche wirklich nur vier Tage? Mir kam sie mindestens doppelt so lang vor. Die Emotionen sind teils hoch gekocht und ich bin einfach nur noch durch. Somit habe ich mich auch auf den Filmabend mit der Familie gefreut, für den wir kurzentschlossen „Fünf Freunde“ auf Prime Video ausgewählt haben. Der Zwergofant war zunächst nicht begeistert, doch letztendlich hatten wir alle viel Spaß… 🚲🐶

Fünf Freunde (2012) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Fünf Freunde (2012) | © Constantin Film (Universal Pictures)

Ein wunderbar kindgerechtes Abenteuer

Meine Kinder lieben es, „Die drei ??? (Kids)“ auf CD oder via Streaming zu hören. Ich dagegen habe als Kind nur „TKKG“ (eher selten) oder „Fünf Freunde“ (sehr häufig) gehört. Natürlich nicht auf CD, sondern MC (auch bekannt als Kassette). Noch heute befinden sich davon etliche im Keller, leider ohne passendes Abspielgerät. Ich habe die Abenteuer-Geschichten von Enid Blyton geliebt und auch ihre Bücher, wie z.B. „Das Tal der Abenteuer“, verschlungen. TV-Adaptionen ihrer Werke habe ich als Kind jedoch nie gesehen. Somit war ich gespannt auf die moderne Verfilmung, gerade auch weil es eine deutsche Produktion ist. Tatsächlich funktioniert die Verlagerung an die norddeutsche Küste recht gut. Nur seltsam, dass alle Figuren dennoch englische Namen haben.

„Fünf Freunde“ ist ein absolut kindgerechtes Abenteuer, das auch erfrischend wenig amerikanisiert wurde. Erinnerungen an „Die Goonies“ oder „Stand by Me“ werden also eher nicht wach. Doch das macht nichts, denn das Gefühl der Hörspiele wird gekonnt eingefangen. Die Spannung ist genau auf einem solchen Level, dass die Kinder sich in das Sofa gekrallt und beim erlösenden Lacher sichtlich aufgeatmet haben. Eben ein wahrhaftiger Kinderfilm. Und das muss ja nichts Schlechtes sein.

Fazit

Nachdem ich zu Beginn durchaus ein wenig skeptisch war, habe ich Gefallen an „Fünf Freunde“ gefunden. Auch der Zwergofant und das Zappelinchen waren begeistert und somit dürften die nächsten Filmabende mit der ganzen Familie bereits verplant sein: 7/10 Punkte.

Arlo & Spot – OT: The Good Dinosaur (2015)

Home-Office-Woche #6 geht zu Ende. Wirklich erst die sechste Woche? Oder schon? Auf jeden Fall war sie höllisch anstrengend. Auch für die Kinder. Ein Filmabend war somit mehr als angesagt. Heute habe ich wieder einmal den Kids die Wahl überlassen und da sie sich nicht entscheiden konnten, haben wir letztendlich zwischen den beiden Favoriten gelost. Mit dem Gewinner „Arlo & Spot“ (und dem zugehörigen Kurzfilm „Sanjay’s Super Team“) waren dann glücklicherweise auch alle zufrieden… 🦕🦖

Arlo & Spot (2015) | © Walt Disney

Arlo & Spot (2015) | © Walt Disney

Ein höchst emotionales Pixar-Abenteuer

Leider ist „Arlo & Spot“ ziemlich untergegangen. Auch die Kritiken sind, für Pixar-Verhältnisse, recht durchwachsen. Selbst die Produktionsgeschichte des Films ist ziemlich holprig. Und das Ergebnis? Ich kann für meine ganze Familie sprechen, wenn ich sage, dass wir mehrfach gestaunt, gelacht und vor allem geweint haben. Also zumindest der Zwergofant und ich. „Arlo & Spot“ erzählt eine ziemlich geradlinige und scheinbar nur wenig innovative Geschichte. Dabei sieht der Film atemberaubend gut aus, die Charaktere sind wunderbar animiert und die emotionale Wirkung ist einfach auf den Punkt. Subjektiv betrachtet konnte mich der Film voll und ganz packen und ich war in jedem Moment mittendrin.

Wenn ich objektiv auf „Arlo & Spot“ blicke, dann kommen mir etliche Szenen aus anderen Filmen bekannt vor. Typische Motive sind eindeutig Filmen wie „Der König der Löwen“ oder „In einem Land vor unserer Zeit“ entliehen und selbst die famose Inszenierung erinnert an ihre Vorbilder. Dafür gelingt es dem Film an anderen Stellen zu überraschen, wie wenn sich Arlo, zum Beispiel, mit einer Tyrannosaurus-Familie anfreundet. Und habe ich schon erwähnt wie unfassbar gut „Arlo & Spot“ aussieht? Einfach traumhaft schön. Bilder zum darin Versinken, gerade in 3D.

„Papa, das ist der traurigste Film, den ich je gesehen habe.“
– Der Zwergofant

Fazit

Nach all den durchwachsenen Kritiken war ich von „Arlo & Spot“ doch äußerst positiv überrascht. Er bietet nicht nur viel Spaß und ist ein großes Abenteuer, nein, er weiß auch emotional mitzureißen. Ein wahrlich gelungener Filmabend für die gesamte Familie: 8/10 Punkte.

Playmobil: Der Film – OT: Playmobil: The Movie (2019)

Endlich Wochenende nach der fünften Home-Office-Woche. Ist es die fünfte? Irgendwie verschwimmt alles. Außer Frage war nur, dass auch heute wieder ein Filmabend auf dem Programm stehen muss. Da wir vor ein paar Tagen entdeckt haben, dass „Playmobil: Der Film“ bei Prime Video angelaufen ist, stand die Wahl auch schnell fest. Der Zwergofant war heiß darauf und ich zumindest neugierig, da der Firmensitz von Playmobil samt zugehörigem Funpark quasi bei uns ums Eck ist… ☠⚔

Playmobil: Der Film (2019) | © Concorde Video

Playmobil: Der Film (2019) | © Concorde Video

Leider kein Vergleich zur dänischen Konkurrenz

Ja, ich habe zuvor schon ein paar Kritiken überflogen und ja, ich wollte es nicht wahrhaben, dass „Playmobil: Der Film“ eine ziemlich uninspirierte Angelegenheit ist. Die Prämisse, dass zwei Geschwister in der Playmobil-Welt landen und sich in dieser wiederfinden müssen, fand ich noch recht nett. Zwar nicht so innovativ wie die doppelte Ebene von „The LEGO Movie“, aber immerhin nett. Schon die erste Musical-Nummer hat mich aber aus dem Film geworfen. Dabei mag ich Musicals. Wo es denn passt. Dann sterben gleich im Anschluss daran die Eltern der Geschwister. Was für ein Bruch. Man würde nun einen erwachseneren Film erwarten, doch die restliche Handlung ist eher auf Kleinkindniveau. Samt Gags, Figuren und Action.

Immerhin sieht der Film recht gut aus. Die Figuren haben einen wunderbaren Plastik-Look und die Welt ist kunterbunt. Leider wirken viele Gegenstände und Gebäude nicht wie Playmobil, was viel von der Illusion nimmt. Auch hier war die dänische Konkurrenz viel durchdachter und das sowohl in den beiden Hauptfilmen als auch den Spin-offs „The LEGO Batman Movie“ und „The LEGO Ninjago Movie“. Sehr, sehr schade.

Sympathisch fand ich dagegen, dass sich Playmobil auf die klassischen Spielewelten konzentriert und keine bekannten Franchises einbindet. So habe ich einige Figuren aus der eigenen Sammlung, wie z.B. Robotitron, wiedererkannt. Man war sichtlich bemüht keine Kopie der erfolgreichen LEGO-Filme zu kreieren, ist dabei aber leider den bequemsten Weg gegangen und erzählt einfach die naheliegendsten Geschichten. Und diese sind leider nicht sonderlich spannend. Habe ich schon erwähnt, dass mich die Songs extrem genervt haben? Ach, es ist einfach jammerschade. Mit einem besseren Drehbuch hätte man durchaus einen brauchbaren Film aus der Idee machen können.

Fazit

Ich hätte es der Marke Playmobil wirklich gewünscht, einen guten Film abzuliefern. Auch wenn LEGO einfach größer und populärer ist, so hege ich für Plastikfiguren aus der Nachbarschaft doch immer noch große Sympathien. Leider jedoch ist die filmische Adaption dieser Welt einfach nicht sonderlich gelungen. Schade drum: 4/10 Punkte.

Die kleine Hexe (2018)

Nach einen wirklich schönen und harmonischen Tag, an dem ich eine lange Runde laufen war und sonst nur gefaulenzt habe, stand abends abermals ein Filmabend auf dem Programm. Die Verfilmung von „Die kleine Hexe“ wollten wir schon lange sehen und heute schien uns dafür ein guter Zeitpunkt zu sein… 🧙‍♀️🧹

Die kleine Hexe (2018) | © STUDIOCANAL

Die kleine Hexe (2018) | © STUDIOCANAL

Was ist nur aus der Wetterhexe geworden?

An Otfried Preußlers Buch kann ich mich noch sehr gut erinnern: Als Kind wurde es mir mehrfach vorgelesen, einmal habe ich es mindestens selbst gelesen und vor ein paar Jahren haben wir mit unseren Kindern „Die kleine Hexe“ besucht. Nachdem ich die ersten Bilder der Verfilmung gesehen hatte, war ich skeptisch, denn so farbenfroh habe ich mir die Welt der kleinen Hexe nicht vorgestellt. Doch schließlich konnte ich selbst der anderen großen Preußler-Verfilmung „Krabat“ aus dem Jahr 2008 etwas abgewinnen. Also mal sehen, was die Filmemacher hier so gezaubert haben.

Mit Karoline Herfurth ist die kleine Hexe ungewöhnlich und doch irgendwie passend besetzt. Zumindest nach einer gewissen Eingeöhnungszeit. Auch die kunterbunte Welt mit vielen beinahe schon übersättigten Naturbildern hat mir gut gefallen, selbst wenn sie überhaupt nicht meinen Vorstellungen der Vorlage entsprach. Die bösen Hexen dagegen kamen mir viel zu klischeehaft und dumpf vor. Zwar war die Hexe Rumpumpel durchaus gut besetzt, doch warum war sie keine Wetterhexe mehr? Ich habe den ganzen Film darauf gewartet, dass man nur eine dunkle Wolke sieht, in der man einen Hexenbesen hätte erahnen können… doch nichts! Für mich war das die einprägsamste Szene des gesamten Buches und hier taucht Rumpumpel einfach stets platt in Person auf. Wirklich sehr, sehr schade.

Der restliche Film hatte ein paar nette Szenen, doch war er mir teils zu weit vom Buch entfernt. Und damit meine ich nicht, dass die Handlung hätte 1:1 wiedergegeben werden sollen, sondern die Atmosphäre der Vorlage. So nett die Geschichte hier war, so wenig hatte ich doch das Gefühl, eine Verfilmung von Preußlers Buch zu sehen. Meine Kinder waren dagegen ziemlich begeistert und das ist wohl die Hauptsache.

Fazit

„Die kleine Hexe“ ist ein schöner Kinderfilm, der Spaß macht und stets unterhaltsam ist. Ich hätte ihn mir ein wenig düsterer und werkstreuer gewünscht. Einen Punkt muss ich glatt für die fehlende Rumpumpel-Wolke abziehen. Hier überwiegt einfach die Enttäuschung, auch wenn der restliche Film durchaus sehenswert ist: 6/10 Punkte.

Der Große mit seinem außerirdischen Kleinen – OT: Uno sceriffo extraterrestre… poco extra e molto terrestre (1979)

Wo sind die letzten vier Wochen nur hin? Eigentlich hätte ich heute „Und täglich grüßt das Murmeltier“ schauen müssen, so sehr fließen die Tage ineinander. Aber es war ein Filmabend angesagt und die Kinder haben sich einen Spencer/Hill-Film gewünscht. Da die gemeinsamen Filme des Prügelduos so langsam knapp werden, habe ich „Der Große mit seinem außerirdischen Kleinen“ vorgeschlagen. Auf die Sichtung war ich selbst sehr gespannt, da ich den Film als Kind geliebt habe… 👽🧔

Der Große mit seinem außerirdischen Kleinen (1979) | © 3L Vertriebs GmbH & Co. KG

Der Große mit seinem außerirdischen Kleinen (1979) | © 3L Vertriebs GmbH & Co. KG

„Mein Name ist H7-25.“

Für mich dürfte „Der Große mit seinem außerirdischen Kleinen“ damals wohl die erste Begegnung mit Science-Fiction und konkret mit dem Konzept von Außerirdischen gewesen sein. Ich weiß noch ganz genau wie fasziniert ich von der Photonenkanone war, mit der H7-25 seine Umgebung zu manipulieren wusste. Heute gäbe es eine solche bestimmt als Merchandise zum Film zu kaufen, doch ich habe mir damals eine Skizze gezeichnet und mir mit Hilfe einer Laubsäge ein eigenes Modell, das ich dann schwarz angemalt habe, zusammengebastelt. Ja, der Film hat mich definitiv beschäftigt. Für mich war er mehr als nur das übliche Gekloppe und gerade die emotionale Bindung zwischen H7-25 und dem Sheriff ist mir nahe gegangen. Außerdem war da die Photonenkanone. Muss ich mehr sagen?

Auch meine Kinder waren recht begeistert von dem Film. Das Zappelinchen hat sich mehr über die Prügeleien amüsiert, die aufgrund der Photonenkanone noch abgedrehter waren als ohnehin in Spencer/Hill-Filmen, wohingegen sich der Zwergofant mehr für die Geschichte und die Technik interessiert hat. Ich bin einmal gespannt, was aus den beiden in den nächsten Tagen zu dem Film noch heraussprudelt.

Fazit

Auch wenn „Der Große mit seinem außerirdischen Kleinen“ heute ein wenig kindisch und vielleicht auch lächerlich erscheinen mag, so konnte er mich immer noch packen. Die Fortsetzung „Buddy haut den Lukas“ ist definitiv schon vorgemerkt: 8/10 Punkte.

Asterix im Land der Götter – OT: Astérix: Le Domaine des dieux (2014)

Hurra, endlich sind Ferien! Ja, auch in Zeiten der Corona-Krise ist das wichtig. Sehr sogar. Nicht nur die Kinder freuen sich auf die Pause vom Homeschooling, auch wir Eltern (besonders Frau bullion) sind froh, dass dieser Stressfaktor zumindest pausiert. A propos Stressfaktor: Auch ich bin mehr als Reif für das Wochenende und somit war die Vorfreude auf den gemeinsamen Filmabend groß. Leider jedoch gab es davor Zoff und letztendlich durfte nur der Zwergofant mitschauen. Die Wahl fiel deshalb auf „Asterix im Land der Götter“, den er schon seit langer Zeit sehen wollte…

Asterix im Land der Götter (2014) | © LEONINE

Asterix im Land der Götter (2014) | © LEONINE

Asterix und Obelix in der dritten Dimension

„Asterix im Land der Götter“ war der erste CGI-Film der Reihe. Aber nicht für uns, denn wir haben ziemlich genau vor einem Jahr bereits „Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks“ im Kino gesehen. Somit war ich schon vorbereitet auf den Look, der mich auch hier wieder vollends zu überzeugen wusste. So und nicht anders muss eine zeitgemäße Modernisierung aussehen. Toll! Im Gegensatz zum direkten Nachfolger, hat „Asterix im Land der Götter“ jedoch eine Comic-Vorlage und zwar den Klassiker „Die Trabantenstadt“. Dies merkt man dem Film auch an, da er inhaltlich tiefer und irgendwie klassischer wirkt als sein Sequel. Vielleicht bilde ich das aber auch nur ein, da ich den Comic noch von früher kenne.

Mit „Asterix im Land der Götter“ habe ich nun tatsächlich jeden animierten Asterix-Film (erneut) gesehen und in diesem Blog besprochen. Nachdem Lufio erst vor ein paar Tagen sein großes Asterix-Ranking veröffentlicht hat, will ich es ihm gleich tun:

  1. „Asterix erobert Rom“ (1976) | 9/10 Punkte
  2. „Asterix bei den Briten“ (1986) | 8/10 Punkte
  3. „Asterix und Kleopatra“ (1968) | 8/10 Punkte
  4. „Asterix: Sieg über Cäsar“ (1985) | 8/10 Punkte
  5. „Asterix im Land der Götter“ (2014) | 8/10 Punkte
  6. „Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks“ (2018) | 8/10 Punkte
  7. „Asterix: Operation Hinkelstein“ (1989) | 7/10 Punkte
  8. „Asterix der Gallier“ (1967) | 7/10 Punkte
  9. „Asterix und die Wikinger“ (2006) | 6/10 Punkte
  10. „Asterix in Amerika“ (1994) | 6/10 Punkte

Fazit

Ich muss sagen, dass so ein Familienfilmabend zu zweit nicht halb so schön ist wie zu viert. Aber manchmal muss man eben konsequent sein. Dennoch hatten der Zwergofant und ich viel Spaß. Das 3D war wieder einmal sehenswert und hat den Szenen eine angenehme Tiefe gegeben. Inhaltlich konnte mich „Asterix im Land der Götter“ wirklich überzeugen, weshalb er klar zu den gelungensten Asterix-Filmen zählt. Da freue ich mich doch direkt auf einen weiteren Teil: 8/10 Punkte.

Paddington 2 (2017)

Gestern erst habe ich darüber geschrieben, dass Eskapismus in Zeiten der Corona-Krise extrem wichtig ist. Somit war heute natürlich ein Filmabend angesagt und die Wahl der Kinder ist auf „Paddington 2“ gefallen. Nachdem der Zwergofant bei der Sichtung des ersten Teils noch ziemlich viel Angst hatte, verblieb die Fortsetzung sehr lange ungesehen im Regal. Im letzten Jahr ist der Zwergofant jedoch viel mutiger geworden. Somit stand einem bärigen Filmabend nichts im Wege… 🐻

Paddington 2 (2017) | © STUDIOCANAL

Paddington 2 (2017) | © STUDIOCANAL

„Paddington 2“ ist der perfekte Kinderfilm

Schon nach nur wenigen Minuten waren wir wieder komplett drin in der bunten Welt von Paddington. Paul King hat den Film so wundervoll verspielt, voll kindlicher Freude und Naivität inszeniert, dass es ein großes Vergnügen ist. Dabei ist die Geschichte nie lächerlich oder der Humor zotig, nein, „Paddington 2“ nimmt sich und seine Figuren im besten Sinne ernst und bleibt dabei doch herrlich augenzwinkernd. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich zuletzt so herzhaft gelacht habe, wie bei den Slapstick-Einlagen als Paddington Fenster putzt oder sich als Friseur versucht. Daneben stehen Augenblicke, die zutiefst emotional sind und wirklich ans Herz gehen. Getragen wird der Film zudem von famosen Schauspielern wie Sally Hawkins („The Shape of Water“)  oder Hugh Bonneville, den ich gerade in „Downton Abbey“ sehe. Die Show stielt hier jedoch eindeutig Hugh Grant als herrlich überzogener Bösewicht.

All das würde den Film schon sehr gut machen. Was „Paddington 2“ jedoch zu einem herausragenden Film macht, ist seine makellose Struktur. Es werden etliche Szenen eingestreut, die man zunächst als nette Anekdote (z.B. wie sich die Eltern kennenlernen) wahrnimmt, am Ende sind diese jedoch stets handlungsrelevant und werden mit einem Payoff aufgelöst. Das gibt es mehrfach im Film. Kein noch so kleines Detail ist unbedeutend und wird doch so locker-leicht eingestreut, als wäre es reiner Zufall. Davon können sich die meisten anderen Filme eine Scheibe abschneiden. Und damit meine ich nicht nur andere Kinderfilme.

Fazit

Mit „Paddington 2“ konnte sich die Geschichte um den sympathischen Bären noch einmal steigern. Für die ganze Familie war es ein famoses Filmerlebnis und ich hoffe sehr, dass wir dieses magische London noch für ein drittes Mal besuchen dürfen. Eine dicke Empfehlung für alle Kinder, Eltern und den ganzen Rest: 9/10 Punkte.