Sonic the Hedgehog (2020)

Ein voller und anstrengender Tag liegt hinter uns. Zuerst bin ich einen Halbmarathon gelaufen, dann war ich mit den Kindern schwimmen. Da wir gestern bis nachts auf der Terrasse saßen, hat sich der Filmabend auf heute verschoben und der Zwergofant konnte endlich seinen Wunschfilm „Sonic the Hedgehog“ einlösen… 🦔

Sonic the Hedgehog (2020) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Sonic the Hedgehog (2020) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Deutlich besser als zu Beginn erwartet

Zuerst hatte ich von „Sonic the Hedgehog“ gehört als das erste Trailer mit dem ursprünglichen Design aufgetaucht ist und das Internet quasi implodierte. Das Kreativteam hat sich die Kritik zu Herzen (oder zum Geldbeutel) genommen und das Design des blauen Igels noch einmal überarbeitet. Auch ich fand den ursprünglichen Look befremdlich, war aber überrascht wie laut die Stimmen diesbezüglich waren. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich seit jeher ein Nintendo-Kind war und damals auch nie eine Sega-Konsole in der Hand hatte. Sonic kannte ich höchstens von Spielstationen im Kaufhaus und mir war das Gameplay stets zu hektisch. Dennoch bin ich mir der popkulturellen Bedeutung der Figur durchaus bewusst, auch wenn ich vermutet hätte, dass diese inzwischen bereits abgeflacht sei.

Nun aber zum Film: Zunächst einmal erinnert er mit seinem Mix aus Realfilm und animierten Charakteren ein wenig an „Die Schlümpfe“ oder auch „Hop: Osterhase oder Superstar?“, in dem James Marsden ebenfalls unfreiwillig einen animierten Partner an die Seite gestellt bekommt. Nicht sonderlich innovativ und eher auf die 08/15-Kinderfilmformel setzend, als eine wirkliche Adaption des Spiels zu sein. Ich muss aber zugeben, dass eine solche auch nicht umzusetzen gewesen wäre. Mit Dr. Robotnik (fantastisch gespielt von Jim Carrey) und den Ringen werden Kernelemente aber übernommen und geschickt mit unserer Welt kombiniert. Das Drehbuch ist zudem sympathisch und die Gags selbst in der Synchro gelungen.

Fazit

„Sonic the Hedgehog“ ist eine extrem unterhaltsame Actionkomödie, die mir erstaunlich viel Spaß gemacht hat. Die Kinder waren beide begeistert und ich freue mich jetzt schon auf den kommenden zweiten Teil. Das war doch wirklich einmal eine positive Überraschung: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte;  Zwergofant:  10/10 Punkte.)

Lippels Traum (2009)

Die letzte Nacht hatte ich unglaublich schlecht geschlafen. Ich war viel wachgelegen und habe zu viel nachgedacht. Und das im Urlaub. Jedenfalls sind nicht mehr als vier Stunden Schlaf zusammengekommen. Da der heutige Tag mit Tiergartenbesuch und kurzem Lauf doch eher anstrengend war, war ich schon vor dem Filmabend hundemüde. Aber die Kids haben ihn sich so sehr gewünscht, weshalb „Lippels Traum“ (dank DVD aus der Bücherei) seinen Weg in den Player gefunden hat… 🐫🐕

Lippels Traum (2009) | © LEONINE

Lippels Traum (2009) | © LEONINE

Eine gelungene Kinderbuchverfilmung

Paul Maars Kinderbuch „Lippels Traum“ gehört zu meinen absoluten Lieblingen, an die ich mich noch aus meiner eigenen Kindheit erinnern kann. Eigentlich war ich damals schon etwas zu alt für das allabendliche Vorlesen, doch habe ich natürlich auch gelauscht als meine Schwester in den Genuss der Geschichte kam. Und an „Lippels Traum“ kann ich mich noch besonders gut erinnern. Vermutlich aufgrund der Erzählstruktur mit dem Wechsel zwischen Realität und Traumwelt samt Kapiteln, die sich nach den Wochentagen richten. Somit ist das Buch auch in meine eigene Realität mit eingeflossen. Vor inzwischen schon ein paar Monaten, habe ich Paul Maars Buch auch noch einmal für unsere Kids angeschafft. Allerdings kommen wir nicht mehr so oft zum Vorlesen, weshalb wir noch nicht ganz damit durch sind. Allerdings befinden wir uns schon im letzten Traum und wurden nun durch den Film überholt.

Die Verfilmung macht ihre Sache tatsächlich ziemlich gut. Zwar entfernt sie sich an manschen Stellen von der Vorlage, doch den Kern fängt sie gekonnt ein. Vielleicht auch, weil Paul Maar am Drehbuch mitgeschrieben hat. Durch die Verfilmungen seiner „Das Sams“-Reihe war er ja auch schon geübt, was das Kinogeschäft angeht. Mit Moritz Bleibtreu, Anke Engelke und Christiane Paul (zuletzt haben wir sie in „Die Vampirschwestern“ gesehen) ist „Lippels Traum“ wirklich gut besetzt. Die Inszenierung samt Score von Konstantin Wecker können zudem überzeugen. Einzig, dass sich größtenteils auf die großen Actionszenen konzentriert wird, und die kleinen Details (z.B. die Essenseinladung bei den neuen türkischen Freunden) wegfallen, mag ich dem Film ankreiden.

Fazit

Auch wenn ich teils mit dem Schlaf zu kämpfen hatte (wie passend für diesen Film), so bin ich doch wach geblieben und habe „Lippels Traum“ wirklich genossen. Keineswegs so besonders wie das Buch, doch eine absolut gelungene Adaption, mit der man nichts falsch macht: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte;  Zwergofant:  8/10 Punkte.)

DuckTales: Jäger der verlorenen Lampe – OT: DuckTales: Treasure of the Lost Lamp (1990) (WS1)

Nach einer anstrengenden Woche gab es heute Abend einen Film, auf den sich der Zwergofant schon seit Woche gefreut hat und zwar „DuckTales: Jäger der verlorenen Lampe“. Der Grund dafür ist einfach: Er liebt Disney-Comics und liest bereits seit Jahren immer wieder in den über 200 Lustigen Taschenbücher, die noch aus meiner eigenen Kindheit stammen. Oder „Onkel Dagobert: Sein Leben, seine Milliarden“, welches sein liebstes Comic ist. Wie er nun den Film fand? 🪔

DuckTales: Jäger der verlorenen Lampe (1990) | © Walt Disney

DuckTales: Jäger der verlorenen Lampe (1990) | © Walt Disney

Ein nostalgischer Trip in die eigene Kindheit

Wie bereits in meiner letzten Besprechung von vor 12 Jahren geschrieben, war „DuckTales: Jäger der verlorenen Lampe“ einer der wenigen Filme, die ich damals auf VHS-Kassette besessen habe. Entsprechend häufig habe ich den Film gesehen. Meist Sonntagnachmittag, weshalb ich mit ihm auch immer eine etwas wehmütige Morgen-ist-wieder-Schule-Stimmung verbinde. Auch bei der heutigen Sichtung ist dieses Gefühl wieder latent aufgekommen. Schon seltsam, wie das so ist mit Erinnerungen an die Erlebnisse der Kindheit. Insofern war auch die heutige Sichtung für mich ein zutiefst nostalgisches Erlebnis.

Die Geschichte rund um die Zauberlampe und den Dschinn ist auch heute immer noch nett und bietet kinderfreundliche Abenteuerunterhaltung. Dem Zwergofanten ist es heute übrigens genauso gegangen, wie mir damals bei meinen ersten Ausflügen ins animierte Entenhausen: Ihn hat die Diskrepanz zu den Comics gestört und er hat Donald vermisst. Es ist eben „DuckTales“ und nicht die klassischen Abenteuer, wie man sie aus den Comics kennt. Dennoch hatte er auch viel Spaß damit.

Fazit

Ich habe mich gefreut, einmal wieder nach Entenhausen zurückzukehren. Ich hätte fast jede Dialogzeile noch mitsprechen können und fand es spannend, wie viel von damals hängengeblieben ist. Gerade auf der Gefühlsebene. Der Zwergofant war zwar nicht begeistert, aber doch bestens unterhalten. Das Zappelinchen dagegen war von der Filmwahl von Anfang an nicht angetan. Insgesamt dennoch ein gelungener Filmabend: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 5/10 Punkte;  Zwergofant:  8/10 Punkte.)

Die Schlümpfe: Das verlorene Dorf – OT: Smurfs: The Lost Village (2017)

Das Wetter wird besser und die Stimmung steigt. Zumindest ein wenig. Vermutlich liegt das auch am Wochenende, welches wir bitter nötig haben. Wie jeden Freitag, seit Corona unser Leben bestimmt, gab es auch heute einen Filmabend. Auf dem Programm stand „Die Schlümpfe: Das verlorene Dorf“, auch wenn ich nicht schon wieder zu den Schlümpfen hätte zurückkehren müssen. Der Wunsch war bei den Kids jedoch groß und somit haben wir uns nach Schlumpfhausen aufgemacht… 🍄🌺🌼

Die Schlümpfe: Das verlorene Dorf (2017) | © Sony Pictures Home Entertainment GmbH

Die Schlümpfe: Das verlorene Dorf (2017) | © Sony Pictures Home Entertainment GmbH

Ein gelungener, animierter Reboot der Filmreihe

Waren „Die Schlümpfe“ und „Die Schlümpfe 2“ eher generische Realfilme, welche die Schlümpfe in unsere Welt versetzt hatten, besinnt sich „Die Schlümpfe: Das verlorene Dorf“ auf die Wurzeln von Peyos Comicfiguren. Der Film ist komplett animiert und ich fand den Look der Schlümpfe, von Gargamel und Azrael wirklich gelungen. Auch die Schauplätze waren toll anzuschauen. Wirklich rundum gelungen. Besonders der verbotene Wald hinter der Mauer konnte mit so einigen visuellen Leckereien auftrumpfen. Speziell die Actionszene auf dem fliegenden Fluss ist mir positiv in Erinnerung geblieben.

Inhaltlich wird eine nette Geschichte erzählt, welche wie ein typisches Abenteuer in der Welt der Schlümpfe wirkt. Ich mochte es, dass Schlumpfine im Zentrum steht und die Welt der kleinen, blauen Kreaturen sinnvoll erweitert wird. Davon abgesehen gab es für meinen Geschmack viel zu viele mit Popsongs unterlegte Montagen. Auch der völlig überzogene Wahnsinn eines Hank Azaria als Gargamel aus den Realfilmen hat mir gefehlt. Dennoch insgesamt eine nette Geschichte, die offensichtlich mit viel Liebe für die Vorlage entstanden ist.

Fazit

„Die Schlümpfe: Das verlorene Dorf“ ist zweifellos der gelungenste der drei Verfilmungen. Dennoch haben mir die beiden Realfilme, auf ihre spezielle Art und Weise, mindestens genauso viel Spaß gemacht. Auf jeden Fall wurde ich auch heute gut unterhalten und die Kids waren extrem begeistert. Nun bin ich aber auch nicht traurig, wenn unser Filmabend vorerst ohne Schlümpfe auskommt: 6/10 Punkte.  (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 10/10 Punkte.)

Love and Monsters (2020)

Der Film für den heutigen Filmabend (ohne Kids) war schon länger beschlossene Sache. Mitte der Woche wurde „Love and Monsters“ auf Netflix veröffentlicht, da es für einen Kino-Release leider auch 2021 schlecht aussieht. Ob der Film nun mehr Liebe oder mehr Monster zu bieten hatte, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung… ❤🐸

Love and Monsters (2020) | © Netflix

Love and Monsters (2020) | © Netflix

Eine humorvolle Apokalypse à la „Zombieland“

„Love and Monsters“ beginnt in einem beengten Bunker und wir erfahren, dass die Erde, ausgelöst durch die Menschen, von riesigen, mutierten Tieren (eben Monstern) bevölkert wird. 95% der Menschheit wurden getötet und der Rest lebt in Bunkern unter der Erde. Soweit das Setting. Unser Held Joel (gespielt von Dylan O’Brien, bekannt aus der „The Maze Runner“-Trilogie) lebt 85 Meilen von seiner ehemaligen Freundin entfernt und beschließt nach sieben Jahren, diese aufzusuchen. Eine große, romantische Geste. Der Liebesaspekt des Films. Dabei ist eindeutig der Weg das Ziel und Joel erlebt auf seiner Reise so einige Abenteuer.

Unterwegs trifft Joel auf einen Hund namens Boy, der ihn von nun an begleitet. Weiterhin begegnet er zwei weiteren Überlebenden. Der Ältere wird von Michael Rooker (bekannt aus u.a. „Slither“ oder „Guardians of the Galaxy Vol. 2“) gespielt und spätestens ab hier hat mich der Film sehr an „Zombieland“ erinnert. Wie in dieser Zombie-Komödie gibt es auch in „Love and Monsters“ bestimmte Regeln, die Joel nun beigebracht werden. Der Humor ist zudem ähnlich und die Dynamik der Figuren ebenso. Ansonsten mochte ich den Soundtrack (u.a. mit „Keep the Car Running“ von Arcade Fire) sehr gerne und natürlich die titelgebenden Monster. Ein sehr unterhaltsamer Trip, der am Ende aber nicht viel Tiefgang zu bieten hat. Einen Punkt Abzug gibt es fast schon dafür, dass ein Schauspieler wie Bruce Spence (u.a. bekannt aus „Mad Max 2: Der Vollstrecker“ oder „Legend of the Seeker“) nur zweimal im Hintergrund durch das Bild läuft. Sehr schade.

Fazit

Insgesamt hat mir „Love and Monsters“ wirklich gut gefallen. Ich mochte die humorvolle Umsetzung, die toll gestaltete Welt samt Monster und die Figuren, welche ein wenig mehr Tiefe hätten vertragen können. Wer Lust auf einen kurzweiligen Abenteuerfilm mit Monsteraction hat, der bzw. die ist hier richtig: 7/10 Punkte.

Die Schlümpfe 2 – OT: The Smurfs 2 (2013)

Der Tag heute fühlt sich an, als würde er schon 48 Stunden dauern. Das Zappelinchen lag heute Morgen um 7 Uhr schon auf dem OP-Tisch, was uns alle ein wenig unruhig gemacht hat. Sie hat die Vollnarkose und den Eingriff gut überstanden und war den restlichen Tag komplett platt. Nachdem sie nachmittags ein wenig geschlafen hatte, wollte sie auf den Filmabend aber auf keinen Fall verzichten. Also haben wir uns etwas früher als üblich an „Die Schlümpfe 2“ herangemacht…  🍄🐈🎆

Die Schlümpfe 2 (2013) | © Sony Pictures Home Entertainment GmbH

Die Schlümpfe 2 (2013) | © Sony Pictures Home Entertainment GmbH

Ein großes Fest der Albernheiten

Eigentlich ist dieser Film eine nahezu perfekte Fortsetzung des Vorgängers. Die Struktur ist sehr ähnlich, es gibt ein wenig mehr Hintergrundgeschichte, die Schauplätze werden international und die Action noch übertriebener. Wer mit dem ersten Teil Spaß hatte, dürfte somit auch mit „Die Schlümpfe 2“ glücklich werden. Dabei ist die Hinleitung, warum alle Figuren wieder genau dort auftauchen, um die Handlung voranzubringen, extrem konstruiert. Hinzu kommen neue Figuren, welche sich sowohl auf der Seite der Schlümpfe (bzw. Gargamels) als auch der Winslows einfinden. Am bemerkenswertesten ist hier bestimmt Brendan Gleeson, der eine gute Figur als Stiefvater macht.

Mein Highlight war abermals Hank Azaria als Gargamel, der wieder eine völlig überzogene Performance bietet. Sicher komplett übertrieben und durchgedreht, doch ich hatte wirklich viel Spaß damit. Der Rest des Films setzt sich aus netten bis unglaublich kitschigen Szenen zusammen, ist viel zu Sitcom-mäßig ausgeleuchtet und kann dennoch unterhalten.

Fazit

Auch wenn der zweite Film bestimmt noch redundanter und oberflächlicher daherkommt als „Die Schlümpfe“, so hat er uns an diesem anstrengenden Tag doch ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert. Gerade den Kindern. Trotz Schmerzmitteln und Müdigkeit ist das Zappelinchen bis zum Ende dabei geblieben und hat den Filmabend sichtlich genossen. Meine Wertung mag dadurch beeinflusst sein: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Die Schlümpfe – OT: The Smurfs (2011)

Schon sind die Osterferien wieder zu Ende. Damit gab es auch den vorerst letzten Filmabend. Zumindest für diese Woche. Eigentlich hätte ich nicht schon wieder einen Kinderfilm gebraucht, aber der Wunsch der Kids war stark. Die Wahl fiel auf „Die Schlümpfe“, deren Comic-Vorlage von Peyo der Zwergofant sehr gerne liest. Auch ich war gespannt, wie sich die Reihe in modernisierter Form präsentieren würde… 🍄🐈🏙

Die Schlümpfe (2011) | © Sony Pictures Home Entertainment GmbH

Die Schlümpfe (2011) | © Sony Pictures Home Entertainment GmbH

Von nervig bis witzig ist alles dabei

Ich selbst verbinde mit den Schlümpfen vor allem die Animationsserie aus den 1980er Jahren. Diese lief damals im Rahmen von „Bim Bam Bino“ bei Tele 5 und auch wenn es nicht meine liebste Zeichentrickserie war, so habe ich doch unzählige Folgen der Serie gesehen. Der 2011er „Die Schlümpfe“ ist ein Realfilm, der die bekannten Figuren aus ihrem Dorf hinaus in unsere Realität transportiert. Ganz ähnlich dem vor Ostern gesehenen „Hop: Osterhause oder Superstar?“ und ebenso kindgerecht erzählt. Die gesamte Geschichte wirkt somit recht generisch und anstelle der Schlümpfe hätten es auch irgendwelche anderen Fantasy-Figuren (oder Osterhasen) sein können.

Richtig gut gefallen hat mir Hank Azarias Gargamel, der mit die besten Szenen des Films hat. Doch fand ich es auch schön Neil Patrick Harris und Sofía Vergara zu sehen. Leider nicht zu hören, denn wir haben den Film mit den Kindern natürlich in der deutschen Synchronisation geschaut. Neben den netten und humorvollen Szenen gab es auch einige, die wirklich schmerzhaft waren, wie z.B. das Guitar-Hero-Spielen samt Gesang der Schlümpfe. Brrr. Insgesamt mochte ich aber den Slapstick und die nette New-York-City-Atmosphäre.

Fazit

Wie zu erwarten, kam „Die Schlümpfe“ bei den Kindern extrem gut an. Ausgerechnet das Zappelinchen war sehr begeistert, was mich fast ein wenig gewundert hat. Der Zwergofant mag die Comics lieber, hat den Film aber dennoch lautstark genossen. Und ich? Habe mich an meine alten Begegnungen mit den Schlümpfen zurückerinnert und die Freude der Kids genossen: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2 – OT: Cloudy with a Chance of Meatballs 2 (2013)

Es sind Ferien und somit durfte es auch unter der Woche einen Filmabend im Kreise der Familie geben. Die Wahl fiel auf „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2“, dessen erster Teil uns vor ein paar Wochen schon ausgezeichnet zu unterhalten wusste. Ob es eine gute Idee war, den Film hungrig zu sehen? 🍓🍔🥞

Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2 (2013) | © Sony Pictures Home Entertainment GmbH

Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2 (2013) | © Sony Pictures Home Entertainment GmbH

Eine leckere Fortsetzung, die Spaß macht

Ich bin sehr gerne in die Welt des Flint Lockwood zurückgekehrt. Auch mochte ich den Ansatz des Films, eine Monstergeschichte zu erzählen, die an „King Kong“ und Co. erinnert. Dabei wird die beinahe schon hyperaktive Erzählgeschwindigkeit von „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ noch einmal erhöht. Für mich hat das größtenteils recht gut funktioniert, auch wenn ich es dieses Mal ein wenig anstrengender fand. Die Geschichte selbst ist noch flacher als im ersten Teil, was aber aufgrund der geschmacksverstärkenden und bonbonbunten Bilder kaum auffällt.

Herausragend fand ich erneut den Animationsstil, der zwischen cartoonhaft (Figuren und Schauplätze in der Stadt) und fotorealistisch (jegliche Lebensmittel) schwankt, was in der Mischung aber fabelhaft funktioniert. Am Ende geht natürlich alles gut aus und die enthaltene Botschaft ist nett, aber auch recht oberflächlich. So wie der gesamte Film. Nicht sonderlich nährstoffreich, aber eben doch schmackhaft.

Fazit

Das Fazit zu „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2“ fällt nicht wirklich eindeutig aus: Der Zwergofant hat den Film geliebt und fand ihn noch besser als den ersten Teil. Das Zappelinchen hat sich von Frau bullion bequatschen lassen, die den Film ziemlich doof fand. Ich selbst mochte ihn nicht so gern, wie den Vorgänger, fand ihn aber immer noch ziemlich gut. Wer also einen kontroversen Film sehen möchte, der sollte hier wohl zugreifen: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 5/10 Punkte; Zwergofant: 10/10 Punkte.)

Spuren – OT: Tracks (2013)

Karfreitag liegt hinter uns. Wir hatten das Treffen mit einer der Omas bereits auf heute vorgezogen, da das Wetter okay sein sollte und wir zumindest eine Runde spazieren gehen konnten. Besser als nichts. Dennoch sehr wenig Familie außerhalb des Kerns momentan. Abends kamen wir recht spät zur Ruhe, weshalb ich mit „Spuren“ zu einem Film gegriffen habe, der uns auf eine Reise entführen sollte… 🐪🏜

Spuren (2013) | © Ascot Elite Home Entertainment

Spuren (2013) | © Ascot Elite Home Entertainment

Die abenteuerliche Reise der Kamel-Frau

„Spuren“ ist einer dieser Filme, die eine reale Geschichte erzählen, von einem besonderen Menschen, der aus dem Alltag ausbricht. Robyn Davidson ist solch eine bemerkenswerte Person. Wie auch Christopher McCandless in „Into the Wild“ oder Cheryl Strayed in „Wild: Der große Trip“. Hinter all diesen Filmen stehen wahre Geschichten, wie sie das Leben perfekt zu schreiben weiß. Auch im Fall von „Spuren“ saß ich mehrfach vor dem Fernseher und habe Robyn einerseits bewundert, andererseits aber auch für verrückt erklärt. Vermutlich trifft beides zu einem gewissen Grad zu und doch überwiegt bei mir die Bewunderung.

Regisseur John Curran fängt die australische Wildnis in bestechenden Bildern ein und schafft es, die Motivation hinter Robyns Reise zu erklären, ohne dass dies belehrend oder zu plakativ wirken würde. Das hat mir wirklich gut gefallen. Robyn ist mit Mia Wasikowska großartig besetzt und auch Adam Driver als Fotograf Rick wirkt einfach passend in seiner Rolle. Auch wenn es eine epische Reise ist, so ist der Film nicht übermäßig dramatisiert oder auf den Effekt hin inszeniert. Es wirkt im Fluss, was wunderbar zu Robyns Reise passt.

Fazit

Wenn ihr ein Faible für Reiseabenteuer mit biographischen Selbstfindungsaspekten habt, dann ist „Spuren“ ein perfekter Film für euch. Ich kann aber verstehen, wenn man ihn nicht sonderlich spannend findet. Darum geht es aber auch nicht. Von mir gibt es eine dicke Empfehlung: 8/10 Punkte.

TKKG: Jede Legende hat ihren Anfang (2019)

Nachdem der gestrige Filmabend mit der ganzen Familie ausgefallen ist, haben wir diesen heute mit „TKKG: Jede Legende hat ihren Anfang“ nachgeholt. Da der Film nicht im Streaming läuft, hat sich einmal mehr die lokale Bücherei bewährt. Eine wirklich schöne Einrichtung (von den unzähligen Büchern und Comics, die alle paar Wochen ihren Weg zu uns finden, einmal gar nicht zu sprechen). Aber ich schweife ab…

TKKG: Jede Legende hat ihren Anfang (2019) | © Warner Bros (Universal Pictures)

TKKG: Jede Legende hat ihren Anfang (2019) | © Warner Bros (Universal Pictures)

Eine gelungene Modernisierung der Reihe

Von all den Kinderkrimis bzw. Kinderabenteuern habe ich früher am häufigsten die Hörspiele der „Fünf Freunde“ gehört. Doch auch „TKKG“ habe ich bestimmt bei einer Handvoll Abenteuer begleitet. Die Reihe ist anscheinend nicht sonderlich gut gealtert, so dass ich besonders gespannt war, wie sie sich heute zwischen der Neuauflage von „Fünf Freunde“ und „Die drei !!!“ behaupten würde. Tatsächlich war ich positiv überrascht, wirkt die Inszenierung samt Score doch einerseits recht retro (teils musste ich sogar an „Stranger Things“ denken) und doch angenehm modern und zugleich passend kindgerecht umgesetzt.

Der zu lösende Fall selbst ist zwar überhaupt nicht spektakulär oder sonderlich verzwickt, aber darum geht es ja auch nicht. Schließlich steht die Origin-Geschichte von TKKG im Mittelpunkt und also solche funktioniert der Film tadellos. Die Schauspieler*innen sind allesamt sympathisch und füllen ihre Figuren wunderbar mit Leben. Die Chemie stimmt und jeder Charakter macht eine gewisse Entwicklung durch. Zudem ist der Film zwar durchaus humorvoll, aber er driftet nicht in komplette Albernheit ab. Eine gelungene Mischung.

Fazit

Insgesamt hat uns allen „TKKG: Jede Legende hat ihren Anfang“ wirklich gut gefallen. Eine gelungene Adaption, die Lust auf mehr macht. Beim zweiten Abenteuer der Bande sind wir also bestimmt wieder mit am Start: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Die Besprechung ist Teil des CMARCH, der Blogaktion für Kinderfilme des Sneakfilm-Blogs.