Run, Fatboy, Run (483)

Es ist zum Verzweifeln. Schon wieder hatte sich eine hartnäckige Erkältung in unserer Familie breit gemacht – und auch mich hatte es erwischt. Somit liegt der letzte Lauf wieder einmal über zwei Wochen zurück. Wirklich fit bin ich immer noch nicht, doch da ich heute ohnehin frei hatte, wollte ich die Gelegenheit nicht ungenutzt verstreichen lassen. So habe ich mich am späten Nachmittag trotz Regen und kaltem Wind doch noch zu einem Lauf aufgemacht…

Nass, kalt und windig – hatte es vor zwei Tagen nicht noch +16 °C?

Nass, kalt und windig – hatte es vor zwei Tagen nicht noch +16 °C?

Distance: 7.14 km
Duration: 00:49:16
Elevation: 50 m
Avg Pace: 6:53 min/km
Avg Speed: 8.70 km/h
Heart Rate: 163 bpm
Stride Frequency: 147 spm
Energy: 659 kcal

Ich war heute so langsam unterwegs, wie noch nie. Das war ziemlich anstrengend. Sehr sogar. Noch langsamer wäre fast nicht möglich gewesen und dennoch war mein Puls nicht wirklich niedrig (okay, für meine Verhältnisse schon). Allerdings bin ich noch weit davon entfernt, wirklich fit zu sein, und somit bin ich einfach froh, einmal wieder kurz draußen gewesen zu sein.

Im Ohr: FatBoysRun – Episode 115: Probleme eines Ü40-Jährigen

Media Monday #350

Ein weiteres Wochenende, das durch Krankheit geprägt war, liegt hinter uns. Immerhin gibt es einen Lichtschimmer am Horizont, doch ich bin lieber noch nicht zu euphorisch. Immerhin waren wir heute für einen kurzen Spaziergang draußen. Ansonsten gibt es, bis auf die gesehenen Filme (siehe unten), nur wenig zu berichten. Somit schließe ich das Wochenende mit den Fragen des Medienjournals ab und wünsche euch hiermit einen guten Start in die neue Woche… 🙂

Media Monday #350

  1. Nun, da die Oscars auch wieder hinter uns liegen, liest man auf Filmblogs hoffentlich auch wieder etwas anderes, als den dutzendsten Artikel zur diesjährigen Verleihung.
  2. Die Leipziger Buchmesse steht ja auch schon wieder vor der Tür und wird, Artikel von Buchbloggern einmal ausgenommen, ziemlich unbemerkt an mir vorbeiziehen.
  3. Die erste Staffel von „This Is Us“ hätte gerne noch ein wenig länger sein können, denn ich vermisse die Serie jetzt schon.
  4. Wenn alle wieder über die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 reden, tangiert mich das kaum, schließlich hat sich meine Meinung zu dem Spektakel seit der WM 2006 nicht geändert.
  5. „Jagd auf Roter Oktober“ ist auch so ein Film zum immer wieder anschauen, denn er ist ein wunderbar klassisch inszenierter Thriller, der auch bei meiner gestrigen Sichtung wieder ausgezeichnet funktioniert hat.
  6. Mich würde ja mal interessieren, wie „Kong: Skull Island“ ohne den Franchise-Gedanken im Hintergrund ausgesehen hätte.
  7. Zuletzt habe ich mir „Area X: The Southern Reach Trilogy“ gekauft (siehe Foto unten) und das war ein guter Kauf, weil das Harcover-Buch sehr hochwertig ist und ich mich jetzt schon enorm aufs Lesen freue.

Der jüngste Neuzugang im Bücherregal (mehr davon auf meinem Instagram-Account):

Jagd auf Roter Oktober – OT: The Hunt for Red October (1990)

Kaum zu glauben, doch unser Zwergofant ist heute tatsächlich ohne Hustenattacke eingeschlafen. Somit hätte unsere Sichtung von „Jagd auf Roter Oktober“ das perfekte Filmerlebnis sein können, wenn wir nicht selbst hundemüde gewesen wären. Die Erschöpfung der letzten Tage zollt langsam aber sicher ihren Tribut. Immerhin ich habe durchgehalten und wurde mit einem herrlich klassischen Thriller belohnt…

Jagd auf Roter Oktober (1990) | © Paramount (Universal Pictures)

Jagd auf Roter Oktober (1990) | © Paramount (Universal Pictures)

U-Boot-Action im Kalten Krieg

„Jagd auf Roter Oktober“ gehört zu den Filmen, die ich in meiner Jugend immer einmal wieder im Fernsehen gesehen habe. Die letzte Sichtung liegt inzwischen jedoch bestimmt 15 Jahre zurück, weshalb ich mich weniger an die konkrete Handlung, als an die Atmosphäre und gewisse Bilder erinnern konnte. In meiner Erinnerung war der Tom-Clancy-Thriller auch unglaublich modern, was aus heutiger Sicht beinahe lächerlich erscheint, hat der Film doch bereits 28 Jahre auf dem Buckel – und das sieht man ihm, gerade in den Unterwasserszenen, doch deutlich an. Schon erstaunlich, um wie viel moderner der gerade einmal fünf Jahre später gedrehte U-Boot-Thriller „Crimson Tide“ doch aus heutiger Sicht wirkt.

Wenn man über so manch angestaubt wirkenden Effekt hinweg sieht, bekommt man einen schnörkellos inszenierten Thriller präsentiert, der immer noch wunderbar funktioniert. John McTiernan (bekannt für z.B. „Predator“) beweist ein Händchen für packende Szenen auf beschränktem Raum und die fähigen Darsteller rund um Sean Connery und einen jungen Alec Baldwin tragen ihr Übriges dazu bei, „The Hunt for Red October“ auch heute noch zu einem Erlebnis zu machen.

Fazit

Für mich reiht sich „Jagd auf Roter Oktober“ in die Thriller der 90er Jahre ein, die ich mir immer wieder ansehen kann. Er ist zugleich ein Zeitdokument, das typisch für die Zeit des auslaufenden Kalten Krieges ist. Wer auf schnelle Action, Schnittgewitter und selbstreferenziellen Humor verzichten kann, der ist auch heute noch gut mit diesem U-Boot-Thriller beraten: 8/10 Punkte.

Kong: Skull Island (2017)

Was für eine Woche. Tagsüber gearbeitet, abends das kranke Kind versorgt und nachts mit vielen Unterbrechungen nur sehr wenig geschlafen. Zeit für das Wochenende, Zeit für einen Film. Die Wahl fiel auf „Kong: Skull Island“ und das war auch gut so, denn dieser Art von Film hat es vielleicht nicht so sehr geschadet, dass wir ihn mit mehreren Pausen über fast vier Stunden strecken mussten. Ob sich die Reise nach Skull Island für uns dennoch gelohnt hat?

Kong: Skull Island (2017) | © Warner Home Video

Kong: Skull Island (2017) | © Warner Home Video

Perfekt inszenierte Monster-Action

Noch bevor es nach Skull Island geht, lebt der Film seine 70er-Jahre-Ästhetik großzügig aus. Man fühlt sich in einer Art Parallelwelt, in der „Apocalypse Now“ bereits die Popkultur der Vietnamkriegs-Ära geprägt hat und die Soldaten sich dessen völlig bewusst sind. In seinem Prolog wirkt „Kong: Skull Island“ dadurch wie ein Meta-Kommentar, was ich stilistisch durchaus spannend fand. Auch auf der Insel wird diese Ästhetik beibehalten und mit bombastischer Monster-Action kombiniert. Und wenn ich schreibe bombastisch, dann meine ich das auch so. Der Film sieht unglaublich gut aus und die Balance aus gebauten Sets und CGI funktioniert tadellos. Gerade in 3D sind die oft weitläufigen Landschaftsaufnahmen ein wahrer Augenschmaus. Selbst die großen Kampfszenen sind stets übersichtlich und ohne hektische Wackelkamera inszeniert, was für Freunde von Monster-Filmen, zu denen ich mich zweifellos zähle, ein großes Vergnügen ist.

Auf der inhaltlichen Seite hat „Kong: Skull Island“ dagegen weniger zu bieten. Dennoch funktioniert die Handlung für mich tadellos als geradlinige Abenteuergeschichte. Die Charaktere sind durchaus brauchbar und ihnen wird von der hochkarätigen Besetzung, u.a. Brie Larson („Raum“) oder Tom Hiddleston („Crimson Peak“), ausreichend viel Leben eingehaucht. Im Vergleich zu Peter Jacksons „King Kong“ aus dem Jahr 2005 ist dieser neue Auftritt des gigantischen Affen inhaltlich aber eher schwach auf der Brust.

Fazit

Mir hat „Kong: Skull Island“ extrem viel Spaß gemacht, was mit Sicherheit an meinem Faible für Monsterfilme liegt. Auch wenn mich unzählige Unterbrechungen immer wieder aus dem Film gerissen haben, so ist mein Gesamteindruck doch gut genug, um gespannt zu sein, wie sich Kong mit „Godzilla“ in einem gemeinsamen Film vereinbaren lässt: 7/10 Punkte.

Meine 5 aktuellen Lieblingslieder

Nach einer Woche Pause startet Gorana mit Die 5 BESTEN am DONNERSTAG in eine neue Runde und möchte unsere aktuellen Lieblingslieder wissen. Da ich ja keine Streaming-Dienste nutze und mir Musik noch ganz klassisch auf CD kaufe, habe ich keine endlose Rotation an neuen Songs. Dafür höre ich neue Alben rauf und runter – und mein letztes Album war „California (Deluxe)“ von blink-182, was eigentlich zwei Alben in einem sind. Da ich in letzter Zeit kaum etwas anderes (Aktuelles) gehört habe, präsentiere ich euch nun meine fünf Lieblingslieder dieses Albums…

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #84

Das Thema für Ausgabe #84 lautet:

Meine 5 aktuellen Lieblingslieder

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This Is Us – Season 1

Eigentlich wollte ich mit der Sichtung dieser Serie noch warten bis sie abgeschlossen ist oder zumindest ein paar mehr Staffeln verfügbar sind. Nach der epischen siebten Staffel von „Game of Thrones“ habe ich aber bewusst zu diesem Familiendrama gegriffen, um einen gewissen Gegenpol zu setzen. Nachdem ich nun gut zwölf Stunden mit „This Is Us – Season 1“ verbracht habe, bin ich einerseits froh, die Serie schon jetzt gesehen zu haben, andererseits aber auch nicht, da die Wartezeit bis zur zweiten Staffel unendlich lang werden wird…

This Is Us – Season 1 | © NBC

This Is Us – Season 1 | © NBC

Das Bild einer Familie über mehrere Jahrzehnte

Ich liebe gut geschriebene Familienserien. Seit der letzten Staffel von „Parenthood“ klafft eine Lücke in meinem Programm – und „This Is Us“ schickt sich an, diese gekonnt zu füllen. Tatsächlich erinnert die Serie sehr an Jason Katims famoses Familiendrama, das sich über sechs Staffeln in mein Herz gespielt hat. Sogar so sehr, dass ich fast schon verwundert war, ihn im Abspann nicht als Showrunner verewigt zu sehen. Der Kniff, der „This Is Us“ so besonders macht, ist dabei so einfach wie genial: Die Erzählung über unterschiedliche Zeitebenen ist einfach großartig und funktioniert unglaublich gut. Zudem hat die Serie dadurch Erinnerungen an meine eigene Kindheit und Jugend geweckt. Ganz besonders deshalb, da sich meine Entwicklung vom Kind zum Jugendlichen und letztendlich bis hin zum Vater über exakt den gleichen Zeitraum erstreckt hat, wie bei den drei Geschwistern der Serie: von den frühen 80ern bis heute. Das verstärkt das Identifikationspotenzial enorm.

Schon nach nur 18 Episoden bin ich großer Fan aller Figuren – und das sowohl auf der heutigen Zeitebene als auch in der Vergangenheit. Die Serie ist unglaublich emotional erzählt und gerade gegen Ende bleibt kein Auge mehr trocken. Wirklich rundum gelungen. Dennoch gibt es auch ein paar Schwachstellen, die glücklicherweise nicht zu sehr ins Gewicht fallen: Teils war mir der Fokus auf die oft sehr dramatischen Handlungselemente ein wenig zu stark. Das hat die Geschichte zwar nach vorne getrieben, aber auch unrealistisch anmutende Schwerpunkte gesetzt. Aber vermutlich erinnert man sich im Leben auch eher an die dramatischen Dinge. Insofern passt diese Erzählweise wiederum sehr gut zur gewählten Form.

Fazit

„This Is Us“ ist eine Serie wie für mich gemacht. In jeder Hinsicht. Wie oben schon angedeutet, finde ich es extrem schade, mit der ersten Staffel bereits abgeschlossen zu haben. Ich vermisse die Charaktere jetzt schon. Sie sind mir ans Herz gewachsen und ich freue mich bereits jetzt auf den Zeitpunkt, wenn es in mit der zweiten Staffel weitergeht. Es wird dann wie nach Hause kommen sein: 9/10 (9.2) Punkte.

Media Monday #349

Ein äußerst unbefriedigendes Wochenende geht zu Ende. Die ganze Familie war krank: von fieser Erkältung, über Magen-Darm-Beschwerden bis hin zu Migräne. Einfach alles dabei. Somit haben wir nicht mehr gemacht als auf dem Sofa zu liegen, Tier-Dokumentationen zu schauen und ab und zu ein Brettspiel zu spielen. Dabei ist das Wetter endlich wieder gut, doch zu mehr als einem kurzen Spaziergang (siehe Foto unten) konnten wir uns nicht aufraffen. Morgen fällt dann noch das Sofa weg und wir werden uns alle wieder in den Alltag stürzen. Doch nun möchten erst noch die Fragen des Medienjournals beantwortet werden. War euer Wochenende besser?

Media Monday #349

  1. Dem Gefühl nach hat die Karriere von Taron Egerton in den letzten Jahren einen regelrechten Steilflug hingelegt, denn nach seiner Hauptrolle in „Kingsman: The Secret Service“ und seinem Nachfolger, schafft er es auch in kleineren Produktionen wie „Eddie the Eagle“ zu glänzen.
  2. Neill Blomkamps „Chappie“ ist in meinen Augen eine echte Genre-Perle, immerhin bekommen wir darin eine originell erzählte Geschichte präsentiert, die zudem noch ungewöhnlich inszeniert ist.
  3. Bei diesen eisigen Temperaturen frieren selbst die Freibäder zu (siehe unten).
  4. Dass sich Robert De Niro für so einen Mist wie „Dirty Grandpa“ hergegeben hat, ist ein deutliches Zeichen, dass man sich manchmal lieber aus dem Berufsleben zurückziehen sollte.
  5. Am liebsten lese ich ja am Wochenende zu Hause auf der Couch, im Urlaub am Strand oder abends vor dem Einschlafen im Bett – also eigentlich immer und überall.
  6. Von all den Filmen, die es hierzulande nicht einmal ins Kino schaffen, gehört „Predestination“ zu denen, die es eigentlich verdient gehabt hätten, auf der großen Leinwand zu laufen.
  7. Zuletzt habe ich den Film „Viel Lärm um nichts gesehen“ aus dem Jahr 2012 gesehen und das war ein ziemliches Vergnügen, weil es in Joss Whedons Shakespeare-Adaption so einige bekannte Gesichter aus dem Whedonverse zu sehen gibt.

Da zugefrorene Freibad (mehr davon auf meinem Instagram-Account):

Viel Lärm um nichts – OT: Much Ado About Nothing (2012)

Solch einen drögen Samstag hatten wir schon lange nicht mehr. Alle angeschlagen bis krank und zu nichts zu gebrauchen. Da ich heute eh nur rumgelegen bin (von ein paar Brettspielen mit den Kindern einmal abgesehen), habe ich mich noch fit genug für einen Film gefühlt und „Viel Lärm um nichts“ in Joss Whedons Inszenierung in den Player geschoben. Eine gute Wahl?

Viel Lärm um nichts (2012) | © Edel Germany GmbH

Viel Lärm um nichts (2012) | © Edel Germany GmbH

Wenn Buffy auf Shakespeare trifft

Um es gleich zu Beginn zu sagen: Ja, ich bin ein Whedon-Fanboy. Ich liebe seine Serien „Buffy the Vampire Slayer“ und „Angel“. Bis heute zählt „Firefly“ zu meinen absoluten Serien-Highlights und selbst „Dollhouse“ konnte ich einiges abgewinnen. Kein Wunder also, dass mich seine Shakespeare-Adaption, die er zusammen mit befreundeten Darstellern aus oben genannten Serien innerhalb von zwei Wochen in seinem Haus in Santa Monica abgedreht hat, ziemlich begeistert hat. Dabei ist es mir am Anfang eher schwer gefallen, mich auf den nahezu unveränderten Originaltext einzulassen, was mir allerdings auch schon bei Baz Luhrmanns „Romeo + Julia“ so ging. Nach ein paar Minuten hat es aber geklickt und ich hatte extrem viel Spaß mit dem Stoff.

Über die Qualität der Adaption kann ich nicht viel sagen, kenne ich doch weder das Stück noch Kenneth Branaghs bekannte Verfilmung aus dem Jahr 1993. Die Verlegung der Handlung in die heutige Zeit hat für mich recht gut funktioniert, doch hätte ich mir fast gewünscht, dass Whedon den Text an gewissen Stellen ebenfalls modernisiert. Das wäre natürlich ein Frevel gewesen, doch die Ansprache mit Graf usw. hat nicht wirklich gepasst. Auf der anderen Seite schafft Whedon sehr stimmungsvolle Schwarz-Weiß-Bilder, die er teils mit Songs unterlegt, die auf Shakespeares Texten basieren. Das fand ich wiederum ziemlich großartig. Ebenso wie die bewusst ausgespielte Comedy (u.a. durch Nathan Fillion), die schon fast an Slapstick erinnert.

Fazit

Mir hat diese moderne Inszenierung von „Viel Lärm um nichts“ sehr viel Freude bereitet. Allerdings besitze ich auch keine Kenntnis vom Original und sehe die Inszenierung bewusst durch die Fan-Brille (der Film könnte auch eine Alternative-Universe-Episode von „Angel“ sein, in der Winifred und Wesley ein Happy-End gegönnt wird). Wenn ihr Joss Whedon mögt und Shakespeare nicht abgeneigt seid, dann solltet ihr unbedingt einmal reinschauen: 8/10 Punkte.

Chappie (2015)

Die wohl kälteste Woche des Jahres liegt hinter uns. Gerade jetzt, da es wieder wärmer wird, hat mich eine Erkältung niedergestreckt. Alle großen Laufpläne für das Wochenende sind dahin. Also lieber auf das Sofa und einen Film schauen: Mit „Chappie“ fiel die Wahl auf den jüngsten Neuzugang in meine Sammlung. Allerdings hatte ich schon länger ein Auge auf Neill Blomkamps Sci-Fi-Actioner geworfen…

Chappie (2015) | © Sony Pictures Home Entertainment

Chappie (2015) | © Sony Pictures Home Entertainment

Nummer 5 lebt!

Manchmal ist es schon komisch mit der Erwartungshaltung: Ich hatte im Vorfeld vermutet, dass mir die eher komödiantischen Ansätze in der Gangster-Storyline recht schnell auf die Nerven gehen würden. Und dass mich die an „RoboCop“ erinnernde Rahmengeschichte rund um den Rüstungskonzern Tetravaal zu begeistern vermag. Letztendlich kam es dann genau andersrum, denn mir hat Chappies Lernprozess und Initiation in das Gangsterleben tatsächlich sehr viel Spaß gemacht. Die südafrikanische Rap-Gruppe Die Antwoord verkörpert dabei Chappies Zieheltern, was zu Beginn ein wenig anstrengend ist, mit der Zeit jedoch erstaunlich gut funktioniert.

Genau andersherum hat es sich mit der Geschichte rund um Tetravaal und den Konkurrenz-Roboter Moose verhalten: Der von Hugh Jackman (zuletzt gesehen in „Logan: The Wolverine“ und „Eddie the Eagle“) gespielte Gegenspieler ist ein wenig zu klischeehaft böse und der actionreiche Endkampf beinahe schon ermüdend. Da hätte ich lieber mehr Dialogszenen zwischen Chappie und seinem Erschaffer bzw. seiner Ersatzfamilie gesehen. Das Finale hat für mich dagegen wieder recht gut funktioniert und erinnerte mich sehr an so manche verrückte Versatzstücke aus Neill Blomkamps vorherigen Filmen „District 9“ und „Elysium“.

Fazit

Auch wenn „Chappie“ nicht der ganz große Wurf ist, so ist er doch weit gelungener als sein Ruf vermuten lassen würde. Emotional hat er mich an so manchen Stellen unerwartet gepackt und rein audiovisuell ist er, wie bereits Blomkamps frühere Werke, erneut großartig. Man erkennt den Stil des Regisseurs und seine Vorliebe für den wilden Genre-Mix. Hat mir insgesamt gut gefallen: 7/10 Punkte.

Media Monday #348

Wulf hat es in dieser Ausgabe selbst festgestellt: Die Woche ist wieder unglaublich schnell vergangen. Somit ist es schon wieder Sonntagabend und erneut sitze ich vor den Fragen des Medienjournals. Mein Wochenende war mehr oder weniger aufregend, d.h. ich habe einen Film gesehen, war laufen und habe ein Konzert (siehe Frage 7) besucht. Trotz Eiseskälte waren wir heute eine Runde spazieren und haben am Nachmittag noch ein paar Runden „Spookies“ gespielt. Wie war euer Wochenende?

Media Monday #348

  1. Ein altbewährtes Konzept auf den Kopf zu stellen ist Jordan Peele mit seiner Horror-Satire „Get Out“ gelungen – von mir gibt es dafür eine dicke Empfehlung!
  2. Von der siebten Staffel von „The Walking Dead“ fühl(t)e ich mich ja doch eher unterwältigt, schließlich tritt die Handlung gerade im letzten Drittel doch ziemlich auf der Stelle.
  3. Idris Elba würde ich mir ja mal als James Bond wünschen, denn das würde die Reihe in meinen Augen wieder deutlich interessanter machen.
  4. RegisseurIn Penny Marshall hat mit „Big“ einen der Komödien-Klassiker der 80er Jahre inszeniert.
  5. Bronn aus „Game of Thrones“ ist einer der besten Sidekicks überhaupt, immerhin hat er stets einen flotten Spruch auf den Lippen und man weiß nie so genau, wo seine Loyalität aktuell liegt.
  6. Bevor der Februar endet werde ich hoffentlich noch die geplanten 60-Lauf-Kilometer vollgemacht haben.
  7. Zuletzt habe ich das Konzert des Kinder- und Jugendchors des Zappelinchens besucht (siehe unten) und das war ein schönes Erlebnis, weil die Freude der Kinder an der Musik bei jedem Song zu spüren war.

Die Ruhe vor dem Konzert (mehr davon auf Instagram):