Media Monday #352

Der erste schöne Tag des Jahres geht zu Ende. Endlich Sonnenschein und angenehme Temperaturen! Somit sind wir nach dem Gottesdienst zum Palmsonntag spontan mit Freunden Essen gegangen und haben den restlichen Tag bei uns im Garten verbracht. Herrlich! Für den Rest meiner Familie beginnen nun die Osterferien, für mich dagegen eine ganz normale Arbeitswoche. Nun stehen jedoch erst noch die aktuellen Fragen des Medienjournals auf dem Programm, bevor wir diesen schönen Sonntag gemütlich ausklingen lassen… 🙂

Media Monday #352

  1. Jüngst erst wieder einen Film mit Channing Tatum gesehen und obwohl er mir durchaus sympathisch ist, konnte mich sein Schauspiel in „Der Adler der neunten Legion“ nicht vollständig überzeugen.
  2. Die Fastenzeit macht mich ja regelrecht fertig, schließlich verzichte ich seit knapp sechs Wochen schon auf Süßigkeiten, Knabbereien, Fleisch und Alkohol – nur noch eine Woche (siehe unten), dann wird es lecker!
  3. Eine der mitunter besten Videospiel-Verfilmungen ist für mich „Silent Hill“ von Christophe Gans.
  4. Die Sonne ist wieder da! Da wird jegliche Couch-Aktivität (Filme, Serien) wohl zurückstehen müssen zugunsten von entspannten Abenden auf der Terrasse.
  5. Dank meines neuen Fernsehers habe ich eine große Liebe für 3D-Filme in den heimischen vier Wänden entwickelt.
  6. „Kein Weg zurück: Leben und Sterben am K2“ konnte ich ja kaum aus der Hand legen, denn es ist ein absolut packendes Buch, das die 2008er Katastrophe am K2 mitreißend beschreibt.
  7. Zuletzt habe ich den Film „Passengers“ (2016) gesehen und das war gute Unterhaltung mit tollen Bildern und einer spannenden Prämisse, weil der moralische Konflikt der Hauptfigur für mich der interessanteste Aspekt des Films war.

Das Ende der Fastenzeit naht (mehr davon auf meinem Instagram-Account):

Passengers (2016)

Zeitumstellung! Die ideale Gelegenheit also, um sich mit einem Raumschiff auf eine 120 Jahre dauernde Reise zu begeben. Somit haben wir auf der Avalon eingecheckt und uns mit „Passengers“ auf die Reise nach Homestead II begeben. Ob sich die lange Reise gelohnt hat, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung…

Passengers (2016) | © Sony Pictures Home Entertainment

Passengers (2016) | © Sony Pictures Home Entertainment

Bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter!

Morten Tyldums „Passengers“ hat nicht die besten Kritiken bekommen. Als Romanze im All verschrien, waren viele Sci-Fi-Fans wohl ziemlich enttäuscht. Meine Erwartungen waren folglich nicht zu groß und ich habe mir am ehesten schöne 3D-Bilder erhofft. Die bekam ich auch zu sehen, denn der Film sieht wahrlich fantastisch aus! Die Tiefe des Raums ist nahezu greifbar und Schauplätze, wie der Infinity Pool im Weltall, sorgen für so manchen Wow-Effekt. Audiovisuell ist „Passengers“ ein großes Vergnügen, doch die eigentliche Überraschung war, dass er mich auch inhaltlich zu überzeugen wusste.

Vielleicht liegt es daran, dass ich mich mit „The Dark Forest“ und seinem Nachfolger „Death’s End“ zurzeit ausführlich mit Hibernation und Langstreckenflügen unter Lichtgeschwindigkeit auseinandersetze. Die hier aufgemachte Prämisse fand ich somit sofort spannend und erzählenswert. Im Verlauf des Films kommt Drehbuchautor Jon Spaihts mit unzähligen Ideen um die Ecke, aus denen man eigene Filme hätte machen können. Vielleicht wirkt die Geschichte deshalb insgesamt ein wenig unrund und zusammengewürfelt. Für mich hat die Romanze nur einen kleinen Teil ausgemacht und das Drama um Jim Prestons (Chris Pratt) Entscheidung war für mich der Kern des Films. Hier hätte das Skript für mich gerne noch ein wenig mehr in die Tiefe gehen können. Jedoch fand ich die angedeuteten Konsequenzen spannend genug, um mich bei der Stange zu halten – und selbst das Ende konnte mich überzeugen, wenngleich ich Auroras bewusste Entscheidung, nicht mehr in die Hibernation zu gehen, ein wenig plakativ als Geste der Vergebung fand.

Fazit

Was hätte man alles aus der Geschichte machen können? Einen Mystery-Thriller, ein Beziehungsdrama oder einen Sci-Fi-Actionfilm. Letztendlich steckt von alldem alles ein wenig in „Passengers“ – und für mich hat dieser Mix, auch dank des famosen Zusammenspiels von Jennifer Lawrence („The Hunger Games“) und Chris Pratt („Guardians of the Galaxy“), fabelhaft funktioniert. Für mich eine durchwegs positive Überraschung, die zudem tolle Bilder bietet: 8/10 Punkte.

Der Adler der neunten Legion – OT: The Eagle (2011)

Wochenende, Zeit für einen Film. Mit „Der Adler der neunten Legion“ habe ich mich für eine nur allzu bekannte Geschichte entschieden, von der ich mir dieses Mal eine gelungenere Umsetzung erwartete. Ob Kevin Macdonald das liefern konnte, lest ihr in der folgenden Besprechung…

Der Adler der neunten Legion (2011) | © Concorde Video

Der Adler der neunten Legion (2011) | © Concorde Video

Ein Buddy-Movie im zweiten Jahrhundert

Wie bereits erwähnt, basiert „Der Adler der neunten Legion“ auf der gleichen Prämisse wie Neill Marshalls „Centurion“ aus dem Jahr 2010. Marshall hatte einen kleinen, dreckige Actionfilm aus der Geschichte gemacht, während Kevin Macdonald das historische Setting ernster nimmt und deutlich weiter ausholt. So dauert es beinahe eine Stunde, bis sich der Suchtrupp hinter den Hadrianswall (übrigens die Vorlage der Mauer aus „Game of Thrones“) begibt und das Abenteuer beginnt. Im Norden angekommen, wird eine ähnliche Verfolgungsjagd wie in „Centurion“ abgespult, nur ohne jemals deren Intensität zu erreichen. Nett, aber eben auch nicht mehr. Dabei sind die Kampfszenen ähnlich hektisch inszeniert, nur dass sie relativ blutleer bleiben. Und der teils unpassende Buddy-Movie-Aspekt (was sollte denn die letzte Szene?) hat nicht wirklich zum Positiven beigetragen.

Kevin Macdonald hat mit „Sturz ins Leere“, „Der letzte König von Schottland“ und „State of Play“ drei Filme inszeniert, die ich durchaus schätze. Selbst sein lediglich unterhaltsamer U-Boot-Thriller „Black Sea“ konnte mich überzeugen. „Der Adler der neunten Legion“ fällt für mich dagegen in jeder Hinsicht deutlich ab, da er einerseits ziemlich dröge, andererseits aber auch unnötig hektisch wirkt. Letztendlich hatte ich mit Neill Marshalls Variante der Geschichte mehr Spaß.

Fazit

Auch wenn „The Eagle“ ein paar schöne Bilder und durchaus Atmosphäre besitzt, so kommt er über einen bestenfalls durchschnittlichen Eindruck nicht hinweg. Letztendlich hat man das alles schon besser gesehen, was nicht wirklich für den Film spricht. In jeder Hinsicht mittelmäßige Unterhaltung: 5/10 Punkte.

5 Songs die mich automatisch an einen Film denken lassen

Es bleibt musikalisch, doch so langsam wendet sich Die 5 BESTEN am DONNERSTAG wieder dem Film zu: Gorana möchte die fünf Songs von uns wissen, die uns automatisch an einen Film denken lassen. Wie so oft liegt die Herausforderung bei dieser Aufgabe an der Reduzierung. Doch seht selbst…

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #86

Das Thema für Ausgabe #86 lautet:

5 Songs die mich automatisch an einen Film denken lassen

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Sons of Anarchy – Season 1

Auch wenn einige meiner Blogger-Kolleginnen (ich schaue dich an Maren) geglaubt haben, hier nie eine Besprechung der Serie zu lesen, so habe ich inzwischen tatsächlich „Sons of Anarchy – Season 1“ gesehen. Die Serie stand schon seit mehreren Jahren in meinem Regal und ich habe nur auf den richtigen Zeitpunkt gewartet. Und dieser ist jetzt gekommen, denn die sieben Staffeln wollen nicht bis in den Sommer gezogen werden, wenn die Zeit vor dem Fernseher auf ein Minimum schrumpft. Hat sich das lange Warten gelohnt?

Sons of Anarchy – Season 1 | © Twentieth Century Fox

Sons of Anarchy – Season 1 | © Twentieth Century Fox

Welcome to Charming

Wenn ich mit einer neuen Serie beginne, gerade wenn diese so umfangreich ist wie „Sons of Anarchy“, ist die Pilotfolge immer ein ganz besonderes Erlebnis. Kann ich mich mit der Welt und ihren Figuren anfreunden? Wie ist die Atmosphäre? Muss ich mich schon jetzt durch die Handlung quälen? Natürlich gibt es auch Serien, die ihre Qualitäten erst im Laufe der Zeit offenbaren, was ein gewisses Durchhaltevermögen erfordert. Wie verhält es sich nun mit „Sons of Anarchy“? Eine vorsichtige Annäherung oder Liebe auf den ersten Blick? Schmetterlinge im Bauch und Funkenflug! Tatsächlich hat mich die Pilotepisode der Serie rund um den Sons of Anarchy Motorcycle Club Redwood Original, oder SAMCRO, sofort in ihren Bann gezogen: Die Charaktere sind interessant, die Handlung spannend und die Welt besitzt enorm viel Potenzial für Konflikte. Selten habe ich mich in einer ersten Episode schon so zu Hause gefühlt, wie hier in Charming.

Ein Leben in der Grauzone

Showrunner Kurt Sutter hat als Autor und Produzent von „The Shield“ bereits einige Erfahrungen mit Charakteren sammeln können, die auf der falschen Seite des Gesetzes stehen bzw. dieses sehr frei interpretieren. Dennoch war auch diese Serie stark von Werten geprägt, die sich in einer moralischen Verantwortung für die Familie und den erweiterten Personenkreis des unmittelbaren Umfelds niederschlugen. In „Sons of Anarchy“ stehen statt korrupten Polizisten nun die Mitglieder einer Motorradgang im Zentrum der Handlung. Die Geschichten rund um Loyalität, Verrat, Familie und Gewalt ähneln sich jedoch sehr. Beide Serien teilen sich zudem einige Schauspieler (z.B. Jay Karnes) und sogar ganze Personengruppen, wie die Gang der One-Niners, die in beiden Welten eine wichtige Rolle spielt. Um es kurz zu machen: Jeder, der „The Shield“ mochte, sollte sich auch in Charming wohl fühlen.

Die Handlung dieser ersten Staffel setzt noch sehr auf die Einführung in die Welt der Motorradclubs und hält in der ersten Hälfte noch einige Episoden parat, die eine in sich abgeschlossene Handlung besitzen. Ab der Mitte der Staffel nimmt der übergreifende Erzählstrang dann deutlich an Fahrt auf und man bekommt einen Ausblick auf das, was ich mir über die nächsten Staffeln erhoffe – und auch ein wenig befürchte, denn zimperlich springen die Autoren wahrlich nicht mit ihren Charakteren um. Auch das weckt Erinnerungen an die späteren Staffeln von „The Shield“. Harter Tobak.

Fazit

Wie ihr bis hierhin vielleicht schon aus meiner Besprechung herauslesen konntet, bin ich froh endlich den Sprung nach Charming gemacht zu haben. Auch wenn diese erste Staffel noch nicht perfekt ist, so zeigt sie doch wunderbar das große Potenzial auf, das in „Sons of Anarchy“ steckt. Gerade die letzten Episoden sind unglaublich mitreißend und emotional. Wenn ich eine Staffel innerhalb von knapp zwei Wochen komplett verschlinge, dann ist das schon ein sehr gutes Zeichen. Ich freue mich jetzt schon enorm auf die Fortsetzung: 9/10 (8.5) Punkte.

Media Monday #351

Ehe man sich versieht, ist das Wochenende auch schon wieder vorbei. Nur noch eine Woche, dann beginnen die Osterferien. Zumindest für den Rest der Familie, denn ich muss arbeiten. Aufgrund des durchwachsenen Wetters (siehe unten) war unser Wochenende eher unspektakulär: Am Samstag war eine Aufführung der Musikschule, am Sonntag haben wir uns immerhin zu einem Spaziergang aufgerafft. Nun warten nur noch die Fragen des Medienjournals auf ihre Beantwortung, bevor der gemütliche Teil des Abends beginnt. Euch einen guten Start in die neue Woche! 🙂

Media Monday #351

  1. Was mich im noch jungen Filmjahr 2018 bisher begeistert hat war, dass Jordan Peele für sein Drehbuch zu „Get Out“ tatsächlich den Oscar gewonnen hat.
  2. Wenn im Internet dann plötzlich wieder alle von beispielsweise der Leipziger Buchmesse erzählen lässt mich das ziemlich kalt, doch vielleicht sollte ich selbst einfach einmal auf eine Buchmesse fahren?
  3. Alles was derzeit so im Radio läuft ist in meinen Augen schon reichlich überschätzt, denn für mich klingt das alles gleich.
  4. Wohingegen die Zusammenstellung meiner fünf Lieblingslieder aller Zeiten dann eher unterschätzt wird und nicht die verdiente Aufmerksamkeit bekommt, denn immerhin haben sie mich schon über mehrere Jahrzehnte hinweg begleitet und sind heute noch so großartig wie am ersten Tag.
  5. Als ich letztens mal wieder einen Dokumentarfilm von Louis Theroux zur Hand nahm war ich leider ein wenig enttäuscht, denn „My Scientology Movie“ blieb hinter meinen Erwartungen zurück, auch wenn er durchaus spannende und unterhaltsame Einblicke bietet.
  6. Wenn die Laune mal im Keller ist und ich sonst zu nichts Lust habe, eine Runde laufen geht eigentlich immer, denn man tut sich selbst etwas Gutes und fühlt sich danach immer besser als davor – selbst wenn es eiskalt ist und man sich durch den Schnee kämpfen muss, so wie ich heute.
  7. Zuletzt habe ich den Thriller „Die Stunde der Patrioten“ (1992) gesehen und das war solide Unterhaltung, weil Harrison Ford einen tollen Jack Ryan gibt, selbst wenn die Handlung eher vorhersehbar bleibt.

Da bleiben die Frühlingsgefühle aus (mehr davon auf meinem Instagram-Account):

Run, Fatboy, Run (484)

Letztes Wochenende hatte es 16 °C und Sonnenschein. Ich konnte nicht laufen. Dieses Wochenende hat es -5 °C und Schnee. Ich gehe laufen. Gestern hat es noch über 0 °C gehabt, doch das Musikschulfest der Kinder hatte natürlich Vorrang. Also habe ich mich gleich heute früh auf den Weg gemacht und wurde vor der Haustür erst einmal von Schnee begrüßt. Endlich! Will man ja so direkt vor Ostern auch unbedingt haben.

Im Schnee sieht man die Ostereier wenigstens besser...

Im Schnee sieht man die Ostereier wenigstens besser…

Distance: 10.49 km
Duration: 01:10:26
Elevation: 118 m
Avg Pace: 6:43 min/km
Avg Speed: 8.94 km/h
Heart Rate: 174 bpm
Stride Frequency: 148 spm
Energy: 904 kcal

Nachdem ich den letzten Lauf ganz bewusst langsam angegangen bin, habe ich mich heute vom Gefühl leiten lassen. In Kombination mit dem Schnee hat es sich gezeigt, dass ich von Tempo noch weit entfernt bin. Der Puls ist trotzdem ziemlich hoch gewesen, was auch an dem Vollidioten von Hundehalter liegt, wegen dessen Drecksvieh ich einen Sprung in den Wald machen musste. So viel geballter Egoismus ist mir echt noch bei keiner anderen Personengruppe begegnet. Unfassbar. Lustig dabei: Man kann beim Pulsverlauf an dieser Stelle das Hochschnellen auf 185 bpm sehen.

Im ersten Ohr: FatBoysRun – Episode 112: Interview Eva Sperger
Im zweiten Ohr: Radio Nukular – Episode 71: Remakes, Reboots, Neuauflagen: Film & Fernsehen

Die Stunde der Patrioten – OT: Patriot Games (1992)

Heute ist die mir die Wahl des Films am Abend nicht schwergefallen, da ich bereits vergangenes Wochenende mit „Jagd auf Roter Oktober“ eine neue Reihe begonnen hatte. Folglich stand heute der Nachfolger „Die Stunde der Patrioten“ auf dem Plan – und wie sich dieser geschlagen hat, lest ihr in der folgenden Besprechung…

Die Stunde der Patrioten (1992) | © Paramount (Universal Pictures)

Die Stunde der Patrioten (1992) | © Paramount (Universal Pictures)

Jack Ryan wird zum Actionhelden

Hat Jack Ryan in „Jagd auf Roter Oktober“ (gespielt von Alec Baldwin) noch eher Worte denn Taten sprechen lassen, legt Harrison Ford als Neubesetzung sogleich Hand an und rettet die britische Königsfamilie vor einem Attentat. Damit ist der Ton der Fortsetzung auch gesetzt und wir bekommen einen viel klassischeren Thriller zu sehen, der bis zum übertriebenen Finale auch weitestgehend nach Schema F abläuft. Statt den bösen Russen steht dieses Mal eine Splittergruppe der IRA im Mittelpunkt, die jedoch nur als Aufhänger für eine nur allzu persönliche Rachegeschichte dient. Als Gegenspieler erleben wir einen jungen Sean Bean, der Harrison Fords Jack Ryan ganz schön zum Schwitzen bringt.

Ich mochte den Fokus auf Ryans Familie sowie das Gefühl der beständigen Bedrohung. In diesen eher ruhigen Szenen ist der Film auch zweifellos am gelungensten. Die Action ist dagegen oft ausufernd (speziell das übertriebene Finale) und die Dialoge zwischen diversen CIA-Agenten und Militär-Mitgliedern ein wenig ermüdend.

Fazit

Insgesamt ist auch „Die Stunde der Patrioten“ ein nach wie vor sehenswerter Thriller, dem jedoch das spezielle Setting des Vorgängers abgeht. Die Rachegeschichte ist handwerklich sauber inszeniert und es gibt genügend spannende Szenen. Alles in allem ein leichter Rückschritt, auch wenn ich dennoch Spaß mit dem Film hatte: 7/10 Punkte.

My Scientology Movie (2015)

Nach einer anstrengenden Arbeitswoche, anstrengenden Kindern und weiterhin andauernder Fastenzeit (sprich immer noch kein Alkohol), kommt das Wochenende gerade recht. Mit „My Scientology Movie“ habe ich einen Dokumentarfilm in den Player geschoben, der schon lange auf meiner Liste stand. Ob er an andere Überraschungen aus dem Genre, wie „Searching for Sugarman“, anschließen kann?

My Scientology Movie (2015) | © Altitude Film Distribution

My Scientology Movie (2015) | © Altitude Film Distribution

Leider kein intimer Einblick in die Sekte

Ich liebe die Art und Weise, wie Louis Theroux seine Dokumentarfilme aufzieht. Durch seine ruhige und bedächtige Art ist es ihm schon gelungen, das Vertrauen von teils ungewöhnlichen bis abstoßenden Gemeinschaften zu gewinnen. In seiner bekannten Dokumentation „The Most Hated Family in America“ hat er z.B. die Westboro Baptist Church begleitet und führende Mitglieder vor die Kamera bekommen. Die Interviews, die er führt, sind unglaublich packend und legen die völlig abstrusen Gedankengänge der Mitglieder dieser Sekte offen. Etwas Ähnliches hatte ich mir auch von „My Scientology Movie“ erhofft, jedoch blieb Louis Theroux hier der Zugang verwehrt.

Um dennoch eine Geschichte für seinen Dokumentarfilm zu haben, interviewt er einige ehemalige Mitglieder von Scientology und dreht Schlüsselszenen ihrer Aussagen mit Schauspielern nach. Dies ist ein spannendes Konzept, das für so manch einen Aha-Moment sorgt, jedoch wirkt es leider auch wie Plan B. Eine schwächere Alternative, weil er keinen direkteren Zugang zum Machtzentrum der Sekte bekommen hat. Am stärksten ist der Film in den Szenen, in denen Louis in direkter Konfrontation mit einigen Scientologen ist und versucht diesen gewisse Aussagen zu entlocken. Leider lassen sich diese Begegnungen an einer Hand abzählen, so dass der gewünschte Einblick größtenteils ausbleibt.

Fazit

Auch wenn mich „My Scientology Movie“ insgesamt enttäuscht hat, so ist der Dokumentarfilm doch wirklich unterhaltsam. Die gezeigten Einblicke geben zudem einen guten Eindruck, um was für eine seltsam verquere Parallelgesellschaft es sich hier handelt. Leider nicht die beste Theroux-Doku, doch Fans des Briten dürften auch damit ihre Freude haben: 7/10 Punkte.

Meine 5 Lieblingslieder aller Zeiten

Auch in dieser Ausgabe von Die 5 BESTEN am DONNERSTAG bleibt es musikalisch. Gorana wendet sich den All-Time-Favorites zu und die erste Runde stellt unsere Lieblingslieder in den Mittelpunkt. Da konnte ich aus dem Vollen schöpfen und habe mich schweren Herzens auf fünf Lieblingslieder beschränkt. Gar nicht so einfach!

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #85

Das Thema für Ausgabe #85 lautet:

Meine 5 Lieblingslieder aller Zeiten

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