The Walking Dead – Season 7

Wie jedes Jahr bin ich pünktlich zur Weihnachtszeit wieder zu den geliebten Untoten zurückgekehrt. Eine, ähm, schöne Tradition. Endlich die Auflösung zu der Frage, wen der neue Bösewicht Negan am Ende der sechsten Staffel umbringt. Insofern war meine Vorfreude auf „The Walking Dead – Season 7“ durchaus hoch und ich habe die erste Hälfte der Staffel auch wirklich verschlungen. Danach jedoch…

The Walking Dead – Season 7 | © Twentieth Century Fox

The Walking Dead – Season 7 | © Twentieth Century Fox

„Lucille is thirsty. She is a vampire bat!“

Ja, Negan ist der Star der siebten Staffel, keine Frage. Die erste Episode ist auch wirklich extrem unangenehm und mitreißend anzusehen. Puh. Danach war ich erst einmal bedient. Wenn die Staffel so weitergegangen wäre, hätte sie eine extreme Tour-de-Force dargestellt. Doch schon kurz darauf begeben wir uns in bekannte Gefilde mit ein paar Episoden, die viele Charaktermomente und das nötige Maß an Brutalität bieten. Speziell die Episoden, in denen wir Negan genauer kennenlernen, sind dann auch ziemliche Highlights. In ihrem letzten Drittel fällt die Staffel jedoch in ein ziemliches Loch und präsentiert uns eine Füllepisode nach der anderen. Hier hat mich die Serie häufig unangenehm an das Spin-off „Fear the Walking Dead“ erinnert, das in seiner zweiten Staffel noch einmal extrem abgebaut hat.

Ich war damals froh, dass man der Serie 16 statt 13 Episoden pro Staffel spendiert hat. Doch inzwischen würde ich mir fast wünschen, dass die Autoren die Handlung nicht so ewig auswälzen und sich auf alte Stärken zurückbesinnen – und das schreibe ich als jemand, der selbst die oft als langweilig angesehene zweite Staffel großartig fand.

Fazit

Insgesamt hat mich auch die siebte Staffel von „The Walking Dead“ sehr gut unterhalten. Leider jedoch hat die zu Beginn extrem dichte Handlung mit dem weiteren Verlauf ziemlich abgebaut und gerade das letzte Drittel war schon fast ärgerlich beliebig. Einzig im Finale kam noch ein wenig Spannung auf, wenngleich es auch kein Vergleich zur vorherigen Staffel war. Insgesamt weiterhin sehenswert, doch mit Abstand die schwächste Staffel bisher: 7/10 (7.3) Punkte.

41 Gedanken zu “The Walking Dead – Season 7

  1. Diese Serie … was soll ich sagen. Ich war ja nie ein großer Fan, weil ich es schon immer mehr schlecht als recht fand, aber mittlerweile dümpelt man wirklich nur noch dahin und es zieht sich zum Teil wie Kaugummi. Mit Negan kam zwar dann mal etwas frischer Wind rein, aber Stand jetzt interessiert der mich auch nicht mehr die Bohne, weil man über die Figur rein gar nichts erfährt. Die anderen sind immer noch die selben Pappnasen wie immer und alles dreht sich immer wieder im Kreis. Dabei wäre es ja gar nicht so schwierig, weiterhin zu unterhalten. Man erwartet ja schon aus Prinzip kein preisverdächtiges Drama. Aber was man da mittlerweile für einen Käse zusammenschreibt ist schon haarsträubend doof. Ich warte ja eigentlich nur noch darauf, dass die endlich die Grenze zum völligen Trash überschreiten. Auf dem schmalen Grat wandelt man schon lange, aber irgendwie schafft man es immer noch so gerade, auf der anderen Seite zu bleiben.

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    • Ja, die Serie war nie intellektuell fordernd – schließlich ist es eine Zombie-Serie. Allerdings fand ich die zwischenmenschlichen Konflikte schon immer spannend und packend erzählt. Das mag ich auch heute noch, ebenso wie die blutige Zombie-Action, doch inzwischen dreht man sich wirklich oft im Kreis und das Potenzial von Negan wurde auch nicht ausgeschöpft. Ich bleibe weiterhin dran, doch das große Highlight ist die Serie auch für mich nicht mehr.

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      • Da sind wir uns tatsächlich mal einig. Mich hat es jetzt von den Figuren zwar nie so recht gepackt, aber man hat ja so seine Lieblinge. Das entsteht ja von ganz alleine. Aber selbst die wurschteln nur noch sinn- und hirnlos da rum und alles scheint nur noch darauf abzuzielen, den Figuren eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme zu geben, damit man sie alle 3-4 Folgen mal wieder zeigen kann. Der Cast ist aber auch einfach viel zu voll. Man hat da mittlerweile 1000 Figuren eingeführt, die alle einfach nur da sind und neben dem Hauptcast komplett baden gehen. Dementsprechend aufregend ist dann natürlich auch alles, was mit denen so passiert. Nämlich gar nicht. Es gibt ja diesen Begriff „Guilty Pleasure“. Ich glaube, da passt der ganz gut. Eigentlich reizt es mich gar nicht mehr, aber aufhören kann ich auch nicht.

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      • Völlig richtig, die Figuren wachsen einem irgendwie ans Herz. Die erste Episode der siebten Staffel war für mich deshalb auch wirklich schockierend. Gerade mit der zweiten Hinrichtung hätte ich nie gerechnet. Viele neuere Nebenfiguren dagegen hätte man sich wirklich sparen können. Inzwischen ist die Serie ein Guilty Pleasure, das stimmt. Gerade auch aufgrund der comichaft überzogenen Darstellung von Negan.

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      • Ich bn nebenbei einer der wenigen, der die erste Hinrichtung schlimmer fand, weil ich den Charakter mehr mochte. Die zweite hat bei mir tatsächlich nur ein Schulterzucken hervorgerufen, weil die Figur mir seit Jahren komplett am Arsch vorbei geht.

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      • Ich mochte den ersten Charakter auch sehr, doch zum zweiten hatte ich eine stärkere emotionale Bindung, gerade auch aufgrund seiner aktuellen familiären Situation. Das fand ich schon extrem hart (auch was die visuelle Umsetzung angeht).

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      • Visuell war das top. Da kann man der Serie aber ohnehin kaum was vorwerfen. Die Maske ist eigentlich die absolute Stärke der ganzen Produktion. Und auch die Action kommt immer gut rüber. Nur Explosionen sehen meist kacke aus, aber ansonsten gibt es da nix zu meckern.
        Ich konnte mit dem zweiten Charakter tatsächlich nie viel anfangen. Hat mich nie so recht interessiert, was mit dem passiert und vermisse ihn nicht die Bohne. Da gibts im Hauptcast aber noch weitere. Wegen mir könnte man auch Rick einfach mal so nebenbei weghauen, weil der mich auch nicht im Geringsten tangiert. Die stärkeren Figuren kamen mMn erst später hinzu.

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      • Ich finde auch gerade die CGI-Effekte großartig, die das Zombie-Make-up unterstützen. Da merkt man beim Schauen gar nicht, wie viel hier tatsächlich aus dem Computer kommt.

        Rick ist für mich nach wie vor eine spannende Figur. Und ich mag wie Andrew Lincoln ihn spielt. Was ist für die die stärkste Figur?

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      • Ja, das CGI wird hier gekonnt unterstützend eingesetzt, sodass es nicht auffällt. Eben so, wie man es machen sollte.

        Momentan Morgan und Eugene. Dann mit Abstrichen noch Jesus und Dwight. Ohne jetzt zu spoilern wird mit Staffel 8 auch Ezekiel etwas interessanter. Was man noch draus macht, wird sich zeigen.
        Andrew Lincoln finde ich ja ohnehin absolut grauenhaft. Vielleicht mag ich deshalb Rick auch nicht. Mich nervt bei ihm aber auch dieser ständige Selbstfindungstripp alle acht Folgen. Dadurch dreht sich der Charakter auch einfach nur im Kreis. Aber immerhin gibt er noch mehr her, als der von allen geliebte Darryl, den ich einfach nur sterbenslangweilig finde mittlerweile.

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      • Interessant. Bei Eugene und Dwight bin ich tatsächlich bei dir, doch Morgan und Jesus sind für mich ziemliche Langweiler. Gerade Morgen bewegt sich nicht von der Stelle und dass er nun zu „Fear the Walking Dead“ wechseln soll, passt da irgendwie ins Bild. Mochte ihn früher auch, doch inzwischen ist das immer das gleiche. Wie halt bei so vielen.

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      • Ja, Morgan hat man ziemlich abgeschwächt, aber ich bin ja schon ein Stückchen weiter und da gibt es dann doch nochmal Entwicklung. Ich hoffe auch, dass er nicht komplett abwandert, sondern irgendwann zurückkehrt. Jesus finde ich in dem Sinne interessant, dass er irgendwie der Vermittler zwischen den Fronten ist, was ja vor allem Hilltop angeht. Da ist zumindest noch Potential da, auch wenn ich dir recht gebe, dass man damit noch nicht all zu viel gemacht hat.

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      • Durch das Crossover hatte ich mir tatsächlich auch überlegt noch einmal ins Spin-off reinzuschauen, da ich Morgan ja durchaus auch mag. Aber ich glaube selbst er rettet da nichts mehr. Jesus dagegen ist mir einfach zu blass. Aber kann ja noch werden. Werde in die 8. Staffel ja so oder so noch einmal reinschauen.

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      • Ich habe FTWD ganz schnell wieder aufgegeben. Das war in meinen Augen kompletter Quark. Zumal man ja vorher eigentlich angekündigt hatte, dass es sich darum drehen sollte, wie es überhaupt zur Epidemie kam. Und dann hat man das mal eben schnell in ein paar Folgen abgehandelt und war genau da, wo die Hauptserie auch ist. Bleh.
        Ja, Jesus ist bisher nicht der Knaller. Ich sehe da auch eher Potential, weil er eben so ein bisschen zwischen den Fronten steht. Was man draus macht, muss man abwarten. Vermutlich gar nix, so wie sich die Serie mittlerweile entwickelt.

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      • Ja, das war leider auch mein Eindruck von FTWD, zumal sich dort die Charaktere noch einmal drei Stufen dämlicher verhalten, als inzwischen bei TWD. Die erste Staffel mit ihren sechs Episoden war noch ganz brauchbar, doch schon in der zweiten ging es steil bergab.

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      • Ja, die Serie war nie intellektuell fordernd – schließlich ist es eine Zombie-Serie

        Soll das heißen, eine Serie über Zombies kann nicht intellektuell fordernd sein? o_O

        Gerade das Genre würde sich ja dazu eignen, siehe die Anfänge von Romero mit Night of the Living Dead und Dawn of the Dead, die ja doch einiges über unsere Gesellschaft zum Ausdruck bringen.

        Generell finde ich, könnte The Walking Dead eine herausragende Serie sein, wenn sie ihr Potential ausschöpfen würde. Was sie aber allenfalls – wenn überhaupt – nur im 1. Jahr tat. Stattdessen tritt die Show, wie ich das zumindest teils in TV-Kritiken lese nachdem ich selbst in Staffel 5 ausgestiegen bin, seit Jahren auf der Stelle.

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      • Naja, wirklich intellektuell fordernd fand ich auch die Romero-Werke nicht, wobei „Night of the Living Dead“ da bestimmt noch die spannendsten Aspekte verhandelt hat. Die Kritik auf die Konsumgesellschaft in „Dawn of the Dead“ war zwar vorhanden, doch war diese auch nicht sonderlich herausfordernd verpackt. Aspekte davon lassen sich ja auch in „The Walking Dead“ finden und ich fand hier die Gruppendynamiken und moralischen Konflikte sehr spannend, die inzwischen aber auch eher, wie du sagst, auf der Stelle treten.

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  2. Kann ich so unterschreiben. Mit 7 Punkten dann aber noch sehr milde bewertet. Bei der Skala könnte die erste Hälfte der 8. Staffel bei dir ja sogar noch bei 5 wohlwollenden Punkten landen…
    Nee.. 6 gibst du schon noch. Du bist immer viel zu nett und nachsichtig…

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    • Und mist.. alleine, dass ich hier auf einmal öfter kommentiere ist schon ein Beleg dafür, dass der gekürzte Feed Sinn macht…
      Aber auf kurz oder lang wirst du bei mir dann über feedex.net geschleift. So wie all die anderen gekürzten Feeds…

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      • Einen solchen Effekt hatte ich mir tatsächlich erhofft. Ich mag ja gekürzte Feeds auch nicht, allerdings erzeugen geklickte Artikel eben auch Engagement – und du bist das beste Beispiel dafür. Bisher habe ich nach ein paar Wochen Test aber immer noch zurück gestellt… 😉

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    • Gerade am Anfang der Staffel gab es ein paar sehr starke 8er und sogar 9er Episoden, in der Mitte meist 7er und gegen Ende vermehrt 6er Episoden. Hätte ich die Staffel als ganzes bewertet, wäre ich wohl auch eher irgendwo zwischen 6 und 7 Punkten rausgekommen. Würde die Serie bei mir dauerhaft unter 6 Punkte fallen, würde ich auch aufhören sie zu schauen (so geschehen bei der zweiten Staffel des Spin-offs).

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  3. Ach ja, die siebte Staffel. So ganz davon überzeugt war ich leider auch nicht. Ich hatte mir zwar noch ejde Woche die Mühe gemacht, eine Review zur aktuellen Episode zu schreiben, aber auch das hat mich zum Ende der Stafel verlassen. Zu viel Herumgeeiere und und zu wenig Fortschritt. Die achte Staffel schaue ich zwar auch noch, aber längst nicht so aktiv und „invested“ wie die davorigen. Der Höhepunkt der Serie scheint überschritten zu sein, schade.

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    • Ja, ich befürchte auch, dass wir den Höhepunkt (vermutlich um Staffel 4 und 5 herum) bereits hinter uns haben. Sehr schade. Hatte mir eigentlich mehr erwartet, gerade auch nach dem Hype, der um Negan herum entstanden ist.

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      • Ja, die Comics sind super! Da gibt es recht günstig die Compendien, die jeweils 48 Ausgaben enthalten (Negan erscheint in Heft 100) für kleines Geld. Wenn du die Möglichkeit hast, am besten Digital kaufen und am Tablet lesen. In Papierform sind nehmen die leider Ausmaße eines Otto-Kataloges an und sind daher recht unangenehm zu lesen… ^^

        Die Story ist sehr ähnlich, hat aber hier und da doch entscheidende Unterschiede. Manches geht schneller, manches dauert etwas länger aber insgesamt geht alles viel schneller. Wenn du willst, kannst du das an ein paar Nachmittagen schaffen.

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      • Mit meinem 7-Zoll-Tablet brauche ich da leider nicht anfangen. Schon getestet. Die Kompendien hatte ich auch schon im Blick, natürlich in der gedruckten Variante. Werde da bestimmt irgendwann mal zuschlagen – wenn dann zu lesen ist: „Familienvater von Comic erschlagen…“, dann hätte ich wohl doch auf die digitale Variante zurückgreifen sollen… 😉

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      • Also ich habe sie auch auf meinem 7 Zoller gelesen, ging eigentlich ganz gut. Aber musst du wissen. Ich glaube beim Google Playstore kannst du sogar die ersten Seiten Probelesen? Ich würde dir ja sogar anbieten, das Kompendium zu leihen, aber da zahlt man ja am Ende mehr Porto als alles andere :’D

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      • Genau mit den Probeseiten hatte ich damals das Comic-Lesen auf dem Tablet auch getestet – und war mir tatsächlich zu klein. Außerdem habe ich gerne etwas in der Hand. Bin da, wie du weißt, sehr altmodisch. Danke auf jeden Fall für die Tipps! 🙂

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  4. Allgemeine Einigkeit also, dass die 7. Staffel nicht so der Burner war. Was ich bisher gesehen habe, würde ich meine Hoffnungen für die nächste Season auch sehr, sehr niedrig ansetzen.

    Ich fand das Finale furchtbar schlecht: Negan mit dem Miitelfinger, der Angriff des CGI-Tigers, null Payoff für das folgenlange Dahindümpeln des Plots – das war Zuschauerleiden auf höchstem Niveau. Gab verdiente 3,0 Punkte von mir damals.

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  5. Pingback: Media Monday #348 | moviescape.blog

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