Silicon Valley – Season 2

Nachdem mich die erste Staffel der Serie vor ziemlich genau einem Jahr extrem zu begeistern wusste, war ich natürlich gespannt ob „Silicon Valley – Season 2“ hier nachlegen kann. Wie immer bei den HBO-Comedys war das Warten lang und das Vergnügen kurz. Ob sich die zehn Episoden dennoch oder gerade deshalb lohnen, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung…

Eine (un)typische Workplace-Comedy

Es war eine Freude wieder ins fiktive Silicon Valley zurückzukehren. Als jemand, der auch beruflich ein wenig Einblick in die Tech-Welt hat und Artikel aus dem Startup-Umfeld liest, habe ich mich besonders über die satirischen Elemente und die völlig überzogenen Charaktere gefreut. Hier scheint mir „Silicon Valley“ doch recht nahe an der Realität zu sein bzw. zumindest von Autoren geschrieben, die ein Verständnis für die Eigenheiten der Branche mitbringen. Mit Russ Hanneman betritt zudem eine neue Figur die Bühne, durch welche die Egozentrik der Branche auf ein ganz neues Niveau gehoben wird. Einfach herrlich!

Letztendlich ergibt sich daraus eine etwas andere Workplace-Comedy, die aber dennoch den Regeln ihres Genres folgt. Man erlebt somit berufliche Erfolge und Fehlschläge, nimmt an seltsamen Meetings teil und schließt Allianzen, die teils sogar die Schwelle zur Freundschaft überschreiten. Im Gegensatz zu Genre-Vertretern wie „The Office“ wirkt die Welt jedoch noch eine Spur abgedrehter, was dem eher ungewöhnlichen Startup-Setting entspringt.

Fazit

Auch in ihrem zweiten Jahr wirkt „Silicon Valley“ weiterhin sehr frisch und ist dabei unglaublich unterhaltsam. Gerne hätte ich mehr als nur zehn Episoden gesehen, doch wird vermutlich durch die begrenzte Laufzeit auch das Qualitätsniveau gehalten. Insofern kann ich nun einfach nur abwarten und hoffen, dass die dritte Staffel schnell ihren Weg auf DVD findet: 9/10 (8.6) Punkte.

11 Gedanken zu “Silicon Valley – Season 2

  1. Wird einfach nicht schlechter, diese Show. Sagt mir mein Blick in die Glaskugel 😉
    Ich ilebe es aktuell vor allem, wie die Charaktere in neue Positionen geschoben werden, um dort ihre nicht vorhandenen Fähigkeiten ausleben zu können. Big Head ist da ein wunderbares Beispiel.

    Mike Judge ist ja studierter Physiker und bringt daher den gewissen Nerd-Faktor mit, der bei „The Big Bang Theory“ schon lange, lange verloren gegangen ist. Dass der Mann Beavis & Butthead erfunden hat (die sogar ich als Metal-Fan damals schlicht zu blöd fand), erstaunt da umso mehr. Von seinen Filmen her fand ich „Office Space“ und „Idiocracy“ (letzteres vor allem mit Blick auf die aktuelle politische Entwicklung in den USA) recht unterhaltsam.

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    • Ich bin ja großer Fan deiner Glaskugel. Was denkst du, warum ich so heiß auf die Show bin? Da freue ich mich auf viele weitere lustige Entwicklungen. Schade nur, dass die 8-10 Episoden immer so schnell rum sind.

      Den gelebten Nerd-Faktor merkt man auch deutlich. Die Autoren haben einen Bezug zu Silicon Valley und kennen die Branche. Die Filme von Mike Judge kenne ich (noch) nicht, doch „Idiocracy“ wollte ich eh schon lange mal sehen.

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