Sons of Anarchy – Season 5

Nachdem ich mir für die vierte Staffel ein wenig mehr Zeit gelassen hatte, habe ich „Sons of Anarchy – Season 5“ wieder im Rekordtempo verschlungen. Wozu so eine Erkältung doch gut sein kann. Am Sofa sitzen, zu müde für einen Film, doch ein Besuch in Charming ist immer drin. Doch das ist nicht der einzige Grund, warum sich die Serie in ihrem fünften Jahr teils wie ein Fiebertraum anfühlt…

Sons of Anarchy – Season 5 | © Twentieth Century Fox

Sons of Anarchy – Season 5 | © Twentieth Century Fox

Hopeless in Charming

Was für eine Tortur. Wurde schon in den vorhergehenden Staffeln nicht gerade zimperlich mit den Charakteren umgesprungen, treiben es die Autoren rund um Kurt Sutter im fünften Jahr auf die Spitze. Mit dem Machtwechsel innerhalb von SAMCRO prasselt es nun von allen Seiten auf Jax ein. Er kann größtenteils nur noch reagieren und spielt Feuerwehr. Dabei bleibt viel von ihm auf der Strecke und er handelt plötzlich so, wie man es zuvor nicht für möglich gehalten hätte. Dabei ist es weniger die Macht, die ihn korrumpiert, als sein Verantwortungsgefühl und die sich überschlagenden Ereignisse. Dieses Spannungsfeld ist das zentrale Element der Staffel – und es macht sie auch so gut und mitreißend. Selbst wenn es manchmal hart war, die jüngsten Entwicklungen zu verdauen, so waren sie doch so eng mit den zentralen Figuren – und dem seit der ersten Staffel schwelenden Konflikt – verwoben, dass man als Zuschauer gar nicht umhin kommt, als emotional komplett involviert zu sein.

Die Serie wird, so zumindest mein Eindruck, brutaler und kompromissloser. Sobald ein Hoffnungsschimmer am Horizont auftaucht, wird dieser durch plötzlich einsetzende, neue Entwicklungen wieder zunichte gemacht. Und es gibt Todesfälle zu beklagen, die nicht nur die Sons ziemlich aus der Bahn werfen. Auch ein paar Neuzugänge gibt es zu vermelden: So betritt Jimmy Smits, den ich in „The West Wing“ zu schätzen gelernt habe, als neuer Spieler das Feld und Harold Perrineau, u.a. bekannt aus „Lost“, ist als großer Gegenspieler zu sehen. Den besten Auftritt hat jedoch Walton Goggins („The Shield“ und „The Hateful Eight“), bei dem man auch wirklich zweimal hinschauen muss. Herrlich!

Fazit

Auch wenn das Staffelfinale in diesem Jahr nicht mit einem großen Knall endet, so befindet sich jedoch alles in der Schwebe: Jax hat sich immer mehr in eine Richtung entwickelt, die er in den ersten Staffeln noch unbedingt vermeiden wollte. Nun ist er einmal mehr alleine verantwortlich für seine Familie und muss die richtigen Entscheidungen treffen. Das wird nicht einfach werden und ich blicke jetzt schon mit einem bangen Blick auf die verbleibenden zwei Staffeln. Ob eine weitere Steigerung drin ist? Das fünfte Jahr war für mich bisher das stärkste: 10/10 (9.5) Punkte.

50 Gedanken zu “Sons of Anarchy – Season 5

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  2. Ja, Happy End wird schwierig, da schließe ich mich meinem Vor-Kommentator an. 😉 Staffel fünf sehen wir aber schon mal ganz ähnlich: Ich habe meine Review vor 13 Monaten (wie kann es schon über ein Jahr her sein, dass ich diese Staffel gesehen habe?) unter das Thema „Gewalt“ gestellt. Die vorvorletzte Staffel ist deutlich blutiger und auch ekliger als die anderen, finde ich. Die Verbrennung von Tigs Tochter, Opie, Ottos Mord und seine Zunge (igitt!) – das war schon harter Tobak und für mich echt grenzwertig manchmal. Jetzt bin ich jedenfalls gespannt, wie du die letzten beiden Staffeln siehst – denn es ist noch lange nicht vorbei… :-/

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      • Sehr schön, das freut mich sehr! Ich bin ja nur froh, dass ich so „gefestigt“ bin was das Schreiben angeht, denn ansonsten hätte ich vermutlich schon längst die Flinte ins Korn geworfen. Nicht mal mehr 30 Aufrufe pro Tag. Puh, das hatte ich selbst im ersten Jahr nicht lange…

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      • Ich finde deine Statistiken immer noch höchst erstaunlich – und es tut mir total leid, dass du so eine (zahlenmäßig) schlechte Phase hast. Zum Glück bist du ja wirklich ein gefestigter Blogger, der auch so eine Phase überstehen wird. Als Influencersternchen hättest du wahrscheinlich schon lange Schnappatmung. 😉

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      • Ich finde es durchaus auch interessant, gerade weil ich es mir nicht erklären kann. Habe nichts gemacht, außer im Zuge der DSGVO ein paar Social-Media-Plugins rausgeworfen, doch daran kann es ja nicht liegen. Sehr seltsam. Jetzt bin ich bald wieder auf dem Niveau meines ersten Blogjahres. Vielleicht ist es ein Zeichen, dass ich aufhören sollte? 😉

        Ich werde das Thema in meinem Jahresbericht im Juni noch ein wenig ausführlicher beleuchten.

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      • An den Plugins kann es nicht liegen, nein. Und ein Zeichen, dass du aufhören sollst, ist es auch nicht. Es werfen aktuell schon viele Blogger das Handtuch wegen der DSGVO, glaube ich. Da solltest du dich nicht anschließen. Bin jedenfalls schon auf deinen Jahresbericht im Juni gespannt. Vielleicht beruhigen sich die Zahlen ja bis dahin auch noch wieder.

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      • Ich glaube nicht. Inzwischen sind Tage mit 50-70 Aufrufen schon echt die Ausnahme. Also mal locker halbiert. Egal, ich werde vorerst weitermachen. Schreibe zurzeit ja auch wieder wenig über Filme und die privaten Themen, wie Wanderungen oder Läufe, ziehen eh wenige Leser an.

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      • Was die Themen angeht, haben wir wohl aktuell die gleiche Ausrichtung, wenn auch nicht die gleichen Zahlen. Ich komme auch kaum dazu, über Serien zu schreiben, weil immer was dazwischenkommt: Mein Monatsrückblick, Lieblinge, DSGVO-Beiträge. Ich habe jetzt die Review zu 11.22.63 nochmal verschoben zugunsten eines DSGVO-Updates. Langsam hängt mir das Thema aber wirklich zum Hals raus.

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      • Das hoffe ich auch. Ich stelle meinen Blog trotzdem Mitte nächster Woche erstmal offline, weil ich über den DSGVO-Stichtag im Urlaub im Ausland bin. Eigentlich will ich ihn dann Anfang Juni direkt wieder online setzen, aber schaue mir vorher natürlich an, was seit dem Inkrafttreten des Gesetzes passiert ist. Sollten dann Blogger bereits massiv abgemahnt worden sein, überlege ich mir das nochmal. 😦 Mich ärgert das total, weil mein Blog aktuell richtig, richtig gut läuft und ich jetzt meine Statistik ruiniere durch diese dämliche DSGVO.

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      • Ja, das ist wirklich doofes Timing. Irgendwie hoffe ich dennoch weiterhin, dass die Abmahnwelle nicht Blogger treffen wird, die kein Geld mit ihrem Blog verdienen und die zumindest alles in ihrer Macht stehende getan haben, um die neue Verordnung zu erfüllen. Schon alleine aus Sicht der Anwälte ist es bestimmt lukrativer Unternehmen zu verklagen. Aber was weiß schon ich? 😉

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      • Der Mai 2018 hätte das Potential gehabt, mein aufrufstärkster Monat ever zu werden. Ich bin jetzt schon deutlich über den 2 k. Paradoxerweise sind dafür vor allem die DSGVO-Beiträge verantwortlich, aber gut. 😉
        Man sollte meinen, dass es lukrativer sein wird, Unternehmen abzumahnen. Allerdings werden die meisten Firmen irgendeine Form von Rechtsbeistand haben, was bei Bloggern eher nicht der Fall ist. Insofern ist da vielleicht eher das schnelle Geld drin, weil sie einfach zahlen? Vielleicht sollte ich doch mal über eine Rechtschutzversicherung nachdenken… :-/

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      • Oh, wow! Das klingt fantastisch. Ich habe es mit Mühe und Not über 1.000 Aufrufe geschafft. Aber okay, darum soll es nun nicht (schon wieder) gehen… 😉

        Ich habe tatsächlich eine Rechtsschutzversicherung, doch ob die solche Fälle abdeckt und sich folglich entsprechend lohnt? Es ist ja auch viel Auslegungssache, gerade was das private Bloggen angeht. In einem Monat wissen wir mehr.

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      • Sorry, ich wollte nicht mit meinen Zahlen angeben oder so. 😦 Aktuell nervt mich diese DSGVO-Sache einfach nur unfassbar stark. Ich möchte einfach nur Texte schreiben und dazu mit meinen Lesern diskutieren. E-Mail- oder IP-Adressen sind mir sowas von egal.

        Naja, ich werde den Blog, wie gesagt, am Mittwoch erstmal auf privat stellen und nach meiner Rückkehr entscheiden, wann ich ihn wieder veröffentliche. Das macht mich total traurig, aber die Panikmache zeigt echt Wirkung.
        Ich hab im Übrigen keine Ahnung, was eine Rechtschutzversicherung abdeckt. Mir erschien das immer überflüssig (mein Sicherheitsbedürfnis ist eigentlich eher gering, wie ich inzwischen herausgefunden habe), aber vielleicht sollte ich mich doch mal damit beschäftigen. Wovon auch immer ich das dann noch bezahlen soll mit meinem Agenturgehalt.

        (Sorry, ich bin etwas grumpy heute. )

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      • Keine Sorge, das hat nicht wie angeben gewirkt. Ich freue mich auch wirklich und ohne Neid, dass es bei dir aufwärts geht… 🙂

        Genau, vergiss das jetzt erst einmal und genieße deinen Urlaub. Ob es bei uns weg geht, steht leider noch in den Sternen bzw. wird der Magen-Darm-Virus entscheiden. Aktuell habe ich noch so meine Zweifel… 😦

        Ich hatte mir den Rechtsschutz damals zugelegt, das in meiner ehemaligen Agentur teils ziemlich strittig mit den Mitarbeitern umgegangen wurde. Da wollte ich mich absichern. Gebraucht habe ich sie aber noch nie. Und im neuen Job sowieso nicht für das Berufliche. Hmm, sollte ich mir wohl auch mal wieder anschauen.

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      • Ach nein – so ein Ärger! 😦 Gute Besserung an euch alle. Konntest ihr wenigstens noch stornieren oder ist das ganze Geld nun auch weg? :-/
        Falls es dich tröstet: Ich hatte gestern an meinem ersten richtigen Urlaubstag auch eine dicke (und dichte) Nase. Zum Glück geht es heute schon wieder, denn morgen geht es auf die Reise. 🙂 Ich sage daher schon mal Tschüß – wir lesen uns Ende nächster/Anfang übernächster Woche wieder. Der Blog wird solange auf privat gestellt sein, also wundere dich nicht.

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      • Danke dir. Inzwischen scheint die schlimmste Phase vorbei zu sein, wenngleich zumindest das Zappelinchen und ich auch noch ziemlich in den Seilen hängen. Glücklicherweise konnten wir den Großteil stornieren, so dass wir nur auf einem Bruchteil der Kosten sitzengeblieben sind. Dennoch mehr als ärgerlich.

        Nein, deine dicke Nase tröstet mich nicht und ich wünsche dir von Herzen, dass sie sich verzieht und sich im Urlaub nicht wieder blicken lässt. In diesem Sinne ganz viel Spaß im Urlaub und wir lesen uns irgendwann danach hoffentlich sowohl auf deinem als auch meinem Blog wieder… 🙂

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      • Wir lesen uns auf jeden Fall wieder. Ich werde nicht vor der DSGVO kapitulieren und hoffe sehr, dass in meiner Abwesenheit kleine Blogger mit Abmahnungen und Co. verschont bleiben…

        Danke für deine guten Wünsche! Es ist wirklich fies, wenn man sich auf den Urlaub freut und dann eine Krankheit dazwischenkommt. Hoffentlich könnt ihr dann wenigstens noch ein paar kleine Ausflüge zu Hause unternehmen. Ich würde ja sagen, du kannst deine Urlaubstage zu einem späteren Zeitpunkt nochmal nehmen, aber du hast dich bestimmt nicht krankschreiben lassen… 😉

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      • Das hoffe ich auch. Sonst wird die Blogosphäre aussterben und alle gehen nur noch zu Facebook und Co., wo die Datenschutzrichtlinien natürlich viel stärker eingehalten werden. Na klar! Schöne neue Welt. Hmpf.

        Ja, wir planen in der zweiten Woche tatsächlich etliche Ausflüge. Die Kinder haben schon Listen über Listen angefertigt. Und ja, ich habe mich tatsächlich krankschreiben lassen, denn so könnte ich auch unmöglich in die Arbeit gehen. Bei Erkältungen bin ich ja eher belehrungsresistent, doch mit Magen-Darm möchte ich niemanden belästigen.

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