Run, Fatboy, Run (558)

Nachdem ich in letzter Zeit nur Läufe zwischen 6 und 10 km absolviert habe, bin ich heute zum ersten Mal seit dem Halbmarathon im Juli wieder eine Distanz jenseits der 15 km gelaufen. Eigentlich wollte ich schon morgens los, doch da es gestern ein wenig später wurde und die Nacht auch eher unruhig war, blieben wir lieber ein wenig länger liegen. Dies hatte zur Folge, dass ich erst nach dem Mittagessen losgekommen bin, was nur eine bedingt gute Idee war… 😉

Ein Lauf durch ziemlich wechselhaftes Herbstwetter...

Ein Lauf durch ziemlich wechselhaftes Herbstwetter…

Distance: 15.61 km
Duration: 01:29:16
Elevation: 113 m
Avg Pace: 5:43 min/km
Avg Speed: 10.49 km/h
Heart Rate: 165 bpm
Stride Frequency: 150 spm
Energy: 1287 kcal

2018: 814 km
Oktober: 15 km

Einerseits lag mir das Essen im Magen, andererseits war ich erst genau richtig und im letzten Drittel, als die Sonne herauskam, viel zu warm angezogen. Dieses Herbstwetter macht es einem wirklich nicht einfach. Letztendlich bin ich eine brauchbare Zeit auf die Distanz gelaufen, doch habe ich mich schon einmal frischer gefühlt. Immerhin stehen im Oktober nun die ersten 15 km auf der Uhr. Der Anfang ist getan.

Im Ohr: Radio Nukular – Episode 83: Der Robin, der Williams

A Fat Wreck (2016)

Die Frau ist strawanzen, die Kinder sind im Bett. Hole ich die Gitarre raus und klampfe ein wenig oder schaue ich einen Film? Letztendlich habe ich mich für ein Mittelding entschieden und mir die Dokumentation „A Fat Wreck“ auf Prime Video angesehen. Ich bin neulich schon darüber gestolpert und war erstaunt, dass dies tatsächlich Thema für eine Doku sein kann. Als Jugendlicher dachte ich stets, meine drei Freunde und ich seien die einzigen, die diesen Sound mögen. Aber er ist ein Phänomen…

A Fat Wreck (2016) | © Something Kreative Studios

A Fat Wreck (2016) | © Something Kreative Studios

Der Soundtrack meiner Jugend

Was für ein Nostalgie-Flash! Ab und zu höre ich auch heute noch in die Songs meiner Jugend rein, doch so geballt NOFX, Lagwagon, No Use for a Name, Me First and the Gimme Gimmes, Propagandhi, Less Than Jake, Face to Face, Wizo usw. zu hören oder in Interviews zu sehen war einfach krass. Damals war diese Musik, zumindest in meinem Freundeskreis, komplett in der Nische und man wurde dafür immer etwas komisch angeschaut. Die meisten der Bands kannte ich auch von den Fat-Music-Compilations, weshalb mir selbst das Label Fat Wreck Chords ein Begriff war. Die Grenze zum anderen großen Punk-Rock-Label Epitaph Records war mir jedoch nie so bewusst. Nun diese Bands in größerem Zusammenhang zu sehen, und das nach all den Jahren, war eine kleine Offenbarung.

Die Doku ist dabei nicht neutral, sondern wurde eindeutig von Fans geschrieben und inszeniert. Dennoch kommen gerade im letzten Drittel auch ein paar kritische Stimmen zu Wort und für den Zuschauer ergibt sich ein ganz gutes Bild, wie die Dynamik bei Fat Wreck Chords wohl in den Goldenen Jahren war. Nach der sogenannten ersten Generation hatte ich auch kein Kontakt mehr zu dem Label und neuere Bands wie Rise Against sagen mir nichts mehr. Der Eindruck, den Fat Mike mit seinem Label in den prägenden Jahren (eben den 90ern) auf mich gemacht hat, bleibt jedoch unbestritten.

Fazit

Wenn euch Fat Wreck Chords nichts sagt, ihr mit melodischem Punk-Rock nichts anfangen könnt, dann könnt ihr euch diese Doku sparen. Solltet ihr jedoch einen ähnlichen musikalischen Hintergrund haben wie ich, dann schaut euch „A Fat Wreck“ an. Stark von Nostalgie geprägte 9/10 Punkte.

New Girl – Season 6

Kaum zu glauben, aber ich habe tatsächlich einmal wieder eine TV-Serie gesehen. Man merkt, dass der Hochsommer vorbei ist und wir die langen Abende nicht mehr nur auf der Terrasse verbringen. Schade eigentlich. Dennoch hat es auch Vorteile, zumindest ab und zu, wieder vor den Fernseher zu kommen. Um den Wiedereinstieg nicht zu hart zu gestalten, haben wir uns „New Girl – Season 6“ angesehen. Eine nur allzu bekannte Comedy-Serie, die man auch gut noch spät am Abend einschalten kann…

New Girl – Season 6 | © Twentieth Century Fox

New Girl – Season 6 | © Twentieth Century Fox

Weiterentwicklung und doch mehr vom Gleichen

Wenig überraschend bietet „New Girl“ auch im sechsten Jahr nur wenig Neues. Okay, das stimmt nicht ganz, denn inhaltlich geht es für die Charaktere durchaus weiter. Nach ihrer Hochzeit ziehen Schmidt und Cece in ein Haus, Winston wird Ally heiraten und selbst Jess‘ Vater geht eine neue Beziehung ein. Für Jess und Nick dagegen bleibt alles beim Alten. Und für die anderen Figuren, wenn man ehrlich ist, eigentlich auch. Schließlich ist dieser Status quo auch die Erfolgsformel, nach der die Serie operiert. Das ist durchaus unterhaltsam, doch lockt dieses Rezept nach sechs Jahren eben niemanden mehr hinter dem Ofen hervor.

Fazit

Wer im Vorjahr Spaß mit „New Girl“ hatte, der wird dem bunten Treiben auch im sechsten Jahr etwas abgewinnen können. Alle anderen haben eh schon längst abgeschaltet. Ich für meinen Teil freue mich durchaus, dass man der Serie mit der verkürzten achten Staffel immerhin einen runden Abschluss gönnt – und werde mir auch wieder anschauen: 7/10 (7.3) Punkte.

Media Monday #379

Eine volle Woche geht zu Ende: Am Mittwoch habe ich mich nach Berlin aufgemacht und durfte dabei das komplette Vergnügen des Fernverkehrs kennen lernen. Inklusive Zugausfällen und über drei Stunden verspäteter Anreise. Der Kongress, dem ich beiwohnen durfte, war dafür interessant und ich bin Freitagnacht ohne Verspätung wieder zu Hause angekommen. Immerhin. Das Wochenende ging sofort mit zwei Geburtstagsfeiern los und den heutigen Sonntag haben wir für einen entspannten Herbstspaziergang genutzt. Ansonsten habe ich letzte Woche noch den dritten Teil meines Nordsee-Reiseberichts veröffentlicht und nun stehen nur noch die aktuellen Fragen des Medienjournals an, bevor ich das Wochenende mit einem letzten Lauf abschließe. Kann nicht endlich jemand 36-Stunden-Tage einführen?

Media Monday #379

  1. Von all den Serien-Neustarts habe ich diese Saison so überhaupt nichts mitbekommen.
  2. Die Einstiegshürde, sich einer bereits seit Jahren laufenden Serie zu widmen, ist für mich eher gering, zumindest wenn ein Ende in Sicht ist, denn dann kann man einen kompletten Serien-Marathon absolvieren (siehe z.B. „Sons of Anarchy“), was stehts ein großes Vergnügen ist.
  3. „The Wire“ habe ich ja erst lange Zeit nach dem eigentlichen Hype für mich entdeckt, denn als die Serie lief, war ich noch nicht vom Serien-Fieber befallen.
  4. In sich abgeschlossene Miniserien, wie die Stephen-King-Verfilmung „11.22.63“ (im Deutschen „Der Anschlag“), mag ich sehr, da sie der Handlung mehr Raum geben, als ein Film, und dennoch abgeschlossen sind.
  5. „Modern Warfare“ aus der ersten Staffel „Community“ ist wohl eine der ungewöhnlichsten TV-Episoden aller Zeiten, denn sie ist wie ein astreiner Actionfilm inszeniert und funktioniert dennoch perfekt innerhalb des Serien-Kosmos.
  6. Eine meiner liebsten Serienfiguren ist für mich Frank Gallagher (gespielt von William H. Macy) aus der TV-Serie „Shameless“, weil er einfach so wunderbar hassenswert ist und dennoch ab und an einen wahrhaften Moment gegönnt bekommt.
  7. Zuletzt habe ich die achte und letzte Staffel von „Castle“ gesehen und das war nette Unterhaltung mit einem doofen Finale, weil man gemerkt hat, dass die Serie doch recht spontan abgesetzt wurde.

Eine Impression meiner Berlin-Reise (mehr davon auf meinem Instagram-Account):

Run, Fatboy, Run (557)

Es ist schon spät. So richtig spät, deshalb fasse ich mich heute kurz: Nach einem wunderschönen Herbsttag, den wir in der Familie mit einer Wanderung entlang eines  Naturlehrpfades verbracht haben, kam unsere kleine Laufgruppe spätabends noch zu einem Lauf zusammen:

Je später der Abend, desto dunkler... duh!

Je später der Abend, desto dunkler… duh!

Distance: 6.29 km
Duration: 00:36:12
Elevation: 51 m
Avg Pace: 5:44 min/km
Avg Speed: 10.41 km/h
Heart Rate: 157 bpm
Stride Frequency: 146 spm
Energy: 518 kcal

2018: 798 km
September: 133 km

Wir waren genau 15 Sekunden pro Kilometer schneller als gestern, was ein wirklich gutes Zeichen ist. Selbst mich hat der Lauf durchaus angestrengt. Somit schließe ich den September mit 133 km als zweitbesten Laufmonat überhaupt ab und bin damit durchaus zufrieden.

Im Ohr:  „Die gleiche Runde wie gestern?“

Run, Fatboy, Run (556)

Was ist nur aus mir geworden? Da freue ich mich den ganzen Tag schon auf einen gemütlichen Filmabend, doch dann schreibt jemand in die Laufgruppe. Als wären die letzten Tage mit Kongressbesuch in Berlin und heute einem Kindergeburtstag nicht schon anstrengend genug gewesen. Und was mache ich? Gehe natürlich laufen.

Es beginnt die Zeit der Läufe in Kälte und Dunkelheit. Brrr.

Es beginnt die Zeit der Läufe in Kälte und Dunkelheit. Brrrr.

Distance: 6.32 km
Duration: 00:37:51
Elevation: 50 m
Avg Pace: 5:59 min/km
Avg Speed: 10.00 km/h
Heart Rate: 155 bpm
Stride Frequency: 147 spm
Energy: 524 kcal

2018: 792 km
September: 127 km

Im Grunde ist das auch die absolut richtige Entscheidung gewesen. Laufen ist immer besser als nicht laufen. Selbst wenn ich gerne ein wenig länger und schneller unterwegs gewesen wäre. Doch was nicht ist, kann ja noch werden… 😉

Im Ohr:  „Nee, lass uns lieber hier abbiegen!“

Die 5 besten Bandnamen

Wie zuletzt vor knapp zwei Jahren, sitze ich erneut einsam in einem Hotelzimmer in Berlin und bearbeite die jüngste Ausgabe von Die 5 BESTEN am DONNERSTAG. Fragt nicht, was ich für einen Tag hinter mir habe. Stichwort Oberleitungsschaden. Ich war sieben Stunden unterwegs und bin davon gut vier gestanden. Ich möchte jetzt nur noch meine Füße hochlegen und den morgigen Kongresstag planen. Deshalb halte ich mich bei Goranas Aufgabenstellung auch kurz und lasse die Bandnamen für sich sprechen…

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #107

Das Thema für Ausgabe #107 lautet:

Die 5 besten Bandnamen

  1. Death Cab for Cutie
  2. Jimmy Eat World
  3. Me First and the Gimme Gimmes
  4. No Use for a Name
  5. The Weakerthans

Castle – Season 8

Einmal mehr verlässt mich eine Serie, die mich schon länger begleitet. Seit 2009 um genau zu sein. Damals habe ich eigentlich nur aufgrund von Nathan Fillion in die Serie reingeschaut, da ich nach „Firefly“ und „Dr. Horrible’s Sing-Along Blog“ bereits große Stücke auf den sympathischen Schauspieler hielt. Mit „Castle – Season 8“ stand nun mit einiger Verspätung das Finale des Krimi-Procedurals auf dem Programm. Ob der Charme des Hauptdarstellers und seiner Kollegin auch dieses Jahr wieder ausgereicht hat, um die Serie zu tragen?

Castle – Season 8 | © ABC Studios

Castle – Season 8 | © ABC Studios

Abschied von Castle und Beckett

Nachdem ich die siebte Staffel via Prime Video gesehen hatte, und die Verfügbarkeit mitten in der achten Staffel stoppte, war meine Motivation in diese unterhaltsame Krimi-Welt zurückzukehren doch eher gering. Typisch Streaming eben. Dennoch wollte ich die Serie nicht abschreiben und habe nur auf den richtigen Moment (sprich einen günstigen Preis für die DVD-Box) gewartet, um endgültig Abschied zu nehmen. Das Warten hat sich gelohnt, denn auch wenn „Castle“ im achten Jahr nichts mehr wirklich Neues bietet, so weiß die Chemie zwischen den Darstellern doch nach wie vor zu überzeugen und der Wortwitz, speziell von Nathan Fillions Charakter, ist ein steter Grund zur Freude. Dennoch sollte man sich keine Illusionen machen, denn mehr als ein recht formelhaftes Krimi-Procedural hat auch das große Finale nicht zu bieten.

Wie bereits in den Vorjahren, haben mir speziell die Einzelepisoden viel Spaß gemacht, die sich ihre Prämisse öfter der Popkultur entleihen (z.B. ein Setting wie in „Saw“ oder die Origin-Geschichte eines Superhelden). Weniger überzeugt hat mich dagegen der große Handlungsstrang rund um LokSat, weil dieser auf mich stets sehr forciert und unnötig ernsthaft wirkte. Somit ergibt sich für die letzte Staffel folgende Eingliederung in das Gesamtbild:

  1. „Castle – Season 4“ (8.8 Punkte)
  2. „Castle – Season 3“ (8.6 Punkte)
  3. „Castle – Season 5“ (8.5 Punkte)
  4. „Castle – Season 2“ (8 Punkte)
  5. „Castle – Season 6“ (7.9 Punkte)
  6. „Castle – Season 7“ (7.8 Punkte)
  7. „Castle – Season 1“ (7 Punkte)
  8. „Castle – Season 8“ (7.4 Punkte)

Fazit

Auch wenn die finale Staffel von „Castle“ keinerlei neue Aspekte bietet, so hatte ich doch wieder enorm viel Spaß mit diesem sympathischen Ermittlungsteam. Leider merkt man an der letzten Episode deutlich, dass eigentlich eine Fortsetzung geplant war und das tatsächliche Finale nur schnell hinterher geschoben wurde. Das hätte die Serie nicht verdient gehabt. Ich werde dieses Krimi-Procedural dennoch als eines der besten seiner Art in Erinnerung behalten: 7/10 (7.4) Punkte.

Media Monday #378

Das erste richtige Herbstwochenende samt Stürmen und Regen geht zu Ende. Dennoch war ich relativ viel draußen, was ich auf jeden Fall positiv bewerte. Die kommende Woche wird turbulent, bin ich doch ab Mittwoch beruflich in Berlin und werde somit nicht viel Zeit für die diversen Freizeitaktivitäten haben, um die es in dieser Kategorie meist geht. Doch mehr dazu in der nächsten Ausgabe. Nun wollen ersten einmal die heutigen Fragen des Medienjournals beantwortet werden…

Media Monday #378

  1. Die Euphorie, wenn zu irgendeinem Film ein erster – oder neuer – Trailer erscheint war nie mehr so groß, wie damals bei „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“.
  2. Es gibt ja Figuren, die schon von zahlreichen SchauspielerInnen verkörpert worden sind. Eines dieser Beispiele wäre der Präsident der Vereinigten Staaten, wobei mir hier die Interpretation von Martin Sheen am besten gefällt, weil sein Josiah Bartlet der Präsident ist, den man sich für dieses Land wünschen würde.
  3. „Meine teuflischen Nachbarn“ gefällt mir insbesondere deshalb so gut, weil Joe Dantes Film eine wunderbare Parodie auf die Nachbarschaft in Vorstädten darstellt.
  4. Eines der schönsten Erlebnisse in letzter Zeit für mich war unser Urlaub an der Nordsee.
  5. Facebook schreckt mich regelmäßig ab, einfach weil dieses Social-Network am wenigsten Mehrwert für meine Kommunikation bietet.
  6. Ich glaube kaum, dass meine Ausdauer diesen Monat noch besser werden kann, denn schließlich werde ich kaum noch Zeit zum Laufen finden.
  7. Zuletzt habe ich mit meinen Kindern den Pixar-Film „Ratatouille“ gesehen und das war herrlich, weil die Geschichte rund um die Ratte Remy, die Koch werden will, einfach wunderbar umgesetzt ist.