Der Herr der Ringe: Die Gefährten – OT: The Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring – Extended Edition (2001) (WS1)

Nachdem ich in den letzten Jahren in der Weihnachtszeit Mittelerde stets via „Der Hobbit“ einen Besuch abgestattet habe, war dieses Jahr endlich einmal wieder „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“ an der Reihe. Meine letzte Sichtung des Films liegt beinahe auf den Tag genau acht Jahre zurück, weshalb ich sehr gespannt war, ob mich Peter Jacksons Adaption des Fantasy-Klassikers auch heute noch zu begeistern wissen würde. Etwaige Zweifel sollten sich schnell in Luft auflösen…

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Wenn ich daran denke, dass dieser erste Teil der Trilogie bereits 15 Jahre auf dem Buckel hat, dann kann ich dies kaum glauben. Ich weiß heute noch, wie mitgerissen ich nach dem ersten Kinobesuch war und dass ich ihn unbedingt noch einmal im Kino sehen wollte. Danach hatte sich schnell das jährliche Ritual eingebürgert, die Reihe zu Weihnachten zu sehen, da kurz zuvor stets die neueste Extended Edition auf DVD erschienen ist. Somit zählt gerade „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“ zu meinen meistgesehenen Filmen. Von den Stunden an zusätzlicher Beschäftigung in Form der fantastischen Making-of-Dokumentationen einmal ganz zu schweigen. Kein Wunder also, dass mir die Filmreihe auch heute noch sehr am Herzen liegt und stets ganz besondere Emotionen bei mir hervorruft.

Am augenscheinlichsten sind mir heute die unzähligen ikonischen Bilder aufgefallen, die Peter Jackson geschaffen hat. Man kennt sie aus Memes, Parodien und vor allem aus der Erinnerung. Die Bilder haben sich eingebrannt und es ist immer wieder wie nach Hause kommen: ins Auenland, nach Hobbingen, Bruchtal oder Lothlorien. Fantastische Welten, die Teil der Filmgeschichte geworden sind. Am meisten Sorge hatte ich wohl, ob die Effekte heute noch tragen und ja, sie funktionieren nach wie vor tadellos. Dies liegt wohl vor allem an der geschickten Kombination aus praktischen Effekten, Miniaturen und CGI. Die größte emotionale Wirkung entfaltet bei mir aber immer noch Howard Shores wunderbarer Score, der mich in den letzten 15 Jahren beinahe wöchentlich begleitet. So häufig wie „The Breaking of the Fellowship“ habe ich wohl selten den Track einer CD gehört. Immer wieder wunderschön.

Auch wenn der Film mit knapp vier Stunden Laufzeit alles andere als kurz ist, so herrscht ein durchaus hohes Tempo. Die handelnden Figuren sind beständig in Bewegung und selbst die kurzen Verschnaufpausen wirken nie hinderlich oder verzögernd. Eine weitere Erkenntnis, die ich bei der heutigen Sichtung gewinnen konnte, ist die Bestätigung, dass es durchaus angenehm ist die visualisierte Vorgeschichte in Form von „Der Hobbit“ so gut im Gedächtnis zu haben. Dadurch wurde für mich die Bindung noch verstärkt, wobei dies bestimmt nicht bei allen Zuschauern der Fall sein wird.

Ich bin sehr froh, mich einmal wieder zur Sichtung von „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“ aufgerafft zu haben. Die lange Laufzeit mag abschreckend wirken, doch das Erlebnis ist immer noch genauso mitreißend wie vor 15 Jahren. Ich freue mich jetzt schon auf die Sichtung der beiden verbleibenden Teile. Peter Jacksons Mittelerde ist einfach immer einen Besuch wert: 10/10 Punkte.

Prädikat: Lieblingsfilm

13 Gedanken zu “Der Herr der Ringe: Die Gefährten – OT: The Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring – Extended Edition (2001) (WS1)

  1. Ich habe die Trilogie vor ein paar Jahren zuletzt gesehen. Direkt nachdem ich vom 2ten Hobbit Film reichlich enttäuscht war. Mit der großen Sorge, dass die alten Filme vielleicht auch nicht mehr funktionieren konnten. Aber wie bei Dir haben sich da sämtliche Bedenken schnell in Luft aufgelöst. Der eerste Teil ist meiner Meinung auch der Beste. Das hängt wohl auch mit dem recht prägenden Kino-Erlebnis zusammen. Ich bin damals mit sehr niedrigen Erwartungen reingegangen. Was war damls der letzte brauchbare Fantasyfilm vor Herr der Ringe? War es Dragonheart? Wie auch immer, der Qualitätsprung war enorm! Und bis heute schaffen sie es jedes Mal wieder mich zu fesseln. Auch wenn ich bei Teil 3 jedes Mal daran denken muss, wie sehr mir die Blase bei Ende Nr. 5 gedrückt hat (aber die Chance, dass ich das Kino vor dem Abspann verlasse lag dennoch bei 0).

    Fazit: kein Tom Bombadil????!!!! -3,5/10 (<- Humor direkt aus dem Jahr 2001 importiert)

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    • Ich habe den ersten Teil auch lange Zeit am liebsten gemocht, speziell Moria ist für mich nach wie vor da Highlight der Trilogie. Inzwischen schätze ich speziell „Die zwei Türme“ umso mehr und das große Finale ist ohnehin eine Wucht.

      Es stimmt, dass es vor „Der Herr der Ringe“ kaum gute Fantasy-Filme gab. „Dragonheart“ kommt mir auch in den Sinn und natürlich „Willow“, der ohnehin sehr an Tolkien erinnert.

      Hehe, ich glaube dein Problem hatten am Ende des dritten Teils viele Zuschauer. Davon abgesehen mag ich aber die vielen Enden sehr gerne und kann gar nicht verstehen, dass man sich so darüber aufregt. Ebenso Tom Bombadil. Peter Jackson hat einmal so schön gesagt, dass es ja nicht heißt, dass diese Episode nicht stattgefunden, nur weil man sie im Film nicht gesehen hat… 😉

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