The Expanse, Book 1: Leviathan Wakes (James S. A. Corey)

The Expanse, Book 1: Leviathan Wakes (James S. A. Corey)Nach Abschluss der Sci-Fi-Serie „The Expanse“ war für mich schnell klar, dass ich mich unbedingt der Vorlage widmen müssen würde. Immerhin wurden nur die ersten sechs Bücher adaptiert und selbst diese nicht immer in vollem Umfang. „The Expanse“ besteht aus insgesamt neun Büchern sowie einer Umfangreichen Sammlung an Kurzgeschichten, die in diesem Universum spielen. Reichlich Material also. Für mich stellte sich die Frage dennoch nicht, ob ich ganz am Anfang mit „Leviathan Wakes“ einsteigen sollte oder mit dem an die Serie anschließenden Band. Ich wollte das gesamte Erlebnis und habe ich mich sehr auf meine Rückkehr auf die Rocinante gefreut… 🚀

“Stars are better off without us.”

Ziemlich genau drei Monate habe ich mit „Leviathan Wakes“ verbracht, was für mich wirklich schnell ist. Die Corona-Infektion im Urlaub hat mir hier in die Karten gespielt, denn die Hälfte des Buches habe ich während der letzten Woche in Quarantäne gelesen. Ty Franck und Daniel Abraham, die beiden Autoren hinter dem Pseudonym James S. A. Corey, haben mich somit durch meine Infektion gerettet:

Auch von den äußeren Umständen abgesehen war „Leviathan Wakes“ ein Vergnügen zu lesen. Äußerst flüssig geschrieben und die Geschichte ist einfach mitreißend, selbst wenn man sie bereits aus der Serienadaption „The Expanse“ kennt.

„Everyone too busy trying to survive to spend any time creating something new.“

Inhaltlich gibt es durchaus ein paar Unterschiede, so folgt der erste Roman nur James Holden und seiner Crew sowie Detective Miller. Zeitlich endet „Leviathan Wakes“ ungefähr in der Mitte der zweiten Staffel der Serie. Dafür führt er noch keine Figuren auf der Erde ein, welche in der Adaption bereits in der ersten Staffel auftauchen. Chrisjen Avasarala lernen wir z.B. überhaupt noch nicht kennen. Das fand ich sehr interessant, wie unterschiedlich Romanvorlage und Adaption strukturell aufgebaut sind. Trotz dieser Unterschiede muss ich sagen, dass die Adaption bis hier absolut werkstreu ist und sowohl Atmosphäre als auch Charaktere gekonnt einfängt. Ich habe  während des Lesens richtig Lust bekommen, die Serie noch einmal zu sehen.

Fazit

„Leviathan Wakes“ ist ein extrem gelungener Einstieg in die Welt von „The Expanse“. Ich freue mich nun schon unglaublich darauf, mit den weiteren Romanen sowie den Kurzgeschichten weiterzumachen. Damit dürfte ich, wenn mir nicht wieder eine Krankheit weiterhilft, wohl die nächsten Jahre beschäftigt sein. Das sind doch famose Aussichten. Eine dicke Empfehlung für alle Sci-Fi-Fans: 9/10 Punkte.

Fluch der Karibik – OT: Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl (2003) (WS1)

Nach unserem beinahe zweiwöchigen Urlaub, der leider komplett von Corona geprägt war, sind wir wieder zurück im heimischen Hafen. Da das Wetter auch eher bescheiden war (und mein Test leider immer noch positiv ist) stand heute ein Filmabend auf dem Programm. Wie immer, wenn ich am Meer bin, habe ich auch Lust auf Filme, die rund um das Meer spielen und somit habe ich die Familie heute an „Fluch der Karibik“ herangeführt. Immer noch ein großer Spaß? 🏴‍☠️

Fluch der Karibik (2003) | © Walt Disney

Fluch der Karibik (2003) | © Walt Disney

Ein unwahrscheinliches Piratenabenteuer

Ich kann meine inzwischen beinahe 11 Jahre alte Besprechung des ersten Teils dieses unglaublich erfolgreichen Walt-Disney-Franchises nur zitieren:

Nachem Renny Harlins „Die Piratenbraut“ im Jahr 1995 so gnadenlos gefloppt ist, darf man es schon beinahe als Wunder betrachten, dass Disney das Multi-Millionen-Dollar-Projekt überhaupt in Auftrag gegeben hat. Dazu noch eine Idee, die auf einer Freizeitparkattraktion beruht. Insofern also nicht sonderlich erstaunlich, dass „Fluch der Karibik“ darauf getrimmt wurde für nahezu jede Zielgruppe als perfekter Unterhaltungsfilm zu funktionieren – und noch erstaunlicher: Es ist ihm tatsächlich gelungen. Abenteuer, Humor, Action, Romantik, angenehmer Grusel und eine neue Kultfigur. Ein Traum made in Hollywood – und das sowohl für die Produzenten als auch die Zuschauer.

Nach beinahe 20 Jahren ist der Glanz dieses Blockbusters ein wenig angestaubt, so wie die verfluchten Münzen aus dem Piratenschatz. Auch wenn der fünfte Teil immer noch unterhaltsam war, so kann man sich heute kaum noch vorstellen, wie frisch „Fluch der Karibik“ damals gewirkt hat. Damals, als es noch keinen öffentlich ausgetragenen Amber-Heard-/Johnny-Depp-Prozess gab, als Disney noch nicht alle anderen großen Unterhaltungsmarken geschluckt hatte und Gore Verbinski eher durch das gelungene Horror-Remake „Ring“ bekannt war. Selten wurde ich im Kino besser unterhalten als 2003 bei „Fluch der Karibik“ und dieses Gefühl sollte sich bis heute halten.

Auch für junge Pirat*innen ein großer Spaß

Natürlich hatte ich mich im Vorfeld der Sichtung gefragt, ob „Fluch der Karibik“ schon etwas für die Kinder sei, doch nach den düstereren „Star Wars“-Teilen war ich mir eigentlich recht sicher, dass es funktionieren wird. Das Zappelinchen hat zudem einen besonderen Bezug zum Film, denn sie hat erst dieses Jahr das Stück „He’s a Pirate“ aus Klaus Badelts bombastischem Score auf der Querflöte gelernt. Nach meinen Erzählungen war auch der Zwergofant heiß auf die Geschichte und somit waren die Voraussetzungen bestens. Wie zu erwarten hatten wir alle viel Spaß mit „Fluch der Karibik“, was an der Kombination aus vielen Elementen lag, die hier einfach perfekt zusammenkommen: Johnny Depp ist immer noch grandios in dieser ersten Iteration von Captain Jack Sparrow. Klaus Badelts Score mag heute totgenudelt wirken, doch funktioniert er immer noch fantastisch. Die Effekte wissen auch heute noch zu überzeugen: Speziell der Übergang zu den Skeletten im Mondlicht ist nach wie vor so herausragend, dass dieser sogar dem Zwergofant aufgefallen ist. Doch nicht nur die digitalen Effekte sind großartig, auch die tatsächlich gebauten Sets und praktischen Effekte zeugen vom Millionenbudget. Einfach eine (fast schon zu) runde Sache.

„Ich finde es toll, dass es hier auch kämpfende Piratinnen gibt und nicht nur Männer. Normalerweise wird das immer hintenangestellt, doch hier ist das nicht so.“
– Das Zappelinchen nach dem Film

Fazit

Ja, auch beinahe 20 Jahre nach seinem Entstehen, kann der erste „Fluch der Karibik“ immer noch überzeugen. Trotz seiner Laufzeit von knapp zweieinhalb Stunden ist er stets unterhaltsam und bombastisch inszeniert. Die Kinder waren noch begeisterter als ich vermutet hatte und nun freuen wir uns alle schon auf den zweiten Teil: 9/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 10/10 Punkte.)

Star Wars: Die Rache der Sith – OT: Star Wars: Revenge of the Sith (2005)

Endlich ist der Sommerurlaub auch bei mir angekommen. Da der eigentlich geplante Spieleabend mit einer Freundin ins Wasser gefallen ist (danke DB), haben wir uns mit einem Filmabend und „Star Wars: Die Rache der Sith“ ein Alternativprogramm gesucht. Eigentlich war es schon zu spät für solch einen langen Film, doch die Kids waren natürlich sofort Feuer und Flamme. Da die Sichtung von „Star Wars: Angriff der Klonkrieger“ schon gut eineinhalb Monate zurückliegt, sind wir es angegangen und haben das Projekt Prequel-Trilogie damit abgeschlossen. 🔥

Star Wars: Die Rache der Sith (2005) | © Lucasfilm & Walt Disney

Star Wars: Die Rache der Sith (2005) | © Lucasfilm & Walt Disney

Zu traumatisch für einen Neunjährigen?

„Star Wars: Die Rache der Sith“ ist der einzige Film der Prequel-Trilogie, den ich bisher nur einmal gesehen hatte. Damals im Kino fand ich ihn ziemlich großartig und definitiv den besten der Vorgängerfilme. Auch weil er so düster war. Darüber hatte ich mir im Vorfeld, wie bei meinem Podcast-Auftritt im Sneakpod angesprochen, auch schon Gedanken gemacht: Es geht schon ziemlich zur Sache und Anakins Wandlung zu Darth Vader wird recht schonungslos gezeigt. Zu hart für den Zwergofanten? Tatsächlich war seine Anspannung mit zunehmender Laufzeit deutlich spürbar: Das Abmetzeln der Jedi-Jünglinge, das Ausrufen der Order 66, die finale Konfrontation zwischen Anakin und Obi-Wan oder der Tod Padmés – all das hat ihn ziemlich mitgenommen. Dennoch haben wir teils während und speziell nach dem Film darüber gesprochen und ich denke, er wird auch diesen Teil gut verarbeiten können.

Durchwachsen mit starkem Finale

In meinen Augen ist der Film nicht mehr so gelungen, wie ich ihn in Erinnerung hatte. Dies liegt vor allem an den teils wirklich schlechten Dialogen sowie an mancher Charakterentwickung: War Padmé im zweiten Teil noch eine Kämpferin, so verhält sie sich in „Star Wars: Episode III“ völlig passiv und gibt sich ihrem Herzschmerz hin. Einfach eine schlechte Drehbuchentscheidung. Auch so manche Actionszene wirkt aus heutiger Sicht eher lächerlich (z.B. Obi-Wan auf seinem Drachen), wenngleich ich jedoch zugeben muss, dass viele Effekte immer noch extrem beeindruckend sind und George Lucas das moderne Kino mit diesem inzwischen 17 Jahre alten Film schon vorweggenommen hat. Ziemlich großartig fand ich das Finale: Die Duel-of-the-Fates-Szene zwischen Anakin und Obi-Wan, der Kampf zwischen Yoda und dem Imperator, Darth Vaders Rüstung. Da gab es schon so einige Gänsehautmomente.

Gerade am Ende hat sich auch gezeigt, dass Lucas den Look der alten Filme perfekt hätte kopieren können: Sowohl das Schiff von Bail Organa als auch der Sternenzerstörer samt Interieur sehen einfach 1:1 aus wie in der Ur-Trilogie. Lucas hätte somit ein leichtes Spiel gehabt, diesen Look zu reproduzieren, doch es war eine bewusste Entscheidung, neue Welten zu kreieren und ein anderes Zeitalter dieses Universums darzustellen. In dieser Hinsicht hat die Prequel-Trilogie den jüngsten drei Episoden einiges voraus.

Fazit

Insgesamt fand ich „Star Wars: Die Rache der Sith“ ein gelungenes Finale der Prequel-Trilogie, jedoch nicht mehr ganz so stark wie damals. Der Zwergofant war ziemlich begeistert und es wird morgen noch Gesprächsbedarf geben. Das Zappelinchen, das den Vorgänger z.B. sehr mochte, konnte mit diesem Abschluss nicht so viel anfangen. Durchwachsen eben, wie die gesamte Prequel-Trilogie, für die ich dennoch einen großen Platz in meinem Filmherzen habe: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 6/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Abenteuer ʻOhana – OT: Finding ʻOhana (2021)

Normalerweise veröffentliche ich meine Filmbesprechungen direkt nach der Sichtung. Einfach weil ich ich danach Zeit zum Schreiben habe. Dieses Mal schiebe ich die Veröffentlichung jedoch nach hinten, denn ich habe „Abenteuer ʻOhana“ für die Besprechung im Sneakpod vorgeschlagen, wo ich zu Gast gewesen sein werde, wenn ihr diese Besprechung hier lest, und ich Stefan davor nicht spoilern möchte. 🎙🏴‍☠️

Abenteuer ʻOhana (2021) | © Netflix

Abenteuer ʻOhana (2021) | © Netflix

Die hawaiianische Version von „Die Goonies“

Wie bin ich überhaupt auf „Abenteuer ʻOhana“ gekommen? Eigentlich wollte ich den neuen Pixar-Film „Lightyear“ sehen und auch zur Besprechung im Sneakpod vorschlagen. Jedoch hatte ich das Veröffentlichungsdatum auf Disney+ falsch im Kopf und musste somit spontan neu wählen. Prämisse war ein Film, der nicht älter als 2021 sein durfte und der bei einem der großen Streaming-Anbieter läuft. Zudem hatte ich den Kindern ja einen Filmabend versprochen, sprich es musste in diesem Fall auch ein Kinderfilm sein. Nichts einfacher als das? Die neueren Disney- bzw. Pixar-Filme hatten wir alle schon gesehen und auch sonst war nichts mir Bekanntes und Aktuelles im Kopf. Doch dann ist mir spontan „Abenteuer ʻOhana“ untergekommen, dessen Titelbild mich an „Dora und die goldene Stadt“ erinnerte, den ich sehr mochte. Als ich beim Weiterlesen noch den Bezug zu „Die Goonies“ las, war der Film gesetzt.

Tatsächlich erzählt „Abenteuer ʻOhana“ ziemlich exakt die Geschichte von „Die Goonies“ nach: Der Opa droht das Haus zu verlieren, die Enkelin findet eine Schatzkarte und macht sich mit Bruder und Freund*innen auf, den Schatz zu finden und somit das Haus des Opas zu retten. Also quasi ein Remake? Nur bedingt, denn sowohl inhaltliche Schwerpunkte als auch Ton des Films sind andere. So gibt es z.B. keinen Gangster-Subplot, dafür steht die hawaiianische Kultur im Mittelpunkt. Die Hintergründe des Piratenschatzes werden stärker beleuchtet und durch den herrlichen Einsatz einer unzuverlässigen Erzähler*in verbildlicht. Im Gegensatz zum 80er-Jahre-Vorbild besitzt „Abenteuer ʻOhana“ weniger Ecken und Kanten und doch viel Herz. Zudem mochte ich die popkulturellen Anspielungen sehr. Am deutlichsten wird dies wohl durch die Besetzung von Jonathan Ke Quan, der nicht nur Data in „Die Goonies“ gespielt hat, sondern der vor allem auch als Short Round aus „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ bekannt ist.

Fazit

Ich hatte viel Spaß mit „Abenteuer ʻOhana“, doch noch begeisterter waren die Kinder: Das Zappelinchen mochte speziell den Humor und die Teenie-Romanze. Der Zwergofant hat bei der Vorstellung des Drehortes zu „Jurassic Park“ aufgehorcht und sich in den Höhlenszenen ziemlich gegruselt. Die FSK-0-Freigabe ist definitiv zu gering, aber das ist bei Streaming-Filmen ja leider häufig so. Ich hätte es tatsächlich schade gefunden, wäre dieser Film an mir vorübergegangen. Wenn ihr eine ausführlichere Besprechung mit mehr Stimmen zu „Abenteuer ʻOhana“ hören möchtet, dann verweise ich auf die aktuelle Episode des Sneakpods. Hier im Blog gibt es natürlich auch eine Wertung: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Atlantis: Das Geheimnis der verlorenen Stadt – OT: Atlantis: The Lost Empire (2001)

Eine volle Woche liegt hinter uns. Da das Wetter eher durchwachsen ist, haben wir uns einmal wieder vor dem Fernseher versammelt und einen Film geschaut. Zumindest der Großteil der Familie, denn das Zappelinchen musste aus Gründen aussetzen. Somit gab es nicht das Finale der „Star Wars“-Prequel-Trilogie, sondern „Atlantis: Das Geheimnis der verlorenen Stadt“ aus dem Hause Walt Disney. 🤿

Atlantis: Das Geheimnis der verlorenen Stadt (2001) | © Walt Disney

Atlantis: Das Geheimnis der verlorenen Stadt (2001) | © Walt Disney

Ein ungewöhnliches Disney-Abenteuer

Ich weiß noch genau als damals „Atlantis: Das Geheimnis der verlorenen Stadt“ veröffentlicht wurde. Das war recht zeitgleich zu „Der Schatzplanet“ und beide Filme waren eher untypisch für Disney. Dieser Film war jedoch nicht so leicht zu bekommen, da es nur eine 4:3-Fassung (Pan & Scan) auf die Standard-DVD geschafft hat. Die Version im richtigen Format (2,40:1) wurde nur auf einer Deluxe-Edition-DVD veröffentlich, welche teuer und selten war. Nach ein paar Jahren wurde ich jedoch auf einer Filmbörse fündig und kam endlich in den Genuss des Films. Inzwischen läuft „Atlantis: The Lost Empire“ natürlich auf Disney+ und die Blu-ray bietet ebenfalls das richtige Bildformat (jedoch ohne das umfangreiche Bonusmaterial der Deluxe-Edition-DVD). Man hat es schon nicht leicht als Filmsammler.

Der Film selbst ist für Disney sehr erwachsen: Es gibt keinen Gesang, keine tierischen Nebenfiguren, dafür Blut, Kämpfe und Todesfälle. Wenn ich die Stimmung des Film beschreiben müsste, dann wohl am ehesten als Mischung aus Jules-Verne-Roman, gemischt mit „Indiana Jones“ und „Die Abenteuer von Tim und Struppi“ sowie einem großen Schuss LucasArts-Point-and-Click-Adventure und einem Hauch von „Avatar“. Der harte und kantige Animationsstil, der deutlich von Mike Mignola (Erschaffer der „Hellboy“-Comics) geprägt ist, trägt einen großen Teil zur unverwechselbaren Wirkung des Films bei. Dabei muss ich sagen, dass ich die erste Hälfte, sprich die Expedition bis nach Atlantis, gelungener fand als den phantastischeren zweiten Teil des Films. Dieser ist auch nicht schlecht, wirkt aber generischer.

Fazit

Leider wurde „Atlantis: Das Geheimnis der verlorenen Stadt“ kein allzu großer Erfolg, obwohl es sogar eine Direct-to-Video-Fortsetzung gab. Im Disney-Oeuvre bleibt der Film sowohl aufgrund seines Stils als auch aufgrund seines Inhalts ziemlich einzigartig. Kann ich allen Freund*innen von Animationsfilmen nur empfehlen, auch wenn ihr sonst vielleicht nicht viel mit Disney anfangen könnt: 8/10 Punkte. (Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Star Wars: Angriff der Klonkrieger – OT: Star Wars: Attack of the Clones (2002)

Der letzte Filmabend liegt schon einen Monat zurück. Unglaublich. Vermutlich wird „Star Wars: Angriff der Klonkrieger“ auch der einzige Film im Juni bleiben. Es gibt einfach viel zu viel zu tun und das gute Wetter lockt nach draußen. Heute jedoch hat es geregnet und somit konnten wir uns guten Gewissens vor den Fernseher zurückziehen. Viel zu spät (wir wurden erst nach 22 Uhr fertig), aber dennoch. ⚔

Star Wars: Angriff der Klonkrieger (2002) | © Lucasfilm & Walt Disney

Star Wars: Angriff der Klonkrieger (2002) | © Lucasfilm & Walt Disney

Eine starke Fortsetzung mit großen Schwächen

Ihr seht es schon im Zwischentitel: „Star Wars: Episode II“ ist ein Film voller Widersprüche. Dabei war ich nach der Erstsichtung im Kino damals positiv überrascht. Zumindest fand ich ihn deutlich besser als „Die dunkle Bedrohung“. Seitdem habe ich den Film vielleicht noch zweimal gesehen und sowohl die positiven Aspekte sind gewachsen als auch negative hinzugekommen. Wenn man sich die Filmblase im Internet so anschaut, dann hat der damals verhasste „Star Wars: Episode I“ an Popularität zugelegt, während „Der Angriff der Klonkrieger“ in der Rangliste ganz unten angekommen ist. Ich kann teils verstehen warum und doch mag ich den Mittelteil der Prequel-Trilogie immer noch sehr gerne.

Fangen wir zunächst mit den offensichtlichen Schwächen an: Das Drehbuch gewinnt keine Preise. Damit meine ich weniger die Gesamtgeschichte um die Klonarmee und die Machtergreifung durch Senator Palpatine, sondern eher die Dramaturgie und Dialoge. Gerade Hayden Christensen sagt teils Dinge, die akut Fremdscham heraufbeschwören. Dabei möchte ich die Liebesgeschichte nicht nur kritisieren, die natürlich unfassbar kitschig ist (und das nicht einmal auf charmante Art und Weise), sondern muss auch zugeben, dass mir der Aspekt der Handlung eigentlich gut gefällt. Es hätte eben nur eine(r) fähigeren Drehbuchautor*in bedurft. Somit wechseln sich cringe und staunen während des Films konsequent ab. Auf der Habenseite hat „Star Wars“ eben auch solche Elemente:

„Bei den meisten Action-Filmen kämpfen nur die Männer mit Schwertern oder Waffen. Bei „Star Wars“ kämpfen auch die Frauen. Das gefällt mir.“
– Das Zappelinchen nach dem Film

Stilprägend für die kommenden 20 Jahre

Ich höre viele von euch schon meckern, wie viel CGI in dem Film steckt und dass die virtuellen Sets heute unglaublich künstlich aussehen. Da nehme ich direkt einmal die Gegenposition ein: Für mich hat der Look des Films immer noch funktioniert. Es gibt etliche reale Elemente, welche gekonnt mit den virtuellen Sets kombiniert wurden. Damit ist „Star Wars: Episode II“ einer der ersten Filme, die diesen Ansatz so konsequent umgesetzt haben. Vor 20(!) Jahren. Heute wird nahezu jeder aktuelle Blockbuster auf diese Art und Weise produziert. Das muss man nicht mögen oder gut finden, aber George Lucas hat mit der digitalen Produktion damals (einmal wieder) das Kino revolutioniert. Klar sieht heute nicht mehr jede Szene perfekt aus und die CGI-Elemente sind oft zu präsent, doch andere Szenen müssen sich, auch was die Interaktion zwischen CG-Charakteren und Schauspieler*innen angeht, nicht vor modernen Filmen verstecken (was wohl mehr über das aktuelle Kino aussagt, als über diesen Film). John Williams Score ist zudem wieder ein Traum.

Fazit

Haben die Kinder den Vorgänger noch eher gemischt aufgenommen, so waren heute beide begeistert von „Star Wars: Angriff der Klonkrieger“. Das Zappelinchen vermutlich sogar noch mehr als der Zwergofant (der übrigens immer noch über den Zusammenhang zwischen Senator Palpatine, Darth Sidious und den Imperator nachdenkt). Ich hatte wieder viel Spaß mit „Episode II“ und drücke hier gerne ein paar Augen zu bzw. stehe auf der hellen Seite der Bewertungsskala: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Chip und Chap: Die Ritter des Rechts – OT: Chip ’n Dale: Rescue Rangers (2022)

Gegen acht Uhr saßen wir plötzlich alle auf dem Sofa. Eigentlich hatten wir erst gestern einen Filmabend, doch die Kids schienen das bereits vergessen zu haben. Nun gut, sind wir mal nicht so. Recht spontan habe ich „Chip und Chap: Die Ritter des Rechts“ angeworfen und war sehr auf den Film gespannt. Auch weil die Kids bisher noch keinen Kontakt zur Serie hatten (mein sporadisches Summen des Titelsongs einmal außen vor gelassen). 🐿🧀

Chip und Chap: Die Ritter des Rechts (2022) | © Walt Disney

Chip und Chap: Die Ritter des Rechts (2022) | © Walt Disney

Ein überraschend großer Spaß!

Als ich kürzlich die ersten Bilder zur Neuverfilmung sah, hatte ich so meine Zweifel, dass dies gut gehen kann. Gerade als Meta-Geschichte. Und das bei einem Franchise, das heute wirklich niemand mehr so richtig kennt. Vielleicht aber auch genau das Richtige für einen spontanen Filmabend? Tatsächlich war ich überrascht, wie gut dieser Ansatz funktioniert: „Chip und Chap: Die Ritter des Rechts“ ist herrlich selbstironisch erzählt – und das nicht nur in Bezug auf das Kern-Franchise. Auch andere Disney-Figuren bekommen ihr Fett weg bzw. haben Gastauftritte. Hinzu kommt noch ein größerer Auftritt von „Sonic the Hedgehog“ bzw. von Ugly Sonic aus dem ersten Trailer zur Verfilmung. Ziemlich abgefahren für Disney. Dadurch wirkt der Film tatsächlich sehr frisch und nah am Zeitgeist.

Inszenatorisch erinnert „Chip und Chap: Die Ritter des Rechts“ am ehesten an „Falsches Spiel mit Roger Rabbit“, denn auch in dieser Welt leben Zeichentrickfiguren und Menschen zusammen. Das funktioniert auch hier erstaunlich gut. Selbst die Integration von CGI-Charakteren war gelungen. Im Hintergrund wird ein klassisches Rescue-Rangers-Abenteuer abgespult, welches jedoch nur das Vehikel für unzählige Meta-Gags und Anspielungen ist. Irgendwann hatte ich sogar das Gefühl, als würde Disney hier sein eigenes MCU zimmern. Tatsächlich würde ich mir noch weitere Filme in diesem Setting ansehen.

Fazit

Mich hat „Chip und Chap: Die Ritter des Rechts“ über gut 90 Minuten wirklich bestens unterhalten. Jedoch weiß ich jetzt schon, dass nicht viel von dem Film hängen bleiben wird. Auch die Kinder hatten enorm viel Spaß, wenngleich ihnen der nostalgische Bezug komplett gefehlt hat. Dafür haben sie sich über z.B. Dagobert Duck im Hintergrund gefreut. Kein Meisterwerk, aber doch eine erstaunlich frische Interpretation: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

DUNE (Frank Herbert)

DUNE (Frank Herbert)Noch bevor ich letztes Jahr Denis Villeneuves Verfilmung von „DUNE“ im Kino gesehen habe, war ich heiß darauf, auch endlich einmal die Vorlage zu lesen. Zunächst einmal musste ich jedoch wählen, welche der unzähligen Ausgaben von Frank Herberts „DUNE“ ich mir denn zulegen wollte. Auch wenn mich die Deluxe-Hardcover-Ausgabe gelockt hat, so habe ich letztendlich doch zur günstigsten Variante gegriffen, da diese zum Lesen einfach bequemer ist, und ich auch nicht zu viel Geld ausgeben wollte. Bücher sind neben Filmen auf Scheibe dann eben doch meine Leidenschaft. Aber ich bin stark geblieben. 😅

“A beginning is a very delicate time.”

Ungefähr acht Monate habe ich für die knapp 900 Seiten des Romans (inklusive Anhänge und Nachwort) gebraucht. Das ist selbst für mich eine ziemlich lange Zeit. Woran das lag? Einerseits ist Frank Herberts Stil durchaus ausufernd, was dem Worldbuilding zwar zu Gute kommt, aber den Lesefluss (zumindest für mich) teils auch behindert hat. Auf der Handlungsebene geschieht, gerade in der zweiten Hälfte des Romans, nämlich gar nicht mehr so viel. Der zweite Punkt ist, dass ich mir kaum Zeit zum dedizierten Lesen genommen habe. Meist waren es nur ein paar Seiten vor dem Einschlafen. Die Tage, an denen ich auf der Terrasse saß und ganze Kapitel verschlungen habe, lassen sich an einer Hand abzählen. Wenn überhaupt. Trotz all dem war „DUNE“ für mich ein Leseerlebnis, da ich die Welt großartig ausgearbeitet und die Mythologie rund um Arrakis wirklich faszinierend finde.

„Fear is the mind-killer.“

Am meisten Spaß hatte ich mit der ersten Hälfte des Romans, welche die Handlung der neuen Verfilmung umfasst. Vielleicht auch, weil ich eine konkrete Vorstellung damit verbinden konnte. Die zweite Hälfte fasert inhaltlich eher ein wenig aus, ohne einen konkreten Abschluss zu bieten. Natürlich wäre es nun der logische nächste Schritt, mich jetzt an „DUNE Messiah“ zu machen, doch ist mir das momentan zu anstrengend. Vielleicht gehe ich das an, wenn ich durch Denis Villeneuves nächste Verfilmung wieder angefixt bin? Überhaupt habe ich nun Lust, mich erst einmal wieder mit den Adaptionen zuzuwenden, auch der Lynch-Fassung sowie der Jodorowsky-Doku.

Fazit

Ich hatte durchaus Spaß mit Frank Herberts „DUNE“. Vermutlich hätte ich einen längeren Leseurlaub gebraucht, um schneller voranzukommen. So hat es sich teils nach Arbeit angefühlt. So oder so ist der Roman zweifellos eines der großen Sci-Fi-Werke, welche die Popkultur maßgeblich beeinflusst haben: 8/10 Punkte.

Star Wars: Die dunkle Bedrohung – OT: Star Wars: The Phantom Menace (1999)

Nach einem ziemlich doofen Tag stand mir abends der Sinn nach guter Unterhaltung. Zudem hat sich der Zwergofant schon länger gewünscht, dass wir endlich „Star Wars: Die dunkle Bedrohung“ anschauen. Zyniker werden nun fragen, wie das mit guter Unterhaltung zusammengeht. Aber ich mag den Film, auch wenn er bei Weitem nicht mein liebster Film der Reihe ist. Weshalb und wieso, lest ihr im Folgenden… 🚀

Star Wars: Die dunkle Bedrohung (1999) | © Lucasfilm & Walt Disney

Star Wars: Die dunkle Bedrohung (1999) | © Lucasfilm & Walt Disney

Der erste große Film-Hype einer neuen Ära

Ich weiß heute noch, wie sehr wir alle damals „Star Wars: Episode I“ entgegengefiebert haben. Das Internet war 1999 noch nicht mit dem heutigen vergleichbar und doch dürfte der Trailer zu „The Phantom Menace“ eines der ersten Videos gewesen sein, das ich mir damals bei Apple Trailers in einer recht hohen Auflösung im QuickTime-Format heruntergeladen habe. Unzählige Trailer-Sichtungen später war der Hype auf dem Höhepunkt. Das „Star Wars“-Prequel war auch einer der ersten großen Filme, die noch vor dem Kinostart geleakt sind und als Raubkopie gehandelt wurden. Auch in meinem Freundeskreis ging eine Kopie herum. Zugang wäre also da gewesen, doch zum ersten Mal „Star Wars“ im Kino (zumindest seit der Special-Edition-Wiederaufführung von „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“) hätte ich mir natürlich nie entgehen lassen. Bei der Kinosichtung, kurz nach dem Abi, konnte der Film an den Erwartungen nur scheitern. Dennoch habe ich ihn nie gehasst, wie so viele andere Fans. Und heute?

Viele erste Male mit „Star Wars: Episode I“

Inzwischen habe ich den Film schon ein paar Mal gesehen, aber weit nicht so häufig, wie die klassische Trilogie. Mit größerem Abstand kann ich auch viel mehr schätzen, was dieses Prequel für die Kinogeschichte bedeutet. Schon alleine, dass es ein Prequel ist. Wer kannte den Begriff denn schon davor? Unzählige weitere Prequels sollten in den kommenden Jahren folgen. Dann hat George Lucas nicht einfach nur bekannte Elemente recycelt (so wie J.J. Abrams in „The Force Awakens“), sondern tatsächlich versucht etwas Neues zu erzählen. Warum dies ausgerechnet die Geschichte um eine Handelsföderation sein musste, ist natürlich eine berechtigte Frage. Das Universum wurde auf jeden Fall weit aufgestoßen und dennoch die Brücke zur originalen Trilogie geschlagen. Inklusive unnötig anmutendem Fanservice; das hat der Film dann doch mit der neuen Trilogie gemein.

Am meisten beeindruckt mich aber auch heute noch die Technik. Man darf nicht vergessen: Das war noch einmal zwei Jahre vor „Der Herr der Ringe“ und wäre im gleichen Jahr nicht „The Matrix“ erschienen, würde der Eindruck, den „Episode I“ in technischer Sicht auf die Filmwelt hinterlassen sollte, vielleicht stärker gewürdigt worden. Viele Szenen sehen heute immer noch unfassbar gut aus. Alleine das Pod-Rennen ist an Dynamik und Action-Inszenierung kaum zu schlagen. Doch auch virtuelle Hintergründe und komplett animierte CGI-Charaktere schlagen sich heute noch mehr als wacker. Selbst Jar Jar Binks sieht in den meisten Szenen gut aus (über die Figur an sich kann man natürlich streiten). Dann die großen Schlachtszenen mit tausenden von Figuren, riesige Unterwassermonster und famose Raumschlachten. Technisch war bzw. ist der Film schon eine Wucht. Von John Williams‘ exzellentem Score einmal gar nicht zu schreiben.

Inhaltlich nicht ohne Schwächen

Über den Inhalt des Films wurde sich an vielerlei Stellen schon ausgelassen. Ich denke da nur an Mr. Plinkett’s Reviews auf RedLetterMedia, welche die Standardvorlage für alle Hater sind. Natürlich sprechen die Jungs hier viele richtige Punkte an, doch kann ich solch einem systematischen Zerlegen nichts abgewinnen (und ich mag den Kanal sonst sehr gerne). Doch den Midi-Chlorianern steht dann eben ein Kampf mit Darth Maul gegenüber. Der Film hat viel Schatten, aber auch viel Licht. Ich schlage mich hier viel lieber auf die helle Seite der Macht, denn ich hatte auch heute wieder viel Spaß mit dem Film. Der Zwergofant hat ihn interessanterweise als bisher besten „Star Wars“-Film betitelt, wohingegen das Zappelinchen ihn eher langweilig fand. Ich bin schon gespannt, wie wir alle die beiden Fortsetzungen wahrnehmen werden.

Fazit

Inzwischen hat „Star Wars: Die dunkle Bedrohung“ schon 23 Jahre auf dem Buckel. Dreiundzwanzig Jahre. Warum nur kann ich mich an die Zeit rund um den Filmstart noch so gut erinnern? Es waren prägende Jahre für mich. Und auch für das Kino. Goerge Lucas hat die Kinolandschaft hiermit beeinflusst, das dürfte sicher sein. Auch ganz persönlich hat der Film seinen Platz in meinem Herzen gefunden: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 6/10 Punkte; Zwergofant: 10/10 Punkte.)

Devs – Die komplette Miniserie (2020)

Nach der Herzensserie „The Marvelous Mrs. Maisel“ habe ich mich auf die Suche nach einem neuen Abendprogramm gemacht. Letztendlich bin ich auf „Devs“ gestoßen, was mir schon öfter begegnet ist. Jedoch konnte ich mir bisher kein so richtiges Bild davon machen. Drama? Komödie? Mystery? Da die Serie inzwischen auf Disney+ läuft, konnte ich mir nun ein eigenes Bild von ihr machen. 👩‍💻

Devs | © Hulu

Devs | © Hulu

Eine seltsame und zugleich faszinierende Serie

Wer steckt hinter „Devs“? Der Name Alex Garland dürfte Genrefans ein Begriff sein. Nicht nur zeichnet er sich für einige Drehbücher von Danny-Boyle-Filmen (u.a. „28 Days Later“ oder „Sunshine“) verantwortlich, er hat mit „Ex Machina“ und „Auslöschung“ auch selbst zwei Werke inszeniert, die bei mir hoch im Kurs stehen. Nun also eine Serie, die Garland komplett(!) alleine geschrieben und inszeniert hat. Es ist auch eine Serie, die komplett Garlands Handschrift trägt. Sie beschäftigt sich mit Technologie und moralischen Fragen und der Inhalt könnte, so meine steile These, auch in einem zweistündigen Film funktionieren. „Devs“ ist unglaublich ruhig erzählt und beinahe schon meditativ. So stark der Tech-Gedanke in ihr auch ist, letztendlich ist es eine Geschichte rund um Verlust, Trauer und Bewältigungsarbeit.

Mit Nick Offerman (bekannt als Ron Swanson aus „Parks and Recreation“) ist der prominenteste Schauspieler wunderbar gegen den Strich besetzt. Die anderen Rollen werden eher durch unbekannte Schauspieler*innen verkörpert, welche allesamt jedoch sehr gut spielen. Neben der eher langsamen Erzählweise, fällt vor allem die elegische Inszenierung auf. Wahrlich ein Erlebnis. Durch die oft fast schon meditative Machart (jedoch nicht ohne Gewaltspitzen) wirkt die Serie recht sperrig, was durch den verschlüsselt erzählten Inhalt noch unterstützt wird. Für mich war dies jedoch ein Zugewinn, da sie so aus dem Muster der sonstigen Unterhaltungsserien ausbricht. Am Ende macht dann alles irgendwie Sinn, jedoch muss man sich als Zuschauer*in auf den Weg einlassen. Eine Fortsetzung ist in meinen Augen eher nicht möglich, auch wenn die Serie nicht dediziert als Miniserie deklariert wurde.

Fazit

„Devs“ hat nie einen großen Hype erfahren und ist bei vielen wohl unter dem Radar gelaufen. Gerade Filmfreund*innen, die mit Alex Garlands Werk vertraut sind, kann ich die Serie nur ans Herz legen. Auf jeden Fall ein ungewöhnliches Erlebnis. Falls ihr die Serie auch gesehen habt, bin ich auf eure Meinung gespannt: 9/10 (8.6) Punkte.