Run, Fatboy, Run (560)

Nach dem Erntedankfest haben wir heute die Oma besucht und sie zum Mittagessen eingeladen. Danach gab es noch ihren selbstgemachten Zwetschgenkuchen, was alles in allem wohl nicht die besten Voraussetzungen für einen langen Lauf geschaffen hat. Macht aber nichts, denn ich wollte die Gelegenheit nicht ungenutzt verstreichen lassen, am Alten Kanal entlang nach Hause zu laufen:

Herrlichstes Herbstwetter auf der weltbesten Laufstrecke... :)

Herrlichstes Herbstwetter auf der weltbesten Laufstrecke… 🙂

Distance: 17.03 km
Duration: 01:38:10
Elevation: 178 m
Avg Pace: 5:46 min/km
Avg Speed: 10.41 km/h
Heart Rate: 167 bpm
Stride Frequency: 149 spm
Energy: 1419 kcal

2018: 842 km
Oktober: 43 km

Obwohl ich diese Strecke liebe, war es dieses Jahr der erste Lauf. Für mich hat es jedes Mal etwas ganz Besonderes, diese Distanz zu überbrücken. Ich habe ein Ziel und laufe von Punkt A nach Punkt B. Das ist irgendwie anders als bei den gewohnten Runden. Am Ende war ich ziemlich platt, was vielleicht auch am vielen Essen im Vorfeld lag, denn das Wetter und die Strecke waren perfekt. Und das Beste: In der ersten Oktoberwoche stehen nun sogleich 43 km auf der Uhr… 😀

Im Ohr: Nerdtalk Episode 519

Bait 3D: Haie im Supermarkt (2012)

Nach einem ungewöhnlich warmen Oktobertag, den wir komplett mit Gartenarbeit verbracht haben, war ich um 20 Uhr das einzige Familienmitglied, das noch wach war. Also habe ich mich mit „Bait 3D: Haie im Supermarkt“ für einen Film entschieden, den außer mir wohl niemand sehen wollte. Ob auch ich diese Wahl bereut habe, lest ihr in der folgenden Besprechung…

Bait: Haie im Supermarkt (2012) | © Universum Film GmbH

Bait: Haie im Supermarkt (2012) | © Universum Film GmbH

„Jetzt sind wir das Schnäppchen!“

So lautet der mehr oder minder originelle Spruch auf dem Blu-ray-Cover. Und ja, in genau solch eine Richtung geht der Film auch. Interessanterweise zieht er seine Prämisse recht konsequent und ohne bewusst eingesetzten Humor durch. Die Komik, die dennoch entsteht, ist eher unfreiwillig. Eine seltsame unausgegorene Mischung. Auch die Inszenierung ist zu professionell, um an „Sharknado“ und Co. zu erinnern, jedoch auch nicht gut genug, um vollends zu überzeugen. Der größte Schwachpunkt sind aber wohl die teils wirklich grottigen Schauspieler. Gerade Xavier Samuel in der Hauptrolle wirkt unfassbar laienhaft.

Was dagegen gut funktioniert, sind die unterschiedlichen Set-Pieces und Angriffsszenen, die wirklich alles aus dem Setting rausholen. Dabei ist „Bait 3D“ angenehm explizit und die Hai-Action weiß tatsächlich zu unterhalten. Selbst vom titelgebenden 3D-Effekt war ich positiv überrascht. Das war es dann aber auch schon.

Fazit

„Bait 3D: Haie im Supermarkt“ gehört zu den Filmen, die wohl niemand braucht. Zu schlecht um mit neueren Hai-Filmen à la „The Shallows“ oder „47 Meters Down“ mithalten zu können, aber zu gut, um Trash-Fans auf seine Seite zu ziehen. Ich hatte meinen Spaß damit, war mir aber jederzeit bewusst, einen nicht sonderlich guten Film zu sehen. Kann man mal machen, muss man aber nicht: 4/10 Punkte.

Carriers (2009)

Freitagabend, Wochenende. Nach einer kurzen Woche, die sich dennoch wie zwei angefühlt hat. Trotz akuter Müdigkeit (und laufen war ich auch noch) habe ich den dringenden Wunsch verspürt, noch einen Film zu sehen. Auch aufgrund seiner knackigen Laufzeit von knapp über 80 Minuten, ist die Wahl auf „Carriers“ gefallen, der mich aufgrund seines Genres schon länger gereizt hat…

Carriers (2009) | © Splendid Film

Carriers (2009) | © Splendid Film

„Carriers“ ist ein Zombie-Film ohne Zombies

Ja, das beschreibt das post-apokalyptische Roadmovie von Àlex und David Pastor wohl ganz gut. Die Atmosphäre kommt Zuschauern von Zombie-Filmen oder -Serien wohl recht bekannt vor. Aufgrund des nahezu kompletten Ausbleibens von klassischen Horror-Elementen, treten die zwischenmenschlichen Konflikte hier noch stärker in den Vordergrund, als man das aus verwandten Genre-Klassikern kennt. Die Seuche bzw. der Virus ist tatsächlich nur der Aufhänger und wird, bis auf dessen Bedeutung für das Setting, kaum thematisiert.

Ich mochte den Roadmovie-Fokus sehr. Auch die Konzentration auf nur wenige Charaktere und deren Dynamik untereinander haben mir, bis auf wenige zu klischeehafte Ausnahmen, wirklich gut gefallen. Der Film wirkt schön konzentriert und kompakt. Seine wenigen Schauplätze werden zudem sehr effektiv eingesetzt. Durch etliche erzählerische Lücken, wirkt die Welt im Kopf des Zuschauers zudem größer als sie eigentlich ist. Überrascht hat mich auch das trostlose Ende, welches uns mit einem unguten Gefühl in den Abend entlässt. Auch das hatte ich so nicht erwartet.

Fazit

Auch wenn in Àlex und David Pastors „Carriers“ nur wenig passiert, so wusste mich gerade der Minimalismus in der Handlung und der Inszenierung zu überzeugen. Sicher kein großer Film, doch er konzentriert sich auf eine persönliche Geschichte, die ohne viel Action oder Effekte auskommt. Kein neuer Genre-Klassiker, aber durchaus sympathisch. Hat mich etwas an Tim Fehlbaums „Hell“ erinnert: 7/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (559)

Nach zwei Nächten mit jeweils nur vier Stunden Schlaf (yeah, die Erkältungszeit ist zurück!) war ich eigentlich schon morgens müde. Ein durchgehender Meeting-Marathon von 8 bis 15 Uhr hat sein übriges getan, dass ich nach der Arbeit am liebsten sofort ins Bett gegangen wäre. Aber es hatte um 17 Uhr noch 20 °C, das will doch genutzt werden! 😀

Nanu, ist denn schon wieder Sommer?

Nanu, ist denn schon wieder Sommer?

Distance: 11.05 km
Duration: 00:59:17
Elevation: 78 m
Avg Pace: 5:21 min/km
Avg Speed: 11.18 km/h
Heart Rate: 166 bpm
Stride Frequency: 150 spm
Energy: 919 kcal

2018: 825 km
Oktober: 26 km

Obwohl ich es eigentlich ruhig angehen lassen wollte, war ich schon am Anfang recht flott unterwegs. Das hat sich dann, bis auf den kurzen Zwischenstopp bei den Schwiegereltern, auch bis zum Ende durchgezogen. Und weil es so schön war, habe ich die Runde um einen Bonuskilometer erweitert. Müde bin ich trotzdem noch… 😉

Im Ohr: FatBoysRun – Episode 135: Marathon Weltrekord

Run, Fatboy, Run (558)

Nachdem ich in letzter Zeit nur Läufe zwischen 6 und 10 km absolviert habe, bin ich heute zum ersten Mal seit dem Halbmarathon im Juli wieder eine Distanz jenseits der 15 km gelaufen. Eigentlich wollte ich schon morgens los, doch da es gestern ein wenig später wurde und die Nacht auch eher unruhig war, blieben wir lieber ein wenig länger liegen. Dies hatte zur Folge, dass ich erst nach dem Mittagessen losgekommen bin, was nur eine bedingt gute Idee war… 😉

Ein Lauf durch ziemlich wechselhaftes Herbstwetter...

Ein Lauf durch ziemlich wechselhaftes Herbstwetter…

Distance: 15.61 km
Duration: 01:29:16
Elevation: 113 m
Avg Pace: 5:43 min/km
Avg Speed: 10.49 km/h
Heart Rate: 165 bpm
Stride Frequency: 150 spm
Energy: 1287 kcal

2018: 814 km
Oktober: 15 km

Einerseits lag mir das Essen im Magen, andererseits war ich erst genau richtig und im letzten Drittel, als die Sonne herauskam, viel zu warm angezogen. Dieses Herbstwetter macht es einem wirklich nicht einfach. Letztendlich bin ich eine brauchbare Zeit auf die Distanz gelaufen, doch habe ich mich schon einmal frischer gefühlt. Immerhin stehen im Oktober nun die ersten 15 km auf der Uhr. Der Anfang ist getan.

Im Ohr: Radio Nukular – Episode 83: Der Robin, der Williams

A Fat Wreck (2016)

Die Frau ist strawanzen, die Kinder sind im Bett. Hole ich die Gitarre raus und klampfe ein wenig oder schaue ich einen Film? Letztendlich habe ich mich für ein Mittelding entschieden und mir die Dokumentation „A Fat Wreck“ auf Prime Video angesehen. Ich bin neulich schon darüber gestolpert und war erstaunt, dass dies tatsächlich Thema für eine Doku sein kann. Als Jugendlicher dachte ich stets, meine drei Freunde und ich seien die einzigen, die diesen Sound mögen. Aber er ist ein Phänomen…

A Fat Wreck (2016) | © Something Kreative Studios

A Fat Wreck (2016) | © Something Kreative Studios

Der Soundtrack meiner Jugend

Was für ein Nostalgie-Flash! Ab und zu höre ich auch heute noch in die Songs meiner Jugend rein, doch so geballt NOFX, Lagwagon, No Use for a Name, Me First and the Gimme Gimmes, Propagandhi, Less Than Jake, Face to Face, Wizo usw. zu hören oder in Interviews zu sehen war einfach krass. Damals war diese Musik, zumindest in meinem Freundeskreis, komplett in der Nische und man wurde dafür immer etwas komisch angeschaut. Die meisten der Bands kannte ich auch von den Fat-Music-Compilations, weshalb mir selbst das Label Fat Wreck Chords ein Begriff war. Die Grenze zum anderen großen Punk-Rock-Label Epitaph Records war mir jedoch nie so bewusst. Nun diese Bands in größerem Zusammenhang zu sehen, und das nach all den Jahren, war eine kleine Offenbarung.

Die Doku ist dabei nicht neutral, sondern wurde eindeutig von Fans geschrieben und inszeniert. Dennoch kommen gerade im letzten Drittel auch ein paar kritische Stimmen zu Wort und für den Zuschauer ergibt sich ein ganz gutes Bild, wie die Dynamik bei Fat Wreck Chords wohl in den Goldenen Jahren war. Nach der sogenannten ersten Generation hatte ich auch kein Kontakt mehr zu dem Label und neuere Bands wie Rise Against sagen mir nichts mehr. Der Eindruck, den Fat Mike mit seinem Label in den prägenden Jahren (eben den 90ern) auf mich gemacht hat, bleibt jedoch unbestritten.

Fazit

Wenn euch Fat Wreck Chords nichts sagt, ihr mit melodischem Punk-Rock nichts anfangen könnt, dann könnt ihr euch diese Doku sparen. Solltet ihr jedoch einen ähnlichen musikalischen Hintergrund haben wie ich, dann schaut euch „A Fat Wreck“ an. Stark von Nostalgie geprägte 9/10 Punkte.

New Girl – Season 6

Kaum zu glauben, aber ich habe tatsächlich einmal wieder eine TV-Serie gesehen. Man merkt, dass der Hochsommer vorbei ist und wir die langen Abende nicht mehr nur auf der Terrasse verbringen. Schade eigentlich. Dennoch hat es auch Vorteile, zumindest ab und zu, wieder vor den Fernseher zu kommen. Um den Wiedereinstieg nicht zu hart zu gestalten, haben wir uns „New Girl – Season 6“ angesehen. Eine nur allzu bekannte Comedy-Serie, die man auch gut noch spät am Abend einschalten kann…

New Girl – Season 6 | © Twentieth Century Fox

New Girl – Season 6 | © Twentieth Century Fox

Weiterentwicklung und doch mehr vom Gleichen

Wenig überraschend bietet „New Girl“ auch im sechsten Jahr nur wenig Neues. Okay, das stimmt nicht ganz, denn inhaltlich geht es für die Charaktere durchaus weiter. Nach ihrer Hochzeit ziehen Schmidt und Cece in ein Haus, Winston wird Ally heiraten und selbst Jess‘ Vater geht eine neue Beziehung ein. Für Jess und Nick dagegen bleibt alles beim Alten. Und für die anderen Figuren, wenn man ehrlich ist, eigentlich auch. Schließlich ist dieser Status quo auch die Erfolgsformel, nach der die Serie operiert. Das ist durchaus unterhaltsam, doch lockt dieses Rezept nach sechs Jahren eben niemanden mehr hinter dem Ofen hervor.

Fazit

Wer im Vorjahr Spaß mit „New Girl“ hatte, der wird dem bunten Treiben auch im sechsten Jahr etwas abgewinnen können. Alle anderen haben eh schon längst abgeschaltet. Ich für meinen Teil freue mich durchaus, dass man der Serie mit der verkürzten achten Staffel immerhin einen runden Abschluss gönnt – und werde mir auch wieder anschauen: 7/10 (7.3) Punkte.

Media Monday #379

Eine volle Woche geht zu Ende: Am Mittwoch habe ich mich nach Berlin aufgemacht und durfte dabei das komplette Vergnügen des Fernverkehrs kennen lernen. Inklusive Zugausfällen und über drei Stunden verspäteter Anreise. Der Kongress, dem ich beiwohnen durfte, war dafür interessant und ich bin Freitagnacht ohne Verspätung wieder zu Hause angekommen. Immerhin. Das Wochenende ging sofort mit zwei Geburtstagsfeiern los und den heutigen Sonntag haben wir für einen entspannten Herbstspaziergang genutzt. Ansonsten habe ich letzte Woche noch den dritten Teil meines Nordsee-Reiseberichts veröffentlicht und nun stehen nur noch die aktuellen Fragen des Medienjournals an, bevor ich das Wochenende mit einem letzten Lauf abschließe. Kann nicht endlich jemand 36-Stunden-Tage einführen?

Media Monday #379

  1. Von all den Serien-Neustarts habe ich diese Saison so überhaupt nichts mitbekommen.
  2. Die Einstiegshürde, sich einer bereits seit Jahren laufenden Serie zu widmen, ist für mich eher gering, zumindest wenn ein Ende in Sicht ist, denn dann kann man einen kompletten Serien-Marathon absolvieren (siehe z.B. „Sons of Anarchy“), was stehts ein großes Vergnügen ist.
  3. „The Wire“ habe ich ja erst lange Zeit nach dem eigentlichen Hype für mich entdeckt, denn als die Serie lief, war ich noch nicht vom Serien-Fieber befallen.
  4. In sich abgeschlossene Miniserien, wie die Stephen-King-Verfilmung „11.22.63“ (im Deutschen „Der Anschlag“), mag ich sehr, da sie der Handlung mehr Raum geben, als ein Film, und dennoch abgeschlossen sind.
  5. „Modern Warfare“ aus der ersten Staffel „Community“ ist wohl eine der ungewöhnlichsten TV-Episoden aller Zeiten, denn sie ist wie ein astreiner Actionfilm inszeniert und funktioniert dennoch perfekt innerhalb des Serien-Kosmos.
  6. Eine meiner liebsten Serienfiguren ist für mich Frank Gallagher (gespielt von William H. Macy) aus der TV-Serie „Shameless“, weil er einfach so wunderbar hassenswert ist und dennoch ab und an einen wahrhaften Moment gegönnt bekommt.
  7. Zuletzt habe ich die achte und letzte Staffel von „Castle“ gesehen und das war nette Unterhaltung mit einem doofen Finale, weil man gemerkt hat, dass die Serie doch recht spontan abgesetzt wurde.

Eine Impression meiner Berlin-Reise (mehr davon auf meinem Instagram-Account):

Run, Fatboy, Run (557)

Es ist schon spät. So richtig spät, deshalb fasse ich mich heute kurz: Nach einem wunderschönen Herbsttag, den wir in der Familie mit einer Wanderung entlang eines  Naturlehrpfades verbracht haben, kam unsere kleine Laufgruppe spätabends noch zu einem Lauf zusammen:

Je später der Abend, desto dunkler... duh!

Je später der Abend, desto dunkler… duh!

Distance: 6.29 km
Duration: 00:36:12
Elevation: 51 m
Avg Pace: 5:44 min/km
Avg Speed: 10.41 km/h
Heart Rate: 157 bpm
Stride Frequency: 146 spm
Energy: 518 kcal

2018: 798 km
September: 133 km

Wir waren genau 15 Sekunden pro Kilometer schneller als gestern, was ein wirklich gutes Zeichen ist. Selbst mich hat der Lauf durchaus angestrengt. Somit schließe ich den September mit 133 km als zweitbesten Laufmonat überhaupt ab und bin damit durchaus zufrieden.

Im Ohr:  „Die gleiche Runde wie gestern?“