Top 5 schlechte Filme, die ich 2022 gesehen habe

Von den besten Serien geht es heute bei Die 5 BESTEN am DONNERSTAG zu den schlechtesten Filmen, die ich 2022 gesehen habe. Auch hierfür habe ich wieder meinem filmischen Jahresrückblick herangezogen und die schlechtesten Filme ausgewählt. Wirklich dramatische Ausfälle waren bei mir nicht dabei. Wie sieht das bei euch aus? 🎥

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #295 | © Passion of Arts Design, Marvel, Disney, 20th Century Fox, BBC

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #295 | © Passion of Arts Design, Marvel, Disney, 20th Century Fox, BBC

Das Thema für Ausgabe #295 lautet:

Top 5 schlechte Filme, die ich 2022 gesehen habe

  1. „A Lonely Place to Die: Todesfalle Highlands“ (2011) – Leider konnte mich der Film nicht wirklich begeistern. Ich mochte die Naturaufnahmen, das Setting und den Spannungsaufbau am Anfang wirklich gerne, doch dann fällt der Film extrem stark ab. Insgesamt kann ich leider keine Empfehlung aussprechen. (Besprochen am 14. April 2022)
  2. „Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia“ (2008) – Bei der Zweitsichtung hat der Film leider ziemlich abgebaut. Kein schlechte Fortsetzung, doch setzt er für mich die falschen Schwerpunkt. Inwiefern das der Vorlage geschuldet ist, kann ich allerdings nicht einschätzen. (Besprochen am 16. Dezember 2022)
  3. „Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft“ (2018) – Der Film ist eine erwartbare Fortsetzung, die man sich durchaus anschauen kann. Die Inszenierung funktioniert ziemlich gut, das Drehbuch fällt dagegen leider ziemlich ab. Dafür hatten die Kinder wieder sehr viel Spaß und das ist ja schließlich die Hauptsache. Tut nicht weh, ist aber auch kein Muss. (Besprochen am 11. Februar 2022)
  4. „Kill List“ (2011) – Man findet „Kill List“ auf vielen Kultfilmlisten. Er ist zweifellos interessant und bietet einen deprimierenden Blick auf ein paar verlorene Figuren. Dabei springt er so drastisch zwischen den Genres, dass man als Zuschauer*in zweifellos überrascht wird. Für mich passt das alles dennoch nicht so ganz zusammen und wirkt teils eher effekthascherisch als durchdacht. Seltsam, bei solch einem spröde inszenierten Film. Hat für mich leider nur bedingt funktioniert. (Besprochen am 2. November 2022)
  5. „Pirates of the Caribbean: Salazars Rache“ (2017) – Habe ich den Film bei der ersten Sichtung noch wohlwollender wahrgenommen, so haben sich seine Schwächen dieses Mal stärker in den Vordergrund gespielt. Auch die Kids waren nicht wirklich begeistert. Nett, mehr aber nicht. (Besprochen am 23. September 2022)

Anmerkung: Die Liste ist rein alphabetisch, nicht nach Wertung, sortiert und die Besprechungen der Filme und/oder Serien sind jeweils über den Titel verlinkt.

Run, Fatboy, Run (1427)

Ich habe immer noch Rücken. Der Lauf gestern hat aber nichts verschlimmert. Also habe ich mich heute noch einmal vorsichtig auf meine Mittagsrunde begeben. 🏃‍♂️

Immer noch Rücken. Immer noch langsam.

Immer noch Rücken. Immer noch langsam.

Distanz: 8.14 km
Zeit: 00:53:31
Anstieg: 69 m
Ø Pace: 6:34 min/km
Ø Geschwindigkeit: 9.1 km/h
Ø Herzfrequenz: 152 bpm
Ø Schrittfrequenz: 151 spm
Temperatur: 0.0 °C
Kalorien: 670 kcal

2023: 121 km
Januar: 121 km
KW 3: 16 km

So langsam könnten die Schmerzen nun wieder abklingen. Ist immerhin schon der vierte Tag. Morgen werde ich eine Pause einlegen und dann mal weiterschauen.

Im ersten Ohr: Nerdtalk Sendung 619 – Captain Hemsworth bitte ins Cockpit
Im zweiten Ohr: Skye Wallace

Run, Fatboy, Run (1426)

Seit Sonntagnachmittag plagen mich ziemliche Rückenschmerzen. Gestern war ich im Büro und habe mich eher wenig bewegt. Heute dann Home Office und ich habe versucht, mit einem langsamen Lauf gegen die Schmerzen anzukämpfen. Noch weiß ich nicht, ob das die beste Idee war. 😬

Der Versuch, bewusst langsam gegen die Rückenschmerzen anzulaufen

Der Versuch, bewusst langsam gegen die Rückenschmerzen anzulaufen

Distanz: 8.03 km
Zeit: 00:54:46
Anstieg: 69 m
Ø Pace: 6:49 min/km
Ø Geschwindigkeit: 8.8 km/h
Ø Herzfrequenz: 149 bpm
Ø Schrittfrequenz: 150 spm
Temperatur: 2.8 °C
Kalorien: 665 kcal

2023: 113 km
Januar: 113 km
KW 3: 8 km

Als ich warm gelaufen war, hat sich der Rücken ganz gut angefühlt. Außer wenn ich aus dem Tritt gekommen bin. Dann war es kurz davor, wieder reinzufahren. Ich werde einfach alt. Mal sehen, wie der verbleibende Tag so wird. 🏃‍♂️

Im ersten Ohr: FatBoysRun – Episode 293: Lars Schweizer von Two Peaks Endurance
Im zweiten Ohr: Skye Wallace, Jimmy Eat World

Media Monday #603

Die erste Arbeits- und Schulwoche des Jahres liegt hinter uns. Wie zu erwarten war das kein einfacher Wiedereinstieg. Ich habe durchgehend schlecht geschlafen. Viel zu viele Dinge, die mir im Kopf rumspuken. Auch die Kinder waren ziemlich durch den Wind. Doch nun haben wir den Alltag wieder einigermaßen im Griff (oder er uns?) und können nach vorne blicken. Somit geht es auch direkt mit den aktuellen Fragen des Medienjournals weiter, schließlich habe ich diese Woche einiges zu berichten. Was war bei euch medientechnisch so los? 📺

Media Monday #603

  1. Man mag von späten Fortsetzungen oder Reboots halten, was man möchte, aber „Jumanji: Willkommen im Dschungel“ und „Jumanji: The Next Level“ sind wirklich äußerst unterhaltsame Filme; auch bei der zweiten Sichtung.
  2. Wenn es um das Thema Dokus geht ist mir „Man on Wire“ als sehr gut in Erinnerung geblieben.
  3. „Nope“ hat ja einen ganz spezifischen Style oder auch Look, denn er wurde mit IMAX-Kameras gedreht.
  4. Wäre schon großartig, wenn meine Liste an besten Serien auch im Jahr 2023 wieder ordentlich gefüllt würde.
  5. Im noch jungen Jahr habe ich mich ja bereits für das Rollenspiel „Der Geist im alten Schloss“ (siehe Foto unten) begeistern können, das hoffentlich der Startschuss für weitere Pen-and-Paper-Abenteuer bei uns in der Familie war.
  6. Eine Serie wie die dritte Staffel von „Tom Clancy’s Jack Ryan“ vertreibt mir noch immer in bester Manier die Zeit und sorgt für packende Unterhaltung.
  7. Zuletzt habe ich mit „The Many Saints of Newark“ den Prequel-Film zu „The Sopranos“ gesehen und das war viel besser als ich erwartet hatte, weil die meisten Kritiker den Film verreißen und ich doch eher begeistert war.

In den Weihnachtsferien habe ich mit den Kindern das erste Pen-and-Paper-Rollenspiel gespielt und Lust darauf bekommen, das nun häufiger zu machen (mehr Einblicke dieser Art findet ihr auf meinem Instagram-Account):

Run, Fatboy, Run (1425)

Mit dem heutigen Lauf war ich diese Woche doch fünfmal laufen. Eigentlich zu viel, doch wenn es geht? Die nächste Woche ist noch nicht greifbar, was Zeit für Laufen angeht, und somit habe ich schon einmal vorgebaut. 🏃‍♂️

Die ersten 100 km des Jahres im Regen erreicht

Die ersten 100 km des Jahres im Regen erreicht

Distanz: 8.14 km
Zeit: 00:49:36
Anstieg: 58 m
Ø Pace: 6:05 min/km
Ø Geschwindigkeit: 9.8 km/h
Ø Herzfrequenz: 155 bpm
Ø Schrittfrequenz: 155 spm
Temperatur: 3.9 °C
Kalorien: 646 kcal

2023: 105 km
Januar: 105 km
KW 2: 42 km

Damit sind die ersten 100 km in diesem Jahr in der Tasche. Nicht schlecht. Auch wenn es sehr nass, kalt und ungemütlich war. 💯

Im ersten Ohr: Sneakpod #754 – Medieval
Im zweiten Ohr: Skye Wallace, Alkaline Trio

The Many Saints of Newark (2021)

Ein unspektakulärer Samstag liegt hinter mir. Ich war mittags eine Runde laufen und habe mich ansonsten um die Wäsche gekümmert, die über die Woche liegengeblieben ist. Abends hatte ich einmal wieder Lust auf einen Erwachsenenfilm, sprich die Kinder haben sich in ihr Zimmer verkrümelt und ich habe „The Many Saints of Newark“ in den Player geschoben. Die Vorgeschichte von „The Sopranos“ mag anscheinend niemand. Umso gespannter war ich, wie sie mir gefällt. 🐷

The Many Saints of Newark (2021) | © Warner Bros (Universal Pictures)

The Many Saints of Newark (2021) | © Warner Bros (Universal Pictures)

Mehr als nur die Vorgeschichte von Tony Soprano

Die Kritiken, die ich überflogen habe, waren alle vernichtend. Man hätte es hier ja überhaupt nicht mit Tony Sopranos Vorgeschichte zu tun. Was sollen denn die Rassenunruhen in diesem Film? Und überhaupt sei „The Many Saints of Newark“ eine große Enttäuschung. Vermutlich hätte auch ich, ohne die Informationen im Vorfeld, eine hundertprozentige Vorgeschichte von Tony Soprano erwartet. So allerdings wusste ich bereits was mich erwartet und konnte mich entsprechend darauf einstellen. Der Film hat für mich wunderbar funktioniert, auch wenn ich gewisse Kritikpunkte durchaus nachvollziehen kann.

Zunächst einmal wirkt es befremdlich, dass wir als Voice-over-Erzähler Christopher Moltisanti aus dem Jenseits zu hören bekommen. Dann die Rassenunruhen und der Aufstieg des schwarzen Gangsters Harold McBrayer. Das nimmt viel Zeit in Anspruch und hätte ein ganz eigenes Gangster-Portrait werden können. Die Hauptfigur ist zudem nicht Tony Sorprano, sondern Dickie Moltisanti, der in der Serie bereits verstorben ist und nur in Gesprächen erwähnt wird. Eine weitere seltsame Entscheidung. Ist David Chase, das Mastermind hinter „The Sopranos“, nun senil geworden oder gehört er etwa auch dieser seltsamen Woke-Bewegung an, der Disney mit „Strange World“ verfallen ist, und muss unbedingt einen auf Black Lives Matter machen? Wie konnte es nur soweit kommen?

David Chase bricht gekonnt mit den Erwartungen

Die Geschichte spielt im Newark der 1960er Jahre. Wie sollte es auch anders sein? Tony Sorpano ist an diesem Ort und in dieser Zeit aufgewachsen. Die Rassenunruhen waren Teil der Geschichte von Newark. Auch fand ich es geschickt gelöst mit Dickie Moltisanti Tonys Mentor, den wir in der Serie nie kennenlernen, als Hauptfigur zu etablieren. Wir erleben die Ereignisse als Beobachter. Ebenso wie der junge Tony Soprano, der sich wundert, was hinter den verschlossenen Türen besprochen wird. All diese Einflüsse werden ihn später einmal prägen. Natürlich gibt es dennoch viele bekannte Figuren: Tonys Mutter, Junior Soprano, Paulie und Silvio. Wir kehren an etablierte Schauplätze zurück und das vertraute Gefühl ist wieder da. Dann natürlich Tony Soprano selbst, der von James Gandolfinis Sohn Michael Gandolfini gespielt wird und wirklich eins zu eins aussieht, wie eine junge Version seines Vaters. All das ist kein Fanservice. David Chase erzählt eine neue Geschichte. Sie mag unspektakulär wirken und am Thema vorbei, was sie nicht ist, doch letztendlich sehen wir genau, warum aus dem ungelenken Jungen letztendlich der neurotische Gangsterboss wurde, den wir alle kennen und lieben (und vielleicht auch hassen). Durch seine Umwelt und seinen Umgang. Es hätte gar nicht anders kommen können.

Fazit

Ist „The Many Saints of Newark“ ein perfekter Film? Wohl nicht. Ist es der Film, nach dem Fans der Serie jahrelang gelechzt haben? Mit Sicherheit nicht. Erzählt David Chase eine packende Geschichte und lässt uns einen Blick in die Jugend und die Einflüsse von Tony Soprano werfen? Aber garantiert. Die zwei Stunden sind wie im Flug vergangen und ich hätte danach gerne die nächste Episode eingelegt. Leider wird das wohl nichts und ist vermutlich auch gar nicht nötig: 8/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (1424)

Nachdem gestern Abend bombiges Wetter war und auch heute Morgen die Sonne schien, kamen mittags Wolken und Regen zurück. Natürlich habe ich mich dennoch nicht von einem Lauf abhalten lassen. 🏃‍♂️

Leicht verregneter 10er am Samstag

Leicht verregneter 10er am Samstag

Distanz: 10.10 km
Zeit: 01:01:46
Anstieg: 87 m
Ø Pace: 6:07 min/km
Ø Geschwindigkeit: 9.8 km/h
Ø Herzfrequenz: 151 bpm
Ø Schrittfrequenz: 153 spm
Temperatur: 7.2 °C
Kalorien: 786 kcal

2023: 97 km
Januar: 97 km
KW 2: 34 km

Ich war etwas träge und kam entsprechend langsam voran. Dafür bin ich gleich 10 km gelaufen. Zum ersten und vermutlich auch einzigen Mal diese Woche. Mein Minimalziel ist somit erreicht, doch hoffe ich auch morgen noch einen kurzen Lauf in meinen Tag einbauen zu können.

Im ersten Ohr: Sneakpod #754 – Medieval
Im zweiten Ohr: Frank Turner, Skye Wallace

Jumanji: The Next Level (2019) (WS1)

Die erste Arbeitswoche des Jahres ist vorbei und sie war wirklich intensiv. Somit freue ich mich schon seit Tagen auf den Filmabend am Freitag. Dieses Mal stand natürlich „Jumanji: The Next Level“ auf dem Programm, nachdem uns letzte Woche bereits der Vorgänger ausgezeichnet zu unterhalten wusste. Ob mir die Fortsetzung genauso gut gefallen hat, wie bei der ersten Sichtung? 🏜💎

Jumanji: The Next Level (2019) | © Sony Pictures Home Entertainment

Jumanji: The Next Level (2019) | © Sony Pictures Home Entertainment

Immer noch eine exzellente Fortsetzung

Ich war wieder sehr erfreut, mit wie viel Herz die Rahmengeschichte des Abenteuers erzählt wird. Dies liegt zu großen Teilen auch an Danny DeVito und Danny Glover, die ich einfach immer gerne sehe. Wie die Charaktere letztendlich wieder im Spiel landen, ist zwar etwas an den Haaren herbeigezogen, doch was dann in Jumanji geschieht, wirkt doch wieder frisch und neu. Der Innovationsfaktor hat im Vergleich zu „Jumanji: Willkommen im Dschungel“ dann aber doch etwas nachgelassen. Doch innerhalb der etablierten Welt mit ihren Regel, wartet auch auf vertraute Zuschauer*innen so manche Überraschung.

Der größte Clou in „Jumanji: The Next Level“ ist erneut das Durchwechseln der Avatare. Dies macht wirklich viel Freude und speziell die beiden alten Herren im Spiel sorgen für so manchen Lacher. Darüber hinaus dreht Regisseur Jake Kasdan, Sohn von Lawrence Jasdan (Drehbuchautor von u.a. „Star Wars: Das Imperium schlägt zurück“), den Action-Gehalt der Videospiel-Level auf elf. In anderen Filmen würde das übertrieben oder albern wirken, doch hier passt es ausgezeichnet zum Setting. Dazwischen gibt es immer wieder ruhigere Momente, welche die Charaktere weiterentwickeln. Eine wirklich gelungene Mischung.

Fazit

„Jumanji: The Next Level“ hat mir bei der heutigen Sichtung ebenso viel Spaß gemacht, wie der Vorgänger. Die Kinder waren geteilter Meinung: Das Zappelinchen fand den ersten Film stärker, der Zwergofant diesen Teil. Nun hoffe ich nur noch, dass Kasdan die Trilogie (wenn man das Original nicht dazu zählt) noch abschließt: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Run, Fatboy, Run (1423)

Weil es heute Mittag stark geregnet hat, bin ich lieber zum Krafttraining in den Keller. Da das Zappelinchen am Nachmittag noch Reitunterricht hatte, habe ich diesen gleich mit einem Feierabendlauf verbunden. Es hatte aufgehört zu regnen und ich habe mir damit eine Autofahrt gespart. 🐎

Die Tochter reitet, der Papa läuft in den Sonnenuntergang

Die Tochter reitet, der Papa läuft in den Sonnenuntergang

Distanz: 8.10 km
Zeit: 00:47:04
Anstieg: 43 m
Ø Pace: 5:49 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.3 km/h
Ø Herzfrequenz: 153 bpm
Ø Schrittfrequenz: 152 spm
Temperatur: 7.8 °C
Kalorien: 607 kcal

2023: 87 km
Januar: 87 km
KW 2: 24 km

Tatsächlich kam sogar noch die Sonne raus und hat mir teils wunderschöne Anblicke beschert. Herrlich! Ich bin auch ganz gut vorangekommen. Es war nur sehr matschig auf den Feldwegen. Mindestens ein Lauf folgt noch am Wochenende. Hoffe ich. 🏃‍♂️

Im ersten Ohr: FatBoysRun – Episode 292: Norman Mascher Aspensjö is back!
Im zweiten Ohr: Skye Wallace, Jimmy Eat World

Tom Clancy’s Jack Ryan – Season 3

Hatte ich der zweiten Staffel noch entgegengefiebert, ist „Tom Clancy’s Jack Ryan – Season 3“ einfach so aufgetaucht, ohne dass ich nach drei Jahren Pause noch groß damit gerechnet hätte. Da ich gerade ohnehin eine Lücke im Programm hatte, habe ich direkt damit angefangen, auch wenn mich das zweite Jahr nach der tolle ersten Staffel nicht mehr hundertprozentig zu begeistern wusste. Was also hat das dritte Abenteuer zu bieten? 🕵️‍♂️

Tom Clancy’s Jack Ryan – Season 3 | © Amazon Prime Video

Tom Clancy’s Jack Ryan – Season 3 | © Amazon Prime Video

Inhaltlich fast schon schmerzhaft anzusehen

Wurde in der ersten Staffel der Terror aus dem Nahen Osten thematisiert, stand im zweiten Jahr der Umsturz in einem südamerikanischen Land im Fokus. Welches Thema haben sich die Autor*innen für die dritte Staffel ausgesucht? Einmal mehr wurde der Kalte Krieg ausgegraben, der ja bereits im Jack-Ryan-Film „Jagd auf Roter Oktober“ im Fokus stand. In Zeiten des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine ist das ein Brennpunkt, der leider schmerzhaft nahe am aktuellen Weltgeschehen dran ist. Natürlich wurde die Staffel vor dem Angriff geschrieben, doch bin ich mehrfach zusammengezuckt als die Ukraine erwähnt wurde. Wie auch die vorherigen Staffeln von „Tom Clancy’s Jack Ryan“ ist es somit sinnvoll, die Serie komplett in das Reich der Fantasie zu schieben. Dies ist mir nicht immer leicht gefallen und doch funktioniert die Geschichte rund um eine russische Splittergruppe, die den Systemsturz plant, unter dieser Voraussetzung überraschend gut.

„Tom Clancy’s Jack Ryan“ ist bombastisch inszeniert und die Unterschiede zu Kinofilmen sind kaum noch auszumachen. Die Geschichte ist dicht und ich hätte mir gewünscht, sie enger getaktet schauen zu können. Aufgrund der Weihnachszeit hat sich die Sichtung der acht Episoden jedoch über drei Wochen gezogen und ich musste mich immer wieder neu orientieren, welche Fraktion, denn nun wieder wen hintergangen hat und in welcher europäischen Großstadt sich Jack Ryan und Co. herumtreiben. Das ist nämlich wirklich fantastisch: Die Schauplätze in dieser Staffel sind sehr abwechslungsreich und machen James Bond alle Ehre. Erwähnenswert finde ich noch, dass Nina Hoss die tschechische Präsidentin spielt, was wirklich eine starke Performance ist. Alles in allem eine  wirklich runde Sache.

Fazit

Im Gegensatz zur zweiten Staffel hat mir das aktuelle Abenteuer deutlich besser gefallen, auch wenn es inhaltlich in der momentanen weltpolitischen Lage teils unangenehme Assoziationen weckt. Wenn man die Jack-Ryan-Welt rein fiktional sieht, was vermutlich ohnehin der bessere Ansatz ist, dann macht dieser Agententhriller  im Hochglanz-Look extrem viel Spaß: 8/10 (8.4) Punkte.