Top 5 Science-Fiction-Serien, die deine Vorstellungskraft herausfordern

Nach den besten Kämpfen in Filmen geht es heute bei Die 5 BESTEN am DONNERSTAG um die fünf besten Science-Fiction-Serien, die unsere Vorstellungskraft herausfordern. Ein etwas abstraktes Thema für das ich jedoch ein paar schöne Serien gefunden habe. Wie sieht es bei euch aus? 🤯

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #354 | © Passion of Arts, Gorona Guiboud, Bizkette1 (Freepik.com)

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #354 | © Passion of Arts, Gorona Guiboud, Bizkette1 (Freepik.com)

Das Thema für Ausgabe #354 lautet:

Top 5 Science-Fiction-Serien, die deine Vorstellungskraft herausfordern

  1. „Devs“ (2020) – Diese Miniserie von Alex Garland (u.a. „Ex Machina“ oder „Auslöschung“) ist definitiv eine der faszinierendsten, die ich je gesehen habe. Wenn man sich etwas näher mit dem Konzept beschäftigt, dann wird die Vorstellungskraft definitiv angeregt. Kann ich nur immer wieder empfehlen.
  2. „Fringe“ (2008 bis 2013) – Diese damals als „Lost“-Nachfolger gehandelte Serie entwickelt sich über ihren Verlauf so stark, dass ich, während ich diese Zeilen schreibe, direkt Lust auf eine weitere Sichtung bekomme.
  3. „The Expanse“ (2015 bis 2022) – In der Welt von „The Expanse“ kann ich komplett versinken. Nicht nur aufgrund der famosen Serie, sondern auch wegen der fantastischen Buchvorlage. Hier wurde die Besiedlung des Sonnensystems wirklich detailliert durchdacht und recht realistisch umgesetzt.
  4. „Upload“ (2020 bis heute) – Diese Serie hat zugegebenermaßen nur den Weg auf diese Liste gefunden, weil ich „Black Mirror“ bisher nur in vereinzelten Episoden gesehen habe. Die Prämisse ist jedoch so faszinierend, dass sie die Vorstellungskraft definitiv herausfordert.
  5. „Westworld“ (2016 bis 2022) – Auch die Serienfassung des 1970er-Jahre-Films besitzt einige hochspannende Aspekte, gerade was unseren Umgang mit Künstlicher Intelligenz angeht. Heute aktueller denn je und ich habe nur noch nicht weitergeschaut, weil die Serie nach der vierte Staffel wohl leider nicht sauber abgeschlossen ist.

Anmerkung: Die Liste ist rein alphabetisch, nicht nach Wertung, sortiert und die Besprechungen der Filme und/oder Serien sind jeweils über den Titel verlinkt.

Avatar: Der Herr der Elemente – OT: Avatar: The Last Airbender – Staffel 1 (2024)

Nach der ersten Staffel von „Percy Jackson: Die Serie“ haben wir uns auf die Suche nach einer neuen Familienserie gemacht. Da kam es gerade gelegen, dass die Netflix-Adaption von „Avatar: Der Herr der Elemente“ plötzlich in aller Munde war. Die Zeichentrickserie war mir durchaus ein Begriff und da auch der Rest der Familie mitgezogen hat, sind wir in die Welt der Luftnomaden, Wasserstämme, des Erdkönigreichs und der Feuernation eingetaucht. 🍃🌊🪨🔥

Avatar: Der Herr der Elemente – Staffel 1 | © Netflix

Avatar: Der Herr der Elemente – Staffel 1 | © Netflix

Man merkt die Mythologie hinter der Serie

Seit ich mich mit der Realserie beschäftigte, habe ich ein paar Artikel bzw. Besprechungen zu „Avatar: Der Herr der Elemente“ gelesen. Nahezu alle sind sich darin einig, dass die Zeichentrickfassung überlegen ist, man sich die Adaption aber durchaus anschauen kann. Ich habe nun den Vorteil, das Original nicht zu kennen. Außer ein paar Ausschnitten kenne ich nur die Netflix-Welt der Serie. Von der ersten Episode war ich wirklich begeistert und ich habe sofort einen Zugang zu den Figuren und der Mythologie der Welt gefunden. Hier merkt man eine inhaltliche Basis, die sich sofort auf die Zuschauenden überträgt. Auch die Kinder waren begeistert und wir haben uns nach dem Piloten darauf gefreut, tiefer in die Welt des Avatars einzusteigen. Rückblickend betrachtet kann ich sagen, dass dass der Pilot für mich auch die stärkste Episode war. Das bedeutet jedoch nicht, dass ich den Rest schlecht fand.

Über den Verlauf der Staffel lernen wir viele neue Schauplätze und Figuren kennen. Strukturell wirkt das etwas wie Abenteuer-der-Woche, doch fand ich dies charmanter umgesetzt als z.B. bei „Percy Jackson: Die Serie“. Auch fand ich die Welt von „Avatar: Der Herr der Elemente“ audiovisuell schön ausgearbeitet und war teils beeindruckt ob der Bildgewalt. Dabei funktioniert nicht jede Einstellung und manchmal spring einen der Greenscreen förmlich an. Das macht aber nichts, denn ich mochte die Figuren, speziell Aangs Begleiter:innen Katara und Sokka. Hier hätte ich mir noch mehr kleinere zwischenmenschliche Momente gewünscht und dafür weniger große Schlachten. Mit Zuko gibt es noch einen spannenden Gegenspieler, der ausreichend Komplexität mit sich bringt. Insgesamt nicht perfekt, doch für mich, der die Vorlage nicht kennt, eine runde und sehenswerte Geschichte.

Fazit

Über die acht Episoden hatten wir wirklich viel Spaß mit „Avatar: Der Herr der Elemente“. Eingefleischte Fans des animierten Originals würden uns vermutlich erst dieses nahelegen, doch die Kids waren sich ausnahmsweise einmal einig, dass sie auf jeden Fall bei der Realserie bleiben wollen. Nun gut. Dagegen will ich mich einmal nicht wehren. Auch mir hat das Fantasy-Abenteuer viel Freude bereitet: 8/10 (7.7) Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Media Monday #667 – Zukunftsmuseum, Frühlingsfest und MCU: Phase 1

Da ist er auch schon wieder vorbei, der Urlaub. Vorgestellt habe ich ihn mir ganz anders. Ich wollte z.B. richtig viel laufen. Wie es manchmal ist, wurde ich pünktlich zum Urlaub krank. Natürlich nicht so krank, dass ich zur Ärzt:in gemusst hätte, aber doch so erkältet, dass ich nicht fit war und Sport schon gar nicht ging. Außer einem Ausflug ins Deutsche Museum Nürnberg , einem Besuch des Frühlingsfestes und der heutigen Feier zum Geburtstag meiner Nichte haben wir somit nichts unternommen. Für mich ziemlich frustrierend, da ich mich nun nicht sonderlich erholt fühle und es morgen auch schon wieder losgeht mit dem Arbeitsstress. Aber nun gut. Ist so. Kann ich nur auf ein paar freie Tage in den Pfingstferien hoffen. Dafür habe ich sehr viele Filme gesehen. Dazu und zu anderen Themen mehr in meinen Antworten auf die aktuellen Fragen des Medienjournals. Viel Spaß damit! ☀

Media Monday #667

  1. Es ist faszinierend, dass die erste Phase des MCU mit „The Avengers“ einen solch herausragenden Abschluss findet. Joss Whedon ist hier wirklich ein Meisterstück gelungen.
  2. Der Schweizer Film „Die Nachbarn von oben“ ist vollkommen zu Unrecht als anzügliche Komödie vermarktet worden, jedoch handelt es sich dabei eher um ein maues Ehedrama.
  3. Ich finde es ziemlich ernüchternd, dass ich diese Woche nur 26 km gelaufen bin, doch immerhin hat mich heute das Zappelinchen begleitet.
  4. Sowohl Robert Downey Jr., Chris Hemsworth als auch Chris Evans hat wohl eine der einprägsamsten Rollen innerhalb des MCU, was mir durch die drei jüngsten Einzelfilme in Phase 1, also „Iron Man 2“, „Thor“ und „Captain America: The First Avenger“, wieder aufgefallen ist.
  5. Gäbe es nicht schon diese 5 besten Kämpfe in Filmen, ich würde sie quasi erfinden müssen.
  6. Es ist ja nicht so, als würde man auf der Terrasse besser lesen können (siehe Foto unten) und doch habe ich im Sommer stets diesen Eindruck (auch wenn ich leider nicht oft Zeit dafür finde).
  7. Zuletzt habe ich einen Urlaubsbericht über „Zoo Leipzig 7 Jahre später“ geschrieben und das war schön, weil ich in den Erinnerungen beider Zoobesuche gekramt habe.

Endlich wieder auf der Terrasse sitzen und lesen (mehr Einblicke dieser Art findet ihr auf meinem Instagram-Account):

Run, Fatboy, Run (1736)

Obwohl heute straffes Programm war, wollte ich morgens noch eine Runde laufen. Sehr zu meiner Überraschung hat sich das Zappelinchen angeschlossen. Das hat heute auch gut gepasst, denn ich war noch nicht fit und wollte es langsam angehen lassen. 🏃‍♂️

Sonniger Sonntagslauf, heute wollte dir Tochter mal wieder mit

Sonniger Sonntagslauf, heute wollte dir Tochter mal wieder mit

Distanz: 8.10 km
Zeit: 00:55:38
Anstieg: 65 m
Ø Pace: 6:52 min/km
Ø Geschwindigkeit: 8.7 km/h
Ø Herzfrequenz: 137 bpm
Ø Schrittfrequenz: 148 spm
Temperatur: 17.8 °C
Kalorien: 654 kcal

Training: Basis
Ausführungswert: 37%

2024: 670 km
April: 26 km
KW 14: 26 km

Nach den ersten drei Kilometern bin ich noch alleine weiter, um diese Woche zumindest die 25 km zu knacken. Bitter für eine Urlaubswoche. Morgen geht die Arbeit wieder los und ich hoffe, dennoch ein paar Lauflücken zu finden.

Im ersten Ohr: Nerdtalk Sendung 642 – Die Oscar-Sendung 2024
Im zweiten Ohr: Skye Wallace, blink-182, Frank Turner

Run, Fatboy, Run (1735)

Letzte Nacht habe ich kaum Schlaf gefunden. Ich war zu lange wach und habe zu viel nachgedacht. Der Urlaub neigt sich eben dem Ende zu. Das famose Wetter hat mich dennoch nach draußen gelockt. Es war schon fast zu warm. ☀

Es war fast schon zu warm und die Erkältung steckt mir immer noch in den Knochen

Es war fast schon zu warm und die Erkältung steckt mir immer noch in den Knochen

Distanz: 10.23 km
Zeit: 01:04:40
Anstieg: 87 m
Ø Pace: 6:19 min/km
Ø Geschwindigkeit: 9.5 km/h
Ø Herzfrequenz: 152 bpm
Ø Schrittfrequenz: 150 spm
Temperatur: 22.2 °C
Kalorien: 872 kcal

Training: Basis
Ausführungswert: 94%

2024: 662 km
April: 18 km
KW 14: 18 km

Ich bin nur sehr angestrengt vorangekommen. Die mistige Erkältung steckt mir immer noch in den Knochen. Dabei hätte ich heute gerne mehr gegeben. Ist momentan aber einfach noch nicht drin. Immerhin die 10 km habe ich gepackt. Ein Anfang. Der restliche Tag ist mit einem Besuch des Nürnberger Frühlingsfests schon verplant, auf den sich die Kinder unglaublich freuen. Morgen ist auch schon komplett dicht, doch ich plane früher aufzustehen, um wenigstens eine kurze Runde zu laufen. Dann ist der  lauftechnisch traurige Urlaub auch schon wieder vorbei. 🏃‍♂️

Im ersten Ohr: Nerdtalk Sendung 642 – Die Oscar-Sendung 2024
Im zweiten Ohr: Skye Wallace, blink-182, Frank Turner

The Avengers (2012) (WS1)

Heute war es endlich soweit und nach der konzentrierten Vorarbeit der letzten Wochen, stand heute endlich „The Avengers“ auf dem Programm. Ich hatte mich schon sehr auf den Film gefreut und speziell der Zwergofant war völlig aus dem Häuschen. Ich verrate nicht zu viel wenn ich sage, dass dies unser bisheriger Höhepunkt des aktuellen MCU-Durchgangs war. Ein Brett  von einem Film! 🦸‍♂️🦸‍♀️

The Avengers (2012) | © Walt Disney

The Avengers (2012) | © Walt Disney

Ein Höhepunkt des Superheld:innen-Kinos

Bevor ich es vergesse, möchte ich vorab auf die 3D-Präsentation des Films eingehen: Mir haben schon die vorherigen zwei Filme in ihren 3D-Versionen gefallen, doch Joss Whedons Inszenierung im 16:9-Vollbild erweckt die Figuren noch einmal ganz neu zum Leben. Tatsächlich ein Highlight für 3D-Heimkino-Fans. Wenn wir schon bei der Optik sind, dann muss ich auch festhalten, dass „The Avengers“ selbst nach 12 Jahren immer noch unfassbar gut aussieht. Hier hat die Marvel-Qualität noch gestimmt. Speziell die Schlacht von New York City ist ein wahrer Augenschmaus. Vielleicht war das damals auch die stärkste VFX-Zeit als Studios noch etwas mehr Zeit hatten und sich Filme (und Serien!) noch nicht zu schlecht bezahlte Künstler:innen aufteilen mussten? Aber ich schweife ab (und damals war auch nicht alles Gold was glänzt).

Mit Joss Whedon hatte „The Avengers“ auch den perfekten Regisseur am Start, um ein großes Ensemble zu jonglieren. Der von „Buffy the Vampire Slayer“ und „Firefly“ bzw. „Serenity“ bekannte TV-Veteran war damals auch auf dem Höhepunkt seines Schaffens und hat sein Können hier perfekt eingesetzt. Auch sein Glanz ist inzwischen verblasst, doch in diesem Film gelingt ihm das Unmögliche: Jede einzelne Figur hat ausreichend Screentime und durchlebt ihre eigene Geschichte. Spannend wird es immer dann, wenn es zu Interaktionen zwischen den Held:innen kommt und am Ende hatte ich wirklich das Gefühl, dass die Avengers als Team zusammengefunden haben. Somit macht auch die Gruppe eine Entwicklung durch und das bei solch einem actiongeladenen Film hinzubekommen, niemanden hinten runterfallen zu lassen und wirklich jedem Charakter gerecht zu werden: Das ist einfach Kunst.

Marvel Cinematic Universe: Phase 1

Nun bin ich zum zweiten Mal durch mit der ersten Phase des MCU. Mir hat dieser Durchgang noch besser gefallen als der erste. Dies mag auch daran liegen, dass die Kinder komplett mitgehen und beide sehr begeistert sind. Somit ergibt sich eine leicht veränderte Rangliste im Vergleich zum ersten Durchgang:

  1. „The Avengers“ (9/10 Punkte)
  2. „Iron Man“ (8/10 Punkte)
  3. „Captain America: The First Avenger“ (8/10 Punkte)
  4. „Iron Man 2“ (7/10 Punkte)
  5. „Thor“ (7/10 Punkte)
  6. „Der unglaubliche Hulk“ (6/10 Punkte)

Fazit

Mich hat „The Avengers“ bei diesem zweite Durchgang komplett weggeblasen. Der Film macht nicht nur enorm viel Spaß, er ist großartig inszeniert und weiß seine Figuren richtig zu nutzen. Auch wenn mir bewusst ist, dass die Welt und die Action noch größer werden, so kann ich mir das nun gerade kaum vorstellen. Spätestens hier war klar, dass das MCU das Kino verändern würde. Was für ein Film: 9/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Run, Fatboy, Run (1734)

Der erste Lauf in dieser Woche, der erste Lauf in diesem Monat. Dabei wollte ich meine Urlaubswoche für viele lange Läufe nutzen. War wohl nichts, denn die Erkältung, gegen die ich schon seit Wochen kämpfe, ist natürlich im Urlaub ausgebrochen. Typisch. 🤧

Nach 5 Tagen Erkältungspause (natürlich während des Urlaubs) heute ein erster vorsichtiger Versuch

Nach 5 Tagen Erkältungspause (natürlich während des Urlaubs) heute ein erster vorsichtiger Versuch

Distanz: 8.59 km
Zeit: 00:56:42
Anstieg: 65 m
Ø Pace: 6:36 min/km
Ø Geschwindigkeit: 9.1 km/h
Ø Herzfrequenz: 141 bpm
Ø Schrittfrequenz: 149 spm
Temperatur: 16.1 °C
Kalorien: 715 kcal

2024: 652 km
April: 8 km
KW 14: 8 km

Heute habe ich es wieder einmal gewagt. Ich kam noch etwas schwerfällig voran, doch insgesamt hat das schon gepasst. Bin ja auch bewusst langsam gelaufen und habe den Puls nicht nach oben getrieben. Nächste Woche wartet wieder die Arbeit und die Zeit zum Laufen schrumpft. Ärgerlich. Und einfach nur dumm, dass ich mich nicht krank gemeldet habe. 🙄

Im ersten Ohr: Nerdtalk Sendung 642 – Die Oscar-Sendung 2024
Im zweiten Ohr: Skye Wallace, blink-182, Frank Turner

Captain America: The First Avenger (2011) (WS1)

Nachdem wir heute den ganzen Tag unterwegs waren (u.a. im Deutschen Museum Nürnberg), habe ich mich nach dem Reinfall gestern wieder auf einen gelungenen Filmabend gefreut. Mit „Captain America: The First Avenger“ sind wir nun auch fast schon durch mit der ersten Phase des MCU. Mir hatte der Film bereits bei der ersten Sichtung gefallen und heute war ich regelrecht begeistert. 🗽

Captain America: The First Avenger (2011) | © Walt Disney

Captain America: The First Avenger (2011) | © Walt Disney

Ein retrofuturistisches Kriegsabenteuer

Nachdem ich mir zuletzt einmal wieder Kritiken der ersten MCU-Phase durchgelesen habe, musste ich mich doch sehr wundern, dass „Captain America: The First Avenger“ häufig am unteren Ende der Skala zu finden ist. Ich musste heute für mich feststellen, dass es neben „Iron Man“ wohl meine liebste Origin-Geschichte ist. Mit Joe Johnston hatte Marvel auch einen Regisseur gefunden, der aus der klassischen Schule eines George Lucas und Steven Spielberg kommt und dabei bereits viel Erfahrung in Sachen Effektkino sammeln konnte (u.a. „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“, „Jumanji“ oder „Jurassic Park III“). Auch bei historischen Stoffen, wie „October Sky“, ist Johnston kein unbeschriebenes Blatt und so kommen hier einige Disziplinen zusammen, die einfach perfekt harmonieren. Ich erwähnte es bereits in meiner ersten Besprechung: „Captain America: The First Avenger“ erinnert stark an die „Indiana Jones“-Reihe oder den Retrofuturismus-Klassiker „Sky Captain and the World of Tomorrow“.

Im Gegensatz zur ersten Sichtung hat bei mir heute jedoch auch der emotionale Kern gezündet, sprich vor allem die Beziehung zu Bucky und speziell auch Peggy Carter (Hayley Atwell ist in dieser Rolle aber auch zum Verlieben). Die Bezüge zum restlichen MCU sind durchaus vorhanden und fügen sich wunderbar in diese Welt ein. Insgesamt mag ich den Look des Films, seine Figuren und das oftmals gemächliche Tempo. Die vielen Actionszenen sind zwar im Kriegssetting verortet, jedoch erinnern sie mich eher an oben genannte Abenteuerfilme, denn an Krieg. Wir befinden uns hier quasi schon in einem Marvel-Paralleluniversum zu unserer Welt und das ist gut so.

Fazit

Sowohl ich als auch die Kinder mochten „Captain America: The First Avenger“ wirklich sehr gerne. Das hätte ich so nicht erwartet. Nun sind wir alle heiß auf die erste große Zusammenkunft der Superheld:innen, welche wir hoffentlich noch in den nächsten Tagen schauen werden. Steve Rogers erster Auftritt wird von mir davor aber noch um einen Punkt aufgewertet: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Die 5 besten Kämpfe in Filmen

Es bleibt actionreich und nach den spektakulärsten Stunts geht es heute bei Die 5 BESTEN am DONNERSTAG weiter zu den besten Kämpfen in Filmen. Da gibt es auch einige, wobei ich mich auf die Filme konzentriert habe, die mir vor allem aufgrund ihrer Kampfszenen im Kopf geblieben sind. Seid gespannt! 🥋

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #353 | © Passion of Arts, Gorona Guiboud, Bizkette1 (Freepik.com)

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #353 | © Passion of Arts, Gorona Guiboud, Bizkette1 (Freepik.com)

Das Thema für Ausgabe #353 lautet:

Die 5 besten Kämpfe in Filmen

  1. „Braveheart“ (1995) – Ein Film, der von seinen Kampfszenen lebt und diese in eine mitreißende und emotionale Geschichte einbettet. Als Jugendlicher habe ich den Film oft nur aufgrund seiner brachial inszenierten Kämpfe gesehen. Bis heute sehr imposant.
  2. „John Wick“ (2014) – Vermutlich hätte ich hier jeden Teil der Reihe nehmen können, doch der Ursprung ist mir am stärksten im Kopf geblieben. Was das Stunt- und Regieteam rund um Keanu Reeves gestrickt hat, ist wahrlich beeindruckend.
  3. „Kill Bill: Vol. 1“ (2003) – Im ersten Teil von Quentin Tarantinos Epos gibt unzählige fantastische Kampfszenen. Ob ganz intim in der Wohnküche oder das große Geschnetzel in schwarz-weiß. Fantastisch inszeniert und auf den Punkt gespielt.
  4. „The Night Comes for Us“ (2018) – Auch wenn der Film in jeder Hinsicht völlig übertrieben ist, so hat mich speziell der Schlusskampf ziemlich beeindruckt. Ultrabrutal und doch packend. Dagegen sind alle anderen Filme auf dieser Liste harmlos. Ein im wahrsten Sinne des Wortes krasser Film mit krassen Kämpfen.
  5. „The Raid: Redemption“ (2011) – Gareth Evans Action-Kracher hat damals den Grundstein für diese Art von Film gelegt, ohne den es wohl auch „The Night Comes for Us“ nicht gegeben hätte. Nicht weniger imposant, doch deutlich besser verdaulich. Den Nachfolger will ich schon seit Jahren nachholen.

Anmerkung: Die Liste ist rein alphabetisch, nicht nach Wertung, sortiert und die Besprechungen der Filme und/oder Serien sind jeweils über den Titel verlinkt.

Die Nachbarn von oben (2023)

Heute Abend haben wir recht lange das Gesellschaftsspiel „Hitster“ gespielt, weshalb es am Ende zu spät für einen Filmabend mit den Kids war. Frau bullion und ich haben es dennoch aufs Sofa geschafft. Mit ihren Kolleginnen hatte sie im Kino den Trailer zu „Die Nachbarn von oben“ gesehen, den Film dann aber verpasst. Für uns gab es also einen Filmabend ohne Kinder. Ob sich der Film gelohnt hat? 🥂

Die Nachbarn von oben (2023) | © Ascot Elite Home Entertainment

Die Nachbarn von oben (2023) | © Ascot Elite Home Entertainment

Angestrengt zwischen Drama und Komödie

Das Setting erinnert an „Gott des Gemetzels“: Ein intimes Kammerspiel zwischen zwei Paaren, welches zu schmerzhaften Fragestellungen führt und in einer existenziellen Krise endet. Aufhänger ist, dass die titelgebenden Nachbarn beim nächtlichen Sex zu laut sind und ob man das, so rein nachbarschaftlich gesehen, ansprechen könne. Das Paar, dessen Perspektive wir einnehmen, ist in den Fünfzigern, die einzige Tochter ist Teenagerin und beide haben sich nicht mehr viel zu sagen. Das Nachbarpaar führt eine offene Beziehung und veranstaltet regelmäßig Orgien. Soweit, so vielversprechend anzüglich die Prämisse. Das hat anscheinend auch der Trailer versprochen.

Tatsächlich ist „Die Nachbarn von oben“ bis auf ein, zwei kurze Momente überhaupt nicht witzig. Wir wohnen eher einem Beziehungsdrama bei, das allerdings auch in nicht im Geringsten erhellend ist. Der ganze Film ist unfassbar dröge inszeniert und es kommt keine Spannung auf. Was hätte man alles daraus machen können? Beide Lebensentwürfe ins Extrem drehen und den Figuren ihren Spiegel vorhalten. Es tatsächlich anzüglich werden lassen oder zumindest eine Entwicklung der Charaktere vorantreiben. Doch da ist nichts. Die Schauspieler:innen machen ihre Sache gut, doch bekommen sie einfach zu wenig zu tun. Die Dialoge wirken unnatürlich und steif. Am Ende hat sich nichts zwischen den Figuren geändert. Die knapp 90 Minuten haben sich angefühlt wie drei Stunden.

Fazit

Wenn wir uns bei einem Film mehrfach überlegen auszuschalten, dann mag das etwas heißen. Hinter dem anzüglichen Thema verbirgt sich ein arthousig angehauchter Schnarcher, der mich leider so gar nicht überzeugen konnte. Schade um die nette Grundidee und die guten Schauspieler:innen. Leider wurde nichts daraus gemacht. Schade drum: 3/10 Punkte.