Nachdem sich unsere Kinder eine weitere Nacht außer Haus erschlichen haben, konnten wir Erwachsenen uns heute ungestört „John Wick: Kapitel 3“ anschauen. Zudem habe ich nachmittags bereits das interessante Making-of zum zweiten Teil gesehen, was mich die Stunt-Arbeit noch einmal mehr wertschätzen lässt. Kann der dritte Teil noch einmal einen draufsetzen? ⚔

John Wick: Kapitel 3 (2019) | © Concorde
Ein weiteres Kapitel voll beeindruckender Action
Da ich die drei Teile von „John Wick“ an drei aufeinanderfolgenden Tagen gesehen habe, kommt es mir tatsächlich so vor, als hätte ich eine TV-Serie gesehen. Inklusive sich auflösenden Cliffhangern. Der dritten Teil schließt nahtlos an den Vorgänger an und steigert dessen Produktionswerte noch einmal. „John Wick: Kapitel 3“ sieht demnach noch polierter und beeindruckender aus, als seine beiden Vorgänger. Gerade die Lichtgestaltung hinterlässt Eindruck und ist definitiv eine Signatur der Filmreihe. Auch die Action wird noch einmal aufgedreht und John Wick darf via Motorrad oder auf dem Rücken eines Pferdes um sein Leben kämpfen. Wahrlich extrem beeindruckend inszeniert.
Nach dem Auftakt in New York City geht es nach Casablanca, wo John Wick auf eine alte Bekannte (gespielt von Halle Berry) trifft. Diese kämpft im Zusammenschluss mit zweit Hunden, was eine weitere Meisterleistung an Kampfchoreographie darstellt. Inhaltlich macht „John Wick: Kapitel 3“ dagegen von Minute zu Minute weniger Sinn, denn trotz der Welt mit all ihren Regeln und Konsequenzen wirkt alles unfassbar beliebig und die Dialoge sind teils schmerzhaft profan. Wie toll wäre es gewesen, hier noch ein knackiges Skript zu haben, das mit ein paar Onelinern glänzt oder zumindest handlungstechnisch Sinn ergibt? Star bleibt somit weiterhin die Action und die ist nach wie vor extrem imposant. Bis zum letzten Schlusskampf.
Fazit
Ja, auch „John Wick: Kapitel 3“ ist ein großes Vergnügen. Ich habe jede einzelne Kampfszene genossen und wurde ihnen auch nicht überdrüssig. Schade nur, dass das Drehbuch da nicht auch nur annähernd mithalten kann. Selbst wenn es nicht um die Geschichte geht, ein wenig mehr Sorgfalt wäre schön gewesen. So bleibt am Ende ein weiteres Kapitel mit extrem beeindruckender Action: 7/10 Punkte.
Für mich hatte das Pferd ja die beste Kampfszene – kurz, aber schmerzvoll 😉
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Ja, das stimmt! Sehr effektiv eingesetzt. Wie auch das Buch in der Szene davor. 😅
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Den Anfang fand ich echt fantastisch. Irgendwann wurde es mir aber einfach zu lang und zu viel für die dünne Story 😅
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Ja, die Story-Elemente waren wirklich schwach. Aber ich mochte die Action-Set-Pieces mit Pferden, Motorrädern, Hunden usw. Das war schön abwechslungsreich und wirklich beeindruckend umgesetzt.
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Ja, die Action war schon echt beeindruckend. Gerade alles am Anfang… aber später, dieses Level-artige „Ich kämpfe mich durchs Haus“ fand ich ein bisschen zu viel.
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Ich fand auch, dass der Anfang des Films gelungener war. Bis zum Hundekampf in Casablanca. Danach hat er ein wenig angebaut bzw. wurde er redundanter.
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So, jetzt bin ich auch durch mit den drei Filmen. Schon sehr stylisch alles und macht auch Spaß zu gucken, nur die Story wurde von Teil zu Teil dünner. Diese Backstory zur Organisation fand ich ja echt uninteressant, hätte sich John Wick wie ein John McClane durch die Realität gekämpft, hätte mich das noch mehr angesprochen.
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Ja, die Rahmengeschichte fand ich auch nicht so spannend. Die Filme leben klar von der Action und bauen mit der Zeit etwas ab. Fand ich aber dennoch unterhaltsam in ihrer überhöhten Art und Weise.
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