Sechzehn Stunden Ewigkeit – OT: The Map of Tiny Perfect Things (2021)

Nach einem wundervollen Tag, der sich schon richtig nach Frühling angefühlt hat, fehlte zum perfekten Abschluss nur noch der richtige Film. Da ich Zeitschleifen liebe, ist „Sechzehn Stunden Ewigkeit“ natürlich sofort auf meinem Radar aufgetaucht. Glücklicherweise ist der Film weit weniger klischeehafte Romanze, als der deutsche Titel vermuten lässt, und viel mehr „The Map of Tiny Perfect Things“. 🕛

Sechzehn Stunden Ewigkeit (2021) | © Amazon Prime Video

Sechzehn Stunden Ewigkeit (2021) | © Amazon Prime Video

Und täglich grüßt der perfekte Moment

Auch wenn das Genre inzwischen schon ziemlich ausgelutscht ist, so liebe ich es doch. Vielleicht auch, weil ich ich bis heute darauf warte, dass mit „Replay: Das zweite Spiel“ die beste Zeitschleifen-Geschichte verfilmt wird. Der Roman hatte Harold Ramis damals zu „Und täglich grüßt das Murmeltier“ inspiriert und steht somit auch indirekt Pate für „The Map of Tiny Perfect Things“. Natürlich wird auch in diesem Film das Original offen angesprochen. Ebenso wie „Edge of Tomorrow“. Autor Lev Grossman ist sich somit bewusst, dass seine Geschichte keine originelle Prämisse bietet, doch das was er daraus macht, ist durchaus erfrischend. Somit ist „The Map of Tiny Perfect Things“ für den romantischen Film das, was „Happy Deathday“ für den Horrorfilm war.

Ich möchte an dieser Stelle gar nicht zu viel verraten, nur dass die Figuren natürlich eine Entwicklung durchmachen und die Chemie zwischen Mark und Margret wirklich gelungen ist. Hinzu kommt eine wunderbar leichte Inszenierung und ein hervorragender Soundtrack, der den Film eher in die Indie-Richtung schubst, als in die großer Hollywood-Romanzen. Die Schauspieler sind allesamt perfekt besetzt (u.a. spielt Josh Hamilton, der Vater aus „Eighth Grade“, erneut den Vater des Protagonisten) und die finale Auflösung ist so naheliegend wie befriedigend. Sicher nicht das ganz große Kino, doch eine sehr unterhaltsame Variante unter den Zeitschleifen-Filmen.

Fazit

Mich hat „The Map of Tiny Perfect Things“ wirklich ausgezeichnet unterhalten. Tatsächlich lebt er von den kleinen Momenten, die er einzufangen versucht. Ein wenig musste ich auch an die Verfilmung von „Letztendlich sind wir dem Universum egal“ denken, der jedoch weit nicht so gut funktioniert, wie Ian Samuels Film. Reinschauen lohnt sich (die Amazon-Produktion läuft ganz frisch auf Prime Video) nicht nur für Zeitschleifen-Freunde: 8/10 Punkte.

Dora und die goldene Stadt – OT: Dora and the Lost City of Gold (2019)

Ich sollte häufiger einen Tag frei nehmen. Da ist die Stimmung doch gleich besser. Auch wenn ich heute, außer meinem Halbmarathon, nur ein wenig das Haus geputzt habe. Abends gab es dann Pizza und einen Filmabend mit den Kids, da Frau bullion auf einer virtuellen Feier weilt. Die Wahl ist uns heute schwer gefallen. Nach einer längeren Trailer-Show, haben wir uns letztendlich „Dora und die goldene Stadt“ ausgewählt. Auch wenn der Zwergofant davon zu Beginn nicht sonderlich begeistert war. 🐵🦊

Dora und die goldene Stadt (2019) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Dora und die goldene Stadt (2019) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Ein wunderbarer Abenteuerfilm für Kinder

Von „Dora und die goldene Stadt“ habe ich vor einigen Jahren etwas Positives auf dem Kinderfilmblog gelesen und das ist irgendwie bei mir hängen geblieben. Deshalb haben wir einen Blick in den Trailer geworfen und waren durchaus angetan. Ansonsten habe ich keinen Bezug zu „Dora“ und auch keine Episode der TV-Serie gesehen. Diese richtet sich anscheinend eher an jüngere Kinder und hat eine erzieherische Komponente. Der Einstieg in den Film stellt uns die sechsjährige Dora vor, nur um kurz danach einen Zeitsprung von 10 Jahren zu vollführen. Dadurch wird die Brücke zur Serie geschlagen und gleichzeitig klar gemacht, dass wir uns eher in einem Teenager-Abenteuer befinden. Dieser Kniff hat erstaunlich gut funktioniert und uns gekonnt auf den Film eingestimmt. Michael Peña als Doras Vater ist zudem extrem witzig.

Nach ein paar Highschool-Szenen, in denen der grenzenlose Optimismus und die schiere Lebensfreue Doras (fantastisch gespielt von Isabela Moner) auf die Spitze getrieben wird, werden wir in ein kunterbuntes Dschungelabenteuer geworfen. Dieses erinnert im besten Sinne an eine „Indiana Jones“-Variante für Kinder und strotzt nur so vor Einfallsreichtum und irrwitzigen Szenen. In „Dora und die goldene Stadt“ gibt es zwei computeranimierte Figuren, den Affen Boots (im Original gesprochen von Danny Trejo) und den Fuchs Swiper (im Original gesprochen von Benicio del Toro). Dies fand ich zu Beginn sehr befremdlich und fast schon störend. Die Kids haben die Figuren jedoch geliebt und spätestens ab der Hälfte hat der grobe Unfug im Dschungel dann auch für mich funktioniert. Warum auch nicht? Ein riesengroßer Spaß!

Fazit

Ich hätte es niemals für möglich gehalten, dass mich „Dora und die goldene Stadt“ so gut unterhalten würde. Es war eine Freude dem Abenteuer beizuwohnen. Der Optimismus der Hauptfigur ist ansteckend und der nahezu ausschließlich lateinamerikanische Cast extrem einnehmend. Ein perfektes Beispiel, wie ein Abenteuerfilm für Kinder sein sollte: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Jurassic World: Neue Abenteuer – OT: Jurassic World: Camp Cretaceous – Staffel 1 und 2

Nach „Gortimer Gibbon: Mein Leben in der Normal Street“ war ich auf der Suche nach einer neuen Serie, die ich zusammen mit den Kids schauen kann. Somit sollte von allen drei Seiten zumindest Interesse am Thema da sein. Ohne größere Diskussionen haben wir uns recht schnell auf „Jurassic World: Neue Abenteuer“ einigen können. Ich erwartete mir nicht viel, war aber zumindest neugierig. Was die Serie letztendlich kann, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung… 🦕🦖

Jurassic World: Neue Abenteuer | © Netflix

Jurassic World: Neue Abenteuer | © Netflix

Ich liebe „Jurassic Park“! Für mich vielleicht der auslösende Kinomoment für meine Filmleidenschaft. Umso gespannter war ich, wie sich dieser Nachzügler zum bereits verwässerten „Jurassic World“-Franchise gestalten würde:

Staffel 1: Welcome to Jurassic World (for Kids)

Zunächst einmal habe ich ein wenig gebraucht, um mich mit dem Animationsstil anzufreunden. Oder gar nicht so sehr mit dem Stil, sondern eher damit, dass es sich um eine Animationsserie handelt. Das passt nicht so wirklich zu meiner Vorstellung des Franchise. Allerdings habe ich mir nach der ersten Episode darüber keine Gedanken mehr darüber gemacht und es hat für mich funktioniert. Inhaltlich startet die Serie recht harmlos und kindgerecht, nur um ab der vierten Episode in eine, für die Reihe typische, „Dinos brechen aus und fressen Menschen!“-Geschichte umzuschlagen. Zwar wird keine explizite Gewalt gezeigt, doch dass der Dino hinter dem Busch gerade eine zuvor eingeführte Figur (an ihrem Geburtstag!) frisst, ist klar ersichtlich. Das fand ich schon happig, zumal die Serie auch ab sechs Jahren freigegeben ist. Zudem bin ich mir auch nicht sicher, ob dieses erzwungene „Wir produzieren für alle Zielgruppen!“ für mich funktioniert. Dennoch hat uns die Serie insgesamt sehr gut unterhalten und die Faszination der Kids ist auf jeden Fall vorhanden (auch wenn sich der Zwergofant ab und zu hinter einem Kissen verstecken musste). Wir sprechen viel darüber, der Zwergofant träumt davon (keine Albträume) und auch das Zappelinchen ist begeistert und kann gar nicht erwarten, wie es denn nun weitergeht. Auch ich hatte, gerade in der zweiten Hälfte der Staffel, wirklich viel Spaß mit der Serie: 8/10 (7.5) Punkte.

Staffel 2: Der Fluchtversuch aus dem Park

Die zweite Staffel macht dort weiter, wo die erste aufhört. Inzwischen hatten sich alle Zuschauer an die härtere Gangart gewöhnt und konnten den Abenteuercharakter der Serie voll und ganz genießen. Nachdem Ben in der ersten Staffel von der restlichen Truppe getrennt wurde, sieht man ihn bis zur vierten Episode nicht mehr. Sein überraschender Auftritt am Ende der Folge ist ein famoser Cliffhanger, dem sich ein Rückblick auf seine Erlebnisse, bis zu diesem Zeitpunkt, anschließt. Solch erzählerische Kniffe kennt man sonst nur aus Serien wie „Lost“ und die Kinder waren sichtlich verwirrt, ob der springenden Handlung. Das habe ich sehr gemocht, wie überhaupt die gesamte serielle Erzählung der Serie. Gegen Ende wird die Handlung auch noch einmal richtig dramatisch und drei prominente Figuren werden von Dinos gefressen. Obwohl man auch hier nichts Explizites sieht, hat das definitiv Eindruck hinterlassen. Mit sechs Jahren wären meine Kids noch nicht soweit gewesen, das wegzustecken. Der Cliffhanger am Ende der Staffel macht Lust auf mehr und ich konnte den Kindern nur schwer vermitteln, dass wir nun erstmal mindestens ein Jahr auf die Fortsetzung warten müssen: 8/10 (7.9) Punkte

Fazit

Auch wenn ich es zu Beginn nicht für möglich gehalten hätte, so hatte ich doch viel Spaß mit „Jurassic World: Neue Abenteuer“. Noch mehr begeistert waren jedoch meine Kinder und zwar alle beide, was ich auch nicht so vermutet hätte. Insofern freuen wir uns schon jetzt auf die Rückkehr ins „Camp Cretaceous“: 8/10 (7.7) Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 10/10 Punkte.)

Eighth Grade (2018)

Heute habe ich einen Film gesehen, von dem ich schon viel Gutes (in Podcasts) gehört habe. Nach der erfolglosen Suche nach einer DVD oder Blu-ray war ich umso erfreuter, dass Netflix „Eighth Grade“ ins Programm aufgenommen hat. Höchste Zeit also, mich selbst von der Qualität des Coming-of-Age-Dramas zu überzeugen… 👩‍🎓

Eighth Grade (2018) | © Sony Pictures

Eighth Grade (2018) | © Sony Pictures

Die unangenehme Seite von Coming-of-Age

Aufgrund meines Vorwissens hatte ich vermutet, dass „Eighth Grade“ komplett bei mir einschlagen würde. Tatsächlich aber habe ich etwas gebraucht, bis ich mich mit dem Film angefreundet hatte. Obwohl wir sehr nah an der Protagonistin Kayla (großartig gespielt von Elsie Fisher) dran sind, war mir die Inszenierung zu Beginn ein wenig zu verkünstelt. Auch fand ich die Überpräsenz von digitalen Kommunikationsmitteln anstrengend. Allerdings merke ich selbst, dass es auch bei den eigenen Kindern immer mehr in diese Richtung geht. Weit nicht so extrem, doch die Tendenzen sind da. Auch in diesem Aspekt zeigt sich, dass mich „Eighth Grade“ häufig die Perspektive des Vaters hat einnehmen lassen. Ich hatte oft einen sorgenvollen Blick auf das Geschehen. Was steht meinen Kindern (und uns Eltern) da in den nächsten Jahren noch bevor?

Die andere Perspektive ist natürlich die von Kayla selbst. Manche Szenen waren schmerzhaft nah an der eigenen Erinnerung dran. Gerade der Zeitraum zwischen 7. und 8. Klasse ist auch für mich einer, der mir nur noch unbestimmt im Kopf ist und der mit viel Unsicherheit verbunden war. Ich bin damals eher in Videospiele und Bücher geflüchtet. Die Welt war einfacher und langsamer. Heute möchte ich wirklich kein Teenager mehr sein. Und da sind wir wieder bei meiner Perspektive als Vater angekommen. Wie wird das Zappelinchen mit all diesen (neuen) Herausforderungen umgehen? Bei all den unangenehmen bis düsteren Szenen, ist „Eighth Grade“ doch ein Film, der seine Figuren mag und nach hinten raus eine positive Entwicklung aufzeigt. Nicht aufgesetzt und eher realistisch, aber doch positiv. All das macht „Eighth Grade“ zu einer (für mich) eher anstrengenden Erfahrung, aber doch einer, die nachwirkt.

Fazit

Wirklich viel Spaß hatte ich nicht mit „Eighth Grade“, doch darum geht es dem Film vermutlich auch nicht. In dieser Hinsicht kam er mir teils wie ein Gegenentwurf zu „Booksmart“ vor, bei dem ich mich teils ähnlich gefühlt habe, doch eher auf lustige Art und Weise. Wie ihr merkt, fällt es mir schwer, den Film konkret einzuordnen. Ich mochte ihn und würde den Film und Kayla am liebsten in den Arm nehmen und sagen: Es wird alles gut. Wie eben so ein Vater. Anstrengend aber sehenswert: 8/10 Punkte.

The Gentlemen (2019)

Schon wieder ist der Samstag vorbei. Es ist wirklich faszinierend, wie schnell das Wochenende immer an einem vorüberzieht. Außer einem matschigen Lauf und ein wenig Beschäftigung mit den Kids war nicht viel zu holen. Abends ging es dann mit „The Gentlemen“ aufs Sofa. Ob das ein gelungener Ausklang des Tages war, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung… 💷🥊

The Gentlemen (2019) | © Concorde Video

The Gentlemen (2019) | © Concorde Video

Back to the Roots für Guy Ritchie

Was habe ich die frühen Guy-Ritchie-Filme geliebt! „Lock, Stock & Two Smoking Barrels“ war einer der Filme, die ich mir damals auf Kursfahrt nach London auf VHS gekauft hatte. Auch „Snatch“ hat mir extrem gut gefallen. Danach habe ich Ritchie aus den Augen verloren und bin erst mit seiner „Sherlock Holmes“-Verfilmung wieder eingestiegen. Zuletzt habe ich „Aladdin“ von ihm gesehen, welcher zwar nett anzusehen, aber doch eher ein 08/15-Disney-Remake war. Umso mehr war ich also auf „The Gentlemen“ gespannt, der wieder an seine älteren Werke anknüpfen sollte.

Tatsächlich ist „The Gentlemen“ ein typischer Guy-Ritchie-Gangsterfilm. Dabei gibt er sich um einiges polierter als seine ersten Ausflüge in das Genre. Teils ist er mir fast schon ein wenig selbstverliebt vorgekommen. Der Cast rund um Matthew McConaughey (u.a. „Mud: Kein Ausweg“) ist großartig! Speziell Charlie Hunnam (bekannt aus „Sons of Anarchy“) und Hugh Grant (u.a. „Tatsächlich… Liebe“) haben mir gut gefallen. Der Plot entfaltet sich durch einen unzuverlässigen Erzähler, ist ansonsten aber nicht sonderlich innovativ. Das fand ich aber auch völlig in Ordnung, denn nach all den Jahren war es erfrischend einmal wieder einen klassischen Gangsterfilm von Guy Ritchie zu sehen. Einfach extrem unterhaltsam und wunderbar flott inszeniert.

Fazit

„The Gentlemen“ hat bei mir das Bedürfnis geweckt, einmal wieder zu Guy Ritchies Gangstergeschichten zurückzukehren und auch die mir noch unbekannten Filme „Revolver“ und „RocknRolla“ nachzuholen. Für einen entspannten Filmabend definitiv eine gute Wahl: 8/10 Punkte.

Turtles 2: Das Geheimnis des Ooze – OT: Teenage Mutant Ninja Turtles II: The Secret of the Ooze (1991)

Nach einer (für alle) anstrengenden Woche haben wir uns sehr auf den heutigen Filmabend gefreut. Besonders der Zwergofant, der sich natürlich „Turtles 2: Das Geheimnis des Ooze“ ausgesucht hat. Nach dem Erfolg des ersten „Turtles“-Films ist er im Schildkrötenfieber und auch ich habe mich sehr auf die Sichtung gefreut… 🍕🐢

Turtles 2: Das Geheimnis des Ooze (1991) | © Alive - Vertrieb und Marketing/DVD

Turtles 2: Das Geheimnis des Ooze (1991) | © Alive – Vertrieb und Marketing/DVD

Für mich eine absolut gelungene Fortsetzung

Mit „Turtles 2: Das Geheimnis des Ooze“ geht es mir ein wenig wie mit „Ghostbusters II“. In Fankreisen sind die beiden Fortsetzungen deutlich weniger beliebt, als die ersten Teile der jeweiligen Franchises, doch ich mag sie beinahe genauso gerne wie die Originale. Vermutlich weil ich sie als Kind nahezu immer gemeinsam geschaut habe und sie in meiner Erinnerung miteinander verschmelzen. Ob es ein Zufall ist, dass in beiden Fortsetzungen eine leuchtende, gefährliche Flüssigkeit eine Rolle spielt? Ob jetzt Schleim oder Ooze ist da fast schon nebensächlich.

Tatsächlich hatte ich mit dem zweiten Realfilmabenteuer der Turtles auch heute noch so viel Spaß wie damals. Die Welt wird ein wenig größer, doch der Kern der Geschichte bleibt der gleiche: Alberne Teenager-Sprüche, spaßige Kampfszenen und noch mehr (mutierte) Gegner. Auch wenn es unterhaltsam war, die vier Schildkröten zu Beginn in April O’Neils (übrigens neu besetzt) Wohnung zu sehen, so mochte ihren neuen Unterschlupf in der alten U-Bahn-Station doch besonders gerne. Überhaupt ist auch „Turtles 2: Das Geheimnis des Ooze“ wieder herrlich handgemacht, was ihn zwar nicht zeitlos, aber doch wunderbar sympathisch wirken lässt.

Fazit

Für mich gehören die ersten beiden Turtles-Abenteuer nahtlos zusammen und ich mag beide beinahe gleich gerne. Der Zwergofant war erneut extrem begeistert und das Zappelinchen zumindest ein wenig mehr als noch beim ersten Teil. Die letzte Fortsetzung der klassischen Reihe habe ich selbst noch nie gesehen und bin deshalb ziemlich gespannt darauf. Nach wie vor ein tolles Abenteuer: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 5/10 Punkte; Zwergofant: 10/10 Punkte.)

Turtles – OT: Teenage Mutant Ninja Turtles (1990)

Nachdem sich das Zappelinchen letzte Woche mit „Ostwind“ einen Film aussuchen durfte, war heute der Zwergofant an der Reihe, der sich für „Turtles“ entschieden hat. Natürlich nicht ganz unbeeinflusst von seinem Vater und unzähligen Spielstunden mit „Turtles in Time“. Ich hatte mich nach den ersten Arbeitstagen des Jahres schon sehr auf den gemeinsamen Filmabend gefreut und dafür war der Film genau der richtige. Auch weil wir davor Pizza gegessen haben… 🍕🐢

Turtles (1990) | © Alive - Vertrieb und Marketing/DVD

Turtles (1990) | © Alive – Vertrieb und Marketing/DVD

Eine Reise zurück in meine Kindheit

Ender der 1980er Jahr war ich voll und ganz im „Turtles“-Fieber. Speziell durch die Zeichentrickserie und die Actionfiguren, die ich zwar nie selbst besessen, aber immer gerne bei Freunden bespielt habe. Als dann 1990 ein Realfilm ins Kino kam, kannte meine Begeisterung keine Grenzen mehr. Dennoch sollte es noch etwas dauern, bis ich den Film letztendlich gesehen hatte. Und zwar in unserem kleinen Kino vor Ort, das es schon seit etlichen Jahren nicht mehr gibt. Dort liefen Filme immer erst mit größerer Verspätung an. Doch ich war begeistert. Darauf folgten einige weitere Sichtungen bei TV-Ausstrahlungen und irgendwann war dann die „Turtles“-Manie bei mir vorbei. Im Gegensatz zu Klassikern, wie „Zurück in die Zukunft“, haben es die vier Ninja-Schildkröten zunächst nicht bis in mein Erwachsenenalter geschafft.

Aus heutiger Sicht ist der Film hoffnungslos veraltet. Gar nicht einmal so sehr aufgrund der immer noch gut funktionierenden Ganzkörperanzüge, sondern vor allem aufgrund seines Looks und seines Scores bzw. Soundtracks. „Turtles“ war eben nie eine große Studioproduktion, sondern ein Independent-Film, der auch nicht mit Blockbuster-Budget umgesetzt wurde. Dennoch hat er weit mehr Charme und funktioniert für mich weit besser als das 2014er Reboot von Michael Bay. Der 2007er Animationsfilm „TMNT“ hat für mich das Gefühl der Comichelden dagegen recht gut eingefangen, krankt für mich aber am austauschbaren Bösewicht. Über die Laufzeit entwickelt das Original einfach den stärksten Sog und kann durch dumme Sprüche, authentisch wirkende Kulissen und wunderbar handgemachte Effekte überzeugen. Ohne künstliche Übertreibung. Das mag ich immer noch sehr gerne.

Fazit

Auch wenn „Turtles“ inzwischen recht in die Jahre gekommen ist, so hat der Film für mich immer noch gut funktioniert. Er ist keiner meiner großen persönlichen Klassiker, doch wird er immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben. Bei meinen Kindern war die Meinung dieses Mal sehr geteilt und Frau bullion wäre wohl am liebsten geflohen: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 4/10 Punkte; Zwergofant: 10/10 Punkte.)

Gortimer Gibbon: Mein Leben in der Normal Street – Die komplette Serie (Staffel 1 bis 2)

Heute habe ich bzw. haben wir eine Serie abgeschlossen, die uns schon seit Mitte des letzten Jahres begleitet. Auf der Suche nach einer Serie, die ich zusammen mit den Kindern schauen kann, sind wir irgendwann auf „Gortimer Gibbon“ gekommen. Nach einer längeren Pause, kurz vor dem Finale, haben wir die Serie heute schweren Herzens abgeschlossen… 🐸🔨📦

Gortimer Gibbon | © Amazon Prime Video

Gortimer Gibbon | © Amazon Prime Video

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Booksmart (2019)

Der letzte Film des Jahres! Nachdem wir heute Nachmittag noch einen Geburtstag im (ganz) kleinen Kreis gefeiert haben, stand uns abends der Sinn nach entspannter Unterhaltung, weshalb die Wahl auf „Booksmart“ gefallen ist. Das Regiedebüt von Olivia Wilde (u.a. bekannt aus „Vinyl“) hatte einige gute Presse bekommen und wurde als weibliches „Superbad“ gefeiert. Da ich den Film nur okay fand, war ich umso gespannter, wie mir diese Coming-of-Age-Komödie gefallen würde… 👩‍🎓👩‍🎓🎉🥳

Booksmart (2019) | © Weltkino Filmverleih GmbH (Vertrieb LEONINE)

Booksmart (2019) | © Weltkino Filmverleih GmbH (Vertrieb LEONINE)

Coming-of-Age in wirklich witzig

Zunächst einmal finde ich es ziemlich dämlich einen Film als weibliche Version von einem anderen zu beschreiben. Aber sei es drum. Und ja, die Parallelen sind nicht von der Hand zu weisen. Auch „Booksmart“ bedient sich ungezügelt der pubertären Jugendsprache, was ich auch hier zu Beginn ein wenig befremdlich fand. Vermutlich ist mein fortgeschrittenes Alter der ausschlaggebende Grund, denn inzwischen ist meine Tochter näher an den Figuren dran, als ich. Ein erschütternder Gedanke. Auch steht eine große Party in Zentrum des Films. Und es geht um eine zentrale Freundschaft. Dennoch fand ich „Booksmart“ so viel witziger, authentischer und zu Herzen gehender als Greg Mottolas 2007er Komödie. Nun habe ich die beiden Werke doch miteinander verglichen. Mist.

Bevor ich es vergesse, möchte ich Beanie Feldstein und Kaitlyn Dever, die ich aus der Tim-Allen-Sitcom „Last Man Standing“ kenne, lobend erwähnen. Was heißt loben? Sie tragen den Film mühelos und spielen sich die Seele aus dem Leib, nur dass es unglaublich mühelos und echt wirkt. Einfach toll! Doch auch die Nebenfiguren sind großartig besetzt und Olivia Wilde beweist ein Händchen für Timing, Dialoge und auch dafür, Szenen gerade so lange laufen zu lassen, bis sie kurz davor sind unangenehm zu werden. Aber eben nicht darüber hinaus. Zudem hat die Regisseurin es vermieden, sich selbst eine Rolle zu zimmern, was ich wirklich positiv finde (so gerne ich Wilde auch als Schauspielerin sehe). Es ist nicht alles perfekt, was die Handlung angeht (z.B. fand ich den Twist/Gag mit dem Valley Strangler ein wenig forciert), doch insgesamt funktioniert „Booksmart“ auf vielen ebenen großartig und macht extrem viel Spaß.

Fazit

Kann es einen besseren Film für den Jahresabschluss geben? Wohl kaum. Ich kann euch „Booksmart“ nur ans Herz legen, wenn ihr gerne Coming-of-Age-Geschichten schaut und es euch nicht stört, sich mal wieder ein wenig awkward zu fühlen. Die Figuren sind mir über die kurze Laufzeit wirklich ans Herz gewachsen. Ein absolut sehenswertes Regiedebüt: 8/10 Punkte.

Kevin: Allein in New York – OT: Home Alone 2: Lost in New York (1992) (WS1)

Heute war mein letzter Arbeitstag in diesem Jahr. Endlich. Wurde auch wirklich Zeit. Aber wem sage ich das? Momentan gehen wohl alle ein wenig auf dem Zahnfleisch. Um den Weihnachtsurlaub gebührend einzuläuten, stand heute „Kevin: Allein in New York“ auf dem Programm. Die Kinder waren voller Vorfreude und auch ich hatte mich auf eine weitere Begegnung mit Kevin McCallister gefreut… 🎄

Kevin: Allein in New York (1992) | © 20th Century Fox

Kevin: Allein in New York (1992) | © 20th Century Fox

Redundant zum ersten Teil und dennoch toll

Meine letzte Sichtung liegt bereits 8 Jahre zurück und doch war mir der Großteil des Films noch recht gut im Gedächtnis. Kein Wunder, habe ich ihn doch bereits als Kind bzw. Jugendlicher etliche Male gesehen. Im Grunde ist „Kevin: Allein zu Haus“ eine typische Fortsetzung, wie man sie in den 1980er bzw. 1990er Jahren gedreht hat: Quasi ein Remake des ersten Teils, nur mit anderen Schauplätzen und teils neuen Figuren. Auch wenn dieser Ansatz nur wenig Raum für wirklich Neues lässt, so habe ich die Reise nach New York City sehr genossen.

Richtig begeistert waren dagegen meine beiden Kinder, die so viel und laut gelacht haben, wie bei kaum einem Film zuvor. Mit 10 und 8 Jahren sind sie auch genau im richtigen Alter, um den Slapstick-Humor voll und ganz zu würdigen. So viel Freude ist natürlich ansteckend und auch ich habe jede Minute sichtlich genossen. Auch wenn Kevin mit seinen Fallen schon wirklich brutal mit den feuchten klebrigen Banditen umspringt. Da wundert mich doch die niedrigere Freigabe dieser Fortsetzung.

Fazit

Auch wenn „Kevin: Allein in New York“ nur wenig Neues zu bieten hat, so hatte ich heute jedoch extrem viel Spaß mit dem Film. Schon alleine das weihnachtliche New York ist großartig anzusehen. Die Begeisterung der Kinder war zudem ansteckend, was meine Wertung heute nach oben getrieben hat: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)