Westworld – Season 1

Jetzt, da es wieder kälter wird, komme ich langsam dazu, den sich bei mir aufgestauten Backkatalog an TV-Serien abzuarbeiten. Einer der großen Serien-Hypes im Jahr 2016 war „Westworld – Season 1“ und nun bin auch ich endlich dazu gekommen, mir selbst ein Bild von der Serie zu machen. Ob die HBO-PRoduktion Michael Crichtons 70er-Jahre-Film „Westworld“ gerecht wird?

Westworld – Season 1 | © Warner Home Video

Westworld – Season 1 | © Warner Home Video

Do Androids Dream of Electric Sheep?

Als nächstes großes Ding nach „Game of Thrones“ angekündigt, erweist sich „Westworld“ zunächst als deutlich sperriger als der große HBO-Hit. Die Geschichte ist komplex, die Handlungsebenen mehrschichtig und die Chronologie gebrochen. Man muss schon wirklich am Ball bleiben, um alles mitzubekommen. Zudem sollte man als Zuschauer auch ein gewisses Faible für Sci-Fi-Themen rund um künstliche Intelligenz mitbringen. Wer jedoch Michael Crichtons Original sowie die beiden Filme im „Blade Runner“-Universum mochte, der dürfte mit der Serie rund um den futuristischen Freizeitpark „Westworld“ mehr als nur glücklich werden.

Auf die Handlung mag ich im Detail gar nicht so sehr eingehen, da es ein paar Wendungen gibt, die nicht im Vorfeld verraten werden sollten. Aufmerksame Zuschauer sollten diese aber bereits im Vorfeld erahnen, so dass, zumindest bei mir, die großen Überraschungsmomente ausgeblieben sind. Vielleicht liegt darin aber auch die Stärke der Serie: Jonathan Nolan und sein Team verlassen sich eben nicht auf plumpe Twists, sondern erzählen ein komplexes Gesamtbild. Dieses ist nicht immer komplett schlüssig, erzeugt aber einen Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann. Nur selten wollen manche Erzählstränge (z.B. alles um Lee Sizemore) nicht so wirklich zünden. Gerade im Mittelteil der Staffel gibt es kleinere Schwächen, die vom starken Einstieg und Finale jedoch wieder mehr als wett gemacht werden.

Western trifft auf Science-Fiction

Die Inszenierung der Serie ist über jeden Zweifel erhaben. Landschaftsaufnahmen, die einem John-Ford-Western gut zu Gesicht stünden, wechseln sich mit High-Tech-Laboren ab. Alles wirkt extrem hochwertig produziert, was für uns Zuschauer eine reine Freude ist. Auch typisch für HBO ist der hohe Anteil an Sex und Gewalt, was jedoch nie aufgesetzt wirkt, zumal diese Elemente auch inhärenter Bestandteil der Geschichte rund um den Freizeitpark sind. Zudem fand ich besonders famos, dass die Serie sowohl inhaltlich als auch inszenatorisch durchaus eine Fortsetzung des 1973er Films sein könnte.

Fazit

Nachdem ich nun das 90-minütige Finale gesehen habe, bin ich umso begeisterter von der Serie und würde am liebsten sofort weiterschauen. Zwar sind die Kritiken zur zweiten Staffel eher verhalten, doch werde ich mir definitiv selbst ein Bild davon machen. Die erste Staffel von „Westworld“ ist unbestreitbar sehr sehenswert, gerade für Sci-Fi-Fans, die mit dem 70er-Jahre-Kino aufgewachsen sind. Wie nicht anders zu erwarten, kann ich nur eine dicke Empfehlung aussprechen: 9/10 (9.1) Punkte.

72 Gedanken zu “Westworld – Season 1

  1. Wir hatten uns schon im letzten Jahr einmal zu der – damals neu auf Sky laufenden – Serie ausgetauscht. Damals war ich auch voll des Lobes. Da stimmte anfangs wirklich alles; Setting, Plot, Charaktere, Effekte….und, und, und. Ich war hellauf begeistert, was man hier – fußend auf dem auch schon ganz hervorragenden Film aus den 1970ern – als Serie auf die Beine gestellt hat.
    Da glaubte man einen würdigen Nachfolger für Game of Thrones vor sich zu haben.
    Aber schon das Ende der ersten Staffel hat mich schon nicht mehr so abgeholt. Das Ganze wirkt mir zu verkopft und zu verworren. Das wollte man es meiner Meinung nach etwas zu gut machen. Quasi am eigenen Anspruch gescheitert.

    Zu Staffel 2sag ich einfach mal gar nichts. Hier du schon geschrieben, dass du dir dein eigenes Bild machen möchtest. Das ist sicherlich das Beste.
    Ich frage mal aber etwas ketzerisch…Wann konnte eigentlich (endlich) die letzte Got-Staffel?

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    • Das ist tatsächlich interessant. Ich empfand gerade das Finale der Staffel als völlig packend und den richtigen Weg einschlagend. Dafür hatte ich mir so in der Mitte ein paar Mal gedacht, dass ein wenig mehr Fokus und weniger sprunghafte Erzählung doch ganz wünschenswert wäre. Am Ende wurden aber alle Mystery-Boxen gelöst und ich war wirklich zufrieden.

      Hmm, scheint so als hätte die zweite Staffel bei dir nicht so gezündet. Inzwischen glaube ich aber auch nicht mehr, dass man mit dieser Serie die gleichte Zielgruppe, wie bei GoT erreicht. Das ist ist fast schon zu High-Concept.

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  2. Ich fand Staffel 2 sogar noch besser. Auch wenn man da struturell in meinen Augen ein bisschen zu sehr aus den Fugen gerät und zu viel Kram unterbringen will, was eben auch nicht immer funktioniert. Aber bisher finde ich die Serie durchgehend super und hoffe, dass man das Niveau halten kann für noch so 2-3 Staffeln. Dann sollte man aber auch einen Schlussstrich ziehen, um das ganze nicht zu überreizen. Das ist so eine Serie, bei der ich immer die Gefahr sehe, dass sie über den Zenit hinausgeht.

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      • Ich finde LOST bzw. das Ende zwar bei weitem nicht so schlecht wie viele andere, aber genau an die Serie musste ich im Verlauf der zweiten Staffel auch oft denken. Was in meinen Augen erstmal eine gute Sache ist. Ich habe aber zumindest bisher bei Westworld nicht das Gefühl, dass man sich da im eigenen Aufbau verheddert. Aber das kam bei LOST halt auch erst später zum Tragen.

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      • Bei Lost fand ich eigentlich, dass sich die Serie von Staffel zu Staffel entwickelt und (meistens) auch noch gesteigert hat. Nur das Finale ging in die Hose, weil es einfach nicht gelang, all die losen Enden sinnvoll zu verknüpfen. Allerdings war der Erfolgsdruck auch immens hoch. Wahrscheinlich wäre es eh unmöglich gewesen, hier ein tolles Ende rauszuhauen

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      • Ich habe damals das Ende quasi genau so verteidigt. Klar war es nicht das gelbe vom Ei, aber was wäre das letztlich bei der Serie schon gewesen. Genau das gleiche gilt auch für die Auflösungen der Mysterien. Da wurde sich dann beschwert, dass es kaum Antworten gab, aber ich habe lieber keine Antwort und Interpretationsspielraum, als irgendwas hingerotztes wie „Jacob mag Zahlen, deshalb sind die Ziffern was besonderes“.
        Ich würde zwar insgesamt sagen, dass LOST ab Staffel 4 abbaute bzw. die im Vergleich einfach schwach war, aber insgesamt ist die Serie immer noch hoch in meinen All-Time-Favourites dabei.

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      • Keine Frage, Lost hat sicherlich TV-Geschichte geschrieben. Das war etwas völlig Neues und in seinen Zeit ganz sicher, dass was früher ein „Straßenfeger“ war. Überall wurde drüber gesprochen, gefachsimpelt und gemutmaßt. Wer da nicht im Bilde war, hat sich schon fast selbst ins Abseits gestellt. Das habe ich danach in Ansätzen nur bei Game of Thrones erlebt. Hier ist ja aber der allgemeine Bekanntheitsgrad nicht ganz so groß wie bei Lost.

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      • GoT ist da auch nochmal ein bisschen anders durch die Vorlage. Da unterschieden sich in den ersten Staffeln ja sehr die Wissensstände der Zuschauer. Bei LOST waren immer alle auf dem selben Stand und dadurch konnte man da immer auf gleichem Level diskutieren und Vermutungen anstellen, was da eigentlich abgeht.
        Da wäre WESTWORLD für mich nebenbei auch ein Kandidat für, aber dafür läuft es dann wohl doch zu sehr unter dem Radar (und ich kam in der letzten Staffel auch nicht jede Woche dazu, die neue Folge direkt zu gucken, wodurch sich Diskussionen dann ohnehin nicht ergeben können, wegen Spoilergefahr).

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      • Da hast du natürlich recht, wobei GoT auch erst mit der Serie die ganz breiten Massen erreicht hat. Die Romane waren davor wohl nur bei High-Fantasy-Fans bekannt, was aber bestimmt zum erfolgreichen „Kickstart“ mit beigetragen hat. „Westworld“ ist für den großen Mainstream-Erfolg vielleicht schon zu verkopft.

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      • Da bin ich bei dir. Ich fand eigentlich alle Staffeln recht gelungen, nur das Finale haben sie dann inhaltlich ziemlich vergeigt. Schade eigentlich, da ja lange genug im Vorfeld feststand, dass die Serie nach sechs Staffeln enden wird. Aber ich weiche vom Thema ab… 😉

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      • Ich weiß halt nicht, was da die Pläne sind. Immerhin habe ich bei HBO immer die Hoffnung, dass die sich auf die Showrunner verlassen und nicht unnötig ihre Serien in die Länge ziehen, weil die Quoten stimmen. Wenn Nolan und Co. also einen Plan verfolgen, sind sie beim richtigen Sender, denke ich.

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      • Das liegt aber ja oft auch in der Natur der Sache. Am Anfang sind erstmal alle interessiert und dann pendelt sich das irgendwo ein. Da muss man dann mal abwarten, wie das Interesse bei Staffel 3 aussieht. Wenn es dann weiter runter geht, kann man immer noch die nötigen Schritte einleiten.
        Wobei ja heutzutage auch noch andere Faktoren da reinspielen, wie Aufrufe im Netz usw. Sieht man zur Zeit ja ganz gut an WALKING DEAD, das im absoluten Quotentief rumdümpelt, aber wo auch nicht der Stecker gezogen wird. Obwohl es schon seit Jahren besser wäre.

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      • Kommt drauf an. Ist ja jetzt auch nicht so, dass HBO oder AMC (wo Walking Dead läuft) nicht auch mal bei Serien den Stecker ziehen. Aber ich denke auch, dass die da mehr Chancen geben, als die Networks, wo auch gerne mal nach 2 Folgen was rausfliegt, wenn es nicht so ankommt wie erhofft.
        Liegt aber vielleicht auch daran, dass die Cable-Sender weniger Producerals produzieren und mehr auf fortlaufende Handlungen setzen, bei denen es eben auch seine Zeit braucht, bis sich eine Geschichte richtig entfalten kann. Zumindest meinem Empfinden nach. Gucke ja auch nicht alles, was die machen.

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      • Ja, schon klar. Nur verdient HBO eben Geld durch ihre hochwertigen Inhalte und bei Network-Sendern sind es die Werbeeinnahmen. Da wird bestimmt anders produziert. Zumindest bilde ich mir ein, häufiger einen deutlichen Qualitätsunterschied zu spüren.

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      • Ich glaube nicht, dass der nur eingebildet ist. Ich meine, guck dir mal zB an was die an Knete für GoT rausballern und wie gut das vergleichsweise dann eben auch aussieht. Wobei das natürlich nicht bedeuten muss, dass etwas erfolgreich ist. Nur haben HBO und Co. was das angeht wohl auch einen längeren Atem. Liegt aber vielleicht auch an dem Budget, das man eben zuvor schon da reingebuttert hat.

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      • Ich bin mal gespannt, was die aus der HERR DER RINGE Serie machen. Da ballern die ja Millionen rein. Ich glaube aber, ich habe von den Amazon-Produktionen noch absolut keine gesehen, weil mich bisher nichts davon wirklich interessiert hat.

        Bei Netflix hat mich vor allem MINDHUNTER überzeugt, aber ist ja auch von Fincher. Da kann kaum was schief laufen.
        Ansonsten mag ich noch OITNB, GLOW und OZARK.
        Alles was ich sonst gesehen habe, war halt auch da, aber nix besonderes in meinen Augen. Da wird auch viel wieder reichlich überhypet, wie man da ja inzwischen kennt.

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      • Oh ja, auf die HdR-Serie bin ich auch sehr gespannt. Bin da erstmal hoffnungsvoll, aber ich mochte ja auch die Hobbit-Filme… 😉

        Von Netflix kenne ich bisher nur „House of Cards“ und das ist ja auch eine Fincher-Serie. Fand ich gut, aber auch nicht großartig.

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      • Ich habe nach dem ersten Hobbit-Film das Handtuch geworfen. War mir zu bunt, zu langweilig, zu uninteressant und einfach generell zu scheiße. Schon wo die ganzen Zwerge da im Sekundentakt bei Bilbo auftauchen und ich mir nicht einen einzigen Namen merken konnte, weil die alle so nichtssagend waren, hatte ich keinen Bock mehr. Wenn ich bedenke, dass in den weiteren Teilen irgendwelche Super Mario Jump-n-Run-Einlagen und ähnlicher Quark vorkommen, habe ich wohl die richtige Entscheidung getroffen.
        Soll heißen: Ich hoffe, bei der Serie nimmt man sich etwas zurück.

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      • Gerade die Eröffnungsszene mit den Zwergen, die man, wenn man aufpasst, tatsächlich unterscheiden kann, liebe ich sehr. Aber dass du den Filmen nichts abgewinnen kannst wundert mich nicht. Kann mir aber auch nicht vorstellen, dass Amazon so stark in die CGI-Richtung geht. Aber mal abwarten…

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      • Nein, denke ich auch nicht. Das wird dann auch so nicht im Budget sein. Ich denke mal, man wird das ungefähr so wie GoT machen. Also CGI einsetzen, wenn es sein muss.

        Klar kann man die Zwerge unterscheiden. Aber wenn mir in einer Geschichte innerhalb von 2 Minuten 20 Charaktere um die Ohren haut, die ich dann auf einem Haufen versammelt kennen lernen soll, bin ich schon aus Prinzip genervt. Charaktereinführung ist eben auch eine Kunst für sich.

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      • Gerade die erste Szene mit den Zwergen zieht sich doch recht lang und ist sehr nahe am Buch. Im Film gab es wenigstens noch optische Unterscheidungsmerkmale. Erstaunlicherweise ist den Meisten diese Szene sogar zu lang (ist auch deutlich länger als zwei Minuten 😉 ). Für mich ist das mit die beste Szene in der Trilogie.

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      • Ob das nah am Buch war, kann ich nicht beurteilen. Tolkien zu Lesen ist für mich ja auch die reinste Folter. Aber selbst wenn, bleibt eben das Problem, dass man in kurzer Zeit zu viele Leute auf einen Haufen schmeißt. Bei den ersten 2-3 gings ja noch, aber dann ballert man die restlichen Zwerge einfach in einem Pulk durch die Tür und ich hatte absolut keine Zeit, mich an die einzelnen Personen zu gewöhnen. Das ist in meinen Augen einfach grottenschlechte Charaktereinführung. Tolkien hin oder her. Da hatte mich der Streifen schon so halb verloren und einfangen konnte er mich dann auch nicht mehr. Stark fand ich letztlich nur die Szene zwischen Bilbo und Gollum (was dann vermutlich für mich die beste Szene in der Trilogie sein dürfte, weil man die vermutlich in den Fortsetzungen nicht mehr toppen wird). Ich glaube, ich muss mir den ganzen Krampf irgendwann mal angucken. Vielleicht, wenn ich mal wieder Bock auf einen HdR Rewatch habe. Die mag ich ja nach wie vor sehr gerne (mit Abstrichen).

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      • Klar ist das sehr geballt, doch wenn Jackson hier von der Vorlage abgewichen wäre, hätte man ihm das auch wieder angekreidet. Für mich zählt die Szene zu den schönsten der gesamten Mittelerde-Filme, aber das ist wohl einfach Geschmackssache… 🙂

        Die Szene zwischen Bilbo und Gollum ist auch sehr stark, keine Frage. Da kommt für mich nur noch Bilbo und Smaug am Ende des zweiten Teils ran. Einfach toll, was Freeman und Cumberbatch da abfeuern. Und tolle CGI, wenn man es denn mag. Wenn du dir das alles mal gibst, bin ich gespannt wie du die Trilogie bewertest, auch wenn ich schon so einen Verdacht habe… 😉

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      • Ja, ich weiß, das ist einfach das Problem. Auf der einen Seite wollen die Leute ihre Lieblingswerke auf die Leinwand übertragen haben, verstehen aber auf der anderen Seite nicht, dass das Medium anders funktioniert und man da narrativ einfach auch mal besser von der Vorlage abweicht. Iim Buch funktioniert so eine Szene nun mal anders, da ich als Leser natürlich eine ganz andere Wahrnehmung habe, als wenn das dann in ein paar Minuten auf mich einprasselt. Fände so eine Szene zwar auch im Buch nicht wirklich gut, aber da ich den Hobbit nicht gelesen habe, fehlt mir da jetzt der Vergleich.
        Ich bin ja ohnehin einer der ganz wenigen, die mit Abweichungen rein gar kein Problem haben, weil ich es ohnehin recht uninteressant finde, die exakt gleiche Geschichte einfach nochmal als anderes Medium zu kriegen. Deshalb hatte ich auch im Vorfeld kein Problem damit, dass man das eigentlich kurze Buch dann auf 3 Filem aufbauscht. Das Ergebnis selbst steht und fällt dann natürlich wieder mit dem subjetiven Empfinden und da war der Hobbit für mich halt nix.
        Wenn ich mir das ganze mal antue, wirst du meine Meinung sicher im Blog erfahren. Vielleicht mache ich irgendwann mal eine neue Reihe auf, in die die Nummer dann reinpasst. Ich überlege ja ohnehin, meinem Filmschrottplatz mal eine kleine Generalüberholung zu verpassen, da ich das Gefühl habe, dass sich mein Konzept langsam abnutzt. Da böte es sich durchaus an, auch mal über gute (oder vermeintlich gute) Filme zu berichten. Nur die Zeit fehlt mir momentan komplett, um überhaupt mal was großartig anzugucken.

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      • Da bin ich im Grunde ganz bei dir. Sinnvolle Abweichungen können durchaus zuträglich zur Geschichte, den Charakteren usw. sein. Oft wird aber nur geändert, weil man dadurch mehr Action unterbringen oder sich mehr an den Hollywood-Standards entlang hangeln kann. Da braucht es schon ein gutes Händchen und vor allem gute Autoren für. Wenn das vorhanden ist, bin ich aber immer für Anpassungen. Vermutlich bin ich deshalb auch so scharf auf „Annihilation“, da sich Alex Garland ja komplett von der Vorlage gelöst haben soll.

        Wie du es auch machst, ich werde dir und deinem Blog weiterhin folgen. Bin gespannt, was du damit vorhast… 🙂

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      • Das ist nebenbei eine Sache, die ich der Hobbit-Trilogie auch ankreiden würde. Irgendwie möglichst viel Action reinballern und einen Haufen Charaktere, die in der Vorlage gar nicht vorkamen, damit man auch alle Hollywood-Maneurismen abarbeiten kann.

        ANNIHILATION fand ich ziemlich gut, aber der spaltet ja auch stark. Kenne auch da die Vorlage nicht, aber der Film ist schon interessant und gut gemacht, finde ich.

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      • Ja, von dem Vorwurf kann sich auch „Der Hobbit“ nicht freimachen. Dennoch finde ich, dass der Film teils aus den falschen Gründen so hart gescholten wird. Aber okay, sieht halt jeder anders.

        Ich bin auf „Annihilation“ gespannt, weil ich die Vorlage kenne und ich diese auch sehr gelungen fand. Garland hat ja auch den zweiten und dritten Teil der Trilogie gar nicht beachtet. Werde dennoch erst reinschauen, wenn ich mit den Büchern komplett durch bin, um zu sehen wo Garland abgebogen ist.

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      • Naja, ich schelte ihn, weil ich ihn vor allem langweilig fand und den Stil nicht mochte. Das ist erstmal nur auf Teil 1 bezogen. Dass ich mit den Actioneinlagen in den weiteren Teilen vermutlich wenig anfangen kann, denke ich mir einfach so schon. Dazu kennst du meine Meinung ja mittlerweile.

        Netflix hast du ja eh noch nicht, also kannst du dir mit dem Lesen noch etwas Zeit lassen. Der Film läuft ja nicht weg.

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      • Ach, wusste gar nicht, dass es den zumindest da auf Scheibe gibt. Ist ja bei Netflix so eine Sache. Und ja, das ist einer der Punkte, wo wir beide absolut einer Meinung sind. Ich gucke da auch nur wenige Filme und habe nichtmal einen eigenen Account, sondern nutze den meiner Schwester mit. Davon abgesehen, dass die meisten Eigenproduktionen ohnehin nicht viel taugen. Ich picke mir da halt hin und wieder die wenigen Rosinen raus.

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      • Gibt es auch nur in den USA, wo der Film ja auch einen Kino-Release hat. Europa war ja nur Netflix. Echt schade. Man sollte wenigstens die Option haben zu kaufen, aber das geht ja gegen deren Geschäftsmodell und haben wir hier schon zu genüge diskutiert. Ich höre mich schon an, wie der verbittertste Opa, wenn es um das Thema geht… 😆

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      • Es gibt halt so Dinge, da darf man ruhig verbittert sein. Ich sehe das schließlich genau so. Tue mich nur schwer, Netflix dafür immer den schwarzen Peter zuzuschieben, wie es viele andere tun. Am Ende nutzen die eben auch nur das System und die Feigheit der Studios und Vertriebe aus. Und da die sich immer weniger trauen, landet eben auch immer mehr direkt bei den VoDs. ist quasi das neue Direct to DVD. Nur eben schade, dass die so selten dann auch was zusätzlich auf Scheibe veröffentlichen. ich meine, klar ist das nicht deren Geschäftsmodell, aber bei Eigenproduktionen würden sie ja trotzdem Gewinn damit machen. Aber scheinbar ist da (zumindest momentan noch) alles nur auf Abos ausgelegt und man will sich selbst eben keine Konkurrenz machen.

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      • Genau das ist es: Willst du eine Netflix-Produktion sehen, brauchst du das Abo. Und das gilt anscheinend eben auch für Filme, die sie einkaufen. Aus betriebwirtschaftlicher Sicht macht das komplett Sinn, aus Sicht der Konsumenten eher nicht. Und sollte nicht immer die User Experience des Kunden oder hier Zuschauers im Fokus stehen?

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      • Ja schon, aber ich glaube, der Kreis, der das so sieht, wie wir, ist da auch eher gering. Viele sind auch mittlerweile auf diese Dienste umugesprungen, haben ihre Sammlungen verscherbelt und geben sich damit zufrieden. Ich glaube, viele kaufen höchstens noch ihre „Lieblingsfilme“ und selbst das vielleicht nichtmal mehr auf haptischen Medien, sondern dann bei iTunes und Co. Wir sind da eine aussterbende Art, fürchte ich.

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      • Ja, das siehst du leider komplett richtig und realistisch. Selbst die größten Filmfans in meinem Freundeskreis verkaufen ihre Sammlung und gehen komplett auf digital. Weil es ja immer so ein Aufwand ist, die nächste DVD/Blu-ray einzulegen, wenn die nächste Folge kommt (oder ähnliche sinnige Argumente).

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  3. Einstieg und Finale der Staffel sind absolute Leckerbissen, gerade letzteres ist ja mittlerweile eine Kunst für sich (das schreibe ich als „The Man In The High Castle S3“-Geschädigter). Das ganze Kuddelmuddel um die verschiedenen Handlungsstränge wird gut aufgelöst und so wie dir ging es auch mir – man will wissen, wie es weitergeht.
    Dazu ist Westworld aber eine Show, die keine neben sich duldet. Eine kleine Ablenkung durch andere Serien, die ein wenig Aufmerksamkeit benötigen und schwupps, kommt man kaum mehr rein. Ich bin aber nun mal kein Bingeknecht, weshalb S2 immer noch auf die Sichtung wartet. Und wie du habe ich da nicht so viel Lob gehört.

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    • Scheint so als hätte ich nicht viel verpasst nachdem ich „The Man in the High Castle“ nach der ersten Staffel aufgegeben habe… 😉

      Ich bin auch keine Bingwatcher, aber bleibe schon recht konsequent bei einer Serie. Selbst wenn es dann nur alle paar Tage mal eine Episode ist. Das hat für mich ganz gut funktioniert. Ob ich dir dann mit der zweiten Staffel einmal voraus bin? Wäre ja verrückt! 😀

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  4. @steffelowski: GoT kommt ca. im Mai 2019. Mit dem Drehen sind die wohl schon größtenteils fertig.

    Also ich fand Westworld irgendwie total cool. Ok, Gewalt gibt es da mehr als genug. Sex gab es da auch? Das muss mir entfallen sein… Wenn ich an Westworld denke, fällt mir nur eines ein: Der Mann in Schwarz – Ed Harris aka William. Ich hab gelesen, er ist in der 2. Staffel auch wieder dabei. Ich hoffe, er bleibt so abgewixt wie in der 1. Staffel.

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