Media Monday #301

Was für ein famoses Wochenende dies doch wieder war: Neben Gartenarbeit, einer Runde laufen und mit den Kindern herumtollen, gibt es zwar nur wenig zu berichten, doch ist es einfach kein Vergleich mit den trüben Winterwochenenden. So könnte es von mir aus weitergehen. Morgen steht jedoch die nächste Arbeitswoche an und somit blicke ich mit den Fragen des Medienjournals noch einmal auf die vergangenen Tage und meine zuletzt konsumierten Medien zurück…

  1. Zuletzt meine Aufmerksamkeit geweckt hat die Serie „House of Cards“, deren erste Staffel ich am Wochenende endlich begonnen habe.
  2. Der Podcast „Ach? Triumvirat für historisch inspirierte Humorvermittlung“ war für mich ein regelrechter Blick über den Tellerrand, schließlich hatte ich mich zuvor noch nicht mit Schweinen vor Gericht beschäftigt.
  3. In punkto Konsolen bin ich mindestens 15 Jahre hinterher (der Nintendo GameCube verstaubt längst im Regal).
  4. „The Big Short“ hat meine Erwartungen leider überhaupt nicht erfüllen können, schließlich war es kein trockener Film über die Finanzkrise, sondern eine äußerst unterhaltsame Satire.
  5. Im Moment nimmt mit den Kindern draußen sein große Teile meiner Freizeit ein, denn es ist endlich Frühling!
  6. So eine richtig tolle Romanfigur hat Ernest Cline mit Wade Owen Watts bzw. Parzival in „Ready Player One“ geschrieben.
  7. Zuletzt habe ich mit meinen Kindern „Toy Story“ gesehen und das war ein herrliches Erlebnis, weil der Film immer noch großartig ist und es schön war, dieses Gefühl an die Kinder weiterzugeben.

Toy Story (1995) (WS1)

Aktualisierung: Ich habe „Toy Story“ am 23. Mai 2025 erneut gesehen und eine Besprechung der Wiederholungssichtung veröffentlicht.

Als wir heute früh vom Regen geweckt wurden, hatte ich den Kindern leichtfertig versprochen, dass wir heute ja einen Film zusammen anschauen könnten. Kurz darauf waren die Wolken verschwunden und wir verbrachten den ganzen Tag im Freien. Das Gedächtnis der Zwerge ist jedoch exzellent. Somit haben wir uns gegen 18 Uhr auf dem Sofa eingefunden und ich habe „Toy Story“ in den Blu-ray-Player geschoben. Den Kindern war die Filmreihe bisher noch nicht bekannt, ich jedoch freute mich schon enorm auf ein Wiedersehen mit Woody, Buzz Lightyear und Co.

Toy Story (1995) | © Walt Disney

Toy Story (1995) | © Walt Disney

Wie bereits in meiner ersten Besprechung des Films beschrieben, verbinde ich sehr persönliche Erinnerungen mit der Filmreihe: 1995 im Kino hat mich dieser erste vollständig 3D-animierte Film noch ziemlich kalt gelassen, doch während der Nachtschichten meines Zivildienstes haben mir die ersten beiden „Toy Story“-Filme ein paar wunderbar unterhaltsame Stunden geschenkt. Nun war es also für mich soweit, die Freude daran an meine Kinder weiterzugeben – und ich selbst war tatsächlich gespannt, ob „Toy Story“ auch heute noch für mich funktioniert. Wenn man sich Filmbilder anschaut, fällt doch auf wie beinahe schon altmodisch Texturen, Licht und Modelle inzwischen wirken – gerade im Vergleicht zu „Toy Story 3“ und anderen modernen Animationsfilmen.

Alle Sorge war völlig unbegründet: Die weniger detaillierten Texturen fallen überhaupt nicht auf und vermitteln zudem einen ganz besonderen Charme, der perfekt zur kreierten Spielzeugwelt passt. Was Animationen, Licht, Tempo und Handlung angeht, kann es „Toy Story“ auch heute noch mit jedem Animationsfilm aufnehmen. Einzig die Modelle der Menschen und das des Hundes fallen ein wenig aus der Reihe, allerdings macht es sogar inhaltlich Sinn, dass diese Lebewesen wie Fremdkörper in der Welt der Spielzeuge wirken. Tatsächlich jedoch macht man sich während des Films auch überhaupt keine Gedanken dazu, denn die Geschichte ist so temporeich und mit Anspielungen versetzt, dass es eine wahre Freude ist!

Fazit

Nach knapp 80 Minuten ist der Spaß auch schon wieder vorbei und jede Sekunde ist, wie man es von Pixar kennt, wichtig für die Handlung. Ich liebe die Figuren und die kreierte Welt. Der Zwergofant ist nach der Hälfte ausgestiegen, waren ihm die Szenen beim Nachbarsjungen samt Hund und entstelltem Spielzeug doch zu gruselig. Das Zappelinchen jedoch war ähnlich begeistert wie ich und fragte mich nach dem Film:

„Papa, werden meine Spielzeuge vielleicht auch lebendig, so wie in dem Film?“ (Das Zappelinchen nach dem Film)

Mehr muss man vermutlich nicht sagen. Die Magie ist übergesprungen und am liebsten hätte sie sofort den zweiten Teil angeschaut. Das heben wir uns dann aber wirklich für einen der bestimmt kommenden, verregneten Nachmittage auf: 10/10 Punkte.

Prädikat: Lieblingsfilm

Run, Fatboy, Run (422)

Die Kinder wollten heute beide mit zum Einkaufen, ich war bereits um 7 Uhr wach. Was tun? Völlig richtig, gleich den Plan in die Tat umsetzen und zum langen Lauf starten. Nur, was anziehen? Als ich los gelaufen bin, hatte es knackige 4 °C, doch die Sonne kam schon raus und die Temperaturen sollen heute noch auf bis zu 22 °C steigen. Also in die Shorts gesprungen und ein langärmliges Lauf-Shirt mit Unterhemd angezogen. Auf den ersten zwei bis drei Kilometern wäre ich fast erfroren, doch als die Sonne höher stand hätte ich mir ein T-Shirt gewünscht. Dabei hatte es auch nach meinem Lauf nur 9 °C. Die Sonne besitzt jedoch schon ordentlich Kraft:

Distance: 15.06 km
Duration: 01:29:29
Elevation: 107 m
Avg Pace: 5:56 min/km
Avg Speed: 10.10 km/h
Heart Rate: 167 bpm
Stride Frequency: 148 spm
Energy: 1315 kcal

Heute bin ich nach langer Zeit einmal wieder einen Lauf jenseits der 10 Kilometer angegangen. Die Strecke ist mir bekannt und somit gab es keine Überraschungen. Ich habe jedoch sehr darauf geachtet nicht zu schnell zu werden und wollte bewusst einen langsameren Lauf mit einer Geschwindigkeit von 6:00 min/km einlegen. Das hat auch ganz gut geklappt. Am Anfang musste ich mich ziemlich zügeln, doch gegen Ende eher noch eine Schippe drauflegen, um die Geschwindigkeit zu halten. Letztendlich war es dadurch ein sehr entspannter Lauf und ich bin guter Dinge meinen langen Lauf am Wochenende wieder in Richtung Halbmarathon-Distanz ausbauen zu können.

Im ersten Ohr: FatBoysRun – Episode 77: Interview Daniel und Katrin von bevegt.de
Im zweiten Ohr: Fortsetzung folgt S07E10 – Griff ins Klo
Im drittem Ohr: Blink 182, The Fratellis

The Big Short (2015)

Nachdem wir heute aufgrund des famosen Wetters zum ersten Mal in diesem Jahr draußen zu Abend gegessen haben, sind wir nur widerwillig ins Haus zurückgekehrt. Sommer ist es dann eben doch noch nicht. Somit bin ich aber endlich in den Genuss von „The Big Short“ gekommen, der mir bereits häufig ans Herz gelegt wurde. Spätestens seit Wulfs Besprechung wartete Adam McKays Film nun an vorderster Position in meinem Filmregal auf seine Sichtung…

Inzwischen habe ich mit „Wall Street“ und „The Wolf of Wall Street“ bereits mehrere Filme über die gierige Finanzwelt gesehen. Dieser hier unterscheidet sich von den beiden genannten und ähnelt ihnen zugleich. Adam McKay beschreibt ziemlich genau, wie es zur Finanzkrise 2008 kommen konnte und begleitet dabei eine Gruppe von Außenseitern, die als einzige die platzende Blase vorausgesehen haben. Oder besser, die zuvor nicht davon profitiert und die Immobilienblase somit nicht leichtfertig hingenommen haben. Wie es überhaupt soweit kommen konnte, ist auch nach der Sichtung des Films nur schwer verständlich. Diese Art von ungezähmter Gier in einer Welt ohne Moral wohnt allen drei Filmen inne.

Auch die Helden dieser Geschichte profitieren vom Platzen der Blase – und doch werden sie reflektierter gezeichnet als Gordon Gekko oder Jordan Belfort: Es gibt keine Exzesse, doch das große Geld lockt auch sie. Mit Christian Bale, Steve Carell und Ryan Gosling in den Hauptrollen, ist „The Big Short“ hochkarätig besetzt und weiß seine Trümpfe auch auszuspielen. Geschickt flechtet McKay bewusst vereinfachende Erklärbär-Clips ein, die uns Zuschauer unterhaltsam komplexe Sachverhalte beschreiben. Dennoch hätte ich mir an mancher Stelle mehr Tiefe gewünscht, schienen mir die Zusammenhänge oft doch zu vereinfacht dargestellt.

Auch vor den Auswirkungen der Finanzkrise scheut der Film nicht zurück. Hier bleibt er jedoch sehr plakativ und behält seinen oft zynischen Ton bei. Teils erinnerte mich der Film hier ein wenig an „Lord of War“, auch wenn dieser ein komplett anderes, wenn auch nicht weniger verruchtes Geschäft in den Mittelpunkt stellt. Die Balance aus Unterhaltung, Erklärung und leichtem Drama hält „The Big Short“ auf jeden Fall famos.

Insgesamt bin ich wahrlich sehr angetan davon, wie spielerisch es dem Film gelingt eine komplexe Geschichte temporeich, äußerst unterhaltsam und doch packend zu erzählen. Er bietet famose Schauspieler und ein paar wirklich denkwürdige Szenen. Ob er mir darüber hinaus jedoch noch lange im Gedächtnis bleiben wird, muss sich erst noch zeigen: 8/10 Punkte.

5 Filme, die ich gern noch einmal zum ersten Mal sehen würde

Nach der ungewöhnlichen und doch spannenden Aufgabe der letzten Woche, wendet sich Gorana mit dieser Ausgabe von Die 5 BESTEN am DONNERSTAG wieder den filmischeren Themen zu. Ein tolles Thema, das man vielfältig hätte interpretieren können. Ich habe mich dieses Mal tatsächlich an Goranas Vorgaben gehalten und an Filme mit überraschenden Handlungselementen gedacht. Viel Spaß dabei! 🙂

Das Thema für Ausgabe #38 lautet:

5 Filme, die ich gern noch einmal zum ersten Mal sehen würde

  1. „Donnie Darko“ (2001) – Richard Kellys Mystery-Drama ist eigentlich ein typisches Beispiel für einen Film, der mit jeder weiteren Sichtung wächst. Eben weil es nicht den einen Twist am Ende gibt, sondern weil der gesamte Film ein Mysterium ist. Und dennoch: Die erste Sichtung war einfach etwas ganz Besonderes. Emotionaler und weniger analytisch. Ein Erlebnis.
  2. „Ex Machina“ (2015) – Der jüngste Film in meiner Auswahl mag auch beim zweiten Mal funktionieren, doch lebt er tatsächlich sehr von der Neugier an der sich weiterentwickelnden Geschichte. Wenn ihr den Film also noch nicht gesehen habt, schätzt euch glücklich!
  3. „Fight Club“ (1999) – David Finchers Monster von einem Film hat mein Kinojahr 1999 stark geprägt. Das war noch vor dem Internet, man konnte sich kaum Spoilern aussetzen und dementsprechend naiv ging ich an den Film heran. Bis heute eines meiner intensivsten Kinoerlebnisse, was natürlich auch dem überraschenden Finale zu verdanken ist.
  4. „From Dusk Till Dawn“ (1996) – Noch eine filmische Überraschung, allerdings eine, die mir bereits im Vorfeld zugetragen wurde. Dennoch hatte mich der Wechsel von Gangster-Thriller zu Splatter-Film damals ziemlich überrascht und ich werde die Euphorie nie vergessen, die wir damals bei der ersten Sichtung verspürt haben. Die Geburt eines Kultfilms. Was für ein Fest!
  5. „The Sixth Sense“ (1999) – Die zweite Überraschung des Kinojahres 1999. Auch wenn M. Night Shyamalans Film heute nicht mehr den allerbesten Ruf besitzt, so möchte ich dennoch eine Lanze für ihn brechen: Er hat mich damals ebenso gepackt wie „Fight Club“,  er funktioniert auch als normaler Gruselfilm und beim Gedanken an das Finale bekomme ich heute noch eine Gänsehaut.

Run, Fatboy, Run (421)

Eigentlich wollte ich heute gar nicht laufen gehen, da mir noch der Lauf vom Samstag und die Radtour vom Sonntag in den Knochen steckten. Es war aber die einzige Möglichkeit in dieser Woche, da alle Abende bereits verplant sind. Aber nicht so wie ihr denkt, sondern mit so spannenden Dingen wie Friseur oder Kinder hüten. Also eigentlich doch ganz spannend. Nunja. Immer eine Frage der Perspektive. Ich war heut also nicht fit, dafür habe ich dank Zeitumstellung den wunderbaren Sonnenschein genießen können:

Distance: 10.17 km
Duration: 00:57:32
Elevation: 81 m
Avg Pace: 5:39 min/km
Avg Speed: 10.61 km/h
Heart Rate: 171 bpm
Stride Frequency: 149 spm
Energy: 880 kcal

Die erste Hälfte bin ich viel zu schnell angegangen und war mit einem Schnitt von 5:20 min/km unterwegs. Das habe ich dann natürlich nicht durchgehalten und musste bei den Steigungen in der zweiten Hälfte entsprechend kämpfen. Macht aber nichts, denn ich habe mich aufgerafft und war draußen. Bis zum Wochenende habe ich nun ja Zeit mich zu erholen und dann steht vielleicht einmal wieder ein längerer Lauf auf dem Programm. Ich werde es euch wissen lassen…

Im ersten Ohr: FatBoysRun – Episode 76: Interview Robert Pollhammer
Im zweiten Ohr: Nerdtalk Episode 471
Im drittem Ohr: Blink 182, The Weakerthans

Media Monday #300

Es ist soweit, der 300. Media Monday ist da! Nach einem Wochenende, das ich nahezu komplett draußen verbracht habe, ist es ein schöner Abschluss mich gemütlich an den Rechner zu setzen und die aktuellen Fragen des Medienjournals zu beantworten. Besonders famos war heute die erste Radtour mit den Kindern, bei der wir es gleich auf über 11 km gebracht haben. Und natürlich die Zeitumstellung, die uns zwar eine Stunde geklaut hat, aber die Kinder deshalb auch bis 7 Uhr ausschlafen ließ. Passiert sonst nie. In diesem Sinne: einen guten Start in die neue Woche! 🙂

  1. Besonders schätze ich am Media Monday die durch ihn angestoßene, bewusste Auseinandersetzung mit dem eigenen Medienkonsum.
  2. Was ich mir hingegen vom Media Monday wünschen würde, ist öfter einmal ein Themenschwerpunkt, wenngleich diese Lücke inzwischen von Die 5 BESTEN am DONNERSTAG gefüllt wird und damit die perfekte Ergänzung darstellt.
  3. Was wiederum meine Blogger-KollegInnen (auf MM-TeilnehmerInnen oder allgemein bezogen) angeht, gefällt mir besonders der Austausch im eigenen Blog oder auch auf den Blogs der TeilnehmerInnen.
  4. Derweil ich mir öfter wünschen würde, dass die anderen BloggerInnen auch abseits des Media Mondays in mehr Interaktion treten würden.
  5. Und in den nächsten 300 Ausgaben des Media Monday hoffe ich auf weitere famose virtuelle Gespräche und daraus entstehende Blog-Freundschaften.
  6. Bleibt mir anlässlich des heutigen Jubiläums nur noch zu sagen: „Vielen Dank, lieber Wulf! Wir TeilnehmerInnen wissen deinen konstanten Aufwand wirklich zu schätzen und freuen uns jede Woche auf neue, spannende Fragen.“
  7. Und um die obligatorische letzte Frage nicht zu vernachlässigen, habe ich zuletzt den 80er Jahre Klassiker „Die City-Cobra“ nachgeholt und das war einerseits sehr unterhaltsam, andererseits aber auch befremdlich, weil Sylvester Stallone darin zwar immer einen flotten Spruch auf den Lippen hat, er jedoch auch einen unfassbar reaktionären Heldentypus verkörpert.

Run, Fatboy, Run (420)

Heute war der erste Tag des Jahres, den ich komplett draußen verbracht habe. Früh morgens habe ich das Grab meines Vaters und meiner Großeltern für den Frühling vorbereitet. Auch wenn es eine angenehme Arbeit in der Morgensonne war, so ist das für mich immer noch schwierig. Interessanterweise hat auch René im heutigen Podcast über den Tod seines Vaters und das Laufen gesprochen. Aber ich schweife ab. Den Nachmittag habe ich mit Vertikutieren (ich wusste bis vor ein paar Wochen nicht einmal was das ist) verbracht und bin mit den Kindern durch den Garten getollt. Obwohl ich die Nacht zuvor kaum geschlafen hatte, habe ich mich aufgrund des schönen Wetters am späten Nachmittag auch noch zu einem Lauf aufgerafft:

Distance: 10.06 km
Duration: 00:56:37
Elevation: 99 m
Avg Pace: 5:37 min/km
Avg Speed: 10.66 km/h
Heart Rate: 172 bpm
Stride Frequency: 151 spm
Energy: 864 kcal

Teils lief es heute ganz gut, teils aber auch nicht. Ich habe den fehlenden Schlaf und den vorherigen Tag in den Knochen gespürt. Zudem bin ich die anstrengendere Runde über 10 km gelaufen und war immerhin schneller als beim letzten Lauf auf der einfacheren Strecke. Aber das mag auch nur Einbildung sein. Auf der Hochebene war es trotz Sonnenschein verdammt kalt, im windgeschützten Tal bin ich bei knapp 15 °C dafür fast eingegangen. Wie dem auch sei. Ich habe auch diese Woche wieder meine zwei Läufe geschafft und nehme mir fest vor im März zumindest noch einmal laufen zu gehen. Ich werde berichten… 🙂

Im ersten Ohr: FatBoysRun – Runian #3
Im zweiten Ohr: Nerdtalk Episode 471
Im drittem Ohr: Jimmy Eat World

Die City-Cobra – OT: Cobra (1986)

Nach einer sehr intensiven Arbeitswoche war ich heute wirklich froh, mich ins wohlverdiente Wochenende verabschieden zu können. Die Frau ist unterwegs, die Kinder im Bett. Was also mit der gewonnenen Zeit anfangen? Richtig, mit „Die City-Cobra“ einen mir noch unbekannten Action-Kracher der 80er anschauen. Was Sylvester Stallone angeht habe ich ohnehin noch einiges nachzuholen…

Ach, wie herrlich simpel ist doch das Action-Kino der 80er Jahre. Keine Grauzone, kein doppeltes Spiel. Es reicht ein markiger Held mit dem stets passenden Oneliner auf den Lippen. Dazu eine entsprechende Ästhetik und Synthie-Score, der sich auch einmal in Power-Balladen entladen darf. Brigitte Nielsen gibt das ungewohnt hilflose Opfer und Sylvester Stallone darf den reaktionären Einzelkämpfer mimen. Die Geschichte rund um den mörderischen Kult ist zudem so flach, dass man diesen Aspekt des Films wirklich nicht ernst nehmen kann. Spaß macht das Werk dennoch.

Ich mochte die Atmosphäre des Films und die herrlich naiven Versatzstücke der 80er, die in „Cobra“ verarbeitet werden. Ernst nehmen kann man das alles aus heutiger Sicht ohnehin nicht mehr. Kein Thrill, keine Spannung, nur das anachronistische Wohlfühlen in dieser inzwischen schon 30 Jahre alten Filmwelt. Trotz des dämlichen Axt-Klapper-Kults schafft Regisseur George P. Cosmatos ein paar wirklich atmosphärische Bilder, welche die City der Cobra gekonnt einfangen. Auch hat mir die Interaktion zwischen den Charakteren Spaß gemacht. Und natürlich Cobras Technik Pizza zu schneiden.

Nein, ein wirklich gelungener Film ist „Die City-Cobra“ nicht. Aber vermutlich ist er heute besser als früher, kann man ihn in seinem überzogen reaktionären Ton einfach nicht mehr ernst nehmen. Ich für meinen Teil wurde dennoch weitgehend gut unterhalten und freue mich, diesen Kultfilm aus schummrigen Videotheken-Tagen endlich nachgeholt zu haben: 6/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (419)

Eigentlich wollte ich schon Dienstagabend laufen gehen, doch das hat aus Gründen leider nicht geklappt. Somit heute. Immerhin regnete es nicht. Dennoch bin ich wieder so spät losgekommen, dass die Dämmerung schon eingesetzt hat. Aber auch das hat sich ab kommendem Wochenende ja erledigt. Übrigens kam ich hier vor gut zwei Monaten auch schon vorbei – man sieht auch deutlich, dass viel Zeit vergangen ist:

Distance: 7.82 km
Duration: 00:42:30
Elevation: 44 m
Avg Pace: 5:25 min/km
Avg Speed: 11.05 km/h
Heart Rate: 175 bpm
Stride Frequency: 151 spm
Energy: 669 kcal

Tatsächlich bin ich heute den bisher schnellsten Lauf in diesem Jahr und eigentlich auch seit Oktober letzten Jahres gelaufen. Ich habe auch bewusst schnelle Passagen eingelegt, was ich auch wirklich gemerkt habe. Puh. Aber das musste heute nach diesem äußerst fordernden Arbeitstag auch einfach sein. Der nächste Schritt sind dann wieder mehr Kilometer auf die Uhr zu kriegen. Vielleicht ist am bereits ziemlich verplanten Wochenende ja doch ein langer Lauf drin?

Im ersten Ohr: FatBoysRun – Runian #3
Im zweiten Ohr: Blink 182, Fall Out Boy