Jahresrückblick Teil 1: Mein Serienjahr 2022

Das Jahr ist noch nicht vorbei und schon kommt der erste Jahresrückblick. Was ist denn da los? Ich kann mit guter Gewissheit sagen, dass ich in den verbleibenden vier Tagen keine Serienstaffel mehr abschließen werde. Somit lohnt sich der Blick auf mein Serienjahr 2022, in dem ich insgesamt 49 Staffeln gesehen habe und damit 15 Staffeln weniger als noch im Serienjahr 2021. Dennoch eine beeindruckende Zahl und ich frage ich manchmal, ob ein paar Stunden Schlaf mehr pro Nacht nicht doch sinnvoller gewesen wären. Welch absurder Gedanke! 📺

Episoden pro Staffel im Jahr 2022

Mit 13 Episoden pro Staffel (22%) dominieren erneut die mittellangen Serienformate. Direkt darauf folgen aber schon 22 Episoden pro Staffel (12%), was zeigt dass ich wieder vermehrt klassische Comedy-Serien (z.B. „Superstore“ oder „Fresh Off the Boat“) geschaut habe. Im Schnitt ist die Anzahl der Episoden pro Staffel erneut leicht gestiegen: ∅ = 14 Episoden pro Staffel (2021: 12 Episoden pro Staffel)

Episoden pro Staffel 2022

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Run, Fatboy, Run (1412)

Nach einem Tag Pause habe ich mich heute zu einem Lauf im Sonnenschein aufgemacht. Da es ganz gut lief, bin ich den vermutlich letzten 10er des Jahres gelaufen. War gut! 🌞

Der letzte 10er in diesem Jahr?

Der letzte 10er in diesem Jahr?

Distanz: 10.13 km
Zeit: 01:00:44
Anstieg: 76 m
Ø Pace: 6:00 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.0 km/h
Ø Herzfrequenz: 158 bpm
Ø Schrittfrequenz: 152 spm
Temperatur: 5.0 °C
Kalorien: 796 kcal

2022: 2551 km
Dezember: 117 km
KW 51: 18 km

Während des Laufens habe ich meine Wade kaum gespürt. Jetzt danach ist der Schmerz doch wieder da. Ich müsste nun konsequenter blackrollen oder die Massage-Gun bemühen. Soviel zu den Vorsätzen. Plus weniger Laufen und mehr Kraftsport. Man hat es wirklich nicht leicht als Läufer. 🏃‍♂️

Im ersten Ohr: Sneakpod #752 – Copshop
Im zweiten Ohr: The Weakerthans, Skye Wallace, Frank Turner

True Romance (1993)

In den letzten zwei Wochen musste ich wieder häufiger an Hans Zimmers Score zu „True Romance“ denken. Vor 20 bis 25 Jahren war dieser mein ständiger Begleiter. Bis heute halte ich ihn für einen der unterschätztesten Scores des Komponisten. Nach einem ruhigen Urlaubstag nach den Weihnachtsfeiertagen, habe mich also für Tony Scotts Umsetzung dieses Tarantino-Skripts entschieden. Eine sehr gute Wahl. 💑

True Romance (1993) | © Warner Bros.

True Romance (1993) | © Warner Bros.

„…all I could think was: You’re so cool!“

Es war damals in der Phase meines filmischen Erwachens. Ich muss um die 16 bis 18 Jahre alt gewesen sein und Filme wie „Pulp Fiction“, „Reservoir Dogs“, „From Dusk Till Dawn“, „Killing Zoe“ oder eben auch „True Romance“ liefen im Freundeskreis rauf und runter. Neben „Pulp Fiction“ war es auch dieser Genremix aus Gangsterfilm und Romanze, den ich damals am häufigsten gesehen habe. Tarantinos Handschrift war im Drehbuch, der Besetzung und dem Soundtrack deutlich erkennbar, doch Tony Scotts Straight-Forward-Regie hat den Mix für mich perfekt gemacht. Nach einer geschnittenen VHS-Aufnahme folgten später die ungeschnittene UK-VHS-Ausgabe, darauf die DVD mit nur deutscher Tonspur, dann endlich die DVD mit beiden Sprachfassungen. Die UK-Blu-ray stand nun schon ewig im Regal und da ich die schöne Sammleredition von Arrow verpasst habe, musste eben der alte Transfer herhalten.

Ich bin heute abermals erstaunt, wie gut das Pacing in „True Romance“ doch ist. Der Film nimmt sich einerseits viel Zeit für seine Figuren und doch hetzt man mit ihnen ins Chaos. Hier merkt man, dass mit Tarantino und Scott wirklich fähige Filmemacher die Zügel in der Hand hielten. Ebenso fantastisch sind die Schauspieler*innen: Christian Slater und Patricia Arquette besitzen zusammen so viel Chemie, dass es eine wahre Freude ist. Doch was wäre „True Romance“ ohne Gary Oldman, Dennis Hopper, Christopher Walken, James Gandolfini (bekannt als Tony Soprano aus „The Sopranos“), Brad Pitt und weiteren Schauspielgrößen? Es ist eine wahre Freude. Die dargestellte Gewalt, für die der Film hierzulande jahrelang nur geschnitten zu sehen war, ist schmerzhaft anzusehen und doch nicht selbstzweckhaft. Alleine die Szene zwischen Arquette und Gandolfini, die beinahe schon körperlich schmerzt, in der beide Schauspieler*innen zu Höchstform auflaufen und aus der sich Alabama letztendlich selbst und ohne männliche Hilfe befreien kann, ist unfassbar in vielerlei Hinsicht. Das sitzt auch heute noch.

„Did I do my part okay?“

Ist „True Romance“ auch heute noch so gut anschaubar, wie vor nun beinahe schon 30 Jahren? Ja und nein. Der Film enthält Szenen (z.B. Dennis Hoppers Monolog), die selbst ein Quentin Tarantino heute nicht mehr so schreiben würde. Zudem ist es ein rein männlich geprägter Film, selbst wenn Alabama durchaus eine starke Frauenfigur ist. Kann man heute also noch Spaß mit „True Romance“ (oder anderen Filmen aus dieser Zeit) haben? Ich finde ja. Es ist allerdings wichtig, sich der Weiterentwicklung unserer Welt und Werte gewahr zu sein und Filme wie diesen in seiner zeithistorischen Epoche einzuordnen. Ich würde heute nicht mehr alle Dialoge mitsprechen wollen, doch viele Zitate sind mir noch im Kopf, wie damals vor 30 Jahren. Speziell Alabamas Abschlussmonolog ist hängen geblieben:

„Amid the chaos of that day, when all I could hear was the thunder of gunshots, and all I could smell was the violence in the air, I look back and am amazed that my thoughts were so clear and true, that three words went through my mind endlessly, repeating themselves like a broken record: you’re so cool, you’re so cool, you’re so cool. And sometimes Clarence asks me what I would have done if he had died, if that bullet had been two inches more to the left. To this, I always smile, as if I’m not going to satisfy him with a response. But I always do. I tell him of how I would want to die, but that the anguish and the want of death would fade like the stars at dawn, and that things would be much as they are now. Perhaps. Except maybe I wouldn’t have named our son Elvis.“

– Alabama Worley (gespielt von Patricia Arquette) in „True Romance“

Fazit

„True Romance“ ist auch heute noch ein absolut packender Mix aus Gangsterfilm und Romanze. Das Drehbuch ist geschliffen, die Inszenierung mitreißend und der Score ein Traum. Auch wenn gewisse Elemente veraltet sind, so ist Tony Scotts Umsetzung des Tarantino-Drehbuchs, mit der nötigen Reflektion betrachtet, immer noch beste Unterhaltung: 10/10 Punkte.

Prädikat: Lieblingsfilm

Konsumrausch 2022

Kaum habe ich die diesjährigen Weihnachtsgrüße geschrieben, ist das Fest auch schon wieder so gut wie vorbei. Glücklicherweise fühlt sich die Zeit zwischen Jahren noch immer ein wenig so an, wie verlängerte Feiertage. Auch wenn es etwas anderes ist, da ja nicht alle frei haben und sich das Leben weiterdreht. Heiligabend und den ersten Weihnachtsfeiertag haben wir mit unseren Familien verbracht, viel gegessen und beschert. Das war recht entspannt und schön, auch wenn es zwei krankheitsbedingte Ausfälle gab. Heute, am zweiten Weihnachtsfeiertag, haben wir nichts vor, die Kids beschäftigen sich mit ihren Geschenken und auch ich werde meine, wie bereits in den vergangenen Jahren, wieder an dieser Stelle festhalten:

Ich muss dieses Jahr wieder sehr brav gewesen sein 😋

Ich muss dieses Jahr wieder sehr brav gewesen sein 😋

Das größte Geschenk hat es nicht aufs Foto geschafft, denn wir haben uns dieses Jahr (erstmals nach 20 Jahren 😬) neue Matratzen gegönnt. Ansonsten habe ich eine  eigene Yogamatte bekommen, um für den geplanten Ausgleichssport gewappnet zu sein. Dazu passend gab es noch allerlei Sportutensilien von meinen Kindern. Rechts auf dem Bild seht ihr einen Klappstuhl, der vermutlich beim nächsten Strandurlaub zum Einsatz kommen wird. Sehr gefreut habe ich mich über die hochwertige NECA-Turtles-Figur. Natürlich ist es mein Liebling Donatello geworden. Die Blu-ray von „Nope“ wird hoffentlich noch während meines Urlaubs im Player landen. Weiterhin gab es einen Büchergutschein und einen Gutschein für den Besuch einer Boulder-Halle. Begeistert war ich auch von zwei Paar selbstgestrickter Wollsocken, da ich in meinem neuen Arbeitszimmer unten im Keller stets kalte Füße habe (ja, so alt bin ich inzwischen). Alkohol, Schokolade und Nüsse (nicht auf dem Foto) dürfen bei mir natürlich auch nicht fehlen. Ihr seht: Meine Weihnachtswichtel haben an alles gedacht. 🎄🥰

Die kommenden Tage werden hoffentlich entspannt werden. Für mich wird der Kinobesuch von „Avatar: The Way of Water“ im IMAX ein Highlight werden und dann ist das Jahr auch schon so gut wie vorbei. Bis dahin lesen wir uns aber bestimmt noch.

Wie waren eure Feiertage? Könnt ihr noch essen oder seid ihr der Schlemmerei schon überdrüssig? Was lag bei euch unter dem Weihnachtsbaum?

Run, Fatboy, Run (1411)

Der zweite Weihnachtsfeiertag. Gestern haben wir mit meinem Teil der Familie geschlemmt und ich weiß nicht, wann ich zuletzt so viel gegessen habe. Dennoch gab es heute früh bereits wieder ein großes Frühstück mit Rührei und weiteren Leckereien. Danach musste ich einfach raus und laufen. Auch wenn es in Strömen geregnet hat. 🌧

Verregneter Weihnachtslauf zu den 100 km im Dezember

Verregneter Weihnachtslauf zu den 100 km im Dezember

Distanz: 8.12 km
Zeit: 00:48:18
Anstieg: 61 m
Ø Pace: 5:57 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.1 km/h
Ø Herzfrequenz: 160 bpm
Ø Schrittfrequenz: 152 spm
Temperatur: 10.0 °C
Kalorien: 639 kcal

2022: 2541 km
Dezember: 107 km
KW 52: 8 km

Meine Wade hat wieder ziemlich gezwickt. Inzwischen bin ich mir ziemlich sicher, dass ich mein nächstjähriges Distanzziel um gut 1.000 km heruntersetzen werden muss. Dafür mehr Kraftsport. Fällt mir nicht leicht, aber führt kein Weg dran vorbei. Dazu doch später in einem ausführlicheren Artikel mehr. 🏃‍♂️

Im ersten Ohr: FatBoysRun – Episode 289: Norman Mascher Aspenjö
Im zweiten Ohr: Skye Wallace, Rancid, Jimmy Eat World

Media Monday #600

Verrückt, da fällt Weihnachten dieses Jahr einfach auf die 600. Ausgabe des Media Monday! Das hattest du doch geplant, lieber Wulf. Vielen Dank für all die Jahre der kunterbunten Fragen. Selbst am ersten Weihnachtsfeiertag wirst du nicht müde. Eine starke Leistung. Ich sitze gerade vollgefressen vor dem Rechner, die Kinder beschäftigen sich mit ihren Geschenken. So wie es eben sein muss. Auf mich warten noch die weihnachtlichen Fotos auf ihre Bearbeitung und um diverse Jahresrückblicke sollte ich mich auch langsam kümmern. Aber nicht mehr heute. Heute stehen nur noch die aktuellen Fragen des Medienjournals an. Frohe Weihnachten! 🎄

Media Monday #600

  1. Mein Festtags-Highlight in diesem Jahr war, dass nach zwei Corona-Jahren wieder nahezu die gesamte Familie zusammen feiern konnte; leider gab es dennoch zwei krankheitsbedingte Ausfälle.
  2. „Star Wars: Das Imperium schlägt zurück“ ist für mich so etwas wie die filmische Offenbarung, denn das ist einer der Filme, die meine filmische Liebe geweckt haben, und die ich deshalb nicht ohne Grund zweimal in diesem Jahr sehen durfte.
  3. Ein Buch, das mich dermaßen zu begeistern gewusst hat wie „The Broken Earth: The Fifth Season“ ist wohl nur schwer zu finden, denn das Worldbuilding fand ich darin einfach nur unglaublich.
  4. Die Familie Griswold steht auf der Liste derer, die zu treffen ich mir schon immer erträumt habe, ganz weit oben, schließlich besuche ich sie durch den Film „Schöne Bescherung“ schon jedes Jahr.
  5. Ein Herzenswunsch für mich wäre auch, dass LEGO das Haus der Griswolds als Set veröffentlichen würde.
  6. Wenn ich einmal Revue passieren lasse, seit wie vielen Jahren ich mich für das Medium Film und Artverwandtes zu begeistern weiß, dann sind da schon ziemlich viele Filmsichtungen zusammengekommen.
  7. Zuletzt habe ich die Miniserie „The Dropout“ gesehen und das war faszinierend und unterhaltsam zugleich, weil es für mich kaum nachvollziehbar ist, wie Elizabeth Holmes unzählige intelligente Menschen um ihren Finger gewickelt hat.

Das war dieses Jahr unser Adventskalender, der sehr viel Spaß gemacht hat (mehr Einblicke dieser Art findet ihr auf meinem Instagram-Account):

Frohe und gesunde Weihnachten! (2022)

Eigentlich könnte ich die Einleitung des letztjährigen Weihnachtsgrußes direkt übernehmen. Auch 2022 kommt Weihnachten recht überraschend. Nein, nicht weil die Vorbereitungen so stressig wären. Diese haben wir recht gut im Griff. Allerdings ist der 24. Dezember der erste freie Tage für uns alle. Sprich es fühlt sich ein wenig so an, als würden wir aus vollstem Sprint plötzlich gegen eine Wand aus Festtagsbraten, Plätzchen und Lebkuchen laufen. Es gibt keine Übergangszeit. Glücklicherweise haben wir den Weihnachtsbaum schon eine Woche zuvor gekauft und aufgestellt. Doch die Arbeitswoche war fordernd und die Kinder haben selbst in der letzten Woche noch Schulaufgaben geschrieben. Doch nun bin ich bzw. sind wir bereit für ein paar ruhige und hoffentlich entspannte und friedliche Tage. 🎄

Weihnachtsbaum mit neuen, kabellosen Lichtern (dafür mit Fiepen)

Weihnachtsbaum mit neuen, kabellosen Lichtern (dafür mit Fiepen)

Frohe Weihnachten, liebe Leser*innen! 🤶🎅

Neu in diesem Jahr sind bei uns kabellose Kerzen am Weihnachtsbaum. Recht spontan und ohne Recherche im Supermarkt gekauft. Tja. Sehr bequem und praktisch, doch das Licht ist leider nicht halb so stimmungsvoll, wie bei der bewährten Lichterkette. Zudem fiepen die Kerzen, was ich persönlich als sehr nervig finde. Bin noch nicht an Bord. Der Rest der Familie sieht das entspannter und somit versuchen wir es dieses Jahr damit. Ansonsten ist es ein schöner Weihnachtsbaum, der uns über die besinnliche Zeit des Jahres begleiten wird. Er steht bereits seit dem 18. Dezember geschmückt im Wohnzimmer und das ist auch gut so. Mit der obligatorischen Sichtung von „Schöne Bescherung“ haben wir am Abend des 23. Dezember unseren Weihnachtsurlaub eingeläutet. Die nächsten Tage startet dann das Weihnachtsprogramm:

Heiligabend werden wir, zusammen mit der Familie der Schwägerin, bei den Schwiegereltern verbringen. Am ersten Weihnachtsfeiertag geht es mittags mit meinem Teil der Familie zum Essen und danach zum Weihnachtskaffee bei meiner Schwester. Auf beide Tage freue ich mich schon sehr, ist es doch das erste Weihnachten seit zwei Jahren, an dem es keine Corona-Ausfälle gibt. Das sollte doch der Stimmung und der weihnachtlichen Atmosphäre zuträglich sein. Am zweiten Weihnachtsfeiertag haben wir (noch) nichts geplant. Ziemlich verrückt. Ehrlich gesagt, wäre ich auch nicht traurig, wenn dieses Jahr nichts ansteht und wir einen entspannten Tag im engsten Familienkreis haben.

Nach den Feiertagen warten noch knapp zwei Wochen Urlaub mit zwei Geburtstagen, Silvester, Neujahr und hoffentlich einem Kinobesuch auf mich. Ich werde versuchen, sie entsprechend zu genießen und möglichst wenig an die anstehenden Aufgaben zu denken, die der Januar schon bald mit sich bringen wird. Es werden, wie jedes Jahr, etliche Blogartikel mit Jahresrückblicken folgen sowie bestimmt noch ein paar Filmbesprechungen. Diese waren in den letzten Wochen hier leider ziemlich unterrepräsentiert. Ich wünsche euch, liebe Leser*innen, auch ein möglichst entspanntes, gesundes und frohes Weihnachtsfest! ❤🎁🥃

Euer bullion

Run, Fatboy, Run (1410)

Der erste Weihnachtsurlaubstag direkt an Heiligabend. Obwohl ich die letzten beiden Tage schon laufen war, habe ich mich heute auch noch einmal aufgemacht. Morgen bin ich bereits ab mittags verplant und da ist dann nichts mit Sport. Wird meiner Wade auch gut tun. Doch ich wollte zumindest ein wenig machen, da die Weihnachtskalorien schon jetzt anrollen. 😅

Weihnachtslauf leider ohne Schnee

Weihnachtslauf leider ohne Schnee

Distanz: 10.31 km
Zeit: 01:01:24
Anstieg: 94 m
Ø Pace: 5:57 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.1 km/h
Ø Herzfrequenz: 155 bpm
Ø Schrittfrequenz: 153 spm
Temperatur: 10.0 °C
Kalorien: 784 kcal

2022: 2533 km
Dezember: 99 km
KW 51: 27 km

Eigentlich hatte ich nur 8 km geplant, doch dann hatte ich keine Lust auf die übliche Route und habe spontan verlängert. War gut so. 🏃‍♂️

Im ersten Ohr: FatBoysRun – Episode 289: Norman Mascher Aspenjö
Im zweiten Ohr: Skye Wallace, Less Than Jake, Frank Turner

Schöne Bescherung – OT: Christmas Vacation (1989) (WS13)

Ich sehe „Schöne Bescherung“ jedes Jahr und bespreche den Film danach auf meinem Blog. Du möchtest die komplette Dosis Griswolds? Du findest alle Besprechungen hier!

Es ist der 23. Dezember. Der letzte Arbeits- bzw. Schultag des Jahres liegt hinter uns. Die Weihnachtsvorbereitungen sind größtenteils getroffen. Was fehlt? Natürlich ein Weihnachtsfilm. Da auch in diesem Jahr der Endspurt eher stressig war, schaffen wir es einzig und alleine noch „Schöne Bescherung“ zu schauen. Ist zweifellos auch der Wichtigste unter den Weihnachtsfilmen. Damit sind wir eine Woche später dran als noch letztes Jahr. Hier also die inzwischen 14. Besprechung auf diesem Blog… 🎄🎅

Schöne Bescherung (1989) | © Warner Home Video

Schöne Bescherung (1989) | © Warner Home Video

Die schönste filmische Weihnachtstradition

Nachdem ich heute am letzten Arbeitstag des Jahres schon mit unzähligen GIFs aus dem Film um mich geworfen habe, war ich abends doch voller Vorfreude auf das Wiedersehen mit den Griswolds. Dieses Mal ist mir besonders aufgefallen, wie gut „Schöne Bescherung“ doch inszeniert ist. Umso verwunderlicher ist es, dass Regisseur Jeremiah S. Chechik danach nicht mehr so wirklich viel auf die Beine gestellt hat. Außer „Benny und Joon“ mit Johnny Depp sind mir nicht mehr viele Filme bekannt. Dafür hat er seine Nische wohl im TV gefunden und inzwischen unzählige Serienepisoden inszeniert. Was er hier in dieser Komödie auffährt, ist dagegen schon großes Kino für das Genre. Immer wieder beeindruckend.

Wir haben wieder viel gelacht, was sowohl den Slapstick-Szenen als auch dem Wortwitz, der in der Synchronfassung ebenfalls wunderbar funktioniert, zuzurechnen ist. Nun ist tatsächlich Weihnachten. Ohne „Schöne Bescherung“ wäre das Fest einfach nicht dasselbe. So geht es inzwischen nicht nur mir, denn der Film ist ja wahrlich kein Geheimtipp mehr. Filmische Weihnachtstradition. Einfach schön. 🥰

Fazit

Auch dieses Jahr ist „Schöne Bescherung“ unser einziger Weihnachtsfilm. Aber das ist schon in Ordnung so. Die letzten Tage waren einfach unglaublich voll und ich bin froh, dass es mit den Griswolds und uns auf den letzten Drücker noch geklappt hat. Bei euch hoffentlich auch! Nun kann Weihnachten kommen: 10/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Prädikat: Lieblingsfilm

The Dropout – Die komplette Miniserie (2022)

Eigentlich wollte ich nach dem grandiosen „Andor“ direkt mit der Serienfortsetzung zu „Willow“ weitermachen. Doch Disney veröffentlicht die Serie im Wochenrhythmus und dahin kann ich nicht wieder zurück. Folglich habe ich mich nach einer Serie zur Überbrückung umgeschaut und bin auf „The Dropout“ gestoßen. Die Geschichte um Theranos und die Gründerin Elizabeth Holmes war mir bereits aus Dokumentationen bekannt und ich fand sie stets faszinierend. Insofern war ich sehr auf die dramatische Aufarbeitung gespannt. 🩸💉

The Dropout | © Hulu

The Dropout | © Hulu

Eine unglaubliche, wahre Geschichte unserer Zeit

Die bisherigen Dokumentationen (siehe auch Video unten), die ich bisher über Theranos und Elizabeth Holmes gesehen habe, waren eher nüchtern erzählt und haben sich auf den Betrug und die Fakten konzentriert. Die Serienfassung „The Dropout“ holt weiter aus und nimmt sich Zeit, auch Elizabeth Holmes‘ Figur ausführlicher zu charakterisieren. Ich würde beinahe so weit gehen und sagen, dass Holmes in den ersten Episoden noch sympathisch bis idealistisch gezeichnet ist. Natürlich kippt das spätestens im Mittelteil der Serie, wenn Holmes komplett größenwahnsinnig wird und ohne Rücksicht auf Verluste ihre verquere Vorstellung von unternehmerischen Erfolg über alles andere stellt. Quasi „Fake It Till You Make It: The TV Show“. Bei all dem war die Vision von Theranos grundsätzlich spannend und hätte die Technologie funktioniert, dann wäre die Geschichte ganz anders ausgegangen. Aber das ist genau die Krux daran: Die vollständige Missachtung von Wissenschaft, die eben keine Abkürzungen zulässt. In unserer kapitalistischen Gesellschaft mit Investoren, die schnell Erfolge sehen wollen, ein nicht überwindbarer Widerspruch.

Die Serie nimmt sich Zeit, um die Entwicklung von Elizabeth Holmes und Theranos im Detail zu zeichnen. Sie ist unterhaltsam, spannend, absurd und desillusionierend. Dabei wirkt die Entwicklung durchaus realistisch. Holmes wird nicht als böse Superschurkin gezeichnet, sondern eher als eine Person, die blind für ihre eigenen Fehler ist bzw. die in einer Umgebung aufwächst, in der man keine Fehler duldet. Einzig in den letzten Episoden driftet ihre Charakterisierung ein wenig ins Überzeichnete ab. Dennoch insgesamt eine absolut packende Serie, welche die Geschichte rund um Elizabeth Holmes und Theranos mitreißend dramatisiert. Amand Seyfried (bekannt z.B. aus „In Time: Deine Zeit läuft ab“) stellt die Gründerin sehr überzeugend und manisch dar. Naveen Andrews  (Sayid aus „Lost“) als Sunny hätte ich beinahe nicht wiedererkannt. Nebendarsteller wie Stephen Fry oder William H. Macy (Frank Gallagher aus „Shameless“) ergänzen den exzellenten Cast.

Fazit

Der wahre Fall hat mich schon immer fasziniert. Die dramatische Aufbereitung in Serienform hat das Interesse weiter entfacht. Es ist eine packende Geschichte und man fragt sich, was denn schief läuft in Silicon Valley. Speziell gerade jetzt, da mit Sam Bankman-Fried das nächste Wunderkind auf der Anklagebank sitzt. Immerhin war Elizabeth Holmes‘ Vision im Vergleich bemerkenswert. Es wird bestimmt nicht die letzte Geschichte dieser Art gewesen sein: 9/10 (8.6) Punkte.